Dschungelkind – Sabine Kuegler

Reiheninfo:
Dschungelkind
Ruf des Dschungels
Jägerin und Gejagte
Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind

Klappentext:
Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt. Unter archaischen Bedingungen wuchs sie im Dschungel West-Papuas auf. Heute lebt sie in Deutschland. »Angst habe ich erst hier kennen gelernt«, sagt sie. Und sie weiß, dass sie zurückkehren wird.Sabine Kueglers Geschichte beginnt, als sie mit fünf Jahren als Tochter deutscher Sprachforscher und Missionare nach West Papua kommt. Mitten im Urwald lebt die Familie mit dem Fayu-Stamm, der für Kannibalismus und unvorstellbare Brutalität steht und dessen Menschen erst langsam lernen, zu lieben statt zu hassen, zu vergeben statt zu töten. Für die heranwachsende Sabine wird der Stamm jedoch zum Teil ihrer selbst, der Dschungel zur Liebe ihres Lebens: Sie ist keine Deutsche mehr, kein weißes Mädchen aus Europa, sie wird eine Eingeborene, die schwimmt und jagt, fühlt und handelt wie eine Fayu.Mit 17 Jahren wird Sabine auf ein Schweizer Internat geschickt, um ihren Schulabschluss zu machen – ein katastrophaler Einschnitt für sie. »Angst habe ich erst hier gelernt«, sagt sie. Und immer spürt sie Heimweh, eine Sehnsucht, die ständig in ihr brennt. Sie wird zurückkehren in den Dschungel, um für sich herauszufinden: Wo gehöre ich hin? Wer bin ich eigentlich, Fayu oder Europäerin?

Anzeige über Amazon Partnernet

Titel: Dschungelkind
Autor: Sabine Kuegler
Sprecher: Elena Puszta
Verlag: rb media
Länge: 461 Minuten
ASIN: ‎B0DKK3HHHS
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Info zur Rezivorgeschichte:
Ich hatte Dschungelkind 2005 gelesen, als das Buch erschienen ist, fand ich es interessant und eindrucksvoll. Dass es danach noch mehrere Bücher zum Thema gab, ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Erst kürzlich entdeckte ich dann „Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind“ und hörte es mir an. In Teil 4, wie ich mittlerweile weiß, wurden viele Sachen aus Dschungelkind wiederholt und weil ich einiges anders in Erinnerung hatte, habe ich daher „Dschungelkind“ als Hörbuch gehört.

Inhalt:
Sabine Kuegler lebt mit ihren Eltern und ihren zwei Geschwistern in unterschiedlichen Teilen der Welt. Den Großteil ihrer Kindheit verbringt sie dabei in Westpapua, im Urwald, bei den Fayu-Stämmen.

Meinung:
Als ich das Buch 2005 das erste Mal gelesen hatte, war ich fasziniert von den vielen Eindrücken, welche Sabine Kuegler aus ihrem Leben schildert. 21 Jahre später, mit mehr Lebenserfahrung, kann ich mich dem nur noch teilweise anschließen. Der zeitliche Ablauf springt sehr stark und tatsächlich widerspricht sie sich auch in einigen Bereichen. Bspw. der Aufenthalt in Deutschland, Kindergartenbesuche, das Leben und die Ausbildung bei den Fayu, die Rolle ihrer Eltern.
Beim jetzigen Hören hatte ich daher ein sehr durchwachsenes Gefühl. Zudem bin ich auch mit der Stimme und den Emotionen von Elena Puszta (als Sprecherin) nicht ganz zurechtgekommen, es war mir zu distanziert.
Die Geschichte wirkt nicht ehrlich, sondern aufgehübscht, um Sachen zu verbergen, nur welche? Ich mag mich evtl. auch täuschen, aber wäre alles so gelaufen, wie die Autorin schreibt, dann war doch alles gut. Wenn aber alles gut war, warum ist die Familie so oft umgezogen? Warum verbringen Sprachforscher, auch Jahre nachdem sie die Sprache erfolgreich erforscht haben, noch Zeit mit den Fayu und lehren sie rechnen, schreiben und eine fremde Sprache? Ging es nicht doch eher darum, den wilden Stamm zu missionieren? Schließlich haben sich die Fayu von einigen ihrer Traditionen (bspw. Begräbnisse) abgewandt und verhielten sich eher christlich. Ein paar Anspielungen und Bibelzitate erwähnt Kuegler, aber kann es in einer Familie mit missionierender Tätigkeit wirklich nur so wenig gewesen sein? Warum sind so viele Details in der Handlung wässrig beschrieben?
Das Einzige, was wirklich ausführlich aufgeführt ist, ist die Angst und die Panik, welche Sabine außerhalb des Urwaldes hat. Sie versteht so wenig und ritzt sich aus Verzweiflung – kein Wort über Hilfe, welche sie erhalten hat, kein Wort, warum sie scheinbar immer allein dasteht – und das, obwohl sie auch schreibt, dass sie Menschen hat, die ihr nachstehen. Wo sind die denn hin?
Die Handlung wirkt damit nicht nach einem Buch, was über das Leben bei den Fayu aufklären soll, sondern nach einem ernsten Hilfeschrei (mit Geld-Druck-Charakter).

Cover:
Das Cover wäre mit einem Fayu authentischer.

Fazit:
Zahlreiche Ungereimtheiten, Zeitsprünge und vieles nur oberflächlich. Statt eines tiefen Einblicks in das Leben der Fayu stehen Sabines persönliche Ängste und ihre Schwierigkeiten außerhalb des Urwalds im Mittelpunkt – ein Aspekt, der zwar berührt, aber gleichzeitig unvollständig erzählt wirkt. Insgesamt bleibt für mich der Eindruck, dass viel Potenzial verschenkt wurde, daher nur 2 Sterne für eine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Eine Empfehlung gibt es nicht wirklich – Leseproble anschauen und selbst entscheiden.

Guild Codex Spellbound 05: Alchemie und ein Amaretto – Annette Marie

Reiheninfo:
Guild Codex Spellbound 01: Drei Magier und eine Margarita
Guild Codex Spellbound 02: Dunkle Künste und ein Daiquiri
Guild Codex Spellbound 03: Zwei Hexen und ein Whiskey
Guild Codex Spellbound 04: Dämonenmagie und ein Martini – Annette Marie
Guild Codex Spellbound 05: Alchemie und ein Amaretto – Annette Marie
Guild Codex Spellbound 06: Ein Druide und ein Wodka – Annette Marie

Klappentext:
Als Barkeeperin in einer Gilde bin ich einiges gewohnt – exzentrische Magier, überhebliche Hexen, sogar der ein oder andere Dämon bringt mich nicht aus der Ruhe. Aber sobald es um Familie geht, bin ich raus. Und das gilt auch für fremde Familien.
Warum ich also zugestimmt habe, mit Aaron über die Feiertage zu seinen Eltern zu fahren – den berühmten Leitern der Sinclair Academy –, ist mir ein Rätsel.
Kaum angekommen, wird klar: Etwas stimmt hier ganz und gar nicht. Schüler der Akademie werden angegriffen, aber niemand hat die Täter je gesehen. Unerklärliche Spuren führen in den dunklen Wald, es kursieren Gerüchte über verbotene Alchemie – und Ezra benimmt sich merkwürdiger als sonst.
Irgendetwas Böses regt sich im Schatten der Akademie. Und wenn wir nicht herausfinden, was es ist, wird dieses Weihnachten alles andere als fröhlich enden …

Anzeige über Amazon Partnernet

Titel: Alchemie und ein Amaretto
Autor: Annette Marie
Verlag: Second Chances Verlag
Länge: 296 Seiten
ASIN: ‎B0DV5HLB3R
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Tori und die Jungs sind dieses Mal nicht im Auftrag der Gilde unterwegs, sondern im Namen des Weihnachtsfestes bei Aarons Familie in der Sinclair Academy. Es könnte ein netter Aufenthalt werden, wenn die Schule nicht von irgendetwas belagert werden würde und irgendetwas scheint auch mit Ezra nicht ganz okay zu sein …

Meinung:
Auch den fünften Teil der Reihe habe ich förmlich verschlungen. Ich liebe die Art von Tori und auch den Umgang der Jungs. Sie haben alle ihren eigenen Kopf, aber die Gemeinschaft ist das, was sie stark macht. Und das demonstriert auch Aaron, als er mit einer Schülergruppe arbeitet. Allein können wir zwar etwas erreichen, aber stark sind wir nur zusammen – also theoretisch wie in allen vorherigen Bänden auch, nur nochmals eindrücklicher. Aarons Familie wurde in den vorherigen Teilen bereits erwähnt, sie nun direkt zu erleben war interessant und auch, wie die Familie einen triggern und verändern kann. Die Handlung hat daher eine interessante Verbindung zur Psychologie, welche auch das wahre Leben gut beschreibt.
Ansonsten geht es viel um Ezra, endlich bekommt er mehr Raum und man lernt auch seine andere Seite kennen. Wichtig ist hier, dass viele Szenen aus dem vorherigen Band erwähnt werden, ohne das groß darauf eingegangen wird – eine gute Kenntnis von Dämonenmagie und ein Martini sollte daher vorhanden sein.

Cover:
Das Cover passt super zur Reihe.

Fazit:
Wieder ein sehr angenehmer Teil, allerdings mit Cliffhanger! Ich vergebe volle 5 Sterne, weil die Figuren einfach toll sind und die Handlung mitreißend ist. Eine absolute Empfehlung für Fans der Reihe.

Inquisitor Corvus 01: Die Geburt des Raben – Uwe Zander

Klappentext:
„Ich bin ein aufgeklärter Mann. Als Inquisitor interessiert mich die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Gibt es Dämonen und Hexen? Bis vor wenigen Tagen wäre meine Antwort einfach ein unzweifelhaftes Nein gewesen. Doch jetzt…?“ Ein Verbrechen. Ein ermordeter Weihbischof und der Hexerei verdächtigte Frauenzimmer bilden den Rahmen für die kriminalistische Untersuchung des Verbrechens, geschehen in Gengenbach, einem kleinen Städtchen an der Kinzig. Inquisitor Corvus und Inquisitor Monheim beleuchten die Hintergründe der Tat, sprechen mit Verdächtigen und nutzen die Mittel ihrer Zeit. Die Handlung spielt zu Beginn des frühen 18. Jahrhunderts am Eingang des Schwarzwalds. Einer Zeit, noch vor der Aufklärung, in welcher der Glaube an Dämonen und Hexen weit verbreitet und in der Gesellschaft tief verankert war. Es gab zu jener Zeit und auch in den Zeiten zuvor schon Stimmen, welche an der Existenz von Dämonen und Hexen zweifelten. Hatten diese Zweifler recht? Oder übersahen sie das Offensichtliche? Gibt es Dämonen & Hexen?

Anzeige über Amazon Partnernet

Titel: Die Geburt des Raben
Autor: Uwe Zander
Verlag: BoD
Länge: 298 Seiten
ISBN: ‎978-3695140435
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Inquisitor Corvus hat alle Hände voll zu tun: Ein Weihbischof wurde ermordet, die Kerker sind voller der Hexerei angeklagter Frauen und dann sind da noch seine rätselhaften Albträume. Doch als Mann der Wissenschaft will Magister Balthasar Corvus der Wahrheit auf den Grund gehen. Beharrlich ermittelt er weiter – selbst dann, als er dadurch zunehmend in Gefahr gerät.

Meinung:
Die Geburt des Raben ist der Debütroman von Uwe Zander und konnte mich mit seiner düsteren Atmosphäre und spannenden Handlung überzeugen. Die Zeit der Hexenverfolgung sowie die Machtstrukturen innerhalb der Kirche und der Stadträte werden interessant dargestellt und verleihen der Geschichte ein authentisches historisches Flair.
Vor dem Lesen hatte ich etwas Bedenken, wie detailliert die Folterungen während der sogenannten peinlichen Befragungen beschrieben werden würden – schließlich wird die Geschichte aus der Sicht eines Inquisitors erzählt. Diese Sorge erwies sich jedoch als unbegründet. Balthasar Corvus ist ein sympathischer und besonnener Protagonist, der großen Wert auf sorgfältige Ermittlungen legt und nicht vorschnell urteilt. Dadurch entwickelt sich der Roman eher zu einem historischen Kriminalfall mit zahlreichen Wendungen, die zum Miträtseln einladen. Wer hat den Weihbischof ermordet? Warum wurden die Frauen der Hexerei beschuldigt? Nach und nach werden alle Fragen schlüssig beantwortet und das Ende rundet die Geschichte gelungen ab. Dennoch hätte ich mir etwas mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht. Außerdem waren mir stellenweise etwas zu viele Details eingebaut, wodurch mein Kopfkino gelegentlich ins Stocken geriet.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farbgestaltung und der Rabe passen hervorragend zur düsteren Atmosphäre der Geschichte und machen neugierig auf den Inhalt.

Fazit:
Die Geburt des Raben ist ein gelungenes Debüt, das mit einer spannenden Kriminalhandlung und einem interessanten historischen Setting überzeugt. Trotz kleinerer Schwächen bei der Figurenzeichnung hat mich der Roman gut unterhalten und macht definitiv Lust auf weitere Geschichten rund um Balthasar Corvus. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Fans historischer Krimis.

Ich bedanke mich bei Uwe Zander für das Rezensionsexemplar.

Tödliches Angebot – Marisa Kashino

Klappentext:
Das erste Angebot gewinnt. Das letzte kostet Leben.

»Ich werde dieses Haus bekommen, egal, was ich dafür tun muss.« Margo braucht für ihre Familie eine größere Wohnung, koste es, was es wolle. Nach monatelanger frustrierender Suche sieht sie den Inbegriff eines perfekten Lebens vor sich. Getrieben von ihrer Verzweiflung will Margo das Haus kaufen, bevor es überhaupt auf den Markt kommt. Ein bisschen Stalking? Harmlos. Etwas Hausfriedensbruch? Notwendig. Zunehmend skrupellos dringt Margo in das Leben der Hausbesitzer ein, sie umgarnt sie bis zur Erpressung. Bis sie auf Gegenwehr stößt. Sie räumt sie so zielstrebig aus dem Weg wie die Geliebte ihres Mannes. Das Verstörende an der Geschichte? Sie werden Margo lieben, selbst wenn das Hörbuch Sie fassungslos nach Luft schnappen lässt. Kann Margo ihr perfektes Leben in ihrem Traumhaus antreten? Natürlich nicht!
Dieser Psychothrill kennt keine moralischen Grenzen und wird fesselnd von Rebecca Veil gelesen.

Anzeige über Amazon Partnernet

Titel: Tödliches Angebot
Autor: Marisa Kashino
Sprecher: Rebecca Veil
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 563 Minuten
ASIN: ‎B0G1T451WR
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Margo ist zielstrebig und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie es durch, koste es, was es wolle! Über 10 Häuser sind ihr schon durch die Lappen gegangen und ewig in der Mietwohnung wohnen, das geht nun wirklich nicht. Beim nächsten Haus muss es klappen und Margo setzt alles daran, dieses Haus zu besitzen …

Meinung:
Rebecca Veil verleiht Margo eine angenehme Stimme und so macht es Spaß dem Hörbuch zu folgen, auch weil es nicht wirklich ein Psychothriller, sondern sehr lange ein Buch über Beziehungsprobleme ist. Margo beschreibt eindrücklich ihr Leben mit Ian und ihrem Kinderwunsch. Was sie beruflich macht, was sie in ihrer Kindheit erlebt hat und warum sie ist, wie sie ist. Das muss man mögen, denn Margo ist eine sehr spezielle Persönlichkeit, die manipulativ und berechnend ist. Sie wird im Verlauf der Handlung immer skrupelloser und damit auch unsympathischer. Zwischendurch musste ich auch mit mir kämpfen, ob ich das Hörbuch wirklich weiterhören möchte, denn das Verhalten von Margo war so krankhaft, dass es einfach anstrengend war ihr zu folgen. Nicht, weil es kompliziert war, sondern manipulativ bösartig. Dennoch bin ich froh, das Hörbuch beendet zu haben, denn das Ende war sehr gut umgesetzt und hätte ich so nicht erwartet. Auch Ian konnte mich nicht überzeugen, er blieb sehr distanziert und zum Ende hin wurde er so weich gezeichnet, dass man sich fragte, was die beiden verbindet. Die anderen Charaktere bleiben leicht im Hintergrund, sodass Margo einfach den größten Raum einnimmt, was zu ihrer Persönlichkeit passt und schließlich erzählt sie auch die Geschichte. Was mich irritiert hat, war, dass sie sich zum Ende direkt an den Leser wendet und diesen Anspricht, das passt nicht zur Erzählweise wurde aber sicherlich stilistisch genutzt, um die Wahnhaftigkeit von ihr zu unterstreichen.

Cover:
Das Cover finde ich etwas trostlos und kann damit nicht viel anfangen. Es gäbe viele anderen Motive, welche mehr Bezug zum Inhalt gehabt hätten.

Fazit:
Ein Buch mit einer sehr langen Vorgeschichte, die dann ein sehr gutes Ende aufweist. Dranbleiben lohnt sich also! Bedauerlicherweise bin ich aber mit den Personen nie warm geworden, sodass die Handlung mich nicht voll überzeugen konnte. Ich vergebe 3 Sterne und eine Empfehlung an alle, welche gerne Bücher über manische Episoden mögen.

Ich bedanke mich bei Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.

Summer Heat: Nicht alle werden überleben – Solveig-Marie Kastner

Klappentext:
Ein Luxusresort, flirrende Begegnungen und ein tödliches Geheimnis

Mia und Yanis, die einander in einer Ferienanlage an der Algarve begegnen, sind sich sicher, dass dort zwischen atemberaubenden Stränden, rauen Wellen und hoch aufragenden Klippen der Sommer ihres Lebens auf sie wartet. Im exklusiven Platô Beach Resort, das auf einem Plateau an der Steilküste liegt, finden Urlaubsgäste tagsüber Ruhe und Entspannung, während die milden Nächte durchgetanzt werden – das Resort veranstaltet luxuriöse Partys, während derer der Champagner in Strömen fließt. Für Mia und Yanis, die für eine Saison zum Arbeiten an die Algarve gekommen sind, ist das eine ganz neue Welt. Vom ersten Moment an sind beide wie elektrisiert, sie Animateurin, er Barkeeper, und es dauert keine Woche, bis sie sich näherkommen. Dass Mia aus einem bestimmten Grund an die Algarve gekommen ist, ahnt Yanis nicht. Nach einer Weile macht beiden die bedrückende Atmosphäre des Resorts zu schaffen und verwandelt ihre anfängliche Zuneigung in tiefes Misstrauen. Irgendetwas stimmt an diesem Ort nicht. Über den Sommer reiht sich ein seltsames Ereignis ans andere. Und als eine Leiche in der Bucht angespült wird, müssen die beiden sich fragen, ob der jeweils andere wirklich der Mensch ist, für den er sich ausgegeben hat …

Anzeige über Amazon Partnernet

Titel: Summer Heat – Nicht alle werden überleben
Autor: Solveig-Marie Kastner
Sprecher: Nina-Zofia Amerschläger, Martin Krah, Lisa Cardinale
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 851 Minuten
ASIN: ‎B0G4SKH37T
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Mia hat ihren Job bei der Bank gekündigt, noch schnell einen Yoga-Kurs an der VHS besucht und sich dann in einem Resort in Portugal beworben, um dort zu arbeiten.
Alles könnte so schön sein, wenn da nicht …

Meinung:
Ich bin so froh diesen Titel gehört zu haben, beim Lesen hätte ich wahrscheinlich abgebrochen, denn Mia ist ein furchtbarer Charakter. Es ist nämlich nicht ersichtlich, warum sie im Hotel arbeiten will, sie berichtet zwar immer, dass es wichtig ist und sie spionieren muss, aber warum? Und genauso übertrieben geht es leider weiter. Sie bezeichnet einen Kollegen als Haifisch, weil er beim Grinsen viele Zähne zeigt und weil etwas Unheimliches von ihm ausgeht. Was, das weiß auch nur sie. Und Yanis, ja der ist super sexy und schwups verliebt. Das ist alles so weit hergeholt und ständig diese düsteren Gedanken, das Mädchen ist schwer traumatisiert, aber warum?
Natürlich wird später alles erklärt, aber dafür braucht man echt einen starken Wunsch, um dranzubleiben. Und bei dieser Sache haben die Sprecher Nina-Zofia Amerschläger, Martin Krah, Lisa Cardinale unwahrscheinlich geholfen, denn alle lesen ihren Part sehr gut und so kann man sich von der Handlung berieseln lassen.
Das Ende war bedauerlicherweise etwas vorhersehbar und hatte nebenbei noch einen aufklärenden Charakter, der sehr stark umgesetzt war. Wenn dieser Thematik zu Beginn mehr Raum gegeben worden wäre, hätte es mir besser gefallen – einfach weil es wichtig ist!

Cover:
Ich hätte mir eher eine schöne Steilküste an der Algarve gewünscht – es würde zum Inhalt, zum Resort und zu Portugal passen. Die Algarve besitzt schließlich mitunter die schönsten Strände Europas.

Fazit:
Das Hörbuch wurde richtig gut umgesetzt, dass das Buch zu Beginn etwas zäh ist muss man überhören und dann wird es zu einem guten Thriller mit Aufklärungscharakter. Ich vergebe daher 3 Sterne und eine Hörempfehlung.

Ich bedanke mich bei Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.