Schattenfreundin – Christine Drews

Klappentext:
Wo ist Leo? Charlotte Schneidmann, Kommissarin in Münster, setzt alles daran, den kleinen Jungen zu finden, bevor es zu spät ist. Denn nicht nur die Sorgen der verzweifelten Mutter lassen sie fieberhaft ermitteln, auch die Erinnerungen an die eigene traumatische Kindheit machen diesen Fall für die engagierte Kommissarin zur ganz besonderen Bewährungsprobe.


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Titel: Schattenfreundin
Autor: Christine Drews
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 288
ISBN: 978-3404167463
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Katrin und Thomas Ortrup, sind die Eltern des kleinen Leo, und gerade erst in Katrins Heimatstadt Münster zurückgezogen. Thomas, der nur an seine Arbeit denkt, vernachlässigt seine Familie und daher steht Katrin allein mit ihrem kleinen Sohn da. Schnell freundet sie sich daher mit Tanja, einer anderen Mutter, aus Leos Kindergarten an. Als Katrins Vater plötzlich stirbt und Katrin dringend Hilfe benötigt, wendet sie sich an Tanja, doch ob ihre neue Freundin wirklich helfen kann …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Christine Drews ist flüssig und sehr schnell zu lesen. Wirkliche Spannung kann sie aber nicht erzeugen, was das Leseerlebnis deutlich schwächt.

Gliederung:
Die Kapitel waren gut aufgeteilt und zwischen den Hauptkapiteln nochmals unterteilt, was bei ungeübten Lesern zur Verwirrung führen kann. Mir hat dies aber gut gefallen.

Charaktere:
Die Charaktere wirken sehr flach und ich konnte keine Verbindung zu ihnen herstellen. Was auch passierte, es war mir schlichtweg egal. Katrin wirkt einfach wahnsinnig kindlich, naiv und Thomas ist ein wirklicher Waschlappen. So habe ich nicht mal verstanden, was diese beiden überhaupt verbindet.

Gleiches gilt bei der Kommissarin Charlotte. Natürlich hat diese Ermittlerin ein Trauma – gab es ja noch nie 🙄 und ihr Kollege, Peter Käfer, hat eine schwäche für Süßes – auch nicht neu …

Cover:
Das Cover ist richtig tricky und wirkt am Buch noch viel imposanter als im Internet. So wirken die Papierstreifen wirklich wie aufgelegt, was den Kopf dahinter noch gespenstischer aussehen lässt.

Fazit:
Ein Krimi der mich nicht wirklich überzeugen konnte. Vom Lesefluss wirklich super, da die sprachliche Umsetzung gut gelungen ist, vom Inhalt her leider nicht herausragend. Kein Spannungsbogen auf den ersten 200 Seiten und dann zu konstruiert um überraschen zu können. Da mich Schattenfreundin, aber immerhin eine weile rätseln ließ, was denn nun eigentlich hinter der Geschichte steckt und ich mit der Auflösung zufrieden war, gebe ich 3 Sterne für das Buch. Eine Empfehlung spreche ich für Leser aus, die noch nicht viele Krimis gelesen haben.

Ich bedanke mich bei Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar. 

Kate Burkholder 01: Die Zahlen der Toten – Linda Castillo

Klappentext:
Ist der „Schlächter“ wirklich zurück?

Vor 16 Jahren erschütterte eine brutale Mordserie die ländliche Kleinstadt Painters Mill in Ohio. Kate Burkholder, ein junges Mädchen aus der Gemeinde der „Amish People“, ist dem Killer damals entkommen. Heute ist sie die erste weibliche Polizeichefin von Painters Mill – und findet die schrecklich zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens, die ganz eindeutig die Handschrift des „Schlächters“ trägt. Kate muss den Täter fassen, bevor er noch einmal zuschlägt – auch wenn sie dadurch ihre Familie verrät und ein dunkles Geheimnis aufdeckt, das ihr Leben zerstören kann.


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Titel: Die Zahlen der Toten
Autor: Linda Castillo
Verlag: Fischer
Seiten: 432
ISBN: 978-3596184408
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Anfang März habe ich mit dem 2. Fall von Kate Burkholder (Blutige Stille) begonnen und war so begeistert, dass ich mir nun wirklich noch den ersten Teil geholt habe. Normalerweise lese ich keine Krimireihen von Teil 1 bis Ende, sondern immer nur die Episoden, die mich ansprechen. Hier mache ich nun wirklich eine Ausnahme, denn Linda Castillo schafft es wirklich mich zu fesseln.

Inhalt:
Ein Serienmörder geht um in Painters Mill und Chief of Police, Kate Burkholder, muss ermitteln. Doch sie birgt ein Geheimnis, welches ihre Kollegen nie erfahren dürfen und ihre Verschwiegenheit behindert dann auch noch die Ermittlungen. Ob der Field Agend, John Tomasetti, zu Kate durchdringt und ob sie zusammen den „Schlächter“ aufspüren können?

