Vom Autor über die Kuh zum Goldfisch – Erik Arnold

Klappentext:
Dieser Ratgeber wurde geschrieben für alle Autoren, die von Druckkostenzuschussverlagen betrogen und belogen wurden, und für die, die nicht Opfer solcher Machenschaften werden sollen. Eine Kooperationsiniative von Autoren, Grafiker und Lektorat.


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Titel: Vom Autor über die Kuh zum Goldfisch
Autor: Erik Arnold
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten: 70
ISBN: 978-1482548136
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Ein interessantes Buch, wenn man noch nie etwas von DKZV (Druckkostenzuschussverträgen) gehört hat, so wie ich. Denn damit beschäftigt sich dieser Ratgeber, zumindest teilweise. Denn nicht nur über unseriöse Verlage wird berichtet, sondern auch ein bisschen über das Privatleben des Autors.

Der Schreibstil ist einfach und verständlich, zudem sind die wichtigsten Tips auch extra hinterlegt, damit diese noch schneller gefunden werden.

Meine Meinung:
Ich finde diesen Ratgeber, wie bereits oben geschrieben, sehr interessant, da ich mich noch nie mit DKZV beschäftigt habe. Für mich war es immer klar, das ein Autor zwar nicht wirklich Millionär wird (außer er heißt J. K. Rowling oder Stephen King) aber das ein Autor bei einigen Verlagen auch noch etwas zahlen muss um sein Buch zu veröffentlichen finde ich doch etwas bösartig. Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten ein Buch ohne diese Verlage zu veröffentlichen, dass ich ganz persönlich hoffe, dass viele junge Autoren diesen Ratgeber lesen oder zumindest selbst zur Vernunft kommen und sich nach alternativen umsehen.

„Vom Autor über die Kuh zum Goldfisch“ holt den Leser bei Null ab. Dies bedeutet, dass der Ratgeber wirklich für Autoren im Anfangsstadium geeignet und auch geschrieben wurde. Für Autoren die bereits ein Buch ohne DKZV auf den Markt bringen konnten (als Bsp. eBook bei neoBooks oder amazon, im Eigenverlag oder bei namenhaften Verlagen) wäre noch die persönliche Geschichte von Erik Arnold interessant, aber nicht „die Suche nach dem richtigen Verlag“.

Was mir persönlich etwas zu dünn war, war der Abschnitt über das Marketing „einen Webdesigner suchen und Werbematerial zulegen“. Das ist ja logisch, aber worauf muss ich hier achten? – Sollte Interesse bestehen, darf gerne hier: Die Qual der Wahl nachgelesen werden.

Fazit:
Ein Ratgeber für junge Autoren, die vor ihrer ersten Veröffentlichung stehen und noch nicht wissen unter welchen Voraussetzungen ein Buch gedruckt werden kann und was für Fallstricke auf uninformierte warten. Ich gebe 4 Sterne da mir einige Ausführungen zu dünn und zu abgehackt geschrieben wurden, ich aber ansonsten einen interessanten Einblick in die unseriöse Verlagswelt erhalten habe.

Ich bedanke mich bei Erik Arnold für das Rezensionsexemplar.

Ich hab sie nicht gezählt: Eine unartige Biografie – Dolores Schmidinger

Klappentext:
Liebe, Lust und Leidenschaft: Es bleibt nichts ausgespart

„Wenn die Dolly mit achtzig keine Liebhaber mehr hat, dann wird sie welche erfinden, damit es was zum Erzählen gibt“, meinte einmal Andrea Händler über ihre Freundin Dolores Schmidinger. Doch die Sorge ist verfrüht, es gibt einstweilen noch genug zu erzählen, Erotisches, Frivoles und Unartiges aus dem Leben der Dolly S. „Die Schmidinger“ ist Meisterin darin, Pointen zu setzen, zu erstaunen, zu überraschen – und manchmal auch ein wenig zu schockieren.

Titel: Ich hab sie nicht gezählt: Eine unartige Biografie
Autor: Dolores Schmidinger
Verlag: Kremayr & Scheriau
Seiten: 239
ISBN: 978-3218008457
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Dolores Schmidinger ist Schauspielerin, Kabarettistin und Regisseurin. In ihrer Biografie schreibt sie über ihr Leben von der Kindheit bis ins Jahr 2011.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Dolores Schmidinger ist flüssig und gut zu lesen. Schön ist auch, dass mit Austriazismen geschrieben wurde somit kann noch mehr Nähe vermittelt werden.

Cover:
Das Cover lässt eine Biografie vermuten in der es ausschließlich um Erotik geht und nur Bettgeschichten vorgetragen werden, dem ist dann aber nicht so. Ich muss ehrlich getsehen, dass ich, für meinen Geschmack, keine erotische Szene im Buch fand. Eine Frau auf einer Bühne hätte eventuell besser gepasst.

Meine Meinung:
Wirklich fesseln konnte mich diese Biografie nicht. Ich muss zugeben, dass ich Dolores Schmidinger vor diesem Buch nicht kannte und nach diesem Buch kein Interesse habe dies zu ändern. Dolores bleibt das ganze Buch über sehr kindlich und naiv. wie kann eine erwachsene Frau über Alkohol- und Tablettenmissbrauch sowie Bulimie schreiben, als wäre es das normalste auf der Welt? Zwischenzeitlich habe ich es auf die „witzige Ader“, die sie als Kabarettistin sicherlich hat, geschoben, aber es wurde mir trotzdem als zu normal hingestellt. Auch das Dolores sich an den Männern ihrer Freundinnen vergreift und vor nichts zurückzuschrecken scheint, spricht nicht gerade für ihren Charakter. Trotzdem fühlte ich, gerade bei der Schilderung ihrer Kindheit sehr mit ihr, da diese doch recht hart gewesen sein muss.

Auch die anderen Personen im Buch bleiben sehr farblos, von den Eltern konnte ich mir dagegen gut ein Bild machen. Aber egal über welche Beziehung geschrieben wird, ich begreife nicht warum Dolores sich mit diesen Männern abgibt und warum sie so handelt wie sie es schreibt.

Fazit:
Ein Buch was nur für Fans von Dolores Schmidinger und für Leser, die den Österreichischen Dialekt mögen, eine wirkliche Empfehlung sein kann. Mir war die Biografie zu flach oder ich habe den Humor der Autorin nicht verstanden. Ich gebe 2 Sterne für ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte.

Ich bedanke mich beim Kremayr & Scheriau Verlag und Blog dein Buch für das Rezensionsexemplar.

SexLust – Denise Harris

Klappentext:
Kennen Sie diese Situation: Ihr Partner ist perfekt. Aber Sie begehren einen anderen?
Sie betrügt ihn und er betrügt sie – Trotzdem ist sie extrem eifersüchtig … Es entbrennt ein Wirbel an Konflikten!


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Titel: SexLust
Autor: Denise Harris
Verlag: blue panther books
Seiten: 224
ISBN: 978-3862771011
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Ein etwas anderer erotischer Roman, der einem bei SexLust geboten wird. Denise R. Harris schreibt über sich selbst. Das heißt nicht nur eine Geschichte in ich-Form sondern auch eine Geschichte über die erotik-Schriftstellerin Denise Harris.

Denise beschreibt in ihrem ersten Roman ihr Leben mit ihrer Familie, ihrer liebe zu anderen Männern und auch wie sie damit umgeht, dass auch ihr Mann Ron nicht immer treu sein kann. Teilweise hat SexLust den Stil einer Biografie, andererseits auch wieder zu erotisch um allein in dieses Genre gedrückt zu werden.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr interessant und offen. Der Leser wird mitten in das Leben von Denise gestupst und erfährt in vielen Rückblenden mehr über die Vergangenheit von Denise und ihren Mitmenschen. Natürlich kommen auch die erotischen Kontakte im ganzen Buch nicht zu kurz.

Über die Charaktere möchte ich mich diesmal nicht äußern. Ich bin mir einfach zu unsicher was Fiktion ist und was wirklich aus dem wahren Leben stammt – So greifbar, und echt wirkten die Personen mit ihren Eigenarten. Interessant fand ich die sehr offene Ehe zwischen Denise und Ron und auch der kleine Sohn Titouan hat mir sehr gefallen, eine kleine glückliche Familie. Liebe Freunde – wobei hier das Wort „enge“ Freundschaft eine ganz andere Bedeutung zeigte, gab es auch und interessante Männerbekanntschaften, die alle sehr interessant wirkten.

Fazit:
Eine gelungene Mischung aus Biografie und sinnlicher Erotik, das habe ich so noch nie gelesen und fand es gut. Ich empfehle SexLust an Leser die gerne Biografien lesen und sich dieses Genre auch mit einen Touch Erotik vorstellen können. Auch für Leser, die Erotik-Romane mögen könnte dieses Werk eine interessante Abwechslung bieten. Ich vergebe 4 Sterne für diesen doch recht einzigartigen Roman, da er mir gut gefallen hat.

Ich bedanke mich bei blue panther books für das Rezensionsexemplar.

Das Glücksprojekt – Alexandra Reinwarth [Gastrezension]

Klappentext:
Alexandra Reinwarth ist eigentlich ganz zufrieden. Sie hat einen guten Job. Einen netten Mann. Gute Freunde. Aber manchmal, wenn sie einschläft, fragt sie sich: Bin ich wirklich glücklich? Also wagt sie ein ungewöhnliches Experiment. Sie macht ein Jahr lang alles, um wirklich glücklich zu werden. Sie besucht einen Glückscoach, unternimmt eine Wallfahrt, fängt mit Sport an, singt in der Dusche, kümmert sich um ihre Freunde, kauft sich ein Haustier, entrümpelt ihre Wohnung, probiert allerlei Glücksdrogen und fahndet ausgiebig nach dem Sinn des Lebens. Alles, was es über Glück zu wissen gibt, steht in diesem Buch. Der ultimative Glücksratgeber!


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Titel: Das Glücksprojekt
Autor: Alexandra Reinwarth
Verlag: mvg Verlag
Seiten: 250
ASIN: B006PEXP2K
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Dieses Buch habe ich mir nicht gekauft. Ich habe es über das Kindle 12-Tage-Geschenk geladen. Im Normalfall hätte ich das oben genannte Buch nicht gekauft. Nach dem Lesen muss ich zu geben, es ist sehr interessant. Im Gegensatz zum Titel ist es nicht direkt ein Ratgeber, wie man das Glück findet, sondern eher ein Erfahrungsbericht von Alexandra Reinwarth, wie sie mit Hilfe diverser Glücks-Ratgeber das Glück gesucht hat bzw. dem Geheimnis, wie man glücklicher wird. Auf diesem Weg hat sie sich (wie schon erwähnt) Ratgeber, dem Internet und Ratschlägen von Freunden bedient, diese ausprobiert und entsprechend ihre Eindrücke, Durchführung, ihr Fazit dokumentiert. Alles natürlich mit einer ordentlichen Portion Humor (wie ich finde).

Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen. Es gab viele Stellen wo ich lachen musste (während ich schreibe habe ich übrigens ein fettes Grinsen im Gesicht). An einigen Stellen habe ich mich selbst reflektiert und musste der Autorin auch sehr oft zustimmen. Sie ist mir ab dem ersten Absatz sofort sympathisch geworden. Ich muss sagen, nach dem Lesen bin ich ebenfalls etwas glücklicher als vorher, wobei ich aber noch nie ein unglücklicher Typ war.

Dieses Buch kann ich wirklich jedem empfehlen. Den unglücklichen und den glücklichen Menschen. Zum Teil regt es durch das Nachdenken an, selbst etwas zu ändern. Man kann natürlich auch Stück für Stück diese Metamorphose durchleben um seines eigenen Glückes Schmied zu sein oder sich nur bestimmte Teile raus zu nehmen. Ich für meinen Teil habe fest gestellt, dass ein oder andere mache ich selbst, ohne gewusst zu haben, dass es wichtig ist um glücklich zu sein oder zu werden.

Hier einige zusätzliche Zitate aus dem Buch. Ich muss bei dem ein oder anderem Schmunzeln, weiß aber nicht, ob es immer noch lustig ohne den Zusammenhang ist. Eventuell erlaubt es jedoch dem ein oder anderen einen Blick in die Komik des Buchs zu erhaschen:

  • „Was nützt es schon, wenn irgendwann auf deinem Grabstein steht: Sie hat regelmäßig Sport getrieben und es gehasst.“ – Seite 28
  • In einem Kapitel geht es um die Bereiche einer Wohnung / Haus und den damit zugeordneten Teilen des Lebens. Der Keller z.B. steht für die Vergangenheit und Unterbewusstes, der Dachboden für Ideen und Zukunft und der Abstellraum für persönliche Freiheit: „Was sagt es über meine Vergangenheit, wenn ich einen Gemeinschaftskeller habe? Und wenn ich obendrein den Schlüssel dazu verloren habe? Und wie stelle ich mir meine Dachboden-Zukunft vor, wenn ich unter einem Flachdach wohne? Meine persönliche Freiheit ist ein Abstellraum? Was hat meine persönliche Freiheit mit dem Staubsauger und dem Bügelbrett zu tun, die darin aufbewahrt werden? Und wohin soll ich die beiden räumen, wenn ich meine persönliche Freiheit befreien möchte? In meine Zukunft? Ins Unterbewusste? Und finde ich sie dann noch? Ich bin skeptisch.“ – Seite 206
  • Es geht um das entrümpeln des Kleiderschranks: „Ich packe am Ende alle Kleidungsstücke mitsamt den Erinnerungen wieder säuberlich in den Schrank. Zufrieden, sie zu haben. Und schmeiße Hosen von L. weg.“ (L. ist der Freund / Lebensgefährte der Autorin) – Seite 209
  • „Jede Beziehung, vorausgesetzt, sie hält länger als drei Stunden, manövriert uns unweigerlich an unsere ganz persönliche Sollbruchstelle.“ – Seite 226
  •  Meine Mutter, genervt: „Jetzt komm schon, vertragt euch wieder.“
    Ines resigniert: „Na gut, was soll’s. Die Klügere gibt nach.“
    Alex, bockig: „Ich geb‘ aber nicht nach!“ – Seite 229

Mängelexemplar – Sarah Kuttner

Klappentext:
Caro lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, liebenswert und aggressiv, überdreht und traurig. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da.
Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt Sarah Kuttner von dem Riss, der sich plötzlich durch das Leben ziehen kann.


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Titel: Mängelexemplar
Autor: Sarah Kuttner
Sprecher: Sarah Kuttner
Verlag: argon Verlag
ISBN: 978-3866107625
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Zu diesem Hörbuch wird es keine gewöhnliche Rezension geben, sondern nur sehr persönliche Worte und eine absolute Kaufempfehlung!

Sarah Kuttner schafft es sehr genau die Empfindungen, Gefühle, Gedanken und Mängel einer gestörten Seele – in diesem Fall Depressionen und Panikattacken – aufzuzeigen und auch, wie die Umwelt mit diesem „Exemplar“ umzugehen hat. So konnte ich vieles nachfühlen sowie nacherleben, denn genau so fühlte ich mich, als mich die böse Depressionswelle einfing und mit davon schwemmte. Genau wie Caro bei „Mängelexemplar“ erlebte ich die Therapie, die Medikamente und die Freunde. Eine Geschichte, wie das Leben es schreibt und das in einer flippigen Art verpackt wurde! Danke liebe Sarah für die Beschreibungen, die so zutreffend sind und hoffentlich auch gesunde Menschen berühren werden!