Marigolds Töchter – Julia Woolf

Klappentext:
Marigolds Familie muss überraschend eng zusammenrücken, als die älteste Tochter Daisy bei ihnen unterschlüpft. Dabei ist das kleine Haus schon recht voll, wohnt doch die jüngere Tochter noch bei ihnen und auch Großmutter Nan. Aber Marigold macht alles für ihre Familie, sie kümmert sich gerne und will das Glück, das sie empfindet, weitergeben. Sowieso halten auf dem Dorf alle zusammen, und in Marigolds kleinem Lädchen versuchen die Nachbarn, für die großstädtische Daisy einen Job und einen neuen Mann zu finden. Mit – nun ja – durchaus interessanten Vorschlägen. Vielleicht erkennt die Familie deshalb nur langsam, dass es Marigold immer schlechter geht.


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Titel: Marigolds Töchter
Autor: Julia Woolf
Sprecher: Cathlen Gawlich
Verlag: HörbucHHamburg
Länge: 668 Minuten
ASIN: B08LDDCDFN
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Marigold liebt ihre Familie und ist immer für sie da. Als sie selbst aber immer vergesslicher wird, braucht sie ihre Familie umso mehr …

Stil:
Cathlen Gawlich hat eine angenehme Stimme und ich mag ihre Art des Lesens. Sie war auch der Grund, warum ich zu diesem Hörbuch gegriffen habe. Die Handlung ist relativ einfach, stellenweise sogar einfältig gehalten und es ist schnell klar, welche Krankheit Marigold ausbrütet, dass ihre Familie es so lange nicht sieht oder vielleicht auch nicht wahrhaben möchte und dies ignoriert ist traurig. Generell ist die Geschichte sehr vorhersehbar und auch die Charaktere sind sehr leblos und nicht wirklich greifbar. Das Thema der Demenz, welches wohl hauptsächlich bearbeitet werden sollte, wirkt mit allem nicht stimmig und einzig die Sprecherin konnte mich noch bei der Stange halten.

Charaktere:
Marigold ist die einzige, welche mich überzeugen konnte. Eine liebreizende Frau, welche ihren geistigen Verfall merkt, ihre Eigenständigkeit behalten will und leider – wie so viele andere – letztendlich verliert. Ihr Schicksal rührte mich zu Tränen.

Die Familie und Freunde, um Marigold, sind einfach gehalten und dienen nur der Geschichte, sie wirken leblos und partiell wirken sie Charakterlos, weil sie sich – je nach Situation – so stark verändern.

Cover:
Das Cover wirkt verträumt, blumig. Es ist viel zu schön, für so ein trauriges Thema.

Fazit:
Cathlen Gawlich konnte mit ihrer Stimme überzeugen und die Emotionen kochten teilweise beim Hören über. Allerdings wirkt die Geschichte mitunter abstrus, herzlos und konstruiert. Daher vergebe ich nur 2 Sterne und spreche keine Lese-/Hörempfehlung aus.

Camp 21: Grenzenlos gefangen – Rainer Wekwerth

Klappentext:
Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.


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Titel: Camp 21: Grenzenlos gefangen
Autor: Rainer Wekwerth
Sprecher: Mark Bremer
Verlag: Rubikon
Länge: 466 Minuten
ASIN: B01N9T7WC6
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Mike und Kayla sind 2 Jugendliche, welche es nicht leicht hatten und durch unglückliche Umstände, erst in eine Besserungsanstalt und dann in eine neue Art eines Gefängnisses eingewiesen werden. Im sogenannten Camp 21 ist man mit seinem Knastkumpel auf eine besondere Art gefangen …

Stil:
Die Idee hinter Camp 21 ist ganz nett und stellenweise auch glaubhaft, so eine Einrichtung gibt es bestimmt schon und die Experimente klingen auch nicht so unglaubwürdig. Allerdings ist doch sehr viel zu einfach, es klärt sich zu viel von selbst, es gibt dann relativ schnell immer eine Lösung und die Sympathien und Antisympathien sind dann immer so schwarz-weiß, dass es langweilig wird. Mark Bremer liest gut und er haucht der Geschichte Leben ein, stellenweise könnte aber noch mehr Spannung in der Stimme liegen.

Charaktere:
Leider sind sie alle die typischen Typen: Vernachlässigt, rebellisch, pubertierend und dann gleiten sie ab, weil die Eltern auf eine Art versagt haben. Das macht jeden von ihnen irgendwie unsympathisch. Jeder hat sich und seinen Lebensweg selbst in der Hand, leider wird es nicht genutzt. Zudem sind die Charaktere oberflächlich gestaltet, sodass auch keine Möglichkeit zur Selbstentfaltung gegeben ist.

Cover:
Das Cover ist gut gestaltet und passt perfekt zur Handlung – Eine spannende Verbindung und das grenzenlos.

Fazit:
Die Geschichte wird gut erzählt und als Zeitvertreib definitiv zu gebrauchen. Überzeugen konnte mich weder die Handlung noch die Figuren, daher nur 3 Sterne und eine eingeschränkte Hörempfehlung.

Später – Stephen King

Klappentext:
Wer einmal stirbt, dem glaubt man nicht…

Jamie Conklin wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater kennt er nicht, seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, steht er sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann mit den Geistern kürzlich Verstorbener reden. Und sie müssen all seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner Bestsellersaga bleibt unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe… Die beiden treten eine Reihe unabsehbarer Ereignisse los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.


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Titel: Später
Autor: Stephen King
Sprecher: David Nathan
Verlag: Random House Audio
Länge: 460 Min.
ASIN: B08X7FBDQ5
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Jamie Conklin sieht tote Menschen. Nicht so wie bei „The Sixth Sense“, sondern immer nur kurz nach ihrem Tod. Und er kann sich mit ihnen unterhalten. Es ist immer gleich: Kurz nach dem Tod sehen sie ganz normal aus, dann werden sie blasser, die Stimme wird leiser und irgendwann verschwinden sie ganz. Doch als ein Geist gar nicht verschwindet und ihn zudem noch bedroht, ahnt Jamie, dass er Hilfe benötigt …

Stil:
Der Name ist Programm, denn alles wird auf später verschoben. Jamie erzählt die Geschichte in Ich-Form und macht sich über den Titel sogar zeitweise lustig, denn dieser wird dauernd erwähnt und David Nathan (als Sprecher) baut zudem immer noch ein kleines stimmliches Lächeln ein, wenn es um das Wort geht. Zu Beginn ist das auch wirklich amüsant, leider nervt es dann nur noch und mit Blick auf die Uhr fragt man sich dann ab ca. der Hälfte des Hörbuches, wann denn nun endlich später ist und wann es denn nun losgeht, das mal was passiert. Irgendwann, also später, werden dann einige Dinge klar. Fatalerweise so klar, dass man die spätere Auflösung auch gar nicht mehr braucht. Der Showdown kam dann doch sehr schnell und dann war’s das. Ob später noch eine Fortsetzung kommt? Zumindest ist später so geschrieben …  Die Ausdrucksweise und der Erzählstil von David Nathan sind top. Bedauerlicherweise kann er aber den lahmen Plot nicht retten und das macht die Geschichte dann doch eher zu einem Reinfall mit dem Prädikat: später wird man sich nicht mehr an die Handlung erinnern können.

Charaktere:
Jamie schreibt seine Geschichte im Alter von 22 Jahren, er wirkt sehr reif für sein Alter, aber er schreibt rückblickend ab seiner Schulzeit, was dann wiederum nicht passt. Es ist nie so ganz klar, ob er sich an die Zeit zurückerinnert oder ob er sich damals wirklich so verhalten hat. Die Figur an sich ist schwer zu greifen.

Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr undurchsichtig. Sind sie Freund oder Feind, wollen sie helfen oder sind sie nur auf den eigenen Vorteil aus? Theoretisch so wie im realen Leben, man kann den Leuten immer nur vor den Kopf schauen und nicht rein. Dennoch fehlt irgendwas, um die Personen in der Geschichte wahrzunehmen.

Cover:
Das Cover ist gut gemacht und lässt einen neugierig zurück. Zur Geschichte passt es nicht wirklich, aber es weckt zumindest aufsehen.

Fazit:
David Nathan liest super und es macht Spaß ihm zuzuhören, allerdings ist die Geschichte eher langweilig und alles kommt halt irgendwann später. Daher nur 2 Sterne und wenn überhaupt dann nur eine Hörempfehlung für Fans von David Nathan.

Das Joshua-Profil – Sebastian Fitzek

Klappentext:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß… im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.


