Tristan Mortalis – Melissa C. Hill, Anja Stapor

Klappentext:
Nachdem sich Michael alias Tristan, Alice, Claire, Bene und Damian in der Theater-AG angefreundet haben, feiern sie gemeinsam ihren Schulabschluss. Danach trennen sich ihre Wege. Damian und Claire studieren, Bene gondelt als Animateur auf einem Kreuzfahrtschiff durch die Welt und Alice hat eine Ausbildung zur Malerin begonnen. Nur von Tristan weiß niemand etwas Genaueres. Als im Moor nahe ihrer Heimat eine Leiche gefunden wird, die Michaels Tristan-Kostüm trägt, ahnen die vier, dass ihr Freund die Partynacht nicht überlebt hat. Sie sind fest entschlossen, das Rätsel um Tristans Tod zu lüften. Doch schon bald stellt sich heraus: Er war nicht der Einzige mit einem Geheimnis.


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Titel: Tristan Mortalis
Autor: Melissa C. Hill, Anja Stapor
Verlag: Dressler Verlag
Länge: 369 Seiten
ASIN: B0BHF8TRWK
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
6 Monate nach dem Abi-Abschluss taucht eine Leiche im Moor auf. In der Nähe, in der die Jugendlichen es so richtig haben krachen lassen. Die vier Freunde aus der Theater-AG haben einen schlimmen Verdacht und hoffen, dass er sich nicht betätigt …

Stil:
Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und bleibt, durch immer neue Verdächtigungen, für lange Zeit rätselhaft. Es werden immer wieder neue Fährten gelegt und Geheimnisse gelüftet, doch irgendwann ist klar, was wirklich passiert ist und es scheint wie aus dem Leben gegriffen – leider. Das Ende bzw. der Epilog ist mir allerdings zu dünn. Eine wichtige Figur bleibt absolut unerwähnt und das passt nicht, so spielte sie in der Geschichte zwar keine so große Rolle, aber dennoch hätte ich gerne noch mehr über ihren Werdegang erfahren. Die Ausdrucksweise ist, für ein Jugendbuch, absolut passend und auch, dass Tristan und Isolde in einem Buch so stark thematisiert werden, ist angenehm – die alte Sage wird so dramaturgisch neu aufgelegt.

Charaktere:
Jeder hat so sein kleines Geheimnis und hütet es fleißig, aber nicht alle Geheimnisse sollte man verschweigen, schon gar nicht unter Freunden. Ich fand es schwierig mit den Figuren warmzuwerden, sie waren mir irgendwie alle zu gestellt, ob es eine gewollte Überzeichnung war, um darzustellen, dass sie alle nicht so sind, wie sie sind oder, ob es eher unbewusst geschehen ist, kann ich nicht deuten. Fakt ist, dass sie alle nicht so waren, wie sie nach außen taten und das kam rüber. Auch fand ich die Freundschaft der Jugendlichen generell schwierig zu beurteilen, entweder man ist befreundet, dann teilt man auch seine Gedanken, Wünsche und Hoffnungen oder man ist es nicht. Praktisch wussten alle „Freunde“ viel zu wenig von den anderen.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, ein Steg der ins Ungewisse führt und … Auch passt das Cover zu den beiden Autorinnen – bereits in Lupus Noctis machte das Cover auf die beiden aufmerksam.

Fazit:
Ein flotter Jugendthriller mit vielen falschen und wichtigen Fährten, allerdings etwas zu oberflächlich, daher bekommt das Buch nur 4 Sterne und eine Leseempfehlung geht an Jugendliche, die sich an Thriller / Krimis wagen wollen.

Ich bedanke mich beim Dressler-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Howard Caspar 01: Wie sehr willst du leben? – Andrew Holland

Reiheninfo:
Wie sehr willst du leben?
Wovon träumst du?
Lass uns spielen
Heute stirbst du
Im Namen der Tochter
Sie kamen nie zurück
Highway des Todes
Die Bestimmung des Todes
Tödliches Misstrauen
Lautloser Feind
Die Haut meines Mörders
Denn zum Töten sind sie da
Tödliches Ende
Spur aus Blut
Schöpfer des Todes

Klappentext:
„Ich habe sie getötet. Ich habe meine Schwester getötet. Der, nach dem Sie suchen, bin ich.“
Ein kleiner Junge, nur in Unterwäsche mitten auf einer verlassenen Landstraße. Welches Geheimnis trägt er mit sich herum? Von wem spricht er, wenn er sagt, er habe jemanden getötet?
Das FBI beschäftigt sich mit der größten Suche nach vermissten Kindern, die Amerika je erlebt hat. Ein irrer Psychopath entführt und tötet Zwillinge. Jedoch immer nur einen von ihnen, der jeweils andere überlebt schwer traumatisiert. Special Agent Howard Caspar vom FBI wird mit seinem Team auf den Fall „Missing Twins“ angesetzt. Können sie den Psychopathen rechtzeitig stoppen oder hat er bereits die nächsten Kinder in seiner Gewalt?
„Wenn du überleben willst, muss deine Schwester sterben. Wie sehr willst du leben?“


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Titel: Wie sehr willst du leben?
Autor: Andrew Holland
Sprecher: Martin Kuupa
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
Länge: 414 Minuten
ASIN: B09M8X2CMF
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
2 Kinder, Zwillinge, sollen sich entscheiden. Wer stirbt und wer von ihnen soll leben? Eine Frage, welche ihnen immer wieder gestellt wird: „Wie sehr willst du leben?“ – nur einer schafft es und muss damit klarkommen …

Stil:
Martin Kuupa liest beängstigend real. Er schafft es dem Psychopathen, als Ich-Erzähler, so viel Leben einzuhauchen, dass es schlichtweg widerlich ist. Auch die Szenerie in denen es wahrlich bestialisch zugeht, wirken so normal, dass es fraglich ist, wer denn nun der gestörte ist: Autor, Sprecher oder man selbst … Die Geschichte beginnt sehr spannend und gleich aus Sicht des gestörten Mannes. Dieser wird durch eigene Rückblenden bzw. eigene Gedanken immer wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert, sodass man ihn (eventuell) besser versteht. Die Art, wie er denkt, warum er so handelt, wird greifbar. Die Kapitel vom FBI werden als allwissend erzählt und bekommen so mehr Distanz. Es ist mal etwas anderes einen Thriller aus dieser Perspektive zu hören, verbindet einen aber auch sehr stark mit den Gedanken, welche der Täter hat. Der Ausdruck ist gewählt, wirkt ausgeglichen und intelligent. Zum Ende hin wird es dann aber doch irgendwie etwas übernatürlich und ein paar Tricks werden herausgeholt. Die Szenerie und Thematik der Kinderpornografie, Vergewaltigung und Ermordung von Menschen könnte triggern!

Charaktere:
Die Charaktere sind alle auf ihre Art sympathisch. Sie wirken echt und das ist so erschreckend.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte. Kahle Wand, dunkel, Fesseln und eine Frage, welche im Raum steht.

Fazit:
Wirklich ekelhaft, wie echt das wirkt. Einzig das Ende war dann doch etwas zu glatt und stellenweise unrealistisch. Daher nur 4 Sterne für das Hörbuch und eine Empfehlung an Thrillerfans mit psychopathischem Protagonisten – dem man wirklich in den Kopf gucken kann.

Slated: EXIT NOW! – Teri Terry

Klappentext:
Großbritannien nach dem Brexit: Die 15-jährige Sam lebt in einem goldenen Käfig. Hohe Mauern schirmen sie ab vor bettelnden Familien, Panzerglas schützt sie vor Bombenanschlägen. Doch als Sam die zwei Jahre ältere Ava kennenlernt, erwacht sie aus ihrer Erstarrung. Wieso gibt die Regierung den Jugendlichen die Schuld am Terror im Land? Warum kontrolliert die Polizei plötzlich ihre Handys und jede ihrer Bewegungen? Und wohin verschwinden so viele Mädchen aus ihrer Schule? Sam und Ava wollen sich wehren…


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Titel: EXIT NOW!
Autor: Teri Terry
Sprecher: Monika Oscheck, Lydia Herms
Verlag: DAV
Länge: 585 Minuten
ASIN: B07W8GZ13Q
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Das Prequel zur Slated-Trilogie von Teri Terry (Slated 01: Gelöscht -Teri Terry / Slated 02: Zersplittert – Teri Terry / Slated 03: Bezwungen – Teri Terry). Ava und Sam erleben den Aufstieg der Lorder-Regierung nach dem Brexit …

Stil:
Ich muss gestehen, dass ich mich kaum noch an die Slated-Trilogie erinnern konnte, aber das Prequel hat so einige Erinnerungen geweckt und es ist auch absolut okay, das Hörbuch zu hören, ohne die anderen Bände zu kennen. Es spielt ja schließlich davor. Ava und Sam haben ihre eigenen Kapitel und sprechen frei von ihren Gefühlen, Eindrücken und Erlebnissen. Die Schilderungen sind authentisch, glaubwürdig und erschreckend. Der Aufbau der neuen Regierung verursacht ein heftiges Kopfkino und ist beängstigend. Auch wenn EXIT NOW! nur eine Geschichte ist, so wirkt sie doch sehr real. Daher ist es nicht „nur“ ein Jugendbuch, sondern eine sehr gute Dystopie für jedes Alter. Auch wenn typische Jugendgeschichten Freundschaft, Liebe, Freiheit und Schule eine wichtige Rolle einnehmen.

Charaktere:
Beide, Ava und Sam, sind sehr sympathisch. Sie passen gut in ihre Rollen und auch die Stimmen sind perfekt ausgewählt. Ihre Entwicklung passt zur Geschichte, ohne dass sie konstruiert wirken. Einzig Ava wird zum Ende hin zu kampfeslustig und zu rebellisch.

Cover:
Das Cover ist okay, es ähnelt den der folgenden Bücher, aber es ist nicht herausragend.

Fazit:
Ein Prequel, dass gut eigenständig stehen kann, ohne danach die Trilogie zu lesen. Mich konnte EXIT NOW! gut unterhalten, allerdings wurde mir Ava im Laufe der Geschichte zu selbstsicher. Daher ziehe ich einen Stern ab und vergebe nur 4. Eine Hörempfehlung spreche ich an Fans der Reihe sowie an Liebhaber von Dystopien aus.

Seeleneis – Volker Dützer

Klappentext:
Er will den Tod besiegen. Und sprengt dafür alle Grenzen.

Jeden Tag kämpft die junge Unfallchirurgin Lisa Wenger in ihren Schichten gegen den Tod. Als sie sich wieder einmal zu viel zumutet, kommt es zu einem schrecklichen Unglück, das ihr Leben von Grund auf verändert. Sie wird entlassen und gerät in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen. Ihr ganzes Leben zerbricht unter ihren Händen. Nur der charismatische Wissenschaftler Vincent van Dyck steht Lisa noch zur Seite und sie verliebt sich in ihren Retter. Doch der ehrgeizige Wissenschaftler ist besessen von dem Ziel, den Tod zu besiegen, und Lisa erkennt zu spät, dass sie nur eine Figur in seinem grausamen Spiel ist…


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Titel: Seeleneis
Autor: Volker Dützer
Sprecher: Lutz Magnus Schäfer
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Länge: 619 Minuten
ASIN: B0BS9LG9YS
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Lisa ist Unfallchirurgin und am Limit, als sie nach der Schicht nach Hause fährt, wird sie in einen Unfall mit Todesfolge verwickelt. Der wohlhabende Vincent van Dyck steht ihr in allen Belangen zur Seite und so verliebt sich Lisa in ihn. Doch allmählich wird ihr klar, dass nichts so ist, wie es scheint …

Stil:
Lutz Magnus Schäfer hat eine angenehme Stimme, allerdings bringt die beste Stimme nichts, wenn der Plot schleift. Die Handlung ist sehr langweilig, es braucht sehr lange, bis endlich Spannung in den Thriller kommt und dann wird die Geschichte so unlogisch, dass es fast wehtut. Schnell ist klar, dass nichts so ist, wie es wirken soll, viel wird von den Charakteren selbst als konstruiert wahrgenommen, aber auf die Lösung kommt keiner. Zum Ende hin wird es dann richtig schlimm. SPOILER: Lisa sieht einen Mord, anstatt gleich abzuhauen geht sie erstmal nach Hause, um Sachen zu packen. Dort wird sie festgehalten und gesundheitlich geschwächt. Daraufhin plant sie, ihren Peiniger zu narkotisieren und setzt dies um. Anstatt zu fliehen, humpelt die schwer Verletzte erstmal wieder in die obere Etage. Hat ja auch beim ersten Mal so gut funktioniert, aber das Handy und ihre Sachen sind ja so wichtig *Augenroll*. Was sie dann mit dem Mann macht, ist haarsträubend und nicht glaubhaft. Später hat Lisa ihren Angreifer schon am Boden, aber anstatt ihn noch weiter zu schwächen, rennt sie weg, ins Dunkle, nach unten. SPOLER ENDE. Long Story short: Die Geschichte macht Herzrasen, aber nicht vor Spannung, sondern vor Dummheit der Charaktere und dass immer alles so passiert, dass es passt. Und auch, dass die Charaktere merken, dies ist zu glatt, das geht so nicht.

Charaktere:
Lisa scheint zu Beginn eine absolut toughe Ärztin zu sein. Sie kämpft, sie will und sie macht. Erst als van Dyck sie abhängig macht, wird sie komisch, aber das geht zu schnell. Sie merkt ja noch, was der Typ mit ihr macht, aber sie unternimmt nichts. Das passt nicht zu ihrer vorherigen Persönlichkeitsstruktur – das geht zu einfach und zu schnell. Dass sie später einen Überlebenstrieb entwickelt, kommt dem ganzen wieder näher, aber auch das geht zu schnell und es fehlt dann an Logik. Daher ist Lisa nicht greifbar.

Van Dyck ist ein irrer. Genau wie er sich in der ersten Sekunde gibt, so scheint er auch weiterhin zu sein. Psychisch gestört.

Der Polizist, welcher im Fall ermittelt, ist auch ein bisschen weltfremd! Wie kann er Lisa nur zu seiner Vermieterin geben, wenn ein Irrer hinter ihr her ist?! Logisch, dass die Alte nicht mehr lange leben wird. Den Mord kann sich der Beamte anrechnen lassen. So was Blödes! Auch seine Herangehensweise ist unprofessionell, viel auf eigene Faust und ohne Plan. Was für ein Zufall, dass er immer in den besten Momenten da ist oder nicht da ist.

Cover:
Das Cover passt gut. Es handelt sich um einen blutigen Medizin-Thriller,

Fazit:
Lutz Magnus Schäfer holt alles raus, was geht, aber das reicht nicht. Die Geschichte ist von vorne bis hinten konstruiert, wirkt unlogisch und Herzklopfen gibt es nur wegen der Blödheit der Charaktere und ihren Verhaltensmustern. Daher nur 2 Sterne und keine Hörempfehlung.

Instabil 03: Die Zukunft ist Schnee von gestern – Sam Feuerbach, Thariot

Reiheninfo:
Die Vergangenheit ist noch nicht geschehen
Die Gegenwart ist nur ein Kartenhaus
Die Zukunft ist Schnee von gestern
Zeitbruch
Zeitschmerz

Klappentext:
Düsseldorf, August 2018 Patrick Richter ist zeitinstabil. Seine Welt ist es auch. Er hat sich damit arrangiert, ohne sich daran gewöhnt zu haben. Ein Fremder aus der Zukunft bittet Patrick um Hilfe. Hilfe, die nur er leisten kann. Eine kleine Gefälligkeit im Jahr 2014, die Europas Zukunft ins Verderben stürzt. Patricks Erkenntnis schmeckt bitter: Es stirbt sich schnell in diesen Tagen. Und die Zeit heilt doch nicht alle Wunden.


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Titel: Die Zukunft ist Schnee von gestern
Autor: Sam Feuerbach, Thariot
Sprecher: Robert Frank
Verlag: Ronin Hörverlag
Länge: 643 Minuten
ASIN: B07W1Z7B6B
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Patrick hat sich mittlerweile an seine Zeitinstabilität gewöhnt und es könnte alles so einfach sein. Wenn da nicht ein weiterer instabiler wäre, welcher Patrick um einen Gefallen bittet …

Stil:
Es ist vorhersehbar, dass der Fremde nichts Gutes im Schilde führt und Patrick als lieber, unschuldiger Mensch ihm hilft. Und dann kommt es, wie es kommen muss, es wird düster und böse! Zudem sind Siggi  stellenweise die Drähte gebunden (was für ein Wortwitz) und die KI ist machtlos. Sehr interessant und gerade, weil es zeigt, wie machtlos man ist, wenn man sich sonst auf die Technik verlassen hat und sie einen dann tatsächlich verlässt. Dennoch ist dieser Teil wieder sehr lang und es wird zu viel gestorben. Robert Frank reist die Tristesse aber mit seiner Stimme und Betonung raus.

Cover:
Andere Farbe, gleicher Kontext.

Fazit:
Patrick ist immer noch der Softie. Er lernt nicht aus seinen Fehlern und hat immer noch nicht verstanden, dass man keine Veränderungen in der Zeit vornimmt. Es ist schon nervig. Auch Siggi konnte nicht überzeugen, die Streitereien mit einer anderen KI sind eher störend. Daher nur 3 Sterne und eine Hörempfehlung geht nur an Hörenden, welche Teil 1 und 2 gehört haben und mindestens zufrieden waren.