Der lange Weg nach Amouliani – Jürgen Schmidt

Klappentext:
Dieser Sommer wird heiß. Der Himmel ist voller Geigen und dazwischen leuchtet Hale-Bopp, der Jahrhundert-Komet. Die Frau am Fenster des Hauses gegenüber hat magische Kräfte. Frank fühlt sich unwiderstehlich von ihr angezogen und überlegt fieberhaft, wie er seinen blonden Traum erobern könnte, dessen Namen er auf „Barbara“ taxiert. Während sich vor seinem eher theoretisch ausgerichteten Auge schöne und skurrile Szenen abwechseln, wird er langsam auch im richtigen Leben aktiv. Leider zunächst stümperhaft, ein moderner „Hans-guck-in-die-Luft“ eben. Wird es ihm trotzdem gelingen, Barbara näher zu kommen? Ein herrlich hanebüchener Monolog; eine tragikomische Alltagsgroteske voller unerwarteter Wendungen und kafkaesker Elemente.

Eine witzige und imposante Geschichte, geschrieben als Monolog. Der Leser ist gefangen in den Gedanken von Frank (23 Jahre). Er studiert Soziologie und Pädagogik und nebenbei verliebt er sich in die hübsche Blonde von gegenüber. Was als kleine Schwärmerei anfängt entwickelte sich, in meinen Augen, in eine zum Lachen komische Verrücktheit die sogar Anwandlungen von Stalkerei erkennen lässt. Wird Frank die Blonde überzeugen können mit ihm eine Beziehung zu beginnen und fahren sie zusammen nach Amouliani?

Frank ist ein witziger Typ der mich sehr unterhalten hat. Sind Männer wirklich so?!
Die Blonde konnte ich leider die ganze Geschichte über nicht greifen und fand dies sehr schade.

Der Schreibstil von Jürgen Schmidt ist toll! Flüssig, verständlich, witzig und mit viel Charme schaffte er es, mich das Buch bis in die Nacht lesen zu lassen und auch der Ausdruck war immer passend gewählt.

Das Cover zeigt eine traurige Stimmung, ein Frauenbild welches durch den Wind und die Häuserhöhe unerreichbar scheint. Dies fängt die Geschichte teilweise ein und ist gut gewählt.

Fazit:
Wie bereits erwähnt ist  „Der lange Weg nach Amouliani“ ein sehr unterhaltsames Buch und an jeden zu empfehlen. Besonders natürlich an verliebte oder die, die noch wissen wie es sich anfühlt. Ich gebe 4 Sterne für das eBook, da ich leider nicht verstanden habe warum Frank hinter der Blonden her war.

 

Mein Dank geht an Jürgen Schmidt für das Rezensionsexemplar.


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Titel: Der lange Weg nach Amouliani
Autor: Jürgen Schmidt
Verlag: chichili
Seiten: 120
ASIN: B009AW0C5M
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Die Meisterin – Trudi Canavan

Klappentext:
Sonea hat viel gelernt, seit sie von der Magiergilde aufgenommen wurde. Doch einiges hätte sie lieber nie erfahren – Dinge, die sie im Gewölbe des Gildemeisters Akkarin erblickt hat. Sonea fürchtet, dass seine Zuneigung nur ein böses Spiel sein könnte, mit dem er ihre magischen Kräfte für finstere Ziele gewinnen will. Doch sie wagt nicht, ihm zu trotzen, denn sie ahnt, dass ihre Zukunft in seiner Hand liegt …

Auch der dritte Band der Gilde der Schwarzen Magier ist spannend und flüssig zu lesen. Eine Inhaltsangabe fällt mir ehrlich gesagt sehr schwer, da ich nichts von den beiden vorangegangen Romanen ausplaudern möchte. Ich würde empfehlen alle 3 Teile der Magiergilde zu lesen, aber es ist kein muss, denn auch in „Die Meisterin“ werden die relevanten Dinge nochmals geschildert und der Leser erfährt was er wissen muss.