Schreibstil:
Der Stil von Linda Castillo ist sehr brutal und detailliert, so dass ich das Buch teilweise weglegen und mir anderen Lesestoff suchen musste. Andererseits hat sie einen so fesselnden und direkten Ausdruck, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.

Charaktere:
Die Charaktere kannte ich ja nun bereits, trotzdem war es spannend noch mehr Hintergründe zu erfahren um das Verhalten noch besser verstehen zu können. Aber auch wenn ich mit diesem Teil angefangen hätte, wären Kate und ihrem Team meine Sympathie sicher gewesen. So herzlich und pflichtbewusst wie sich die Ermittler in dem Buch geben, muss man sie einfach gern haben und mit ihnen fühlen.

Cover:
Das Cover ist wieder sehr gut getroffen. Die Geschichte spielt im Winter mit viel Schnee – also die perfekte Lektüre um sie genau jetzt zu lesen 🙄 und genau das spiegelt das Cover wieder.

Fazit:
Ein gelungener erster Teil, der gelesen werden sollte! Ich empfehle „Die Zahlen der Toten“ an Leser, die gerne spannende Thriller mögen und auch vor detailreichen, brutalen Szenen nicht zurückschrecken. Mich hat dieser Teil überzeugt und ich freue mich auf Teil 3 „Wenn die Nacht verstummt“ – von mir volle 5 Sterne!

Das Kind – Sebastian Fitzek

Klappentext:
„Als er diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wußte er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging …“

Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, der ihn auf einem abgelegenen Industriegelände treffen wollte: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Roberts Verblüffung wandelt sich in Entsetzen, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Robert ahnt noch nicht, dass von nun an der Tod sein ständiger Begleiter sein wird …


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Titel: Das Kind
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 416
ISBN: 978-3426512173
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

„Das Kind“ habe ich 2009 bereits zum ersten Mal gelesen und den Inhalt nach 4 Jahren vergessen, also Zeit das Buch wieder aus dem Regal zu holen und nochmals zu lesen. Ich weiß nicht so genau woran es gelegen hat, aber wirklich fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Simon, der an seinem 10. Geburtstag eine Rückführung erhalten hat, beteuert vor 15 Jahren einen Mann ermordet zu haben und verlangt einen Anwalt. Diesen erhält der todkranke Junge auch und die Suche nach der Wahrheit und nach der angeblichen Leiche beginnt…

Der Schreibstil von Sebastian Fitzek ist einfach und flüssig zu lesen. Leider gibt es zwischen den doch spannenden und grausamen Szenen auch wieder Durststrecken, die das Buch nicht braucht.

Die Charaktere wirken alle zu aufgesetzt und konstruiert, so dass ab der Hälfte schon klar ist was passiert. Simon ist mit seinen 10 Jahren einfach zu weit und wirkt teilweise intelligenter als die Erwachsenen im Buch. Star-Anwalt Robert Stern und Carina Freitag begehen ein Vergehen nach dem Nächsten und es passiert nichts, würde man diese Geschichte wirklich auf das Leben übertragen, ich glaube da würde vieles nicht funktionieren.

Fazit:
Ein Buch für lange und kalte Abende mit viel Brutalität und jeder Menge Details über Kindesmissbrauch. Ich muss das jetzt nicht so detailiert lesen und empfehle das Buch daher Lesern, die gerne über dunkle Machenschaften lesen und über 16 Jahre alt sind 🙂 Ich vergebe 3 Sterne für „Das Kind“, da mich die Geschichte eine Weile unterhalten hat und ich das doch recht grausame Thema wichtig aber zu detailiert beschrieben finde.

Alles muss versteckt sein – Wiebke Lorenz

Klappentext:
Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden?
Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint …


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Titel: Alles muss versteckt sein
Autor: Wiebke Lorenz
Verlag: Karl Blessing Verlag
Seiten: 352
ISBN: 978-3896674692
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Die Geschichte beginnt in der forensischen Psychiatrie. Maria befindet sich seit der schlimmen Nacht, in der sie ihren Lebensgefährten Patrick ermordet haben soll, dort. Der Alltag mit psychisch Kranken, die Erlebnisse der Patienten und der Umgang mit dem Personal werden geschildert und dann beginnt Marie irgendwann mit ihrem Arzt den grausamen Fall aufzuarbeiten. Was ist wirklich passiert?

Der Schreibstil von Wiebke Lorenz ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Recherche über das Thema Zwangserkrankungen merkt man. Die Diagnosen, Verhaltensarten und Ängste der Patienten sind schlüssig, aber leider hört es dann auch schon auf. Denn eine Spannungskurve schafft die Autorin nicht. Der Inhalt plätschert so dahin und schnell ist klar, was wirklich in dieser schlimmen Nacht passierte.

