Das Seidengeheimnis – Clio Gray

Klappentext:
Toskana, Beginn des 19. Jahrhunderts:
Die Seidenstadt Lucca hat ein großes Geheimnis zu hüten: Seit Jahrhunderten verbergen die Seidenhändler von Lucca ihr Heiligtum im ferngelegenen London. Als Napoleon mit seinen Truppen vor den Toren der Stadt steht, wächst die Befürchtung, dass das Geheimnis gelüftet wird.

Zeitgleich in London:
Das junge Mädchen Mabel erfährt über grausame Umwege von dem Geheimnis. Zusammen mit dem eigenbrötlerischen Whilbert Stroop will sie es um jeden Preis ergründen. Sie ahnt weder, dass sie sich damit in größte Lebensgefahr bringt, geschweige denn, dass sie nichts Geringeres als das Schicksal der toskanischen Stadt in ihren Händen hält …

Titel: Das Seidengeheimnis
Autor: Clio Gray
Verlag: EDITIONNOVA
Seiten: 300
Sonderausgabe: 29056217
Meine Bewertung:
1 Stern – gefällt mir gar nicht

Ich habe dieses Buch wirklich oft zur Seite gelegt und zwischenzeitlich auch wieder ins Regal geräumt, aber irgendwie wollte ich doch wissen wann es denn mal losgeht mit dem Geheimnis und ob der Schreibstil mal besser wird …

Die Geschichte ist sehr wirr, die Autorin springt sehr in den Zeiten – ja es handelt sich um einen historischen Roman in mehreren Epochen, dennoch erwarte ich eine passende Zeitform – Im Buch selber wurde im Präsens und Präteritum geschrieben, was noch schlimmer war als die ständigen Sprünge der Handlung. Ich musste Abschnitte zeitweise mehrmals lesen um zu verstehen wo die Handlung nun spielt und was mir die Autorin nun mitteilen möchte. Dies nervte und war unwahrscheinlich anstrengend. Auch hielt sich Clio Gray sehr viel mit Nichtigkeiten auf. So wird über einen kompletten Abschnitt berichtet, wie sich eine Person einen Schnaps genehmigt (inkl. dem Suchen der Flasche, dem Aufschrauben und des genüsslichen Trinkens … Prost!)

Der Plot selbst ist banal und als das Geheimnis dann endlich gelüftet wurde hatte ich nur ein „ah ja“ im Kopf und war froh, dass das Buch nach weiteren 5 Seiten endlich zu Ende war.

Die Charaktere sind flach und es sind eindeutig zu viele. Ich mag Geschichten die viele Handlungen haben und bei denen viele Personen eingebunden werden, aber hier war es mir ehrlich gesagt auch zu viel. Ich hatte keine Möglichkeit die Personen kennenzulernen oder etwas mit ihnen zu verbinden, Nichtigkeiten wurden beschrieben, die Charaktere nicht, sowas ist schade und hätte beim Korrektorat auffallen müssen.

Das Cover ist schön und war auch für mich ein Kaufgrund, leider konnte der Inhalt nicht überzeugen.

Fazit:
Ein Buch, welches mich nicht überzeugen konnte. Ich habe viel Quergelesen und konnte mich nur zwingen das Buch zu beenden. Der Wirre Schreibstil und das Springen der Handlung sowie der Zeitformen nahmen mir den Lesespaß. Daher gibt es von mir nur 1 Stern und keine Leseempfehlung.

Die Hurenkönigin ermittelt 01: Das Geheimnis der Totenmagd – Ursula Neeb

Klappentext:
In der Nacht von Allerseelen beobachtet der Totengräber ein dunkles Ritual. Am Morgen findet er im Beinhaus die Leiche einer jungen Frau. Der Verdacht fällt auf ihn, er soll gehenkt werden. Nur seine Tochter Katharina ist von seiner Unschuld überzeugt. Sie sucht den wahren Mörder und gerät dabei immer tiefer in den Sog einer Bruderschaft, die Meister Tod verehrt …


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Titel: Das Geheimnis der Totenmagd
Autor: Ursula Neeb
Verlag: Ullstein
Seiten: 432
ISBN: 978-3548282817
Meine Bewertung:
2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Die Totenwäscherin Katharina erleidet einen schweren Schicksalsschlag: Ihr Vater, der Totengräber, soll einen Mord begangen und die Leiche geschändet haben. Dies sagt zumindest sein Geständnis nach tagelanger Folter aus. Katharina will dies nicht glauben und ermittelt eigenständig …

Scheibstil:
Normalerweise mag ich historische Romane, besonders dann, wenn ich etwas von ihnen lernen kann. Leider hat mir die Geschichte um die Totenmagd rein gar nichts gebracht, außer: ein furchtbar schnulziger Satzbau mit vielen Füllwörtern und ein inszenierter Plot. Ursula Neeb hat sich bemüht viele historische Dinge in ihren Roman einzuarbeiten und hat gut recherchiert (langer Quellnachweis am Ende des Buches), aber mit dem Schreiben hapert es einfach etwas.

Charaktere:
Katharina, die nur aus Liebe zu ihrem Vater, den besten Freund desselbigen geheiratet hat. „Onkel Rupp“ – wie sie ihren Mann nennt, nimmt dies auch alles so hin und die beiden leben nebeneinander her. Für mich eine eigenartige Kombination und nicht nachvollziehbar.

Die Brüder des Todes waren für mich eine Sekte, ohne Sinn und Verstand, liefen sie ihrem „Meister“ hinterher – gut ggf. war das so, aber ich konnte auch dies nicht glauben. Die Charaktere und ihre Rollen waren mir zu lieblos und fremd, dass ich keinen Zugang gefunden habe.

Cover:
Das Cover ist interessant und macht neugierig auf das Geheimnis der Totenmagd.

Fazit:
Mit weniger schnulzigen Sätzen und Lückenfüllern hätte mir das Buch sicherlich besser gefallen. So fand ich es zu lang (200 Seiten weniger wären total ok gewesen) und vergebe nur 2 Sterne.

Lady Celias gewagter Plan – Sabrina Jeffries

Reiheninfo:
Lord Stonevilles Geheimnis
Spiel der Herzen
Ein vortrefflicher Schurke
Eine Lady zu gewinnen …
Lady Celias gewagter Plan

Klappentext:
Lady Celia Sharpe sucht nach einem passenden Ehemann, um das Ultimatum ihrer Großmutter zu erfüllen, die sie enterben will, sollte sie nicht bald heiraten. Sie beauftragt den Privatermittler Jackson Pinter, mögliche Kandidaten auszuspionieren, ohne jedoch zu ahnen, dass Pinter selbst ein Auge auf sie geworfen hat.


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Titel: Lady Celias gewagter Plan
Autor: Sabrina Jeffries
Sprecher: Cathlen Gawlich
Verlag: audible GmbH
Länge: 11 Std. 50 Min. (ungekürzt)
ASIN: B00KDNO7PS
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im fünften und letzten Teil von „The Hellions of Halstead Hall“ geht es um Lady Celia, die jüngste der Sharpe-Geschwister. Sie lässt Jackson Pinter ihre Bewerber überprüfen und ahnt nicht, dass der smarte Ermittler selbst ein Auge auf die Lady geworfen hat. Nebenbei wird der Mord an den Sharpe-Eltern aufgeklärt …

Stil:
Wie in den anderen Teilen ist der Schreibstil gefühlvoll, seicht und einfach gehalten. Gawlich weckt das ganze durch ihre einmalige Stimme auf und beschert so einen ganz besonderen Hörgenuss.

Charaktere:
Wie immer sind alle Charaktere liebevoll und ehrlich beschrieben. Ihre Handlungen passen immer zu ihnen, ohne das etwas plump oder einstudiert wirkt.

Celias Zerrissenheit wird hier besonders deutlich. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und findet am Ende das, was sie braucht.

Auch Pinter bekommt nach langer Zeit bei den Sharpes einen wundervollen Lohn – nicht nur Celia sondern auch Anerkennung – nun kann er endlich ohne Komplexe leben, was mich für ihn sehr freut.

Cover:
Das Cover ist wieder sehr schön und geheimnisvoll.

Fazit:
Ein wundervoller Abschluss der Pentalogie. Ich empfehle diesen Teil nur an Leser, welche die anderen Teile kennen – sonst gibt es zu viele Wissenslücken um den Mord der Sharp-Eltern – wer nur an der Liebesgeschichte zwischen Lady Celia und Pinter interessiert ist, kann natürlich sofort in die Geschichte eintauchen. Besonders gefallen hat mir der Spagat der Protagonisten und die Aufklärung des Mordes.

Mansfield Park – Jane Austen

Klappentext:
Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Fanny Price wächst in der Familie ihres Onkels Sir Thomas Bertram im Herrensitz Mansfield Park auf. Von ihren selbstverliebten Kusinen Maria und Julia hat das scheue und gutmütige Mädchen, dem es angeblich an »feiner Bildung« mangelt, Einiges zu erdulden. Doch nach Jahren voller Rückschläge und Irrtümer ist schließlich sie es, die ihre fast schon verloren geglaubte große Liebe findet. In ihrem 1814 erschienenen vierten Roman zeichnet Jane Austen ein facettenreiches Sittenbild des englischen Bürgertums am Beginn des 19. Jahrhunderts.


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Titel: Mansfield Park
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 576
ISBN: 978-3866474819
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Familie Bertram, möchte ihre Verwandschaft unterstützen und holt aus diesem Grund die Nichte, Fanny, nach Mansfield Park. Das kleine und schüchterne Mädchen erlebt eine neue Welt und versucht alles, um ihrer Familie zu gefallen …

Schreibstil:
Der Stil dieses Romans hat mich etwas verwundert. Austen ist dafür bekannt, ein starkes Frauenbild aufzuzeigen und genau dies hat mir hier gefehlt. Die Übersetzung ist gut und lässt sich flüssig lesen.

Charaktere:
Fanny ist mir zu schüchtern, zu ruhig, zu lieb. Sie passt nicht recht ins Bild von Austens selbstsicheren Charakteren und ich hätte mir so oft gewünscht, dass sie endlich aufsteht und den Ungerechtigkeiten, die ihr widerfahren, Einhalt gebietet.

Mrs. Norris, Fannys Tante, war der Aufreger des Buches. Eine Person, die sich in alles einmischt. Ich hätte sie so oft schütteln können ^^

Lady und Sir Bertram, Fannys „Ersatzeltern“, waren auf ihre Art sehr speziell. Und auch hier habe ich mich gefragt, wenn Jane Austen als Vorlage nutzte. Die Zeiten in denen man seine Verwandten und Freunde über Monate hinweg besuchte, waren anscheinend sehr inspirierend.

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön. Eine junge Frau geht ihrer Handarbeit auf einer kleinen Terrasse nach – traumhaft!

Fazit:
Für mich der schlechteste Austen-Roman, den ich bis jetzt gelesen habe. Die Charaktere passen nicht in das Bild, was Austen in ihren anderen Büchern darstellte. Es gibt keine starken und aufrüttelnden Charaktere sondern schwache, die alles hinnehmen. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne.

Die Päpstin – Donna W. Cross

Klappentext:
Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes – wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.


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Titel: Die Päpstin
Autor: Donna W. Cross
Verlag: Aufbau Digital
Seiten: 587
ASIN: B004TTN2GM
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Die junge Johanna will mehr. Sie möchte unter den gleichen Bedingungen, wie die Männer in ihrem Zeitalter, groß werden und lernen. Mit ihrem klugen Verstand und wachem Geist, versucht sie durch Maskerade und Taktik ihr Möglichstes …

Schreibstil:
Der Ausdruck ist einfach und somit lässt sich das Buch schnell und einfach lesen. Was mich immer wieder verwirrte, waren Wortwidersprüche. So vermischt Cross Meilen / Kilometer und ändert dann noch historische Fakten – dies natürlich zugunsten des Romans 🙄

Charaktere:
Johanna symbolisiert für mich eine sehr starke Frau, die für alle Frauen vergangener und kommender Epochen steht. Sie kann sehr viel und nutzt ihren Verstand um Gleichstellung / Gleichberechtigung zu erzielen.

Die Männer im Buch kommen zum größten Teil nicht gut weg. So sind sie doch davon überzeugt, dass sie die einzig wahren sind – zum größten Teil ist dem, gerade in der kath. Kirche, immer noch so. Schade, aber wohl nicht zu ändern. Umso mehr habe ich mich über die wenigen Ausnahmen gefreut. Es ist genau die Art von Männern, die den Geist bzw. das Wesen eines Menschen gesehen und nicht auf das Äußere geachtet haben. Es sollte mehr Menschen (egal ob männlich oder weiblich) dieser Art geben.

Cover:
Mit dem Cover kann ich irgendwie gar nichts anfangen. Es ist mir zu „rot“ und wirkt eher aggressiv und vernichtend.

Fazit:
Ein sehr schöner Roman, über die stärken des Willens, den ich an Leser von historischen Büchern empfehlen würde. Einzig die Verdrehung der historischen Fakten ist mir ein kleiner Dorn im Auge. Und ob Johanna nun wirklich auf dem Papststuhl saß, das werden wir wohl nie erfahren – sämtliche Dokumentationen, Bücher und Schriften werden wohl immer widersprüchlich ausgelegt werden. Ich denke daher, dass sich Leser, die sich gerne mit Mythen und starken Persönlichkeiten beschäftigen, mit „Die Päpstin“ eine eindrucksvolle Lesezeit bescheren können 😉