Berlin blutrot

Berlin blutrot ist eine Sammlung von 16 Kurzkrimis und alle Krimis spielen, na klar, in Berlin. Am Ende erhält der Leser auch nochmals eine kleine Autorenliste, so dass man auch weiß wer der Autor einer Geschichte war, sollte man diesen noch nicht kennen.

Die Geschichten sind bunt gemischt, von brutal bis seicht, von spannend bis naja ;)Für jeden Leser lässt sich also etwas finden. Auch kann man das eBook nicht so schnell weglesen, die Geschichten wirken, zumindest bei mir, etwas nach. So musste ich zwischendurch immer eine kleine Lesepause einlegen.

Fazit:
Von den Geschichten her ergibt sich ein Bewertungsdurchschnitt von 3,3. Da ich die Idee eine Krimisammlung zu veröffentlichen und die Autoren nochmals vorzustellen gut finde, habe ich auf 4 Sterne aufgerundet.

Vincent Kliesch – Der Fremde
Vincent Kliesch, bekannt durch seine „Todestrilogie“ – „Die Reinheit des Todes“, „Der Todeszauberer“, „Der Prophet des Todes“ – beschreibt in seiner Kurzgeschichte eine sehr makabere Wette. Diese spielt sich in einem Mietshaus im Wedding direkt an der Müllerstraße ab. Mit viel Raffinesse und Thrill wird ein kurzer Einblick in die Welt eines Mannes gewährt, der es nun durch den Fremden gar nicht mehr leicht hat…

Der Schreibstil von Vincent Kliesch ist flüssig und Ausdrucksstark, trotzdem schafft er es nicht mich in seinen Bann zu ziehen. Die Charaktere blieben für mich sehr fad und es war mir schon fast egal wie die Geschichte nun ausgeht – positiv sowie negativ.

Fazit:
Eine spannende, wahnsinnige Geschichte, die ich teilweise gut und weniger gut nachvollziehen konnte. Da die Idee aber viel Potential hat, gebe ich 4 Sterne.

Oliver Bottini – Eingetaucht
Oliver Bottini, der bereits 2005 und 2007 mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, schreibt hier über einen harten Fall von Persönlichkeitsspaltung. Ein schönes Thema, denn laut einer Studie sucht jeder dritte Berliner einen Therapeuten auf. Aber was wird der Patient in seiner Therapie erleben?

Der Schreibstil von Oliver Bottini lag mir nicht so und ich fand die Geschichte auch nicht so toll, sie war zu verwirrend und teilweise konnte ich der Handlung nicht folgen. Auch der Protagonist war zu unscheinbar auch wenn es die meiste Zeit um ihn ging – ich schiebe dies einfach mal auf die kurze Geschichte.

Fazit:
Eine kleine Reise durch Kreuzberg und ein Besuch bei einem Psychologen machen die Geschichte lesenswert, aber der Inhalt war sehr flach und abgehackt, daher gibt es von mir 2 Sterne.

Michel Birbæk – Surfen
Michel Birbæk, geboren und aufgewachsen in Kopenhagen, arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre als freier Autor. Mittlerweile hat er 5 Romane veröffentlicht und nebenbei schreibt er an Drehbüchern und Kolumnen.

„Surfen“ war eine ziemlich brutale Geschichte. Ein Typ der sich prügelt und den Hype den er dabei verspürt … Natürlich muss dieser Hype immer neu erfahren werden. Auch ist diese Story sehr aktuell, denn nicht nur in Neukölln, wo die Handlung der Geschichte spielt, wird wahllos auf eine Person eingeschlagen. Doch was passiert mit dem Protagonisten wenn die Welle zum surfen zu groß wird?

Der Schreibstil von Michel Birbæk ist gewöhnungsbedürftig. Gleiches gilt für den Ausdruck. Es wird von Schlampen, Typen und platt machen geredet und das lag mir nicht so. Der Protagonist ist mir immer noch fremd. Ich sehe – wahrscheinlich wie der Protagonist selbst – keinen Sinn jemanden zu schlagen bis der andere am Boden liegt.

Fazit:
Eine Geschichte über sinnlose Gewalt, die muss ich persönlich nicht als eBook lesen, da reicht mir die Tageszeitung. 1 Stern.

Stephan Hähnel – Eine Prise Ewigkeit
Stephan Hähnel schreibt seit seinem 14. Lebensjahr Geschichten und Gedichte. Diese wurden in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.

In „Einer Prise Ewigkeit“ geht es um eine gute nachbarschaftliche Beziehung. Kommissar Senftleben glaubt, dass sein neuer Nachbar seine eigene Frau umgebracht hat und ermittelt eigenständig. Was wird er herausbekommen?

Der Schreibstil ist gut und flüssig, teilweise etwas langatmig. Ich dachte zwischendurch, dass ich das Ende schon erraten habe, aber es kam alles etwas anders, das fand ich gut. Und somit hat auch die Spannungskurve gestimmt.

Den Charakteren hat nichts gefehlt, es passte alles zur Geschichte. Natürlich hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber für den Plot hat alles gepasst.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Kurzkrimi mit einem überraschenden Ende. Dafür 4 Sterne.

Zoë Beck – Ein zufriedener Mann
Meine Blog-Leser wissen, ich bin Zoë Beck Fan 😉 daher freue ich mich natürlich ganz besonders, dass auch in diesem eBook eine Geschichte von ihr dabei ist.

Henrike Heiland schreibt seit 2008 unter ihrem Pseudonym Zoë Beck Kriminalromane. 2010 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Bester Kurzkrimi“ und weitere Nominierungen folgten.

„Ein zufriedener Mann“ ist ein typischer Krimi für Zoë Beck. Der Protagonist hat alles was er braucht – er ist zufrieden; Bis eines Tages etwas passiert… Er ist Kritiker und entdeckt eine junge Tänzerin die ihm so sehr beeindruckt, dass er seine Zufriedenheit überdenken muss. Wird er unzufrieden oder kennt er die Tücken des Glücks?

Der Schreibstil ist fesseln und spannend. Die Charaktere sind lebhaft und zu greifen. Sofort sah ich sie vor mir und habe mit ihnen gefiebert.

Fazit:
So muss ein Kurzkrimi sein: packend, spannend, unerwartet! 5 Sterne.

Christoph Spielberg – Happy Birthday
Christoph Spielberg ist Facharzt für Innere Medizin und Herzspezialist. Lange Jahre war er Oberarzt in einem Krankenhaus, dann niedergelassener Kardiologe. Heute ist er freiberuflich tätig und lebt in Berlin. Sein Roman „Die russische Spende“ wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis, für das beste Debüt ausgezeichnet.

Der Schreibstil von Christoph Spielberg ist packend und sehr gut zu lesen. Die Geschichte selbst ist leider nicht so stark von Spannung geprägt, aber dafür vom ersten Satz an sehr fesselnd. Bernd und sein bester Freund fahren mit dem Auto zum Ferienhaus von Bernd. Die Fahrt ist ruhig und entspannt, bis Bernd seinen Freund fragt ob dieser schon mal jemanden ermordet hat. Was hat es mit dieser Frage auf sich?

Fazit:
Sehr gelungen! Ich habe mich echt geärgert, dass die Geschichte so schnell zu Ende war. Gerne hätte ich noch mehr von Christoph Spielberg gelesen und daher bekommt diese Geschichte 4 Sterne für die Charaktere und den Stil des Autors.

Marcel Feige – Treptower Tropfen
Marcel Feige ist seit 2002 als Schriftsteller tätig und schreibt auch unter seinen Pseudonymen Christoph Brandhurst und Martin Krist.

„Treptower Tropfen“ hat mich von ersten Buchstaben an überzeugt! Sehr spannend, fesselnd und mit viel Thrill wird die Geschichte um einen tropfenden Wasserhahn voll ausgekostet. Aber was kann an einem Wassertropfen so schlimm sein? – Selber lesen, ihr werdet es erfahren!

Marcel Feige schreibt sehr detailiert und gut die Gefühle und Gedanken des Protagonisten auf und der Leser kann nicht anders als mitfühlen, -erleben. Das ist ein toller Stil und auch der Protagonist, obwohl ich nicht viel über sein Wesen erfahren habe, ist ausreichend gezeichnet.

Fazit:
Eine packende Story die mich nachhaltig noch beeindruckt. Dafür 5 Sterne.

Jochen Senf – Der Kunstpfeifer
Der Bühnen- und Filmschauspieler schreibt nebenbei Drehbücher, Hörspiele, Kinderbücher und Kriminalromane.

Die Geschichte, in der ein Mann der nur wenige Geräusche erträgt und bei einer zu großen Menge die Kontrolle verliert, ist doch sehr lasch. Doch was passiert, wenn neben dem Protagonisten ein Kunstpfeifer wohnt?

Der Schreibstil von Jochen Seifert hat mich gar nicht berührt. Ich fand diesen eher steif, langatmig und ermüdend. Die Geschichte kam mir daher wesentlich länger vor als sie war. Der Protagonist war auch sehr blass und sein Verhalten wurde mir zu wenig beschrieben. Ich konnte seine Krankheit, dass das Gehirn zu viele Geräusche nicht aufnehmen kann, nicht nachvollziehen, da mir ein Satz über das Krankheitsbild einfach unzureichend ist.

Fazit:
Diesen Kurzkrimi hätte ich mir schenken können, denn nicht nur, dass ich die Story ziemlich konfus fand, so hat mich das Ende auch sehr kalt gelassen. 1 Stern für eine Geschichte, die die Welt nicht braucht.

Lena Blaudez – Verbrechen lohnt sich
Lena Blaudez, die viele Jahre lang in Afrika unterwegs war, und dort bei Hilfsprojekten mitwirkte schreibt in ihrem Krimi ein paar Erfahrungen nieder.

Ada erhält in der Nacht einen Anruf und wird von einer ihr unbekannten Frau gebeten sie zu beschützen. Ada erfährt nicht viel, nur dass es sich um eine Übergabe von Schmuggelware handelt. Kann Ada der Frau helfen und was ist wirklich in dem geheimen Koffer?

Der Schreibstil von Lena Blaudez ist flüssig und lebhaft. Die Charaktere lebendig und ausdrucksstark, so dass kaum Wünsche offen bleiben.

Fazit:
Leider sind einige Teile der Geschichte zu sehr ausgeschmückt und andere nur angerissen. Ich persönlich hätte mir die Story ausgewogener gewünscht, daher gibt es 3 Sterne.

Kai Hensel – Frühling des Herzens
Der als Theaterautor bekannte Kai Hensel schreibt in seinem Kurzkrimi über Barbara. Barbara befindet sich in einer Lebenskriese – ihr Mann hat sie für eine andere verlassen und auch ihr Manuskript an eine Zeitung wurde abgewiesen. Kann Barbara ihre Kriese überstehen?

Der Stil von Kai Hensel ist sehr gut, es macht viel Freude seiner Geschichte zu folgen, die aus der Sicht einer Frau geschrieben ist. Toll! Barbara benötigt nicht viel um sie interessant zu finden und genau das ist es, was das Geschehen um sie herum so interessant macht.

Fazit:
Eine schöne, spannende und böse Geschichte, die mir viel zu kurz war, daher nur 4 Sterne.

Viktor Iro – Wartensteiners letzte Überweisung
Der Autor und Kulturwissenschafter Dirk Hohnsträter schreibt hier unter seinem Pseudonym Viktor Iro.
Die Geschichte dreht sich um die Insolvenz einer Bank – packendes und fesselndes Thema. Herr Wartenstein ist ein hohes Tier in einer Bank, bis ihm ein Fehler unterläuft, doch kann er diesen wieder wett machen?

Der Schreibstil von Viktor Iro ist gut aber teilweise verwirrend. Wer sich mit der Bankenthematik nicht auskennt, wird hier wahrscheinlich Schwierigkeiten haben der Geschichte zu folgen. Der Protagonist ist kalt, unsympathisch und sehr berechnend dargestellt, ich könnte mir daher einen Herrn Wartenstein sehr gut auch im realen Leben vorstellen.

