Er ist wieder da – Timur Vermes

Klappentext:
Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und „Gefällt mir“-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Timur Vermes‘ Romandebüt ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.


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Titel: Er ist wieder da
Autor: Timur Vermes
Verlag: Eichborn Verlag
Seiten:400
ISBN: 978-3847905172
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Vorweg:
Wie soll ich eine Rezension über ein Buch schreiben, welches mich zum Lachen brachte, das Thema aber gar nicht witzig ist? Wie soll ich etwas bewerten – gefallen, nicht gefallen – wenn es mir textlich gefallen hat, aber der Inhalt erschreckend gefährlich ist?!

Antwort: Ich weiß es nicht und versuche mein bestes!

Inhalt:
2011 – Adolf Hitler erwacht auf einem verlassenen Grundstück in Berlin. Allein! Und warum ist seine Uniform dreckig und stinkt? Sein Weg aus dieser Lage: Seine Männer finden!
Leider scheint er als einziger wieder in Berlin zu sein, denn er trifft keine Bekannten, dafür aber einen Zeitungsverkäufer. Dieser hilft Hitler im Glauben es handele sich um einen Schauspieler zurück ins Rampenlicht. Hitler wird (Fernseh-)Demagoge – ein angesehener Redner und Führer eines Volkes …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Timur Vermes ist göttlich! Ich habe lange nicht mehr so gelacht und Tränen geweint. Doch das erschreckende: Der Leser lacht nicht ÜBER, sondern MIT Hitler. Durch den Erzählstil in der ich-Form ist der Leser im Kopf von Hitler und bekommt jeden Gedankengang und jede Verwirrung mit – denn nach 66 Jahren hat sich in Germania ganz schön was verändert. Der Ausdruck ist angemessen und sozial verträglich was dieses Werk noch lesenswerter macht.

Charakter:
Hitler ist im Buch eine recht heitere Person, dies kann natürlich von seinen kleinen Verwirrungen kommen – logisch wenn er 66 Jahre verschlafen hat. Oder aber, Hitler war wirklich ein sehr interessanter Mensch. Reden und gute Argumente finden scheint er wohl schon damals gut gekonnt zu haben, sonst wäre sein Aufstieg wohl zu verhindern gewesen. Allerdings mache ich mir nun, nach dem Lesen, so meine Gedanken ob es nicht noch einmal zu so einem Aufstieg kommen kann. Hitler ist im Buch als erstes für einen Comedian gehalten worden und erhielt leicht Zutritt zum TV. Auch die anderen Fernsehsendungen sowie die Politik machten es ihm leicht einen Angriffspunkt zu setzten und sich zielsicher zu etablieren. Durch richtige und gute Argumente wurde er mir zeitweise sogar sehr sympathisch und ich mochte seine Ausführungen und konnte sogar voll und ganz zustimmen.

Cover:
Das Cover ist stimmig und bedarf glaube ich keiner weiteren Erklärung.

Fazit:
Ein erschreckendes Buch mit vielen Fakten und wirklich guten Argumenten. Eine Leseempfehlung traue ich mich diesmal gar nicht wirklich auszusprechen, denn ich weiß nicht recht für wen diese Satire zu heftig oder verträglich ist. Ich vergebe 4 Sterne für einen amüsanten und nachdenklich stimmenden Roman.

[Abgebrochen] Grischa – Goldene Flammen – Leigh Bardugo

Klappentext:
„Jede einzelne Stunde habe ich dich vermisst. Und am schlimmsten war, dass mich das völlig überrascht hat. Ich habe mich dabei ertappt, dich zu suchen. Nicht aus einem bestimmten Grund, sondern nur aus Gewohnheit oder weil ich etwas gesehen hatte, von dem ich dir erzählen wollte. Ich wollte nur deine Stimme hören. Dann wurde mir bewusst, dass du fort warst, und ich hatte jedes, wirklich jedes Mal das Gefühl, mir würde die Luft wegbleiben. Ich habe mein Leben für dich aufs Spiel gesetzt. Ich bin für dich durch halb Rawka gezogen, und das würde ich wieder tun, nur um bei dir zu sein. Selbst wenn es bedeutet, mit dir zu hungern und zu frieren und mir dein Gejammer über den ewigen Hartkäse anzuhören. Also erzähl mir nicht, dass wir nicht zusammengehören.“

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm.
Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen?
Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?


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Titel: Grischa – Goldene Flammen
Autor: Leigh Bardugo
Verlag: Carlsen
Seiten: 352
ISBN: 978-3551582850
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Meine Meinung:
Alina und Maljen sind 2 Waisen, welche in Kindheitstagen einen Fähigkeitstest bei den „Grischa“ absolvieren. Wer oder was die Grischa sind, erfährt der Leser noch nicht. Sie sehen aus und verhalten sich aber wie Menschen, daher gehe ich davon aus, dass sie auch welche sind und nur besondere Fähigkeiten haben. Später gelangen die beiden dann in die Armee des Zaren…

Der Schreibstil sowie die Geschichte konnten mich nicht fesseln. Obwohl das Buch vom Schutzumschlag und vom Einband wundervoll gestaltet war und die Haptik mich überzeugt hat, schleppte sich der Inhalt so dahin. Ich bekam keinen Zugang zu den Figuren und habe mich dann für einen Leseabbruch entschieden.

Fazit:
Grischa konnte mich inhaltlich nicht überzeugen. Ich empfehle das Buch daher nur sehr überzeugten Fantasy-Fans, die Kampfszenen und übernatürliches mögen. Von mir gibt es einen Stern.

MacTiger – Ein Highlander auf Samtpfoten – Andrea Schacht

Klappentext:
Schottland im Jahr 1744: Eine Clan-Fehde nimmt auf Drumnadruid Castle ein blutiges Ende. Dabei wird auch der Schlosskater Mac Tiger hinterrücks gemeuchelt. Seither geht sein Geist ruhelos im Schloss um …

Jahrhunderte später: Drumnadruid Castle zieht als idyllisches Schlosshotel in den Highlands unzählige Gäste an. Doch nur die junge Margita spürt MacTigers Anwesenheit. Die beiden verbindet ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht …


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Titel: MacTiger – Ein Highlander auf Samtpfoten
Autor: Andrea Schacht
Verlag: blanvalet
Seiten: 352
ISBN: 978-3442368105
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Zum zweiten Mal habe ich MacTiger nun schon gelesen und es gefällt mir immer noch. Das erste Mal durfte ich den Highlander 2009 auf seinen geisterhaften Streifzügen begleiten und in 2013 war es wieder eine schöne Zeit dem Kater mit den roten Augen zu folgen.

MacTiger wurde 1744 gemeuchelt. Vor Schreck und Fassungslosigkeit konnte er nicht ins Licht gehen und weilt nun immer noch im alten Schloss. Bis sich endlich Margita mit ihrer Tante Henrietta als Urlaubsgäste im Schloss einquartieren spukt MacTiger einsam und gelangweilt in Drumnadruid Castle. Doch als er Margita erschrecken will, weicht diese nicht zurück, auch scheint sie sich nicht zu fürchten, aber warum?

Stil:
Der Schreibstil von Andrea Schacht ist sehr bildlich und verträumt. Der Leser wird sofort in den Bann der Geschichte gezogen und findet sich schnell in den schottischen Highland wieder.

Charaktere:
MacTiger ist ein wundervoller Kater. Liebreizend und einfühlsam berichtet er von seinen Erlebnissen und der Leser muss ihn einfach liebhaben und mit ihm mitfühlen.

Margita ist eine sehr zurückhaltende und schüchterne Person. Teilweise etwas zu unterwürfig und dann wieder sehr stark, teilweise haben mich diese Charaktersprünge etwas überrascht.

Cover:
Das Cover gefällt natürlich. Es zeigt eine Katze – aber MacTiger ist getigert und nicht schwarz – und ein altes Schloss, so kann sich der Leser gleich richtig einstimmen.

Fazit:
MacTiger ist ein schönes Buch für zwischendurch, da es nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Die Kapitel sind zum größten Teil immer abwechselnd geschrieben (Margita / MacTiger). Dies steigert auf jeden Fall die Sympathien für beide Charaktere. Ich vergebe 4 Sterne für ein schönes Buch, welches teilweise vorhersehbar ist und zum Ende zu viel Happy End besitzt.

[Abgebrochen] Projekt Armageddon – Susanne Gerdom

Klappentext:
Ashley Fraxinus findet sich nach ihrem Tod unvermutet zwischen den Fronten eines seit Jahrtausenden tobenden Machtkampfes zwischen Göttern und Menschen, Engeln und Dämonen wieder. Der PLAN für ein geordnetes Weltende läuft, der Countdown tickt. Derweil kochen die dämonische Bürokratie und das Himmlische HQ ihr eigenes Süppchen. Mit im Spiel ist auch noch der in seinem Exil schmollende Luzifer, der eifrig intrigierend in der Quantenmetaphysik herumrührt. Die längst in Rente gegangenen Götter Odin und Loki, zerstrittene Brüder mit einem gemeinsamen Feind, versuchen, ihre eigene Haut und nebenbei die Welt zu retten. Und wer hat nun eigentlich wirklich Iduns goldene Äpfel gestohlen?
Ash macht sich auf, die Rätsel zu lösen und Armageddon zu verhindern. Oder wenigstens bis zum Kaffee wieder zu Hause in ihrem alten Leben zu sein …


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Titel: Projekt Armageddon
Autor: Susanne Gerdom
Verlag: edition nusquam
Seiten: 424
ASIN: B008TFGB2O
Meine Bewertung: 1 Sterne – gefällt mir gar nicht

Da hatte ich wohl große Erwartungen in ein eBook mit einem tollen Cover und einem interessanten Klappentext. Leider wurden diese nicht erfüllt. Schon ein kleiner Fehler im Vorwort „Loki und Odin seien Brüder“ brachte mich zum Schmunzeln – nein waren sie nicht! Denn Loki und Odin schlossen „nur“ Blutsbrüderschaft. Dies könnte natürlich für den Ein oder Anderen egal sein, aber ich mag einfach keine schlecht recherchierten Bücher, vor allem wenn das Internet voll mit Lösungen ist und fast jeder Mensch ein Lexikon daheim hat.

Dann folgte der Prolog, dem ich kein Wort folgen konnte. Es ging um irgendeinen Baum und Wurzeln 😕 Da es bei Fantasybüchern ja oft der Fall ist, dass der Prolog eine Weile lang rätselhaft bleibt habe ich mich also an das erste Kapitel gewagt.

Hier geht es los mit Ash, diese erhält Besuch von ihrem alten Freund Ravi. Sie unterhalten sich und das plätschert so dahin wie ein kleiner Bach. Auch die Charaktere sind so leblos so unnahbar, dass ich das eBook abgebrochen habe.

Fazit:
Ich konnte der Geschichte nicht folgen und fand den Schreibstil sehr trocken und fern von Witz und Esprit – wie im Klappentext angedeutet -, daher nur 1 Stern.

Die Tribute von Panem – Suzanne Collins

Titel: Die Tribute von Panem – 3 Bde. im Schuber
Autor: Suzanne Collins
Verlag: Oetinger
Seiten: 414 / 431 / 430
ISBN: 978-3866474314
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Klappentext:
Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Hier begegnet die sechzehnjährige Katniss dem gleichaltrigen Peeta in einem Kampf auf Leben und Tod.

Ich bin durch den Kinotrailer auf die Tribute von Panem aufmerksam geworden und da es eine Macke von mir ist zuerst die Bücher zu lesen und dann den Film zu sehen musste ich mir diese Box zulegen. Als erstes natürlich aus preislichen Gründen und dann weil es einfach hübscher aussieht 😉
Das 1. Buch habe ich an einem Tag geschafft, es hat sich so flüssig und spannend gelesen, dass ich es nicht weglegen konnte. Das 2. Buch war an zwei Tagen fertig, da ich das Gefühl hatte es wiederhole sich zuviel und beim 3. Buch brauchte ich drei Tage. Irgendwie kam mir die Story etwas ausgelutscht vor. Schon wieder eine Arena, wieder Katniss die alle rettet etc. Aber alles in allem eine tolle Idee, ich freue mich die Trilogie im Schrank zu haben und werde sie auch bald wieder lesen.