TICK TACK: Wie lange kannst du lügen? – Megan Miranda

Klappentext:
Nichts ist gefährlicher und mächtiger als die Lügen, die wir uns selbst erzählen

Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe sie gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte…


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Titel: TICK TACK: Wie lange kannst du lügen?
Autor: Megan Miranda
Sprecher: Nora Waldstätten
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 703 Minuten
ASIN: B076KK1655
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Nic kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um mit ihrem Bruder das gemeinsame Elternhaus zu verkaufen. Alles könnte schnell erledigt sein, wenn nicht der demenzkranke Vater von einer lange verschwundenen Person (aus Nic’s Freundeskreis) sprechen würde …

Meinung:
Der Einstieg ins Buch ging problemlos, aber dann ging das Chaos los, die Geschichte läuft rückwärts. Also Beginn bei Tag 1, dann Tag 15 und zwischendrin noch ab in die Vergangenheit, minus 10 Jahre. Eventuell wäre es beim Lesen einfacher gewesen, der Geschichte zu folgen, aber im Hörbuch war ich doch des Öfteren leicht verloren. Wo bin ich und wenn ja warum? Alle Figuren waren nur angerissen, einzig Nic war greifbar, weil die Geschichte um sie herum erzählt wird, allerdings so verworren, dass auch sie wirr wirkte. Nora Waldstätten gab sich beim Lesen zwar Mühe, allerdings schaffte sie es nicht, der Geschichte Spannung einzuhauchen, so plätscherte der Inhalt dahin und genauso schnell auch wieder aus meinem Kopf heraus. Ein Inhalt, der so langweilig ist, dass er kurze Zeit nach dem Konsumieren nicht abrufbar ist, ist verschwendete Lebenszeit und verdient auch nicht den Aufdruck „Thriller“.

Cover:
Das Cover hat mich zum Hören animiert, es wirkt mystisch und spielt auf Zeit ab.

Fazit:
Eine Verschwendung von Lebenszeit, die Geschichte ist wirr, stellenweise unlogisch und die Auflösung banal. Daher 2 Sterne und keine Lese-/Hörempfehlung.

Pendergast 16: Obsidian: Kammer des Bösen – Douglas Preston, Lincoln Child

Klappentext:
Special Agent Pendergast wird vermisst, bei seinem letzten Abenteuer vermutlich ertrunken. Von Trauer überwältigt, zieht sich seine Vertraute Constance Greene in das New Yorker Anwesen zurück. Erfolglos versucht Pendergasts Bodyguard Proctor, in ihr neuen Lebensmut zu wecken. Doch dann nehmen die Ereignisse plötzlich eine unerwartete Wendung: Proctor wird von einem Eindringling überwältigt und betäubt. Als er wieder zu sich kommt, muss er hilflos mit ansehen, wie der Mann mit Constance in einem Auto davonrast. Aber er erkennt den Täter – und nimmt die Verfolgung auf.


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Titel: Obsidian: Kammer des Bösen
Autor: Douglas Preston, Lincoln Child
Sprecher: Detlef Bierstedt
Verlag: argon Verlag
Länge: 847 Minuten
ASIN: B077G7RV6Z
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Proctor bekommt mit, wie sein Schützling Constance entführt wird, er versucht alles, um sie zu retten … währenddessen wird klar, dass Constance nicht gegen ihren Willen aus dem Anwesen verschwandt …