Fazit:
Ein interessante Geschichte, die für mich kein Ende hat. Schwupps und Schluß, auch bleiben mir zu viele Fragen offen. Ein Thema wird angerissen und dann nicht mehr bearbeitet. Ich mag sowas gar nicht und gebe daher 2 Sterne.

Lothar Berg – Fischbrötchen
Lothar Berg ist seit 2001 freier Autor und schreibt in seinem Kurzkrimi eine sehr makabere Geschichte um einen Fischkutter am Tempelhofer Hafen.

Der Stil von Lothar Berg hat doch starke Ähnlichkeit mit dem von Roald Dahl – viel Thrill mit einer packenden Story.

Der Protagonist Perle will eine Bank überfallen und spioniert diese täglich über den im Hafen liegenden Imbusskutter aus. Wird ihm der Bankraub gelingen?

Fazit:
Wahnsinn! Da ich mich sehr oft im Einkaufscenter Tempelhofer Hafen aufhalte und auch in dieser Gegend groß geworden bin freut mich diese Geschichte ganz besonders, denn sie weckt alte Erinnerungen. Ich habe diesen Kurzkrimi regelrecht verschlungen und gebe daher 5 Sterne.

Ulrike Bliefert – Nikes letzter Sieg
Die Schauspielerin und Autorin Ulrike Bliefert schreibt in ihrem Kurzkrimi über eine Lehrerin auf Abi-Reise. Die Schüler werden auch immer frecher und die Abi-Scherze immer derber. Kann sich Nike durchsetzen?

Ulrike Bliefert schreibt wunderbare Kurzgeschichten, da ich schon einige von ihr kenne, habe ich mich auf „Nikes letzter Sieg“ sehr gefreut. Der Stil und Ausdruck ist, wie gewohnt, direkt und flüssig. Auch die Charaktere sind alle auf ihre Art komplett und nachvollziehbar.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die mir viel zu kurz war – sind ja nur Kurzkrimis 😉 daher keinen Abzug – ich gebe für diese Geschichte 4 Sterne, da ein bisschen mehr Spannung nicht schlecht gewesen wäre.

Andrea Vanoni – Hot Shot
Die selbstständige Agentin für Drebuchautorin, Kameraleute und Regisseure schreibt hier eine mörderische Story über eine Frau, die in ihrer Ehe nicht ausgelastet ist und sich gerne Frischfleisch mit ins Schlafzimmer nimmt. Aber ob dies immer so clever ist?

Der Schreibstil ist gut und flüssig. Die Charaktere leider etwas flach und unreif. Die Idee der Geschichte gut, aber leider etwas zu seicht umgesetzt.

Fazit:
Eine nette Kurzgeschichte, die das Ende erwarten lässt. Daher nur 3 Sterne.

-ky – Zeitbomben
Horst Bosetzky, schreibt hier unter seinen Pseudonym -ky. Ein schöner Kurzkrimi mit vielen Handlungssträngen die später alle zusammenlaufen.

Fazit:
Der Schreibstil und die Charaktere sind gut, die Story hat etwas. Ich vergebe 4 Sterne für diesen Kurzkrimi.

Sebastian Fitzek – Falscher Ort, falsche Zeit …
„Die Therapie“, der erste Psychothriller von Sebastian Fitzek, wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert, dies zeigt schon das Potential des Autors.
In diesem Kurzkrimi schreibt Itzek über einen brutalen Überfall mit Todesfolge und die Flucht in einem Taxi. Schafft es der Täter unbemerkt zu entkommen?

Fazit:
Ich habe so gut wie alle Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und habe nach dieser Geschichte erneut das Verlangen in seine Bücher einzutauchen. Auch hier sind die Charaktere sehr lebhaft beschrieben und der Leser kann nichts anderes als mitfiebern. Auch ist der Ausdruck nicht ganz so hart wie in seinen Büchern, daher 5 Sterne.

 

Ich bedanke mich bei der chichili agency für das Rezensionsexemplar.


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Titel: Berlin blutrot
Verlag: chichili
Seiten: 174
ASIN: B006L6TNVY
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Magie – Trudi Canavan

Klappentext:
Tessia wächst als die Tochter eines Dorfheilers in Kyralia auf, und nichts wünscht sie sich sehnlicher, als selbst Heilerin zu werden. Doch eines Tages wird offenbar, dass Tessia über die seltene Gabe der Magie verfügt, und ohne diese Ehre jemals erwartet zu haben, findet sich die junge Frau plötzlich als Novizin des zauberkundigen Lord Dakon wieder.

Bei aller Begeisterung und allem Stolz über ihre unerwartete Bestimmung erkennt Tessia jedoch schon bald, dass mit ihren magischen Kräften auch große Gefahren einhergehen. Denn Kyralia steht kurz vor einem Krieg mit dem Nachbarreich Sachaka – und Tessia muss schneller lernen, ihre Magie zu beherrschen, als jemals eine Novizin vor ihr …

Das nächste Buch von Trudi Canavan welches sich um Magie, Kyralia und Sachaka dreht. Allerdings spielt diese Geschichte viele Jahre vor den Büchern der Gilde der schwarzen Magier (Rebellin, Novizin, Meisterin).

In Magie wird die Geschichte erzählt, die in den vorangegangenen Bändern immer wieder erwähnt wurde: Der Krieg um Kyralia und Sachaka. Auch spielt die Gründung der Magiergilde und der Entdeckung der heilenden Magie eine große Rolle.

Der Schreibstil von Trudi Canavan ist genau wie in ihren anderen Büchern sehr bildlich und detailverliebt. Der Ausdruck ist für jede Situation passend gewählt und auch für die Charaktere passend.

Die Charaktere in diesem Buch haben mich sehr überrascht. Am Anfang habe ich mich etwas veräppelt gefühlt, da Tessia genau wie Sonea (in den anderen Bänden) ein magisches Naturtalent aus ärmliches Verhältnissen ist. Sie wird vom Meister als Lehrling angenommen und ein anderer neidet ihr diesen Erfolg. Auch Jayan weckte Gefühle gleich Regin (auch aus den anderen Bänden) er war sehr machtbesessen und konnte mit Tessia nichts anfangen. Im Laufe der Geschichte wandelten sich doch die beiden sehr. Tessia wurde eigenständig und ließ sich auf ihren Job als Novizin ein und auch Jayan zeigte sich als lieber Mensch der für andere einsteht.

Das Cover greift die anderen auf und auch hier ist ein Kämpfer in Roben abgebildet, welcher sich im Buch über jedem Kapitel zeigt.

Fazit:
Magie hat mich nicht so überzeugt wie die Gilde der schwarzen Magier aber es war trotzdem interessant zu lesen. Teilweise waren mir die langen Szenen zu anstrengend – Vorbereitung, Kampf, Versorgung; Mir hätten 100 Seiten weniger auch gereicht, so musste ich mich zeitweise doch quälen das Buch zu lesen. Daher gebe ich dem Buch 3 Sterne, da es schwächer ist als die 3 Bände davor.

 


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Titel: Magie
Autor: Trudi Canavan
Verlag: Penhaligon
Seiten: 736
ISBN: 978-3764530372
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

SehnSucht – Alexa McNight

Klappentext:
SehnSucht in the City

Über den Tod ihres Mannes tröstet sich Muriel mit Sexabenteuern. Mal allein, oft zu zweit, aber auch zu dritt. Eine neue Beziehung lehnt sie kategorisch ab. Sie will nur noch Lust. Nie wieder Liebe.
Bei einem ihrer one-night-stands „stolpert“ sie jedoch über einen Mann der ihr nicht mehr aus dem Sinn geht …


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Titel: SehnSucht
Autor: Alexa McNight
Verlag: blue panther books
Seiten: 256
ISBN: 978-3862770663
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Muriel, die den Tod ihres Mannes nach 2 Jahren immer noch nicht verarbeitet hat, will sich nicht mehr verlieben und tobt sich aus. Egal wie, egal wo, Hauptsache sie gelangt an ihr Ziel – in ihr Lala-Land, wie sie es so schön beschreibt. Doch als Muriel bei einem one-night-stand auf einen Mann trifft, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht, wird sie nachdenklich. Aber warum?

Stil:
Der Ausdruck ist sinnlich, erotisch und die Geschichte drum herum ist sogar richtig aufregend und spannend. Das Buch sowie der Stil hat mich wirklich überzeugt und mich sehr schnell in Beschlag genommen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und war doch sehr traurig, dass das Buch nur so dünn war. Alexa McNight schreibt sehr sinnlich und erotisch, aber auch spannend. Dieses Buch ist eindeutig etwas besonderes auf dem Markt, denn es ist kein Porno sondern gesellschaftsfähig.

Charaktere:
Muriel ist eine tolle eigenständige Persönlichkeit, die eine Menge zu tragen hat, sich aber nicht unterkriegen lässt und das beste aus ihrer Situation macht. Sie arbeitet als Kolumnistin für das Männermagazin KINGz genau wie ihre Freundin Emma.

Emma ist eine liebe und verrückte Freundin, genau wie Anna und Janis. Zusammen sind die 4 Mädels ein tolles Team und erleben sehr interessante Abende. Auch als die Freundinnen für eine ganz besondere Überraschung Flaschendrehen spielen bin ich doch sehr überrascht was es nicht alles gibt 😀

Cover:
Das Cover ist sehr sinnlich und weckt bestimmt bei dem ein oder anderen Leser ein paar Fantasien, welche, dass muss wohl jeder für sich entscheiden.

Fazit:
Vom Buch wirklich angetan vergebe ich volle 5 Sterne für SehnSucht. Zu empfehlen an Frauen sowie Männer, die eine schöne und spannende Geschichte mit erotischem Flair genießen möchten. Mit interessanten Ideen und spaßigen Unternehmungen sorgt der Inhalt für viel Abwechslung und, wer mag, auch für Lust 😉

Zur Geschichte selber gibt es noch eine erotische Geschichte zum Download auf der Verlagswebseite 😀

 

Ich bedanke mich bei Alexa McNight für das Rezensionsexemplar.

Der letzte Engel – Zoran Drvenkar

Die Leseprobe von „Der letzte Engel“ hat Sven und mich überzeugt – wir mussten dieses Buch haben!
Schnell gekauft und gelesen und anbei unsere Rezensionen:


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Titel: Der letzte Engel
Autor: Zoran Drvenkar
Verlag: cbj
Seiten: 432
ISBN: 978-3570154595
Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Klappentext:
Motte ist sechzehn Jahre alt, als der Tod an seinem Fenster kratzt. An einem harmlosen Wochenende kurz nach Mitternacht bekommt er eine anonyme E-Mail:

sorry für die schlechte nachricht
aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein
wir wollten nur, dass du das weißt

Mieser Scherz, denkt Motte, wird aber dennoch ein wenig nervös und beschließt, die Nacht durchzumachen. Natürlich schläft er ein und natürlich wacht er auf – und fühlt sich wie immer.

Bis darauf, dass sein Herz nicht mehr schlägt. Und dann sind da noch diese zwei Flügel auf seinem Rücken …

Cora:

Das ist glaube ich das erste Mal, dass ich mich schwer tue eine Rezension zu schreiben. Ich habe nun schon einen Tag gewartet um mir die Geschichte nochmals genau in Erinnerung zu rufen. Auch haben Sven und ich lange über den letzten Engel gesprochen. Die Geschichte wird, so denke ich, die Nation spalten. Ein Teil wird das Buch in den Himmel loben, andere werden es verteufeln. Ich gehöre wohl zu letzteren.

Die Geschichte hat für mich sehr wenig mit dem Klappentext und auch mit der Aussicht auf ein spannendes Jugendbuch zu tun, aber ich sollte von vorn anfangen:

Esko, ein gefallener Engel, und Mona, 10 Jahre, sind mit dem Auto unterwegs. Wohin sie wollen erfährt der Leser Stück für Stück, aber, dass tote Mädchen, welche am Straßenrand stehen, den beiden den Weg mit ausgestreckten Armen weisen wird schnell erzählt. Neben dem Ziel, welches die Toten weisen, wollen Esko und Mona auch zu Motte, er wird sterben, wenn er aufwacht und die beiden wollen ihn warnen …

Was spannend und fantasievoll klingt entpuppt sich aber leider als blutrünstig, gewaltverherrlichend und teilweise als sinnfrei. Ich konnte mich erst sehr spät mit der Geschichte anfreunden und habe viele Passagen ungern gelesen. Schade, denn ich finde, was geschrieben steht sollte aus Respekt auch richtig gelesen werden. Der Sinn der Geschichte ist schnell klar und auch die Fortsetzung konnte ich nach dem letzten Satz schon fast im Geiste sehen. Denn: der letzten Engel ist nur eine Vorgeschichte zum eigentlichen – was auch immer, denn weitere Bände wurden noch nicht veröffentlicht oder angepriesen.

Der Schreibstil von Zoran Drvenkar hingegen ist super. Mottes Geschichte ist in ich-Form gehalten und alle anderen aus der Perspektive des Autors. Später entwickelt sich dann ein Charakter heraus dessen Geschichte dann in „Du“ gehalten ist. Das macht Spaß zu lesen, denn der Leser fühlt sich immer angesprochen! Die Sätze sind kurz und knapp gehalten und könnten aus einem Drehbuch entsprungen sein. Das Kopfkino beginnt also sehr schnell zu spielen.

Zitat (S. 335) Stell dir vor, du erwachst und um dein Bett herum stehen sieben tote Mädchen und lächeln dich an.
Du willst dir das nicht vorstellen?
Dann mach mal die Augen auf.

Es gibt wahnsinnig viele Charaktere und jedem ist auch viel platz eingeräumt, trotzdem wirken die Personen noch unfertig und es fehlt ihnen zu viel. Ich konnte keinen richtig greifen, da auch immer diese Brutalität im Vordergrund stand.

Das Cover zeigt schon einen gewissen Hang zum Blutrausch, ausgerissene Flügen in einer starken Hand – es gibt keine Gnade!

Fazit:
Ich verstehe überhaupt nicht, wie dieses Buch ein Jugendbuch sein soll. Mit einer Altersfreigabe für 14-jährige ist es definitiv falsch angepriesen. Ich würde die Altersbeschränkung auf 16 Jahre heraufsetzen und empfehle das Buch nur an Leser, die gerne brutales und verwirrendes lesen. Ich bin zwar ein Fan von Geschichten mit vielen Handlungssträngen und auch hat mir hier die Umsetzung gefallen, aber ich musste zeitweise schon nochmals nachdenken was damals wie war. Die Erzählungen reichen von 1756 – 1997 und beschreiben auch verschiedene Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln was verwirren kann, aber auch positiv zu verstehen ist.

Kurz und knapp ich habe etwas völlig anderes erwartet und bin daher sehr enttäuscht von diesem Buch. Ich vergebe aber 3 Sterne, da es sich gut hat lesen lassen und die Geschichte potential hat.

SPOILER – zum lesen mit der Maus markieren:
Verstanden habe ich z.B. nicht warum Motte am Ende des Buches 2 Leichen darstellen konnte. Seine Leiche lag im Sarg, vergraben auf dem Friedhof. Nachdem ihm die Flügel abgeschnitten wurden, wurde sein Engelskörper sichtbar und über dem Sarg begraben – 2 Leichen?! Ist mit persönlich nicht im geringsten verständlich.


Sven:
Die Geschichte um Motte und dem letzten Engel ist spannend, teilweise sehr blutrünstig. Sie wird aus den Perspektiven der einzelnen Personen erzählt, lässt sich aber gut lesen. Auch wenn das Buch mal ein paar Tage liegt, kann man sehr schnell wieder rein finden. Es sind eine ganze Menge Handlungsstränge die aber alle mit einander verflochten sind.

An einer Stelle ist mir ein erzählerischer Fauxpas auf gefallen, da ich nicht spoilern will hier nur sinnbildlich erzählt: „er nahm und lud seine Flinte“ und im nächsten Moment „der Pfeil seiner Armbrust durchbohrte den Gegner“.

Ich wahr vom Ende sehr überrascht, einerseits „da muss noch etwas kommen“ und andererseits hoffe ich, dass die zum Ende erwähnten „Wesen“ nur eine winzige Rolle im hoffentlich nächsten Teil spielen. Ich bin leider der „Wesen“ sehr überdrüssig geworden, da es nahezu 1 Fantastillion Bücher oder Filme über das Thema gibt und mich nervt das.

Mein Fazit ist: so bekommt das Buch von mir 3 Sterne und vielleicht lese ich weiter.

Mittsommersehnsucht – Elfie Ligensa

Klappentext:
Eine Sommerreise mit den Hurtigruten – und nichts ist wie zuvor

Alles hat die junge Ärztin Andrea für ihre große Liebe Jonas aufgegeben: ihren Job, ihre Heimat, ihre Freunde. Doch als sie im norwegischen Bergen ankommt, erwischt sie den Geliebten mit einer anderen. Verwirrt und enttäuscht bucht Andrea kurzerhand eine Passage mit den Hurtigruten und fährt mit dem Postschiff in Richtung Norden. Zwischen überwältigenden Fjorden und der Weite des Meeres findet sie Ruhe und neue Freunde. Auch ihr können als Ärztin wird gefragt, und schon bald gerät sie in einen Strudel aus kriminellen Machenschaften und Gefühlen für einen geheimnisvollen jungen Mann …

Der Roman beginnt seicht und als typischer Frauenroman. Andrea reist nach Norwegen um dort als Ärztin zu praktizieren, zu Leben und ihren Freund zu heiraten. Doch als sie in Bergen ankommt, erwischt Andrea ihren Jonas mit einer anderen im Bett. Andrea, die zutiefst getroffen und verstört ist, will sofort wieder nach Deutschland. Durch eine Begegnung mit dem lieben Taxifahrer Bengt entscheidet sich dann doch für eine Fahrt auf der Midnatsol – einem Postschiff -, welches sie in den hohen Norden zu den Lofoten bringt.
Was erwartet Andrea bei den kleinen Inseln und den Einheimischen die nur wenig Touristen kennen?

Der Schreibstil von Elfie Ligensa ist sehr einfach, flüssig und gut zu lesen. Teilweise etwas verträumt. In meinen Augen gelingt ihr das einfache Schreiben gut, mit der eingebundenen Spannungskurve hingegen hapert es leider etwas.

Die Charaktere sind mir fast alle negativ aufgefallen. Am Anfang hatte ich Mitleid mit Andrea, da sie extra für Jonas alles aufgibt und ihn dann in flagranti erwischt. Das gönne ich keinem. Aber später entwickelte sich Andrea zu einer Alleskönnerin, das machte sie wahnsinnig unsympathisch und es wurde leider im ganzen Buch nicht besser.
Jonas ist ein Waschlappen vom Feinsten! Ein Typ der nur ein Weibchen ansieht und ihr verfällt – wer mag denn sowas?! Ich kann mit solchen Typen nicht umgehen und hätte mir etwas Charaktertiefe gewünscht.

Aber es gab auch Personen die ich toll fand und über die ich gerne mehr gelesen und erfahren hätte. Das waren die Samen, ein Volk hoch oben im Norden (auch in Schweden und Finnland vertreten). Die Geschichte um die Tradition der Samen und deren Schamanin fand ich interessant, leider im Buch zu sehr geschönt.

Das Cover ist toll, passt allerdings gar nicht zur Geschichte. Es sieht einladend aus – so wurden die Norweger auch die ganze Zeit beschrieben – aber ein Bild der Landschaft hätte mich mehr gereizt. Die herrlichen Fjorde wurden so eindrucksvoll beschrieben, dass ein Bild dazu noch einladender wäre.

Fazit:
Ein Buch für zwischendurch und nur für Norwegenfans. Ich für meinen Teil kann sagen, dass mir das Buch nur von der Landschaftsbeschreibung und von den Einblicken in das Leben der Samen gefallen hat. Die Geschichte um Andrea war zu sehr gesponnen. Zu nichtssagend und zu langweilig. Ärzte werden in Norwegen gesucht, dass ist wahr, aber der Roman zeigt deutlich was es ist: eine Geschichte und keine Erfahrung. In diesem Sinne 3 Sterne.

Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Ullstein Verlag.

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Titel: Mittsommersehnsucht
Autor: Elfie Ligensa
Verlag: Ullstein
Seiten: 416
ISBN: 978-3548284361
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen