Achtsam morden 03: Achtsam morden am Rande der Welt – Karsten Dusse

Reiheninfo:
Achtsam morden
Das Kind in mir will achtsam morden
Achtsam morden, am Ende der Welt
Achtsam morden, im Hier und Jetzt

Klappentext:
Finde dich selbst. Bevor es ein anderer tut.

Um der Midlifecrisis zu entgehen, begibt sich Björn Diemel auf Anraten seines Therapeuten auf Pilgerreise. Schnell stellt sich als Erkenntnis auf dem Jakobsweg heraus, dass Björns Leben die Mitte bereits längst überschritten haben könnte: Ein unbekannter Mitpilger versucht, ihn zu töten.

Während bei den scheiternden Anschlägen auf ihn ein Pilger nach dem anderen seinen Lebensweg verlässt, versucht Björn ganz achtsam, sich seiner Haut zu wehren. Seine Pilger-Fragen nach Leben, Tod und Erfüllung bekommen plötzlich eine sehr praxisnahe Relevanz.


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Titel: Achtsam morden am Rande der Welt
Autor: Karsten Dusse
Sprecher: Karsten Dusse
Verlag: Random House Audio
Länge: 446 Minuten
ASIN: B091TW724F
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Björn geht pilgern. Damit es auch so richtig spirituell wird, muss es natürlich der Jakobsweg sein. Weil es sich um Björn handelt, dürfen natürlich ein paar Morde nicht fehlen …

Stil:
Der dritte Teil der Reihe wird wieder vom Autor selbst gelesen und es ist eine Freude Björns Erlebnissen auf dem Jakobsweg zu lauschen. Mit viel (schwarzem) Humor, der üblichen Raffinesse und der gewohnten Achtsamkeit macht sich Björn auf den Weg und erlebt spannende Abenteuer mit viel Selbsterkenntnis. Die eingeworfenen Weisheiten lockern die Geschichte auf und die Beschreibungen des Pilgerweges wirken sehr authentisch. Auch seine Überlegungen und Erkenntnisse zum Leben sowie zum Tod sind schlüssig.

Charaktere:
Björn ist, wie immer suchend, aber meistens Herr der Lage. Er entwickelt sich stetig weiter und hat, durch Joschka Breitners Weisheiten, viele Hilfsmittel bei sich, welche er auf seiner Reise gekonnt einsetzt.

Die anderen Charaktere bleiben sich treu und zeigen interessante Merkmale, welche gut in die Geschichte passen, ohne konstruiert zu wirken.

Cover:
Das Cover passt absolut zur Reihe und zeigt, dass es sich diesmal um eine Geschichte auf der iberischen Halbinsel handelt.

Fazit:
Der beste Teil der Reihe bisher. Viel Entwicklung, große Spannung und ganz viel Achtsamkeiten. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine absolute Empfehlung an Krimi- und Achtsamkeitfans. Dieser Teil kann ohne die vorherigen Bände gehört / gelesen werden, die Empfehlung ist aber ganz klar, mit Teil eins zu beginnen.

[Abgebrochen] Babas Vermächtnis – Michael Hetzner [Gastrezension]

Klappentext:
Gucci oder Prada, Porsche oder Mercedes? So viele Entscheidungen am frühen Morgen … Als Nichte des russischen Präsidenten ist Swetlana privilegiert. Geld regiert die Welt und so hat sie früh gelernt, mit entsprechenden Scheinchen Ärgernisse aus der Welt zu schaffen. Doch so oberflächlich ihre Welt voll Glitter und Glamour erscheinen mag – Swetlana ist talentiert, intelligent und sucht nach ihrem Platz im Leben. Das Sternbild des Einhorns werde ihr den Weg weisen, meinte Baba einst, und sie möchte gern den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter erfüllen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Auf ihrer Reise nach St. Petersburg erweist sich der Mann ihrer Träume als Reinfall, dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und sie muss vor einer Verbrecherbande fliehen.


