Anna im blutroten Kleid – Kendare Blake

Klappentext:
Manche Geister sollte man nicht sich selbst überlassen

Cas Lowood hat eine dunkle Berufung: Er ist ein Geisterjäger. Mit seiner Mutter zieht er quer durchs Land, immer auf der Suche nach den ruhelosen Seelen, die oft schon seit Jahrzehnten die Lebenden in Angst und Schrecken versetzen – bis Cas ihrem Treiben ein Ende bereitet. In einer Kleinstadt in Ontario wartet die berüchtigte Anna im blutroten Kleid auf ihn, eine lokale Berühmtheit, deren Leben in den 50er-Jahren ein grausames Ende fand. Seitdem bringt sie jeden um, der es wagt, das verlassene viktorianische Anwesen zu betreten, das einst ihr Zuhause war. Doch bei Cas macht die schöne Tote eine Ausnahme …


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Titel: Anna im blutroten Kleid
Autor: Kendare Blake
Verlag: Heyne
Seiten: 384
ISBN: 978-3453314191
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Cas, 17 Jahre und Geisterjäger, wird von einer Stadt in die nächste beordert um den ansässigen Geistern das „Leben“ zu nehmen. Nicht jeder Geist muss von der Erde verschwinden, sondern nur die wirklich „harten“ Fälle. So eine wie Anna. Anna, die im blutroten Kleid mordet und bereits über 2 Dutzend Jugendliche auf dem geisterlichen Gewissen hat. Cas begibt sich auf die Suche und findet das Mädchen mit dem von Blut durchwirkten Kleid …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist grandios! Gerade als Debüt ist dieses Buch wirklich sehr schaurig-gruselig und zum mitfühlen realistisch geschrieben. Der Ausdruck ist gewählt und die Cliffhanger passend gesetzt, so dass das Buch bis zur letzten Seite spannend bleibt.

Charaktere:
Cas, der mir von der ersten Seite an sympathisch war hatte es nicht leicht. Sein Vater, der Geisterjäger, und seine Mutter, die Kräuterhexe, haben ihm viel seiner eigentlichen Kindheit geraubt. Trotzdem konnte ich Cas gut verstehen und freute mich für ihn, dass er es dennoch schaffte sein Leben so zu meistern, wie er es tut.

Anna, eine bemerkenswerte Persönlichkeit, die ich gerne besser kennengelernt hätte. Es reichte zwar um alles zu verstehen aber dennoch hätte mich ihr Leben in den 50er-Jahren interessiert. Ich mochte die vielen Facetten, die das Mädchen zeigte und auch ihre Art – wenn diese zu Beginn auch nicht gerade einfach war.

Cas´ Mutter sowie Onkel waren perfekt! Eine wirklich sehr interessante Familie, die gar nicht anders sein darf. Gleiches gilt für Carmel und Thomas, die Schulfreunde von Cas. Die beiden waren zu Beginn des Buches nicht leicht zu greifen, entwickelten sich aber gleichsam mit der Geschichte und bereiteten mir viel Freude.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Anna trägt auf dem deutschen Cover zwar kein blutrotes Kleid (wie auf dem englischen Original), aber dennoch gefällt mir dies besser und passt auch sehr gut zur Geschichte – nach dem Lesen ist man schlauer 😀 toll ist auch die Prägung des Buchtitels, die dem Buch eine schöne Haptik verleiht.

Fazit:
Es ist lange her, dass ich ein Buch binnen einer Nacht verschlungen habe, aber „Anna im blutroten Kleid“ konnte ich nicht aus der Hand legen. Die schaurig-schöne Gruselgeschichte ist spannend, fantasiereich und liebenswert geschrieben. Wer außergewöhnliche Geschichten rund um Geister mag, wird dieses Buch lieben. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung – wer schwache Nerven hat, sollte nur am Tage lesen 😉 – und volle 5 Sterne.

Der König von Berlin – Horst Evers

Klappentext:
Der junge, ehrgeizige Kommissar Lanner wird tatsächlich aus Cloppenburg nach Berlin versetzt. Allerdings erwarten ihn dort Kollegen, die ihn als Dorfsheriff schikanieren, und eine Bevölkerung ohne den geringsten Respekt. Dazu die vergrabene Leiche eines Miethais im Hinterhof, der mysteriöse Tod vom Chef der größten Schädlingsbekämpfungsfirma, und kurz darauf wird Berlin auch noch von einer gewaltigen Rattenplage bedroht. Als Aushilfskammerjäger getarnt macht sich Lanner an die Enträtselung der mysteriösen Fälle und taucht bald viel tiefer in den Organismus der Stadt ein, als er sich das eigentlich gewünscht hatte.


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Titel: Der König von Berlin
Autor: Horst Evers
Sprecher: Horst Evers
Verlag: argon Verlag
Länge: 384 Seiten / 7 Std. 15 Min. (ungekürzt)
ISBN: 978-3839812105
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Eine Leiche wird gefunden, aber keine gewöhnliche, es handelt sich um eine Ratte. Die Kammerjäger Toni und Georg wissen: Wo eine Leiche liegt, da gibt es mehrere! Sie finden den Bau der Ratten und darin eine Leiche, diesmal menschlicher Natur. Als dann auch noch der verhasste Schulfreund von Georg, Hauptkommissar Lanner, die Ermittlungen aufnimmt entdecken sie unvorstellbares im Herzen von Berlin …

Stil:
Ich mag Horst Evers und seine Art Dinge, die trocken sind, absolut witzig zu beschreiben und vorzutragen. Normalerweise sind es kleine Kurzgeschichten, die Evers seinen Zuhörern eröffnet, aber mit diesem Kriminalroman hat er gezeigt, dass viel mehr in ihm steckt. Die Geschichte ist logisch, witzig und macht einfach nur Spaß. Durch die, doch sehr wandelbare Stimme war jede Sekunde des zuhörens ein Genuss.

Charaktere:
Ich bin ganz großer Fan von Toni. Der polnische Kammerjäger, kann ganz gut Deutsch, hat aber festgestellt, dass er mit „ist gut – ist nicht gut – ist egal“ viel weiter kommt und genau diese Einfachheit macht ihn zu meinem Liebling 😀

Georg, der kleine vertrottelte, entpuppt sich doch als sehr liebenswürdig und passt hervorragend in seine Rolle.

Hauptkommissar Lanner, ein nordischer Typ, der es echt schwer hat mit den Berlinern. Ich musste immer wieder lachen, wie Lanner uns Berliner empfand und seine Gedanken dazu waren so toll, dass man ihn lieb haben muss.

Cover:
Das Cover passt, da die Berliner U-Bahn eine Rolle in der Geschichte spielt, was nun das Federvieh auf der Bahnsteigkante verloren hat, dass weiß ich nun nicht.

Fazit:
Ein absolutes must read / hear für alle,die Humor lieben. Dieser Kriminalroman ist leicht, kommt ohne Blut aus und ist sogar für Kinder geeignet. Eine wundervolle Geschichte, die gerade für Berliner ein ganz besonderer Genuss ist. Auch nicht Berliner können der Geschichte ohne Probleme folgen – und lernen das mürrische Volk somit gleich ganz gut kennen.

Die Schattensurfer – Hubert Wiest

Klappentext:
Die Schattensurfer – ein Jugendroman über Geheimnisse in einer vernetzten Welt.

Die vierzehnjährige Sansibar lebt in einer Welt, in der alle alles miteinander teilen. Auch ihre Gedanken. Diese werden im großen Netzwerk RUHL erfasst und gespeichert. Mit fünfzehn wird jeder in die Gemeinschaft RUHL aufgenommen und stellt seine Gedanken, Träume und Wünsche der Allgemeinheit zur Verfügung. Sansibar kann es kaum erwarten dazu zu gehören. So wie ihre beste Freundin. Sansibar lernt wie besessen für die Aufnahmeprüfung. Sie ist bereit, all ihre Gedanken und Erinnerungen mit dem mächtigen Netzwerk zu teilen. Nur eine nicht, ihre wichtigste: die letzten Momente mit ihrer verschwundenen Mutter …

Computergenie Luan ist fünfzehn und hat nur ein Ziel: Programmierer zu werden. Doch mit einem dummen Diebstahl ruiniert er seine ganze Zukunft und muss fliehen. Als sich Sansibars und Luans Wege kreuzen, behauptet Luan Sansibar von früher zu kennen. Und obwohl sie sich daran nicht erinnern kann, beschließt sie Luan zu helfen. Vielleicht auch, weil seine tintenblauen Augen so unergründlich sind? Die Zeit drängt, plötzlich geht es um Leben und Tod. Luan ist überzeugt, dass Sansibar ihn verraten hat und ist kurz davor aufzugeben – da macht Kalawesi, der Besitzer eines Vergnügunsparks, Luan ein unglaubliches Angebot…


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Titel: Die Schattensurfer
Autor: Hubert Wiest
Verlag: Lomoco Publishing
Seiten: 385
ASIN: B00GSF6NUW
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Eine Stadt, getrennt durch eine dunkle Mauer. Auf der einen Seite herrscht RUHL – eine mächtige Gemeinschaft, welche die Gedanken und Handlungen der Menschen kontrolliert. Überwacht wird das ganze durch einen Kristall (je dunkler ein Kristall ist, umso hilfreicher ist diese Person für die Gemeinschaft), den jeder Einwohner der Stadt sichtbar tragen muss. Auf der anderen Seite der Mauer sieht alles anders aus, allerdings weiß kaum jemand, dass es noch ein Leben dahinter gibt …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Hubert Wiest ist gewöhnungsbedürftig. Das Buch liest sich zwar schnell, aber durch Logikfehler, stark personifizierte Gegenstände und falsche Stilmittel ist die Geschichte, meiner Meinung nach, nicht unbedingt für Kinder / Jugendliche geeignet. Der Ausdruck ist gewählt und die Spannung kann auch gehalten werden. Ich würde daher empfehlen vor dem Kauf die Leseprobe zu lesen und dann zu entscheiden ob das Buch etwas für den eigenen Nachwuchs ist.

Charaktere:
Luan, der 15-jährige Computerfreak, wächst in einem Kinderheim auf und wird kurz vor seiner Kristallprüfung herausgeworfen. Die Kristallprüfung ist in der Welt von RUHL elementar wichtig, denn: Wer keine Prüfung ablegt, erhält keinen Kristall, ist damit kein Mitglied der Gesellschaft und muss ins Korrekturhaus. Luan versucht alles um sich irgendwie durchzuschlagen und begegnet im Freizeitpark einem Mann, der ihm verspricht zu helfen …

Luan kann alles. Er knackt zu schnell sämtliche Systeme und kommt immer aus jeder Situation heraus. Natürlich sollte er dies als Protagonist, aber nicht so schnell, es war zu einfach und Luan zu mächtig. Zu Beginn im Kinderheim, kam er mir so jung und unschuldig vor und später wirkte er zu stark und nicht seinem alter entsprechend.

Sansibar, die 14-jährige Schülerin, ist ganz erpicht ihre Kristallprüfung zu bestehen. Ihre Freundin trägt bereits einen Kristall und freut sich über jede noch so kleine Farbveränderung. Sansibar lernt und gibt sich alle Mühe, aber als es dann soweit ist, ist sie unsicher. Denn der Kristall nimmt alle ihre Gedanken auf und leitet sie an RUHL. Sansibar möchte ihre Gedanken teilen und sie RUHL zur Verfügung stellen, aber eben nicht alle…

Sansibar hinterfragt und überlegt. Sie handelt rational und ihrem Alter entsprechend. Sie zeigt, dass psychischer Stress eine gefährliche Waffe ist. Die 14-jährige hat schlimme Erlebnisse durchgestanden und ihr Unterbewusstsein hat diese Dinge verdrängt, erst durch erneuten Stress treten alte Wunden wieder hervor und zeigen, wie verwundbar der menschliche Körper doch ist.

Andere Charaktere im Buch handeln nicht immer verständlich, so konnte ich Verhaltensweisen nicht immer nachvollziehen geschweige denn Verstehen. Entweder ich bin mit meinen 29 Jahren zu alt für ein Jugendbuch oder ich denke zu viel.

Cover:
Das Cover gefällt mir gut. Ein Junge, der auf einem Schatten am Rande der Stadt surft.

Fazit:
Ein Buch für Kinder und Jugendliche (Zielgruppe: 11- bis 15-jährige), welches mit einer großen Spannungskurve, aber leider auch mit viel sprachlicher Fantasie des Autors bestückt ist. Mir persönlich waren die sprachlichen Mittel und Logikfehler ein Dorn im Auge obwohl das Buch Potential hat und die erste Hälfte wirklich spannend geschrieben war. Ich vergebe hier 3 Sterne, denn Schattensurfer ist definitiv ausbaufähig.

Ich bedanke mich bei Hubert Wiest für das Rezensionsexemplar.

Die Frau, die nie fror – Elisabeth Elo

Klappentext:
Ihr russischer Vater hält sie für zu weich. Die Navy nennt sie mutig. Die meisten Männer finden sie attraktiv. Für die Leute in Boston ist sie eine Heldin, für die Wissenschaft ein Phänomen. Ihrer besten Freundin Thomasina ist sie zu ehrlich. Ihr Patensohn Noah möchte am liebsten immer bei ihr sein. Zeit für Pirio Kasparov herauszufinden, wer sie wirklich ist.


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Titel: Die Frau, die nie fror
Autor: Elisabeth Elo
Verlag: Ullstein
Seiten: 512
ISBN: 978-3550080388
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Pirio ist mit ihrem Freund auf hoher See, als ihr Hummerkutter plötzlich von einem großen Schiff gerammt wird und untergeht. Ned stirbt in den eisigen Fluten, doch Pirio überlebt. Milosa, ihr Vater, überredet Priro selbst Untersuchungen anzustellen und nicht auf die Küstenwache zu vertrauen. Was sie herausfindet ist unbeschreiblich …

Schreibstil:
Der Stil von Elisabeth Elo ist grandios. Mit viel Sarkasmus und den richtigen Worten für die erschütternde Wahrheit über die Menschheit schreibt sie einen Roman – der auch als Tatsachenbericht – unter die Haut geht.

Charaktere:
Pirio hat mir sehr gut gefallen. Sie ist stark und versucht für ihren Patensohn Noah immer da zu sein, was bei einer Alkoholkranken Freundin (Noahs Mutter) auch wirklich nötig ist. Pirios Nervenstärke und ihre Fähigkeit machen sie sympathisch, allerdings wurde sie mir teilweise zu leichtsinnig.

Noah war so ein tolles Kind und dies bei solch einer Mutter! Die schwer depressive und andauernd betrunkene Mutter Thomasina hingegen war mir suspekt und ich hätte Noah gerne ein Leben mit Pirio gegönnt.

Milosa, das russische Familienoberhaupt, war mit sofort sympathisch. Dieses verkopfte und harte, was Milosa auszuzeichnen scheint, macht ihn zu einer tollen Person.

Cover:
Eine Frau, eingemummelt in warmen Sachen, begibt sich auf ihren Weg … Schutzumschlag und Einband sind schimmernd weiss und sehen aus wie Schnee – sehr schön!

Fazit:
Ein Buch mit vielen Facetten, egal ob es die Charaktere oder das, was passiert, betrifft. Ich gebe ehrlich zu, dass ich teilweise schon Schwierigkeiten mit Pirios Enthüllungen hatte – diese waren so echt und brutal geschildert, dass ich das Buch zur Seite legen und mich mit anderen Dingen beschäftigen musste – und ich bin echt nicht so zart besaitet 🙁 allerdings regt diese Geschichte oder Tatsache sehr zum nachdenken / umdenken an und daher gibt es von mir eine Leseempfehlung für einen Krimi, der nicht so ist, wie man denkt.

Ich bedanke mich beim Ullstein-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Night School 01: Du darfst keinem trauen – C.J. Daugherty

Reiheninfo:
Du darfst keinem trauen
Der den Zweifel sät
Denn Wahrheit musst du suchen
Um der Hoffnung willen
Und Gewissheit wirst du haben

Klappentext:
Wenn nichts ist, wie es scheint, wem kannst du dann vertrauen? Das spurlose Verschwinden ihres Bruders hat Allie aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie rebelliert, und ihre Eltern schicken sie auf das Internat Cimmeria, wo nicht einmal Handys erlaubt sind. Schon bald findet sie Zugang zu einer Clique und wird von zwei Jungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, umworben. Auf Cimmeria häufen sich eigenartige Vorfälle, und als ein Mord geschieht, gerät Allie selbst unter Verdacht. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt sie zufällig auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule und gerät selbst in Lebensgefahr. Kann sie überhaupt noch irgendjemandem trauen?


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Titel: Night School I: Du darfst keinem trauen
Autor: C.J. Daugherty
Verlag: Oetinger
Seiten: 464
ASIN: B008RMDA3C
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Allie, Problem-Teeni mit mysteriöser, familiärer Problematik kommt aufs Internat. Dort gibt es nicht nur strenge Regeln, sondern auch eine Night School. Was das ist, erfährt Allie nicht, aber sie lernt 2 Night-Schüler kennen, die unterschiedlicher und anziehender nicht sein können …

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich konnte sofort in die Geschichte einsteigen. Der Ausdruck ist passend. Die Spannungskurve ist gut aufgebaut und kann gehalten werden. Einzig beim Ende hetzt die Autorin.

Charaktere:
Allie finde ich sehr interessant. Sie zeigt deutlich, dass die menschliche Psyche einzigartig ist und sie sich so verhalten muss um mit sich klarzukommen. Die Verwandlung, die sie im Internat durchmacht steht ihr gut und ich konnte sie immer mehr leiden. Schade, dass sie zeitweise zu starke Heldenmanieren aufwies, eventuell hätte ihr etwas mehr Starrsinn in bestimmten Situationen gutgetan.

Sylvain, der nach Wacholder duftende, schöne Franzose, der auch noch Sohn eines Milliardärs ist, ging mir irgendwie auf den Keks. Ich konnte ihn das Buch über nicht greifen uns wusste nicht so recht wie ich ihn nun finden sollte. Als er dann sein wahres Gesicht zeigte war mir dann so einiges klar. Ob er sich in den nächsten Teilen noch entwickelt?

Carter, der arme Sohn der Internats-Dienstboten, gefiel mir wesentlich besser. Er hat seinen eigenen Stil und ihm ist es egal, wie reich oder schlau die anderen sind. Er zieht sein Ding durch, das fand ich besonders gut an ihm. Interessant war, dass er Allie mit Abstand betrachtet hat und ihr nicht sofort ein freundliches „Hallo“ – wie alle anderen – aufgedrück hat. Erstmal die Lage prüfen und dann handeln, passt zu Carter und macht ihn sehr sympathisch.

Cover:
Was das Cover mir sagen soll weiss ich noch nicht. Am Anfang dachte ich an Fledermäuse – Vampire?! – , doch es kamen keine übersinnlichen Figuren oder etwas fliegendes im Buch vor.

Fazit:
Ein schöner Auftakt, der Lust auf mehr macht. Viele Fragen bleiben offen und Probleme ungelöst. Das Jugendbuch kommt ganz ohne übersinnliches aus und kann trotzdem Spannung aufbauen. Eine Leseempfehlung gebe ich an Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene, welche gerne Geschichten über Teens, Internate und deren Geheimnisse lesen. Von mir gibt es 4 Sterne, da mir das Ende etwas zu dünn war.