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Titel: Das Joshua-Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: Lübbe Audio
Länge: 566 Min.
ASIN: B015CWEMKY
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Max möchte eigentlich nichts lieber tun, als eine schöne Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Doch als sein Bruder aus der Sicherheitsverwahrung ausbricht und Max von zwielichtigen Gestalten verfolgt wird, wird alles anders …

Stil:
Der Einstieg in die Geschichte ist spannend, leider entwickelt sie sich dann zu einem Abklatsch des Films Minority Report (2002) und wird so eher langweilig. Die schaurigen Szenen, in denen es um Kindesmissbrauch und -misshandlung geht, sind grausam und hätten nicht in dieser Form dargestellt werden müssen. Etwas seichter wäre absolut ausreichend gewesen. Die Ausdrucksweise ist derb, teilweise zu gestellt und hat wenig mit den früheren Werken von Fitzek gemeinsam. Simon Jäger liest wieder gekonnt, kann aber leider auch nicht so viel herausholen.

Charaktere:
Sie wirken viel zu aufgesetzt. Sie können entweder gar nichts und wenn es darauf ankommt, geht alles oder sie sind so nichtssagend, dass sie einfach nur da sind, um die Geschichte künstlich aufzublasen. Es war nicht einer dabei, den man sich vorstellen könnte – naja vielleicht der Pädophile Cosmo, aber den will man nicht haben.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte. Viele Fäden und irgendwann ist man dann beim Ursprung und alles greift irgendwie ineinander.

Fazit:
Eine Geschichte über Pädophilie und künstliche Intelligenz, welche nicht überzeugen konnte – vor allem, weil es ein Abklatsch von Minority Report, McGyver und James Bond ist. Daher nur 2 Sterne und keine Lese- oder Hörempfehlung.

Achtsam morden 01: Achtsam morden – Karsten Dusse

Reiheninfo:
Achtsam morden
Das Kind in mir will achtsam morden
Achtsam morden, am Ende der Welt
Achtsam morden, im Hier und Jetzt

Klappentext:
Björn Diemel wird von seiner Frau gezwungen, ein Achtsamkeits-Seminar zu besuchen, um seine Ehe ins Reine zu bringen, sich als guter Vater zu beweisen und die unausgeglichene Work-Life-Balance wieder herzustellen. Denn als erfolgreicher Anwalt hat Björn sehr wenig Zeit für seine Familie.

Der Kurs trägt Früchte und Björn kann das Gelernte sogar in seinen Job integrieren, allerdings anders als gedacht. Denn als sein Mandant, ein brutaler und mehr als schuldiger Mafiaboss, beginnt, ihm ernstliche Probleme zu bereiten, bringt er ihn einfach um – und zwar nach allen Regeln der Achtsamkeit.


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Titel: Achtsam morden
Autor: Karsten Dusse
Sprecher: Matthias Matschke
Verlag: Random House Audio
Länge: 554 Min.
ASIN: B07RVFY5K4
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Björn ist Anwalt und hat es nicht leicht im Leben. Seine Klienten fordern ihn und seine Ehe droht zu scheitern. Ein Achtsamkeit-Seminar soll es richten. Doch wie sich die Sache dann entwickelt, hätte wohl keiner gedacht …

Stil:
Ich hatte zuerst den zweiten Teil der Reihe gehört und wusste daher – in etwa – was mich hier erwartet. Trotzdem war es schön, die Geschichte vertieft und in seiner ganzen Pracht genießen zu dürfen. Gerade der Witz, der derbe Humor und die Härte der Wirklichkeit (Rechtssystem) sind im richtigen Verhältnis eingesetzt und machen auch dieses Hörbuch zu einem spannenden und amüsanten Hörerlebnis. Matthias Matschke liest gut, allerdings fand ich die Stimme von Karsten Dusse besser und freue mich auch, dass er Teil 3 selbst liest.

Charaktere:
Die Charaktere sind sympathisch und entwickeln sich mit ihren Aufgaben – selbst den Bösewichten kann man nicht wirklich etwas übel nehmen – sie nutzen einfach das Gesetz und schlagen sich so durch. Besonders angetan hat es mir Joschka Breitner, teilweise hatte ich seine Antworten schon vorher im Kopf und musste so lachen, als er dies dann tatsächlich sagte. Achtsamkeit: kann ich 😀

Cover:
Das Cover passt zur Reihe und wunderbar zur Geschichte.

Fazit:
Ein schöner erster Teil, der auch eigenständig gelesen / gehört werden kann. Mich hat die Geschichte gut unterhalten und daher gibt es 4 Sterne und eine Lese-/Hörempfehlung für Humor- und Krimifans.