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Titel: Babas Vermächtnis
Autor: Michael Hetzner
Verlag: Wenz Verlag
Länge: 224 Seiten
ISBN: 978-3937791630
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Es kommt ja immer darauf an, wie man etwas schreibt / sagt und was der andere versteht. Wie das Buch gelesen wird und wie es gelesen werden will.

Mir kommt das Buch vor, als hätten es zwei verschiedene Menschen geschrieben. Nehmen wir z.B. diese Zitate:

„Diese Stunde gehört ihr und Baba. Obwohl der Samowar nicht durch ein Holzfeuer zum Kochen gebracht wird, riecht es für Swetlana nach Holz, Tannenzapfen und frischem Brunnenwasser. Sie nimmt das Kännchen, das auf dem Kessel steht, und gießt Teekonzentrat in zwei Gläser. Dann füllt sie sie mit Wasser auf und gibt je einen Löffel Marmelade dazu. Swetlana nimmt einen Schluck von dem süßen Schwarztee und schließt die Augen.“

Dann kommen plötzlich solche Schreibstile:

„Der Aufzug ist defekt, und gerade scheißt ein Hund neben die halb geöffnete Fahrstuhltür. An der Decke leuchten grelle Neonröhren, damit ja niemand all den Dreck und die Hundescheiße übersieht. Wie sehr Swetlana ein gepflegtes Umfeld liebt! Während sie nach oben steigt, atmet sie ganz flach, denn es stinkt nach Pisse, Bratfett und Durchfall.“

Stilistisch, um die unterschiedlichen Epochen aufzuzeigen okay, aber es stört den Lesefluss und bringt den Kopf durcheinander.

Auch, wenn in der Lektüre viele Passagen ironisch gemeint sind, so kommen einige Stellen eher gehässig, gemein und oberflächlich rüber und dies ist stellenweise over the top.
Nehmen wir Dein erstes Zitat als Beispiel:

„Er ist unter dem Tisch hervorgekrochen und versucht, auf die Beine zu kommen. Aber er schafft es nur auf die Knie, dann kippt er wieder nach unten und liegt da, die Hände weit von sich gestreckt. Wie ein Gekreuzigter. Swetlana murmelt „svinja“, Schwein, und steigt über ihn hinweg. Dabei passiert ihr ein Missgeschick. (Sie kann ja so ungeschickt sein, wenn sie will.) Einer ihrer Absätze bohrt sich in die Haut zwischen Walters Daumen und Zeigefinger. Walter brüllt auf, als würde ihn jemand abstechen.

Der fett markierte Teil hätte hier nicht noch hinein gemusst. Das hat nichts mit Ironie zu tun, sondern ist grob und berechnend.

Dann wundere ich mich über die Person Swetlana. Am Anfang kommt sie mir eher bodenständig vor. Zumindest so bodenständig, wie man es in einer reichen Familie sein kann. Dann werden aber Ewigkeiten die Designer-Labels in ihrem Schrank aufgezählt, um im gleichen Atemzug zu erwähnen, dass sie ja nicht so werden will wie ihre Mutter.
Generell ist die Kleiderauswahl zu detailliert beschrieben (außer an einer Stelle – siehe im nächsten Absatz). Braucht man nicht wirklich.
Auch als sie sich das erste Mal zum Lernen bei sich zu Hause trifft, dafür, dass sie nur einen Bademantel auswählt, wird zu viel Gewese um den Kleiderschrank gemacht. Im weiteren Verlauf macht sie plötzlich eine „Amok“-Fahrt zur Diskothek und kauft Drogen. An dieser Stelle musste ich mich ernsthaft fragen „im Bademantel?“ – denn seit dem Morgen wurde ihr Kleiderstil nicht mehr erwähnt.

Der Drogentrip, welcher zwischenzeitlich erlebt wird, ist beängstigend echt beschrieben.

