Atem – Mo Hayder

Klappentext:
ZWEI Schwestern, ZWEI Schicksale, EIN dunkles Geheimnis
Sally Benedict ist sich sicher: Alles fing mit dem Mord an Lorne Wood an, dem 16-jährigen Mädchen, das in dieselbe Schule ging wie ihre Tochter Millie. Man fand sie tot am Kanal, mit einem Tennisball im Mund. Doch dies ist nicht das Einzige, was Sally zu schaffen macht: Als ihre Tochter immer mehr Ansprüche stellt, schlägt Sally einen Weg ein, der sie tief in kriminelle Kreise führt. Und dann übernimmt auch noch ihre Schwester Zoë, die bei der Polizei arbeitet, den Fall Lorne Wood – und es geschieht etwas, das die beiden Schwestern für immer aneinander binden wird …

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Titel: Atem
Autor: Mo Hayder
Sprecher: Dana Geissler
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 861 Minuten
ISBN: 978-3867178280 ‎
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Sally und Zoë könnten nicht unterschiedlicher sein, seit ihrer Kindheit sind sie nicht im Reinen miteinander und als dann ein Teenager ermordet aufgefunden wird müssen die Schwestern zusammen halten, um ein schreckliches Geheimnis zu wahren …

Meinung:
Dana Geissler konnte mich schon in anderen Hörbüchern nicht überzeugen – leider habe ich beim Aussuchen des Hörbuchs nicht auf die Sprecherin geachtet – und das geht auch in diesem Hörbuch so weiter. Sie liest auch hier wieder sehr monoton und ohne Emotionen. Gerade zu Beginn werden viele Personen vorgestellt und auch im Kapitel werden die Sichtweisen der Figuren ohne Überschriften gewechselt, sodass es schwierig ist, herauszufinden bei wem man sich gerade befindet und wer mit wem agiert. Nachdem die Startschwierigkeiten dann Überwundern sind, wechselt die Geschichte von brutal ins Langweilige und zu absolut konstruierten Handlungen – welche nicht im mindesten nachvollziehbar sind. Viele Nebenfiguren und Handlungen werden eingeführt, ohne das sie relevant sind und damit werden natürlich falsche Fährten gelegt, die das Hörbuch unnötig in die Länge ziehen – über 14 Stunden ist schon echt übel. Das Einzige, was tatsächlich überzeugen konnte, waren die letzten 10 Minuten, ein tolles Ende, das tatsächlich spannend ist. Dennoch kann dieses nicht über den stellenweise sehr detaillierten Schreibstil von Mord und Vergewaltigung und blasse Charaktere hinwegtäuschen.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, ein Mädchen allein im Wald und was passiert(e) dann?

Fazit:
Ein sehr schwacher Thriller, welchen man weder Lesen noch hören muss – eventuell besser in der gekürzten Fassung (ca. 425 Minuten) mit Anneke Kim Sarnau als Sprecherin. Mich konnte Atem nicht überzeugen und ich habe es nur zu Ende gehört, weil es von der Gartenarbeit abgelenkt hat – daher nur 2 Sterne.

Steampunk-Chronicles 02: Das Mädchen mit dem Flammenherz – Kady Cross

Reiheninfo:
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Das Mädchen mit dem Flammenherz

Klappentext:
Eine Heldin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat
New York im Jahr 1897: Die 16-jährige Finley Jayne und ihre Gang erobern Manhattan. Ihre Mission: Jasper aus der Gewalt eines Mannes zu befreien, der vor nichts zurückschreckt. Ihre Waffen: übernatürliche Fähigkeiten, Freundschaft und Mut. Ihre Erfolgsaussichten: tendieren gegen null. Also genau die Art von Auftrag, bei der Finley Jaynes Herz höherschlägt. Dass es dies gelegentlich auch tut, wenn der geheimnisvolle Griffin sie nur lang genug anschaut, ignoriert sie geflissentlich. Dafür hat sie wahrlich keine Zeit …

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Titel: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Autor: Kady Cross
Verlag: Heyne
Länge: 352 Seiten
ISBN: ‎ 978-3453534322
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Band 2 knüpft nahtlos an den ersten Teil an und so reisen die Freunde nach Amerika, um Jasper aus den Fängen der bösen Jungs zu befreien …

Meinung:
Auch der zweite Teil der Stempunk-Chronicles ist leicht vorhersehbar, aber die Charaktere entwickeln sich weiter, Leben in ihrer bezaubernden sowie spannenden Welt und es gibt (natürlich) viele Ereignisse, welche die besonderen Begabungen der Freunde hervorbringen. Auch auf der romantischen Seite passiert viel, denn Finley und Griffin müssen sich langsam eingestehen, dass da etwas zwischen ihnen passieren könnte – wenn sie denn wollen würden. Schade ist, dass Jack zwar wieder erwähnt wird, aber es dann nicht weitergeht. Theoretisch hätte Kady Cross es dann auch einfach sein lassen können ihn überhaupt in diesen Band einzuarbeiten. Das Ende ist, wie im ersten Teil, dann einfach da – es ist okay, aber irgendwie wirkt es wieder so gehetzt. Zudem bleiben auch hier Fragen offen und es hätte Potenzial für mehr.

Cover:
Das Cover passt zum Inhalt und zur Reihe.

Fazit:
Eine schöne Fortsetzung und ein passender Abschluss der Dilogie. Allerdings gibt es immer noch ein paar offene Fragen – dennoch eine schöne Geschichte, die sich gut lesen lässt und etwas ganz anderes ist, als das, was es sonst so gibt. Daher vergebe ich 3 Sterne.
Steampunk, starke Frauen und sympathische Männer sowie ein bisschen Romantik. Daher eine Leseempfehlung für alle, welche gerne ungewöhnliches lesen und nicht alles bis ins kleinste Detail aufgelöst haben wollen.

Septemberjunge: Biografischer Roman über die Erlebnisse eines jungen Mannes im Zweiten Weltkrieg – Lara Ried

Klappentext:
„Septemberjunge“ erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte eines jungen Mannes aus Oschatz in den Jahren 1942 bis 1945. Der Zweite Weltkrieg ist in vollem Gange, und wie so viele Jugendliche wird auch der achtzehnjährige Oschatzer in die Wehrmacht eingezogen und an die Ostfront geschickt, hinein in den russischen Winter. Sein Weg von hier an wird jedoch nicht nur bestimmt von den schweren Kämpfen und Verlusten des Krieges, sondern ebenso von erstaunlich glücklichen Umständen und bewegenden, lebensverändernden Ereignissen. Dazu zählen unter anderem die unerwartet herzlichen Begegnungen mit russischen Zivilisten, sein Aufenthalt in einem bayerischen Reservelazarett mit einer außergewöhnlichen Krankenschwester, der Beginn enger, wenn auch teils tragischer Freundschaften, sein knappes Überleben als Fahnenflüchtiger sowie die schicksalhafte Kennenlern- und Liebesgeschichte zwischen ihm und einer jungen Frau. Der Roman entstand mit Unterstützung des Protagonisten selbst, der noch kurz vor der Veröffentlichung seinen 101. Geburtstag feiern konnte und zur Illustration des Buches einige alte Fotos aus seinem Privatarchiv beisteuerte, die im Anhang zu finden sind. „Septemberjunge“ ist dennoch nicht als Zeitzeugenbericht zu verstehen, der den Krieg aus nüchtern-historischer Sicht beleuchtet, sondern als ein Roman, der die besondere Geschichte eines jungen Soldaten erzählt, der in schwerer Zeit viel Glück hat, großen Mut aufbringt und dessen Sichtweise trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Erlebnisse bis ins hohe Alter von Zuversicht und Lebensfreude geprägt ist.


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Titel: Septemberjunge: Biografischer Roman über die Erlebnisse eines jungen Mannes im Zweiten Weltkrieg
Autor: Lara Ried
Verlag: tredition
Länge: 572 Seiten
ISBN: 978-3384717061
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Septemberjunge ist ein biografischer Roman von Lara Ried, der in enger Zusammenarbeit mit dem Protagonisten entstanden ist. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Jahre und verbindet Erlebnisse aus Kriegszeiten mit persönlichen, privaten Erfahrungen. Im Mittelpunkt steht ein Junge aus Oschatz, dessen Lebensweg von den Ereignissen des 2. Weltkriegs stark geprägt wird. Der Roman schildert detailliert und eindringlich, welche Situationen und Herausforderungen er durchlebte und wie diese ihn als Mensch formten.

Meinung:
Lara Rieds Schreibstil hat mich überzeugt (gerade für einen Debütroman mit diesem Themenkomplex!). Besonders beeindruckend ist, wie intensiv sie schildert, was im Leben des Jungen passiert ist, und wie feinfühlig sie die Auswirkungen der Kriegserlebnisse mit seinen privaten Beziehungen verwebt. Diese Mischung geht unter die Haut: Die brutalen, schonungslosen Szenen aus dem Krieg stehen im starken Kontrast zu der sich entwickelnden Liebesgeschichte, die immer wieder kleine Momente des Aufatmens schenkt. Genau dieses Wechselspiel macht das Lesen so eindringlich und emotional fordernd, aber auch unglaublich fesselnd.
Natürlich gibt es Passagen, in denen die Detailtreue fast überwältigend ist und das Tempo etwas herausnimmt – hier hätten dem Buch kleinere Kürzungen gutgetan. Trotzdem bleibt alles in sich stimmig und wirkt nie unnötig oder fehl am Platz. Im Gegenteil: Gerade diese Genauigkeit verleiht der Geschichte ihre Authentizität. Besonders berührend sind die privaten Bilder, die das Erzählte noch greifbarer machen und dem Ganzen eine zusätzliche, sehr persönliche Intensität verleihen.

Cover:
Das Cover wirkt nach einem persönlichen Tagebuch, einem Rückblick auf das Leben und daher passt es wunderbar zum Inhalt:

Fazit:
Septemberjunge überzeugt als bewegender biografischer Roman, der sowohl historische als auch persönliche Perspektiven miteinander verbindet. Das Buch hinterlässt einen bleibenden Eindruck und regt dazu an, sich intensiver mit den geschilderten Ereignissen auseinanderzusetzen. Besonders für Leser, die sich für reale Lebensgeschichten und historische Hintergründe interessieren, ist es eine lohnenswerte Lektüre. Ich vergebe 5 Sterne für diesen sehr lesenswerten Debütroman.

Ich bedanke mich bei Lara Ried für das Rezensionsexemplar.

Girl on the Train: Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich – Paula Hawkins

Klappentext:
Sie beobachtet dich – und schleicht sich in dein Leben.
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von „Jess“. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse…


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Titel: Girl on the Train: Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich
Autor: Paula Hawkins
Sprecher: Britta Steffenhagen, Rike Schmid, Christiane Marx, Gabriele Blum
Verlag: Random House Audio
Länge: 723 Minuten
ASIN: B00Y0K0FOW
Meine Bewertung: 1 Stern, gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Girl on the Train ist ein Thriller, der mit einer vielversprechenden Prämisse startet: Eine Frau beobachtet täglich aus dem Zug heraus das Leben anderer Menschen und glaubt, in ein Verbrechen verwickelt zu sein. Inhaltlich dreht sich alles um die Perspektiven von Rachel, Anna und Meghan, deren Leben nach und nach miteinander verknüpft werden.

