Die Päpstin – Donna W. Cross

Klappentext:
Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes – wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.


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Titel: Die Päpstin
Autor: Donna W. Cross
Verlag: Aufbau Digital
Seiten: 587
ASIN: B004TTN2GM
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Die junge Johanna will mehr. Sie möchte unter den gleichen Bedingungen, wie die Männer in ihrem Zeitalter, groß werden und lernen. Mit ihrem klugen Verstand und wachem Geist, versucht sie durch Maskerade und Taktik ihr Möglichstes …

Schreibstil:
Der Ausdruck ist einfach und somit lässt sich das Buch schnell und einfach lesen. Was mich immer wieder verwirrte, waren Wortwidersprüche. So vermischt Cross Meilen / Kilometer und ändert dann noch historische Fakten – dies natürlich zugunsten des Romans 🙄

Charaktere:
Johanna symbolisiert für mich eine sehr starke Frau, die für alle Frauen vergangener und kommender Epochen steht. Sie kann sehr viel und nutzt ihren Verstand um Gleichstellung / Gleichberechtigung zu erzielen.

Die Männer im Buch kommen zum größten Teil nicht gut weg. So sind sie doch davon überzeugt, dass sie die einzig wahren sind – zum größten Teil ist dem, gerade in der kath. Kirche, immer noch so. Schade, aber wohl nicht zu ändern. Umso mehr habe ich mich über die wenigen Ausnahmen gefreut. Es ist genau die Art von Männern, die den Geist bzw. das Wesen eines Menschen gesehen und nicht auf das Äußere geachtet haben. Es sollte mehr Menschen (egal ob männlich oder weiblich) dieser Art geben.

Cover:
Mit dem Cover kann ich irgendwie gar nichts anfangen. Es ist mir zu „rot“ und wirkt eher aggressiv und vernichtend.

Fazit:
Ein sehr schöner Roman, über die stärken des Willens, den ich an Leser von historischen Büchern empfehlen würde. Einzig die Verdrehung der historischen Fakten ist mir ein kleiner Dorn im Auge. Und ob Johanna nun wirklich auf dem Papststuhl saß, das werden wir wohl nie erfahren – sämtliche Dokumentationen, Bücher und Schriften werden wohl immer widersprüchlich ausgelegt werden. Ich denke daher, dass sich Leser, die sich gerne mit Mythen und starken Persönlichkeiten beschäftigen, mit „Die Päpstin“ eine eindrucksvolle Lesezeit bescheren können 😉

Stolz und Vorurteil – Jane Austen

Klappentext:
Janes Austens berühmtester Roman

Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts steht die junge und schöne Elisabeth Bennet vor einer großen Lebensentscheidung: der Wahl eines geeigneten Heiratskandidaten. Ihr allzu stolzes Wesen jedoch vernebelt ihr ein ums andere Mal den Blick, bis sie nach vielen Verwicklungen schließlich doch die Liebe ihres Lebens findet. Jane Austens berühmtester Roman »Stolz und Vorurteil«, der 1813 erschien, krönt die erste Schaffensphase der englischen Autorin und sicherte ihr einen Platz in den Annalen der Weltliteratur.


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Titel: Stolz und Vorurteil
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 361
ISBN: 978-3866471788
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Mrs. Bennet versucht verzweifelt für ihre 5 Töchter geeignete Ehemänner zu finden. Durch ihre Dummheit versagt sie dabei völlig…

Schreibstil:
Jane Austen war eine wundervolle Schriftstellerin, durch ihren Witz, die Gabe ihre Mitmenschen genau zu beobachten und dies geschickt niederzuschreiben ist jedes Werk von ihr ein must read! Allerdings sollte dabei auf die Übersetzung geachtet werden. Bereits im April 2012 habe ich Stolz und Vorurteil – damals noch als E-Book vom Null Papier Verlag – gelesen und war bitterlich enttäuscht von der Übersetzung. Nun, knappe 2 Jahre später, gebundenes Buch, gleiche Übersetzerin. Darauf habe ich nun wirklich nicht geachtet, aber die Rechtschreib- und Ausdruckfehler sind haften geblieben. Wahrlich gruselig!

Charaktere:
Mrs.. Bennet, die so vertrottelt ist, dass sie einer Komödie entsprungen scheint, brachte mich immer wieder zum lachen. Ihr Mann dagegen war immer ruhig und nur durch seinen Stolz ertrug er dieses Weib.

Jane, die älteste Tochter, bestach durch ihre Vernunft und ihren ruhigen Charakter. Elisabeth, ihre jüngere Schwester, punktete durch ihre stolze, vernünftige und kaltschnäuzige Art. Lydia, die jüngste Tochter ging mir regelrecht auf den Keks, aber selig sind die Verrückten, sie merken ihre eigene Nervigkeit nie 🙄

Mr. Collins, der überdrehte Cousin der Bennets war ein wahrer Sonnenschein. Durch seine Art alles zu kommentieren passt er perfekt in sein Amt als Pfarrer und ich habe die Seitenlangen Briefe von ihm an seine Familie genossen.

Mr. Bingly und Mr. Darcy, die beiden Herren von nebenan, gefielen mir ausgesprochen gut. Gerade an Darcy hatte ich meine wahre Freude.

Fazit:
Ein wundervoller Roman, der mit einer anderen Übersetzung sicherlich um vieles besser ist, daher erhält dieses Buch – wie bei meiner ersten (E-Book) Bewertung nur 3 Sterne.

Verstand und Gefühl – Jane Austen

Klappentext:
Jane Austens ergreifender Roman über Sinn und Sinnlichkeit

Jane Austens berühmtes Sittengemälde »Verstand und Gefühl« ist eines der meistgelesenen Werke der frühviktorianischen Literatur. Der Roman entstand bereits um 1795, erschien jedoch erst 1811 und war das erste Buch, mit dem Austen ins Licht der Öffentlichkeit trat. Hauptfiguren der ergreifenden Geschichte sind die jungen Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die auf ihrer Suche nach Liebe und ehelicher Geborgenheit zwischen Vernunft und Herzensregung hin- und hergerissen sind.


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Titel: Verstand und Gefühl
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 438
ISBN: 978-3866472983
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Es fällt mir immer wieder schwer Klassiker gerecht zu beurteilen oder das, was mir besonders gefallen hat, herauszustellen. Aber ich will es trotzdem versuchen:

Der alte Mr. Dashwood verstirbt. Er hinterlässt seine Frau mit 3 Töchtern und einen Sohn mit seiner Familie. Noch auf dem Sterbebett nimmt Mr. Dashwood seinem Sohn das Versprechen ab, sich um die Frauen zu kümmern. Doch es kommt alles anders: Neid und Missgunst vertragen sich nicht mit dem Gefühl der Liebe …

Jane Austen schreibt mit viel Raffinesse und Scharfsinn. Sie scheint ihre Umgebung sehr genau beobachtet zu haben und brachte mich nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit dem hypotaktischen Satzbau, in eine andere Welt.

Besonders gefallen haben mir Elinor (Verstand) und Marianne (Gefühl), die beiden Dashwood-Schwestern. Die beiden können unterschiedlicher nicht sein, aber sind dennoch so toll was ihre Harmonie angeht.

Was ich sehr beeindruckend fand, waren die damaligen Verhältnisse, wie doch gelogen und geschleimt, was alles verlangt wurde und schicklich war. Die Fleischbeschau und einfach das Leben zu dieser Zeit. Kein „historischer Roman“, der in der heutigen Zeit geschrieben wurde, kann dieses Gefühl und das Verständnis für „damals“ wiedergeben, weil der Autor einfach nicht dabei war!

Fazit:
Ein sehr bewegender, faszinierender und authentischer Roman, den ich sicherlich noch öfters lesen werde. Zu empfehlen an alle! Daher volle 5 Sterne!

Eine Lady zu gewinnen … – Sabrina Jeffries

Reiheninfo:
Lord Stonevilles Geheimnis
Spiel der Herzen
Ein vortrefflicher Schurke
Eine Lady zu gewinnen …

Klappentext:
Lord Gabriel Sharpe ist einer der besten Reiter Englands, der keinem Pferderennen widerstehen kann. Umso überraschter ist er jedoch, als ihn die junge Virginia Waverly herausfordert, deren Bruder bei einem Rennen ums Leben kam. Sie will sich an Gabriel rächen, den sie für den Tod ihres Bruders verantwortlich macht. Doch Gabriel will nicht nur das Rennen gewinnen, sondern auch Virginias Herz.


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Titel: Eine Lady zu gewinnen …
Autor: Sabrina Jeffries
Sprecher: Cathlen Gawlich
Verlag: audible GmbH
Länge: 380 Seiten / 10 Std. 35 Min. (ungekürzt)
ASIN: B00GYCD8GQ
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Den Sharpes bleiben nur noch wenige Monate um das Ultimatum ihrer Großmutter zu erfüllen: Alle Enkel müssen binnen eines Jahres unter der Haube sein; Lord Gabriel nutzt die Gunst der Stunde um sich an Virginia Waverly heranzumachen, da er glaubt etwas gutmachen zu müssen, denn Gabriel fuhr vor vielen Jahren ein Kutschenrennen gegen Virginias Bruder, der dabei tödlich verunglückte …

Stil:
Ich liebe diesen romantisch-erotischen-Stil von Sabrina Jeffries und diese zur Gänsehaut bringende Stimme von Cathlen Gawlich. Beide Frauen schaffen es eine so tolle Stimmung mit ihren Mitteln aufzubauen, dass man der Geschichte einfach nur verfallen kann.

Charaktere:
Gabriel, der ungestüme, wilde Reite, der mir, trotz seiner kalten Schilderungen, sofort ans Herz gewachsenen ist und mir super sympathisch war, zeigt hier, wie vorschnell die Menschen verurteilen und verurteilt werden. Gabriel tat mir leid und dadurch wünschte ich ihm noch mehr Kraft und Glück als er brauchte.

Virginia ist eine starke Frau, die sich von Geschichten blenden lies. Sie zeigt, wie schnell wir zu manipulieren sind und das wir öfters auf uns vertrauen sollten. Ich mochte ihre Figur sehr.

Die anderen Sharpes spielten nur eine kleine Rolle, waren aber wieder füreinander da 😀

Cover:
Das Cover ist schön. Das grün passt zu Wiesen, Wäldern, Pferden und Geschwindigkeit – also zur Geschichte 😉

Fazit:
Ein romantisch-spannender vierter Teil, der wieder neues über den Tod der Sharp-Eltern und ein neues Pärchen brachte. Die Figuren sind wie immer schön ausgestaltet und sympathisch. Besonders schön finde ich die seichte Erotik, mit der die jungen Frauen an die Freuden der Ehe geführt werden und deren Entwicklung. Wer die ersten Teile kennt, muss sich diesen Band zulegen, für Neueinsteiger könnte es schwierig werden der Handlung komplett zu folgen.

Der Fluch des Sündenbuchs – Beate Maly

Klappentext:
1618: Die junge Apothekerin Jana und ihr Mann Conrad reisen in die Neue Welt. Sie folgen den Hinweisen des geheimnisvollen Sündenbuchs auf der Suche nach einem sagenumwobenen Schatz im Herzen Amerikas – El Dorado. Doch Gefahren lauern überall: Auf dem Meer entkommen sie nur knapp Piraten, und an Land erwarten die Schatzsucher dessen feindselige Bewohner. Und dann ist da noch der dunkle Mönch, der Jana und Conrad folgt, seit sie die Alte Welt verlassen haben.


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Titel: Der Fluch des Sündenbuchs
Autor: Beate Maly
Verlag: Ullstein
Seiten: 464
ISBN: 978-3548284651
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Fortsetzung von: Das Sündenbuch

Inhalt:
Jana und Conrad machen sich auf, um El-Dorado und den Schatz zu finden. Trotz des Reisetagebuchs, des Medaillons und der Schatzkarte ist es nicht einfach diesen zu finden und auch der geheimnisvolle Mönch ist ihnen immer noch auf den Fersen …

Schreibstil:
Bereits im ersten Teil hat Beate Maly gezeigt, dass sie gut und flüssig schreiben kann. In diesem Buch geht es genauso weiter. Der Ausdruck ist nicht immer passend – so verwendet die Autorin auch neumodische Begriffe wie z. B. „öde“, aber vielleicht wurden diese Wörter auch damals 1618/19 verwendet – ich war ja nicht dabei 😉 Mit viel Wortwitz und Schlagfertigkeit der Charaktere macht das Lesen definitiv Spaß und die Spannung wird aufgrund vieler wahrer Fakten noch gesteigert.

Charaktere:
Jana und Conrad waren mir noch aus „Das Sündenbuch“ bekannt und daher freute ich mich sehr die beiden wieder zu lesen. Sie waren mir das ganze Buch über sympathisch und sind sich treu geblieben – nicht nur körperlich sondern auch ihrer Art 🙂

Der dunkle Mönch bekommt Gesellschaft, so streifen Francesco und Bonifacio gemeinsam durch die Wildnis und erleben allerhand. Beide Figuren fand ich wahnsinnig toll und hätte gerne mehr von ihnen gelesen. Ich habe zwar alles erfahren, was wichtig ist, aber dennoch kamen mir diese, doch sehr speziellen, Figuren zu kurz.

Es gibt so viele Figuren in diesem Buch, dass ich sie gar nicht alle benennen kann. Besonders gefallen hat mir auch die kurze Reise zu den Warao – Eingeborene – , den Piraten und Einheimischen.

Cover:
Da Cover ist schön, aber nicht so gut wie das des Sündenbuchs. Hier wurde auf Prägungen verzichtet und alles etwas schlichter gehalten.

Fazit:
Eine würdige Fortsetzung die erneut mit vielen Fakten bestückt wurde. Wer „Das Sündenbuch“ gelesen hat, sollte also unbedingt auch die Fortsetzung lesen. Auch für Neulinge ist „Der Fluch des Sündenbuchs“ ein spannender, historischer Roman, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Mir hat die Reise wieder viel Freude bereitet und dafür vergebe ich 4 Sterne.