Verliebt noch mal – Kristina Günak

Klappentext:
Die junge Physiotherapeutin Thea Fuss teilt sich ein hübsches Fachwerkhaus in der Altstadt von Hameln mit drei Mitmietern. Neuester im Bunde ist der attraktive Computer-Nerd Schröder. Schlecht für Thea, die sich aus schwerwiegenden Gründen eigentlich eine Männerpause verordnet hat. Als ihre sonderbare Oma ihr allerdings eine baldige Hochzeit prophezeit und auch noch der Mietergemeinschaft gekündigt wird, kommt Thea nicht darum herum, sich näher mit ihm zu befassen – und das Chaos ist perfekt!


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Titel: Verliebt noch mal
Autor: Kristina Günak
Verlag: Egmont LYX
Seiten: 320
ISBN: 978-3802593833
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Physiotherapeutin (Thea Fuss), Psychotherapeut (Dr. Grosser), Computernerd (Schröder) und Energie-Sachbuch-Autorin (Margarete) leben zusammen in einem Haus, welches verkauft werden soll. Natürlich ist diese Verrückte Hausgemeinschaft keine ganz normale, denn die 4 halten zusammen wie Pech und Schwefel und erleben bei der Wohnungssuche sowie zwischenmenschlich einiges …

Schreibstil:
Ich liebe den Stil von Kristina Günak und muss gestehen, dass ich einige Charakterzüge aus „Der Elionore Brevent Reihe“ wiedergefunden habe. Dies hat mich sehr gefreut und so hat mir das Lesen doppelt Freude bereitet. Die Geschichte entwickelt sich wieder sehr rasant und heiter. Es bleibt kaum Zeit einen Fauxpas zu verdauen, da stürmen die Charaktere gleich zum nächsten. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz und Gefühle spielen ebenso eine große Rolle wie die Aufklärung über die richtige Haltung von Landschildkröten.

Charaktere:
Thea sah vor meinem geistigen aus wie meine Physiotherapeutin und als Thea auch noch erklärte, dass Physiotherapeuten früher Krangengymnasten hießen, also kurz KG für „keine Gnade“ musste ich noch mehr an meine Zeit auf der Liege denken. Danke für die sehr realistische Beschreibung! Und ja ich liebe Thea sowie meine KG 🙂

Margarete, wer kennt sie nicht? Die liebe Esoterikerin und ihre Lebenshilfe! Perfekt, liebevoll und göttlich! Ebenso Dr. Grosser, der selbst eine Therapie nötig hätte. Zum Schluss noch der nerdige Schröder, der ggf. gar nicht so verkappt ist, wie alle denken. Es klingt auf den ersten Blick absolut nach Klischee, nun kommt mein aber: es ist ein fabelhaft umgesetztes Klischee! 😉 Die Figuren handeln zwar irgendwie vorhersehbar, aber sie handeln toll und ich habe mir die ganze Zeit gewünscht das sie sich so verhalten, weil es einfach zu ihnen passt und das ist einfach super – Klische hin oder her 😛

Cover:
Das Cover ist verrückt, verspielt und so soll es sein, es passt wunderbar zur Geschichte.

Fazit:
Ein wundervolles Buch welches man lesen sollte, egal wann und egal wer. Es ist zum schreien komisch, gefühlvoll traurig, und einfach aufbauend. Vielen Dank, liebe Kristina für diese Geschichte!

Evernight 02: Tochter der Dämmerung – Claudia Gray

Klappentext:
Im zweiten Teil der »Evernight«-Saga will Bianca ihre Liebe zu Vampirjäger Lucas nicht aufgeben. Auch nicht, wenn sie alle, die sie liebt, dadurch gefährdet. Schließlich sind auch ihre Eltern und Freunde Vampire. Als Bianca und ihr Vertrauter Balthasar versuchen, eines der düstersten Geheimnisse von Evernight zu enträtseln, kommen sie sich immer näher. So nah, dass Bianca sich fragen muss, ob ihre Liebe zu Lucas eine Chance hat.


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Titel: Evernight -Tochter der Dämmerung
Autor: Claudia Gray
Sprecher: Nana Spier
Verlag: Der Audio Verlag
Länge: 5 Std. 39 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3862310388
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Bianca und Lucas mussten sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebensweisen trennen, doch die beiden finden immer wieder einen Weg zusammen. Als Bianca eine fremde Vampirin trifft und Balthasar davon erfährt, unterstützt der alte Vampir die Ausflüge von Bianca und was sie herausfinden birgt größere Gefahren als angenommen …

Stil:
Ich bin wohl immer noch nicht bei „Evernight“ angekommen, aber zumindest spricht Nana Spier nicht mehr so obszön und das Hören wird angenehm. Die Charaktere haben sich leider nicht weiterentwickelt, es ist ein Spagat zwischen grauer Maus und Heldin bzw. Maus und Held. Die Geschichte wurde nun auch noch durch Geister erweitert – was denn (?) reichen Mensch und Vampir nicht aus?!

Charaktere:
Bianca ist und bleibt mir unverständlich und damit unsympathisch. Wie kann man jemanden lieben, der die eigene Familie auslöschen will bzw mit Leuten verkehrt, die dies tun wollen?!

Lucas verstehe ich auch nicht, ich denke er liebt seine Bianca und dann tut er ihr dies an? Die komische Rivalität zu Balthasar verstehe ich ebenfalls nicht.

Balthasar hat mir bereits im ersten Teil gefallen, er scheint der einzige zu sein der nachdenkt und sich bemüht rational zu handeln – gerne mehr!

Cover:
Das Cover ist mir immer noch unverständlich und warum jetzt lila?!

Fazit:
Die Geschichte bleibt langweilig. Die Stimme von Nana Spier ist nicht mehr so lasziv, sodass das Hören angenehm ist, daher gibt es von mir 3 Sterne. Eine Hörempfehlung spreche ich aber immer noch nicht aus, ggf. überzeugen mich die nächsten Teile.

Teil 1 muss nicht gehört / gelesen werden um diesen zu verstehen. Es gibt genügend Wiederholungen und Erläuterungen zu Personen, Schauplätzen oder Verhaltensweisen.

Evernight 01: – Claudia Gray

Klappentext:
Hochnäsige Eliteschüler bevölkern das ehrwürdige Internat Evernight. Bianca ist neu und ahnt, dass sie nie dazugehören wird. Erst als sie sich in den unnahbaren Lucas verliebt, bekommt ihr Leben auf Evernight einen neuen Sinn. Zwischen den beiden herrscht eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Doch bald schon muss Bianca erkennen, dass ihrer Liebe ein unheimliches Geheimnis im Weg steht …


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Titel: Evernight
Autor: Claudia Gray
Sprecher: Nana Spier
Verlag: Der Audio Verlag
Länge: 6 Std. 17 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3898139427
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir
nicht

Inhalt:
Bianca ist 16 und beginnt nun ihren schulischen Werdegang am Internat „Evernight“. An ihrem ersten Schultag trifft sie, vor Unterrichtsbeginn, auf Lucas. Die beiden fühlen sich auf Anhieb zueinander hingezogen. Bianca und Lucas versuchen während der Schulzeit immer mehr Zeit miteinander zu verbringen, bis dunkle Familiengeheimnisse die Freundschaft auf eine harte Probe stellen …

Stil:
Die Geschichte ist jetzt nicht so spannend und auch nicht gefühlvoll. Gegebenenfalls liegt es an meiner gekürzten Version oder das Original ist noch langweiliger … Ich hatte Probleme der Geschichte zu folgen, es passierte einfach gar nichts, sodass meine Gedanken immer wieder abschweiften. Und wenn dann doch mal ein „oh“ oder „aha“ auftauchte, dann haben die Charaktere das so hingenommen und die Geschichte plätscherte wieder vor sich hin. Auch mit Nana Spier als Leserin bin ich nicht richtig warm geworden. Die Synchronstimme von „Buffy“ hat zwar eine gute Aussprache aber sie redet so lasziv, dass ich mich manchmal echt fragte ob das wirklich ein Hörspiel für Teens ist.

Charaktere:
Bianca – klar, wie soll es anders sein. Sie passt nicht ins typische Evernight-Bild. Sie ist nicht reich, nicht schön, nicht angesagt, sie ist eine Außenseiterin und kennt niemanden, dann sind ihre Eltern auch noch Lehrer an der Schule usw. … Aber: Sie hat Lucas, sie lernt sofort einen heißen Typen kennen, der sie auch noch beschützen will 🙄

Lucas, der starke, schöne Ritter, der immer für Bianca da ist und auch nicht mehr will als küssen – arghs

Die anderen Charaktere sind auch nicht besser, es ist halt wieder typisch. Wir halten fleißig Händchen, sind uns treu und die Außenseiterin wird irgendwann bestimmt mal durch irgendeine Handlung – irgendwann – total cool 😕

Cover:
Tja, keine Ahnung, ich habe mir das Hörbuch aus der Bibliothek geholt weil ich ein Hörbuch brauchte. Wenn ich es kaufen müsste würde ich wohl nicht zugreifen, was sagt mir das Mädchengesicht und das Rot? – Nach dem Hören weiß ich es, davor war es mir schleierhaft.

Fazit:
Auch während des Schreibens meiner Rezension habe ich überlegt ob ich dem Hörbuch 2 oder 3 Sterne gebe, ich entscheide mich nun aber für 2 – es hat mir nicht gefallen. Auch die Stimme von Nana Spier war eher lästig als angenehm. Das Buch ist langweilig, hat keine Spannung und das Potential, welches vorhanden ist, wurde einfach nicht genutzt. Von mir gibt es keine Hörempfehlung (aufgrund der lasziven Betonung), eine Leseempfehlung würde ich an Teens gebe, welche gerne Geschichten rund um Internat und Freundschaft lesen möchten.

Die Abtei von Northanger – Jane Austen

Klappentext:
Jane Austens Romane begeistern bis heute Millionen von Lesern. »Kloster Northanger«, ein Jahr nach Austens Tod erstmals erschienen, erzählt die Geschichte der 17-jährigen Catherine Morland. Das Leben und die Liebe kennt sie nur aus der Literatur – bis sie eines Tages dem jungen und lebensfrohen Geistlichen Henry Tilney begegnet. Mit seinen pointiert geschliffenen Dialogen ist Austens Roman zugleich die bezaubernde Geschichte eines Reifeprozesses und eine glänzende Satire auf die Liebes- und Schauerromane der damaligen Zeit.


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Titel: Die Abtei von Northanger
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 336
ISBN: 978-3866473713
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
sehr

Inhalt:
Catherine Morland reist mit Bekannten in den Kurort Bath. Die Trinkhallen, mit ihren wohltuenden Quellen, laden zum verweilen ein. Das herum sitzen scheint eintönig, bis Mr. Tilney gefallen an Catherine findet, aber er ist nicht der Einzige, denn auch eine befreundete Familie – die Thorpes – hat sich in Bath eingemietet und Mr. Thorpe versucht bei Catherine zu landen …

Schreibstil:
Eine so tolle Übersetzung habe ich lange nicht erlebt und ich bin begeistert. Christiane Agricola hat es, für meinen Geschmack, richtig „alt“ übersetzt. Ihre Wortwahl passt perfekt zum alter der Geschichte – so stelle ich mir das zumindest vor. Dennoch ist der Text flüssig zu lesen, wahnsinnig spannend und liebevoll – was sich natürlich auch auf den schönen Schreibstil von Austen zurückzuführen lässt. Das Buch ist mit viel Sarkasmus, Wortwitz und Liebe ein wundervoll mitreißender Roman, der sich trotz der vielen Gefühle auch zu einem kleinen Schauermärchen entwickelte.

Charaktere:
Catherine ist eine tolle Frau. Irgendwie naiv, aber dennoch stark. Sie lebt in ihrer Welt voller Bücher, hat kaum Augen für das reale Leben und dennoch lernt sie immer mehr die Welt kennen. Eine schöne Figur und eine gute Metapher zur heutigen Jugend – wobei ich da das Buch durch digitale Medien tauschen würde.

Henry Tilney ist ein wundervoller Mann 😳 mit seinen Reden verzauberte er nicht nur Catherine sondern auch mich. Die Diskussionen über Bücher, Sprache und Auslegung waren so realistisch, so – ich kann es gar nicht beschreiben – aber es machte einfach Spaß seine Dialoge zu lesen.

Die Familie Thorpe war ein interessanter Haufen von Menschen, die jeder kennt. Gruselig schön 😀

Cover:
Das Cover wirkt alt, mit einem Buch in den Händen hätte mir die Frau besser gefallen.

Fazit:
Ein ganz toller Liebesroman, der einen großen Bezug zur Literatur hat. Ich konnte „Die Abtei von Northanger“ kaum aus den Händen legen und hatte bei jedem Satz das Gefühl die Charaktere sowie ihre Umgebung vor meinem geistigen Auge zu sehen. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für jeden! Denn das Buch beinhaltet alles: Geheimnisse,. Liebe, Bildung, Gefühl, Aktion.

Wenn alle Stricke reißen – Jennifer Bentz

Klappentext:
Was haben eine Kleptomanin, eine Phobikerin und eine Cholerikerin gemeinsam? Einen toten Therapeuten und ein Wohnungsproblem. An Ersterem sind die drei Frauen zum Glück nicht schuld, und eine WG ist eine geniale Lösung. Denn es gibt Schlimmeres als kleine Macken: rachsüchtige Exfreunde, missionarische Fahrlehrer oder übelwollende Kollegen. Alldem stellen sich Lea, Tine und Vivien in Zukunft gemeinsam – die Therapiecouch hat ausgedient, denn das Leben und die Liebe rufen!


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Titel: Wenn alle Stricke reißen
Autor: Jennifer Bentz
Verlag: Ullstein
Seiten: 352
ISBN: 978-3548286471
Meine Bewertung:
5 Sterne – gefällt mir
sehr

Inhalt:
Lea, Tine und Vivien verbindet nichts, bis sie sich bei ihrem Psychiater treffen. Als die drei ihren Therapeuten erhängt in seinem Behandlungszimmer auffinden ist die Sorge groß, wer behandelt sie und wie geht es jetzt weiter?

Schreibstil:
Jennifer Bentz weiß zu bezaubern. Durch ihre sehr humoristische Art mit dem Thema „Therapie“ umzugehen, macht das Lesen einfach nur Freude. Ich konnte mich von der ersten Seite an mit ihren Figuren anfreunden und fand sie sehr sympathisch. Als sie dann ihren Therapeuten verloren war ich fassungslos – wie kann man sowas schreiben? Das ist absolut grausam! Als ich dann weiterlas war ich so glücklich, denn dieses Buch ist neben einem schönen Roman auch ein einfühlsamer Ratgeber für Zitat S. 40 „Mitmenschen mit seelischer Beeinträchtigung, die eine Abweichung von der Normalität im Denken, Fühlen und Verhalten aufweisen“ ein must read!

Charaktere:
Die cholerische Lea ist mir besonders ans Herz gewachsen. Sie duldete keine Ungerechtigkeiten und wollte Gleichberechtigung. Die Art, wie sie es rüberbrachte war so herrlich dargestellt, dass ich sie, wie die beiden anderen, sofort in mein Herz schloss.

Tine, die Phobikerin, war echt anstrengend und ich glaube, dass es echt schwer sein muss, mit so einer Person zusammen zu leben. Ich fand ihre Darstellung sehr gut und danke für den Einblick in die Welt einer solchen Persönlichkeit.

Vivien, die Kleptomanin, fand ich schnuckelig. Ihre Art, die sie aufgrund einiger Umstände entwickelt hat, wurde gut dargestellt und ihre Wandlung war wundervoll.

Für alle Charaktere kann ich nur immer wieder sagen, war die Zeichnung ihrer Art perfekt gelungen. Es hat mir viel Spaß bereitet ihnen zu folgen und ihre Entwicklung zu verfolgen. Jeder, egal ob betroffenen Persönlichkeit oder unbeteiligt, sollte dieses Buch lesen um einen Einblick in die Psyche zu erhalten.

Cover:
Das Cover gefällt mir nicht ganz so gut. Die Blumen und die Farben sind super, aber warum die 4 Figuren nur halb zu erkennen sind kann ich nicht deuten. Es wirkt auf mich als würden alle 4 irgendwo baumeln, aber vielleicht tun sie es ja im Sumpf der Gesellschaft …

Fazit:
Ein Roman, der eine wundervolle Geschichte aber auch Ratgeber sein kann. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich einiges gelernt – zumindest erkannt – habe. Für mich ein must read für jeden!

Ich bedanke mich bei Jennifer Bentz für das Rezensionsexemplar.