Meinung:
Auch wenn dies der 16. Fall für SA Pendergast ist, ist der Einstieg problemlos möglich. Die Figuren sind klar abgegrenzt und die Zusammenhänge erschließen sich. Allerdings liest Detlef Bierstedt sehr gelangweilt, er versucht zwar den Charakteren durch unterschiedliche Stimmlagen Leben einzuhauchen, allerdings klappt das nicht so. Auch holt er vor jedem Satz Luft und schnauft daher etwas. Man gewöhnt sich zwar dran, aber das kannte ich von anderen Hörbüchern, welche er gelesen hat, nicht.
Die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge gegliedert, was leider auch nicht klar abgegrenzt ist, so ist es doch stellenweise verwirrend, wenn in einem Satz von Constance zu hören ist und im nächsten geht es bei Proctor oder Pendergast weiter. Dennoch kann der Handlung gut gefolgt werden, die stellenweise viel zu detailliert ist. Weniger Einzelheiten wären besser gewesen, was interessiert es, wie jemand eine Taschenlampe hält und wie man eine Tür öffnet und die Klinke greift?! Daher hat das ganze Hörbuch den faden Beigeschmack von „komm zum Ende“, was dann auch irgendwann da ist, mit der Freude es geschafft zu haben.
Das Obsidian mit Klarheit für den Geist in Verbindung gebracht wird und dass das Hörbuch diesen Titel trägt, kommt bedauerlicherweise im Kontext gar nicht rüber. Es gibt zwar eine Obsidiankammer – eine Kammer, welche mit Obsidian ausgekleidet ist, aber in Verbindung mit dem Titel und der Bedeutung der Steine geht das vollkommen unter, was sehr schade ist.

Cover:
Das Cover kann nicht mit dem Inhalt in Verbindung gebracht werden. Einzig die Farbe Schwarz passt zum Obsidian.

Fazit:
Eine Geschichte mit vielen Längen und auch nicht überzeugend gelesen, der Titel passt nicht zum Inhalt und daher wohl nur für Fans von der Reihe „Pendergast“ zu empfehlen. Mich konnte das Hörbuch nicht begeistern und ich vergebe daher nur 2 Sterne.

Das Gotteshaus – C.J. Tudor

Klappentext:
Ein kleines Dorf in Sussex. Eine unheilvolle Legende. Und eine Pfarrerin, die die Ruhe der Geister stört.
Vor 500 Jahren: Acht Märtyrer wurden bei lebendigem Leib verbrannt. Vor 30 Jahren: Zwei Mädchen verschwanden für immer. Vor zwei Monaten: Ein Pfarrer hat sich in der Kapelle erhängt. Willkommen in Chapel Croft.
Für die Pfarrerin Jack Brooks und ihre Tochter Flo sollte es ein Neustart sein: neuer Job, neues Zuhause. Aber Jack stößt auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, in der Misstrauen gegenüber Fremden tief verwurzelt ist. Schon bald muss sie sich fragen: Wer schickt ihnen düstere Drohbotschaften? Und warum hat Flo Visionen von brennenden Mädchen? Chapel Crofts Geheimnisse liegen verborgen in einem dunklen Grab, aber nun kehren die alten Geister zurück – und werden keinen Frieden finden, bis sie nicht Vergeltung geübt haben…



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Titel: Das Gotteshaus
Autor: C.J. Tudor
Sprecher: Verena Wolfien, Stephan Benson
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 8005 Minuten
ASIN: B0B2R5B46V
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Jack Brooks übernimmt vertretungsweise die Pfarrstelle in einem kleinen Dorf, als ihr und ihrer Tochter immer wieder mysteriöse Erscheinungen auffallen und es zusätzlich noch Leichenfunde gibt, kommen schreckliche Geheimnisse zum Vorschein…

Meinung:
Die beiden Sprecher lesen echt gut. Die ruhigen, emotionalen Stimmen hauchen den unterschiedlichen Charakteren Leben ein und verbinden gekonnt die Vergangenheit mit der Gegenwart. Die Handlung beginnt aufregend und ein Einstieg in die Geschichte ist sehr gut möglich. Dadurch, dass Jack und Flo neu in der Gemeinde sind und Personen sowie Umfeld gleichermaßen entdecken wie der Hörer / Leser ist es angenehm die Erfahrungen und Bekanntschaften kennenzulernen und so mit der Geschichte zu wachsen. Auch die Sprünge zwischen den einzelnen Charakteren – Brooks und der geheimnisvolle Mann sowie den brennenden Mägdelein – ist gekonnt inszeniert und jeder bekommt den Raum, den er braucht. Die Charaktere sind auf ihre Art sympathisch, alle verkörpern den Menschen mit Schatten- und Sonnenseiten und auch mit Klischees, welche perfekt eingearbeitet sind. Besonders gut gefallen hat mir die kritische Sicht auf die sozialen Medien und die Entfremdung der Menschen untereinander.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte. Eine alte Kirche und ein Mädchen, das ganze auf alt getrimmt – gruselig!

Fazit:
Eine sehr gute Umsetzung, welche bis zur letzten Minute spannend ist und viele Geheimnisse birgt. Sehr gut gelesen von Verena Wolfien und Stephan Benson. Daher volle 5 Sterne und eine Hörempfehlung für alle, welche gerne Krimis mit überraschendem Ende mögen.

Tod durch Schuss: Die Wahrheit ist der beste Krimi – Klaus Püschel, Bettina Mittelacher

Klappentext:
Mit einer Maschinenpistole durchsiebt ein Mann seine Frau und erschießt danach noch zwei weitere Opfer. In einem Lokal wird eine Leiche einbetoniert. Und wenige Meter neben dem Toten, in dessen Körper eine Kugel steckt, nehmen die ahnungslosen Restaurantgäste ihr Dinner ein. „Der tut mir nichts!“, sagt eine junge Frau über ihren Lebensgefährten. Doch sie hat sich getäuscht. Schließlich fesselt er sie und jagt der wehrlosen Frau eine Kugel in den Leib. Neben ihr stirbt ihr geliebter Hund. Und der „St.Pauli-Killer“ erklärt, er erledige seine Mord-Aufträge als „Job wie jeder andere.“ Er tönt, er habe „acht Menschen umgebracht. Von Flensburg bis Salzburg. Von hinten hab’ ich ihm das Ding an die Birne gehalten.“ Wie eine Kugel auf einen Menschen abgefeuert wird, finden Rechtsmediziner auch ohne das Geständnis des Täters heraus. Im Obduktionssaal analysieren sie Schusskanäle, feinste Spuren und die Zerstörung, die ein Projektil angerichtet hat. In ihrem Buch schildert das Autorenduo mit Rechtsmediziner Klaus Püschel und Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher außerdem Fälle wie den Mord auf dem Kiez im Stil der Mafia, die Verbrechensserie des NSU und einen Mord, dem „Sieben auf einen Streich“ zum Opfer fallen.


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Titel: Tod durch Schuss: Die Wahrheit ist der beste Krimi
Autor: Klaus Püschel, Bettina Mittelacher
Verlag: Ellert & Richter
Seiten: 208 Seiten
ISBN: 978-3831908240
Meine Bewertung: 4 Sterne, gefällt mir

Inhalt:
Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel und Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher geben Einblicke in ihre Arbeit. Wie der Titel des Buches treffend beschreibt, geht es um den Tod durch Schussverletzungen.

Meinung:
Im Buch werden in kurzen Kapiteln Taten, Gerichtsprozesse und Erklärungen zu Gewaltverbrechen in Verbindung mit Schusswaffen geliefert. Wie kam es zur Tat, was haben die Gerichtsmediziner herausgefunden und was passierte vor Gericht. Zudem werden Hintergrundinformationen zu Schusswaffen, Geschossen und Verletzungen geliefert. Viel Inhalt für ein kleines Buch und das spiegelt sich leider auch in den einzelnen Kapiteln wider. Diese sind stellenweise sehr kurz gehalten, weil sie schlichtweg Fakten basiert sind. Wer eine Ausschmückung wie in einem Roman sucht, wird hier nicht bedient. Teilweise ist dies schade, weil es sich mit der Kurzfassung sehr gehetzt liest. Einige Fälle kennt man auch aus den Medien, bekommt hier aber doch noch mehr Informationen, was sehr interessant ist.

Cover:
Dunkle Farben und eine Waffe mit Beweismittelkärtchen im Fokus, damit ist alles gesagt: Tod durch Schuss.

Fazit:
Dieses Sammelsurium aus echten Fällen und breitem Hintergrundwissen über Waffenkunde, Schusswirkung und krimineller Energie ist eine spannende Lektüre für Leser, welche True Crime, den ausgedachten Krimis, bevorzugen. Mir war es stellenweise zu kurz gefasst und damit wirkte der Text im Allgemeinen sehr hektisch und unruhig, daher nur 4 Sterne.

Das Haus der geheimen Wünsche – Ruth Rendell

Klappentext:
Jedes Jahr verbringen die Geschwister Piers und Petra die Sommerferien auf Mallorca. Es war immer eine glückliche Zeit für die beiden, und bis zu jenem einen verhängnisvollen Sommer waren sie unzertrennlich. In dem Paradies aus Sonne und blauem Meer lernt Piers eines Tages Rosario kennen und lieben, und Petra fühlt sich schmerzhaft zurückgesetzt. Kurz darauf kommen Piers und Rosario von einem Ausflug nicht zurück und bleiben spurlos verschwunden. Unfall oder Verbrechen? Erst vierzig Jahre später soll Petra, die fortan eine ruhelose, getriebene Frau ist, die Wahrheit erfahren …


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Titel: Das Haus der geheimen Wünsche
Autor: Ruth Rendell
Verlag: Blanvalet
Länge: 90 Seiten
ASIN: B00V6AANV4
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Petra verliert in jungen Jahren und auf tragische Weise ihren Bruder. Jahre später steht plötzlich ein Mann vor ihrer Tür und behauptet, er sei Piers – ihr Bruder …

Stil:
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und Petra erzählt von ihrem Leben. Es ist eine Zeit, in der es noch keine Handys gab und somit wirkt es erstaunlich ruhig. Die Erzählung geht von der Kindheit in die Gegenwart über und beinhaltet so viele Kleinigkeiten, dass man einfach gerne liest, weil das Ziel der Geschichte völlig in die Ferne rückt. Die Schilderungen wirken gespenstisch sowie realistisch und einige Szenen haben mich auch nach dem Lesen noch einige Zeit begleitet. Der Ausdruck ist perfekt, es erscheint so, als würde Petra ihr Leben direkt erzählen und man könnte sie dazwischen immer wieder fragen, was dann passierte und Petra erzählt und nimmt einen so immer tiefer in ihr Leben mit.

Charaktere:
Obwohl Petra viel erzählt, von sich, von Piers, von ihrer Familie, von den Ferien auf Mallorca, bleibt sie doch irgendwie eine Person, welche man nicht greifen kann. Erst bei den letzten Seiten wird klar, warum Petra so undurchschaubar wirkte und es ist einfach perfekt! Auch die anderen Charaktere passen in ihre Rollen, sie wirken alle echt. Auch wenn man sich beim Lesen fragt, warum man sich mit solchen Leuten abgibt, ergibt doch alles Sinn und genau das ist es, was dieses Buch ausmacht.

Cover:
Das Cover sieht nach einem verlassenen Haus aus, zumindest leicht gruselig und das passt dann auch zur Geschichte.

Fazit:
Eine Erzählung, welche erst nach einer banalen Lebensgeschichte klingt, sich dann aber zu einem kleinen Schocker, mit sehr speziellen Charakteren, entwickelt. Mir hat das Buch gefallen, konnte mich aber, aufgrund einiger Längen, nicht ganz überzeugen – daher nur 4 Sterne. Eine Leseempfehlung geht an Lesende, welche gerne viele Gedanken des Protas lesen und am Ende einen Aha-Moment schätzen.