Kate Burkholder 02: Blutige Stille – Linda Castillo

Klappentext:
Die Toten lügen nicht – aber welche bittere Wahrheit verschweigen sie?

Der zweite spektakuläre Fall für Polizeichefin Kate Burkholder.

Sie töten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und de beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?


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Titel: Blutige Stille
Autor: Linda Castillo
Verlag: Fischer
Seiten: 400
ISBN: 978-3596184514
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Blutige Stille ist der 2. Teil über die Amisch-Gemeinde in Painters Mill. Ich muss gestehen, das mich der erste Band von der Story her überhaupt nicht interessiert hat und ich ihn deshalb nicht gelesen habe. Nun ärgere ich mich etwas, da ich am Anfang des Buches doch Probleme hatte in die Geschichte einzusteigen. Der Fall von Kate Burkholder ist zwar neu, aber wie es bei „Reihen“ so ist, das Privatleben entwickelt sich weiter.

Kate wird zu einem grausamen Mord gerufen. Die amische Familie Plank wurde grausam ermordet und die Mädchen sogar bestialisch misshandelt. Zuerst sieht alles nach einem Mord-Selbstmord aus, doch nach kurzer Zeit wird klar: der Schein trügt und die Suche nach der Wahrheit beginnt …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Linda Castillo ist flüssig und bildlich. Teilweise würde ich sogar sagen, hätten weniger Details auch gereicht, denn so genau wollte ich die Verletzungen der Opfer gar nicht wissen 😯

Charaktere:
Kate Burkholder wirkt sehr interessant, da sie eine „amische“ Vergangenheit hat und nun eine „englische“ ist, werden beide Seiten ihres Lebens sehr gut beschrieben. Kate wirkt sehr verletzlich aber auch kämpferisch und stark, was sie mir sehr sympathisch macht. Gerne hätte ich mehr über ihre Vergangenheit in der Gemeinde erfahren, aber da muss ich wohl Teil eins noch lesen.

John Tomasetti, sowie die anderen Polizisten aus Kates Team wirken alle realistisch und sympathisch. Ich fand keinen einzigen Charakter, den ich nicht mochte, oder der aufgesetzt wirkte und bin begeistert.

Cover:
Eine einsame Straße mit einem amischen Buggy, genau wie im Buch beschrieben, mit gefällt es 😀

Fazit:
Ein sehr lesenswertes Buch. Nicht nur der Fall ist sehr spannend gehalten, sondern auch die amische Geschichte und Einblicke machen Lust auf mehr. Ich werde mir nun Teil 1 (Die Zahlen der Toten) kaufen und mich danach mit dem dritten Teil (Wenn die Nacht verstummt) beschäftigen.

Meine Empfehlung geht an Krimi / Thriller Fans und an Leser, die gerne etwas über das Leben in der amischen Gemeinde lesen möchten. Da die Beschreibungen der Opfer und des Tathergangs doch recht detailiert und bestimmt nicht für einen schwachen Magen geeignet sind, würde ich das empfohlene Lesealter auf 18 Jahre festlegen.

Mir hat das Buch sehr gefallen und daher vergebe ich volle 5 Sterne.

Seelenriss – Hanna Winter

Klappentext:
Der Tod hat seine Meisterin gefunden.

Ein brutaler Killer treibt sein Unwesen in Berlins Straßen. Er genießt es, zu töten. Er muss es wieder tun. WANN? WER? Und WARUM? Nur Profilerin Lena Peters kann sein blutiges Geschäft beenden. Denn sie hat die Hölle am eigenen Leib erlebt und weiß: Wo Gedanken endlos kreisen, findet das Böse keine Ruhe!