Alles in allem muss ich aber sagen, ich habe ab dem Punkt (Drogentrip) aufgehört, weil mir das Buch zu anstrengend war. Ich hatte mir mehr von dem Buch aus der Kurzbeschreibung erhofft. An der Stange hat mich nur „das Versprechen“ an die Baba gebunden. SPOILER ANFANG Nachdem ich dann aber enttäuscht lesen musste, es ist eine Familie zu gründen, mit einem intelligenten Mann, war das Buch für mich endgültig durch.
Und jetzt mal von einer Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Der Traum von Frauen ist nicht (und sollte auch niemals sein!) eine Familie zu gründen und Mutter zu sein! BITTE! Nach so vielen Jahrzehnten, in denen Frauen in Deutschland arbeiten gehen dürfen, ohne den Mann um Erlaubnis zu fragen, sollte dies (auch nicht in einem Buch) das erfüllendste Ziel für ein Mädchen mit 18 Jahren sein! SPOILER ENDE Jeder hat andere Ziele im Leben und eines davon sollte es sein, dass eigene Leben so gestalten zu können, dass man selbst glücklich und zufrieden ist. Wenn das bei Svetlana eintritt super, aber sie sollte sich nicht einem Leben hingeben, welches sie nicht präferiert.

Auch diese permanenten Klischees, wie es in armen Vierteln aussieht oder die surreale Idee, dass eine Frau einen Mann „erziehen“ kann! Nein, das funktioniert auch bei Männern nicht und es ist auch sehr unfreundlich, jemanden nach seinen Wünschen zu formen! Ich weiß, die russische Mentalität ist dahingehend etwas anders.

Schön beschrieben fand ich die Stellen, wo es um Orte in Russland ging oder Gemälde. Ich gebe zu, ich habe das ein oder andere auch mal über Google gesucht, weil ich mehr darüber erfahren wollte.
Auch die Beschreibung des ersten Mannes von Baba und das harte Schicksal, welches ihn und Baba nach seinem Tod traf, haben mich berührt.
Wie gesagt, dem gegenübergestellt, passen leider nicht die Dinge über das „Harz“-Viertel in Hamburg, die Stellen mit dem Liebhaber oder die Oberflächen „Kleiderauswahl“.

Ich bedanke mich bei Michael Hetzner für das Rezensionsexemplar.

Schattwald – Barbara Dribbusch

Klappentext:
Als sich Anne nach dem Tod ihrer Großmutter Charlotte dem Nachlass widmet, macht sie eine unerwartete Entdeckung. Charlotte befand sich in der Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Nervenheilanstalt Schattwald und schrieb in ihren Tagebüchern ihre schrecklichen Erlebnisse nieder. Was das Leben ihrer Großmutter in der Vergangenheit für immer veränderte, hat schließlich auch Auswirkungen auf die Gegenwart und plötzlich ist Anne in großer Gefahr…


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Titel: Schattwald
Autor: Barbara Dribbusch
Sprecher: Julia Fischer, Axel Wostry
Verlag: SAGA Egmont
Länge: 430 Minuten
ASIN: B0BS157D9Q
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Nach dem Tod der Großmutter reist Anna nach Linz und findet bei der Regelung des Nachlasses alte Tagebücher, welche ein Geheimnis bergen…

Stil:
Die Geschichte in zwei Zeiten zu schreiben ist gut gelungen, auch die unterschiedlichen Stimmen passen perfekt. Julia Fischer verkörpert die Geschichte von Anne in der Gegenwart und Axel Wostry spricht düster die Stimme der Vergangenheit in 1943. Der Aufbau ist spannend und geschichtsträchtig, wobei die Details – gerade im Sanatorium, zu Hitlers Zeiten – noch besser dargestellt werden könnten. So ist es leider doch etwas oberflächlich und es wirkt zu locker. Die Handlungen in 2014 sind stellenweise vorhersehbar und damit verliert sich die Dramatik der Situation.

Charaktere:
Leider stecken sie zu sehr in ihren Rollen fest. Es ist schnell klar, wie die Figuren handeln, was sie verheimlichen und wo sie hinwollen. Hier wäre mehr Abwechslung und Tiefgang schöner gewesen.

Cover:
Das Cover wirkt mystisch, passt aber nicht zwingend zur Geschichte. Einzig das alte Haus mit der jungen Frau im Vordergrund lässt erahnen, worum es gehen könnte.

Fazit:
Eine Familiengeschichte mit Historien- und Krimicharakter, welche stellenweise zu oberflächlich ist, daher nur 3 Sterne. Eine Hörempfehlung geht an jeden, der gerne Familiengeschichten zum Thema drittes Reich mag.

Tristan Mortalis – Melissa C. Hill, Anja Stapor

Klappentext:
Nachdem sich Michael alias Tristan, Alice, Claire, Bene und Damian in der Theater-AG angefreundet haben, feiern sie gemeinsam ihren Schulabschluss. Danach trennen sich ihre Wege. Damian und Claire studieren, Bene gondelt als Animateur auf einem Kreuzfahrtschiff durch die Welt und Alice hat eine Ausbildung zur Malerin begonnen. Nur von Tristan weiß niemand etwas Genaueres. Als im Moor nahe ihrer Heimat eine Leiche gefunden wird, die Michaels Tristan-Kostüm trägt, ahnen die vier, dass ihr Freund die Partynacht nicht überlebt hat. Sie sind fest entschlossen, das Rätsel um Tristans Tod zu lüften. Doch schon bald stellt sich heraus: Er war nicht der Einzige mit einem Geheimnis.


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Titel: Tristan Mortalis
Autor: Melissa C. Hill, Anja Stapor
Verlag: Dressler Verlag
Länge: 369 Seiten
ASIN: B0BHF8TRWK
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
6 Monate nach dem Abi-Abschluss taucht eine Leiche im Moor auf. In der Nähe, in der die Jugendlichen es so richtig haben krachen lassen. Die vier Freunde aus der Theater-AG haben einen schlimmen Verdacht und hoffen, dass er sich nicht betätigt …

Stil:
Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und bleibt, durch immer neue Verdächtigungen, für lange Zeit rätselhaft. Es werden immer wieder neue Fährten gelegt und Geheimnisse gelüftet, doch irgendwann ist klar, was wirklich passiert ist und es scheint wie aus dem Leben gegriffen – leider. Das Ende bzw. der Epilog ist mir allerdings zu dünn. Eine wichtige Figur bleibt absolut unerwähnt und das passt nicht, so spielte sie in der Geschichte zwar keine so große Rolle, aber dennoch hätte ich gerne noch mehr über ihren Werdegang erfahren. Die Ausdrucksweise ist, für ein Jugendbuch, absolut passend und auch, dass Tristan und Isolde in einem Buch so stark thematisiert werden, ist angenehm – die alte Sage wird so dramaturgisch neu aufgelegt.

Charaktere:
Jeder hat so sein kleines Geheimnis und hütet es fleißig, aber nicht alle Geheimnisse sollte man verschweigen, schon gar nicht unter Freunden. Ich fand es schwierig mit den Figuren warmzuwerden, sie waren mir irgendwie alle zu gestellt, ob es eine gewollte Überzeichnung war, um darzustellen, dass sie alle nicht so sind, wie sie sind oder, ob es eher unbewusst geschehen ist, kann ich nicht deuten. Fakt ist, dass sie alle nicht so waren, wie sie nach außen taten und das kam rüber. Auch fand ich die Freundschaft der Jugendlichen generell schwierig zu beurteilen, entweder man ist befreundet, dann teilt man auch seine Gedanken, Wünsche und Hoffnungen oder man ist es nicht. Praktisch wussten alle „Freunde“ viel zu wenig von den anderen.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, ein Steg der ins Ungewisse führt und … Auch passt das Cover zu den beiden Autorinnen – bereits in Lupus Noctis machte das Cover auf die beiden aufmerksam.

Fazit:
Ein flotter Jugendthriller mit vielen falschen und wichtigen Fährten, allerdings etwas zu oberflächlich, daher bekommt das Buch nur 4 Sterne und eine Leseempfehlung geht an Jugendliche, die sich an Thriller / Krimis wagen wollen.

Ich bedanke mich beim Dressler-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Liebe oder Eierlikör: Fast eine Romanze – Dora Heldt

Klappentext:
Irgendwas war heute anders an Hilke, ganz sicher. Richtig: Sie hatte einen zartroten Lippenstift aufgetragen. Was war denn hier los!? Ernst Mannsen ist irritiert. Hat der Inhaber des neuen Luxushotels im Dorf tatsächlich was mit der netten Tourismusbeauftragten angefangen? Doch sicher nur, weil er sich davon Vorteile für sein Hotel verspricht. Hilke passt so gar nicht zu diesem Großmaul vom Festland. Doch sie scheint bis über beide Ohren verknallt zu sein. Keine Zeit mehr für die Kirchenorgel, fürs Brötchenschmieren beim Blutspenden des Roten Kreuzes oder für die Hilfe in Minna Paulsens Kinderclub. Ernst sieht die Katastrophe kommen und ist fest entschlossen, sie zu verhindern. Doch Hilke hat ihren ganz eigenen Kopf…

Im neuen Krimi von Bestsellerautorin Dora Heldt sorgt ein Luxushotel für Trubel. Mit einem Augenzwinkern von Katja Danowski gesprochen.


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Titel: Liebe oder Eierlikör: Fast eine Romanze
Autor: Dora Heldt
Sprecher: Katja Danowski
Verlag: Jumbo Neue Medien und Verlag GmbH
Länge: 466 Minuten
ASIN: B0BZJN3CZ9
Meine Bewertung: 2 Sterne – geällt mir nicht

Inhalt:
An der Nordsee wird es stürmisch. Denn eine neue Dating-App hat es auf die Smartphones der rüstigen Dorfbewohner geschafft. Doch nicht alle Senioren genießen die Liebe, denn es gibt auch bei der App schwarze Schafe, welche die betuchten und betagten Ladys der Insel um ihr Erspartes bringen wollen. So ermitteln ein paar der nicht betroffenen, zum Schutze der Einheimischen, auf eigene Faust …

Stil:
Katja Danowski liest ganz nett, aber ob es an ihrer Betonung oder tatsächlich an dem liegt, was Dora Heldt geschrieben hat, das ist schwer zu sagen. Ganz schlimm waren die elendigen Passagen mit Hashtag, Hashtag, Hashtag , … und die Aussprache von dahtink (Dating) – selbst meine Oma kann das besser! Nicht alles, was überspitzt ist, ist lustig. Mich hat es tatsächlich so genervt, dass ich das Hörbuch immer wieder ausgeschaltet und auch stellenweise auf 2-facher Geschwindigkeit laufen lassen musste, um Passagen einfach hinter mich zu bringen. Die Geschichte an sich ist weder originell noch lustig, stellenweise war ich mir auch nicht sicher, ob es sich hier nicht eher um ein lustig machen über die ältere Generation sein sollte, und wie sie mittlerweile versuchen, mit Smartphones klarzukommen.
Schön ist allerdings die Idee der App. Man trifft sich in einem Café und wenn es nicht passt, dann trinkt man halt einen Eierlikör, so kann man seinem gegenüber durch die Blume sagen, dass es nicht passt und hatte trotzdem einen netten Kaffeeklatsch – Liebe oder Eierlikör 😉

Charaktere:
Verwirrte, ältere Leute, die ihre Versuche mit dem Smartphone starten und entweder auf ihre Enkel angewiesen sind – oder alleinstehend und technikaffin sind.

Cover:
Das Cover wirkte nach einer entspannten Geschichte am Deich – hätte sie theoretisch auch werden können, wenn die Hashtags und die Aussprache nicht gewesen wären.

Fazit:
Die Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen. Die überspitzten Darstellungen der Charaktere, die vielen Beschreibungen der App und die Telefonprobleme sind einfach zu nah an der Realität und dann auch noch gebündelt darüber. Daher ggf. nur eine Empfehlung für die ältere Generation, mit Smartphone- und App-erfahrung. Von mir gibt es 2 Sterne, weil mich die Geschichte nicht begeistern konnte.

Ich bedanke mich beim JUMBO Verlag für das Rezensionsexemplar.