LustSchmerz – Sara Bellford

Klappentext:
Sir Alan Baxter hat eine Passion: Er sammelt Frauen

Er will sie um ihretwillen besitzen. Sie wollen von ihm gedemütigt und geliebt werden. Gemeinsam zelebrieren sie die schönsten Höhepunkte aus Lust, Schmerz und Qual …


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Titel: Lustschmerz
Autor: Sara Bellford
Verlag: blue panther books
Seiten: 192
ISBN: 978-3940505347
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Alan Baxter (reich, sympathisch), sucht Frauen um sie in die Welt der schmerzlichen Lust einzuführen. Mit Hilfe seines Butlers Harold verführen die beiden Fiona, die bis dato nur Blümchensex kannte …

Stil:
Der Stil von Sara Bellford ist wirklich sehr lesenswert, liebevoll, direkt und sinnlich. Sie erklärt viele Dinge, was es auch für Leseneulinge in diesem Genre sehr einfach macht dem Thema zu folgen. Der Ausdruck ist den Situationen angemessen, teilweise rau, aber passend.

Charaktere:
Alle beteiligten waren für mich stimmig. Die Frauen, meistens unerfahren, da Alan Baxter ihnen ja neue Wege aufzeigen möchte, waren alle sehr aufgeschlossen. Alan und Harold hatten immer Freude am tun und achteten immer auf die Bedürfnisse ihres Spielzeugs.

Fazit:
Dieses Buch wirft ein ganz neues Licht auf SM Bücher. Sara Bellford schreibt zwar über Bondage, Rohrstock und Züchtigung aber es liegt immer ein Hauch von Zuneigung und Befriedigung in der Luft. Es ist alles sehr erotisch geschrieben und nicht wie in anderen Büchern eine reine Aggressionsbewältigung für den Meister. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und konnte gut in die Geschichte eintauchen. Schade fand ich, dass jede Frau, die Baxter sich genommen hatte, einen eigenen Buchabschnitt erhalten hat. Die Geschichten hätten somit auch eigenständig stehen können und das ist schade. Es wurde zwar erwähnt das auch alle zusammen Spaß hatten, aber das wurde nicht geschrieben, daher gebe ich 4 Sterne für LustSchmerz.

Ich bedanke mich bei blue panther books für das Rezensionsexemplar.

Ausgelöscht – Cody McFadyen

Klappentext:
Ich hatte einmal ein Leben. Doch ich erinnere mich nicht mehr daran. Ich hatte eine Familie. Doch ich kenne sie nicht mehr. Ich hatte viele Erinnerungen. Doch jemand war in meinem Gehirn. Er hat alles ausgelöscht. Und ich wünschte, er hätte mich nicht am Leben gelassen.


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Titel: Ausgelöscht
Autor: Cody McFadyen
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 480
ISBN: 978-3404165810
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Auf Callies Hochzeit wird, gerade als Pater Yates die Zeremonie beendet, eine verwirrte Frau aus einem Auto geworfen. Sie schaut sich verstört um und fängt an zu schreien. Sie hört nicht mehr auf und FBI Agentin Smoky Barrett nimmt sich ihrer an …

Stil:
Der Schreibstil von Cody McFadyen ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ziemlich bildlich und brutal fesselt er den Leser an einer sehr komplexen Story. Das ganze Buch über bleibt er seinem Stil treu und schafft so eine sehr interessante Atmosphäre.

Charaktere:
Alle Charaktere bleiben sich auf ihre Art treu. Es gibt keine Superhelden, die es nicht sein sollten, und jene, die nahe am Helden dran sind, wurden durch die Spezialausbildung des FBI gedrillt, daher ist dies nicht verwunderlich sondern nachvollziehbar.

Cover:
Das Cover beschreibt die Szenerie sehr gut. Eine Frau, die nicht mehr ist als eine Hülle. Ihre Züge und Merkmale sind wie ausradiert …

Fazit:
Obwohl dies schon der 4. Fall für Smoky Barrett war, merkt man dies nicht. Ich kannte vorher keinen Fall von ihr und bin super mit dieser Geschichte zurechtgekommen. Ich habe alles, was wichtig war, erfahren und es bleiben keine Fragen offen. Ich gebe für dieses sehr spannende und teilweise auch sehr brutale Buch 4 Sterne. Teilweise waren mir die verdeckten Ermittlungen zu langgezogen, daher ziehe ich einen Stern ab.

Ivory I – Insel der Lust – Megan Parker

Klappentext:
Zahira will ihm gehören. Santiago. Aber sie ahnt nicht, worauf sie sich einlässt …
Gebannt von Schönheit und Dominanz ist sie ihm verfallen. Doch ihr Erwachen im „Paradies“ ist bitter. Sein Liebesspiel schockiert. Aber die Ketten seiner Begierde halten sie so lustvoll fest, dass sie ihnen nicht entfliehen kann.


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Titel: Ivory I – Insel der Lust
Autor: Megan Parker
Verlag: blue panther books
Seiten: 224
ISBN: 978-3762770748
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Der Klappentext lässt schon erahnen, dass es sich bei Ivory um einen etwas härteren erotischen Roman handelt und genau das liefert es auch. Zahira (17 Jahre, Jungfrau, Model – 1,71cm, 47kg) lernt auf einem Flug Santiago (36 Jahre, angeklagter Vergewaltiger, steinreich) kennen und verliebt sich. Als er sie einlädt, eine lustvolle Zeit mit ihm zu verbringen, kann sie nicht anders als mit ihm zu gehen …

Der Schreibstil von Megan Parker ist gut. Sehr detailreich und bebildert beschreibt sie eindrucksvoll die Szenerie. Teilweise kann ich allerdings ihre Gedankengänge nicht nachvollziehen. Warum strickt sie eine Geschichte um einen angeklagten Vergewaltiger? Warum ist Zahira so dünn? Warum muss sie so jung und dann auch noch Jungfrau sein?

Die Charaktere gefallen mir gar nicht. Zahira ist zu jung und zu naiv. Santiago ist zu grob und nutzt die Naivität von Zahira aus. Das muss doch nicht sein, oder?

Das Cover ist schön. Eine gut proportionierte Frau am Strand – nicht magersüchtig!

Fazit:
Das Buch hat mich nicht sonderlich überzeugt. Erotisches Feeling kam leider nicht immer auf (Zahira zu dünn und Santiago zu grob). Eher hatte ich im Kopf, dass Zahira geholfen werden sollte. Schade 🙁 für die Idee und den detailreichen Stil gebe ich 3 Sterne.

Ich bedanke mich bei blue panther books für das Rezensionsexemplar.

Bei lebendigem Leib – Souad

Klappentext:
Souad ist 17 Jahre alt, als ihre Familie sie zum Tode verurteilt. Weil sie schwanger wurde, hat sie die Familienehre beschmutzt – was im Westjordanland einen „Ehrenmord“ rechtfertigt. Ihr Schwager vollstreckt das Urteil – und verbrennt sie bei lebendigem Leib. Doch Souad kann schwer verletzt fliehen.

Wie durch ein Wunder hat Souad den heimtückischen Ehrenmordanschlag überlebt. Nun legt sie Zeugis ab – im Gedenken an die zahllosen Mädchen und Frauen, die nicht so viel Glück hatten wie sie. Und um die Weltöffentlichkeit auf dieses grausame, archaische Gesetz hinzuweisen!


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Titel: Bei lebendigem Leib
Autor: Souad
Verlag: blanvalet
Seiten: 288
ISBN: 978-3442362684
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Eigentlich hatte ich auf eine bewegende und tiefgründige Geschichte gehofft, die ich leider nicht erhalten habe. Souad berichtet am Anfang ihres Buches von ihrer schwierigen und von brutaler Gewalt beherrschten Kindheit, aber auch dabei schaffte sie es nicht mich zu fesseln. Immer wieder bricht sie mit Erzählungen ab um dann genau das gleiche nochmals zu beschreiben. Dann dachte ich „nun hab ichs schon 2 mal gelesen, das wird ja wohl nicht wieder kommen“, da fängt sie wieder an… Also alles ist doppelt gemoppelt und wird wieder neu aufgerollt (nein ich rede nicht vom Ehrenmord sondern vom Hüten der Ziegen, der Schläge durch den Vater, das Melken der Kühe, die Enge im Haus, …).

Nachdem ich dann gute 70 Seiten über die Prügelstrafen von Souads Vater und Bruder gelesen habe, wird es doch noch interessant und Souad berichtet über das höchste Glück einer Frau: Die Hochzeit. Beschrieben wird die Heirat von Souads Schwester. Danach, wer hätte es gedacht, geht es wieder mit der Kindheit weiter – einige Geschichten sind mir bekannt (von den Seiten davor – so kann man Bücher füllen). Irgendwann kommt es dann doch zum tragischen Fehler: Souad lässt sich unverheiratet Schwängern (komisch, dass wird nur einmal erwähnt). Das Mädchen muss sterben …

Meine Meinung:
Ich bin echt enttäuscht und ich kann dem Buch nichts abgewinnen. Natürlich sind Frauen in anderen Ländern nicht das, was sie hier sind – das sollte wohl jedem bekannt sein – daher ist das Geschehen in Souads Kindheit nichts neues mehr. Aber irgendwie habe ich von einem Spiegel-Bestseller (das ist übrigens mein letzter, ich werde nun alle Spiegel-Bestseller-Bücher meiden) etwas ganz anderes, tiefsinnigeres erhofft und nicht so ein Buch wo sich alle 3 Absätze das geschriebene wiederholt.

Der Schreibstil von Souad ist gruselig, aber ich bin mir nicht sicher ob es daran liegt, dass sie erst mit 24 Jahren lesen und schreiben gelernt hat oder ob es an der Übersetzung liegt. Ganz eigenartig ist auch, dass angeblich Souad dieses Buch geschrieben hat und auf einmal eine Frau aus der Hilfsorganisation in „ich-Form“ schreibt. Bis ich dann an den Merkwürdigen Wiederholungen merkte – oh gleicher Stil ?! Ich fühle mich veräppelt! Entweder ich lasse diese Organisationsfrau reden – dann soll sie aber selber schreiben, oder jemand anderes schreibt für sie, dann ist aber bitte dieser teil nicht in „ich-Form“ zu schreiben.

Dann kamen noch so ziemlich viele Ungereimtheiten zusammen, die ich mir einfach nicht erklären kann.
Jedenfalls finde ich durch diese Ungereimtheiten das ganze Buch unglaubwürdig. Auch passieren Souad so viele „Zufälle“ das sich das Buch zum Ende hin wie ein Groschenroman liest. Ich, für mich, bin zu dem Schluss gekommen, dass das ganze Buch reine PR für die Organisation ist, die Souad angeblich das Leben rettete. Denn diese Organisation wird doch recht ausführlich dargestellt und auch der Gründer wird nicht nur einmal erwähnt. Auch finden sich alle Informationen zur Stiftung auf der letzten Seite – besonders groß natürlich.

Fazit:
Wie gesagt, halte ich das gesamte Buch für reine PR und bin daher echt giftig. Ich vergebe 2 Sterne für die Idee hinter Souad.

Splitter – Sebastian Fitzek

Klappentext:
Was wäre, wenn wir die schlimmsten Erlebnisse unseres Lebens für immer aus unserem Gedächtnis löschen könnten und dabei etwas schief geht? Viel stärker als der Splitter in Marcs Kopf ist die seelische Wunde seines selbst verschuldeten Autounfalls, denn seine Frau hat nicht überlebt. Als Marc von einem psychiatrischen Experiment hört, das ihn von dieser quälenden Erinnerung befreien könnte, schöpft er Hoffnung. Doch nach den ersten Tests beginnt das Grauen: Marcs Wohnungsschlüssel passt nicht mehr. Ein fremder Name steht am Klingelschild. Die Tür öffnet sich und Marc schaut einem Alptraum ins Gesicht …


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Titel: Splitter
Autor: Sebastian Fitzek
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: Lübbe Audio
ISBN: 978-3785742099
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ein sehr gruseliges und spannendes Hörbuch was einem hier präsentiert wird. Marc, tief erschüttert, möchte nur eines: Vergessen! Er meldet sich zu einem Experiment und der Hörer ist live dabei, wenn Marc die Nebenwirkungen kennenlernt…

Simon Jäger, als Sprecher, ist hervorragend geeignet. Die doch sehr düsteren Themen von Sebastian Fitzek kommen durch seine Stimme noch gruseliger und furchtbarer rüber als es das eigenständige Lesen hätte tun können. Die Panik, die Marc in der Geschichte verspürt, erhält durch die Stimme, die ihm gegeben wird, noch mehr Ausdruck und das bekommt dem Hörbuch richtig gut!

Die Charaktere sind „typisch Berlin“ mit einer etwas größeren Klappe ausgestattet – auch wenn das Geschehen eher in den nobleren Gegenden spielt. Dies bedeutet natürlich, dass sich der Hörer schon auf ein paar Kraftausdrücke einstellen sollte. Wenn ein lautes „Scheiße“ also keine Anstößigkeit auslöst, und mit Charakteren welche ihre Meinung und Panik offen kundtun kein Problem besteht, dann viel Spaß bei „Splitter“ 😉

Fazit:
Ein schönes Hörbuch, welches ich an Krimi- und Thrillerfans gerne weiter empfehle. Ich vergebe volle 5 Sterne für ein richtig gut umgesetztes Werk, dass mir schon mal einen Schauer über den Rücken jagte 😀