Coram House – Bailey Seybolt

Klappentext:
Ein verlassenes Waisenhaus, ein grausames Geheimnis
Vermont, 1968: An einem glühend heißen Sommertag verschwindet der neunjährige Tommy spurlos aus Coram House, einem Waisenhaus am Lake Champlain. Auch fünfzig Jahre später ist sein Verschwinden immer noch ungeklärt.
Für Alex Kelley, eine angeschlagene True-Crime-Autorin, scheint der Auftrag, über das Waisenhaus zu schreiben, die perfekte Gelegenheit, sich aus ihrer beruflichen Krise zu befreien. Im winterlichen Vermont taucht sie tief ein in die Transkripte und Originaldokumente aus dieser Zeit. Schnell wird ihr klar, dass sie einen brisanten Fall vor sich hat: Was ist wirklich mit dem kleinen Tommy geschehen?
Bereits wenig später taucht eine weitere Leiche auf und Alex beginnt zu begreifen, dass sie das nächste Opfer sein könnte …

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Titel: Coram House
Autor: Bailey Seybolt
Verlag: dtv
Länge: 385 Seiten
ASIN: ‎B0F4KV978F
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir gut

Inhalt:
Alex Kelley ist Autorin, ihr neues Buch bringt sie nach Vermont, sie soll die Ereignisse von 1968 niederschreiben. Viele Kinder wurden im kirchlichen Waisenhaus missbraucht und misshandelt. Doch über den angeblichen Tod eines Kindes spricht niemand, daher versucht Alex alles, um hinter das Geheimnis zu kommen …

Meinung:
Ein starkes Debüt, über eine Geschichte, welche so passiert sein könnte. Zumindest hat sich Bailey Seybolt eine Tatsachengeschichte als Vorbild genommen.

Zitat: Die historische Geschichte des St. Joseph’s Orphanage in Burlington, Vermont. Zwischen 1854 und 1974 lebten dort mehr als 13.000 Kinder. Sie wurden von den Menschen, die sie eigentlich beschützen sollten, misshandelt, missbraucht und zum Schweigen gebracht. Die Geschichte vieler Waisenhäuser und Internate hat gezeigt, dass die Entscheidung darüber, woran man sich erinnert und was vergessen wird, eine Machtfrage ist.

Die Geschichte wird aus Sicht von Alex erzählt, die Protagonistin reist nach Vermont und erhält dort die entsprechenden Informationen zu Coram House (dem Waisenhaus) und führt eigenständige Recherchen durch. Man erfährt also mit Alex gemeinsam, was damals passiert ist oder passiert sein könnte. Man liest Mitschnitte aus Interviews und kann mitraten, wer lügt oder etwas verschweigt. Der Aufbau dieses Thrillers ist spannend die Autorin schafft es sehr gut die Kälte in Vermont einzufangen, sodass man sich beim Lesen schön einkuschelt und nicht nur wegen der durchdringenden Kälte erschaudert, sondern auch wegen der traurigen Schilderungen der betroffenen Personen. Hier sei gesagt, dass es keine Beschreibungen vom sexuellen Missbrauch an Kindern gibt, obwohl es auch ein Thema ist – stilistisch sehr gut gelöst!
Alex ist ein bisschen speziell, sodass ich sie nicht immer greifen konnte. Auch die anderen Personen waren etwas oberflächlich gehalten. Dies tut der Geschichte allerdings gut, denn es geht hauptsächlich um die aufklärerische Arbeit von damals und dort steckt auch die Tiefe in der Handlung.

Cover:
Das Cover ist sehr gelungen und umfasst das wesentliche.

Fazit:
Ein Thriller, der wenig auf die Figuren der aktuellen Zeit setzt, sondern sich mit dem Hauptthema „der Vergangenheit“ befasst – mit Schwenk in die Gegenwart. Daher ist der Thriller für alle geeignet, welche gerne miträtseln, sich gerne auf Handlungen statt auf Charaktere fokussieren. Ich vergebe 4 Sterne, weil mich das Buch gefesselt hat, es aber leider ein paar Schreibfehler enthält und so die 5 Sterne nicht erreicht.

