Das Gelübde – Kai Meyer

Klappentext:
Herbst 1818: In einer konfliktgeladenen Zeit, zwischen katholischer Anti-Aufklärung und preussischem Fortschrittsdenken, treffen zwei unterschiedliche Menschen aufeinander: Der Dichter Clemens Brentano und die junge Augustiner-Nonne Anna.

Brentano – eher ein Lebemann – glaubt nicht an Gott. Und so kann er auch Annas Marienvisionen zunächst nicht recht ernst nehmen. Doch nachdem ihm eine rätselhafte Frau in Schwarz erscheint und Anna ihm ein Geheimnis anvertraut, wandelt sich seine Einstellung. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Verbindung, die eigentlich vollkommen unmöglich ist …


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Titel: Das Gelübde
Autor: Kai Meyer
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 250
ISBN: 978-3404155040
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Als Clemens von Annas Leiden und Visionen erfährt, sucht er sie auf um sich wahrhaftig von ihren Stigmata und Erscheinungen zu überzeugen. Was er dann vorfindet übersteigt seine Vorstellungskraft …

Schreibstil:
Dies ist mein erstes Buch von Kai Meyer und ich habe bis jetzt nur positives gehört, daher bin ich mir nicht sicher, ob dieses Buch und der Stil nur ein Ausrutscher war, denn: Ich bin immer wieder über der Geschichte eingeschlafen 🙁 Der Stil und der Ausdruck konnten mich nicht fesseln allerdings ist die Idee der Geschichte gut.

Charaktere:
Anna war eine sehr langweilige Person. Als Nonne habe ich sie mir fromm und geduldig gewünscht, so war sie auch, aber zu langweilig. Egal was sie sagte, oder wie sie sich gab, es war langweilig und nichtssagend.

Clemens hat mir auch nicht gefallen. Auch er war trotz seinem fehlenden Glaubens zu glatt.

Fazit:
Es gab keine Spannung. Die Geschichte plätschert so dahin und nichts, aber auch gar nichts war aufregend. Ich empfehle das Gelübde an Leser, die gerne etwas über die katholische Kirche, Stigmata und Visionen lesen. Eventuell noch an Fans von Kai Meyer. Mir hat die Geschichte nicht gefallen weil ich keine Sympathien für die Charaktere aufbringen konnte und mir die Geschichte zu flach war, daher vergebe ich 2 Sterne.

Der Spezialist – Mark Allen Smith

Klappentext:
NUR EINER IST BESSER ALS DER TEUERSTE LÜGENDETEKTOR. SEIN NAME IST GEIGER

Sie brauchen eine Information? Sie kennen die Person, die diese Information hat, aber sie hüllt sich in Schweigen? Lassen Sie das meine Sorge sein. Ich hole immer die Wahrheit aus meiner Zielperson heraus. Denn ich bin ein Spezialist. Dabei befolge ich stets meinen Kodex. Eines Tages bekam ich den Auftrag, gegen meinen Kodex zu verstoßen. Die Folgen waren schrecklich. Für meinen Auftraggeber.

Mein Name ist Geiger.
Ich spiele Violine.
Und foltere Menschen.


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Titel: Der Spezialist
Autor: Mark Allen Smith
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 346
ISBN: 978-3785760604
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Geiger beschafft für jeden der genug Geld und Beziehungen hat Informationen. Der Informant wird geliefert und Geiger beginnt… ganz egal um was oder wen es geht. Geiger ist nur an der Wahrheit interessiert. Doch dann bricht ein Klient die Regeln, Geiger soll mit einem kleinen Jungen arbeiten…

Schreibstil:
Der Stil von Mark Allen Smith ist grandios! Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen und der Spannungsbogen wurde bis zum Schluss gut gehalten. Der Ausdruck war passend und angemessen. Trotz der brutalen Thematik ist Smith sprachlich bei der Sache geblieben und hat mich dadurch noch mehr überrascht.

Charaktere:
Geiger ist ein toller Typ. Eigentlich müsste der Kopf sagen, dass man Geiger dank seines Berufes nicht mögen dürfte, aber ganz ehrlich: Geiger ist mein Held! Nicht erst nach dem beenden des Buches sondern gleich auf den ersten Seiten konnte ich ihn greifen und in mein Herz schließen. Er ist eine Persönlichkeit die irgendetwas Mystisches ausstrahlt und doch nähe rüberbringen kann. Ein wirklich interessanter und fühlender Charakter, der mir noch lange – auch durch seine Weisheiten – im Gedächtnis bleiben wird.

Die anderen Personen waren auch sehr gut dargestellt und wirkten natürlich. Auch hier hatte ich wieder meine Favoriten.

Cover:
Das Cover finde ich sehr ansprechend. Vor allem das aufklappbare Röntgenbild hat etwas sehr spezielles so bekommt Geigers Arbeit ein ganz anderes Bild.

Fazit:
Der Spezialist hat mich sehr beeindruck und macht Lust auf mehr. Ein spannendes und tiefgründiges Buch, welches ich an Thrillerfans empfehlen kann. Ich vergebe für dieses außergewöhnliche Debüt 5 Sterne.

Der Nachtwandler – Sebastian Fitzek

Klappentext:
WER BIST DU, WENN DU SCHLÄFST?
Wegen massiver Schlafstörungen wurde Leon in seiner Jugend psychiatrisch behandelt. Seit langem glaubt er sich geheilt – doch als eines Nachts seine Frau unter mysteriösen Umständen verschwindet, keimt ein schrecklicher Verdacht in ihm: Ist er, wie damals, im Schlaf gewalttätig geworden?
Um seinem nächtlichen Treiben auf die Spur zu kommen, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und entdeckt beim Betrachten des Videos Unfassbares: Sein schlafwandelndes Ich steigt durch eine ihm unbekannte Tür seines Zimmers hinab in die Dunkelheit …

Titel: Der Nachtwandler
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 320
ISBN: 978-3426503744
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im Buch geht es fast nur um Leon und seine Erfahrungen bzw. Entdeckungen die er in seinen Schlaf- und Wachphasen hat. Eine spannende und erschreckende Zeit beginnt und das nicht nur für Leon!

Schreibstil:
Der Stil von Sebastian Fitzek ist, wie gewohnt, thrillig und packend. Der Ausdruck nicht ganz so vulgär wie gewohnt und daher gut zu lesen.

Charaktere:
Leon war gut zu greifen und ich konnte sofort mit ihm fühlen. Wer hatte nicht schon mal Schlafprobleme!?
Die anderen Personen waren alle gut beschrieben und passten wunderbar in die Handlung.

Cover:
Nach dem Lesen ist das Cover verständlicher. Davor konnte ich allerdings wenig mit dem Schein der Lampe anfangen.

Fazit:
Ein gelungener Psychothriller mit einem überraschenden Ende. Ich empfehle das Buch an Fitzek- sowie Thrillerfans und natürlich an Leser die gerne etwas über Schlafwandeln lesen möchten.
Mir hat „Der Nachtwandler“ eine aufregende und sehr verwirrende Lesezeit beschert, daher gibt es von mir 4 Sterne.

Die Gabe – Alison Croggon

Klappentext:
Maerad ist eine Sklavin in einer kleinen, unwirtlichen Siedlung. Hier lebt sie schon, seit ihre Familie im Krieg ums Leben gekommen ist. Über ihre Herkunft weiß sie nicht viel. Als eines Tages ein geheimnisvoller Fremder in die Siedlung kommt, ändert sich Maerads Leben für immer. Der Mann bietet ihr an, sie zu befreien, und das nicht ohne Grund. Maerad weiß nicht, dass eine mächtige Gabe in ihr schlummert und dass ihr Name in einer schrecklichen Prophezeiung erwähnt ist. Sie tritt eine gefährliche Reise an, einem unbeschreiblichen, namenlosen Grauen entgegen …

Titel: Die Gabe
Autor: Alison Croggon
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 493
ISBN: 978-3404206292
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Der erste Teil der Pellinor-Saga beginnt mit der Begegnung von Maerad und Cadvan. Zusammen erleben die beiden interessante und spannende Abenteuer, denn die Welt ist nicht so friedlich und die Menschen erst recht nicht …

Schreibstil:
Der Stil von Alison Croggon ist so gar nicht meiner. Ich kam erst auf den letzten 50 Seiten in die Geschichte rein und fand die ganze Reise der Protagonisten zu lang. Der Ausdruck ist angemessen aber die Satzstellung gruselig. Ob dies nun an der Übersetzung oder dem Stil liegt kann ich nicht beurteilen, aber das Bemühen in alter Sprache zu schreiben hat nicht funktioniert.

Charaktere:
Cadvan hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Mysteriös und eigenartig und doch sympathisch. Maerad kann ich gar nicht greifen. Sie reagiert konstruiert und vorhersehbar und ist dadurch nur langweilig und unsympathisch.

