Hinter dem Schleier der Tränen: Mein Abschied vom Harem der Frauen – Choga Regina Egbeme

Klappentext:
Choga Regina Egbeme hatte einen Traum: Sie gab ihren Gefährtinnen aus dem afrikanischen Harem ihres Vaters ein neues Zuhause. Denn alle verbindet ein Schicksal: Sie sind HIV-positiv. Aber Choga ist an Aids erkrankt und muss erkennen, dass sie den Frauen als Heilerin nicht mehr helfen kann. Die ungewöhnliche Frauengemeinschaft droht auseinander zu brechen. Mit letzter Kraft kämpft Choga um die Zukunft ihrer Gefährtinnen – bis ein weiterer furchtbarer Schicksalsschlag ihr Leben erschüttert.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Hinter dem Schleier der Tränen: Mein Abschied vom Harem der Frauen
Autor: Choga Regina Egbeme
Verlag: Ullstein
Länge: 299 Seiten
ISBN: 978-3548364797
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Der dritte Teil nach „Hinter goldenen Gittern“ und „Die verbotene Oase“ geht nach dem furchtbaren Anschlag der Muslime, auf Chogas christliche Farm, weiter. Choga fällt in eine tiefe Depression. Daraus folgt, dass sie ihre Aufgabe als Heilerin zu stark vernachlässigt und ihren heilenden Tee nicht mehr zubereitet. Die schwere Folge: Choga erkrankt an AIDS. Um wieder zu Kräften zu kommen fährt sie mit ihrem Sohn, Josh, zu Ezira in den Regenwald …

Schreibstil:
Der Schreibstil war gut und flüssig, aber irgendwie angeschlagen. Ich hatte das Gefühl, dass Choga nicht mehr ganz so spirituell bzw. nicht eins mit sich war. Sie schrieb nachdenklicher und überdachte mehr.

Charaktere:
Über Choga habe ich , glaube ich, bereits genug erwähnt. Sie war eine sehr starke Persönlichkeit die ich gerne persönlich kennengelernt hätte.

Magdalena gefiel mir in diesem Band gar nicht. Sie wolle zwar nur helfen, aber irgendwie waren mir ihre Eingriffe zu heftig. Sie störten die Ruhe, auch wenn Magdalena nur das beste wollte. Oder anders: Ich merkte das Deutsche, welches die afrikanische Gemütlichkeit störte.

Beeindruckt haben mich Amara (Kräuterheilerin) sowie Ezira und Buchi – die beiden Heilerinnen aus dem Regenwald; Diese 3 starken Frauen, die auf die Kraft von Mutter Erde vertrauen und gute Erfolge erzielen sind selbstlos und stehen trotzdem so fest im Leben, das wir uns alle ein Stückchen von ihrer Art aneignen sollten!

Cover:
Ein schönes Cover, das eine schöne Verschmelzung zwischen Himmel und Erde durch einen Menschen zeigt.

Fazit:
Ein bewegender Abschluss, der mich zu tränen rührte. Choga lies mich an ihrem Leben teilhaben und dies auf eine erschreckende und doch liebenswürdige Art. Trotz ihres Schicksals hat sie nie aufgegeben und war immer für die anderen da. Schade fand ich das abrupte Ende des Buches. Ich hätte gerne noch mehr Hintergrundinformationen über das Leben von Bisi, Ada, Amara, Tanisha und den anderen gehabt. Es gibt zwar noch ein kleines Namensregister mit einem kurzen Lebenslauf, aber dieser reichte mir persönlich nicht. Daher vergebe ich nur 4 Sterne für dieses bewegende Buch.

Splitter – Sebastian Fitzek

Klappentext:
Was wäre, wenn wir die schlimmsten Erlebnisse unseres Lebens für immer aus unserem Gedächtnis löschen könnten und dabei etwas schief geht? Viel stärker als der Splitter in Marcs Kopf ist die seelische Wunde seines selbst verschuldeten Autounfalls, denn seine Frau hat nicht überlebt. Als Marc von einem psychiatrischen Experiment hört, das ihn von dieser quälenden Erinnerung befreien könnte, schöpft er Hoffnung. Doch nach den ersten Tests beginnt das Grauen: Marcs Wohnungsschlüssel passt nicht mehr. Ein fremder Name steht am Klingelschild. Die Tür öffnet sich und Marc schaut einem Alptraum ins Gesicht …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Splitter
Autor: Sebastian Fitzek
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: Lübbe Audio
ISBN: 978-3785742099
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ein sehr gruseliges und spannendes Hörbuch was einem hier präsentiert wird. Marc, tief erschüttert, möchte nur eines: Vergessen! Er meldet sich zu einem Experiment und der Hörer ist live dabei, wenn Marc die Nebenwirkungen kennenlernt…

Simon Jäger, als Sprecher, ist hervorragend geeignet. Die doch sehr düsteren Themen von Sebastian Fitzek kommen durch seine Stimme noch gruseliger und furchtbarer rüber als es das eigenständige Lesen hätte tun können. Die Panik, die Marc in der Geschichte verspürt, erhält durch die Stimme, die ihm gegeben wird, noch mehr Ausdruck und das bekommt dem Hörbuch richtig gut!

Die Charaktere sind „typisch Berlin“ mit einer etwas größeren Klappe ausgestattet – auch wenn das Geschehen eher in den nobleren Gegenden spielt. Dies bedeutet natürlich, dass sich der Hörer schon auf ein paar Kraftausdrücke einstellen sollte. Wenn ein lautes „Scheiße“ also keine Anstößigkeit auslöst, und mit Charakteren welche ihre Meinung und Panik offen kundtun kein Problem besteht, dann viel Spaß bei „Splitter“ 😉

Fazit:
Ein schönes Hörbuch, welches ich an Krimi- und Thrillerfans gerne weiter empfehle. Ich vergebe volle 5 Sterne für ein richtig gut umgesetztes Werk, dass mir schon mal einen Schauer über den Rücken jagte 😀

Robert und die Auserwählten – Andrea Schneeberger

Klappentext:
Ein Mann, vor dem niemand ein Geheimnis verstecken kann, eine Frau, die zaubern kann, ein Junge der Türen zu anderen Welten öffnet, ein Mann, der Gespräche mit seiner toten Mutter führt, und eine Frau deren Zeichnungen zur Realität werden, treffen aufeinander. Einige von ihnen werden sich dem Bösen stellen.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Robert und die Auserwählten
Autor: Andrea Schneeberger
Verlag: Tempus Logus Verlag
ASIN: B005NBN1CA
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Die Geschichte beginnt flüssig und leicht verständlich mit Robert und seiner Mutter. Robert wird sechs Jahre alt und darf sich seinen Geburtstagskuchen aussuchen. Auf der Fahrt zum Laden sieht Robert eine adipöse Frau und, als er sie zu lange Anblickt, sieht er ihr dunkelstes Geheimnis – sie vernachlässigt ihr Kind. Als Robert seiner Mutter von seiner Gabe, Dinge zu sehen, berichtet glaube sie ihm nicht und auch als Robert bei anderen Menschen dunkles zu berichten weiß, wird er zum Psychiater geschickt. Erst dort hört er auf von seinen Visionen zu sprechen und versucht so normal wie möglich zu leben. Später versucht Robert mit seiner Fähigkeit Gutes zu tun – ob es ihm gelingt?

Stil:
Der Stil von Andrea Schneeberger ist sehr steif und daher doch recht schwer zu lesen. Dann kommt noch die österreichische Ausdrucksweise hinzu, die mich teilweise etwas verwirrte.

Charaktere:
Leider bin ich mit keinem Charakter warm geworden. Robert, der seine Gabe irgendwie erst später, aber dann sowas von Platt eingesetzt hat, langweilte mich, genauso ging es mir mit den anderen Auserwählten. Die Randfiguren – deren Geheimnisse der Leser durch Robert erfährt – bleiben ebenfalls farb- und lieblos.

Fazit:
Ich freute mich auf einen netten Fantasyroman, den ich leider nicht erhalten habe. Der Stil konnte mich nicht überzeugen und die Brutalität – die Robert in den Gedanken seiner Mitmenschen sieht – erst recht nicht. Ich weiß nicht mal so recht, wem ich dieses eBook empfehlen soll – für Kinder zu brutal und für Erwachsene zu trocken – schade. Ich vergebe 2 Sterne, da die Idee und der Anfang wirklich interessant war.

Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern – Natalie Standiford

Klappentext:
„Es liegt am Schnellesekurs“, sagt Jane. „Dort ist etwas passiert, das dich unwiderruflich verändert hat, und das sieht man.“
„Was ist denn beim Schnelllesen passiert?“, fragte Sassy.
„Sie will es und nicht erzählen“, sagt Jane.
„Doch, werde ich“, sagte ich. „Nur nicht jetzt.“
Sassy hüpfte auf dem Bett auf und ab. „Du musst es und erzählen!“
„Nein.“
„Lass mich raten“, sagte Sassy, „Du hast einen Jungen kennengelernt!“
„Nein, hab ich nicht“, erwiderte ich. „Woher weißt du das?“
„Zufallstreffer“, sagte Sassy.
„Die großen Veränderungen in der Geschichte der Menschheit fangen immer damit an, dass ein Mädchen einen Jungen kennenlernt.“
„Stimmt nicht“ sagt Jane. „Sie fangen damit an, dass auf jemanden ein Attentat verübt wird.“

—

Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern ist ein Familien-, Jugendbuch und spielt zu Weihnachten. Die Geschichte beginnt mit dem Weihnachtsfest bei der großen Familie (6 Kinder und 2 Erwachsene) Sullivan, die sich nach dem Verteilen der Geschenke auf den Besuch bei der Großmutter – genannt Almighty – vorbereitet.

Die Besuche bei der tyrannischen Großmutter sind nicht beliebt, aber Almighty ist der Geldgeber der Familie und daher ist ein weihnachtlicher Besuch bei ihr nicht auszuschlagen. Doch zu aller Sorge, lässt Almighty verlauten sie habe sich über ein Familienmitglied so geärgert, dass sie die gesamte Familie enterben wird, sollte der Sünder nicht bis Sylvester ein Bekenntnis ablegen.

Die sündigsten Familienmitglieder sind wohl, laut des Familienrates der später im Hause abgehalten wurde, die 3 Schwestern Norrie, Jane und Sassy. Alle 3 schreiben dann ihre Bekenntnisse auf und reichen diese bei ihrer Großmutter ein. Aber sind es wirklich die Bekenntnisse der Schwestern, die Almighty lesen wollte, oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

Der Schreibstil von Natalie Standiford ist flüssig und einfach. Die Ausdrucksweise manchmal etwas abgestumpft aber passend. Es ist ja ein Teenie-Buch und dafür finde ich, wurde das Buch Stilgetreu umgesetzt. Jedem Bekenntnis wurden lange Abschnitte gewährt und der Leser wird direkt, als Almighty, angesprochen. So eine Art kannte ich noch nicht und fand es gut. Teilweise auch sehr ergreifend, da ich so tief im Buch versunken war, fühlte ich mich zeitweise wie Almighty selbst.

Die Charaktere im Buch sind alle auf ihre Art interessant. Teilweise erschreckend realistisch und doch wieder verdreht. Ich fühlte mich teilweise sehr in meine Jugend zurückversetzt das ich dachte, ich hätte meine Geschichte niedergeschrieben – erschreckend. Andererseits fand ich auch Stellen im Buch, die kein Charakter miterleben sollte und dies machte mich etwas traurig.

Das Cover finde ich toll! Es erinnerte mich an die alten Computerspiele, die ich zu Teeniezeiten gerne gespielt habe (Day of Tentacle) und daher hatte ich schon ein großes verlangen das Buch zu lesen. Ansonsten war das gesamte Buch im Stil des Covers gehalten. Neue Kapitel wurden mit Eckornamenten nochmals untermauert – sehr gelungen.

Fazit:
Ein schönes Teeniebuch mit sämtlichen Dingen, die man erlebt haben sollte – oder auch nicht 😉 Ich empfehle es an Jugendliche ab 14 Jahren und an junggebliebene Erwachsene. Gerade zur Weihnachtszeit ist dieses Buch ein echtes Schmuckstück, denn es zeigt doch sehr deutlich was Familie und Zusammenhalt bedeutet.

Ich hatte viel Freude beim Lesen und vergebe liebe 3 Sterne. Für mehr hat es leider nicht gerecht, da es mir Stellenweise zu langatmig war. Die Bekenntnisse hätten etwas kürzer sein können und auch der Ausdruck bei den Kommunikationen der Schwestern hätte lebendiger sein müssen. Statt „sagte“ könnte auch mal ein „antwortete, erwiderte, meinte“ verwendet werden.

 

Mein Dank geht an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern
Autor: Natalie Standiford
Verlag: Carlsen
Seiten: 364
ISBN: 978-3551582744
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Das alte Kind – Zoë Beck

Klappentext:
Wer hilft dir, wenn alle glauben, dass dein größter Feind du selbst bist?

Es sind nur wenige Tage, die Carla von ihrem Kind getrennt im Krankenhaus verbringt – Tage, die alles verändern. Als die Schwester ihr das Baby in die Arme legt, stellt Carla fest: Das ist gar nicht ihr Kind! Doch niemand glaubt ihr …

Fiona wacht in ihrer Badewanne auf. Kerzen stehen am Wannenrand, Blütenblätter schwimmen auf dem Wasser, das sich allmählich rot färbt – von ihrem Blut! Mit letzter Kraft schleppt sie sich zum Telefon. Im Krankenhaus behauptet sie, jemand hätte versucht, sie zu töten. Doch niemand glaubt ihr …
—
Wie bereits beim Klappentext ersichtlich handelt es sich um 2 Geschichten. Eine handelt von Carla, die andere von Fiona. Dass beide Geschichten zusammenhängen ist natürlich klar. Wie, das erfährt der geübte Leser relativ schnell. Danach beginnt eine spannende Reise der Protagonisten in deren Vergangenheit.

Stil:
Den Stil von Zoë Beck durfte ich schon bei „Wenn es dämmert“ bewundern und ich bin immer noch angetan. Sie schreibt sehr spannend, flüssig und einfach aber nicht plump. Was auch das Lesen in der Nacht, bei starker Müdigkeit, wenn man das Buch also einfach zu Ende lesen möchte, ganz einfach macht.

Charaktere:
Alle Charaktere waren auf ihre Art genau so wie es das Buch erforderte. Sie waren alle richtig konstruiert und es blieben keine Fragen offen. Anders hätte es nicht sein dürfen.

Cover:
Okay, das Buch heißt „Das alte Kind“ und ein Schaukelpferd war abgebildet, also wird alles schon seine Richtigkeit haben. Nach dem Lesen kann ich aber wirklich sagen, dass ich es schaurig finde. Dadurch, dass der Boden des Zimmers – also der Standpunkt des Schaukelpferdes fast weg zu brechen scheint. Toll gemacht!

Fazit:
Ein super interessantes Buch. Da es sich allerdings um eine Geschichte über ein Krankenhaus, Kinder und der Leidensgeschichte einer Mutter handelt würde ich dieses Buch nur Lesern empfehlen die gesunde Kinder haben oder bei werdenden Müttern gar ganz vom Lesen abraten.
Mir persönlich hat das alte Kind gut gefallen, auch wenn ich den Plot schnell herausgefunden hatte war es trotzdem sehr spannend zu erfahren wie es denn nun zu diesem und jenem gekommen ist. Ich gebe gute 4 Sterne für das Buch und freue mich auf weitere Geschichten von Zoë Beck.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Das alte Kind
Autor: Zoë Beck
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 304
ISBN: 978-3404164431
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir