Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern – Natalie Standiford

Klappentext:
„Es liegt am Schnellesekurs“, sagt Jane. „Dort ist etwas passiert, das dich unwiderruflich verändert hat, und das sieht man.“
„Was ist denn beim Schnelllesen passiert?“, fragte Sassy.
„Sie will es und nicht erzählen“, sagt Jane.
„Doch, werde ich“, sagte ich. „Nur nicht jetzt.“
Sassy hüpfte auf dem Bett auf und ab. „Du musst es und erzählen!“
„Nein.“
„Lass mich raten“, sagte Sassy, „Du hast einen Jungen kennengelernt!“
„Nein, hab ich nicht“, erwiderte ich. „Woher weißt du das?“
„Zufallstreffer“, sagte Sassy.
„Die großen Veränderungen in der Geschichte der Menschheit fangen immer damit an, dass ein Mädchen einen Jungen kennenlernt.“
„Stimmt nicht“ sagt Jane. „Sie fangen damit an, dass auf jemanden ein Attentat verübt wird.“

Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern ist ein Familien-, Jugendbuch und spielt zu Weihnachten. Die Geschichte beginnt mit dem Weihnachtsfest bei der großen Familie (6 Kinder und 2 Erwachsene) Sullivan, die sich nach dem Verteilen der Geschenke auf den Besuch bei der Großmutter – genannt Almighty – vorbereitet.

Die Besuche bei der tyrannischen Großmutter sind nicht beliebt, aber Almighty ist der Geldgeber der Familie und daher ist ein weihnachtlicher Besuch bei ihr nicht auszuschlagen. Doch zu aller Sorge, lässt Almighty verlauten sie habe sich über ein Familienmitglied so geärgert, dass sie die gesamte Familie enterben wird, sollte der Sünder nicht bis Sylvester ein Bekenntnis ablegen.

Die sündigsten Familienmitglieder sind wohl, laut des Familienrates der später im Hause abgehalten wurde, die 3 Schwestern Norrie, Jane und Sassy. Alle 3 schreiben dann ihre Bekenntnisse auf und reichen diese bei ihrer Großmutter ein. Aber sind es wirklich die Bekenntnisse der Schwestern, die Almighty lesen wollte, oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

Der Schreibstil von Natalie Standiford ist flüssig und einfach. Die Ausdrucksweise manchmal etwas abgestumpft aber passend. Es ist ja ein Teenie-Buch und dafür finde ich, wurde das Buch Stilgetreu umgesetzt. Jedem Bekenntnis wurden lange Abschnitte gewährt und der Leser wird direkt, als Almighty, angesprochen. So eine Art kannte ich noch nicht und fand es gut. Teilweise auch sehr ergreifend, da ich so tief im Buch versunken war, fühlte ich mich zeitweise wie Almighty selbst.

Die Charaktere im Buch sind alle auf ihre Art interessant. Teilweise erschreckend realistisch und doch wieder verdreht. Ich fühlte mich teilweise sehr in meine Jugend zurückversetzt das ich dachte, ich hätte meine Geschichte niedergeschrieben – erschreckend. Andererseits fand ich auch Stellen im Buch, die kein Charakter miterleben sollte und dies machte mich etwas traurig.

Das Cover finde ich toll! Es erinnerte mich an die alten Computerspiele, die ich zu Teeniezeiten gerne gespielt habe (Day of Tentacle) und daher hatte ich schon ein großes verlangen das Buch zu lesen. Ansonsten war das gesamte Buch im Stil des Covers gehalten. Neue Kapitel wurden mit Eckornamenten nochmals untermauert – sehr gelungen.

Fazit:
Ein schönes Teeniebuch mit sämtlichen Dingen, die man erlebt haben sollte – oder auch nicht 😉 Ich empfehle es an Jugendliche ab 14 Jahren und an junggebliebene Erwachsene. Gerade zur Weihnachtszeit ist dieses Buch ein echtes Schmuckstück, denn es zeigt doch sehr deutlich was Familie und Zusammenhalt bedeutet.

Ich hatte viel Freude beim Lesen und vergebe liebe 3 Sterne. Für mehr hat es leider nicht gerecht, da es mir Stellenweise zu langatmig war. Die Bekenntnisse hätten etwas kürzer sein können und auch der Ausdruck bei den Kommunikationen der Schwestern hätte lebendiger sein müssen. Statt „sagte“ könnte auch mal ein „antwortete, erwiderte, meinte“ verwendet werden.

 

Mein Dank geht an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.


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Titel: Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern
Autor: Natalie Standiford
Verlag: Carlsen
Seiten: 364
ISBN: 978-3551582744
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Das alte Kind – Zoë Beck

Klappentext:
Wer hilft dir, wenn alle glauben, dass dein größter Feind du selbst bist?

Es sind nur wenige Tage, die Carla von ihrem Kind getrennt im Krankenhaus verbringt – Tage, die alles verändern. Als die Schwester ihr das Baby in die Arme legt, stellt Carla fest: Das ist gar nicht ihr Kind! Doch niemand glaubt ihr …

Fiona wacht in ihrer Badewanne auf. Kerzen stehen am Wannenrand, Blütenblätter schwimmen auf dem Wasser, das sich allmählich rot färbt – von ihrem Blut! Mit letzter Kraft schleppt sie sich zum Telefon. Im Krankenhaus behauptet sie, jemand hätte versucht, sie zu töten. Doch niemand glaubt ihr …

Wie bereits beim Klappentext ersichtlich handelt es sich um 2 Geschichten. Eine handelt von Carla, die andere von Fiona. Dass beide Geschichten zusammenhängen ist natürlich klar. Wie, das erfährt der geübte Leser relativ schnell. Danach beginnt eine spannende Reise der Protagonisten in deren Vergangenheit.

Stil:
Den Stil von Zoë Beck durfte ich schon bei „Wenn es dämmert“ bewundern und ich bin immer noch angetan. Sie schreibt sehr spannend, flüssig und einfach aber nicht plump. Was auch das Lesen in der Nacht, bei starker Müdigkeit, wenn man das Buch also einfach zu Ende lesen möchte, ganz einfach macht.

Charaktere:
Alle Charaktere waren auf ihre Art genau so wie es das Buch erforderte. Sie waren alle richtig konstruiert und es blieben keine Fragen offen. Anders hätte es nicht sein dürfen.

Cover:
Okay, das Buch heißt „Das alte Kind“ und ein Schaukelpferd war abgebildet, also wird alles schon seine Richtigkeit haben. Nach dem Lesen kann ich aber wirklich sagen, dass ich es schaurig finde. Dadurch, dass der Boden des Zimmers – also der Standpunkt des Schaukelpferdes fast weg zu brechen scheint. Toll gemacht!

Fazit:
Ein super interessantes Buch. Da es sich allerdings um eine Geschichte über ein Krankenhaus, Kinder und der Leidensgeschichte einer Mutter handelt würde ich dieses Buch nur Lesern empfehlen die gesunde Kinder haben oder bei werdenden Müttern gar ganz vom Lesen abraten.
Mir persönlich hat das alte Kind gut gefallen, auch wenn ich den Plot schnell herausgefunden hatte war es trotzdem sehr spannend zu erfahren wie es denn nun zu diesem und jenem gekommen ist. Ich gebe gute 4 Sterne für das Buch und freue mich auf weitere Geschichten von Zoë Beck.


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Titel: Das alte Kind
Autor: Zoë Beck
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 304
ISBN: 978-3404164431
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Wie ein einziger Tag – Nicholas Sparks

Klappentext:
„Und so beginne ich wieder, wie jeden Tag, laut aus meinem Tagebuch vorzulesen, damit sie es hören kann, in der Hoffnung, dass das Wunder, das mein Leben beherrscht, noch einmal wahr wird … “

Sie waren siebzehn , und der Sommer schien so unendlich wie ihre Liebe: aber als Allie mit ihrer Familie den verträumten Urlaubsort verlässt, verschwindet sie auch aus Noahs Leben, vierzehn Jahre lang. Dann aber will Allie, die inzwischen verlobt ist und kurz vor der Hochzeit steht, noch einmal den Mann sehen, den sie nie vergessen konnte.

Das Wiedersehen mit Noah wird für Allie zu einer Begegnung mit sich selbst und jener unwiderstehlichen Energie, die nur wahre Liebe birgt. Und dann erfährt diese wundervoll einfühlsame Geschichte eine ungeahnte Wendung …

Die Geschichte beginnt in einem Altenheim, dort liest ein männlicher Bewohner den anderen Heimbewohnern Geschichten vor. Diesmal geht er zu einer Frau und beginnt mit einer Geschichte aus seinem Tagebuch.
Anstatt, wie ich erwartet hatte, in „Ich-Form“ zu erzählen spielt die Tagebuch-Geschichte in einer Art Roman, so dass ich erstmal ein paar Seiten brauchte bis ich verstanden hatte, was nun gerade passiert. Aber als ich dann soweit war, las ich eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich bildlich überhaupt nicht erreichte und auch nicht überragend geschrieben war, aber von der Handlung her sehr rührend wirkte. Danach geht die Handlung wieder im Altenheim weiter und rührte mich dort sehr zu tränen.

Noah wirkt auf mich wie ein Naturtyp, total Bodenständig und locker. Wahnsinnig sympathisch aber auch nervig durch seinen übertriebenen Hang für Gedichte, die er überall einbringen muss.

Allie ist eher darauf bedacht was andere Denken und möchte es allen recht machen und entscheidet sich später erst für ihre Bedürfnisse. Aber sie entscheidet sich, dass ist doch mal was. Ob sie mir sympathisch geworden ist, weiß ich gar nicht so, aber sie war mir nicht egal und ich wollte schon wissen wie sie ihr Leben meistert.

Fazit: der Schreibstil war gar nicht mein Fall. Die Geschichte hatte für mich kein Herz. Die Handlung war wahnsinnig bedrückend und rührte mich, aber eher die Eckpunkte der Geschichte und nicht das, was geschrieben wurde. Der Stil von Nicholas Sparks ist mir einfach zu weich, zu poetisch und unpersönlich. Daher bekommt dieses Buch von mir 3 Sterne, da die Grundidee eine sehr schöne ist.


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Titel: Wie ein einziger Tag
Autor: Nicholas Sparks
Verlag: Heyne
Seiten: 240
ISBN: 978-3453408708
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Chakren-Balance – Dr. med. Berndt Rieger

Ein schönes eBook zum Nachschlagen. Für Neulinge sowie für Anwender – von Homöopathie, Schüßler-Salze, Aromatherapie od. Chakrentherapie – wunderbar geeignet. Dieses Buch fasst all diese Methoden für bestimmte Krankheitserscheinungen (z.B. Burn-Out, Magen-, Darmbeschwerden, …) zusammen, so dass der Leser bestimmte Anwendungen (Salze, Homöopathie, Aromatherapie und Chakrentherapie) kombinieren kann.

Fazit: für Selbstanwendungen und kleines Nachschlagewerk super. Wer allerdings größeres Interesse an den Heilmethoden hat, sollte auf andere Kompendien zurückgreifen. Aber 4 Sterne gibt das eBook schon her 😉


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Titel: Chakren-Balance
Autor: Dr. med. Berndt Rieger
Seiten: 43
ASIN: B0058OE0P4
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

24 Stunden – Greg Iles

Klappentext:
24 Stunden – so lange dauern in der Regel die perfekt geplanten Entführungen eines Kidnapper-Trios. Die schockierten Eltern zahlen das geforderte Lösegeld, und die geraubten Kinder gelangen wohlbehalten nach Hause. Doch im Fall der kleinen Abby Jennings verläuft nichts nach Plan. Denn das entführte Mädchen benötigt dringend ein lebensnotwendiges Medikament, und ihre Eltern gehören nicht zu der Sorte von Menschen, die sich widerstandslos geschlagen geben. Die Jagd nach den Kidnappern wird zu einem Kampf auf Leben und Tod …

Nach dem ich „Infernal“ gelesen hatte und es dann im Buchclub von Bertelsmann ein Doppelpack von Greg Iles gab mit „24 Stunden“ und „Leises Gift“ musste ich zuschlagen.
So richtig überzeugt hat mich 24 Stunden allerdings nicht. Kein Elternpaar würde allein um das zuckerkranke Kind kämpfen, sondern eher alles mögliche erledigen um das Schätzchen heile wieder bei sich zu haben. Oder besser mit der Polizei kooperieren alles so viel im Alleingang zu machen. Ich kaufe Iles daher diese Story nicht ab.
Schön war, das bei diesem Buch weniger drumherum geschrieben wurde und die Story auf gut 400 Seiten super passte.
Fazit: es war im Bunde mit einem anderen Buch, daher nicht so teuer und ich bin nicht so traurig, dass es nicht so passig war. Empfehlen würde ich das Buch an Fans von überdrehten Stories. Krimi- und Thriller- Liebhaber erwarten etwas anderes.

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Titel: 24 Stunden
Autor: Greg Iles
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 400
ISBN: 978-3404148103
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen