Bronski 03: Brennweite – Bernhard Aichner

Reiheninfo:
Dunkelkammer
Gegenlicht
Brennweite
Bildrauschen

Klappentext:
Frühling der Wunder. Deutschland erlebt das Unfassbare. Ein Blinder kann plötzlich wieder sehen, ein Terroranschlag wird verhindert, und eine Prophezeiung erschüttert das ganze Land. Verantwortlich dafür ist ein Mann, der aus dem Nichts kam. Ein Mönch, unscheinbar und bescheiden, das Volk glaubt an einen neuen Messias. Nur David Bronski und seine Kollegin Svenja Spielmann zweifeln. Sie machen sich auf die Suche nach der Wahrheit und decken den ungeheuren Plan eines Wahnsinnigen auf.


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Titel: Brennweite
Autor: Bernhard Aichner
Sprecher: Boris Aljinovic, Oliver Brod, Cathlen Gawlich, Petra Hartung, Simone Kabst, Sebastian Kuschmann, Helmut Mooshammer, Oliver Nitsche, Kim Pfeiffer, Alida Stricker, Max Urlacher
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 394 Minuten
ASIN: B0B4DT8VS1
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Der dritte Teil der Reihe, welcher unabhängig konsumiert werden kann – es geht um einen Mönch, welcher Deutschland zum Staunen bringt, nur Bronski und sein Umfeld sind anderer Meinung …

Meinung:
Sprachlich ist das Hörbuch bestens umgesetzt. Die Charaktere scheinen durch die unterschiedlichen Stimmen zu leben – was sie ohne diesen Support tatsächlich nicht tun würden. Die Handlung ist durchwachsen und stellenweise echt am Thema vorbei! SPOILER ANFANG: Bronskis Tochter wurde früher entführt und ist traumatisiert, dennoch begibt sie sich FREIWILLIG immer wieder in Gefahrensituationen und als sie dann nochmals verschleppt wird, hat Brionski während der Verfolgung erstmal Sex – um herunterzukommen SPOILER ENDE. Diese künstlichen Irrwege nerven und verzerren die Handlung – welche wirklich gut sein könnte. Die Idee hinter Brennweite ist gut, allerdings sind die naiven und konstruierten Charaktere so schlecht dargestellt, dass es schlicht egal ist, was mit ihnen passiert. Der Krimi ist in sich abgeschlossen und das, was die Charaktere in den anderen Fällen erlebt haben und relevant für die Geschichte ist, wird gut nacherzählt. Damit kann Brennweite auch ohne die vorherigen Teile verstanden werden und der Fall ist auch abgeschlossen. Ich werde allerdings keinen Bronski mehr hören und schon gar nicht lesen.

Cover:
Das Cover passt zur Reihe und auch zum Inhalt. Es geht schließlich um einen Pressefotografen und um die Kirche.

Fazit:
Mein erster und letzter Bronski. Nur die sprachgewaltigen Sprecher konnten mich bei Laune halten und dafür gibt es 3 Sterne. Eine Empfehlung spreche ich nur an Fans der ersten Teile aus – meistens sind die ersten Bücher ja besser als die letzten und wer Bronski und seine Crew gut findet, wird sicherlich auch hier zufrieden sein.

Vox – Christina Dalcher

Klappentext:
Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringt ihr uns nicht! Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als einhundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr. Schon bald jedoch kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmutes, ihrer Träume beraubt. Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen und erhält eine Gelegenheit…

Ich habe „VOX“ als Warnung geschrieben, als Warnruf gegen eine Politik der Geschlechtertrennung, aber auch, um zu zeigen, wie sehr unsere Persönlichkeit und Menschlichkeit von unserer Sprache abhängt. Ich habe mir selbst die schreckliche Frage gestellt: „Was wäre, uns würde dieses Vermögen genommen?“
— Christina Dalcher


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Titel: Vox
Autor: Christina Dalcher
Sprecher: Andrea Sawatzki
Verlag: Argon
Länge: 587 Minuten
ASIN: B07F8R26Z4
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Die Regierung hat genug von Frauen, die ihre Männer nicht mehr als gottgleich anerkennen. Sie möchte ein Leben wie in den 50er Jahren: Nur 2 Geschlechter und klare Rollenbilder. Dafür müssen die Frauen wieder lernen zu schweigen und wer sich widersetzt kommt in ein Umerziehungslager …

Meinung:
Die Idee zur Geschichte ist gruselig. Glaubensgemeinschaften und Männer, welche sich nicht mehr verehrt fühlen, weil der Mann nicht mehr als Schöpfer wahrgenommen wird, tun sich zusammen und krempeln die Welt um. Daher bestimmt die Regierung einen harten Kurs und verbietet den Frauen zu arbeiten und zu sprechen. Es werden viele Parallelen zu heute deutlich, gerade was die Geschlechterrollen angeht und auch der Hass auf Andersartigkeit bspw. queere Persönlichkeiten. Andrea Sawatzki liest absolut emotional und die Veränderungen sind grausam und unwürdig. Diese Geschichte hätte spannend und glaubhaft weitergehen können, wenn die Autorin nicht auch noch eine Liebesgeschichte mit Schwangerschaft eingebunden hätte. Denn ab diesem Teil wird einfach alles so kompliziert und unglaubwürdig, dass die Handlung einfach keinen Sinn mehr ergibt und die Geschichte wirklich nervt. Es kommen immer mehr Details an Licht, was in der Welt vor sich geht, wie sich die Figuren verhalten könnten und was sie aus ihren Chancen machen. Auch eine Widerstandsbewegung hat sich natürlich gebildet – aber clever ist die nicht … Christina Dalcher wollte wohl zu viel und am Ende hat sie selbst nicht mehr durchgesehen, sodass das große Finale zwar kam, aber viel zu kurz und Ende. Also stark angefangen und noch stärker nachgelassen, was sehr schade ist, denn das Thema hat definitiv Potenzial.

Cover:
Das Cover zeigt worum es geht, die Frau darf nicht sprechen und hat sonst auch nichts.

Fazit:
Ein interessanter Einstieg in eine Welt, in der Frauen nichts mehr dürfen und auch zu Hause nichts mehr haben, außer den Haushalt. Allerdings kommen dann zu viele Klischees und Möglichkeiten hinzu, sodass sich die Autorin verliert und die Handlung abstrus wird. Daher nur 3 Sterne – allerdings mit Leseempfehlung, weil die Idee gut ist.

Buchholz & Salomon 02: Invisible – Ursula Poznanski, Arno Strobel

Reiheninfo:
Anonym
Invisible

Klappentext:
Ein Arzt sticht während einer OP das Skalpell ins Herz eines Patienten. Ein junger Mann wird in aller Öffentlichkeit brutal erschlagen, ein Immobilienmakler niedergemetzelt in einer Blutorgie. Die Täter sind schnell gefasst, doch ihre Motive völlig unklar. Wurden sie manipuliert, ohne es zu merken? Mit ihrem Kollegen Daniel Buchholz muss Kriminalkommissarin Nina Salomon die tiefsten Geheimnisse der Opfer ergründen. Und was sie herausfinden, wirft ein völlig neues Licht auf unser Leben im digitalen Zeitalter…


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Titel: Anonym
Autor: Ursula Poznanski, Arno Strobel
Sprecher: Sascha Rotermund, Christiane Marx, Richard Barenberg
Verlag: Argon
Länge: 607 Minuten
ASIN: B07BBNVCSH
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Buchholz und Salomon ermitteln wieder. Diesmal versuchen sie mehrere Morde aufzuklären, welche doch irgendwie zusammen hängen. Aber auch das Privatleben der beiden wird vermehrt beleuchtet …

Meinung:
Nachdem ich mir den ersten Teil, der beiden angehört hatte, musste natürlich auch der zweite folgen. Dies aber eher, weil ich die Stimmen der Sprecher sehr mochte. Die Handlung war im ersten Teil schon speziell und in diesem Teil wurde es nicht besser. Zudem wurde auch der Umgang der Charaktere untereinander echt widerlich! So gab es sehr oft streit, laute Worte und absolute Feindseligkeit und das muss doch echt nicht sein. Die beiden sind alt genug, um sich unter Kontrolle zu haben – gerade, weil es keinen Auslöser gab, den das Verhalten erklären würde. Auch die privaten Befindlichkeiten waren absolut überspitzt und extrem vorhersehbar. Also kurz: Die Geschichte ist noch leichter zu durchschauen als die letzte und die Charaktere wirken immer konstruierter. Das Ende war richtig lächerlich! Es dauert Jahre, um einen Menschen zu manipulieren und nach einer Nacht soll er wieder normal sein?!

Cover:
Das Cover passt zu Reihe, aber nicht zwingend zum Inhalt.

Fazit:
Eine Fortsetzung, welche es nicht gebraucht hätte. Die Sprecher holen alles raus, was geht. Die Handlung ist vorhersehbar und konstruiert, daher nur 2 Sterne und eine Empfehlung gibt es nur zum Hören und nur an jene, welche den ersten Teil mochten.

Number 10 01: Traue nur dir selbst – C. J. Daugherty

Reiheninfo:
Night School – kann (muss aber nicht) vorher konsumiert werden!
Traue nur die selbst
Denn sie werden dich verraten

Klappentext:
Back to „Night School“.
Nach einem missglückten Partybesuch muss Gray Langerty, die rebellische 16-jährige Tochter der neuen Premierministerin in Hausarrest. Die unfreiwillige Freizeit nutzt sie, um die Downing Street Number 10 mit all ihren verborgenen Winkeln und Ecken zu erkunden. Eines Nachts stößt sie dabei auf einen alten Tunnel, der direkt ins Parlament führt. Dort belauscht sie ein Gespräch zweier Politiker: Sie planen einen Mordanschlag auf Grays Mutter, um selbst an die Macht zu gelangen. Sofort erzählt Gray ihrer Mutter davon. Doch die glaubt ihr nicht. Gray hat keine andere Wahl als gemeinsam mit ihrem Bodyguard und dem Sohn des politischen Gegners ihrer Mutter selbst den Mord zu vereiteln.


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Titel: Number 10: Traue nur dir selbst
Autor: C. J. Daugherty
Verlag: Oetinger
Länge: 352 Seiten
ASIN: B08Q65ZGD9
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Gray lebt innerhalb eines streng regulierten Systems, in dem persönliche Freiheit kaum existiert und jede Entscheidung überwacht wird. Als sie beginnt, die Regeln zu hinterfragen, gerät sie zunehmend in einen Strudel aus Intrigen und Unsicherheiten, bei dem sie bald nicht mehr weiß, wem sie noch vertrauen kann.

Meinung:
Der Roman lebt von seiner beklemmenden Atmosphäre und dem Gefühl ständiger Bedrohung. Die Autorin schafft es, eine Welt zu zeichnen, die gleichzeitig futuristisch und erschreckend nah an aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen steht. Besonders gelungen ist die Darstellung des inneren Konflikts der Hauptfigur, die zwischen Anpassung und Aufbegehren schwankt. Dadurch entsteht eine emotionale Tiefe, die fesselt. Allerdings gelingt es Gray zu leicht alles nach ihren Wünschen zu verändern, was die Spannung in diesen Punkten abschwächt. Stilistisch ist das Buch leicht zugänglich und temporeich geschrieben, wodurch es sich flüssig lesen lässt. Die Handlung entwickelt sich dynamisch, auch wenn einige Wendungen vorhersehbar erscheinen und manche Nebenfiguren etwas blass bleiben. Dennoch tut dies dem Lesegenuss insgesamt keinen großen Abbruch, weil der Fokus klar auf der Protagonistin liegt.

Cover:
Das Cover wirkt aufregender als die Geschichte letzten Ende ist. Ich habe mir mehr Weite und Tiefe erwartet.

Fazit:
Eine überzeugende Grundidee mit kleinen Schwächen in der Ausarbeitung regt es dennoch zum Nachdenken über Vertrauen, Kontrolle und individuelle Freiheit an. Ich vergebe daher 4 Sterne und empfehle es allen, welche Night School gut fanden.

Der Regler 01: Der Regler – Max Landorff

Reiheninfo:
Der Regler
Die Stunde des Reglers
Die schweigenden Frauen
Die Siedlung der Toten
Ohne Reue – Die Rückkehr des Reglers

Klappentext:
Er ist der »Regler«. Für die Reichen und Mächtigen regelt er alles – Liebe, Karriere, Geld, Sex. Bis er erkennen muss: Du kannst alles regeln. Nur nicht deine Vergangenheit.

Gabriel Tretjak ist der Regler. Im Auftrag seiner Klienten greift er in ihre Biographie ein, legt sich an ihrer Stelle mit dem Schicksal an – ohne moralische Grenzen. Seine Preise sind hoch, seine Methoden bedienen sich wissenschaftlicher Erkenntnisse von der Psychologie bis zur Gehirnforschung. Seine Geschäftsgrundlage ist die Sehnsucht der Menschen, dass am Ende alles gut ausgeht, egal, wie verfahren eine Situation ist. Aber was heißt schon gut – gut für wen?

Dann wird in einem Pferdetransporter die Leiche eines renommierten Hirnforschers gefunden, dem die Augen ausgeschält wurden. Das erste Opfer eines Mörders, dessen Spuren alle in eine Richtung weisen: zum Regler. Während Tretjak noch versucht, durch seine Methoden Herr der Lage zu bleiben, breitet sich in ihm ein Gefühl aus, das er sich sonst nur bei anderen zunutze macht: Angst. Denn schnell wird klar, dass die Morde ihr Motiv in Gabriel Tretjaks Vergangenheit haben. Und die kann nicht einmal der Regler regeln.

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Titel: Der Regler
Autor: Max Landorff
Sprecher: Detlef Bierstedt
Verlag: argon
Länge: 473 Minuten
ASIN: ‎
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Gabriel Tretjak regelt alles – weil er alles kann und weil er viel Geld hat, klappt das auch ganz gut …

Meinung:
Wie langweilig kann ein Thriller sein! Ich muss gestehen, dass ich mir das Hörbuch zweimal angehört habe, nicht weil es so gut ist, sondern weil ich dachte, dass ich zwischendrin immer wieder eingeschlafen bin und ich die Hälfte schlicht verschlafen habe. Aber auch beim zweiten Hören ist die Geschichte einfach schlecht! Die Geschichte spielt in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit und es kommen unfassbar viele Charaktere vor und natürlich wird in den Kapitelüberschriften nie erwähnt, wann und wo die Handlung nun spielt. Viele Handlungsstränge laufen ins Leere, viele Fragen bleiben unbeantwortet und der Regler kann einfach alles, bis auf seine Probleme regeln. Das ist unglaubwürdig und absolut konstruiert. Detlef Bierstedt liest gut, aber auch ihm scheint zwischendurch langweilig zu sein, denn auch er schafft es nicht Spannung aufzubauen.

Cover:
Das Cover wirkt strukturiert und klar – es passt daher überhaupt nicht zum Inhalt.

Meinung:
Es hätte spannend sein können, wurde aber absolut überzeichnet und damit verliert sich die Handlung in Nebensächlichkeiten und ziel darauf ab, die weiteren Bände zu konsumieren. Von mir gibt es daher nur 2 Sterne und keine Empfehlung.