Der Nebelmann – Donato Carrisi

Klappentext:
In einer eisigen Winternacht irrt der römische Star-Ermittler Vogel mit blutverschmiertem Hemd durch die Wälder am Rand eines Alpendorfs. Er war vor Wochen angereist, um den Fall eines vermissten Mädchens zu klären. Bereits dreißig Jahre zuvor waren hier unter ungeklärten Umständen Kinder verschwunden. Im Dorf glaubt man schnell, dass der Mörder, „Nebelmann“ genannt, zurückgekommen ist. Vogel gibt an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm. Als ein Psychiater gerufen wird, um ihn zu befragen, beginnt Vogel zu erzählen. Sein Bericht ist ungeheuerlich.


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Titel: Der Nebelmann
Autor: Donato Carrisi
Sprecher: Uve Teschner
Verlag: Der Audio Verlag
Länge: 541 Minuten
ASIN: B0741B7Y9X
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Ermittler Vogel – einer der besten Ermittler – scheint verwirrt zu sein. Erst ermittelt er in einem Vermisstenfall und dann ist er blutüberströmt und gibt an, einen Unfall gehabt zu haben, obwohl die Beweise etwas anderes sagen. Was genau passiert ist, soll ein Psychiater herausfinden …

Stil:
Die Geschichte ist zu Beginn etwas wirr, aber nach ein paar Minuten können die Figuren gut eingeordnet und auch die Handlung gegriffen werden. Der Plot ist spannend und bis zum Ende undurchsichtig. Die Figuren vielschichtig und geheimnisvoll. Die Ausdrucksweise ist distanziert und passt perfekt zum Psychiater sowie zum Ermittler, welche beide die Dramatik gut darstellen. Der Haupttenor dient den Medien, welche Ereignisse so wenden und stellen, wie es für die Masse am besten passt. Über Hetzjagden und Verdrehungen der Tatsachen bis hin zu skrupellosen Lügen ist alles dabei und ist nicht genau dies auch immer wieder in der realen Welt das Problem? In diesem Krimi werden die Schattenseiten der Medien dargestellt – ja sie können helfen, müssen es aber nicht! Uve Teschner haucht der Geschichte zudem eine gute Atmosphäre ein, seine Stimme passt zu der beklemmenden Situation in der Klinik und auch die Schilderungen des Ermittlers wirken perfekt, durch die ruhige und situierte Art der Aussprache.

Figuren:
Alle sind auf ihre Art einzigartig. Sie reagieren und agieren, wachsen in der Geschichte und verhalten sich menschlich. Das macht sie sympathisch und in einigen Fällen auch zu gut angepassten Psychopathen.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, unscheinbar, nicht greifbar, gefährlich.

Fazit:
Ein guter Krimi, welcher die Gefahren von Medien und Psychopathen aufzeigt. Mit viel Spannung und Kopfkino absolut überzeugend, daher 5 Sterne und absolute Hörempfehlung für Krimi / Thrillerfans.

Mindreader – Patrick Lee

Klappentext:
Dem Veteranen Sam Dryden läuft beim Joggen ein Mädchen über den Weg. Rachel ist auf der Flucht. Doch warum jagen bewaffnete Soldaten eine Zwölfjährige? Schnell wird Sam klar: Rachel ist kein normales Kind. Sie kann Gedanken lesen. Seit ihrer Geburt wurde sie gefangen gehalten, das weiß sie noch; alle anderen Erinnerungen sind ausgelöscht. Sam beschließt, ihr zu helfen. Die Zahl der Verfolger steigt. Allmählich kehrt Rachels Gedächtnis zurück. Und Sam muss sich irgendwann eingestehen, dass das scheinbar so hilflose Mädchen über viel gefährlichere Gaben verfügt als die des Gedankenlesens…


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Titel: Mindreader
Autor: Patrick Lee
Sprecher: Uve Teschner
Verlag:argon
Länge: 419 Minuten
ASIN: B00N44QKV2
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Rachel kann Gedanken lesen, aus diesem Grund wurde sie gefangen gehalten und ist nun auf der Flucht, denn ihr Mörder hat sich gedanklich verraten. Auf dem Weg in ihre Freiheit begegnet sie Sam, einem Veteranen, welcher ihr Schutz bietet und sie auf ihrem Weg begleitet, ihrer Fähigkeiten auf den Grund zu gehen.

Stil:
Die Stimme von Uve Teschner ist sympathisch und passt zur Geschichte, allerdings könnte er etwas schneller sprechen – das Audiobook habe ich daher auf 1,5-fache Geschwindigkeit laufen lassen.

Die Geschichte um Rachel und ihre Vergangenheit ist fesselnd geschrieben und nimmt gleich an Fahrt auf. Die Story ist gerade zur heutigen Zeit gefragt wie nie: Experimente am menschlichen Erbgut, um den Geist noch leistungsfähiger zu machen, doch was passiert, wenn das Ergebnis nicht so ausgeht wie erhofft?! Der Plot ist schnell klar, allerdings sind die Wirrungen gut eingearbeitet und es bleibt lange interessant und fraglich, wer denn nun die guten oder die bösen sind. Der Ausdruck ist absolut passend für die Charaktere und deren Rollen und auch die Beschreibungen der Technologien ist ausreichend.

Charaktere:
Rachel und Sam scheinen das perfekte Team zu sein, beide achten sehr aufeinander und ihre Bedürfnisse, zwischenzeitlich passte es leider zu gut.

Die anderen Charaktere wurden eher nebenbei eingebunden, das Hauptaugenmerk lag eindeutig auf den Auswirkungen, welche Rachel zu spüren hatte und der Erbgutverändernden Methode. Dennoch konnten alle Figuren gut gegriffen werden.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, denn es geht eindeutig um ein Gehirn und die Kraft, welche in ihm wohnt.

Fazit:
Eine nette Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Wer auf Geschichten mit Genmanipulationen steht, wird hier voll auf seine Kosten kommen – trotz kleiner Schwächen. Ich vergebe 4 Sterne, weil mich die Geschichte und auch Uve Teschner nicht voll überzeugen konnten.

Später – Stephen King

Klappentext:
Wer einmal stirbt, dem glaubt man nicht…

Jamie Conklin wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater kennt er nicht, seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, steht er sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann mit den Geistern kürzlich Verstorbener reden. Und sie müssen all seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner Bestsellersaga bleibt unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe… Die beiden treten eine Reihe unabsehbarer Ereignisse los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.


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Titel: Später
Autor: Stephen King
Sprecher: David Nathan
Verlag: Random House Audio
Länge: 460 Min.
ASIN: B08X7FBDQ5
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Jamie Conklin sieht tote Menschen. Nicht so wie bei „The Sixth Sense“, sondern immer nur kurz nach ihrem Tod. Und er kann sich mit ihnen unterhalten. Es ist immer gleich: Kurz nach dem Tod sehen sie ganz normal aus, dann werden sie blasser, die Stimme wird leiser und irgendwann verschwinden sie ganz. Doch als ein Geist gar nicht verschwindet und ihn zudem noch bedroht, ahnt Jamie, dass er Hilfe benötigt …

Stil:
Der Name ist Programm, denn alles wird auf später verschoben. Jamie erzählt die Geschichte in Ich-Form und macht sich über den Titel sogar zeitweise lustig, denn dieser wird dauernd erwähnt und David Nathan (als Sprecher) baut zudem immer noch ein kleines stimmliches Lächeln ein, wenn es um das Wort geht. Zu Beginn ist das auch wirklich amüsant, leider nervt es dann nur noch und mit Blick auf die Uhr fragt man sich dann ab ca. der Hälfte des Hörbuches, wann denn nun endlich später ist und wann es denn nun losgeht, das mal was passiert. Irgendwann, also später, werden dann einige Dinge klar. Fatalerweise so klar, dass man die spätere Auflösung auch gar nicht mehr braucht. Der Showdown kam dann doch sehr schnell und dann war’s das. Ob später noch eine Fortsetzung kommt? Zumindest ist später so geschrieben …  Die Ausdrucksweise und der Erzählstil von David Nathan sind top. Bedauerlicherweise kann er aber den lahmen Plot nicht retten und das macht die Geschichte dann doch eher zu einem Reinfall mit dem Prädikat: später wird man sich nicht mehr an die Handlung erinnern können.

Charaktere:
Jamie schreibt seine Geschichte im Alter von 22 Jahren, er wirkt sehr reif für sein Alter, aber er schreibt rückblickend ab seiner Schulzeit, was dann wiederum nicht passt. Es ist nie so ganz klar, ob er sich an die Zeit zurückerinnert oder ob er sich damals wirklich so verhalten hat. Die Figur an sich ist schwer zu greifen.

Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr undurchsichtig. Sind sie Freund oder Feind, wollen sie helfen oder sind sie nur auf den eigenen Vorteil aus? Theoretisch so wie im realen Leben, man kann den Leuten immer nur vor den Kopf schauen und nicht rein. Dennoch fehlt irgendwas, um die Personen in der Geschichte wahrzunehmen.

Cover:
Das Cover ist gut gemacht und lässt einen neugierig zurück. Zur Geschichte passt es nicht wirklich, aber es weckt zumindest aufsehen.

Fazit:
David Nathan liest super und es macht Spaß ihm zuzuhören, allerdings ist die Geschichte eher langweilig und alles kommt halt irgendwann später. Daher nur 2 Sterne und wenn überhaupt dann nur eine Hörempfehlung für Fans von David Nathan.

Das Joshua-Profil – Sebastian Fitzek

Klappentext:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß… im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.


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Titel: Das Joshua-Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: Lübbe Audio
Länge: 566 Min.
ASIN: B015CWEMKY
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Max möchte eigentlich nichts lieber tun, als eine schöne Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Doch als sein Bruder aus der Sicherheitsverwahrung ausbricht und Max von zwielichtigen Gestalten verfolgt wird, wird alles anders …

Stil:
Der Einstieg in die Geschichte ist spannend, leider entwickelt sie sich dann zu einem Abklatsch des Films Minority Report (2002) und wird so eher langweilig. Die schaurigen Szenen, in denen es um Kindesmissbrauch und -misshandlung geht, sind grausam und hätten nicht in dieser Form dargestellt werden müssen. Etwas seichter wäre absolut ausreichend gewesen. Die Ausdrucksweise ist derb, teilweise zu gestellt und hat wenig mit den früheren Werken von Fitzek gemeinsam. Simon Jäger liest wieder gekonnt, kann aber leider auch nicht so viel herausholen.

Charaktere:
Sie wirken viel zu aufgesetzt. Sie können entweder gar nichts und wenn es darauf ankommt, geht alles oder sie sind so nichtssagend, dass sie einfach nur da sind, um die Geschichte künstlich aufzublasen. Es war nicht einer dabei, den man sich vorstellen könnte – naja vielleicht der Pädophile Cosmo, aber den will man nicht haben.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte. Viele Fäden und irgendwann ist man dann beim Ursprung und alles greift irgendwie ineinander.

Fazit:
Eine Geschichte über Pädophilie und künstliche Intelligenz, welche nicht überzeugen konnte – vor allem, weil es ein Abklatsch von Minority Report, McGyver und James Bond ist. Daher nur 2 Sterne und keine Lese- oder Hörempfehlung.

Die Geisterseher – Kai Meyer

Klappentext:
Die Brüder Grimm auf der Jagd nach einem rätselhaften Manuskript. Durch Adelspaläste, finstere Spelunken und unterirdische Tempel führt die rasante Suche nach Schillers geheimnisvollstem Werk. Auf ihrer Spur: skrupellose Geheimbünde, ein wahnsinniger Mörder – und Goethe, der undurchsichtige Dichterfürst. Ein phantastischer Abenteuerroman vom preisgekrönten Bestsellerautor Kai Meyer.

Die Welt Weimar im Jahr 1805. Die Brüder Grimm machen ihre Aufwartung, doch finden sie Schiller todkrank vor. Verlegen übergeben sie die Arznei, die Goethe ihnen mitgegeben hat. Der sieche Dichter überlässt ihnen sein letztes Manuskript – doch wenig später wird ihnen diese Kostbarkeit gestohlen. Gegen ihren Willen geraten sie in eine finstere Verschwörung, in der Goethe, eine seltsame Gräfin, eine Geheimloge und exotische Rauschmittel eine Rolle spielen.


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Titel: Die Geisterseher
Autor: Kai Meyer
Sprecher: Peter Bieringer
Verlag: The AOS
Länge: 717 Min.
ASIN: B09KYFS678
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Vieles erleben die Brüder Grimm, Goethe, Schiller und viele andere im alten Weimar, um 1805. Besonders, als Goethe den beiden Brüdern ein rätselhaftes Manuskript überreicht und dieses dann entwendet wird …

Stil:
Zu Beginn war ich wahrlich angetan von der Schreibe. Der Duktus war gut gewählt und auch die Gedanken der Charaktere wurden gut dargestellt. Jedoch wurde die Handlung mit zunehmender Dauer immer absurder und auch die vielen Charaktere, ihr auftauchen und verschwinden reizten meine Synapsen aufs stärkste. So wurde die Geschichte dann eher anstrengend als erfüllend und auch die Stimme von Peter Bieringer, welche ausgesprochen gut zu Grimm passte, konnte die Geschichte nicht mehr retten. Das Ende hat es dann vollkommen zerledert und sorgt auch für einen Stern Abzug.

Charaktere:
Alle sind gut gezeichnet. Die Figuren scheinen wirklich zu leben und sie agieren, bevor sie reagieren – zumindest größtenteils – das macht sie sympathisch.

Cover:
Das Cover passt sehr gut zur Geschichte, schließlich geht es um ein geheimes Manuskript.

Fazit:
Super gelesen von Peter Bieringer und die Ausdrucksweise der Charaktere könnte so wohl gewesen sein, auch beginnt die Geschichte sehr spannend. Dafür 3 Sterne. Eine Lese-/Hörempfehlung gibt es nur bedingt, weil die Handlung später verwirrend und das Ende eher schlecht ist. Daher eher was für Liebhaber der alten Sprache und für Fans von Kai Meyer.