Dem Tod auf der Spur / Der Totenleser – Michael Tsokos

Klappentext:
Ein Mann, der sich verfolgt fühlt und dann erstochen aus dem Wasser gefischt wird. Ein grausiger Fund in einem Möbelstück. Eine Wasserleiche, gekleidet im Stil des 19. Jahrhunderts. Nahezu täglich hat Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner, es mit Toten zu tun, die auf außergewöhnliche Weise ums Leben gekommen sind. Und immer wieder muss er sich die Frage stellen: War es Suizid, war es ein Unfall – oder war es Mord?


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Titel: Dem Tod auf der Spur / Der Totenleser
Autor: Michael Tsokos
Verlag: Ullstein
Seiten: 512
ISBN: 978-3548374994
Meine Bewertung: 5 Sterne

Inhalt:
Prof. Dr. Michael Tsokos ist Rechtsmediziner an der Charité Berlin. In beiden Büchern (hier als Doppelband) schreibt er von seiner Arbeit.

Meinung:
Ein Krimi kann nie so hart sein wie die Realität und dies wird leider in den geschilderten Fällen deutlich.

„Dem Tod auf der Spur“ ist eine Art Einführung in die Arbeit eines Rechtsmediziniers. Es werden Begrifflichkeiten, Arbeitsunterschiede (Pathologe / Rechtsmediziner) und Untersuchungsmethoden erklärt und natürlich auch echte Fälle (mit geänderten Daten) geschildert und aufgeklärt.

„Der Totenleser“ ist etwas Detaillierter, was die Fallbeschreibungen angeht. Es gibt mehr Hintergründe zur Tat und zu den Personen und weniger Informationen zur rechtsmedizinischen Untersuchung.

Dennoch sind beide Bände absolut lesenswert, wenn man denn hinter die Kulissen blicken möchte. Die Fälle sind wirklich heftig und teilweise kaum zu fassen. Menschliche Abgründe sind wahrlich tief, mehr kann man dazu nicht sagen.

Der Schreibstil von Tsokos ist sehr gut, es menschelt zwischen den Zeilen deutlich und der Text liest sich schnell weg. Auch die Art, den Leser bei den Fällen miteinzubeziehen und ihn mitraten zu lassen, ist interessant. So wird ein Autopsiebericht zur Verfügung gestellt und auch zwischen den Ermittlungsschritten Fragen gestellt. So wird gleich der Kriminalist in einem angesprochen.

Fazit:
Eine Teilautobiografie die es in sich hat. Der Arbeitsalltag eines Rechtsmediziniers ist anders als die Medien es darstellen und es ist Teils noch grausamer. Daher ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Schockierender als die Geschichten ist aber fast noch, dass die Rechtsmedizin auch unter Sparmaßnahmen der Regierung zu leiden hat und das Facheinrichtungen geschlossen werden – so kann die Welt nicht sicherer werden. Ein passender Ausspruch eines Rexchtsmediziners, welcher bei „Der Totenleser“ auf S. 507 zitiert wird lautet: […] Wenn alle unerkannt Ermordeten am Jüngsten Tag ihre Zeigefinger aus dem Grab strecken, werden unsere Friedhöfe Spargeldeldern gleichen. […]. Von mir gibt es volle 5 Sterne für diese Bände, ich habe viel über die Arbeitsweise gelernt und empfehle dieses Buch jedem – der mit der echten Grausamkeit umgehen kann.

[Abgebrochen] Draussen – Volker Klüpfel, Michael Kobr

Klappentext:
Ein Leben draußen im Wald, kein Zuhause, immer auf der Flucht: Das ist alles, was Cayenne und ihr Bruder Joshua kennen. Nur ihr Anführer Stephan weiß, warum sie hier sind und welche Gefahr ihnen droht. Er lebt mit ihnen außerhalb der Gesellschaft, drillt sie mit aller Härte und duldet keinen Kontakt zu anderen. Cayenne sehnt sich nach einem normalen Alltag als Teenager. Doch sie ahnt nicht, dass sie alles, was Stephan ihr beigebracht hat, bald brauchen wird. Denn der Kampf ums Überleben hat schon begonnen. Und plötzlich steht er vor ihr: der Mann, der sie töten will.


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Titel: Draussen
Autor: Volker Klüpfel, Michael Kobr
Verlag: Ullstein
Seiten: 385
ASIN: B07QHYQ5J7
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Cayenne und Joshua leben im Wald. Sie werden von Stephan trainiert, angeleitet und ausgebildet. Sie denken alles sei nur ein Spiel, doch es ist bitterer ernst, denn den beiden droht der Tod …

Meinung:
Selten so etwas brutales, zusammenhangloses und geklautes gelesen. Die Idee erinnert zudem an den 2011 erschienen Film „Wer ist Hanna“. Der Einstieg konnte mich schon nicht fesseln, hier wird eine Szenerie dargestellt, in der ein Mädchen einen Hasen tötet und dies mit einer Gleichgültigkeit, als würde sie sich morgens die Zähne putzen – absolut routiniert und emotionslos. Für einen Einstieg ins Geschehen ist dies einfach drüber. Was soll hier vermittelt werden? Es geht leider genauso kalt weiter. Die Figuren führen Handlungen aus und scheinen wenig darüber nachzudenken – auch wenn es zum Überleben dazugehört, dennoch muss doch etwas gefühlt werden! Aufgrund dessen ist es nicht möglich mit den Charakteren eine Bindung aufzubauen. Wenn etwas passiert dann ist es halt so, machen die Protas ja auch nicht anders. Und dieses Verhalten ist schade, denn Bücher sollen bewegen, auch wenn es sich um einen Thriller handelt, in den man nicht so tief einsteigen möchte, sollte man zumindest irgendeine Schnittmenge finden, die mit der Geschichte sympathisieren kann. Aufgrund der schlechten Darstellung, des geklauten Handlungsstrangs und der eindimensionalen Charaktere habe ich das Buch abgebrochen.

Cover:
Das Cover erinnert an den 2011 erschienen Film Wer ist Hanna. Ein Mädchen allein im Wald …

Fazit:
Aufgrund meines Leseabbruchs kann ich nur einen Stern vergeben. Mich konnten die Charaktere, die Brutalität und die Handlung nicht überzeugen. Eine Leseempfehlung spreche ich aus den vorher genannten Gründen nicht aus.

Ich bedanke mich bei Ullstein für das Rezensionsexemplar.

Cœur Trouvé à Venice 02: St. Sycamore: Eine schicksalhafte Ehe – Tharah Meester

Reiheninfo:
St. Garner: Eine undenkbare Affaire
St. Sycamore: Eine schicksalhafte Ehe

Klappentext:
Drei einsame Jahre hat der Schriftsteller Albertien Colfax auf der Gefängnisinsel verbracht. Nun ist seine Unschuld bewiesen, aber das macht ihn nicht zu einem freien Mann. Um den beschmutzten Familiennamen zu rehabilitieren, beugt er sich dem Willen seines Vaters und ehelicht den hoch angesehenen Dirigenten des königlichen Orchesters. Doch sein frisch angetrauter Gemahl Dante de Medici bringt ihm nichts als brennende Abscheu entgegen. So findet Albertien sich, knapp dem Galgen entkommen, in einem weiteren Vorhof der Hölle wieder. Sein entstelltes Gesicht lässt ihn die durchlebten Torturen nicht vergessen und die Blicke der anderen verdunkeln sich vor Misstrauen, sobald sie auf ihn fallen. Nur einen scheinen die Narben kalt zu lassen. Einen Dandy mit teuflischem Charme, der die Finsternis der Vergangenheit meisterhaft zu vertreiben weiß. Wird Albertien der Versuchung erliegen oder kann er dem verführerischen Fremden widerstehen und sein Herz der Pflicht unterwerfen?


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Titel: St. Sycamore: Eine schicksalhafte Ehe
Autor: Tharah Meester
Seiten: 586
ASIN: B08RY16VY7
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Eine Ehe, welche nur wegen einem Verfahrensfehler zustande gekommen ist, ist für die Beteiligten Dante de Medici und Albertien Colfax nicht leicht anzunehmen. Dante, welcher seine Freiheiten liebt und Albertien, welcher zu Unrecht im Gefängnis saß, dort schwer misshandelt wurde und dadurch sehr menschenscheu ist, fügen sich aber (auf den Wunsch ihrer Väter und des Königs) in die arrangierte Ehe, um den Namen Colfax wieder rein zu waschen….

Schreibstil:
Tharah Meester scheint das Schreiben in andere Dimensionen zu führen und ich liebe es! Bereits beim 1. Band der Reihe (St. Garner: Eine undenkbare Affaire) sah ich die Szenerie und roch teilweise sogar das Meer als ich las. Hier ging es mir nicht anders. Ich sah Albertiens Narben bevor ich es las, ich fühlte den Schmerz, die Verletztheit, ich hörte die Lieder, … es ist einfach unbeschreiblich! Der Ausdruck ist immer passend, bei den Beschreibungen ebenso wie beim Umgang. Es ist einfach alles stimmig!

Charaktere:
Ich mag sie alle, auch die nicht so netten. Denn es gibt immer Gründe warum man so ist wie man ist. Was gerade bei Jacky und St. Garner (als weiterführende Geschichte) sehr deutlich wird. Die Schuld oder ein gewisses Verhalten nur dem anderen zu geben ist schlichtweg falsch. Wir können nur versuchen zu verstehen, zu hinterfragen und dann das Beste aus der Situation machen und ein Happy End für alle (versuchen) zu finden – und das machen die Charaktere, sie zeigen uns wie es geht und damit haben sie auch noch einen Bildungsauftrag!

Cover:
Das Cover ist perfekt, passt zur Geschichte und zur Reihe.

Fazit:
Eine Reihe die gelesen werden muss – unbedingt bei Teil 1 anfangen und weitermachen. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, welche gerne romantische Geschichten mit tiefen Gefühlen lesen.

Ich bedanke mich bei Therah Meester für das Rezensionsexemplar.

 

Das Geheimnis von Silent Rose – Isabell Schmitt-Egner

Klappentext:
Als die millionenschwere Erbin Nina zum High-Society-Sanatorium Silent Rose gebracht wird, stehen ihre Chancen auf ein langes Leben nicht besonders gut. Unter Adligen und It-Girls soll sie mitten im Nirgendwo zur Ruhe kommen und ihre Herzkrankheit auskurieren. Was sie tatsächlich vorfindet, ist gähnende Langeweile, und dazwischen Henry, einen echten Prinzen, dessen Lebensenergie zu ihrem Lichtblick wird. Doch dann erschüttert ein tödlicher Unfall das Sanatorium und stellt alles an diesem Ort schlagartig infrage. Was verbirgt Silent Rose? Und warum ist Nina wirklich hier?


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Titel: Das Geheimnis von Silent Rose
Autor: Isabell Schmitt-Egner
Verlag: impress
Seiten: 417
ASIN: B07BZJ43BP
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Nina ist Herzkrank, seit zwei Jahren versucht ihre Tante bereits sie wieder fit zu bekommen. Ihre letzte Chance ist das Sanatorium Silent Rose, doch nichts ist so wie es scheint …

Schreibstil:
Isabell Schmitt-Egner ist mir aus vielen schaurigen Kurzgeschichten bekannt, daher habe ich mit einer fesselnden Geschichte gerechnet, die ich auch bekommen habe. Das Ambiente ist gut, die Gefahren greifbar und die Handlung ist nachzuvollziehen. Die Ausdrucksweise passt und es ist in sich alles stimmig. Bis .. ja bis zum letzten drittel, dann haben sich die Fehlerchen eingeschlichen. Nicht von der Grammatik sondern vom logischen.
SPOILER: Die Teens sperren eine Person ein, die ihnen dann hilft die Bösen abzulenken. Es ist schwer vorstellbar, dass die helfende Person das ganze überlebt, aber sie tut es. Auch ist es nicht logisch, dass die Kreditkarte von einer Person noch funktioniert, obwohl sie längst ausgeschaltet sein sollte und die Benutzung bleibt natürlich ohne Konsequenzen.

Charaktere:
Alle sind sehr sympathisch und ihr handeln ist nachvollziehbar. Zwischenzeitlich ist die übliche Handlung 2 Boys 1 Girl etwas drüber, aber anders hätte man es wohl nicht machen können. Es gibt zumindest keinen epischen Kampf um das Mädchen und das war sehr entspannend. Alle sind sich einig – das hat was!

Cover:
Es ist so schön gestaltet, es verbindet die Verletzlichkeit und die Dunkelheit, es wirkt mystisch.

Fazit:
Ein ganz toller Jugendkrimi der mich fesseln konnte, auch wenn er zwischendrin ein paar Fehler hatte und zeitweise etwas langatmig war, hat mich die Geschichte trotzdem überzeugt und ich vergebe 4 Sterne.

Eleria 03: Die Vernichteten – Ursula Poznanski

Reiheninfo:
Eleria 01: Die Verratenen
Eleria 02: Die Verschworenen
Eleria 03: Die Vernichteten

Klappentext:
Das grandiose Finale einer außergewöhnlichen Thriller-Trilogie – ein meisterhaftes Verwirrspiel. Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.


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Titel: Die Vernichteten
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Seiten: 528
ISBN: 978-3785579220
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Wieder zurück in den Sphären unterwandern Ria, Aureljo und Dantorian das System, bis Ria hinter die wirkliche Verschwörung kommt und eigenmächtig versucht alle zu retten …

Schreibstil:
Es ist passiert! Es wird noch unsinniger, alles wird so gedreht wie es für die Auflösung gut ist. Viele Sachen die vorher wie in Stein gemeißelt waren (Band 1) existieren nun nicht mehr und das witzige daran: Es interessiert keine Sau! So kann man die Leser auch verar… indem man fleißig falsche Fährten legt, sie nicht aufklärt und einfach sagt „so ist es“. Auch wenn die Trilogie für 14-17jährige geschrieben ist, sind die Teens doch nicht blöde! Oder sie haben binnen 2 Jahren vergessen was sie in Band 1 gelesen haben. Spannung gleich null, alles ist lieb und um Seiten zu füllen wird gelaufen, gewartet und gelaufen achso und gewartet, achjah und man ist erschöpft, wahrscheinlich vom warten und vom laufen …

Charaktere:
Sie können alles, sie wissen alles und nun ist auch klar warum man sie nicht greifen kann. Die Autorin konnte es anscheinend selbst nicht, wenn sie sich nicht an ihre eigene Welt hält.

SPOILER
In Teil 1 wird erklärt, dass Ria und ihre Freunde künstlich gezeugt wurden. Bis auf Tycho, der ist aus natürlicher Brut. Aha ok. Nun kommt raus, dass sie alle normal gezeugt worden sind und das verändert die ganze Geschichte. Stört das keinen?! Wieso klauen die Sphären generell Babys der Außenbewohner?! – Das sind nur zwei wichtige Details die einfach nicht aufgeklärt wurden!
SPOILER ENDE

Cover:
Toll Rinde … Ja es passt zu den anderen Covern, aber das war es auch.

Fazit:
Selten so enttäuscht gewesen von einer Reihe. Ja sie lies sich gut weglesen, aber das Ende einfach so gestalten, dass es einem passt ist bescheuert, vor allem wenn man mit vielen Fragen zurückgelassen wird. Also von mir gibt es daher nur 2 Sterne, weil es so ganz nett geschrieben ist und ich alle 3 Teile ganz nett fand, aber es gibt keine Leseempfehlung.