Nur für dein Leben – Harlan Coben

Klappentext:
David, Cheryl und ihr dreijähriger Sohn Matthew sind die perfekte Familie – bis sie eines Nachts durch eine schreckliche Tragödie brutal auseinandergerissen werden. Fünf Jahre später verbüßt der traumatisierte David eine lebenslange Haftstrafe für den angeblichen Mord an seinem Sohn. Da zeigt ihm seine Schwägerin Rachel während der Besuchszeit das vor Kurzem zufällig aufgenommene Foto einer Menschenmenge. Im Hintergrund ein ungefähr achtjähriger Junge mit einem unverwechselbarem Muttermal: Matthew. Zutiefst erschüttert beschließt David herauszufinden, was in jener Nacht tatsächlich geschah. Und seinen Sohn zurückzuholen. Um jeden Preis…

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Titel: Nur für dein Leben
Autor: Harlan Coben
Sprecher: Johannes Steck, Tim Schwarzmaier
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 692 Minuten
ASIN: ‎B0CDH5TGRZ
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
David sitzt für den Mord an seinem Sohn (Matthew) im Gefängnis. 5 Jahre hat er schon hinter sich, als ihm seien Schwägerin ein Bild eines Jungen zeigt, was wie die ältere Version von Matthew wirkt. David plant daher seinen Ausbruch …

Meinung:
Die Geschichte ist spannend und gut vorgelesen von Tim Schwarzmaier (ich-Erzähler David) und Johannes Steck (allwissender Erzähler und andere Personen). In einigen Sequenzen wechseln sich die beiden auch gut ab, sodass lebendige Dialoge entstehen. Es ist eine tolle Atmosphäre entstanden und die beiden verkörpern ihre Charaktere richtig gut. Auch wenn die Handlung stellenweise ein bisschen schleppend ist oder nicht immer ganz nachvollziehbar. So ist David bspw. ein Ex-Polizist, davon bekommt man allerdings wenig mit. Er handelt naiv, dann wie ein Geheimagent und dann wieder vertrottelt. Ich hätte mir eine reflektiertere Person gewünscht, die auch das, was sie mal gelernt hat, anwendet. Es wirkt alles eher nach Konstruktion, Zufall oder externer Hilfe und wenig nach der Kraft eines guten Cops. Nebenfiguren werden sehr stark integriert, sodass man denkt, das ist wichtig, aber leider nein, es vergeht nur Zeit mit ihrer Geschichte – hier hätte ich mir mehr Einblicke in die Welt der „Bösen“ gewünscht, mehr Hintergrundinformationen bspw. zu Matthew. Das Ende kam dann auch nicht überraschend, war aber schnell abgehandelt – auch hier hatte ich das Gefühl, dass es zu kurz war.

Cover:
Das Cover wirkt düster und geheimnisvoll, allerdings auch nach KI – schade.

Fazit:
Ein sehr gut gelesener Krimi – für einen Thriller fand ich es zu lahm. Die Handlungen konnten nicht immer überzeugen, aber als Hörbuch hat es mich gut unterhalten. Daher 4 Sterne und eine Empfehlung geht hauptsächlich an Hörer, welche Geschichten mit vielen, stellenweise konstruierten, Wendungen mögen.

Das Krähenzimmer – Carolin Frey

Klappentext:
Es sollte der sicherste Ort der Welt sein. Das gemütliche Reetdachhaus hinter den Dünen, wo Lotta die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbrachte. Sie weiß genau, wo der Schlüssel liegt, wie die Krähen im Garten klingen. Hier will sie sich verstecken, hier wird sie niemand finden.
Doch anders als früher, als der Strand voller Touristen und alles bunt und lebendig war, scheint das Örtchen am Meer jetzt verwaist. Und auch im Haus ist etwas anders als früher. Lotta hat immer öfter das Gefühl, nicht allein zu sein. Jemand beobachtet sie. Jemand folgt ihr, wenn sie draußen ist. Jemand ist bei ihr, wenn sie schläft.
Lotta beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln. Was ist mit diesem Haus, das sie so gut kannte? Warum sind die Menschen so abweisend?
Als sie anfängt, Fragen zu stellen, setzt sich ein düsteres Bild zusammen. Das Haus in den Dünen scheint eine Geschichte zu haben, die es tief in sich bewahrt. Eine Wahrheit, verborgen in einem Tagebuch.
Dann erfährt Lotta von der jungen Frau, die vor ihr hier war. Die auch in diesem Haus wohnte. Die vor ihr hier gestorben ist…

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Titel: Das Krähenzimmer
Autor: Carolin Frey
Sprecher: Anne Düe, Tim Gössler
Verlag: Argon
Länge: 695 Minuten
ASIN: ‎B0H4WDPN1F
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Lotta hat genug von allem und möchte ein neues Kapitel in ihrem Leben beginnen. Sie reist an die Küste, in das Haus ihrer Kindheit, doch was dann passiert, entwickelt sich zu einem Albtraum …

Meinung:
Die Geschichte wird gut gelesen von Anne Düe und Tim Gössler und beginnt spannend. Warum will Lotta ein neues Leben anfangen und warum wurde das Haus so stark umgebaut? Doch nach und nach bröckelt das Gerüst. Aus der starken Lotta, welche eigenständig sein will, kommt eine stark überzeichnete Frau mit psychischen Problemen ans Licht, welche eigenständig kaum lebensfähig erscheint. Das passt überhaupt nicht zu dem, was Lotta in anderen Situationen zeigt. Sie ist daher überhaupt nicht greifbar, was extrem ärgerlich ist, weil sie die Protagonistin ist. Lotta wirkt extrem naiv und es gibt noch einige Fehler in den Handlungen:
Man trachtet ihr nach dem Leben, sie wird mehrmals eingesperrt, ihr werden Sachen geklaut und dennoch geht sie allein in die Sauna – wird dort natürlich auch wieder eingesperrt und kommt nicht heraus. Jeder, der schonmal in einer Sauna war, weiß 1. nie allein gehen, es kann immer etwas passieren 2. wenn man Anfänger ist, startet man im niedrigen Temperaturbereich und Aufgüsse macht man nicht sofort, wenn man hineingeht 3. Ist die Saunatür als Glastür beschrieben, sie hämmert mit ihren Fäusten dagegen, bis diese Schmerzen und auch am nächsten Tag noch spuren davon tragen, auch die Aufgusskelle kann das Glas nicht zerstören, das ist Quatsch, auch eine Saunatür kann zerspringen.
Zudem ist es ein Widerspruch in sich, dass die Leute auf eine Art so verschlossen sind und dann findet Lotta umgehend 4 tolle Freunde, die alles für sie tun würden.
Die Geschichte ist daher im allgemeinen unrund und was mich am Hörbuch noch gestört hat (ob es im Buch auch so ist, kann ich nicht beurteilen) ist, dass es keine Kapitelüberschriften gab. Anne Düe liest aus der Sicht von Lotta und aus dem Tagebuch, weil es keine Abgrenzungen gab, ist der Wechsel nicht klar erkennbar. Als dies das erste Mal passierte, dachte, ich hätte etwas verschlafen, bis mir dann klar wurde, dass dies eine alte Erinnerung ist – aber von wem? Lotta? Das hat wenig mit Spannungsaufbau zu tun, sondern verwirrt.

Cover:
Das Cover ist gelungen, es wirkt gefährlich, einsam und düster.

Fazit:
Wenn man über die ganzen Konstruktionen und Klischees nachdenkt macht das Hörbuch keinen Spaß, berieseln lassen kann man sich dagegen durch die Stimmen von Anne Düe und Tim Gössler sehr gut. Ich vergebe daher 3 Sterne für das Hörbuch und spreche nur eine Empfehlung an diejenigen aus, die wenig über Handlungen nachdenken, sondern einfach nur Ablenkung in einer Geschichte suchen.

Ich bedanke mich beim argon Verlag für das Rezensionsexemplar.

Du kriegst mich nicht – Chris Carter

Klappentext:
Wenn Liebe lebenslänglich heißt
Nelson Stewart steht vor Gericht, angeklagt, seine Frau Samantha brutal misshandelt zu haben. 13 Jahre Haft lautet das Urteil. Doch bevor er abgeführt wird, schwört er Rache. Aufgewühlt folgt Samantha dem Rat des Staatsanwalts: Sie lässt sich scheiden, taucht unter, zieht mehrfach um und wählt einen Namen, der so gewöhnlich ist, dass niemand sie finden sollte. Als Mary Smith hofft sie auf einen Neuanfang, vielleicht sogar auf ein wenig Liebe. Aber sie weiß nur zu gut, wozu ihr Ex-Mann fähig ist. Und warum er auf Rache aus ist. Denn nichts ist, wie es scheint. Was ein neues Leben werden sollte, wird für Mary zu einem gnadenlosen Katz-und-Maus-Spiel. Und der Einsatz ist ihr eigenes Leben.

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Titel: Du kriegst mich nicht
Autor: Chris Carter
Sprecher: Sascha Rotermund
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 792 Minuten
ASIN: ‎B0GY4DVLBR
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Samantha hat es nicht leicht, ihr Mann ist gewalttätig und als sie es schafft, sich von ihm zu trennen und ihn ins Gefängnis zu bringen, beginnt für sie ein Leben auf der Flucht …

Meinung:
Die Geschichte beginnt spannend und man ist gleich mitten in der Handlung. Man erlebt Samantha, wie sie unter ihrem Mann, Nelson, leiden musste und wie dieser dafür in den Knast kommt. Samantha beginnt daraufhin ein neues Leben und ist dauerhaft auf der Flucht. Dies kommt auf der Welt oft genug vor und daher hat die Handlung auch einen starken Bezug zur Gegenwart, wirkt beklemmend, erdrückend und die Angst (von Sam) ist greifbar. Was sich allerdings dann offenbart ist ein Schock und hat mich kopfschüttelnd zurückgelassen, es wurde tatsächlich richtig kriminell und nichts war mehr, wie gedacht. Hier zeigte sich deutlich, dass man nicht vorschnell urteilen darf und eine Geschichte immer zwei Seiten hat. Ein sehr genialer Plottwist! Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, kam dann der nächste Schock und ich war genauso verwirrt wie sämtliche Charaktere. Es wurde offensichtlich immer undurchsichtiger, aber im Nachhinein ergab alles Sinn. Das Ende war nahezu perfekt. Ich hatte zwar irgendwie das Gefühl, dass es zu abrupt kam, aber ich wüsste auch nicht, wie man es anders hätte umsetzen können. Auch wenn die Handlung am Anfang ein paar Längen aufweist, lohnt es sich dranzubleiben, denn das Thrillige kommt und es kommt heftig! Die Charaktere sind gut dargestellt und wirken lebendig, der Schreibstil ist gekonnt und Sascha Rotermund liest genial.

Cover:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt, eine Frau, welche sich wegbewegt und im Laufen verschwimmt.

Fazit:
Ein genialer Thriller, mit kleinen Längen, aber dafür umso genialere Twists. Ich vergebe 4 Sterne und eine Empfehlung für alle, die psychologische Thriller mögen, wo eben nicht alles selbsterklärend ist.

Ich bedanke mich bei Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.

Tödliches Angebot – Marisa Kashino

Klappentext:
Das erste Angebot gewinnt. Das letzte kostet Leben.

»Ich werde dieses Haus bekommen, egal, was ich dafür tun muss.« Margo braucht für ihre Familie eine größere Wohnung, koste es, was es wolle. Nach monatelanger frustrierender Suche sieht sie den Inbegriff eines perfekten Lebens vor sich. Getrieben von ihrer Verzweiflung will Margo das Haus kaufen, bevor es überhaupt auf den Markt kommt. Ein bisschen Stalking? Harmlos. Etwas Hausfriedensbruch? Notwendig. Zunehmend skrupellos dringt Margo in das Leben der Hausbesitzer ein, sie umgarnt sie bis zur Erpressung. Bis sie auf Gegenwehr stößt. Sie räumt sie so zielstrebig aus dem Weg wie die Geliebte ihres Mannes. Das Verstörende an der Geschichte? Sie werden Margo lieben, selbst wenn das Hörbuch Sie fassungslos nach Luft schnappen lässt. Kann Margo ihr perfektes Leben in ihrem Traumhaus antreten? Natürlich nicht!
Dieser Psychothrill kennt keine moralischen Grenzen und wird fesselnd von Rebecca Veil gelesen.

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Titel: Tödliches Angebot
Autor: Marisa Kashino
Sprecher: Rebecca Veil
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 563 Minuten
ASIN: ‎B0G1T451WR
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Margo ist zielstrebig und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie es durch, koste es, was es wolle! Über 10 Häuser sind ihr schon durch die Lappen gegangen und ewig in der Mietwohnung wohnen, das geht nun wirklich nicht. Beim nächsten Haus muss es klappen und Margo setzt alles daran, dieses Haus zu besitzen …

Meinung:
Rebecca Veil verleiht Margo eine angenehme Stimme und so macht es Spaß dem Hörbuch zu folgen, auch weil es nicht wirklich ein Psychothriller, sondern sehr lange ein Buch über Beziehungsprobleme ist. Margo beschreibt eindrücklich ihr Leben mit Ian und ihrem Kinderwunsch. Was sie beruflich macht, was sie in ihrer Kindheit erlebt hat und warum sie ist, wie sie ist. Das muss man mögen, denn Margo ist eine sehr spezielle Persönlichkeit, die manipulativ und berechnend ist. Sie wird im Verlauf der Handlung immer skrupelloser und damit auch unsympathischer. Zwischendurch musste ich auch mit mir kämpfen, ob ich das Hörbuch wirklich weiterhören möchte, denn das Verhalten von Margo war so krankhaft, dass es einfach anstrengend war ihr zu folgen. Nicht, weil es kompliziert war, sondern manipulativ bösartig. Dennoch bin ich froh, das Hörbuch beendet zu haben, denn das Ende war sehr gut umgesetzt und hätte ich so nicht erwartet. Auch Ian konnte mich nicht überzeugen, er blieb sehr distanziert und zum Ende hin wurde er so weich gezeichnet, dass man sich fragte, was die beiden verbindet. Die anderen Charaktere bleiben leicht im Hintergrund, sodass Margo einfach den größten Raum einnimmt, was zu ihrer Persönlichkeit passt und schließlich erzählt sie auch die Geschichte. Was mich irritiert hat, war, dass sie sich zum Ende direkt an den Leser wendet und diesen Anspricht, das passt nicht zur Erzählweise wurde aber sicherlich stilistisch genutzt, um die Wahnhaftigkeit von ihr zu unterstreichen.

Cover:
Das Cover finde ich etwas trostlos und kann damit nicht viel anfangen. Es gäbe viele anderen Motive, welche mehr Bezug zum Inhalt gehabt hätten.

Fazit:
Ein Buch mit einer sehr langen Vorgeschichte, die dann ein sehr gutes Ende aufweist. Dranbleiben lohnt sich also! Bedauerlicherweise bin ich aber mit den Personen nie warm geworden, sodass die Handlung mich nicht voll überzeugen konnte. Ich vergebe 3 Sterne und eine Empfehlung an alle, welche gerne Bücher über manische Episoden mögen.

Ich bedanke mich bei Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.