Die Letzten werden die Ärzte sein: 35 Geschichten, krank geschrieben

Klappentext:
Gesundheit ist nur ein Mangel an Diagnosen. Dreißig Satirikerinnen und Satiriker begeben sich auf Visite und prüfen das zweitälteste Gewerbe der Welt auf Herz und Nieren. Ihre Diagnose: Lachen hilft, und wenn der Schmerz nachlässt, kann sogar eine rausgesprungene Kniescheibe viel Freude bereiten. 35 bizarre, komische, skurrile Geschichten, krank geschrieben zwischen Siechtum und Genesung


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Titel: Die Letzten werden die Ärzte sein: 35 Geschichten, krank geschrieben
Autor: Horst Evers, Jochen Schmidt, Kirsten Fuchs, Uli Hannemann, Sebastian Lehmann, Ahne, Sarah Schmidt, Gerlis Zillgens, Thilo Bock, Tilmann Birr, Volker Surmann, Christian Ritter, Paul Bokowski, Daniela Böhle
Verlag: Satyr
Seiten: 182
ASIN: B00L5JLJY6
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
35 Kurzgeschichten über Wartezimmer, Ärzte, Krankenhausaufenthalten und das Leben mit Krankheiten. Alles drastisch überspitzt und zum Brüllen komisch.

Meinung:
Einige Schreiber:innen waren mir vor diesem Werk unbekannt, daher freue ich mich, diese Anthologie gelesen zu haben. Sie ist definitiv eine Bereicherung – besonders für die Lachmuskeln. Auch wenn nicht alle Geschichten überzeugt haben, so ist bei 35 Anekdoten für jeden Geschmack etwas dabei und in mindestens einer Geschichte findet sich wohl jeder wieder. Mitten aus dem Leben schildern die Autor:innen was alles so passieren kann und das in der heutigen Zeit, wo die Medizin gar nicht zum Lachen einlädt.

Cover:
Das Cover ist witzig gestaltet und passt zum Inhalt.

Fazit:
Schöne Geschichten, die mich größtenteils sehr gut unterhalten haben, daher 4 Sterne. Für jeden ist etwas dabei und daher auch eine Leseempfehlung an alle, die gerne lachen und ggf. neue Schriftsteller:innen kennenlernen möchten.

Schlechte Medizin: Ein Wutbuch – Dr. med. Gunter Frank

Klappentext:
Es geht nicht um Ihre Gesundheit. Es geht um Profit
Ein Arzt bricht seine Schweigepflicht: Inzwischen werden in Deutschland massenweise Patienten falsch behandelt. Und zwar systematisch. Gunter Frank zeigt, wie an den verschiedenen Stellen des Medizinbetriebs aus Gier und Eigeninteresse Medikamente und Therapien durchgesetzt werden, die nach Maßgabe von Wissenschaft und Vernunft vor allem eines sind: schlechte Medizin.


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Titel: Schlechte Medizin: Ein Wutbuch
Autor: Dr. med. Gunter Frank
Verlag: KNAUS
Seiten: 289
ASIN: B007EGW60K
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Woher kommen die Weisheiten z.B. zur Ernährung, zu unseren Blutwerten, Cholesterinwerten und auf welcher Basis wird generell behandelt?!

Meinung:
Das Buch ist gut aufgebaut, gleich im Vorwort wird klargestellt, um was es in diesem Buch geht und für wen es geschrieben ist. Dann folgenden die 3 Hauptteile:

  • Schlechte Medizin in der täglichen Behandlung
  • Die Ursachen schlechter Medizin
  • Die gesellschaftlichen Auswirkungen schlechter Medizin

Die Quellen von Dr. Gunter Frank sind stellenweise im Text und im Glossar hinterlegt und können eingesehen werden – schade, dass im Text nicht immer auf die Quelle verwiesen wird, so muss man sich immer hin und her bewegen, aber zumindest gibt es Quellen, denn einige Tatsachen sind schwer verdaulich! Wenn der Autor seine Meinung vertritt, dann liefert er gute Argumente und kennzeichnet seine Aussagen auch, so ist es jedem selbst überlassen, was er mit dem erworbenen Inhalt anfängt. Der Schreibstil ist flüssig und auch für Laien leicht verständlich, der Ausdruck ist, trotz ärgerlichen Tatsachen, sachlich.

Gerade in der heutigen Zeit sollte sich jeder mit schlechter Medizin befassen. Auf welcher Grundlage erhalten wir Medikamente, was bringen Vorsorgeuntersuchungen und welchen Webseiten und vor allem Studien kann man noch trauen?

Cover:
Das Cover ist okay, es ist schlicht, könnte aber ein bisschen mehr Praxisbezug aufzeigen.

Fazit:
Sollte unbedingt gelesen werden, vor allem von Menschen, welche Medikamente nehmen und immer wieder von einem Arzt zum nächsten geschickt werden. Von mir gibt es 4 Sterne, einen ziehe ich aufgrund der nicht verlinkten Quellen ab – es gibt zwar Quellenangaben, aber im E-Book immer wieder zu blättern und zu suchen ist mühsamer als in einem richtigen Buch, hier hätte bei der Erstellung darauf geachtet werden müssen.

Im Netz des Verbrechens – Olga A. Krouk

Klappentext:
BELOGEN, VERRATEN, ENTFÜHRT…In St. Petersburg macht sich die junge Studentin Juna auf die Suche nach ihrer Freundin Pyschka, die unter mysteriösen Umständen verschwand. Ihre Nachforschungen führen sie nach Deutschland, wo sie in die Fänge grausamer Mädchenhändler gerät. Doch Juna kann fliehen – und findet Unterschlupf bei Nick, der genauso anziehend wie gefährlich ist. Allerdings steht er in den Diensten von Junas Entführern und scheint seine eigenen Ziele zu verfolgen. Kann die junge Russin Nick vertrauen, oder spielt er ein grausames Spiel mit ihr?


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Titel: Im Netz des Verbrechens
Autor: Olga A. Krouk
Verlag: Lyx
Seiten: 432
ISBN: 978-3802586415
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Die junge Russin Juna kommt nach Deutschland um ihre Freundin Pyschka aus den Klauen eines dubiosen Modelscouts zu retten. Doch als Juna sich mit Oleg, dem Scout, trifft, kommt alles anders als geplant und Juna gerät selbst in die Fänge der Mädchenhändler. Doch sie trifft Nick, der ganz anders zu sein scheint als die bösen Buben …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Olga A. Krouk ist wieder hervorragend. Bereits im ersten Teil der Reihe (Im Visier des Todes) überzeugte sie mit viel Spannung und Nervenkitzel, gepaart mit viel Gefühl und Romantik. Auch bei „Im Netz des Verbrechens“ sieht es nicht anders aus: Ein packender und atemberaubender Thriller der unter die Haut geht! Besonders interessant fand ich die Mischung Deutsch – Russisch. So wurden Verständigungsschwierigkeiten dargelegt und auch die Grammatikproblematik eingearbeitet, was für kleine schmunzler während des Lesens sorgte.

Charaktere:
Juna ist eine bezaubernde junge Frau. Sie betreibt Taijiquan (besser bekannt als Tai-Chi), was sie sehr besonders macht. Taiji ist nämlich nicht nur eine Kampfkunst sondern eine Philosophie – mit sich und der Umwelt im Reinen sein, Lebewesen achten und nach strengen Regeln Leben. Durch diese Lebensweise ist Juna ganz anders als andere Mädchen und lässt den Leser auch an ihrer Einstellung teilhaben. Mir hat Juna sehr gut gefallen und auch die Beschreibungen des Taiji waren perfekt!

Pyschka, die hilfsbedürftige Freundin, ist ein furchtbarer Typ. Teilweise hätte ich sie am liebsten genommen und geschüttelt oder sie zurückgelassen. Ich mochte sie gar nicht und war froh über Szenen bei denen sie nicht dabei war.

Nick ist aus dem ersten Teil bereits bekannt und wirkte hier genauso mysteriös wie „Im Visier des Todes“. Allerdings lüftet sich sein Geheimnis zum Ende des Buches, was ich sehr schön fand. Nick ist mir immer noch sehr sympathisch und ich würde sehr gerne noch mehr über ihn erfahren. Auf der letzten Seite gibt es da eine Andeutung, ich hoffe also auf: mehr Nick 😉

Natürlich gibt es noch mehr Charaktere – auch aus dem ersten Teil. Diese sind sich treu geblieben und es gibt dramatische Hintergründe, die „Im Visier des Todes“ in ein ganz anderes Licht rücken.

Cover:
Das Cover ist wieder toll geworden. Eine Krähe, ein Mädchen, dunkel – Gefahr!

Fazit:
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich zittern lies! Eine absolute Leseempfehlung geht an die Leser, die den ersten Teil gelesen haben und an Leser welche sich für Thriller mit Romantik interessieren oder zumindest in das Thema reinschnuppern möchten.

Im Visier des Todes muss nicht unbedingt gelesen werden um Im Netz des Verbrechens zu verstehen, es wäre aber besser.

Ich vergebe volle 5 Sterne für dieses nervenaufreibende Buch, welches mich sehr überzeugt hat.

Ich bedanke mich beim Lyx-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Das Kind – Sebastian Fitzek

Klappentext:
„Als er diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wußte er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging …“

Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, der ihn auf einem abgelegenen Industriegelände treffen wollte: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Roberts Verblüffung wandelt sich in Entsetzen, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Robert ahnt noch nicht, dass von nun an der Tod sein ständiger Begleiter sein wird …


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Titel: Das Kind
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 416
ISBN: 978-3426512173
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

„Das Kind“ habe ich 2009 bereits zum ersten Mal gelesen und den Inhalt nach 4 Jahren vergessen, also Zeit das Buch wieder aus dem Regal zu holen und nochmals zu lesen. Ich weiß nicht so genau woran es gelegen hat, aber wirklich fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Simon, der an seinem 10. Geburtstag eine Rückführung erhalten hat, beteuert vor 15 Jahren einen Mann ermordet zu haben und verlangt einen Anwalt. Diesen erhält der todkranke Junge auch und die Suche nach der Wahrheit und nach der angeblichen Leiche beginnt…

Der Schreibstil von Sebastian Fitzek ist einfach und flüssig zu lesen. Leider gibt es zwischen den doch spannenden und grausamen Szenen auch wieder Durststrecken, die das Buch nicht braucht.

Die Charaktere wirken alle zu aufgesetzt und konstruiert, so dass ab der Hälfte schon klar ist was passiert. Simon ist mit seinen 10 Jahren einfach zu weit und wirkt teilweise intelligenter als die Erwachsenen im Buch. Star-Anwalt Robert Stern und Carina Freitag begehen ein Vergehen nach dem Nächsten und es passiert nichts, würde man diese Geschichte wirklich auf das Leben übertragen, ich glaube da würde vieles nicht funktionieren.

Fazit:
Ein Buch für lange und kalte Abende mit viel Brutalität und jeder Menge Details über Kindesmissbrauch. Ich muss das jetzt nicht so detailiert lesen und empfehle das Buch daher Lesern, die gerne über dunkle Machenschaften lesen und über 16 Jahre alt sind 🙂 Ich vergebe 3 Sterne für „Das Kind“, da mich die Geschichte eine Weile unterhalten hat und ich das doch recht grausame Thema wichtig aber zu detailiert beschrieben finde.

Keine Gnade – Daniel Annechino

Klappentext:
Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, (?) Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit zu gewinnen. Wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.

Ein brutaler Serienmörder versetzt San Diego in Angst und Schrecken: Die Opfer werden ohne Narkose am Herzen operiert – und sterben. Ein grausamer Tod. Detective Inspector Samantha Rizzo und ihr Kollege Alberto Diaz sind auf der Jagd nach einem Mann, der den hippokratischen Eid bricht. Ohne Reue. Er ist ein Killer ohne Gnade.


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Titel: Keine Gnade
Autor: Daniel Annechino
Verlag: Ullstein
Seiten: 512
ASIN: B007667I60
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Julian ist Arzt und will den Durchbruch. Er muss seine Studie zum Thema Vorhofflimmern nur noch etwas ausbauen, mehr beweisen. Natürlich liegt nichts näher als sich Probanden zu entführen und die OP-Studien am gekidnappten und lebendem Objekt durchzuführen …

Das Ermittlerduo Al Diaz und Samantha Rizzo sind dem Herzmörder allerdings auf den Fersen …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Allerdings mit wenig Spannung. So wird diese zwar teilweise aufgebaut, aber nicht gehalten und es sind Handlungsstränge verbaut, die nicht hätten sein müssen.

Charaktere:
Ja, die gab es wohl, aber leider konnte ich keinen greifen. Alle waren blass und konnten mich nicht überzeugen. Julian, der seiner Studie wegen zu unseriösen Mitteln greift wirkt verwirrt und die beiden Kommissare wirken sowas von aufgesetzt, dass ich mich zeitweise gefragt habt, wie die beiden es überhaupt in den Dienst geschafft haben.

Cover:
Das Cover verspricht viel Blut und Gewalt, was aber im Buch eher untergeht.

Fazit:
Ein sehr langweiliger Roman, der das Wort Thriller nicht verdient. Da „Keine Gnade“ bereits der 2. Teil des Ermittlerduos Rizzo und Diaz ist, erfährt der Leser natürlich einiges von Teil 1 „Leise stirbst du nie“, aber einige Dinge bleiben unklar, so dass ich raten würde, mit dem 1. Teil zu beginnen.

Mir hat Keine Gnade nicht gefallen, da die Handlungen immer vorhersehbar waren – logisch, so kannte ich gleich von der ersten Seite an den Mörder und sein Motiv. Das Ermittlerteam war mir zu stumpf und die Nebenhandlungen, also das Privatleben der Ermittler, hat mich überhaupt nicht interessiert und hatte auch nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun. Es ist immer schön eine sympathie über private Handlungen aufzubauen, aber das war dann doch zu viel des Guten.