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Titel: Seelenriss
Autor: Hanna Winter
Verlag: Ullstein
Seiten: 320
ISBN: 978-3548283678
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Seelenriss ist der Nachfolger von „Opfertod“ und genau dort setzt die Geschichte auch an. Dies bedeutet, dass das Ende von „Opfertod“ hier nochmals erzählt wird und Leser welche diese Geschichte nicht kennen sehr gut in „Seelenriss“ einsteigen können. Nachdem die Vorgeschichte um Lena Peters abgearbeitet ist und der Leser nun über ihren ersten Fall Bescheid weiß geht es im neuen Fall gleich richtig zur Sache: Eine junge Frau, kippt sich Säure ins Gesicht und springt dann aus dem Fenster. Die Polizei glaubt – fast Flächendeckend – an Selbstmord nur Wulf Belling und Lena Peters wollen dies nicht wahrhaben und ermitteln …

Der Schreibstil von Hanna Winter ist flüssig und spannend. Teilweise saß ich auf der Couch und hatte richtig Gänsehaut. Die Kapitel sind so aufgebaut, dass diese kurz, passend und Stimmungsvoll zum weiterlesen animieren. Seelenriss spielt zudem in Berlin, was mich als Berlinerin natürlich sehr freut. Zudem stimmten die Beschreibungen der Schauplätze und Verkehrsmittel überein, was mich noch mehr an das Buch fesselte.

Lena konnte ich erst spät greifen und dann auch nicht richtig, irgendwie fehlte immer etwas. Teilweise hätte ich gerne mehr über Lenas Arbeit als Profilerin erfahren, aber vielleicht wurde dieses Thema bereits bei „Opfertod“ behandelt und dieses Buch habe ich leider nicht gelesen.

Wulf Belling hingegen kam sofort als lieber, netter, älterer Kollege rüber und später als treuer Papa, natürlich hätte ich auch gerne noch mehr über ihn erfahren.

Was mir bei Lena und Wulf zu wenig war, war bei den anderen Charakteren genau richtig. Es reichte um die Personen in die Handlung zu integrieren, aber mehr musste nicht. Trotzdem hatte jede Figur etwas, dass ihn bzw. sie auszeichnete und ihn bzw. sie einzigartig machte.

Das Cover ist richtig gut gestaltet. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nur gedruckt richtig toll aussieht. Die 5 Früchte / Blüten schimmern leicht gelb-grünlich und verwischen dann leicht in einen Schatten, etwas geheimnisvoll und schauerlich – genau wie die Geschichte 😉

Fazit:
Seelenriss ist ein interessanter Thriller mit einer sehr bedeutungsvollen Botschaft – denn der Mörder tötet nicht, er will seinen Opfern etwas verständlich machen … Ich vergebe 4 Sterne für diesen Thriller, da er wirklich schauerlich war, für 5 Sterne hätte ich gerne tiefgründigere Hauptcharaktere gehabt.

Meine Empfehlung geht natürlich zum Kauf, denn die Botschaft und die Art des Thrillers ist auf jeden Fall lesenswert. Besonders natürlich für Thrillerfans 😀

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Ullstein Buchverlag für das Rezensionsexemplar.

Der Ursprung des Bösen – Jean-Christophe Grangé

Klappentext:
Mathias Freire leidet unter einer rätselhaften Krankheit: Sobald er in Stress gerät, verliert er das Gedächtnis. Und wenn er das Bewusstsein wiedererlangt, ist er ein anderer: Ein neues Ich hat sich formiert, mit einer neuen Vergangenheit, einem neuen Lebensschicksal. Währenddessen sucht die Polizei nach dem Täter einer Serie von Ritualmorden, die allesamt in der Nähe Freires verübt wurden, ohne dass man diesem etwas nachweisen kann. Und wenn nun doch er der Mörder ist? Freire gerät zunehmend in Panik. Auf sein Gedächtnis ist kein Verlass. Also muss er einen anderen Weg finden, um seine Vergangenheit zu rekonstruieren. Doch die Suche nach seiner wahren Identität wird schon bald zu einem entsetzlichen Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Ein Albtraum, der in einem dunklen Geheimnis um Freires Herkunft begründet liegt …


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Titel: Der Ursprung des Bösen
Autor: Jean-Christophe Grangé
Sprecher: Dietmar Wunder
Verlag: Lübbe Audio
ASIN: B008YIV2W0
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Der Stil von Jean-Christophe Grangé war mir nur aus dem Film „Die purpurnen Flüsse“ bekannt. Nun, da ich gerade auf dem Hörbuchtrip bin und mir die Hörprobe so gut gefallen hat – der Lausch-Auschnitt ging um ein Gespräch über eine gespaltene Persönlichkeit – konnte ich nicht widerstehen, mir das ungekürzte Hörbuch (über 21 Stunden) zu laden und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte beinhaltet alles, was ein guter Thriller benötigt: bestialische Morde, Intrigen und ganz viel Psychologie.

Meine Meinung:
Dietmar Wunder hat hervorragend gelesen und machte das Hörbuch zu einem tollen Erlebnis. Spannende Stellen las er schneller und auch verstellte er die Stimmen bei den einzelnen Personen – so macht das hören wirklich Spaß und die Zeit vergeht wie im Flug 😀

Teilweise hatte ich allerdings Probleme mit den ganzen französischen Namen und Plätzen der Geschichte, beim Lesen hätte ich das Buch wahrscheinlich aufgrund der Namen und teilweise doch sehr langwierigen Wiederholungen öfters beiseite gelegt, aber wie oben bereits erwähnt, war das Hören sehr angenehm.

Die Charaktere waren alle verständlich und passend dargestellt und einige konnte man sogar ins Herz schließen, andere natürlich nicht und einige Personen hätte die Geschichte, meiner Meinung nach, nicht wirklich gebraucht.

Fazit:
Der Ursprung des Bösen ist ein gelungener Psychothriller der sich ausgiebig mit dissoziativer Identitätsstörung (multipler Persönlichkeitsstörung) befasst. Leser oder Hörer sollten also wissen, auf was sie sich einlassen. Ich vergebe 4 Sterne für eine in sich schlüssige Geschichte die toll vorgetragen wurde.

Die Pfeiler der Macht – Ken Follett

Da mich irgendein Grippe-Fiber-Virus heimgesucht hat, musste ich die letzten Tage leider aufs Lesen verzichten, auch an andere Dinge war nicht zu denken, allein das Fixieren von Gegenständen brachte mich an den Rand des Wahnsinns und daher gibt es heute eine Hörbuchrezensionen.

Vorweg, ich habe noch nie ein Hörbuch rezensiert und höre auch nur sehr selten welche und zwar immer dann, wenn ich krank bin und mich zu elend fühle um zu lesen. Auch könnte das Schreiben der Rezi noch zu früh sein, da mir noch etwas schwindelig ist, aber da ich gleich mit dem nächsten Hörbuch beginnen möchte – der Langeweile wegen – wollte ich es einfach schnell hinter mich bringen 😉

Klappentext:
Das Haus Pilaster, eine der angesehensten Bankiersfamilien Londons, wird insgeheim von der schönen Augusta beherrscht. Rücksichtslos treibt sie ihre ehrgeizigen Pläne voran, die schon bald das Finanzimperium ins Wanken bringen. Wird es Hugh Pilaster gelingen, den drohenden Ruin des Bankhauses abzuwenden und damit sein Lebensglück und das vieler anderer Menschen zu retten?


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Titel: Die Pfeiler der Macht
Autor: Ken Follett
Sprecher: Frank Glaubrecht
Verlag: Lübbe Audio
ISBN: 978-3785710982
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Die Pfeiler der Macht ist ein interessanter Familienepos der von 1866 bis 1892 spielt. Das Hauptaugenmerk liegt, wie es der Klappentext verspricht, bei den Bankiersfamilien. Mit viel Korruption und auch Mord wird versucht die eigene Macht zu stärken und andere zu schwächen und zu hintergehen. Doch wer kann später wirklich aus dieser Situation gehobenen Hauptes hervor treten?

Frank Glaubrecht ist ein toller Sprecher. Trotz des doch sehr schwierigen Themas und der vielen Namen schafft er es, dass ich doch die meiste Zeit gut folgen konnte.

Mit den Charakteren hatte ich am Anfang so meine Schwierigkeiten. Es gab so viele und, da ich nicht alleine Lesen konnte und mir eventuell Notizen machen konnte, war es recht schwierig den ganzen Personen und ihren Eigenheiten zu folgen. Erst nach einiger Zeit hatte ich die Protagonisten soweit geordnet, dass ich mit ihnen fühlen konnte und dann wurde das zuhören noch einfacher.

Fazit:
Ein wirklich interessantes und hörenswertes Buch über die Abgründe die einige Menschen in sich tragen. Als Buch wäre es mir wahrscheinlich zu trocken gewesen, aber als Hörbuch war die Pfeiler der Macht wirklich gut, was auch am Sprecher lag. Ich empfehle die Pfeiler der Macht an Menschen welche sich für das Finanzimperium und alte Familiengeschichten interessieren. Von mir gibt es 4 Sterne.

MacTiger – Ein Highlander auf Samtpfoten – Andrea Schacht

Klappentext:
Schottland im Jahr 1744: Eine Clan-Fehde nimmt auf Drumnadruid Castle ein blutiges Ende. Dabei wird auch der Schlosskater Mac Tiger hinterrücks gemeuchelt. Seither geht sein Geist ruhelos im Schloss um …

Jahrhunderte später: Drumnadruid Castle zieht als idyllisches Schlosshotel in den Highlands unzählige Gäste an. Doch nur die junge Margita spürt MacTigers Anwesenheit. Die beiden verbindet ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht …


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Titel: MacTiger – Ein Highlander auf Samtpfoten
Autor: Andrea Schacht
Verlag: blanvalet
Seiten: 352
ISBN: 978-3442368105
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Zum zweiten Mal habe ich MacTiger nun schon gelesen und es gefällt mir immer noch. Das erste Mal durfte ich den Highlander 2009 auf seinen geisterhaften Streifzügen begleiten und in 2013 war es wieder eine schöne Zeit dem Kater mit den roten Augen zu folgen.

MacTiger wurde 1744 gemeuchelt. Vor Schreck und Fassungslosigkeit konnte er nicht ins Licht gehen und weilt nun immer noch im alten Schloss. Bis sich endlich Margita mit ihrer Tante Henrietta als Urlaubsgäste im Schloss einquartieren spukt MacTiger einsam und gelangweilt in Drumnadruid Castle. Doch als er Margita erschrecken will, weicht diese nicht zurück, auch scheint sie sich nicht zu fürchten, aber warum?

Stil:
Der Schreibstil von Andrea Schacht ist sehr bildlich und verträumt. Der Leser wird sofort in den Bann der Geschichte gezogen und findet sich schnell in den schottischen Highland wieder.

Charaktere:
MacTiger ist ein wundervoller Kater. Liebreizend und einfühlsam berichtet er von seinen Erlebnissen und der Leser muss ihn einfach liebhaben und mit ihm mitfühlen.

Margita ist eine sehr zurückhaltende und schüchterne Person. Teilweise etwas zu unterwürfig und dann wieder sehr stark, teilweise haben mich diese Charaktersprünge etwas überrascht.

Cover:
Das Cover gefällt natürlich. Es zeigt eine Katze – aber MacTiger ist getigert und nicht schwarz – und ein altes Schloss, so kann sich der Leser gleich richtig einstimmen.

Fazit:
MacTiger ist ein schönes Buch für zwischendurch, da es nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Die Kapitel sind zum größten Teil immer abwechselnd geschrieben (Margita / MacTiger). Dies steigert auf jeden Fall die Sympathien für beide Charaktere. Ich vergebe 4 Sterne für ein schönes Buch, welches teilweise vorhersehbar ist und zum Ende zu viel Happy End besitzt.