VONG: Was ist das für 1 Sprache? – H1

Klappentext:
H1 had 1 kleins Buch geschribem. Mit dem will er uns dem VONG sprache 1 klein wemig näher bringem so vong interesse her. Beim lesem vong dem Buch kann man dem Seele baumeln lassem – umd alle regelm der Deutschem Sprache sprengem …

Plötzlich kursiert im Netz VONG – der Hype um ein ganz neues Deutsch jenseits aller bekannter Rechtschreib- und Grammatikregeln und mit ganz eigener Logik. Man kann sogar Bücher damit machen. Deswegen präsentiert der bekannteste VONG-Protagonist H1 in diesem Band das VONG-Wörterbuch, das Tagebuch von H1, VONG-Sprüche für alle Gelegenheiten – und jede Menge Bonus-Material.


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Titel: VONG: Was ist das für 1 Sprache?
Autor: H1
Verlag: Ullstein
Seiten: 112
ASIN: B0731DS1C5
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Ein Buch über die neue Sprache „vong“. Taugt der Internetspaß auch für den Alltag?!

Meine Meinung:
Natürlich habe auch ich vom neuen Trend „vong“ gehört, konnte aber nie etwas damit anfangen. Von „Halo im bims“ bis „vong verträglichem her“ standen mir nur Fragezeichen im Gesicht und ich habe mich gefreut, dass es nun ein Buch geben soll, welches mir diese Sprache erklärt. Die Aufmachung ähnelt dem Duden und so entschied ich mich zum Lesen. „Vong“ beginnt mit einem kleinen Wörterbuch, welches auch nur verstanden wird, wenn man Internetbegeistert ist. Wer kennt sich sonst mit „lol“ oder anderen Abkürzungen aus? Das Wörterbuch allein war schon schwer zu lesen und danach wurde es leider auch nicht besser, denn das ganze Buch ist in dieser „Sprache“ geschrieben. Natürlich kann man so den besten Eindruck gewinnen und sich mit der Vong-Dialektik auseinandersetzen, aber das war mir dann doch etwas zu böse. Gut für den Verlag: der Lektor kann komplett eingespart werden. Buchstaben können vertauscht werden (D = T / N = M / etc) und auf die Satzstellung muss man auch nicht achten. Ich persönlich finde ich es erschreckend, dass es ein Trend soweit (eine Buchveröffentlichung) schafft, wobei wir im Alltag genug mit Analphabeten, Legasthenikern und generellen Deutschproblemen zu kämpfen haben. Ein Internetwitz kann lustig sein, sollte aber nicht zum Alltagstauglichen zählen.

Neben den Geschichten im Buch gehören auch noch ein paar Comics (ebenfalls im Vong.Stil), welche auf meinem E-Reader schlecht dargestellt werden können. Wer also Interesse am Buch hat, sollte es sich daher eher in der Printversion zulegen.

Fazit:
Ein Buch, auf welches ich gut verzichten kann. Kurze Reprisen im Netz können auch ohne diese Lektüre verstanden werden, sie ergeben auch nach diesem Buch wenig Sinn. Ich kann leider keine Leseempfehlung aussprechen und vergebe nur 1 Stern.

Ich bedanke mich beim Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Schwangerschaft des Max Leif: Ein Roman in 9 Monaten – Juliane Käppler

Klappentext:
Als Max Leif erfährt, dass seine Maja Zwillinge erwartet, avanciert er zum Schwangerschaftsmanager. Nicht nur vor ungesundem Essen bewahrt er die Frau seines Herzens, sondern auch vor fremdländischen Parasiten und den keimtechnisch riskanten Zuneigungsbeweisen von Hund Hannibal. Selbstverständlich fühlt er auch ihren Ärzten auf den Zahn, unterzieht alle am Markt verfügbaren Babyphone einem Sicherheitscheck und testet die Kurvenlage des Kinderwagens so gründlich wie die der neuen Familienkutsche. Nur eine scheint über seine Hingabe nicht sonderlich glücklich zu sein …


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Titel: Die Schwangerschaft des Max Leif: Ein Roman in 9 Monaten
Autor: Juliane Käppler
Verlag: KNAUR
Seiten: 352
ISBN: 978-3426519745
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Max wird schwanger – also nicht er direkt, sondern eher seine Maja, aber Max macht ja immer alles auch zu seinem Problem. Natürlich zieht er auch wieder seine Freunde und Bekannten mit in sein Leben …

Schreibstil:
Juliane Käppler schafft es eine Welt zu erschaffen, welche ich mir wieder bildhaft vorstellen kann. Der hypochondrische Max und seine bodenständige Maja erleben die alltäglichen Situationen auf eine unverwechselbare Art und erklären gleich noch in einer Art Vorbildfunktion das Kinder bekommen – ob Kinder kriegen vom Wort Krieg abgeleitet wurde?! Ich als „nicht Mutter“ bin daher etwas zwiegespalten an dieses Buch gegangen und kann nur sagen „so habe ich mir das vorgestellt und deswegen bin ich wohl noch nicht Mama“.

Charaktere:
Alle Figuren sind immer noch so, wie ich sie in Erinnerung hatte – okay Max ist einigermaßen geheilt – aber schön zu sehen, dass sich alle treu geblieben sind.

Cover:
Das Cover ist super schön und passt hervorragend zur Geschichte.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, welche mir sogar besser gefällt als der erste Teil „Die sieben Leben des Max Leif„, daher bekommt „Die Schwangerschaft des Max Leif“ natürlich (ebenfalls) 5 Sterne und eine Leseempfehlung an Eltern sowie nicht Eltern und Leser, welche gerne humoristische Alltagsgeschichten lesen.

Ich bedanke mich bei Juliane Käppler für das Rezensionsexemplar.

Das geheime Leben des Monsieur Pick – David Foenkinos

Klappentext:
Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.


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Titel: Das geheime Leben des Monsieur Pick
Autor: David Foenkinos
Verlag: DVA
Seiten: 336
ISBN: 978-3421047601
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Eine Bibliothek für abgelehnte Manuskripte wird in einem kleinen Ort errichtet. Die Autoren müssen ihre nicht veröffentlichen Werke selber vorbeibringen, wenn diese in den heiligen Hallen beherbergt werden sollen. Jahrelang verstauben die Texte dort, bis eines Tages, die junge pariser Lektorin von der ungewöhnlichen Bibliothek erfährt und sich die Manuskripte durchliest …

Schreibstil:
Der Stil von David Foenkinos hat Ähnlichkeit mit dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Ähnlich schnell entwickelt sich die Geschichte und die Fußnoten im Buch, welche den Text immer wieder ergänzen, wirken wie ein weiterer allwissender Erzähler. Dadurch flog die Geschichte nur so dahin und ich konnte sofort in die Welt der abgelehnten Bücher eintauchen. Doch dann passierte ein, für mich, nicht greifbarer Bruch in der Geschichte. Als die Erklärungen der Bibliothek endeten und die Geschichte um das geheime Buch des Moinseur Pick begann wollte mein Kopfkino nicht mehr so recht mitmachen. Zu viele Persönlichkeiten aus der Realität fanden Einzug in die Geschichte. Diese wirkte dann nicht mehr so reizvoll, sondern eher wie ein Buch aus dem Geschichts- oder Literaturunterricht. Natürlich ist es interessant einen Roman mit Verbindungen aus der Welt zu koppeln, um ihn realistischer erscheinen zu lassen, aber mir war es zu viel. Schlimm auch, wenn man die Personen nicht kennt und zwischenzeitlich erst mal googlen muss um eine Idee zu bekommen, warum Person XY nun so wichtig für die Geschichte ist, um erwähnt zu werden.
Kurz gesagt: Das Buch hat super angefangen, meine Erwartungen waren übertroffen und dann knallte ich hart in die Realität – im wahrsten Sinne des Wortes – und ab dem Punkt wollte der Funkte nicht mehr so überspringen. Dennoch ist der Schreibstil genial, einfach anders und das mochte ich!

Charaktere:
Gerade durch die Fußnoten und den dadurch immer wieder unterbrochenen Text, hatte ich immer wieder den Amelie-Film im Kopf und konnte mich schlecht auf die Charaktere einlassen. Ich war hin und her gerissen zwischen dem Film und meinen eigenen Gedanken, sodass ich Schwierigkeiten hatte die Charaktere zu greifen.

Cover:
Das Cover wirkt wirr und unstrukturiert, zu einem Teil passt es daher zur Geschichte, da der Autor seine Fäden geschickt spinnt und das eigentliche Ende nicht erraten werden kann.

Fazit:
Ein schönes Buch, welches so ganz anders ist, als die üblichen Romane. Mir hat er gefallen, auch wenn er durch den teils krampfhaften Realitätsbezug nicht immer flüssig zu lesen war. Ich gebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung an Literaturfreunde.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

Sei froh, dass du nicht Joghurt heißt: Vom komischen Kauz zum Rabenvater – Nils Heinrich

Klappentext:
Ein heimlicher Rabenvater packt aus. Eine Frau, ein Mann. Und plötzlich ein Kind. Na und? Haben andere auch schon hingekriegt. Aber die haben sich nie getraut zuzugeben, wie doof das eigentlich sein kann. Der Kabarettist Nils Heinrich nennt das Kind beim Namen. Böse Geschichten und amüsante Stoßseufzer eines leidgeprüften Vaters. Ja, es gibt diese Momente, sagt Nils Heinrich, in denen man sich insgeheim wünscht, ein Rabenvater zu sein: diese langen Momente zwischen den wenigen schönen, in denen man versucht, den Elterngeldantrag zu verstehen. Oder in denen man verschreckt Nachrichten guckt und sich fragt, wer in eine solche Welt Kinder setzt. Und einem einfällt: ‚Ach, ich!‘ Und in denen einem schlagartig bewusst wird, dass das bisherige Leben definitiv vorbei ist. Und erst in circa fünfunddreißig Jahren weitergeht wenn das Kind endgültig aus dem Haus ist.


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Titel: Sei froh, dass du nicht Joghurt heißt: Vom komischen Kauz zum Rabenvater
Autor: Nils Heinrich
Verlag: SATYR
Seiten: 224
ISBN: 978-3944035710
Meine Bewertung: 5 Sterne

Inhalt:
Kurioses aus der elterlichen Welt: Warum es nicht immer schön ist Eltern zu sein, aber doch das größte Glück.

Meine Meinung:
Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht sicher, wie ich den Schreibstil von Nils Heinrich beschreiben soll. Je nach Thematik / Problematik ändert sich auch die Ausdrucksweise, aber es bleibt immer realistisch. Die Handlungen der einzelnen Kurzgeschichten haben zwar immer mit dem Kind zu tun, sind aber dennoch weit gefächert und erreichen das Fernsehen (Sender, Programminhalt, etc), die Politik (Politiker, Beschlüsse, etc) und andere alltägliche Dinge, welche auch Leuten ohne Kind passieren würden. Und genau dies macht das Buch so lesenswert. Es scheint mitten aus dem Leben der Familie Heinrich gegriffen zu sein und es ist eine Freude dort mal Mäuschen zu spielen 😀

Fazit:
Ein absoluter Knüller im Bereich der Kinderbücher – für Eltern 😉 Ggf auch zur Abschreckung gedacht bloß keine Kinder in die Welt zu setzen, einfach weil das Leben ohne Quälgeist wesentlich entspannter ist – aber mit Kind gibt es einiges zu lachen und …. lest einfach selbst! Meine Empfehlung geht an junge Eltern, Paare, Singles, Jugendliche (damit sie merken wie ihre Eltern evtl. auch gelitten haben) und an Großeltern … also an alle und damit auch 5 Sterne für ein ganz tolles Leseerlebnis.

Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus – Moritz Netenjakob

Klappentext:
Die Riester-Sparer sind gar nicht so …
Früher marschierten sie im Stechschritt, heute besuchen sie Bauchtanzkurse: Die Deutschen haben sich ganz schön verändert – nur mit Gefühlen haben sie es noch immer nicht so. In seinem neuen Hörbuch erzählt Moritz Netenjakob die lustigsten Geschichten aus dem Alltag – zum Staunen, Wiedererkennen und Lachen. Dabei gelingt ihm das Kunststück, exakte Alltagsbeobachtung, beißende Satire und warmherzige Figurenzeichnung zu einem Panoptikum deutscher Befindlichkeiten zu verweben, das vor allem eins ist: sehr, sehr komisch.


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Titel: Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus
Autor: Moritz Netenjakob
Sprecher: Moritz Netenjakob
Verlag: argon
Länge: 4 Std. 29 Minuten (gekürzt)
ISBN: 978-3839813416
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
sehr

Inhalt:
Wir sind typisch Deutsch, wenn wir mit Kant-Zitaten zum Orgasmus kommen, alles ausdiskutieren, nicht über unseren Schatten springen können …

Stil:
Mein erstes Werk von Moritz Netenjakob und ich habe selten so gelacht wie bei diesem Hörbuch! Die Geschichten sind witzig und so genial vorgetragen, dass ich teilweise schon Bauchschmerzen, tränen in den Augen und Atemnot hatte. Wie kann man sich solche Dinge ausdenken? Oder wo erlebt man sowas? Als Bsp.: Ein Paar möchte sein Sexualleben mit Rollenspielen wiederentdecken und so verkleidet sie sich als Prostituierte Olga (mit französischem Akzent) und er wird der italienische Macho Luigi, der total verweichlicht ist …

Charaktere:
Alle Figuren waren glaubhaft. Der kleine Junge mit Akademiker-Eltern; Der schlechte Elektriker, der dann doch keiner war; Das verbissene Ehepaar, welches sich über DIN definiert; – einfach genial!

Cover:
Das Cover passt, es wirkt unscheinbar und irgendwie altmodisch.

Fazit:
Selten so viel Spaß gehabt und daher 5 Sterne und eine absolute Hörempfehlung!