Die Charaktere wirken, bis auf die Erkrankten, sehr konstruiert und flach. Es scheint, als ob der Fokus auf der Krankheit und dem verstehen lag und nicht auf der Glaubwürdigkeit der Personen. So konnte ich Marie sehr schnell fassen und mit ihr fühlen, da ich ihre Krankheit und den Leidensweg gut nachvollziehen konnte. Dies gelang mir beim Arzt und weiteren „gesunden“ Personen nicht. Auch Patrick, Maries Lebensgefährte, wirkte so was von Langweilig, dass ich nicht verstanden habe, warum sie sich in ihn verliebt hat.

Das Cover verstehe ich nach dem Lesen noch weniger als zuvor. Eine Frau, die die blutigen Hände hinter dem Rücken faltet, als würde sie sich schämen? Irgendwie passt das nicht richtig zur Geschichte.

Fazit:
Ein sehr interessantes Buch zum Thema Zwangserkrankungen. Wer allerdings einen spannenden und fesselnden Thriller erwartet wird schwer enttäuscht. Schnell ist klar, was in der Nacht passierte und die konstruierte Handlung schleicht langsam bis zum Ende. Mich hat die wirklich gute Beschreibung über die forensische Psychiatrie und deren Insassen sowie Krankheiten überzeugt, dafür vergebe ich 3 Sterne und meine Empfehlung geht eher an Leser, die sich mit dem Thema Psyche beschäftigen wollen. Für reine Thriller-Fans könnte das Buch ein Reinfall sein.

Der Sarg – Arno Strobel

Klappentext:
Alles nur ein schlimmer Traum?

Sie wacht auf. Es ist dunkel. Zu dunkel. Sie kann nichts erkennen. Kein Lichtschein durch die Jalousien, keine Leuchtziffern auf dem Wecker. Nichts. Sie will sich aufrichten. Es gelingt ihr nicht. Sie ist gefangen. Sie liegt in einem Sarg. Und niemand hört sie schreien.


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Titel: Der Sarg
Autor: Arno Strobel
Verlag: Fischer
Seiten: 384
ISBN: 978-3596191024
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Der Sarg ist ein netter Psychothriller für zwischendurch, der teilweise sehr brutal und offen geschrieben ist. So geht es hauptsächlich um Eva, die in einem Sarg aufwacht, und zwischen Traum und Realität nicht mehr unterscheiden kann. Dann wird auch noch Evas Halbschwester Inge tot in einem Sarg aufgefunden, was hat das alles zu bedeuten?

Der Schreibstil von Arno Strobel ist einfach und lässt sich flüssig wegleisen. Teilweise sind einige Szenen sehr brutal und detailliert geschrieben, dass das Lesealter mindestens 16 Jahre sein sollte.

Die Charaktere blieben leider den ganzen Thriller über sehr blass. Ich konnte nicht mitfiebern, sondern habe nur stur gelesen. Es war mir total egal ob Eva nun träumt oder nicht. Auch die anderen Personen konnte ich nicht greifen, teilweise fragte ich mich auch, warum sie überhaupt erwähnt wurden – logischer Schluss: zur Verwirrung des Lesers, was auch zwischenzeitlich gut gelungen ist 😉

Ganz schlimm fand ich die Ermittler vom KK11. So wie ich das mitbekommen habe, wurde das Ermittlerteam bereits in „Das Wesen“ von Arno Strobel vorgestellt, so dass die privaten Themen sich nun in „Der Sarg“ vertiefen. Ich hatte damit ein Problem, denn dies war mein erstes Buch von Arno Strobel und ich konnte dadurch den Kommissaren nicht folgen. Auch habe ich den Sinn der privaten Gespräche nicht verstanden, diese waren für den Fall unerheblich und sehr flach, ergo hätte ich sie überhaupt nicht im Buch gebraucht (die Gespräche, nicht die Kommissare 😉 )

Das Cover finde ich gut, es weckt eine leicht klaustrophobische Atmosphäre und wirkt daher sehr bedrohlich.

Fazit:
Ein Buch was zwischenzeitlich fesseln kann aber auch Durststrecken aufzeigt. So sind einige Szenen ungemein lang und andere gehören einfach nicht zum Fall. Einige Personen wirken höchst unrealistisch und konstruiert.

Spoiler (zum lesen markieren)
So sagt der Psychiater auf Seite 339: „Aber wenn es so ist, möchte selbst ich als Psychiater nicht wissen, was er bisher durchmachen musste, denn ich glaube nicht, dass ich dieses Wissen ertragen könnte.“

Daher bekommt das Buch gute 3 Sterne von mir, da es sich gut lesen lässt aber nicht wirklich fesselt. Ich empfehle der Sarg an Leser, die sich mit psychologischen Themen wie Platzangst und Traumata auseinandersetzen möchten und das Spiel „Wahrheit und Fiktion“ lieben.

 Ich bedanke mich beim Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar.