Reihenfolge:
Die Stadt der verschwundenen Kinder
Das Land der verlorenen Träume
Der Weg der gefallenen Sterne
Klappentext:
Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Nichts ist ihr geblieben, sind doch ihre Eltern getötet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden. Die zerstörte Welt, durch die sie sich kämpft, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia nicht nur die Schwester, sondern auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, der Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe.
Titel: Das Land der verlorenen Träume
Autor: Caragh O’Brian
Verlag: Heyne
Länge: 496 Seiten
ISBN: 978-3453315297
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen
Inhalt:
Gaia hat es in den Toten Wald geschafft, doch ihre Oma trifft sie dort nicht und auch die Hoffnung, auf ein besseres Leben und Selbstbestimmung, scheint unerreichbar zu sein.
Meinung:
Im zweiten Teil spielt sich alles im Toten Wald ab und am Ende gibt es noch eine kleine Bonusgeschichte, als Goodie.
Auch in diesem Teil ist einiges konstruiert oder es werden Sachen, welche vorher in Stein gemeißelt sind, einfach ignoriert – so wie es gerade in die Geschichte passt. Es ist schade, dass dies beim Korrektorat nicht aufgefallen ist. Auch wenn in dem Buch keine sexuellen Handlungen beschrieben werden, so ist es doch grenzwertig, dass ein 19-jähriger Junge mit einem 15-jährigen Mädchen für einen Monat allein gelassen wird (in dem Wissen, dass dieser Junge schon mindestens 2 Frauen geschwängert hat). Ebenfalls schwierig, wenn Gaia einfach nicht älter wird und mit 16 Jahren unwahrscheinlich vielen Frauen hilft zu entbinden und die Männer einfach schnell mithelfen sollen, die Frauen (nicht die eigenen!) bei der Geburt zu unterstützen. Die Beschreibungen der Geburten sind sehr detailliert, immer sehr blutig und die Überlebensrate durchwachsen. Für ein Jugendbuch sind die genannten Punkte mehr als speziell. Dennoch ist die Geschichte spannend und greift immer wieder Punkte aus dem ersten Teil auf und macht neugierig auf den dritten Teil. Die Charaktere entwickeln sich weiter, obwohl nicht immer alles nachvollziehbar ist. Gerade die Entwicklung zwischen Leon und Gaia ist stellenweise absolut irre und passt überhaupt nicht zu den beiden – hier hätte es auch weniger Dramatik vertragen. Dafür werden andere Punkte ohne Diskussion abgelegt, obwohl es viel Aufklärung bedurft hätte. Daher ist dieser Teil zwar ganz nett, aber aufgrund der ganzen Kritikpunkte auch verstörend.
Cover:
Das Cover passt perfekt zur Reihe, es ist liebevoll und geheimnisvoll gestaltet.
Fazit:
Viele Fragen bleiben offen, einige werden beantwortet, nicht immer ist alles korrekt für ein Jugendbuch und nun muss es der dritte Teil rausholen! Auch wenn der zweite Teil nett war, hat er mich nicht umgehauen und Kritik habe ich auch genug geäußert, daher gibt es von mir nur 3 Sterne und eine Leseempfehlung gibt es nur an jene, welche den ersten Teil gut fanden.
