Shaolin Mind: Die Suche nach wahrer Freiheit – Shi Heng Yi

Klappentext:
Shi Heng Yis herausfordernste Lebensmomente und wichtigste spirituelle Einsichten
Shi Heng Yi gehört zu den bekanntesten Meistern des 21. Jahrhunderts. Er nimmt uns mit seinen autobiografisch geprägten Einsichten mit auf eine innere Reise und schildert einschneidende Phasen und Erfahrungen seines Lebens. Mit all seiner Begeisterung und Überzeugung hat er sich seiner Lebensaufgabe gewidmet. Doch wer oder was bin ich jenseits der Rollen und Pflichten? Wie finde ich Ruhe inmitten der Bewegung? Was bedeutet es, ein wahrhaft freier Mensch zu sein? Aus der Tiefe des Zen-Buddhismus werden Fragen aufgeworfen, Spiegel gereicht und Einsichten geboten. Die Lehren des Zen führen nicht zu abgeschlossenen Antworten, sondern zu einer lebendigen und wachen Präsenz – zu einem Leben, das nicht beherrscht, sondern gemeistert wird. 
Neun Kapitel der Wandlung, Weisheit und inneren Klarheit
In diesem außergewöhnlich offenen Buch gewährt Shi Heng Yi seltene Einblicke in seinen Lebensweg – ehrlich, berührend und voller Tiefe. In neun Kapiteln erzählt er von prägenden Momenten, inneren Kämpfen und den Erfahrungen, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist.
Doch dies ist mehr als eine Autobiografie: Jedes Kapitel führt den Leser über die persönliche Geschichte hinaus in eine meditative Innenschau. Zen-buddhistische Einsichten eröffnen einen Raum zur Selbstreflexion, zur Klärung und zur persönlichen Transformation. Die zeitlosen Lehren des Zen werden nicht nur erklärt, sondern in den Alltag übersetzt – als konkrete Impulse zur Integration für ein bewusstes, kraftvolles und erfülltes Leben.
Shaolin Mind richtet sich an alle, die sich selbst besser verstehen wollen – und den Mut haben, ihrem Weg mit Klarheit und Herz zu folgen.

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Titel: Shaolin Mind: Die Suche nach wahrer Freiheit
Autor: Shi Heng Yi
Verlag: O. W. Barth
Länge: 241 Seiten
ASIN: ‎B0F4B9QF64
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Vorab Information:
Ich hatte Shaolin Spirit gelesen und fand es eher schlecht, weil ich Shaolin Mind aber schon hatte, wollte ich es auch noch lesen – 22,99 Euro sind mir zum „nicht lesen“ dann doch zu viel.

Inhalt:
Shi Heng Yi berichtet in diesem Buch über die Entwicklung des Shaolin Temple Europe, nachdem Shaolin Spirit erschienen ist. Er schildert seine Reise mit dem Umgang der „nicht Anerkennung“ durch den ehrwürdigen Abt in China und wie er mit den ganzen Anfeindungen umgegangen ist, was er sonst noch aus seinen Entscheidungen gelernt hat und wie es ist, sich immer wieder in die Position des Schülers zu begeben.

Meinung:
Einen Monat ist es her, dass ich meine Rezension zu Shaolin Spirit verfasst habe und ich wollte Shaolin Mind so schnell wie möglich lesen, damit ich es überhaupt noch lese. Ich war nach Shaolin Spirit etwas ernüchtert, weil ich mir mehr Input und weniger Werbung erhofft hatte – dies war aber auch der Grund, warum Shaolin Mind nun so schnell gelesen werden musste, damit sich nichts Negatives in meinem Kopf festsetzen kann.
Neues Buch – neue Chance!
Shaolin Mind setzt sich aktiv mit der Kritik aus Shaolin Spirit auseinander. Wie die Reaktionen auf den Tempel und auf Shi Heng Yi gewirkt haben, wie sich der Autor fühlte, was generell in der Coronazeit passierte, wie sich der Tempel etabliert hat und wie andere Shaolin Schulen und der oberste Shaolin Tempel (China) auf das Geschehen in Europa geblickt haben.
Die Sichtweise und auch die privaten Einblicke fand ich interessant und auch der Umgang damit. Allerdings kommt auch dieses Buch nicht ohne Werbung aus, denn es wird immer wieder auf das Marketingkonzept eingegangen und auch aktiv auf Programme des Tempels verwiesen. Es ist wirklich schade, dass dieses Buch durch die unterschwellige Werbung an Glaubwürdigkeit verliert und auch, dass Shi Heng Yi in unterschiedliche Schreibstile verfällt – wer hat da mitgeholfen? Stellenweise wirken die Erzählungen und Erlebnisse schlüssig und spannend, dann scheint es in eine Art der Rechtfertigung abzudriften und dann in Selbstbestätigung. Der Autor wirkt daher nicht authentisch, nicht in seiner Mitte, um die es ihm ja immer geht. Mir hat eine tiefere Art der Selbstreflexion gefehlt, welche aus dem Inneren kommt.

Cover:
Es ist gestellt, genau wie die YouTube-Videos und sonstigen PR-Bilder.

Fazit:
Bedauerlicherweise ist auch dieses Buch nur eine Werbeanzeige für den Tempel in Otterberg und dafür ist es einfach zu teuer! Wenn es preislich unter 10,- Euro (als E-Book) liegen würde, könnte man die biografischen Anteile im Buch noch empfehlen. Für eine dicke Werbebroschüre mit persönlichen Einblicken ist es aber mit knappen 23,- Euro einfach zu viel und bekommt nur 2 Sterne und keine Leseempfehlung.

Shaolin Spirit: Meistere Dein Leben – Shi Heng Yi

Klappentext:
Wünschst du dir mehr Disziplin, Willensstärke, Mut, Ausdauer und tief empfundene Loyalität? Shi Heng Yi bietet dir auf Basis seines eigenen Lebensweges Werkzeuge, die dein Leben leichter machen – indem du stärker wirst.

Das Geheimnis der inneren Stärke basiert auf den Tugenden der Shaolin. Diese schrittweise in deinem Leben zu kultivieren, ist in Wahrheit so simpel, dass jeder Shi Heng Yis Lehre folgen kann. Lerne deinen Körper kennen und ergründe ihn – bereichere dein Leben mit den Methoden, die seit über 1500 Jahren erfolgreich praktiziert werden.

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Titel: Shaolin Spirit: Meistere dein Leben
Autor: Shi Heng Yi
Verlag: O. W. Barth
Länge: 289 Seiten
ASIN: ‎B0C263J982
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Werbung für den Shaolin Temple Europe und wer das Buch komplett liest, bekommt auch noch ein paar Lebensweisheiten.

Meinung:
Geschichten von Mönchen finde ich immer spannend und gerade die buddhistischen Mönche haben immer so lehrreiche Geschichten, dass ich unbedingt „Shaolin Spirit“ lesen wollte, in der Hoffnung, diese Geschichten dort auch zu finden. Wissentlich erinnern kann ich mich allerdings nur an eine und die kam auch erst sehr spät im Buch. Zudem wird dem Buch-Konsumenten unterstellt auf der Suche nach etwas zu sein, was sein Leben besser macht und man Hilfe braucht, die man nur von ihm und dem Tempel bekommt. Das ist anmaßend!
Der Einstieg war extrem trocken und bestand förmlich nur aus Werbung für den Tempel. Ich war wirklich genervt und wollte schon abbrechen, als es dann etwas persönlicher wurde und Tien Sy Vuong (so der bürgerliche Name von Shi Heng Yi) aus seinem Leben erzählte. Das war auch gefühlt ein anderer Schreibstil, er wirkte nicht nach Kommerz. Als der kurze Einschub dann vorbei war, ging es leider wieder in den trockenen Stil und was der Aufenthalt im Kloster für Vorteile hat. Kleine Einschübe von Übungen folgten (brachten meinen Tolino Vision aber jedes Mal zum Abstürzen). Zudem kann man die Übungen auch auf Youtube verfolgen, dort allerdings nur mit hinterlegter Musik, ohne Erklärungen. Das Buch bietet also einen kleinen Support bei einigen Übungen, welche bei Youtube zur Verfügung stehen. Nach dem Beenden der Lektüre bin ich zwiegespalten, was mir das Buch nun gebracht hat und ich kann sagen, dass es einen interessanten Einblick liefert, wie man geschicktes Marketing betreiben kann.

Cover:
Es tut mir leid, aber es wirkt nicht echt. Es erscheint gestellt und nach dem Lesen des Buches ist dem auch so – mehr Schein als sein.

Fazit:
Ein sehr teurer Marketingspaß für lesewillige. Es waren ein paar interessante Punkte dabei, aber das rechtfertigt kein E-Book für 25,- Euro! Ich vergebe daher nur 2 Sterne und eine Leseempfehlung erst nach dem Studium der Webseite vom Shaolin Tempel.

Septemberjunge: Biografischer Roman über die Erlebnisse eines jungen Mannes im Zweiten Weltkrieg – Lara Ried

Klappentext:
„Septemberjunge“ erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte eines jungen Mannes aus Oschatz in den Jahren 1942 bis 1945. Der Zweite Weltkrieg ist in vollem Gange, und wie so viele Jugendliche wird auch der achtzehnjährige Oschatzer in die Wehrmacht eingezogen und an die Ostfront geschickt, hinein in den russischen Winter. Sein Weg von hier an wird jedoch nicht nur bestimmt von den schweren Kämpfen und Verlusten des Krieges, sondern ebenso von erstaunlich glücklichen Umständen und bewegenden, lebensverändernden Ereignissen. Dazu zählen unter anderem die unerwartet herzlichen Begegnungen mit russischen Zivilisten, sein Aufenthalt in einem bayerischen Reservelazarett mit einer außergewöhnlichen Krankenschwester, der Beginn enger, wenn auch teils tragischer Freundschaften, sein knappes Überleben als Fahnenflüchtiger sowie die schicksalhafte Kennenlern- und Liebesgeschichte zwischen ihm und einer jungen Frau. Der Roman entstand mit Unterstützung des Protagonisten selbst, der noch kurz vor der Veröffentlichung seinen 101. Geburtstag feiern konnte und zur Illustration des Buches einige alte Fotos aus seinem Privatarchiv beisteuerte, die im Anhang zu finden sind. „Septemberjunge“ ist dennoch nicht als Zeitzeugenbericht zu verstehen, der den Krieg aus nüchtern-historischer Sicht beleuchtet, sondern als ein Roman, der die besondere Geschichte eines jungen Soldaten erzählt, der in schwerer Zeit viel Glück hat, großen Mut aufbringt und dessen Sichtweise trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Erlebnisse bis ins hohe Alter von Zuversicht und Lebensfreude geprägt ist.


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Titel: Septemberjunge: Biografischer Roman über die Erlebnisse eines jungen Mannes im Zweiten Weltkrieg
Autor: Lara Ried
Verlag: tredition
Länge: 572 Seiten
ISBN: 978-3384717061
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Septemberjunge ist ein biografischer Roman von Lara Ried, der in enger Zusammenarbeit mit dem Protagonisten entstanden ist. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Jahre und verbindet Erlebnisse aus Kriegszeiten mit persönlichen, privaten Erfahrungen. Im Mittelpunkt steht ein Junge aus Oschatz, dessen Lebensweg von den Ereignissen des 2. Weltkriegs stark geprägt wird. Der Roman schildert detailliert und eindringlich, welche Situationen und Herausforderungen er durchlebte und wie diese ihn als Mensch formten.

Meinung:
Lara Rieds Schreibstil hat mich überzeugt (gerade für einen Debütroman mit diesem Themenkomplex!). Besonders beeindruckend ist, wie intensiv sie schildert, was im Leben des Jungen passiert ist, und wie feinfühlig sie die Auswirkungen der Kriegserlebnisse mit seinen privaten Beziehungen verwebt. Diese Mischung geht unter die Haut: Die brutalen, schonungslosen Szenen aus dem Krieg stehen im starken Kontrast zu der sich entwickelnden Liebesgeschichte, die immer wieder kleine Momente des Aufatmens schenkt. Genau dieses Wechselspiel macht das Lesen so eindringlich und emotional fordernd, aber auch unglaublich fesselnd.
Natürlich gibt es Passagen, in denen die Detailtreue fast überwältigend ist und das Tempo etwas herausnimmt – hier hätten dem Buch kleinere Kürzungen gutgetan. Trotzdem bleibt alles in sich stimmig und wirkt nie unnötig oder fehl am Platz. Im Gegenteil: Gerade diese Genauigkeit verleiht der Geschichte ihre Authentizität. Besonders berührend sind die privaten Bilder, die das Erzählte noch greifbarer machen und dem Ganzen eine zusätzliche, sehr persönliche Intensität verleihen.

Cover:
Das Cover wirkt nach einem persönlichen Tagebuch, einem Rückblick auf das Leben und daher passt es wunderbar zum Inhalt:

Fazit:
Septemberjunge überzeugt als bewegender biografischer Roman, der sowohl historische als auch persönliche Perspektiven miteinander verbindet. Das Buch hinterlässt einen bleibenden Eindruck und regt dazu an, sich intensiver mit den geschilderten Ereignissen auseinanderzusetzen. Besonders für Leser, die sich für reale Lebensgeschichten und historische Hintergründe interessieren, ist es eine lohnenswerte Lektüre. Ich vergebe 5 Sterne für diesen sehr lesenswerten Debütroman.

Ich bedanke mich bei Lara Ried für das Rezensionsexemplar.

OUTLIVE: Wie wir länger und besser leben können, als wir denken – Dr. Peter Attia, Bill Gifford

Klappentext:
Würden Sie nicht auch gerne länger leben? Und besser? In diesem Handbuch für ein langes und gutes Leben schildert Dr. Peter Attia die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, um innovative Ernährungsmaßnahmen und Techniken zur Bewegungs- und Schlafoptimierung anschaulich zu vermitteln – und er gibt Tipps für eine ausgeglichene emotionale und geistige Gesundheit. Denn trotz all ihrer Erfolge ist es der Schulmedizin bislang nicht gelungen, die zentralen Krankheiten des Alterns zu bekämpfen, an denen die meisten Menschen sterben: Herzkrankheiten, Krebs, Alzheimer und Typ-2-Diabetes. Allzu oft wird mit Behandlungen eingegriffen, die zu spät kommen, um noch zu helfen: Die verlängerte Lebensspanne geht auf Kosten der Gesundheit oder der Lebensqualität. Dr. Attia fordert mit seinem Buch, dieses veraltete Konzept durch eine personalisierte, proaktive Strategie für ein langes Leben zu ersetzen. Wir alle müssen jetzt handeln und aktiv werden – und nicht warten.


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Titel: OUTLIVE: Wie wir länger und besser leben können, als wir denken
Autor: Dr. Peter Attia, Bill Gifford
Verlag: Ullstein
Länge: 640 Seiten
ISBN: 978-3548070438
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Das Buch beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie wir nicht nur länger, sondern vor allem gesünder leben können. Im Zentrum steht die Kritik an der heutigen Medizin, die Attia als „Medizin 2.0“ bezeichnet: ein System, das Krankheiten meist erst behandelt, wenn sie bereits ausgebrochen sind. Dem stellt er sein Konzept der „Medizin 3.0“ gegenüber, die präventiv ausgerichtet ist und Krankheiten möglichst schon vor ihrer Entstehung verhindern soll.
Ein großer Teil des Buches widmet sich der Entstehung typischer altersbedingter Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs oder Stoffwechselstörungen. Attia beschreibt detailliert, welche Faktoren diese begünstigen, und leitet daraus Strategien ab, um Risiken zu minimieren. Dazu gehören unter anderem eine starke Senkung des Cholesterinspiegels, eine konsequente Überwachung von Blutzuckerwerten sowie ein gezielter Muskelaufbau, um im Alter leistungsfähig zu bleiben und Stürzen vorzubeugen.
Neben medizinischen und wissenschaftlichen Inhalten gibt Attia auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben. Er berichtet offen über psychische Probleme, darunter Depressionen und Klinikaufenthalte, sowie über familiäre Krisen. Diese Passagen verleihen dem Buch eine emotionale Ebene und verdeutlichen, dass Gesundheit für ihn nicht nur körperlich, sondern auch mental zu verstehen ist.
Darüber hinaus behandelt das Buch Themen wie Ernährung, Kalorienreduktion, verschiedene Diätformen sowie moderne Krebstherapien wie Chemotherapie und Immuntherapie. Attia spricht sich zudem für den Einsatz von Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen aus, um Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren.

Meinung:
Outlive ist ein sehr informatives und in vielen Teilen faszinierendes Buch, das komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich erklärt. Besonders gelungen ist die Darstellung der Krankheitsentstehung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der reaktiven Ausrichtung unseres Gesundheitssystems. Der Ansatz, Gesundheit aktiv zu gestalten, statt nur Krankheiten zu behandeln, wirkt überzeugend und motivierend.
Allerdings wirft das Buch auch einige kritische Fragen auf. Attias Empfehlungen setzen häufig einen hohen finanziellen und zeitlichen Einsatz voraus. Viele der vorgeschlagenen Untersuchungen und Maßnahmen werden nicht von Krankenkassen übernommen, sodass sie für viele Menschen schwer zugänglich sind.
Zudem erscheint der Umgang mit Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln stellenweise zu undifferenziert. Zwar werden Risiken teilweise erwähnt, doch werden sie oft schnell relativiert oder durch alternative Präparate ersetzt. Gerade bei Medikamenten wie Statinen bleibt der Eindruck, dass mögliche Nebenwirkungen nicht ausreichend kritisch eingeordnet werden. Ähnliches gilt für Nahrungsergänzungsmittel, bei denen eine Überversorgung oder falsche Anwendung durchaus problematisch sein kann.
Auch der sehr leistungsorientierte Ansatz – etwa beim Muskelaufbau oder der Optimierung körperlicher Werte – könnte für manche Leser eher abschreckend wirken. Nicht jeder möchte oder kann ein derart intensives Gesundheitsprogramm verfolgen.

Cover:
Das Cover wirkt sehr spirituell, nun steht im Buch, dass Attia das Cover so wollte und sein Weg ist nun auch spirituell bzw. hat es diese Einflüsse. Es passt zum Inhalt allerdings hätte es den Menschen noch mehr in den Fokus rücken können oder zumindest die eigene Kraft.

Fazit:
Outlive bietet einen spannenden und tiefgehenden Einblick in moderne Ansätze der Präventivmedizin und regt dazu an, das eigene Gesundheitsverhalten zu überdenken. Das Buch eignet sich besonders für Leser, die bereit sind, sich intensiv mit ihrem Körper auseinanderzusetzen und aktiv in ihre Gesundheit zu investieren (Zeit und Geld). Gleichzeitig sollte man die Empfehlungen kritisch hinterfragen und nicht unreflektiert übernehmen. Viele Ansätze sind ambitioniert, kostenintensiv oder wissenschaftlich nicht eindeutig abgesichert. Als Denkanstoß und Informationsquelle ist das Buch jedoch sehr wertvoll – insbesondere, wenn man sich fragt, wie man nicht nur länger, sondern auch besser leben kann. Daher vergebe ich 4 Sterne.

Und was hat das mit mir zu tun? Ein Verbrechen im März 1945. Die Geschichte meiner Familie – Sacha Batthyany

Klappentext:
Als der Journalist Sacha Batthyany zufällig erfährt, dass seine Großtante Margit in eines der schlimmsten Nazi-Verbrechen am Ende des Zweiten Weltkrieges verwickelt war, ist er schockiert. Schnell merkt er, dass dem Schweigen über die Tat kaum beizukommen ist – die Familie hat sich arrangiert, es wird nach vorn geblickt und nicht zurück. Als er auf das Tagebuch seiner Großmutter stößt, verändert das seinen Blick auf die Familie und sich selbst radikal. Prägen vorangegangene Generationen die Art, wie wir leben? Sind wir doch alle Kriegsenkel?

Berührend und kenntnisreich berichtet Batthyany von dem unsichtbaren Band, das uns noch heute mit der Vergangenheit verbindet.


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Titel: Und was hat das mit mir zu tun? Ein Verbrechen im März 1945. Die Geschichte meiner Familie
Autor: Sacha Batthyany
Sprecher: Barnaby Metschurat, Dagmar Manzel, Corinna Kirchhoff
Verlag: DAV
Länge: 312 Minuten
ASIN: B01B88NSOC
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im März 1945 werden 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter am Schloss Rechnitz ermordet. Daran beteiligt soll Margit von Batthyany gewesen sein. Als Sacha Batthyany (Großneffe von Margit) davon erfährt recherchiert er …

Meinung:
Das Hörbuch ist nur die gekürzte Fassung, es ist daher schwer zu beurteilen, was „wichtiges“ fehlt. Aber auch das Buch mit 256 Seiten ist nicht sonderlich dick. Meine Rezension bezieht sich allerdings nur auf das Hörbuch!

Gesprochen wird es von Barnaby Metschurat, welcher den Part von Sacha Batthyany übernimmt – er schafft es, die Verwirrung und auch den Drang der Aufklärung in seine Stimme zu legen. Ebenso die Verzweiflung, warum die Beziehung zwischen Vater und Sohn nicht funktioniert und die ständige Suche nach Antworten, sind deutlich herauszuhören. Corinna Kirchhoff übernimmt das Lesen der Tagebucheinträge von Margit Batthyany-Thyssen. Die Stimmfarbe wirkt nach jemanden, der mit der Beschreibung von Margit nicht zusammen passt. Es ist schwierig dies auszudrücken, wenn man nur die kurzen Beschreibungen von Sacha Batthyany hat und das was die Tagebucheinträge verraten. Corinna Kirchhoff klingt reflektierter, ruhiger – als die Person, welche sie verkörpern soll. Dagmar Menzel spricht (die Jüdin) Agnes, welche das Leben im KZ und als Zwangsarbeiterin schildert – ihre Stimme passt zur verlassenen und kämpferischen Person, welche so viele Schicksalsschläge erleiden musste. Die Kapitel sind gut aufgebaut und halten die Spannung aufrecht – was ist denn nun passiert? War Margit wirklich an allem beteiligt und wird es Agnes aus Auschwitz schaffen?  Es soll kein „Roman“ sein, sondern wachrütteln, aufklären und zur Selbstreflexion anregen. Würde ich es können, einen Juden verstecken? Sacha Batthyany stellt sich diese Frage und gibt sie auch weiter. Seine Antwort ist klar, die des Lesers auch? Wie hätten wir reagiert zu dieser Zeit und was für Gefühle nimmt man im Nachhinein noch mit? Margit verrät in ihren Tagebuchauszügen, was sie dachte und wie sie fühlte.

Dennoch ist mir das Buch zu „dünn“. Es ging mehr um die Beziehung von Sacha zu seinem Vater, zu den Problemen innerhalb einer Familie, welche schweigt. Es wäre auch informativ gewesen, dass die Toten aus Rechnitz nie gefunden wurden, dass die Ermittlungen eingestellt wurden und daher nicht weiter ermittelt wird. Aber eventuell steht das ja im Buch und wurde beim Hörbuch eingekürzt. Es ist aber wichtig und gehört ebenfalls zur Aufarbeitung. Daher ist der Stoff etwas einseitig gehalten.

Cover:
Das Cover ist zu nichtssagend, hier hätte man eventuell noch mit Bildern vom Schloss oder einem Familienfoto etwas aufwerten können.

Fazit:
Ein sehr gut gemachtes Hörbuch über ein aufrüttelndes Thema. Allerdings hätte ich mir mehr Aufarbeitung gewünscht. Daher gibt es nur 4 Sterne, allerdings mit einer absoluten Empfehlung, denn die Fragen, welche Sacha Batthyany stellt, sollte sich jeder selbst einmal stellen.