Cover:
Das Cover erinnert sehr an die Bücher von Trudi Canavan und hat daher andere Erwartungen geweckt.

Fazit:
Für Leser von „Der Herr der Ringe“, „Die Gilde der schwarzen Magier“ und „Sonea“ gibt es leider nicht viel Neues zu lesen, aber dennoch bleibt die Geschichte abwechslungsreich. Der Spannungsbogen ist nicht sonderlich hoch und auch gibt es wenig Überraschungen. Der erste Teil der Saga hat mich nicht überzeugt, weder Story noch Stil konnten Punkten, daher nur 2 Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich noch nicht aus – ich möchte erst mal schauen was die anderen Teile zu bieten haben.

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod – Bastian Sick

Klappentext:
Die oder das Nutella – diese Frage hat schon viele Gemüter am Frühstückstisch bewegt. Der, die, das – wieso, weshalb, warum? Ob Nutella nun weiblich oder sächlich ist, ist sicherlich keine Frage auf Leben und Tod, aber eine Antwort hätten wir schon gern. Wir? Ja, wir hilflos Verlorenen im Labyrinth der deutschen Sprache. Wir, die wir unsere liebe Not mit der deutschen Sprache haben. Und leichter, verständlicher oder zumindest nachvollziehbarer ist es nach der Rechtschreibreform auch nicht geworden. In seinen hinreißend komischen und immer klugen Kolumnen bringt Bastian Sick Licht ins Dunkel der deutschen Sprachregelungen und sortiert den Sprachmüll. Ist der inflationären Verwendung von Bindestrichen noch Einhalt zu gebieten, angesichts von Spar-Plänen und Quoten-Druck?
Versinken wir sprachlich gesehen nicht längst im Hagel der Apostrophe, wenn Känguru’s plötzlich in den Weiten Australien’s leben? Derlei Unsinn scheint nicht mehr aufhaltbar, wenn es nicht dieses Buch gäbe. Darauf zwei Espressis!


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Titel: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Autor: Bastian Sick
Verlag: KiWi
Seiten: 240
ISBN: 978-3462034486
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Meine Meinung:
Ist dieses Buch wirklich die Rettung für die deutsche Sprache?! – In einer gewissen Weise schon, denn viele Versprecher haben sich in unseren Sprachgebrauch eingeschlichen und werden in diesem Buch erklärt und berichtigt.

Ein Kaufgrund war, dass dieses Werk von Marc-Uwe Kling im Känguru-Manifest erwähnt wurde. So schlagen sich Marc-Uwe und das Känguru mit 4 Halbstarken herum, die grammatikalisch nicht immer alles richtig machen. Marc-Uwe erklärt sehr schön, dass er Bastian Sick, den Autor von „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, verflucht, weil er seitdem auf einen guten Ausdruck Wert lege (Im Bsp. Sinn machen / Sinn ergibt). Der andere Grund, warum ich mich diesem Buch verpflichtet fühle: Im Alltag sehe ich viel Werbung und denke mir teilweise, dass das was ich dort lese einfach nicht richtig sein kann – ich rede von der Schreibweise, nicht von der Werbeaussage 😉

Nachdem ich „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ nun gelesen habe, fühle ich mich in vielerlei Hinsicht bestärkt, habe dazugelernt und musste auch wieder viel nachschlagen. Denn wer beschäftigt sich schon mit der Bildung von Adverbien, Partizipien, Steigerungs- und Beugungsformen. Bei mir ist das schulische Wissen um diese Mittel- und Umstandswörter lange her und wie davor und danach nun mit der Rechtschreibreform gearbeitet wird, das habe ich sowieso nicht so ganz verstanden. Nun ist mir zumindest einiges klarer geworden.

Fazit:
Ein interessantes Buch, welches allerdings mitdenken und Lernfähigkeit voraussetzt. „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ ist nicht nur zum sturen Lesen gedacht sondern bildet. Ich empfehle das Buch daher an Menschen, die sich mit der deutschen Sprache auseinander setzen möchten und auch nach der Schule Freude an Bildung haben.

Ich vergebe 3 Sterne für das Buch, da mir nicht alle Beispiele gefallen haben. So waren mir die Auszüge und Zitate an denen Bastian Sick die Missgeschicke anderer Präsentiert zu häufig, zu viel und teilweise zu konfus.