Lupus Noctis – Melissa C. Hill, Anja Stapor

Klappentext:
Sechs Jugendliche steigen in ein unterirdisches, verlassenes Bunkerkrankenhaus hinab, um den perfekten Nervenkitzel zu erleben. Dieser nahezu lichtlose Ort soll der Schauplatz für ihr Lieblingsrollenspiel Lupus Noctis sein. Doch schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus: Der Schlüssel zur Tür fehlt und der Ausgang ist versperrt. Ein Versehen? Oder hat sie jemand in der Dunkelheit eingeschlossen? Je länger die sechs in der Finsternis festsitzen, umso mehr dunkle Geheimnisse kommen ans Licht.


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Titel: Lupus Noctis
Autor: Melissa C. Hill, Anja Stapor
Sprecher: Julian Horeyseck
Verlag: Oetinger Media
Länge: 713 Minuten
ASIN: B0BFXG5VPC
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Sechs Jugendliche spielen ein Spiel. Eine Mischung aus Escape-Room, catch-the-flag gemischt mit Rätselspaß. Doch leider wird aus einem Spiel bitterer Ernst, wenn nicht alle zwischen Spiel und Realität unterscheiden können …

Stil:
Julian Horeyseck liest flüssig und betont an den richtigen Stellen. Es ist angenehm, ihm zu folgenden und so in die Handlung einzutauchen. Der Schreibstil der Autorinnen könnte an einigen Punkten etwas genauer sein und an anderen etwas flotter. So wirkt der Anfang sehr triebig und planlos und das Ende ist zu schnell abgearbeitet und weist damit auch Fehler auf. Dennoch konnte die Idee des Spieles begeistern. Lupus Noctis ist frei von digitalen Medien und weiß mit nostalgischem Charme zu begeistern. Ein Spiel mit sich und seinen Freunden und der Kampf mit seinem Ängsten (Klaustrophobie und Achluophobie stehen dabei hoch im Kurs). Neben dem Spiel, welches zwar als Einstieg sehr ausführlich erklärt wird, steht aber das Zwischenmenschliche im Vordergrund. Was passiert, wenn man ein Spiel zu ernst nimmt, wie können sich Menschen entwickeln und was ist, wenn einen die sozialen Medien doch mehr in Beschlag genommen haben, als man glaubt? Gerade diese Fragen in einem Jugendthriller gekonnt zu verpacken ist nicht einfach, allerdings ist es sehr gut gelungen und die Geschichte regt daher sehr zum Nachdenken an. Der Ausdruck ist passend gewählt und trifft die Zielgruppe.

Charaktere:
Die Figuren werden zu Beginn ausführlich vorgestellt und sind greifbar. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte und natürlich werden Geheimnisse, Wünsche und Sehnsüchte deutlich. Dies macht sie alle menschlich bis unmenschlich – je nach Typ.

Cover:
Das Cover passt zum Inhalt, ein Wolf, Abgrund und dunkel. Besser gehts kaum.

Fazit:
Ein sehr guter Jugendthriller, welcher zum Nachdenken über die sozialen Medien, sein eigenes Handeln, den Umgang mit Ängsten und der Freundschaft anregt. Von mir gibt es 4 Sterne, für den fünften hätte das Ende noch besser ausgearbeitet werden müssen. Eine Leseempfehlung spreche ich an alle aus, welche gerne spielen (Lupus Noctis kann in abgeänderter Form definitiv übernommen werden!), an Social Media Junkies und an Fans von außergewöhnlichen Jugendthrillern.

[Abgebrochen] Lavendelträume – Gabriele Diechler

Klappentext:
Ein malerischer Ort in der Provence, unweit der Parfümstadt Grasse. Doch Julia kann die Schönheiten der Landschaft nicht genießen: Ihr Leben ist aus den Fugen geraten, und sie ist auf der Suche nach Wahrheit hierhergekommen …

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Mutter entdeckt Julia in einem geheimen Schließfach ein Paket mit dem Lieblingsparfüm ihrer Mutter, daneben einen Liebesbrief. Absender: ein Parfumeur aus der Provence. Was hat das zu bedeuten?

Kurzentschlossen macht Julia sich auf die Reise in den Süden Frankreichs. Unter der angegebenen Adresse trifft sie auf den Sohn des inzwischen ebenfalls verstorbenen Parfumeurs. In Nicolas findet sie einen verständnisvollen Freund, der ihr Zuversicht schenkt – und Liebe. Doch sie kommen einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur …

Ein fesselnder Roman über die Macht des Schicksals, die Kraft der Liebe, den Mut zum Neuanfang.


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Titel: Lavendelträume
Autor: Gabriele Diechler
Sprecher: Andine Pfrepper
Verlag: Insel
Länge: 721 Minuten
ISBN: 978-3458920267
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Julia findet nach dem Unfalltod ihrer Mutter einen geheimen Liebesbrief, welcher aus Südfrankreich stammt – genau daher, wo auch das Lieblingsparfüm ihrer Mutter herkommt. Julia reist an diesen malerischen Ort und lernt dort den Sohn des Parfümeurs kennen …

Stil:
Andine Pfrepper liegt mir von der Stimmlage nicht sonderlich. Ich konnte mich nicht entscheiden, auf welche Geschwindigkeit ich das Hörbuch einstellen soll, damit es geht. Das schlimmste aber war, der Unfalltod von Julias Mutter ACHTUNG SPOILER ein selbstgemachtes Elend! Sie telefoniert während der Autofahrt ohne Freisprecheinrichtung, verursacht einen Unfall und Ende. SPOILER ENDE. Die Ausdrucksweise hat mir auch nicht zugesagt, viel zu schmalzig, zu langsam und zu blumig. Aufgrund der genannten Punkte und der wiederkehrenden Beschreibungen der Szenerie habe ich das Hörbuch dann nach den ersten 2 Stunden abgebrochen.

Meine Entscheidung beruht darauf:
ACHTUNG SPOILER
Ein Telefonat nie so wichtig sein kann, dass es während einer Autofahrt geführt werden muss und dann auch noch OHNE Freisprecheinrichtung.
Dass kein Wort über eventuelle Unfallbeteiligte verloren wurde – wenn es keine gibt, schön, aber wenn, dann hätte die Mutter auch noch Menschenleben auf dem Gewissen. Ich gehe dennoch vom ersten Szenario aus, damit meine Seele Frieden hat.
Julia diejenige war, welche mit ihrer Mutter zum Unfallzeitpunkt telefoniert hat und sich anscheinend auch dabei nichts gedacht hat.
SPOILER ENDE
Die Geschichte an sich absolut vorhersehbar ist.

Charaktere:‘
Alle weichgespült und nicht gefestigt. Sie handeln so, wie es der Handlung gerade passt.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, es passt zum Titel.

Fazit:
Eine Handlung zum Aufregen! Daher vergebe ich nur einen Stern und spreche nur eine Leseempfehlung an Leser/Hörer aus, welche tragische Liebesgeschichte ohne Tiefgang mögen.

Thalamus – Ursula Poznanski

Klappentext:
Der fremde Wille im eigenen Kopf
Nach einem Motorradunfall soll sich der 17-jährige Timo im Rehabilitationszentrum Markwaldhof von seinem schweren Schädel-Hirn-Trauma erholen. Schnell stellt er fest, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielen: Der Wachkomapatient, mit dem er sich das Zimmer teilt, läuft nachts herum, spricht – und droht damit, Timo zu töten, falls er anderen davon erzählt. Und allmählich entdeckt Timo an sich selbst Fähigkeiten, die neu sind: Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Weiß Dinge, die er nicht wissen sollte…


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Titel: Thalamus
Autor: Ursula Poznanski
Sprecher: Jens Wawrczeck
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 726 Minuten
ASIN: B07G2PMHLT
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Ein Motorradunfall bringt Timo in eine Spezialklinik. Der Markwaldhof ist bekannt für außergewöhnliche Therapieerfolge. Doch was Timo in der Klinik erlebt, kann er selbst kaum fassen …

Stil:
Jens Wawrczeck liest grandios! Seine Stimme ist angenehm und die Betonung passt. So kommt es vor, als würde man Timos Gedanken live mitverfolgen. Leider war es das dann auch schon, denn die Handlung ist eher schleppend. Es passiert sehr oft das Gleiche. Am Tag versucht Timo sich ins Leben zurückzukämpfen und nachts muss er Angst um sein Leben haben, weil sein komatöser Zimmernachbar plötzlich sehr mobil ist. Erst als Timo mit seinen Mitpatienten kommunizieren lernt, wird die Geschichte etwas lebhafter, aber dann auch absolut konfus, hektisch und mehr als unglaubwürdig. Eine bessere Balance zwischen Klinikalltag und eine Auflösung mit Bezug zur Realität hätten der Geschichte gutgetan.

Charaktere:
Die Charaktere sind alle konstruiert und platt. Sie handeln so, dass sich die Handlung ewig zieht und es dann ganz schnell zur Auflösung der Zwischenfälle führt. Alles funktioniert immer so, wie es gerade passt. Das ist absolut unglaubwürdig und macht die Charaktere auch nicht sympathisch.

Cover:
Das Cover ist genial und passt zur Handlung.

Fazit:
Eine Handlung mit Potenzial, schade, dass es nicht genutzt wurde. So ist die Geschichte sehr gut gelesen, aber wenn der Plot und die Charaktere nicht stimmen, bringt das wenig. Daher nur 2 Sterne und ausschließlich eine Hörempfehlung für Fans von Poznanski.

Locked in: Wach auf, wenn du kannst – Holly Seddon

Klappentext:
Manche Geheimnisse verschwinden von selbst. Andere nie. Sie sind nur eingeschlossen.
Alex Dare ist Journalistin. Und Alkoholikerin. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Plötzlich wird Alex‘ journalistischer Spürsinn wieder wach. Denn sie kennt Amy. Und sie meint zu ahnen, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll ihr schon glauben? Es sei denn, Amy gibt ihr Geheimnis preis…


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Titel: Locked in: Wach auf, wenn du kannst
Autor: Holly Seddon
Sprecher: Marie Bierstedt, Simon Jäger, Anna Carlsson, Gabriele Blum
Verlag: Random House Audio
Länge: 664 Minuten
ASIN: B01BX3VC36
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Alex ist Journalistin und recherchiert im Krankenhaus. Als sie auf der Wachkomastation eine Patientin sieht, deren Fall sie von früher kennt, wird sie neugierig und beschäftigt sich mit Amy. Denn die Geschichte, was mit Amy passiert ist, und noch nicht gelöst …

Stil:
Die Geschichte wird von Marie Bierstedt, Simon Jäger, Anna Carlsson und Gabriele Blum gelesen. So bekommt fast jeder Charakter eine Stimme. Dies ist angenehmen, denn so können die unterschiedlichen Erzählstränge besser sortiert werden. Die Handlung zieht sich allerdings etwas und es entwickelt sich ein seichter Roman mit Krimicharakter. Wirkliche Spannung kommt aber leider nicht auf, denn die Cliffhanger sind zu künstlich und durch die wechselnden Darstellungen der Figuren wirkt es eher verschleiernd als weiterbringend. Das Ende erscheint dann so simpel, das geht gar nicht. Die Polizei tappt ewig im Dunkeln und die besoffene knackt denn Fall. Ernsthaft?!

Charaktere:
Alex ist absolut unglaubwürdig. Eine Journalistin, welche dauernd besoffen ist und dann so super Einfälle hat und ihre Arbeit dann doch auf die Reihe bekommt, geht nicht.
Amy wirkt extrem naiv. Okay, im Wachkoma entwickelt man sich nicht weiter, aber dennoch passt es einfach nicht
Auch die anderen Charaktere wirken zu konstruiert, als dass sie hätten sympathisch sein können. Es ist einfach nicht ausgereift.

Cover:
Das Cover finde ich interessant. Fasern, Spiegelung, Unterbewusstsein, Verbindung. Es könnte alles sein, aber irgendwas ist da.

Fazit:
Ein seichter Roman, welcher wirklich gut vorgelesen wurde. Dafür gibt es drei Sterne, weil man die Geschichte gut hören kann. Der Inhalt ist eher anspruchslos und die Charaktere sowie die Auflösung fallen durch. Daher vergebe ich auch nur eine Hörempfehlung an Hörende, welche die Sprecher und flache Romane mit Krimicharakter mögen.

Panic: Wer Angst hat, ist raus – Lauren Oliver

Klappentext:
Panic verändert alle(s). Heather hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. Dodge war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man seine Gegner kennen…


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Titel: Panic: Wer Angst hat, ist raus
Autor: Lauren Oliver
Sprecher: Julia Nachtmann
Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH
Länge: 363 Minuten
ASIN: B00OZN5RRE
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
PANIC – ein Spiel, was fast alle Schulabgänger nach ihrem Abschluss spielen. Sie bekommen einen Haufen Geld, wenn sie gewinnen. Im schlimmsten Fall droht der Tod.

Stil:
Julia Nachtmann hat eine sehr langsame und emotionslose Stimme. Das ist für ein actionreiches Jugendbuch nicht so schön. Um etwas Schwung in die Lesung zu bringen, habe ich das Hörbuch schneller abgespielt, was dann auch okay war.

Die Handlung an sich ist absolut konfus. Die Jugendlichen nehmen an einem gefährlichen Spiel teil, nur um Geld zu bekommen. Woher kommt das Geld, wenn alle an der Armutsgrenze leben? Wer bestimmt die Spielmacher? PANIC ist verboten und man darf sich nicht erwischen lassen. Es findet aber jedes Jahr in den Sommerferien statt – warum unternimmt dann keiner was?! Warum nimmt man FREIWILLIG an einem Spiel teil, was einen töten bzw. schwer verletzten könnte (bestes Beispiel ist eine Teilnehmerin, welche seit ihrer Teilnahme querschnittsgelähmt ist)? Und was ist die Message hinter dem Buch? Lieber ich sterbe, als so weiterzuleben? Super für ein Jugendbuch *AugenRoll

Die Szenerie ist dunkel gehalten. Alle leben in armen Verhältnissen, mit Drogen und Krankheiten und können „nichts“. Aber die Schule haben sie anscheinend schon geschafft, warum dann nicht wegziehen und ein vernünftiges Leben anfangen?!

Charaktere:
Heather und Dodge sind die beiden Hauptprotagonisten, welche sich auch in den Erzählsträngen abwechseln. Beide nehmen an PANIC teil und haben unterschiedliche Motivationen, welche nicht ganz nachvollziehbar sind. Sie wirken beide nicht gefestigt und handeln nicht ihrem Alter entsprechend.

Mit den anderen Charakteren bin ich auch nicht warm geworden. Sie wirken alle konstruiert, falsch und irre. Auch, dass einige andere durch Intrigen und Zickereien in den Tod treiben oder anders zur Strecke bringen, spricht nicht für sie.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte. Wenn einer springt, springen alle.

Fazit:
Ein Buch ohne Mehrwert! Gerade in der heutigen Zeit sollte die Jugend sensibilisiert werden. Allgemeine Rücksichtname, Respekt und Höflichkeit fehlt. Dieses Buch fördert den Hass auf andere, fördert Intrigen und zeigt, dass andere Menschen Ballast für das eigene Vorankommen sind. Ich vergebe aus diesen Gründen nur zwei Sterne und spreche keine Empfehlung für dieses Buch aus.