Die Auserwählten-Trilogie: I Im Labyrinth – James Dashner

Klappentext:
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.


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Titel: Die Auserwählten – Im Labyrinth
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen
Seiten: 496 (lt. Printausgabe für Teil 1)
ASIN: B00FKZ74TU
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im ersten Teil der Auserwählten geht es um Thomas und sein Erwachen auf „der Lichtung“. Diese Lichtung befindet sich in einem Labyrinth. Warum Thomas dort ist und sich die Lichtung mit ca. 50 anderen Jungen teilt weiß keiner, es wird Zeit um dies herauszufinden …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist interessant. So wirft Dashner einen Charakter und den Leser (beide unwissend) in eine fremde Welt, die feindselig und trotzdem friedlich ist. Mit viel Verwirrung schafft es der Autor allerdings die Spannung zu halten – dafür passieren ein paar Logikfehler 🙁 Ganz toll fand ich den Ausdruck, den Dashner an den Tag legt. Statt der Kraftausdrücke, die ordentlich fliegen würden, verwendet er andere Worte, diese sagen zwar auch sinnbildlich das gleiche, aber es wirkt sympathischer 😉

Charaktere:
Schwierig. Wirklich schwierig. Die Charaktere bauen viel auf. Dies heißt, dass sie nicht greifbar sind. Thomas wurde von mir schnell erfasst und ich konnte mit ihm umgehen, ich war genauso hilflos und verwirrt wie er, als er auf der Lichtung erwachte und ich konnte – genau wie er – die anderen Charaktere nicht verstehen. Erst im Laufe des Buches habe ich – genau wie Thomas – angefangen zu verstehen und konnte auch mit den anderen Figuren warm werden. So eine Geschichte und kennenlernen der Persönlichkeiten kannte ich bis jetzt nicht und bin wirklich positiv überrascht, allerdings fühle ich mich durch Thomas manipuliert und kann weder ihn noch die anderen wirklich einschätzen. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt.

Cover:
Das Cover wirkt gruselig. Ein Junge, der grimmig und angriffslustig nur halb vor einer Zeichnung zu erkennen ist.

Fazit:
Ein toller und spannender Einstieg in die Trilogie, der sehr viel Lust auf mehr macht. Ganz toll finde ich die Verwirrung die Dashner mit seinem Schreibstil schafft und nicht nur den Protagonisten Thomas, sondern auch den Leser im Dunkeln lässt. Eine Leseempfehlung geht an Jugendliche sowie Erwachsene die gerne etwas außergewöhnliches lesen möchten. Ich gebe 4 Sterne für einen nervenaufreibenden ersten Teil (einen ziehe ich aufgrund der Logikfehler ab).

[Abgebrochen] Der ungeladene Gast – Sadie Jones

Klappentext:
Eine stürmische Nacht, ein rauschendes Fest und ein Geheimnis, das nie hätte ans Tageslicht gelangen dürfen.

Ein schöner Frühlingsabend im Jahr 1912: Es ist Emerald Torringtons zwanzigster Geburtstag. Das schon etwas heruntergekommene Sterne-Anwesen blitzt und glänzt, ein großes Dinner mit Freunden der Familie ist geplant. Doch ein Zugunglück, nur einige Meilen entfernt, sorgt dafür, dass eine Schar derangiert aussehender Passagiere vor der Tür steht und Einlass begehrt. Von nun an läuft nichts mehr nach Plan – und dann taucht auch noch ein Nachzügler auf, der ein dunkles Geheimnis mit der Hausherrin teilt. Während draußen ein nächtlicher Sturm heraufzieht, beginnen drinnen Anstand und Dekorum davonzuwehen und dem Chaos den Weg zu bereiten …


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Titel: Der ungeladene Gast
Autor: Sadie Jones
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt
Länge: 320 Seiten
ISBN: 978-3421045553
Meine Bewertung: 1 Sterne – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Emerald wird zwanzig, doch ihr Geburtstag verläuft nicht wie geplant. Nicht weit vom Anwesen entfernt gibt es einen Unfall und die Geburtstagsgesellschaft ist gezwungen zu helfen …

Schreibstil:
Oh mein Gott, was ist denn hier passiert?! Der Schreibstil ist so hypotaktisch aufgebaut, dass sich selbst frühe Literatur, so um 1850, besser lesen lässt als das! Die Sätze sind zu beginn des Buches so verschachtelt, dass ich diese immer wieder lesen musste um am Ende eines Satzes noch zu wissen wie dieser eigentlich angefangen hatte. Den Sinn dahinter zu verstehen steht auf einem anderen Blatt. Dies wurde zwar im Laufe der Geschichte besser, aber die Langeweile schleppte sich immer noch mit.

Charaktere:
Diese waren nichts sagend, konstruiert und langweilig. Sie schleppten sich durch die Geschichte und handelten nicht wie Personen es tun sollten.

Cover:
Das Cover finde ich sehr gelungen – dies war auch der Hauptgrund das Buch lesen zu wollen. Ein Mädchen welches sich wünscht mit einer Wand zu verschmelzen, aber warum?!

Fazit:
Ein Leseabbruch aufgrund des unglücklichen Schreibstils und der faden Geschichte ohne Spannung. Ich habe zwar noch das Ende gelesen und bin froh mich nicht mehr durchgequält zu haben. Das Ende fand ich unlogisch und gehetzt – obwohl das Buch eher schleppend geschrieben war. Von mir gibt es einen Stern und keine Leseempfehlung. 

Herz aus Eis – Anne Ursu

Klappentext:
Hazel und Jack sind die besten Freunde. Bis Jack eines Tages nicht mehr mit Hazel spricht und mit einer mysteriösen Frau in weiß in den Wald verschwindet. Aber Hazel lässt ihren besten Freund nicht fallen, sondern folgt ihm in das geheimnisvolle Land. Inspiriert von Hans Christian Andersens „Die Schneekönigin“ erzählt Anne Ursu von einer Freundschaft, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und sie verschweigt nicht, dass man auf dem Weg einiges zurücklassen muss.


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Titel: Herz aus Eis
Autor: Anne Ursu
Verlag: Aladin
Länge: 352 Seiten
ISBN: 978-3848920051
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Die kleine Hazel lebt allein mit ihrer Mutter. Als sie die Privatschule verlassen und in eine gewöhnliche Grundschule gehen muss, ist alles anders. Bis auf Jack, der Nachbarsjunge, der nun in der gleichen Schule ist wie sie. Hazel und Jack sind sehr gut befreundet, bis er sich eines Tages von ihr abwendet. Hazel kann dies nicht akzeptieren und versucht alles um Jack wieder zubekommen.

Schreibstil:
Der Stil von Anne Ursu ist gar nicht meiner. Sie schreibt sehr distanziert, mit wenig Liebe und Fantasie. Die Sätze sind zu einfach und eintönig, so dass ich das Buch nicht einmal Kindern empfehlen würde. In fast jedem Satz, gibt es ein „okay“ oder „cool“, was ich persönlich nicht förderlich finde. Es wirkt abgegriffen und langweilig, als ob sich selbst die Charaktere in der Geschichte nicht wohl fühlen.

Charaktere:
Hazel konnte ich nicht einschätzen, ich habe zwar erfahren, dass sie in die fünfte Klasse der Grundschule geht, von ihrer Mutter aber betüddelt wird wie eine 4 Jährige, aber Aufgaben für eine 12 Jähre erteilt bekommt. Die Freundschaft, die Hazel zu Jack pflegt klang teilweise nach einer Liebesgeschichte, die ich in diesem Alter und auch für das Genre des Buches für verfrüht halte.

Bei Jack ging es mir ähnlich. Auf einer Art wirkte er so erwachsen, auf der anderen so kindlich.

Auch die anderen Personen waren für mich zu konstruiert und dann doch wieder ohne Inhalt. Dieser Sprung zwischen Vorhersagbarkeit und Maschinendenken nervte und verdarb zeitweise den Lesespaß.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. So zeigt es ein Mädchen welches zu dem im Eis gefangen jungen vordringen möchte.

Fazit:
Ein Jugendbuch, welches ich nicht empfehle. Auch wenn sich die Autorin an die Vorgabe von Hans Christian Andersen teilweise gehalten hat und „Die Schneekönigin“ auf modern trimmen wollte hat sie, in meinen Augen, versagt. Der abweisende Schreibstil und die mangelnden Charaktere sind weder für Erwachsene noch für Jugendliche etwas besonderes. Meine Empfehlung geht dann doch zu den „bewährten“ Märchen und für Herz aus Eis vergebe ich 2 Sterne.

Ich bedanke mich beim Aladin Verlag und Blog dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Enders – Lissa Price

Klappentext:
Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.


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Titel: Enders
Autor: Lissa Price
Verlag: ivi
Länge: 352 Seiten
ISBN: 978-3492702645
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Teil 2 der Dilogie nach Starters

Inhalt:
Seitdem Callie sich aus dem Vertrag der Body Bank befreit hat, ist sie trotzdem noch an Prime Destinations gebunden. Der Chip in ihrem Kopf ist immer noch irgendwie mit dem Old Man verbunden …

Schreibstil:
Der Stil ist flüssig und spannend, allerdings nutzt Lissa Price das Wort „Wachtposten“ zu oft. Es ging mir regelrecht auf den Wecker. Es gibt bestimmt 10 Synonyme für dieses Wort, da muss es nicht pro Seite 3-mal (mindestens) erwähnt werden.

Charaktere:
Callie hat sich entwickelt. Sie ist nicht mehr das Supergirl weist aber immer noch zu starke Stärken auf. Sie wirkt menschlicher und zeigt mehr Gefühl.

Michael, der auch hier wieder nur eine Randfigur bekleidet ist mir zu starr und vorhersehbar, ich hätte mir gerne den Michael aus „Porträt eines Starters“ gewünscht.

Hayden, der Starter, ist eine interessante Persönlichkeit, den ich durch seine Art schnell wiedererkannt habe. Sehr sympathisch und liebenswürdig macht er eine gute Figur.

Cover:
Das Cover passt sich dem des ersten Bandes an. Schön finde ich die Farbwahl, die mit weiß eindeutig den Enders zuzuordnen ist.

Fazit:
Ein schöner Abschluss von Starters – Enders der nur empfehlenswert ist, wenn der erste Teil gelesen und für gut befunden wurde. Ich vergebe aufgrund der Wortwiederholung  3 Sterne für Enders.

KARIZMA – Sara Gmuer

Klappentext:
Victoria trifft Said. Beide wissen sofort: Es ist die große Liebe. Doch dann verschwindet der Rapper nach einem Gig in Südfrankreich im Mittelmeer. Victoria, mit Anfang zwanzig bereits Ex-Model mit großer Wohnung und großer Leere im Leben, ist wieder allein. Was bleibt, sind Erinnerungen und Saids Plattensammlung. Sie sucht ihn in seinen Texten und seiner Musik, und tatsächlich findet sie ihn wieder – aber anders als vermutet.


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Titel: KARIZMA
Autor: Sara Gmuer
Verlag: Orange Press
Länge: 219 Seiten
ISBN: 978-3936086621
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Victoria, die als Model nicht mehr gebucht wird, lebt ihre Krise allein in Berlin aus. Drogen und Alkohol sind keine Seltenheit und verschönern ihr Leben. Eines Tages lernt sie Said, einen Rapper, kennen. Said und Vitoria verstehen sich auf anhieb und führen eine tiefe und enge Beziehung, bis Said verschwindet. Für Victoria bricht eine Welt zusammen …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist für einen Rapp-Roman angemessen. Die Sprache ist abgehackt, vulgär und direkt. Ich mag das, aber zum Ende des Buches wurde es mir dann auch zu heftig. Der Wortwitz und das Wortspiel das Gmuer einsetzt sind allerdings sehr gelungen und machen Spaß.

Charaktere:
Victoria war leider gar nicht mein Fall. Sie hatte eine schwere Kindheit und wollte immer nur Liebe, doch leider bekam sie diese nicht und flüchtete sich in ihre eigene Welt. Diese Wut und Depression schleicht sich durch das ganze Buch und überträgt sich auch auf mich, als Leser. An einer Stelle wird Victoria selbst „wach“ und erkennt, dass sie sich auspowern muss um ihre Aggression loszuwerden – ich hatte nach dem Buch das gleiche Gefühl.

Said war für mich total unscheinbar. Ich konnte ihn nicht greifen, wusste nicht, was ich von ihm halten soll und habe auch nicht verstanden was Victoria an ihm gut fand.

Cihad, der kleine Bruder von Said ist mir am meisten im Gedächtnis geblieben. Seine Art wie er für andere einsteht und dieses spontane gefiel mir richtig gut, ich hätte gerne mehr über ihn gelesen.

Cover:
Das Cover passt und auch der Farbverlauf gefällt mir gut.

Fazit:
Das Leben ist nun mal Ursache und Wirkung, und wer nicht aufpasst, was er macht, muss aufpassen, was zurückkommt. S. 74

Dieses Zitat beschreibt das Buch sehr gut. Es geht viel um Handeln, Aktion – Reaktion und die Folgen, die das ganze haben kann. Karizma ist ein Rapp-Roman der unter die Haut und sofort ins Gehirn geht. Wer die Sprache und die Musik mag (Rapptexte inklusive) ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Für Leser, die Texte in Hochdeutsch bevorzugen und nichts über eine verzweifelte und Drogensüchtige Protagonisten lesen wollen, ist Karizma nicht zu empfehlen. Von mir gibt es 3 Sterne, da mich die Charaktere und die Drogenexzesse nicht überzeugen konnten sondern eher abschreckten.

Ich bedanke mich bei Orange Press für das Rezensionsexemplar.