Die Chroniken von Peter Pan: Albtraum im Nimmerland – Christina Henry

Klappentext:
Du glaubst, meine Geschichte zu kennen. Aber sie entspricht nicht der Wahrheit. Denn Peter Pan lügt. Peter wird euch erzählen, dass ich der Bösewicht bin, dass ich ihm Unrecht getan habe, dass ich niemals sein Freund war. Aber wie ich schon sagte, Peter lügt. Dies ist, was wirklich geschehen ist: Ich bin Peter Pan auf seine Insel gefolgt, weil er mir ewige Kindheit und unendlichen Spaß versprochen hat. Ich war sein erster und bester Freund auf der ganzen Welt und seine rechte Hand. Aber Peters Verständnis von Spaß ist so gefährlich wie ein Piratensäbel, und als ich das erkannte, wurde Nimmerland für mich zum Albtraum.


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Titel: Die Chroniken von Peter Pan: Albtraum im Nimmerland
Autor: Christina Henry
Sprecher: Tim Schwarzmaier
Verlag: Random House
Länge: 547 Minuten
ASIN: B0968RZ9XP
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Die Geschichte von Peter Pan und seinem Nimmerland kennt jeder, doch was, wenn es sich ganz anders zugetragen hat, und Peter nicht der liebe Junge ist …

Stil:
Tim Schwarzmaier liest genial! Er gibt Jamie so viel Leben und Emotionen, dass ein Eintauchen in die Geschichte umgehend gelingt. Dennoch ist die Handlung alles andere als erwartet und eher traurig, gruselig und erschütternd. Die Sprache ist sehr lebhaft und die Ausdrucksweise wechselt zwischen kindlich naiv, bis erwachsen. Schön ist die Verbindung zwischen der originalen Geschichte von 1902 (von James Matthew Barrie) und der Disneygeschichte 1953.

Charaktere:
Peter ist absolut unsympathisch. Also so, wie er mir schon immer vorkam, nur kann ich es jetzt greifen. Weil „Albtraum Nimmerland“ ein absolut perfektes Prequel zu Peter Pan darstellt.

Jamie ist ein Opfer und gefangen in seinem Hass. Eine tragische Geschichte hat ihn so werden lassen, aber wäre eine Art Vergebung nicht irgendwann besser?

Die anderen Figuren erfüllen ihren Zweck, alle sind irgendwie gefangen in ihren Rollen und entwickeln sich nicht weiter. Es passt zur Geschichte, aber es ist irgendwie traurig, dass sie sich ihrer Situation so hingeben. Kämpfen ist kein Weg.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Der Junge, der Piraten-Haken und beides ist untrennbar miteinander verwoben.

Fazit:
Eine sehr gute und vor allem tragische Umsetzung dieser Geschichte, um Peter Pan. Besonders gefallen hat mir die Stimme von Tim Schwarzmaier und seine Emotionen. Obwohl mich die Geschichte etwas traurig zurücklässt, ich hätte mir ein Happy End für Jamie gewünscht, vergebe ich 5 Sterne. Eine Lese/Hörempfehlung gebe ich an Liebhaber von Schauergeschichten und Fans von Peter Pan, um die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. Es ist definitiv nichts für Kinder!

Das Mädchen und der Zauberer – Heinz G. Konsalik

Klappentext:
Für Petra beginnt bald ein aufregendes Leben. Auf der Trauminsel Martinique wird sie den attraktiven Industriellen René Birot heiraten. Doch irgendjemand scheint etwas dagegen zu haben: Während der Schiffsreise findet sie in ihrer Kajüte eine Voodoo-Puppe mit einem Beil im Herzen …


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Titel: Das Mädchen und der Zauberer
Autor: Heinz G. Konsalik
Verlag: Hayne
Seiten: 288
ISBN: 978-3453772083
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Petra wird immer wieder von Männern angebaggert und immer lässt sie diese abblitzen. Doch René Birot ist eisern und schafft es die Deutsche auf seine Heimatinsel Martinique zu locken. Doch bereits auf der Reise in ihre neue Heimat wird die blonde Schönheit bedroht, die Zukunft mit René scheint in Gefahr…

Schreibstil:
Ich mochte Konsalik schon als Kind sehr gerne lesen, einfach weil mir die Raffinesse in den Geschichten gefällt und weil alles so bildhaft beschrieben ist. In diesem Buch steht die karibische Insel Martinique und der Voodoo-Kult im Vordergrund – beides sehr interessante Themen (einmal Urlaub, das andere ist Spannung mit Horror). Die Liebesgeschichte ist ein schöner Ausgleich zum Zauberkult und auch sonst bietet die Inselgeschichte viele kriminelle Machenschaften. Das Besondere bzw. mein Favorit an der Handung ist mittlerweile, dass Alter (Erstausgabe 1984), es gab noch keine Handys, kein social media, … es ist einfach schön dieser neuen Welt in einem Buch zu entfliehen, den Zauber der Geschichte zu verfolgen und sich etwas zurückversetzt zu fühlen.

Charaktere:
Es ist alles dabei: ein guter Polizist, ein Liebespaar, Voodoopriester, Rächer, Opfer, also alles was ein guter Krimi braucht. Besonders gefallen hat mir, dass die Figuren sich entwickeln, dass sie Ängste haben, diese zeigen und sich finden. Es wirkt alles auf eine Art echt. In Jean hätte ich mich wohl auch verguckt, seine planlose Art brachte mich immer wieder zum Lachen.

Cover:
Das Cover wirkt alt, nach Groschenroman an der Tanke, aber irgendwie passt das auch zur Geschichte – schwer zu beschreiben.

Fazit:
Wieder ein schöner Roman von Konsalik, der volle 5 Sterne bekommt, weil er mich gut unterhalten hat. Eine Leseempfehlung kann ich kaum aussprechen, wohl eher an Leser, welche Krimis von früher mögen, bei denen es noch um echte Ermittlungen geht.

[Abgebrochen] Level 26: Dunkle Seele – Anthony E. Zuiker

Klappentext:
Strafverfolgungsbehörden teilen Mörder in verschiedene Kategorien der Bösartigkeit ein: angefangen bei Zufallstätern der Stufe 1 bis hin zu Folterern und Schlächtern der Stufe 25, deren Grausamkeit und Perversität sich dem normalen Begriffsvermögen entziehen.
Doch nun ist eine neue Kategorie entstanden. Eine bisher unbekannte Dimension des Schreckens. Und nur eine geheime Elitetruppe weiß davon. Sie hat den Auftrag, die gefährlichsten Killer und Psychopathen der Welt auszuschalten. Bisher gehört nur eine Person in die neue Kategorie.

Seine Opfer: Jeder
Seine Methoden: Alles, was ihm geeignet erscheint
Sein Alias: Sqweegel
Seine Einstufung: Level 26

Jedem Leser stehen audiovisuelle Inhalte im Internet zur Verfügung.

LESEN Sie das Buch.
SEHEN Sie die Filme im Web.
ERFAHREN Sie die ganze Dimension des Schreckens.


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Titel: Level 26: Dunkle Seele
Autor: Anthony E. Zuiker
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 430
ISBN: 978-3404160570
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Womit fange ich an? Das mir ein Inhalt versprochen wurde, den es nicht gibt?

Im Vorwort steht: […] Wo traditionelle Erzählung endet, beginnt das Erleben, da der Leser in die Lage versetzt wird, nicht nur zu lesen, sondern zuzuschauen – die erste Digi-Novel TM der Welt ist erschaffen. […] werde ich dem Leser die Möglichkeit geben, sich auf Level26.com einzuloggen und [dort] Filme anzusehen, die die Geschichte von einem Kapitel zum anderen führen. […]

Meine Meinung:
Wenn ich mir die Zeit nehme zu lesen, dann freue ich mich, wenn mein Handy, Radio und TV aus sind, weil ich dann ruhe habe. Man wird doch den ganzen Tag zugeblödelt von den digitalen Medien, aber ich wollte mal was neues ausprobieren, daher dann doch der Griff zur Buch-Computer-Verbindung.
Wie bereits einleitend erwähnt, habe ich eine Digi-Novel erwartet, mit eigener Webseite und Codes, welche man einträgt um die entsprechenden Filmsequenzen zu sehen. Was habe ich bekommen? Eine Webseite, welche seit mindestens 2014 (lt. einer anderen Rezension) tot ist und nur noch auf den Youtube Kanal von Leven26 verweist. Dort sind die Videos in schlechter Qualität oder teilweise gar nicht mehr vorhanden, weil ebenfalls gelöscht.

Videos sind nicht alles, geht es ja hier eigentlich auch um Bücher. Also auf zur vernichtenden Buchkritik (Januar ist wohl nicht mein Monat):
Anthony E. Zuiker ist durch und durch Drehbuchautor, Kopfkino kennt er wohl nicht, denn dies lässt er nicht zu. Seine Sätze sind immer kurz und beschreiben alles so genau, dass die eigene Phantasie nur in der Ecke steht und sich langweilt. Mittlerweile bin ich auch zu dem Schluss gekommen, dass dies auch der Grund gewesen sein muss eine Digi-Novel zu erschaffen, einfach um noch genauer in den Verstand des geneigten Lesers einzugreifen und ihm noch mehr Gedankenkreativität zu nehmen.

Nachdem ich also beim Lesen meines Kopfkinos beraubt wurde und mir diesen stümperhaften Kurz-Satz-Quatsch für ein paar Kapitel angetan habe und das erste Video der Digi-Novelle nicht vorhanden war, habe ich mich für einen Abbruch entschieden. Meine Zeit ist kostbar und die verschenke ich nicht an so einen brutalen Kram, bei dem die Charaktere gestört, aber Oberflächlich gehalten sind und die eigentliche Handlung nur auf das bestialische Abschlachten von Menschen abzielt.

Fazit:
Die Geschichte ist durch die fehlenden Videos mangelhaft und hat wohl damals nur gutes Marketing genossen. Schlimm, wenn nun auch Bücher ein Verfallsdatum haben und ab einer gewissen Zeit nicht mehr zielführend genutzt werden können. Von mir gibt es nur einen Stern und selbstverständlich rate ich jedem ab sich dieses Werk zu beschaffen.

Verliebt noch mal – Kristina Günak

Klappentext:
Die junge Physiotherapeutin Thea Fuss teilt sich ein hübsches Fachwerkhaus in der Altstadt von Hameln mit drei Mitmietern. Neuester im Bunde ist der attraktive Computer-Nerd Schröder. Schlecht für Thea, die sich aus schwerwiegenden Gründen eigentlich eine Männerpause verordnet hat. Als ihre sonderbare Oma ihr allerdings eine baldige Hochzeit prophezeit und auch noch der Mietergemeinschaft gekündigt wird, kommt Thea nicht darum herum, sich näher mit ihm zu befassen – und das Chaos ist perfekt!


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Titel: Verliebt noch mal
Autor: Kristina Günak
Verlag: Egmont LYX
Seiten: 320
ISBN: 978-3802593833
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Physiotherapeutin (Thea Fuss), Psychotherapeut (Dr. Grosser), Computernerd (Schröder) und Energie-Sachbuch-Autorin (Margarete) leben zusammen in einem Haus, welches verkauft werden soll. Natürlich ist diese Verrückte Hausgemeinschaft keine ganz normale, denn die 4 halten zusammen wie Pech und Schwefel und erleben bei der Wohnungssuche sowie zwischenmenschlich einiges …

Schreibstil:
Ich liebe den Stil von Kristina Günak und muss gestehen, dass ich einige Charakterzüge aus „Der Elionore Brevent Reihe“ wiedergefunden habe. Dies hat mich sehr gefreut und so hat mir das Lesen doppelt Freude bereitet. Die Geschichte entwickelt sich wieder sehr rasant und heiter. Es bleibt kaum Zeit einen Fauxpas zu verdauen, da stürmen die Charaktere gleich zum nächsten. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz und Gefühle spielen ebenso eine große Rolle wie die Aufklärung über die richtige Haltung von Landschildkröten.

Charaktere:
Thea sah vor meinem geistigen aus wie meine Physiotherapeutin und als Thea auch noch erklärte, dass Physiotherapeuten früher Krangengymnasten hießen, also kurz KG für „keine Gnade“ musste ich noch mehr an meine Zeit auf der Liege denken. Danke für die sehr realistische Beschreibung! Und ja ich liebe Thea sowie meine KG 🙂

Margarete, wer kennt sie nicht? Die liebe Esoterikerin und ihre Lebenshilfe! Perfekt, liebevoll und göttlich! Ebenso Dr. Grosser, der selbst eine Therapie nötig hätte. Zum Schluss noch der nerdige Schröder, der ggf. gar nicht so verkappt ist, wie alle denken. Es klingt auf den ersten Blick absolut nach Klischee, nun kommt mein aber: es ist ein fabelhaft umgesetztes Klischee! 😉 Die Figuren handeln zwar irgendwie vorhersehbar, aber sie handeln toll und ich habe mir die ganze Zeit gewünscht das sie sich so verhalten, weil es einfach zu ihnen passt und das ist einfach super – Klische hin oder her 😛

Cover:
Das Cover ist verrückt, verspielt und so soll es sein, es passt wunderbar zur Geschichte.

Fazit:
Ein wundervolles Buch welches man lesen sollte, egal wann und egal wer. Es ist zum schreien komisch, gefühlvoll traurig, und einfach aufbauend. Vielen Dank, liebe Kristina für diese Geschichte!

Argeneau-Reihe 03: Ein Vampir zum Vernaschen – Lynsay Sands

Klappentext:
Der gut aussehende Vampir Lucern Argeneau schreibt unter Pseudonym historische Liebesromane. Da er die meisten Ereignisse, die er in seinen Romanen beschreibt, selbst erlebt hat, sind seine Bücher sehr erfolgreich. Er besitzt eine große Fangemeinde, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihren Autor einmal persönlich kennenzulernen. Doch Lucern lebt äußerst zurückgezogen und weigert sich, auf Lesereise zu gehen oder Autogramme zu geben, schon allein deshalb, weil für ihn als Vampir das Reisen bei Tag schwierig ist. Doch seine neue Lektorin Kate C. Leever hat es darauf angelegt, den schüchternen Lucern aus der Reserve zu locken – und das um jeden Preis.


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Titel: Ein Vampir zum Vernaschen
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 384
ISBN: 978-3802581724
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der alleinlebende Autor, Lucern Argeneau, versucht alles um seiner nervenden Lektorin zu entgehen, doch Kate lässt nicht locker und bemüht sich sehr, Lucern zu einer Lesereise zu bewegen. Mit Hilfe von Lucerns Mutter gelingt es Kate den mürrischen Autor zu einem Termin zu überreden, doch kann Lucern über seinen Schatten springen und sich seinen Fans und der Liebe hingeben?!

Schreibstil:
Wie immer ist der Stil von Lynsay Sands zum schreien komisch. Ich habe tränen gelacht und konnte mir das komplette Buch bildlich vorstellen. Was die Lacher noch intensiver werden lies.

Charaktere:
Lucern, der schrullige Autor, war von den vorangegangen Bänden bereits bekannt. Daher überraschte seine Art nicht und es machte ihn wahnsinnig sympathisch zu verstehen warum er so verschlossen und zurückgezogen lebt.

Kate ist eine witzige und spritzige Lektorin die ich sofort sympathisch fand. Ihre Art, Lucern aus der Reserve zu locken, war amüsant und lies sie sehr energisch wirken.

Die anderen Familienmitglileder waren ebenfalls bekannt und ich finde es immer wieder erstaunlich das sie immer noch sich selbst treu sind. Jeder zeigt sich wie im ersten Band und durch die Wiederkehr macht es einfach nur Spaß das Buch zu lesen und zu erfahren was aus den anderen Personen geworden ist.

Cover:
Das Cover zeigt ein Getränk mit Herz, was für die geschäftliche Veranstaltung von Kate und Lucern stehen könnte.

Fazit:
Ein witziger dritter Teil, der nach „Eine Vampirin auf Abwegen“ und „Verliebt in einen Vampir“ zum lachen und träumen anregt. Ich habe mich gefreut bekannten Mitgliedern der Familie Argeneau wieder zu begegnen und mit ihnen ein neues Abenteuer zu bestehen. Die beiden ersten Teilen müssen nicht, sollten aber vorher gelesen worden sein um wirklich alles zu verstehen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.