Sag es einfach emotional: Gefühl schlägt Verstand, in jeder Kommunikation – Ingo Vogel

Klappentext:
Ohne Emotionen keine Beeinflussung und keine Entscheidung! Das ist die vorherrschende Erkenntnis der aktuellen Hirnforschung. Wir (re-)agieren also immer instinktiv-emotional.

Ohne Emotionen keine Beeinflussung und keine Entscheidung! Das ist die vorherrschende Erkenntnis der aktuellen Hirnforschung. Wir (re-) agieren also immer instinktiv-emotional.

„Sag es einfach emotional“ zeigt das vielversprechendste Mittel der Kommunikation, das wir abrufen können: Emotion! Wir sind wahre Meister darin, unsere Mitmenschen mit Informationen zu überfordern und Vernunft einzufordern. Dabei ist es die Emotion die unsere Kommunikation erst wirkungsvoll, überzeugend und damit erfolgreich macht. Und so lautet Ingo Vogels These: Gerade aufgrund der zunehmenden Digitalisierung wird die emotionale Ansprache von Freunden, Partnern, Mitarbeitern und Kunden, zukünftig im Mittelpunkt erfolgreicher Kommunikation stehen.

Das Buch in einem Satz:
Ohne Emotionen gibt es keine Beeinflussung und keine Entscheidung – damit sind Gefühle ein entscheidender, aber oft unterschätzter Erfolgsfaktor.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Sag es einfach emotional: Gefühl schlägt Verstand, in jeder Kommunikation
Autor: Ingo Vogel
Verlag: Ullstein
Seiten: 273
ASIN: B07281TNDS
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
In vielen Kapiteln werden viele rhetorische Fragen gestellt und nach ein paar Seiten fühlt sich das Hirn wie gewaschen an …

Meine Meinung:
Der Klappentext klingt vielversprechend und macht neugierig auf den Inhalt. Was sind Emotionen in der Sprache? Was tun, wenn man keine Emoticons einbauen kann? Ich hätte ja spontan gesagt, dass wir dafür unsere Mimik und Gestik nutzen können, aber ich Schelm wurde ja nicht gefragt. Daher habe ich ja auch das Buch gelesen, weil ich eine Steinstatue bin und weder lächeln noch mit meinen Händen untermauern kann (typisch italienisch), was ich denn nun sagen möchte. Also gelesen habe ich sehr lange, denn es war die Hölle oder sagen wir, es war höchst emotional, ich war nämlich sehr verärgert, sauer, genervt und wollte vor lauter rhetorischen Fragen gar nicht mehr lesen. Verstehen Sie das? Wenn einem in jedem Satz gesagt wird, dass man persönlicher kommunizieren soll, kann das schon nerven, können Sie das nachvollziehen? Kennen Sie jemanden der auch alles immer hinterfragt? Nein? Denken Sie mal genauer darüber nach! Spannend oder? Ich denke, ich habe Ihre Nerven genug strapaziert oder können Sie noch? Wissen Sie die emotionale Sprache ist nämlich sehr wichtig, denken Sie ruhig darüber nach!

So oder so ähnlich erging es mir beim Lesen. „Es reicht“ habe ich oft genug gesagt und das Buch in die Ecke gelegt, diese Emotionen kannte ich gar nicht von mir. Ob mir das Buch was gebracht hat? Leseunlust?

Nun zum eigentlich Inhalt, wollen Sie darüber auch etwas wissen? – Irgendwie macht das Spaß, man schreibt die Seiten voll, aber komplett Inhaltslos, ob es dem Autor auch so erging?

Cover:
Das Cover macht mich rasend vor WUT! Knallige rote Farbe und diese Zacken um EMOTIONAL …

Fazit:
Wer einmal in die Fänge von einem richtig guten Verkäufer geraten ist, selber schon Schulungen im Bereich der Kommunikation hatte oder einfach etwas Köpfchen besitzt, braucht dieses Buch auf gar keinen Fall! Wer das ganze mit Humor liest, wird voll auf seine Kosten kommen und wer etwas lernen möchte, der sollte absoluter Fan der rhetorischen Sprache sein. Mich hat das Buch eher abgeschreckt und die nützlichen Punkte (negative Gefühle in positive Gefühle umzuwandeln und damit eine Kommunikation zu entschärfen) waren mir vor dem Lesen bekannt. Daher nur 2 Sterne.

Ich bedanke mich beim Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ein Buch, das nie erschien: Vom System Gewalt gegen das Pferd – Regina Rheinwald

Klappentext:
„Sie haben keine Ahnung – Sie reden Unsinn – Ich schlag Dir gleich Deine Kamera in die Fresse!“
Noch nicht allzu lange her, dass die Deutsche Reiterliche Vereinigung zur Pressekonferenz rief und sehr werbewirksam ein Video vorstellte, das zeigen sollte, was sie auf deutschen Vorbereitungsplätzen nicht mehr zu sehen wünschte.
Anlass für diese Offensive war die wachsende Kritik am reiterlichen Umgang mit dem Pferd, vor allem an der sog. Rollkur.
Mehrere Jahre hat Regina Rheinwald auf etlichen Reitturnieren recherchiert, wie es dort um den Tierschutz bestellt ist und auch überprüft, was sich nach der FN-Offensive geändert hat. Das Ergebnis war ernüchternd und die FN-Vorgaben scheinen ein zahnloser Papiertiger zu sein.
In diesem Buch kann sie der Leser bei ihren Recherchen begleiten und auch miterleben, wie man sie beleidigte, ja gar bedrohte.
Über 90 Fotos und Hintergrundwissen dokumentieren, was Pferde täglich erleiden müssen und wie unscheinbar heutzutage schärfste Gebisse daherkommen.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Ein Buch, das nie erschien: Vom System Gewalt gegen das Pferd
Autor: Regina Rheinwald
Verlag: Rheinwald-Verlag
Seiten: 136
ISBN: 978-3981767704
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Regina Rheinwalt, Reitlehrerin und Pferdetrainerin, schildert in ihrem Buch ihre Erlebnisse, welche sie auf Turnieren und Freizeitställen miterleben musste und was geschah, als sie etwas dagegen unternehmen wollte.
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven! Es zeigt viele Fotos von Pferden in Rollkur / Hyperflexion / LDR und die Texte dazu sind ebenfalls nicht ohne …

Meine Meinung:
Ich habe schon jahrelang keine Turniere mehr besucht und mir keine im TV oder Internet angesehen, zu viel passiert schon im heimischen Pensionsstall und als Miteinsteller ist man fast machtlos gegen die anderen Reiter. So lernt schon jeder vernünftige Reiter: sage nix, sieh weg oder akzeptiere. Dass es im Leistungssport nur noch um das gewinnen und aufpolieren des eigenen Egos und gegen das Pferd geht, stellt dieses Buch ganz deutlich hervor, aber gibt es nicht auch Reiter, welche pro Pferd sind? Oder findet man die nicht auf Turnieren? Gleiches ist in der Ausbildung von Pferden zu sehen: Prügeln, brechen und irgendwann läuft der Gaul – gibt es niemanden, der die Pferde so ausbildet, wie sie es brauchen?

Das Buch ist gut, es ist ein Wachmacher! Allerdings und das ist sehr schade, ein einseitiger Wachmacher. Man kann nicht alles schlecht machen (was Pferdequälen eindeutig ist!), aber man muss auch alternativen aufzeigen. Was in diesem Fall wäre: Pferde in vernünftiger, physiologischer Aufrichtung; feine Zügelführung ohne Hilfszügel; gut sitzende Reiter ohne Sporen, Pferdeausbildung, welche Pferdegerecht ist; damit jene Menschen, welche durch falsche Vorbilder geprägt sind, eine Alternative kennen lernen!

Fazit:
Es ist für mich schwierig ein Buch zu rezensieren, von dem ich mich immer wieder ablenken musste, weil mich die Schilderungen und Bilder so verstört haben. Theoretisch möchte ich es jedem empfehlen um das Auge zu schulen „sieh hin, sag was, dass ist falsch!“, aber andererseits zeigt dieses Buch nicht, wie es besser gemacht werden sollte. Eine Kritik sollte auch aufklären und das fehlt in der Lektüre komplett. Daher vergebe ich nur 4 Sterne für dieses Buch mit dem Hinweis, sich mit einer physiologischen Reitweise zu beschäftigen und alles zu hinterfragen was man ans Pferd oder an den Reiter schnallt, damit das Reiten leichter fällt.

Ich bedanke mich bei Regina Rheinwald für das Rezensionsexemplar.

Balanceakt: Wie Pferde geritten werden müssen, damit sie gesund bleiben – Gerd Heuschmann [Gastrezension]

Klappentext:
In „Balanceakt“ vermittelt Gerd Heuschmann, warum es nur eine Art richtiger Reit- und Pferdeausbildung geben kann, was von Anfang an berücksichtigt werden muss und wie man alle elementaren Fehler am gerittenen Pferd erkennt, künftig vermeidet und vielleicht beheben kann. Besondere Aufmerksamkeit widmet Heuschmann dem Sitz des Reiters und damit seiner feinen Einwirkung. Das Buch ist ein praktisches Arbeitsbuch für den fortgeschrittenen Reiter und den Ausbilder und enthält erstmals die biomechanische Analyse von ausbildungsbedingten Bewegungsstörungen wie Zügellahmheit. Tierärzten ermöglicht das aufwändig gestaltete Werk einen umfassenden Blick auf das lahme Pferd, und es werden diverse Lösungsansätze für die unterschiedlichen Typen von Korrekturpferden vorgestellt. „Balanceakt“ ist hilfreich bei der Ausbildung aller Pferderassen und für jede Reitweise und liefert Gerd Heuschmann eine gekonnte Vorlage für den aktiven Tierschutz!


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Balanceakt: Wie Pferde geritten werden müssen, damit sie gesund bleiben
Autor: Gerd Heuschmann
Verlag: KOSMOS
Seiten: 256
ISBN: 978-3440145333
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Der erste Eindruck:

Das Buch kommt optisch sehr ansprechend daher. Es ist reich bebilder und vermittelt mit den Kapiteleinleitungen und dem gewählten Layout einen klassischen und professionellen Eindruck. Mit insgesamt 256 Seiten lässt sich einiges an Inhalt vermuten.
Da ich ein Buch erwartet hatte, welches sich vor allem biomechanischen Zusammenhängen widmet, erstaunten mich jedoch die sehr spärlich gesäten anatomischen Grafiken und Bilder.

Inhaltlicher Überblick:

Auf der ersten Seite findet man eine Widmung des Autors, welche mich ein bisschen irritiert hat.
Er schreibt: „Gewidmet allen die mich mögen – oder auch nicht!“
Gefolgt von einer Doppelseite voller Namen. In der Mitte sein in Sepia gehaltenes, etwas trotziges Portrait (im Stil von Anfang 20.Jh).
Auf mich wirkte das ein bisschen überheblich.

In den ersten sieben Kapiteln (Umfang ca. 27% des Buches) äussert sich der Autor zu seinen Ansichten über den aktuellen Reitsport und die Wichtigkeit der Ausbildung von Reiter und Pferd.
Dabei streift er auch die Themen Horsemanship und das Reiten mit feinen Hilfen.
Leider bleibt er dabei meistens sehr oberflächlich und wenn etwas detailliert erläutert wird bleiben für den halbwegs versierten Reiter Fragezeichen stehen, warum denn nicht einfach korrektes Reiten propagiert wird, anstelle von Symptombewältigung.
(z.B. S.75-77; Zügelhilfen und Zügelführung, Litauer Zügelführung)

Kapitel 8-14 widmet sich der Ausbildungsskala gemäss H.Dv.12, mit einem Zwischenkapitel in dem es um die Umsetzung der Skala im aktuellen Dressursport geht (Umfang ca. 27% des Buches)
In diesen Kapiteln stellt er wiederholt die Skala als einzig richtiger Ausbildungsweg dar.
Biomechanische Zusammenhäng werde eher oberflächlich behandelt.

Die nächsten drei Kapitel widmen sich den, meiner Meinung nach, eigentlichen Kernthemen zum Thema Balance und Gleichgewicht. Dem Genick, der Maultätigkeit und der Balanceverschiebung. (mit 27 Seiten leider nur ca. 11% des Gesamtwerkes)
Interessanterweise erscheinen in diesen Kapiteln plötzlich Zitate von François Robichon de la Guérinière, und auch François Baucher wird heran gezogen.
Leider scheint sich der Autor mit der Légèretée nicht wirklich befasst zu haben, sonst hätte er den Hintergrund der „cession de mâchoire“ (auslösen des Schluckreflexes) wahrscheinlich nicht als Kritikpunkt angeführt.

Es folgen 19 Seiten (drei Kapitel), in denen auf die Zügellahmheit, den Tierarzt im politischen Spannungsfeld und einer Hypothese zur „Berufskrankheit“ Fesselträgerschaden eingegangen wird.
Diese Problematiken werden biomechanisch auch nur vage erläutert.

Zum Schluss des fachlichen Teils des Buches widmet sich Herr Heuschmann in sechs Kapiteln Korrekturansätzen für verrittene oder verspannte Pferde.
Leider wird auch dieses wichtige Thema sehr oberflächlich behandelt. Der Versuch ein Pferd nach diesen Vorschlägen zu korrigieren ist meiner Meinung nach für das Zielpublikum dieses Buches nicht umsetzbar.

Zusammenfassung:

Einleitend widmet Herr Kurd Albrecht von Ziegner der H.Dv.12. eine dreiseitige Laudatio (Sogar der Titel dazu war ‚Laudatio auf die H.Dv.12‘).
Und genau das beinhaltet dieses Buch!
Auch der Autor verhehlt dies nicht, wenn er in seiner Zusammenfassung auf Seite 243 einleitend schreibt: „In dem vorangegangenen Text wird ausführlich der Hintergrund unserer seit ca. 100 Jahren gültigen Reitlehre erklärt.

Im Fachteil des Buches werden keine anderen Ausbildungsansätze zugelassen als die der H.Dv.12.
Wenn andere Reitlehren erwähnt werden, dann nur um sie als fehlgeleitet oder unvollständig dar zu stellen.
Zum Beispiel werden üble Reitfehler praktisch immer mit Bildmaterial aus der Isländer- oder Westernszene dokumentiert. Einzig bei der Rollkur sieht man auch Bilder aus dem Dressursport.

Die Themen werden praktisch überall nur gerade so tief angeschnitten, dass man irgendwas Biomechanisches dazu schreiben kann, ohne wirkliche Antworten zu liefern.
So werden die wichtigsten Rumpfträger, M. Serratus ventralis thoracis & -cervicis, ebenso ausser Acht gelassen, wie die M. Psoas major & -minor, welche für das Beugen der Hüfte und das steiler stellen des Beckens verantwortlich sind.
Alle Grafiken in denen der M. Serratus ventralis cervicis (oberer Rumpfträgermuskel) eigentlich sichtbar wäre, wird stillschweigen suggeriert, er gehöre zum M. Longissimus dorsi (langer Rückenmuskel).
Gemäss Autor erhöhen die M. Pectoralis (gesamte Brustmuskulatur) und die Bauchmuskulatur automatisch ihren Grundtonus wenn sich die obere Muskelkette spannt (S.102). Es ist unklar, ob er die Rückenmuskulatur oder alle über der Wirbelsäule liegenden Muskeln meint.
Wenn dies der Fall wäre, würde meiner Auffassung nach aber die Bewegungsfreiheit der Vorhand durch die erhöhte Spannung im M.Pectoralis profundus & -superficialis descendens gehemmt, was ein gelöstes Vorwärtstreten verunmöglicht.

Weitere für mich rätselhafte oder auch widersprüchliche Aussagen fand ich zum Thema Dehnungshaltung und dem Rücken wölben.
So heisst es auf S.82 zum 1. Ziel der Ausbildung:
„Das Pferd muss in den ersten Monaten lernen den Reiter in einer natürlichen Körperhaltung zu tragen.“ (unter „natürliche Körperhaltung“ versteht er die Haltung die ein Pferd in den einzelnen Gangarten ohne Reiter frei laufend annehmen würde)
Auf der nächsten Seit wird in einem Bildtext aber erwähnt, das Pferd müsse erst lernen sich unter dem Reiter V/A zu dehnen. Was kommt jetzt zuerst? Die natürliche Aufrichtung oder das V/A?
Zum Rückenwölben und Anheben der Vorhand wird auf S.87 geschrieben:
Der lange Rückenmuskel kann nur von seiner hinteren Basis (Dornfortsätze des Kreuzbeins und Darmbeinschaufeln) aus die Vorhand heben und den Rücken wölben.“ (wenn er von seiner vorderen Basis aus arbeite, würde der Rücken absinken)
Ich verstehe nicht, wie ein Muskel der parallel über der Wirbelsäule verläuft, diese nach oben wölben und erst noch die Vorhand anheben kann. Das anheben der Vorhand von hinten ist meines Wissens nach nur in höchster Versammlung möglich (z.B. bei der Levade). Die Versammlung kommt aber gemäss Skala erst ganz am Schluss.
Es gibt noch einige andere, für mich ähnlich komische Erläuterungen im Buch.
Diese aber alle hier zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen.

Was den textlichen Inhalt im Allgemeinen angeht, so werden ausserordentlich viele Zitate vergangener Reitmeister aufgeführt und mit eigenen Worten weiter vertieft.
Man könnte den Eindruck bekommen, es würden vor Allem alte Weisheiten neu verpackt aber keine eigenen Erfahrungen vermittelt. (ausser bei der Litauer Zügelführung, die kommt definitiv vom Autor)

Das abschliessende Appel des Autors, unterschiedliche Ausbildungsziele anzuerkennen und dogmatische Mauern einzureissen, haben mich dann vollends umgehauen.
Hier ein paar Ausschnitte daraus:
„…Wir sollten aufhören, übereinander, sondern viel mehr miteinander zu reden.“ (Toll)
„…Wir brauchen weder eine neue Reitlehre, noch kann es eine neue, schlüssige geben.“ (Wie jetzt?)
„…Wie können Leute glauben, innerhalb kürzester Zeit (ein paar Jahre) ein solches System infrage stellen und ein äusserst fragliches Konzept als Lehre in den Raum stellen zu können? Von unseren Verbänden würde ich in einer solchen Situation sofort einen kompetenten und kämpferischen Einsatz erwarten.“ (Gibt es jetzt Krieg oder Dialog? Und um welches „fragliche Konzept“ geht es denn eigentlich?)
„…Wann kommt es endlich zu einem Austausch der Pferdeleute untereinander? Wir brauchen keine Gurus und neue Heilsbringer. Die klassische Reitlehre beantwortet alle Fragen derer, die im Sinne der FN Pferdeausbildung betreiben wollen.“ (und wie ist es mit den Fragen der Anderen?)
Und als Schlusswort: „…Ich wünsche unseren Funktionären grossen Mut, eine sichere Hand und ein treffsicheres Gespür für die Steuerung des ‚schönsten Sports der Welt‘ in die Zukunft.“

Ist es wirklich so, dass er alle Ausbildungsziele anzuerkennen will? Die schwarzen, roten, gelben UND die richtigen?
Ich weiss nicht, irgendwie erinnert mich das an eine ganz dunkle Zeit in Europa.

Meine Quintessenz:

Dieses Buch ist meiner Meinung nach eine mittelmässige Propaganda eines stark unter Druck stehenden Systems.
Die H.Dv.12 wird darin in z.T. recht arroganter Weise als einzig richtiger Weg deklariert.
Da kann man schon fast zum Schluss kommen, die FN möchte damit ihre „Schäfchen“ dringend davor warnen den „heiligen“ Weg zu verlassen, sonst würde übles geschehen.

Gastrezension verfasst von R. Berger.

Das Hufbuch: Basiswissen Pferdehufe – Angela Mayr

Klappentext:
Schmerzende Hufe können einem Pferd das Leben zur Qual machen und ihm dieFreude an der gemeinsamen Arbeit mit uns Menschen vermiesen. Deshalb sollte jeder Reiter unbedingt über Hufe und artgerechte Stallhaltung Bescheid wissen.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Das Hufbuch – Jonny Pump – und das geheime Wissen der Pferdehufe: Basiswissen Pferdehufe
Autor: Angela Mayr
Verlag: amaro
Seiten: 72
ISBN: 978-3000243769
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Die, von Jennifer Kurz, gezeichnete Figur „Jonny Pump“ führt den Leser durch die Anatomie und Funktion des Pferdehufes und zum Abschluss des Buches gibt es noch einen Exkurs zum Thema artgerechte Pferdehaltung.

Meine Meinung:
Die Idee „Jonny Pump“ den Huf erklären zu lassen ist genial! Der kleine Mann macht den Theorieteil zu einer angenehmen und witzigen Reise in den Huf. Die Zeichnungen des Hufes sind sehr detailliert und jeder, wirklich jeder! sollte nach dieser Pflichtlektüre den Aufbau sowie die Funktion des Hufes (Hufmechanismus, Hufrolle, etc.) kennen und erklären können. Natürlich gibt es Fachbücher von Hufschmieden / Huforthopäden etc, aber dieses Buch setzt eine gute Basis, um mit den Fachbüchern weiterzumachen, wenn man denn möchte. Rein informativ reicht dieses Buch schon mal aus, um die Hufe des eigenen Pferdes zu beurteilen und gewisse Dinge zu hinterfragen und oder gemeinsam mit dem Hufbearbeiter durchzusprechen.

Ebenso gefallen hat mir, dass gleich zu Beginn des Buches davon berichtet wurde, dass Pferde keinen Schmerzlaut haben. Viele Pferdebesitzer machen einfach mit allem weiter, ohne auf die Bedürfnisse ihres Tieres zu achten und deuten beißen, Kopfschlagen oä als „frech“ oder „unerzogen“. Das dies ein Ausdruck von Schmerz sein kann, ist schön hervorgehoben und lässt den potentiellen Leser noch aufmerksamer werden, was (Huf-)Krankheiten / (Huf-)Probleme angeht.

Fazit:
Nicht nur für Kinder, sondern für alle „Einsteiger“ in den Bereich Pferdehuf geeignet. Für mich ist dieses Buch eine Pflichtlektüre, die jeder Pferdemensch gelesen haben sollte, denn so ausführlich (es sei denn man kauft Fachliteratur) habe ich noch keine Erklärungen rund um den Huf gelesen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Fibromyalgie endlich erkennen – richtig behandeln: Was Muskelschmerzen, Schlafstörungen und chronische Müdigkeit wirklich bedeuten – Wolfgang Brückle

Klappentext:
Schmerzen am ganzen Körper wechseln häufig mit diffusen Allgemeinbeschwerden wie Müdigkeit, Schlafproblemen oder seelischen Leiden. Bis zur richtigen Diagnose dauert es oft Jahre. Dieses Buch bietet gezielte Informationen zum Krankheitsbild Fibromyalgie und den Weg zur richtigen Diagnose. Der anerkannte Autor beschreibt die angebotenen Therapien und bewertet deren Wirksamkeit. Zudem informiert er über naturheilkundliche Verfahren, zeigt einen neuen Umgang mit Stress und gibt Tipps zur Selbsthilfe.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Fibromyalgie endlich erkennen – richtig behandeln: Was Muskelschmerzen, Schlafstörungen und chronische Müdigkeit wirklich bedeuten
Autor: Wolfgang Brückle
Verlag: TRIAS
Seiten: 128
ISBN: 978-3830439714
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:

Basiswissen Fibromyalgie und Rheuma
Rheuma und Weichteilrheuma
Was ist Fibromyalgie?
Fibromyalgie und Rheuma
Die Einteilung rheumatischer Erkrankungen
Ein wenig Anatomie
Eine Krankheit kommt auf leisen Sohlen
Das Beschwerdebild der Fibromyalgie
Schmerzen am ganzen Körper
Nicht nur die Muskeln schmerzen
Verlauf der Erkrankung
Die Geschichte der Fibromyalgie
Wen befällt die Fibromyalgie?
Diagnose eines rätselhaften Krankheitsbildes
Diagnostik und Untersuchungsmethoden
Die Diagnosestellung
Was zeigt der Laborbefund?
Womit kann die Fibromyalgie verwechselt werden?
Bilder von der Wirbelsäule
Auslöser und Ursachen der Fibromyalgie
Woher kommt die Fibromyalgie?
Stress, der Kumpan des Schmerzes
Die Odyssee von Arzt zu Arzt
Der Schmerz, seine Rätsel und seine Folgen
Der Schlaf und was ihn stört
Organische Störungen?
Körper- und Seelenlast
Therapie und Selbsthilfe
Möglichkeiten der Therapie – was Sie tun können
Therapie ist nicht Heilung
Anleitung zur Selbsthilfe
Grundlagen der Behandlung
Veränderungen am Arbeitsplatz und zu Hause
Hilfe zur Entspannung
Kampf dem Stress
Kennen Sie das Wort »Nein«?
Wie entsteht Gesundheit?
Bewegung tut not
Kalt oder warm?
Andere physikalische Therapien
Weitere Behandlungsformen
Lichttherapie
Akupunktur
Akupressur
Reflexzonenmassage
Atmung und Gesang
Psychologische Hilfen
Medikamente bei Fibromyalgie
Schmerzmittel und Antirheumatika
Antidepressiva und Antikonvulsiva
Was heißt »Off-Label-Therapie«?
Die geeignete Ernährung
Leitfaden zur richtigen Ernährung
Rehabilitation
Patientenschulung
Funktionstraining
Hilfen im täglichen Leben
Soziale Fragen
Selbsthilfegruppen
Leitlinie für das Fibromyalgie-Syndrom (und chronische Ganzkörperschmerzen)
Wichtige Adressen
Weiterführende Literatur

Meine Meinung:
Dieses Buch ist sehr umfangreich und bietet Betroffenen sowie Angehörigen von Betroffenen einen echten Mehrwert im Umgang mit dieser Krankheit. Begonnen wird mit der Erklärung des Leidens und den Auswirkungen. Immer wieder ist der eigentliche Text von Wolfgang Brückle durch Tatsachenberichte von Patientinnen unterbrochen, diese Einspielungen lockern das Buch auf und geben dem Leser Kraft, da er in seiner Krankheit nicht alleine ist. Hinzu kommen Erklärungen wie sich das Fibromyalgie-Syndrom zeigt, was man als Betroffener / Angehöriger machen kann um das Leiden zu lindern / zu akzeptieren und wie ein Leben mit dem Ganzkörperschmerz zu gestalten ist. Besonders gefallen haben mir die Tabellen in denen verschiedene Therapiemethoden gegenübergestellt werden und ganz klar gezeigt ist, mit welchen Behandlungen erfolge erzielt werden konnten und mit welchen nicht – dabei bleibt aber immer die Aussage, dass jeder Körper anders reagiert und diese Tabellen keine allgemeinen Richtlinien sondern eher als Empfehlung anzusehen sind. Was nett, gemeint, aber leider auch gefährlich sein kann, sind die empfohlenen Körperübungen. Diese Übungen sollten, meiner Meinung nach, nur unter physiotherapeutischer Anleitung erlernt werden, da hier – bei falsch ausgeführtem Training – Gefahr für weitere körperliche Leiden entstehen kann.

Fazit:
Ein ganz tolles Buch für Betroffene sowie Angehörige um mit dem Fibromyalgie-Syndrom besser umzugehen. Das Buch zeigt auf, dass diese Krankheit auf eine Art doch in den Griff zu bekommen ist – auch wenn sie nicht verschwindet.