Die Scanner – Robert M. Sonntag

Klappentext:
Google war gestern – und was wird morgen sein?

Die Welt im Jahr 2035: Gedruckte Bücher, Zeitungen, Zeitschriften gibt es nicht mehr. Für Rob kein großes Problem. Er kennt es nicht anders. Er ist in einer vernetzten Welt aufgewachsen und arbeitet für einen Megakonzern, der jedes Druckerzeugnis, das er in die Finger bekommt, digitalisiert. So wird alles Wissen für alle zugänglich. Jederzeit! Und kostenlos! Ist doch prima, oder?
Aber dann gerät Rob in die Kreise einer geheimen Büchergilde. Einer verbotenen Organisation aus Pleite gegangenen Buchhändlern, arbeitslosen Autoren, Übersetzern, Journalisten und ausgemusterten Verlagsmitarbeitern. Und plötzlich sieht Rob sein Bild als Top-Terrorist in den Nachrichten auf allen TV-Kanälen. Im Kampf um Wissen, Monopolisierung und Macht ist er mit einem Mal der Staatsfeind Nummer eins.


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Titel: Die Scanner
Autor: Robert M. Sonntag
Verlag: Fischer
Länge: 192 Seiten
ISBN: 978-3596855377
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Robert M. Sonntag arbeitet für die Scan AG. Als Buchagent scannt er alles, was gedruckt wurde, um es der Menschheit jederzeit und kostenlos zur Verfügung zu stellen. Doch was dann passiert, schildert Sonntag in seinem Buch …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach gehalten und ohne Spannungskurve, dafür mit viel Witz und Situationskomik angereichert.

Charaktere:
Robert ist wahnsinnig naiv, was ich auf seine Lebenserfahrung schließe. Er lebt mit dem System und hinterfragt dieses nicht! Dies ist für mich als denkender und selbst handelnder Mensch sehr schwer nachzuvollziehen. Genau aus diesem Grund bin ich mit Rob das gesamte Buch über nicht warm geworden, gleiches gilt auch für seinen Freund Jojo. Wie können Individuen so blind sein und einfach machen, wir sind doch keine Maschinen?!

Wirklich interessant fand ich Arne. Arne ist ein Denker, er versucht das beste aus der Situation zu machen und hinterfragt, ich hoffe das er mehr Arnes als Robs gibt 😉

Cover:
Das Cover ist okay, allerdings fand ich den Druck auf dem Einband viel schöner. Ich lese Bücher grundsätzlich ohne Schutzumschlag und hatte mich gefreut, dass das gedruckte Symbol im Buch noch erklärt wurde.

Fazit:
Die Handlung ist für Vielleser und denkende Menschen vorhersehbar, langatmig und langweilig, für Jugendliche und Leseanfänger hat Robert M. Sonntag dagegen ein lesenswertes Buch erschaffen. Ich empfehle „Die Scanner“ daher nur an Leser, welche sich noch keine Gedanken um die Digitalisierung von Medien, Soziale Netzwerke und die mitdenkende Technik gemacht haben und gebe 3 Sterne für das Buch.

Meine Empfehlung statt „Die Scanner“ ist: Like me. Jeder Klick zählt – Thomas Feibel oder, wer lieber einen Film sehen möchte: In Time – Deine Zeit läuft ab

Alles Märchen!: Insider packen aus – Heide Simonis

Klappentext:
Neues aus dem dunklen Wald

Grimms Märchen wimmeln von verfolgten Unschuldigen, schönen, aber harmlosen Mädchen und hilflosen Kindern.
Niemand aber fragt, ob es Spaß macht, Stiefmutter hungriger Bälger zu sein, dumme Dinger vor Verführung zu schützen oder gegen eine Wand geworfen zu werden. Niemand?
Doch: Heide Simonis hat es getan, und endlich erzählen Dienstmädchen, Frösche und einige Hunde mal, wie es wirklich einmal war vor langer Zeit. Ganz schön respektlose Geschichten der ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin. Vor diesen Gestalten braucht sich keiner mehr zu fürchten!

Titel: Alles Märchen!: Insider packen aus
Autor: Heide Simonis
Illustrator: Steffen Butz
Verlag: Lutherisches Verlagshaus
Seiten: 160
ISBN: 978-3785911266
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
18 Märchen, wie sie sich hinter den Kulissen abgespielt haben können. Denn: Insider packen aus!

Schreibstil:
Der Schreibstil ist normal, lässt sich flüssig lesen, haut mich aber nicht vom Hocker. Ich bin ehrlich und hätte von einer ehemaligen Ministerpräsidentin irgendetwas anderes erwartet.

Cover:
Das Cover finde ich gut und witzig. So treffen sich die Insider in einer Gesprächsrunde und diskutieren.

Fazit:
18 Märchen, die jeder kennt, werden mit Illustrationen und freien Assoziationen ganz neu interpretiert und ergeben auch für den Märchenkenner einen interessanten Einblick. Allerdings konnte mich das Buch aus genau diesem Grund nicht überzeugen. Ich liebe Märchen und ich mag genau diesen Zauber: armes Wesen trifft … Dieses Märchenwunder wurde mir hier durch die teils satirischen und ironischen Stellen genommen. Daher vergebe ich nur 2 Sterne. Einen Stern gebe ich noch für Steffen Butz, der mich mit seinen Zeichnungen meist mehr berührte als Heide Simonis. Empfehlen würde ich das Buch daher nur an Märchenkenner und nicht an Märchenliebhaber.

Ich bedanke mich bei Lutherisches Verlagshaus und Blog dein Buch für das Rezensionsexemplar.

[Abgebrochen] Das Rätsel – Alison Croggon

Klappentext:
Das Mädchen Maerad ist vom Schicksal ausersehen. Während der Schatten des Bösen sich über das Land Edil-Amaranth legt, begibt sich Maerad auf eine abenteuerliche Reise. Sie versucht, das Rätsel eines halb vergessenen Liedes zu lösen, in dem die einzige Hoffnung der Menschheit liegt.


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Titel: Das Rätsel
Autor: Alison Croggon
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 496
ISBN: 978-3404206346
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Der zweite Teil der Pellinor-Saga geht nahtlos mit der Reise von Cadvan und Maerad weiter. Denn die beiden sind immer noch auf der Suche nach dem Baumlied. Werden sie die Gefahren, die das Dunkel ihnen stellt überwinden?!

Schreibstil:
Auch in diesem Teil werde ich nicht mit dem Stil der Autorin warm. Bei „Die Gabe“ habe ich mich schon gequält aber hier wurde es noch schlimmer. Die Sätze sind völlig verdreht, strengen an und wirken künstlich.

Charaktere:
Auch Cadvan konnte mich diesmal nicht locken. Er passte sich zu sehr an Mearad an und wirkte nur noch konstruiert. Mearad ging mir nur auf die Nerven mit ihrer angeblichen Schüchternheit und ihren Gedanken.

Cover:
Wirkt mystisch mehr aber auch nicht.

Fazit:
Das Rätsel ist genauso wie „Die Gabe“ nicht mein Buch. Ich habe ganz oft versucht mich durch das Buch zu quälen und bin entweder eingeschlafen oder habe wichtigere Dinge gefunden, mit denen ich mich beschäftigen konnte. Die Pellinor-Saga wirkt einfach nur gestellt und birgt keine Spannung, daher habe ich mich für einen Abbruch entschieden und gebe keine Leseempfehlung.

 

Ich habe alle 4 Bände (gebundene Ausgabe) der Saga! Wer sie möchte, darf sich gerne melden – tausche oder verkaufe 🙂

Seelen – Stephenie Meyer

Klappentext:
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Sogenannte Seelen haben sich in den menschlichen Körpern eingenistet und ihre Kontrolle übernommen. Nur wenige Menschen sind noch frei und leisten Widerstand, so wie Melanie. Als sie gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft gegen die Verdrängung aus ihrem Körper – und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Die Suche nach Jared, Melanies Geliebtem, wird dadurch nicht gerade einfacher, vor allem, weil auch Wanda nach und nach Gefühle für ihn entwickelt.


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Titel: Seelen
Autor: Stephenie Meyer
Verlag: Carlsen
Seiten:912
ISBN: 978-3551310361
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Kleine Außerirdische, sogenannte Seelen, haben sich in den Menschen eingenistet und bewohnen nun deren Körper. Der eigentliche Mensch wird von den Seelen verdrängt, bis auf Melanie. Sie lässt sich von ihrer „Seele“ Wanda nicht beherrschen. Melanie und Wanda schließen Kompromisse und versuchen das unmögliche …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Stephenie Meyer ist, wie gewohnt, flüssig und gut zu lesen. Trotz der vielen Seiten hatte ich das Buch relativ schnell durchgelesen 😉 Der Ausdruck ist klassisch und mit viel Herzschmerz.

Charaktere:
Melanie ist ein zäher und kräftiger Mensch. Sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft für ihre Ziele und Wertvorstellungen. Ich mochte sie und habe teilweise gelitten als sie es nicht schaffte, sich gegen Wanda durchzusetzen.

Wanda, oder auch Wanderer, ist ein interessantes Geschöpf. Die kleine Seele ist sehr altruistisch und daher gewöhnungsbedürftig. Sie verabscheut Gewalt und versucht eher ihre Widersacher zu retten, als sie endlich loszuwerden. Diese Einstellung finde ich gut und wertvoll, aber auch beängstigend. Wanda trägt sooft Wunden (körperlich und seelisch) aus gewissen Szenen hervor, dass ihre Haltung schwer nachvollziehbar ist. Trotzdem fand ich ihre Art sehr sympathisch.

Cover:
Das Cover des Taschenbuches ist witzig. So leuchtet der „Seelenring“ im Auge, wenn das Licht auf diesen fällt. Eine schöne Lösung!

Fazit:
Ein spannendes Buch mit viel Herzschmerz und Aktion. Was würde passieren, wenn sich Wesen in unseren Köper einnisten und uns steuern, gar aus unserem eigenen Körper verdrängen können? Ich finde, dass Stephenie Meyer eine schöne Antwort gefunden hat und auch die Geschichte der Aliens kommt dabei nicht zu kurz. Von mir gibt es volle 5 Sterne. Das einzige Manko war zwar das unhandlich dicke Buch, aber dafür kann ich wohl keinen Stern abziehen. Ich empfehle Seelen an Leser von Si-Fi, Dystopien, Fantasy und Herzschmerz.

Freak City – Kathrin Schrocke

Klappentext:
EIGENTLICH HÄTTE ICH ES JA KAPIEREN MÜSSEN: ES LAG REGELRECHT IN DER LUFT. ABER ICH SAH NUR, WAS ICH SEHEN WOLLTE: IHRE WILDEN LOCKEN, DEN GELBEN MINIROCK, DAS TATTOO. FÜR ALLES ANDERE WAR ICH BLIND.

Lea ist hübsch, temperamentvoll – und von Geburt an gehörlos. Als Mika sie zum ersten Mal sieht, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Doch weder seine Freunde noch seine Familie können verstehen, warum er plötzlich einen Gebärdensprachkurs belegen will. Und Mika fragt sich mehr als einmal, ob er Lea nicht einfach vergessen sollte. Dabei gibt es schon längst kein zurück mehr.


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Titel: Freak City
Autor: Kathrin Schrocke
Verlag: Carlsen
Seiten: 240
ISBN: 978-3551310934
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der 15jährige Mika hat Liebeskummer. Sandra, eine talentierte Sängerin, hat mit ihm Schlußgemacht. Natürlich kann Mika mit dieser Situation nicht umgehen und will wissen wie Sandra ohne ihn klar kommt. Als Mika seiner Exfreundin ins Café „Freak City“ folgt, lernt er die hübsche Lea kennen. Doch Lea ist irgendwie anders, Lea ist gehörlos….

Schreibstil:
Der Schreibstil von Kathrin Schrocke ist sehr einfühlsam und lässt sich sehr gut lesen. Der Ausdruck ist passend und für jung und alt geeignet.

Charaktere:
Mika ist ein liebenswürdiger Teenie, der seiner ersten Liebe nachweint. Dass er kurzzeitig zwischen Sandra und Lea taumelt habe ich ihm schnell verziehen. Er ist ja gerade in der Pubertät 😉 Sein Verhalten ist in jeder Situation nachvollziehbar und macht ihn zu dem Mika, den ich lesen wollte.

Sandra ist eine egoistische Figur, die dem Zickenimage der pubertierenden Mädchen gerecht wird. Ich mochte sie nicht und hätte sie andauernd nur Schütteln können.

Lea ist eine tolle und starke Persönlichkeit. An ihr wird deutlich wie schwer es den Gehörlosen / Taubstummen in Deutschland gemacht wird. Leas Art und Willen macht sie zu einer Besonderheit und ich mochte sie von Anfang an.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. 2 Jugendliche unter Wasser. Sie reden nicht und finden zusammen.

Fazit:
Ein sehr lesenswertes Buch über das Leben von Gehörlosen mit Hörenden. Wie eine neue Bindung entsteht und über den Kampf sich zurechtzufinden.

Was mich etwas störte, war der Name des Cafés, Freak City klingt dann doch zu ausgrenzend.

Ich empfehle dieses Buch an Jugendliche und Erwachsene und vergebe volle 5 Sterne für einen emotionalen und interessanten Einblick in eine geräuschlose Welt.

Ich bedanke mich beim Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.