Meinung:
Aus meiner Sicht ist das Buch enttäuschend. Die Handlung zieht sich unnötig in die Länge, ohne dabei wirklich Spannung aufzubauen – es entwickelt sich eher schleppend und vorhersehbar. Bereits etwa ab der Hälfte lässt sich die Auflösung recht klar erahnen, wodurch der Rest der Geschichte kaum noch fesselt. Besonders störend sind die Figuren: Keine der Hauptpersonen wirkt sympathisch oder wirklich greifbar. Stattdessen dominieren klischeehafte Darstellungen – die Frauen wirken allesamt psychisch instabil, alkoholabhängig oder obsessiv, während die Männer durchgehend unsensibel bis brutal gezeichnet sind. Dadurch fehlt es an Identifikationsfiguren und emotionaler Tiefe.
Auch das Hörbuch konnte daran wenig ändern bzw. verschlimmerte sogar diese Eintönigkeit der Charaktere. Selbst bei doppelter Geschwindigkeit bleibt die Erzählung zäh. Zusätzlich erschwert die fehlende klare Kennzeichnung der Perspektivwechsel das Zuhören – man muss ständig selbst herausfinden, ob gerade Rachel, Anna oder Meghan spricht, was den ohnehin schwachen Lesefluss weiter beeinträchtigt.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte und erinnert auch ein bisschen an Miss Marple und 16:50 Uhr ab Paddington – nur das Marple besser war.

Fazit: Trotz der interessanten Grundidee ist das Buch insgesamt ein enttäuschender Thriller mit vorhersehbarer Handlung, unsympathischen Figuren und wenig Spannung. Ohne das Hörbuch hätte ich vermutlich schon nach kurzer Zeit abgebrochen. Ich vergebe daher nur einen Stern und rate vom Buch ab.

Haltlos – Sarah Nisi

Klappentext:
Sie wurde getötet. Du hast es gesehen. Doch du kannst dich nicht erinnern … Emily führt in London seit Monaten das Leben einer Außenseiterin. Sie kann ihren Alltag nicht mehr bewältigen, musste ihr Studium aufgeben. Vor drei Monaten starb ihre Freundin Liv beim Sturz auf die U-Bahn-Gleise. Emily stand neben ihr, doch erinnern kann sie sich nicht. Das Trauma hat eine Amnesie ausgelöst. Während die Polizei von einem Unfall ausgeht, spürt Emily, dass dies nicht die ganze Wahrheit ist. Sie muss einen Weg finden, um ihr Gedächtnis zurückzuholen. Doch warum reagieren alle, mit denen sie darüber spricht, so ausweichend? Und was, wenn etwas ans Licht käme, das sie selbst belasten würde? Emily beginnt nachzuforschen ― ohne zu ahnen, in welcher Gefahr sie bereits schwebt. Ein brillant konstruierter Psychothriller über die Unzuverlässigkeit der Erinnerung und die gefährliche Suche nach der Wahrheit.


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Titel: Haltlos
Autor: Sarah Nisi
Verlag: btb
Länge: 362 Seiten
ISBN: 978-3442773138
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Emily leidet unter eine Amnesie. Sie weiß nicht, was mit ihrer Freundin passiert ist (wie sie starb) und versucht nun die Wahrheit zu finden – für ihre Freundin und für sich selbst …

Meinung:
Mein zweiter Thriller von Sarah Nisi und er war zu Beginn sehr schwach. Der Einstieg war wirklich schleppend und ich bin nur drangeblieben, weil ich auf wirklich viele Plott-Twists gehofft hatte und mich die Beschreibungen des Barbican Centre in London wirklich beeindruckt haben. Wenn man sich dann durch die ersten 100 Seiten gelesen hat, wird es tatsächlich rasant – es passiert unwahrscheinlich viel und dann beruhigt sich wieder alles und das Ende ist dann irgendwie auch gleich greifbar. Hier hätte es mehr Verteilung geben müssen oder man hätte ordentlich kürzen können. Natürlich brauchen die Charaktere auch Zeit, man muss sie kennenlernen und verstehen, aber sie haben sich leider wenig entwickelt und dann waren die ganzen falschen Fährten auch irgendwie drüber. Also kurz: mehr Tiefgang und weniger Irrwege und gleichbleibende Spannung wären mir lieber gewesen.

Cover:
Das Cover wirkt gruselig und passt zur Geschichte. Eine U-Bahn hätte allerdings auch gut gepasst.

Fazit:
Wenn man sich durch die ersten 100 Seiten gelesen hat, ist das Buch ganz spannend. Wer Sarah Nisi kennt und ihre Irrwege mag wird das Buch mögen. Mir war es leider zu langweilig und zu viel Irrweg, daher nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.