Kate Burkholder 04: Tödliche Wut – Linda Castillo

Klappentext:
Dein Schicksal ist besiegelt. Deine Zukunft ist keine mehr.
Der vierte Band der Spiegel-Bestseller-Serie aus dem Land der Amischen.

Sadie Miller ist verschwunden. Ein aufmüpfiger, rebellischer Amisch-Teenager aus Painters Mill. Ihre Familie ist verzweifelt. Verbittet sich aber jede Einmischung. Als Kate Burkholder, die Spezialistin für Vorfälle bei den Amischen, gerufen wird, ahnt sie Schlimmes. Denn gerade wurde die blutgetränkte Tasche des Mädchens gefunden. Und da sind noch mehr vermisste Mädchen im gesamten County.
”Wir haben nichts“, sagte Polizeichefin Kate Burkholder, „wir haben drei verschwundene Personen. Weiblich. Teenager. Amisch. Wir haben keinen Verdächtigen, kein Motiv, keine Leiche. Wir wissen nicht einmal genau, womit wir es hier zu tun haben.”


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Titel: Tödliche Wut
Autor: Linda Castillo
Verlag: Fischer
Seiten: 352
ISBN: 978-3596196128
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Sadie Miller, eine Verwandte von Kate, ist verschwunden. vermutlich entführt oder ähnliches. Genaues ist nicht bekannt, denn es fehlt auch noch von anderen amischen Teenagern jede Spur. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn eine Leiche wurde schon gefunden …

Schreibstil:
Obwohl es 5 Jahre her ist, seit ich Band 3 gelesen habe, sind mir alle Hauptcharaktere noch in Erinnerung. Das ist ein gutes Zeichen und kam mir gar nicht so lange vor *schock* auch der Duktus der Autorin bzw der Übersetzerin liegt mir noch im Auge und so flogen die Seiten nur so dahin. Der Ausdruck ist immer passend und die Gefühle passen immer zur Handlung. Es wirkt realistisch.

Charaktere:
Kate Burkholder ist eine sympathische Polizisten mit Bindungsängsten, welche sich langsam zu verflüchtigen scheinen. John Tomasetti hat also gut an Kates Problemen gearbeitet. Auch wenn ich bei Band 3 noch gegen ihre Beziehung war, bin ich nun voll dafür – es tut ihnen beiden einfach gut, wenn da etwas Liebe im Spiel ist.

Die amischen Sitten und Bräuche werden wieder gut dargestellt und auch die Eigenarten die Menschen kommen gut zum Ausdruck.

Cover:
Das Cover passt perfekt zu den anderen Bänden und zur Geschichte.

Fazit:
Ein spannender Band mit kleinen, leider typischen, Cliffhangern (gehe nie ohne Deckung irgendwo rein / hin etc.). Das Positive dabei: Kate ist keine Superheldin und ihre Fehler bleiben nicht unbestraft. Daher ist Tödliche Wut ein spannender Thriller, für Fans der Reihe und generell für Thrillerfans. Dieser Band kann auch außerhalb der Reihe gelesen werden und wird mit 4 Sternen bewertet.

[Abgebrochen] Mein Ein und Alles – Gabriel Tallent

Klappentext:
Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerikas Leserschaft überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen. Gabriel Tallents Debut ist von eindringlicher Wucht und zugleich Zartheit, eine neue Stimme, die niemanden kalt lässt.


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Titel: Mein Ein und Alles
Autor: Gabriel Tallent
Verlag: blue panther books
Seiten: 480
ISBN: 978-3328600282
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Turtle, die in Wahrheit Julia heißt, lebt mit ihrem Vater zusammen. Waffen und ein Leben voller Misshandlungen sind ihr leben und für sie absolut normal. Bis sie Jacob kennen lernt und erkennt, dass ihr Leben alles andere als normal ist …

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist eindeutig zu hart. Julia beschreibt alles aus der Ich-Perspektive und so erlebt der Leser ihr Leben hautnah. Muss man mögen, muss man ertragen (können). Ich konnte es nicht und habe dieses Buch abgebrochen. Die Verherrlichung von Gewalt, ein Leben mit zig Waffen und das reinigen dieser als Freizeitbeschäftigung mag noch gehen, aber die Misshandlungen, welche Turtle über sich ergehen lassen muss, sind einfach nur krank. Kein Wunder, dass sie sich den Namen „Schildkröte“ gab, ein dicker Panzer ist wichtig, auch beim Lesen dieses Buches.

Fazit:
Ein sehr extremes Buch, ich kann es leider niemandem empfehlen und habe es abgebrochen. Daher nur einen Stern.

Ich bedanke mich bei bücher.de für das Rezensionsexemplar.

 

Unterleuten – Juli Zeh

Klappentext:
Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?


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Titel: Unterleuten
Autor: Juli Zeh
Verlag: Luchterhand
Seiten: 640
ISBN: 978-3630874876
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Zitate:
S. 22 […] Ein Mensch konnte niemals genug Land besitzen – so viel hatte sie ihre neue Existenz im provinziellen Paralleluniversum bereits gelehrt. […]
S. 58 […] Sie glauben gar nicht, wie viele Pferdebesitzer keine Ahnung haben, wie man mit diesen Tieren umgeht. Das ist so, als würde jemand, der Kupplung und Bremse nicht unterscheiden kann, einen Formel-1-Wagen kaufen. […]
S. 84 […] Schon immer hatte [er] die Auffassung vertreten, dass er lieber zehn Männer zu Feinden hätte, als eine einzige Frau. […]
S. 160 […] In Wahrheit war jeder froh, wenn er nichts entscheiden und folglich auch nichts verstehen musste. Auf diese Weise ersparte man sich das anstrengende Nachdenken über komplizierte Sachverhalte und behielt trotzdem das Recht, sich nach Herzenslust zu beschweren. […]
S. 481 […] Bäume konnten weder weglaufen noch kämpfen. Sie waren dazu verurteilt, zu wachsen und zu sterben, wie es dem Menschen gefiel. […] Der Holzernte wohnte etwas Unfaires inne. Er tötete Wesen, die älter waren als er selbst [und] [n]ichts von dem, was er heute in seinen Wäldern pflanzte, würde er aufwachsen sehen.
S. 568 […] Sie dachte immer nur bis zum nächsten Vorwurf. So überzeugt war sie von der Existenz eines Optimalzustands, dass sie überall nur Defizite sah, sogar dann, wenn sie gewann. […]
S. 630 […] Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat.[…]

Inhalt:
Unterleuten ist ein kleines Dorf in Brandenburg. Hier wird noch alles unter den Leuten selbst geregelt. Blöd nur, dass sich nun auch zugezogene als Einheimisch fühlen und das Dorfleben damit ganz schön aufmischen …

Meine Meinung:
Juli Zeh hatte mich bereits mit der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Unterleuten ist ein typischen brandenburgisches Dorf (eine Kneipe, eine Kirche und viele kleine Häuser) mit seinen schrulligen Einwohnern. Die Charaktere im Buch sind so natürlich und scheinen vom Dorf direkt ins Buch gewandert zu sein. Auch wenn es hier viele Personen gibt, denen immer ein Kapitel gewidmet ist (um die Sicht desjenigen darzustellen) ist es sehr leicht den Überblick zu behalten. Die Ausdrucksweise ist gut, so wählt Juli Zeh immer die passenden Worte und hat dabei einen guten Stil.

Besonders beeindruckt hat mich die Aktualität des Buches. 2016 geschrieben, mit der Handlung von 2010 und dennoch als wäre es gerade erst passiert. Der Mauerfall und die Probleme sind so weitreichend und lebendig geschildert, dass sie auch über 25 Jahre später noch eine Brisanz haben – auf eine Art sehr erschreckend. Die Geschichte in Unterleuten schildert eindrucksvoll, dass […] jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat.[…] Zitat S. 630.

Fazit:
Erschreckend, traurig, witzig, dörflich. So könnte „Unterleuten“ zusammengefasst werden. Mit einer Prise Arroganz und Gewalt abgerundet und nachdenklich im Abgang. Daher ist es nicht leicht eine Leseempfehlung auszusprechen. Ich empfehle dennoch allen Dörflern sowie allen potentiellen Dörflern (die Landflucht beginnt und es stehen immer mehr Häuser zum Verkauf), dieses Buch zu lesen. Schon allein um ggf. Fehler zu vermeiden. Man weiß ja nie mit wem der Nachbar und so weiter 😉 Von mir gibt es definitiv 5 Sterne, weil mich „Unterleuten“ gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat.

Dieses mal bedanke ich mich bei meinem Nachbarn, der mir dieses Buch vor die Tür gelegt hat 😉

Das letzte Bekenntnis – Carter Wilson

Klappentext:

Zwischen Leben und Tod liegen nur Worte …

Dunkelheit. Kälte. Schmerz. Mühsam kommt Harden Campbell zu sich. Er ist gefangen in einer dreckigen Zelle, neben sich die Leiche seines Freundes, eine alte Schreibmaschine und ein Stapel Papier. Nur ein Satz steht darauf: »Erzähl mir eine Geschichte«.

Steckt Coyote dahinter? Der Ex-Mitbewohner aus Hardens Studenten-WG hat in den letzten Monaten auf verstörende Weise gezeigt, dass er Spaß daran hat, andere zu manipulieren und sie an ihre Grenzen zu bringen. Aber würde dieser Soziopath wirklich so weit gehen? Harden ahnt, dass er die Geschehnisse aufschreiben muss, die ihn in diese Situation gebracht haben. Nur so hat er eine Chance zu überleben.

Harden steht vor der schwierigsten Aufgabe seines Lebens. Jedes Wort muss sorgfältig gewählt werden. Sein Schicksal hängt davon ab.


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Titel: Das letzte Bekenntnis
Autor: Carter Wilson
Verlag: Edition M
Seiten: 428
ISBN: 978-1542048187
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

 

Inhalt:
Harden erwacht in einem dunklen Keller. Er ist so gut wie allein. Die Leiche seines Mitbewohners sowie eine Schreibmaschine und Papier befinden sich ebenfalls im Raum. Bei der Maschine befindet sich ein Zettel mit dem Aufdruck: „Erzähl mir eine Geschichte“ und so schreibt Harden …

Schreibstil:
Der Klappentext las sich noch spannend, aber die eigentliche Geschichte passte wohl nicht recht zu mir. Der Schreibstil wirkt einfach, der Ausdruck ist teils unpassend und die Handlung leider vorhersehbar. Im allgemeinen fehlt das Herz der Geschichte. sie wirkt unfertig und ohne Leben.

Charaktere:
Harden ist ein naiver Student von 21 Jahren und erkennt eigentlich recht früh, dass sein Freund Coyote ein manipulativer Mensch ist. Dennoch bleibt er mit ihm verbunden und das habe ich einfach nicht verstanden.

Coyote manipuliert und spielt mit Menschen wie es ihm passt. Das diese Person ein Problem hat ist recht schnell klar.

Cover:
Das Cover wirkt düster und geheimnisvoll. Schade, dass es gruseliger / spannender anmutet als die eigentliche Geschichte.

Fazit:
Ein Buch, was recht schnell aus meinem Gedächtnis verschwindet. Schlechte Charaktere und eine vorhersehbare Handlung. eine Leseempfehlung spreche ich daher nicht aus und ich vergebe aufgrund der Kritikpunkte nur 2 Sterne.

Ich bedanke mich bei Amazon Publishing für das Rezensionsexemplar.

Optimum 02: Kalte Spuren – Veronika Bicker

Reiheninfo:
Blutige Rosen
Kalte Spuren
Purpurnes Wasser

Klappentext:
In den Osterferien werden Rica und einige andere Schüler in einer einsamen Berghütte von der Außenwelt abgeschnitten. Doch damit nicht genug: Plötzlich gibt es keinen Handyempfang mehr, Ricas Kamera verschwindet und findet sich mit gruseligen Fotos wieder, und schließlich taucht auch noch eine zweifelhafte Gestalt in der Nähe der Hütte auf. Was als Schulausflug beginnt, wird zum beklemmenden Psychoterror, bei dem die Jugendlichen an ihre Grenzen getrieben werden.


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Titel: Optimum – Kalte Spuren
Autor: Veronika Bicker
Verlag: INK
Seiten: 352
ISBN: 978-3863960452
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Band zwei knüpft nicht direkt an den ersten Band an, sondern spielt ein halbes Jahr später. Die Schüler der Daniel-Nathan-Akademie haben an einem Wettbewerb teilgenommen und die besten Schüler dürfen daher auf eine Skireise. Das Rica auch dabei ist überrascht nicht nur sie – ist sie doch kein Genie wie die anderen Gewinner und als die Schüler bei ihrer Ankunft in der Berghütte auch noch auf Schüler treffen die noch mehr drauf haben als alle zusammen wird es richtig gespenstisch, da stört es auch nicht das ein angeblicher Psychopath in den Bergen sein Unwesen treibt …

Schreibstil:
Wie schon beim ersten Band bemängelt, weißt die Geschichte zwischendrin immer wieder Längen auf und es ist teilweise vorher zu sehen was als nächstes passiert. Dennoch gibt es immer wieder Wendungen die ich so auch nicht erwartet hätte und das lässt mich weiter lesen – der dritte Band liegt schon bereit 😉

Charaktere:
Sie wirken alle irgendwie konstruiert und ich bin mir nicht sicher, ob es so gewollt ist oder nicht, denn mein Verdacht aus Band eins verhärtet sich (Daniel-Nathan-Akademie = DNA erstellte und genmanipulierte Menschen) – wirken diese nicht konstruiert?!

Cover:
Das Cover gefällt mir gut und passt zur Geschichte.

Fazit:
Ein schöner Zeitvertreib, der auch ohne Part eins gelesen werden kann. Ich gebe allerdings nur 3 Sterne, weil mir die Geschichte zu lahm und unwirklich vorkommt, aber dennoch bin ich auf den letzten teil gespannt. Ich empfehle dieses Buch daher an junge Leser, welche in das Thrillergenre einsteigen möchten.