Ich bin immer noch total berauscht von den Charakteren, ich habe sie nun 6 Tage (3 Bücher) lang begleitet und habe mit ihnen gelitten, gelacht und mitgefiebert und es ist doch recht viel passiert. Personen, die ich ins Herz geschlossen habe, haben sich verändert; viele Fragen blieben offen, die mich wahrscheinlich noch quälen werden bis ich auch die anderen Bücher um Sonea gelesen habe und auch die Schauplätze der Geschichte haben sich in meinem Kopf eingebrannt. Daher kann ich neben der Geschichte auch wirklich den Schreibstil von Trudi Canavan nur immer wieder loben!

Fazit:
Ich gebe für dieses Buch ganz liebe 4 Sterne. Leider waren mir einige Szenen im Buch etwas zu lang und ich musste mich dann doch quälen diese zu lesen – ein bisschen kürzen und ich wäre rund um zufrieden gewesen. Gefallen hat mir das Buch natürlich trotzdem!


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Titel: Die Meisterin
Autor: Trudi Canavan
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 700
ISBN: 978-3442243969
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Die Novizin – Trudi Canavan

Klappentext:
Soneas Ausbildung an der Universität der Magier beginnt. Während die anderen Zauberschüler aus vornehmen Familien stammen, kommt sie aus den Elendsvierteln von Imardin. So leidet Sonea unter ihren Mitschülern, die auf ihre magischen Talente so neidisch sind. Doch als der Hohe Lord Akkarin sie unter seine Obhut nimmt, gerät sie in noch viel größere Probleme, denn er verbirgt ein düsteres Geheimnis…

Nach „Die Rebellin“ folgt „Die Novizin“ und es geht spannend weiter! Leser, die den ersten Teil, aus welchen Gründen auch immer, nicht gelesen haben, werden schnell in die Geschichte einsteigen können. Das, was im vorangegangen Teil passierte wird nochmals angerissen und somit geht von dem Zuber der Geschichte nicht viel verloren. Trotzdem rate ich zum Lesen der Rebellin, da es ein tolles Buch war.

In diesem Teil muss Sonea nun der Gilde beitreten und beginnt ihre Ausbildung. Neben Neidern lernt Sonea neue Magier kennen und sieht auch das Positive in ihrer Situation. Aber wird das Leben bei den Magiern wirklich so schön bleiben?

Der Schreibstil von Trudi Canavan hat mich wieder total in einen Rausch versetzt. Ich habe wirklich 300 Seiten am Tag gelesen nur um Sonea und ihre Geschichte zu begleiten. Das muss schon was bedeuteten, denn ein Langweiliger und Trockener Stil würde mich, auch bei einer interessanten Geschichte, nicht dazu verleiten.

Sonea hat mich in diesem Teil noch mehr berührt. Ich habe mit ihr geweint, gelitten und mich gefreut wenn sie ein Erfolgserlebnis hatte. Sie ist ein sehr liebenswerter Charakter und ich freue mich, sie weiter begleiten zu dürfen.

Die Magier erwiesen sich doch nicht als Herrschaften über bestimmte Situationen und dies machte sie menschlicher. Das fand ich gut und bin auch hier gespannt was der nächste Teil bringt.

Das Cover zeigt auch hier wieder eine Person in Roben, bereit zum Kampf – genau wie über jedem Kapitel.

Fazit:
Das Buch hat mich so umgehauen, dass eine Rezi echt schwer ist, ich möchte dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen. Es behandelt alle Themen die gesellschaftskritisch und aktuell sind: Homosexualität, Rassen- und Glaubensunterschiede. Ich gebe für das spannende und interessante Buch volle 5 Sterne.


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Titel: Die Novizin
Autor: Trudi Canavan
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 605
ISBN: 978-3442243952
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Die Rebellin – Trudi Canavan

Klappentext:
Sonea lebt auf den Straßen der Stadt Imardin. Als sie eines Tages aus Zorn über die herrschende Magiergilde einen als unverwundbar geltenden Zauberer verletzt, werden die Meister magischen Künste auf sie aufmerksam. Sie versuchen alles, das Mädchen von der Straße zu finden, bevor ihre unkontrollierten magischen Talente zur Gefahr werden für die Gilde, die Stadt und für Sonea selbst…

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll… Dies war mein erstes Buch von Trudi Canavan und ich hatte am Anfang schon Schwierigkeiten ihrem Schreibstil zu folgen. Es gibt in diesem Buch so viele Charaktere, Völker, Orte, Tiere, die alle so fremdartig heißen, dass es doch sehr anstrengend war Sonea auf ihrer rebellischen Reise zu folgen. Nachdem ich mich aber voll und ganz auf das Buch eingelassen hatte und keine anderen Geschichten währenddessen gelesen habe, ging es doch erstaunlich schnell und ich muss sagen: Dieses Buch ist total spannend!

Die Geschichte beginnt an einem Ort vor den Stadttoren. Sonea ist mit ihren Freunden unterwegs um etwas Unruhe zu stiften – aus Spaß versteht sich – denn wirklichen Schaden können Sonea und ihre Freunde nicht anrichten, schon gar nicht gegen die Magier. Aber Sonea schafft es doch sich zu behaupten und tritt dadurch eine Lawine los, die sich keiner ausmalen konnte. Wird Sonea es schaffen, dass alles so wird wie vorher?

Sonea ist ein wundervoller Charakter. So rein und unverbraucht, liebreizend und schüchtern, ängstlich und mutig ohne Superhelden Image. Ich mochte sie von der ersten bis zur letzten Seite. Teilweise fieberte ich so mit ihr mit, dass ich alles um mich herum vergass, aber sie hat es verdient 😉

Cery, Soneas Freund ist ein wahrhaft treuer Kumpel, den sich jeder wünscht! Er hält zu ihr und ermöglicht ihr so viel. Schnell kam mir der Verdacht ob sich zwischen den beiden nicht etwas entwickeln könnte… aber lest lieber selbst!

Lord Rothen ist ein Magier und Lehrer den ich mir persönlich auch wünschen würde. Wenn es Magier gibt, bitte nur solche! Gleiches gilt natürlich noch für ein paar andere Zauberer, aber ich kann ja nicht das ganze Buch verraten. Auch sind nicht alle Magier dies, was sie zu sein scheinen aber es muss immer schwarze Schafe geben – sonst macht das Lesen doch keinen Spaß!

Das Cover ist sehr einfach aber doch geheimnisvoll gehalten und die Person in ihrer Robe taucht dann noch im Buch über jedem Kapitel auf – schön gelöst!

Fazit:
Die Rebellin hat mir wirklich gut gefallen. Ich gebe 4 Sterne für das Buch, da der Einstieg doch recht schwierig war. Empfehlen würde ich das Buch an Liebhaber von Fantasiegeschichten. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf die weiteren Bücher von Trudi Canavan die ich noch bis zum Ende des Jahres durchlesen werde (ich versuche es zumindest)!


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Titel: Die Rebellin
Autor: Trudi Canavan
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 543
ISBN: 978-3442243945
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern – Natalie Standiford

Klappentext:
„Es liegt am Schnellesekurs“, sagt Jane. „Dort ist etwas passiert, das dich unwiderruflich verändert hat, und das sieht man.“
„Was ist denn beim Schnelllesen passiert?“, fragte Sassy.
„Sie will es und nicht erzählen“, sagt Jane.
„Doch, werde ich“, sagte ich. „Nur nicht jetzt.“
Sassy hüpfte auf dem Bett auf und ab. „Du musst es und erzählen!“
„Nein.“
„Lass mich raten“, sagte Sassy, „Du hast einen Jungen kennengelernt!“
„Nein, hab ich nicht“, erwiderte ich. „Woher weißt du das?“
„Zufallstreffer“, sagte Sassy.
„Die großen Veränderungen in der Geschichte der Menschheit fangen immer damit an, dass ein Mädchen einen Jungen kennenlernt.“
„Stimmt nicht“ sagt Jane. „Sie fangen damit an, dass auf jemanden ein Attentat verübt wird.“

Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern ist ein Familien-, Jugendbuch und spielt zu Weihnachten. Die Geschichte beginnt mit dem Weihnachtsfest bei der großen Familie (6 Kinder und 2 Erwachsene) Sullivan, die sich nach dem Verteilen der Geschenke auf den Besuch bei der Großmutter – genannt Almighty – vorbereitet.

Die Besuche bei der tyrannischen Großmutter sind nicht beliebt, aber Almighty ist der Geldgeber der Familie und daher ist ein weihnachtlicher Besuch bei ihr nicht auszuschlagen. Doch zu aller Sorge, lässt Almighty verlauten sie habe sich über ein Familienmitglied so geärgert, dass sie die gesamte Familie enterben wird, sollte der Sünder nicht bis Sylvester ein Bekenntnis ablegen.

Die sündigsten Familienmitglieder sind wohl, laut des Familienrates der später im Hause abgehalten wurde, die 3 Schwestern Norrie, Jane und Sassy. Alle 3 schreiben dann ihre Bekenntnisse auf und reichen diese bei ihrer Großmutter ein. Aber sind es wirklich die Bekenntnisse der Schwestern, die Almighty lesen wollte, oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

Der Schreibstil von Natalie Standiford ist flüssig und einfach. Die Ausdrucksweise manchmal etwas abgestumpft aber passend. Es ist ja ein Teenie-Buch und dafür finde ich, wurde das Buch Stilgetreu umgesetzt. Jedem Bekenntnis wurden lange Abschnitte gewährt und der Leser wird direkt, als Almighty, angesprochen. So eine Art kannte ich noch nicht und fand es gut. Teilweise auch sehr ergreifend, da ich so tief im Buch versunken war, fühlte ich mich zeitweise wie Almighty selbst.

Die Charaktere im Buch sind alle auf ihre Art interessant. Teilweise erschreckend realistisch und doch wieder verdreht. Ich fühlte mich teilweise sehr in meine Jugend zurückversetzt das ich dachte, ich hätte meine Geschichte niedergeschrieben – erschreckend. Andererseits fand ich auch Stellen im Buch, die kein Charakter miterleben sollte und dies machte mich etwas traurig.

Das Cover finde ich toll! Es erinnerte mich an die alten Computerspiele, die ich zu Teeniezeiten gerne gespielt habe (Day of Tentacle) und daher hatte ich schon ein großes verlangen das Buch zu lesen. Ansonsten war das gesamte Buch im Stil des Covers gehalten. Neue Kapitel wurden mit Eckornamenten nochmals untermauert – sehr gelungen.

Fazit:
Ein schönes Teeniebuch mit sämtlichen Dingen, die man erlebt haben sollte – oder auch nicht 😉 Ich empfehle es an Jugendliche ab 14 Jahren und an junggebliebene Erwachsene. Gerade zur Weihnachtszeit ist dieses Buch ein echtes Schmuckstück, denn es zeigt doch sehr deutlich was Familie und Zusammenhalt bedeutet.

Ich hatte viel Freude beim Lesen und vergebe liebe 3 Sterne. Für mehr hat es leider nicht gerecht, da es mir Stellenweise zu langatmig war. Die Bekenntnisse hätten etwas kürzer sein können und auch der Ausdruck bei den Kommunikationen der Schwestern hätte lebendiger sein müssen. Statt „sagte“ könnte auch mal ein „antwortete, erwiderte, meinte“ verwendet werden.

 

Mein Dank geht an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.


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Titel: Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern
Autor: Natalie Standiford
Verlag: Carlsen
Seiten: 364
ISBN: 978-3551582744
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen