Mit den Augen eines Kindes – Petra Hammesfahr

Klappentext:
Ein schreckliches Verbrechen. Und ein Zeuge, dem niemand glaubt.
Der kleine Oliver besitzt eine äußerst lebhafte Phantasie. Er hat schon den Weißen Hai in einem Bach entdeckt und T-Rex beim Angriff auf den Kindergarten beobachtet. Als Oliver nun erklärt, der Rex habe eine Frau entführt, glaubt ihm keiner – nicht einmal sein eigener Vater. Denn der ist als Kriminalhauptkommissar auf Tatsachen und eindeutige Beweise fokussiert. Allerdings ist Konrad Metzner nach dem Auftauchen seiner Jugendliebe diesmal nicht ganz bei der Sache. Als er die schreckliche Wahrheit hinter Olivers Worten erkennt, ist es fast zu spät. Die tödliche Gefahr ist längst vor Metzners Haustür angelangt…


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Titel: Mit den Augen eines Kindes
Autor: Petra Hammesfahr
Sprecher: Frank Stieren
Verlag: SAGA Egmont
Länge: 706 Minuten
ASIN: B0CHS3KNVG
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Konrad Metzner ist Kriminalhauptkommissar und Vater. Als sein Sohn ihn von einer Entführung erzählt, müsste er theoretisch ermitteln, aber seine Jugendliebe verdreht ihm wieder den Kopf …

Meinung:
Die Geschichte wird aus Sicht von Konrad erzählt und dieser Charakter ist so unsympathisch! Wie kann man Frau und Kind haben und nur mit der Jugendliebe rumpim*ern?! Dieser Krimi hätte eher unter Erotik getaggt werden müssen – und dann waren die Szenen auch noch verdammt schlecht! Aber von vorne: Oliver, der Sohn von Konrad, erlebt eine Entführung und berichtet seinem Papa davon. Dieser kennt die lebhafte Phantasie von seinem Sohn und nimmt ihn daher nicht für voll – was für ein dämliches Verhalten! Dies dient allerdings nur der Geschichte, denn durch die Ignoranz von Konrad dauern die Ermittlungen unendlich lange und er kann mehr mit Maren – seiner Jugendliebe – rummachen. Es ist zwischendurch echt abartig wie das Verhältnis zwischen Konrad und seiner Frau geschildert wird und wie diese sich freuen würde von Konrad endlich wieder wahrgenommen zu werden. Der Kriminalfall wird leider, durch die privaten Gelüste von Konrad und Maren, hinten angestellt. Zudem betont Frank Stieren nicht so gut. Seine Stimme ist sehr angenehm und er liest gut, aber die Stimmverstellung für die Charaktere passt nicht.

Cover:
Das Cover wirkt düster, geheimnisvoll und blutig. Daher wollte ich das Hörbuch auch hören.

Fazit:
Etwas mehr Krimi und weniger Erotik (oder bessere!) wäre schön gewesen. So wirkt die Geschichte arg konstruiert und ist damit nervig zu hören. Ich vergebe enttäuschenderweise nur 2 Sterne, weil mich die Geschichte und auch die Betonung von Frank Stieren nicht fesseln konnte. Eine Empfehlung spreche ich nur an Fans der Autorin sowie an Krimiliebhaber mit eingearbeiteter Erotik aus.

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar bei SAGA Egmont.

Inspektor-Caffery 06: Die Puppe – Mo Hayder

Reiheninfo:
Der Vogelmann
Die Behandlung
Ritualmord
Haut
Verderbnis
Die Puppe
Wolf

Klappentext:
Als Zelda Lornton in der psychiatrischen Klinik von Bristol tot aufgefunden wird, glauben alle, dass der Geist von Beechway sie in den Tod trieb. AJ, der verantwortliche Pfleger, hat allerdings jemand anderen in Verdacht. Doch der psychisch schwer kranke Isaac Handel wird kurz darauf unerwartet entlassen, obwohl dieser einst schon seine Eltern auf brutale Weise umbrachte. Und plötzlich ist er unauffindbar. Plant Handel etwa erneut zuzuschlagen? AJ sucht Hilfe bei Detective Inspector Jack Caffery, der ganz und gar nicht an Geister glaubt …


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Titel: Die Puppe
Autor: Mo Hayder
Verlag: Goldmann
Länge: 416 Seiten
ISBN: 978-3442482832
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Merkwürdige Dinge passieren in der psychiatrischen Anstalt in Beechway und AJ, der Pflegedienstleiter, wendet sich vertrauensvoll an DI Jack Caffery, wobei dieser noch einen ganz anderen Fall aufzuklären hat …

Stil:
Mein erstes Buch von Mo Hayder und dann auch noch mitten in der Reihe eingestiegen und was soll ich sagen: es gibt keine Probleme damit! Auch wenn der Fall „Misty“ aus einem vorherigen Band stammt, war alles logisch aufgebaut und die Geschichte hatte einfach mehrere Handlungsstränge. Aber viele Erzählstränge gab es im Buch sowieso. Sehr viele Charaktere tauchen auf und alles läuft irgendwie parallel, dennoch war alles klar strukturiert und nach und nach lösten sich die ganzen Fragezeichen im Kopf. Ein raffinierter Thriller mit gruseligem Hintergrund. Denn „Die Puppe(n)“ vermitteln wahrlich ein sehr besonderes Flair. Die Ausdrucksweise ist gesittet und auch mit den Patienten in der Klinik wir absolut vernünftig umgegangen. Mich hat der Schreibstil, der sachlich, abgeklärt und stellenweise sehr detailreich war, sehr angesprochen. Der Hauptfall um „Die Puppe“ ist abgeschlossen, der Kontext um „Misty“ wird sich im nächsten Teil noch weiter ausbreiten. Dennoch haben beide Ermittlungen einen guten Abschluss gefunden, sodass der nächste Band der Reihe nicht zwingend gelesen werden muss – aber kann 😉

Charaktere:
Obwohl mir der Hintergrund der anderen Bände gefehlt hat, bin ich gut mit allen Charakteren zurecht gekommene, sie waren gut beschrieben und haben sich auch während der Geschichte weiterentwickelt. Ihre Vergangenheit wurde aufgearbeitet, ohne dass diese lästig erschien. Besonders spannend fand ich die Darstellung der Patienten und die Wandlungsfähigkeiten der Bezugspersonen.

Cover:
Das Cover ist mega gruselig und daher war es für mich ausschlaggebend dieses Buch zu lesen.

Fazit:
Ein spannender Psychothriller, der mich absolut abgeholt hat und ein sehr sympathisches Ende findet. Ich vergebe volle 5 Sterne, weil ich gut in die Geschichte hereingekommen bin und sie mich bis zur letzten Seite fesseln konnte. Eine Leseempfehlung geht an alle, die gerne Psychothriller lesen.

The Family 02: Was nicht vergessen wurde – Lisa Jewell

Reiheninfo:
Was damals geschah
Was nicht vergessen wurde

Klappentext:
Juni 2019: Morgengrauen in London. Schreie ertönen an der Themse, als ein Beutel ans Ufer geschwemmt wird. Sein Inhalt: Menschliche Knochen. Eine ermordete junge Frau, deren Tod viele Jahre zurückliegt. Doch warum finden die Forensiker auch noch mikroskopisch winzige Spuren einer seltenen Baumart?
Detective Samuel Owusu wird mit dem Fall beauftragt und folgt den Hinweisen bis zu einem Anwesen in Chelsea. Genau dort fand die Polizei 30 Jahre zuvor ein Baby… und drei erwachsene Leichen.
Die Hinweise deuten auch auf ein Geschwisterpaar in Chicago hin – die beiden sind auf der verzweifelten Suche nach der einzigen Person, die den Schlüssel zu ihrer rätselhaften Vergangenheit besitzt.
Vier Tote. Ein Geheimnis. Und eine Familie, die dieses Geheimnis beinahe mit ins Grab genommen hätte …


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Titel: Was nicht vergessen wurde
Autor: Lisa Jewell
Sprecher: Sandrine Mittelstädt
Verlag: Ronin
Länge: 703 Minuten
ASIN: B0CPFTJ1R9
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Ein Beutel mit menschlichen Überresten wird an der Themse gefunden. Detective Owusu ermittelt und findet eine Verbindung zu einem Verbrechen, welches vor 30 Jahren geschah …

Stil:
Sandrine Mittelstädt liest gut, allerdings sind die Erzählstränge (Vergangenheit und Gegenwart sowie zu den unterschiedlichen Personen) nicht klar abzugrenzen. Das Hören erfordert daher volle Aufmerksamkeit und wenn man den ersten Teil nicht kennt, ist man größtenteils auch noch aufgeschmissen. Die ganzen Handlungsstränge laufen erstmal eigenständig, bis sie sich dann zum Ende hin verbinden und dann wird auch noch klar, dass nicht mal alle relevant für die Geschichte sind, sondern nur Lückenfüller. Dies ist lästig und man hätte dann ggf. noch eine kleine Zusammenfassung vom ersten Teil liefern können oder zumindest einen Hinweis, dass der erste Teil zwingend bekannt sein müsste, um diesen Teil vollends zu verstehen. So wurde das Hören des Buches eher zu einem kleinen Aufreger, weil auch die ganzen Personen nicht bekannt waren und die Sprünge in die Vergangenheit auch nicht durch Überschriften erkennbar waren. Man wusste also erst in einem Kapitel wer jetzt am Zuge war und wann. Ob dies im Buch anders ist, kann ich nicht beurteilen, im Hörbuch eher schlecht gelöst.

Charaktere:
Zu viele, zu oberflächlich. Gehört und vergessen.

Cover:
Das Cover suggeriert eine spannende Geschichte mit Geheimnissen.

Fazit:
Das Hörbuch konnte mich nicht überzeugen, weil es viel zu anstrengend war, zu folgen. Daher vergebe ich nur 2 Sterne und eher eine Lese- als Hörempfehlung und dies auch nur an die Leute, welche Teil 1 kennen.

Ich bedanke mich beim Ronin Hörverlag für das Rezensionsexemplar.

 

Legend 01 – Fallender Himmel – Marie Lu

Reiheninfo:
Das Prequel
Fallender Himmel
Schwelender Sturm
berstende Sterne

Klappentext:
Eine Welt voller Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen immer weiter genährt werden. Und eine grenzenlose Liebe, die dem Hass entgegentritt. Das ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!


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Titel: Legend 01 – Fallender Himmel
Autor: Marie Lu
Verlag: Loewe
Länge: 380 Seiten
ASIN: B00CZCVMZ8
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Day und June – er lebt in den Armenvierteln und sie ist in der gehobenen Schicht beim Militär, sie wären sich nie begegnet, doch June muss Day finden, schließlich soll er ihren Bruder umgebracht haben und dies erfordert Rache …

Meinung:
Der Schreibstil von Marie Lu hat mir bereits beim Prequel gefallen und so habe ich „Fallender Himmel“ förmlich verschlungen. Die Geschichte ist wahnsinnig spannend und die Charaktere mehr als sympathisch – zumindest die meisten, denn Bösewichte muss es in einer Dystopie ja auch geben. Die Figuren wirken alle echt und so kann man nur mitfiebern, -fühlen und hoffen. Die Ausdrucksweise ist für ein Jugendbuch absolut passend, wobei es dennoch anspruchsvoll geschrieben und auch für erwachsene Leser bestens geeignet ist. Die Sprache ist klar und die Geschichte entwickelt sich ständig weiter, so ist kaum etwas vorherzusehen und der Spannungsbogen wird gut gehalten. Der Aufbau von den Bezirken und der ganzen Szenerie kann man gut nachvollziehen und trotz der ganzen Details kann das Kopfkino perfekt anspringen, eine Dystopie, die unter die Haut geht und auch aktuelle Themen wie Seuchen und Impfungen aufgreift – zwar nicht ganz so wie aktuell geschehen, aber wer weiß das schon. Ein gutes Buch schafft es ja immer Realität und Fiktion zu vermischen 😉

Cover:
Das Cover passt zur Reihe und ist ansprechend gestaltet.

Fazit:
Ein toller erster Teil, der Lust auf die Fortsetzung macht. Eine Leseempfehlung an alle, welche gerne Dystopien lesen, egal wie alt man ist! Von mir gibt es 5 Sterne, weil mich die Geschichte und vor allem die Figuren abgeholt haben.

TICK TACK: Wie lange kannst du lügen? – Megan Miranda

Klappentext:
Nichts ist gefährlicher und mächtiger als die Lügen, die wir uns selbst erzählen

Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe sie gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte…


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Titel: TICK TACK: Wie lange kannst du lügen?
Autor: Megan Miranda
Sprecher: Nora Waldstätten
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 703 Minuten
ASIN: B076KK1655
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Nic kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um mit ihrem Bruder das gemeinsame Elternhaus zu verkaufen. Alles könnte schnell erledigt sein, wenn nicht der demenzkranke Vater von einer lange verschwundenen Person (aus Nic’s Freundeskreis) sprechen würde …

Meinung:
Der Einstieg ins Buch ging problemlos, aber dann ging das Chaos los, die Geschichte läuft rückwärts. Also Beginn bei Tag 1, dann Tag 15 und zwischendrin noch ab in die Vergangenheit, minus 10 Jahre. Eventuell wäre es beim Lesen einfacher gewesen, der Geschichte zu folgen, aber im Hörbuch war ich doch des Öfteren leicht verloren. Wo bin ich und wenn ja warum? Alle Figuren waren nur angerissen, einzig Nic war greifbar, weil die Geschichte um sie herum erzählt wird, allerdings so verworren, dass auch sie wirr wirkte. Nora Waldstätten gab sich beim Lesen zwar Mühe, allerdings schaffte sie es nicht, der Geschichte Spannung einzuhauchen, so plätscherte der Inhalt dahin und genauso schnell auch wieder aus meinem Kopf heraus. Ein Inhalt, der so langweilig ist, dass er kurze Zeit nach dem Konsumieren nicht abrufbar ist, ist verschwendete Lebenszeit und verdient auch nicht den Aufdruck „Thriller“.

Cover:
Das Cover hat mich zum Hören animiert, es wirkt mystisch und spielt auf Zeit ab.

Fazit:
Eine Verschwendung von Lebenszeit, die Geschichte ist wirr, stellenweise unlogisch und die Auflösung banal. Daher 2 Sterne und keine Lese-/Hörempfehlung.