Flötenzeit – Nikola Hotel

Klappentext:
Kann man sich in einen Mann verlieben, der seit neunzig Jahren tot ist?

Julia erbt überraschend die Villa ihres Großvaters. Im Keller des Hauses hört sie seltsame Flötentöne und stolpert über einen kleinen Jungen, der einfach nicht aus dieser Zeit zu stammen scheint. Kurz darauf entdeckt sie auf ihrem Handy das Foto eines unbekannten Mannes und ist verwirrt: Der Fremde sieht Clemens, dem Bruder ihrer Urgroßmutter, zum Verwechseln ähnlich. Doch der ist kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu einer Expedition nach Marokko und den Kanarischen Inseln aufgebrochen und bald darauf verstorben.
Bei ihren Nachforschungen muss Julia erkennen, dass die Vergangenheit stärker mit ihrem Leben verwoben ist, als sie zunächst geahnt hat. Denn sie findet einen Liebesbrief, der hundert Jahre darauf gewartet hat, nur von ihr gelesen zu werden …


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Titel: Flötenzeit
Autor: Nikola Hotel
Seiten: 424
ASIN: B00U7AKPQ2
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Julia erbt eine alte Villa und möchte diese am liebsten wieder verkaufen, bis sie auf einmal in Kontakt mit der Vergangenheit des Hauses kommt und sie Clemens kennen lernt …

Schreibstil:
Ich liebe den Stil von Nikola Hotel, bereits bei „Rabenblut“ und „Fernsehköche küsst man nicht“ hat mich die Autorin verzaubert. Allerdings konnte sie mich mit „Flötenzeit“ nicht überzeugen. Die Geschichte ist romantisch, wissenschaftlich, historisch und war für mich zu viel des Guten. Der Beginn war zauberhaft, verspielt und weckte Lust auf mehr, leider wurde dann die Handlung zu sehr auf Nebensächlichkeiten (Botanik, Zoologie, Marokko) gelenkt und hatte – für mich – zu wenig mit der eigentlichen Liebesgeschichte zu tun. Das Ende war dann zwar wieder stimmig, war dann aber irgendwie auch zu glatt. Alles in allem wirkte die Geschichte unfertig (an einigen Stellen wurde zu viel geschrieben, an anderen zu wenig).

Charaktere:
Julia hat mir gut gefallen, aber irgendwie fehlte etwas. Sie nahm zu viel einfach so hin. Ich habe mich als Leserin in einigen Szenen mehr gewundert oder aufgeregt als die Protagonistin und konnte das Verhalten von ihr leider nicht immer nachvollziehen.

Clemens ist ein angenehmer Zeitgenosse, aber ich hatte immer das Gefühl, dass er der Botanik mehr zugetan war als den Menschen. Durch seine Vergangenheit ist dies durchaus nachvollziehbar, aber die erfährt der Leser leider erst zum Ende des Buches. Auch konnte ich nicht verstehen, warum er sich zu Julia hingezogen fühlte.

Cover:
Das Cover ist eine Wucht und passt hervorragend zu dieser Geschichte.

Fazit:
Eine Geschichte, die zum Teil Liebesroman, zum Teil historischer Roman ist und sehr viel mit Botanik, Zoologie und Krieg zu tun hat – für meinen Geschmack war das zu viel. Dennoch hat sich „Flötenzeit“ sehr gut lesen lassen und war trotz einiger Längen ein schöner Liebesroman, dem ich 3 Sterne gebe. Eine Leseempfehlung gibt es von mir für Leser, welche gerne einen ungewöhnlichen Roman über die Liebe lesen möchten.

Ich bedanke mich bei Nikola Hotel für das Rezensionsexemplar.

Schattenspiel – Charlotte Link

Klappentext:
Fünf Menschen kennen für ihre gescheiterten Träume nur einen Schuldigen: David Bellino – reich, skrupellos und ohne Freunde. Doch der Tag der Abrechnung ist nah. Gemeinsam versuchen die fünf, den Teufelskreis der Vergangenheit zu durchbrechen. Getrieben von dem Wunsch, die Schatten der Erinnerung abzuwerfen und sich aus dem Netz gefährlicher Liebschaften und dunkler Geheimnisse zu lösen …


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Titel: Schattenspiel
Autor: Charlotte Link
Verlag: Blanvalet
Seiten: 528
ISBN: 978-3442377329
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir
gar nicht

Ich habe dieses Buch nach 75 Seiten abgebrochen. Und ich kann nicht mal etwas zum Inhalt schreiben 🙁 Die Geschichte war zu Beginn recht interessant: ein Mann, welcher sich an die Spitze gearbeitet hat und einen Ziehsohn zu sich nahm. Dieser, geblendet durch eine Frau, schätze allerdings seinen Ziehvater nicht und sorgte dann unbewusst für dessen grausames Ableben … sehr vorhersehbar und dieser Punkt nahm schon gute 40 Seiten ein. Die Aufklärung dann auch noch mal 10 und dann ging es in den nächsten plätschernden Part – die Geschichte um den Ziehsohn und seine Vergangenheit … und dann tauchten wieder Personen auf, die natürlich auch eine Vergangenheit hatten und, logisch, alle sind miteinander irgendwie verwoben – oha!

Ich hatte zuvor noch nie ein Buch von Charlotte Link in den Händen und auch jetzt reizt mich kein weiteres. Wobei „Schattenspiel“ wohl eines ihrer ersten Veröffentlichungen war. Der Schreibstil ist einfach und alles wurde in die Länge gezogen und es folgt ein Klischee dem vorherigen. Spannung? Nein! Und auch sonst gab es nichts, was mich dazu angehalten hätte diesem Buch meine weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Daher von mit ein Abbruch und nur ein Stern.

Ein letzter Tanz – Judith Lennox

Klappentext:
Zu ihrem 75. Geburtstag lädt Esme die ganze Familie in das einstige Herrenhaus „Rosindell“ ein. Trotz der traumhaften Kulisse kommt keine feierliche Stimmung auf, zu viele traurige Erinnerungen stecken in den Wänden des alten Gemäuers. Alles begann mit einem Tanz, für Esme der schönste Tanz ihres Lebens: Ausgerechnet Devlin, für den sie schon seit Kindertagen schwärmte, forderte sie auf der Verlobungsfeier ihrer Schwester Camilla auf. Wie glücklich sie damals war! Doch mit dem Tanz nahm eine unheilvolle Liebesgeschichte ihren Lauf, die noch immer in ihrer Familie nachklingt. Bis Esme sich entschließt, dem Fluch ein Ende zu setzen.


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Titel: Ein letzter Tanz
Autor: Judith Lennox
Sprecher: Cathlen Gawlich
Verlag: OSTERWOLD
Länge: 9 Std. 27 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3869522197
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir
nicht

Inhalt:
Eine Familiengeschichte über drei Generationen und das sagenumwobene England. Esme muss erst 75 Jahre alt werden um alles zu verstehen und dann kann sie sowie ihre Familie endlich Frieden schließen …

Stil:
Ich habe ein Buch von Judith Lennox im Schrank und kann mich erinnern, dass ich es damals ganz gut gefunden habe – sonst hätte ich es nicht aufgehoben – also freute ich mich über neuen Stoff dieser Autorin. Leider bin ich mit „Ein letzter Tanz“ nicht warm geworden. Ich weiß nicht ob es an den gefühlten 300 Personen lag oder daran, dass dieses Hörbuch gekürzt war und ich immer dachte: „oh mist, nun habe ich was verpasst! / bin ich eingeschlafen oder haben die den Teil einfach nicht erwähnt? / was ist da gerade passiert?“ Ich konnte der Geschichte zwar irgendwie folgen, aber es war immer so ein fader Beigeschmack und mehr ein zusammen reimen als ein gemütliches zuhören und das fand ich schade. Cathlen Gawlich hat, wie immer, richtig gut gelesen und die Betonung war wieder einmalig!

Charaktere:
Oh man, das waren echt so viele und das hat mir den Einstieg und das gemütliche folgen echt erschwert. Kurz vor Ende des Hörbuches hatte ich die Namen dann aber alle intus 😉 Nur schade, dass mir dann auf den letzten Minuten nicht mehr viel blieb um meine Sympathie an die Figuren zu geben 🙁

Cover:
Das Cover ist so wunderschön und es passt so schön zur Geschichte – die kleine Esme, die vor dem Herrenhaus steht.

Fazit:
Als Buch mag sich „Ein letzter Tanz“ sehr gut lesen, aber als gekürztes Hörbuch ist es einfach nicht zu empfehle. Es gibt zu viele Charaktere und die Handlung scheint zu hüpfen, ein folgen während einer langen Autofahrt oder nur so nebenbei erscheint fast unmöglich, daher gibt es von mir auch nur 2 Sterne. Eine Leseempfehlung bekommt aber das Buch, denn die Geschichte war schon recht interessant, gerade wer auf Intrigen, Missgunst und Neid innerhalb von Familien steht – bzw. sowas gerne liest – kommt hier voll auf seine Kosten.

Numbers: Die Trilogie plus Prequel – Rachel Ward

Klappentext:
Sie wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die Gabe, die eigentlich ein Fluch ist. Wer sie besitzt, sieht in den Augen seines Gegenübers eine Zahl: das Datum seines Todes.


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Titel: Numbers (Trilogie + Prequel)
Autor: Rachel Ward
Verlag: Chicken House
Seiten: 1200
ASIN: B00KL5SXQC
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Das E-Book beginnt mit Teil 1 (Jem und Terry), dann folgt das Prequel, in dem nochmals alle Figuren vorgestellt werden und das Leben vor Teil 1 beleuchtet wird. In Teil 2 und 3 geht es um Adam, den Sohn von Jem und Terry.

Schreibstil:
Der Stil von Ward ist sehr einfach gehalten und in den ersten drei Büchern in einem eigenartigen Jargon geschrieben. So klingt alles sehr gestellt und übertrieben jugendlich, die Brutalität und die Ausdrucksweise der Charaktere sind auch nicht ohne, aber alles bessert sich im letzten Teil.

Charaktere:
Wirklich lieb gewonnen habe ich keinen Charakter, dafür umso mehr gehasst. Ich bin mit Terry einfach nicht warm geworden und konnte daher auch Jem wenig verstehen, wie sie sich zu einer Person hingezogen fühlen kann, die sich nicht wäscht und einfach nur gnadenlos stinkt. Auch war mit nicht klar, warum Rachel Ward ausgerechnet einen schwarzen Jungen als hyperaktiv, zappelig, unsauber und mit Spitznamen „Spinne“ betitelt. Ich finde das rassistisch. Ebenfalls war die Auswahl der anderen Personen fragwürdig, ein Kind von Teens und ein Kind, welches Inzest erdulden musste … schwere Last für ein Jugendbuch.

Cover:
Die Cover kommen auf dem Reader gut rüber und sind passend zur Geschichte.

Fazit:
Mich konnte „Numbers“ nicht überzeugen. Die Charaktere machten mir das Lesen nicht leicht und der Schreibstil tat sein übriges. Die Idee hinter „Numbers“ finde ich sehr gut und ich hätte mir einfach mehr gewünscht. Wem ich „Numbers“ empfehlen kann weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Die Einfachheit der Handlung macht das Paket zum Lesespaß für Jugendliche, allerdings ist die Brutalität und die Auswahl der Themen nicht unbedingt für Jugendliche gedacht.

Reiheninfo:
Teil 1 – Den Tod im Blick
Teil 2 – Den Tod vor Augen
Teil 3 – Den Tod im Griff

Drei Wünsche hast du frei – Jackson Pearce

Klappentext:
Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie wünscht sich nichts mehr, als wieder glücklich zu werden – und beschwört so ver­sehentlich einen Dschinn herbei. Er ist jung, er sieht gut aus … und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend. Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört …


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Titel: Drei Wünsche hast du frei
Autor: Jackson Pearce
Verlag: Knaur
Seiten: 288
ISBN: 978-3426507339
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Viola ist nach der Trennung von Lawrence am Boden zerstört. Nicht nur, dass er mit ihr Schluss gemacht hat, nein, Lawrence ist schwul und hat sich erst geoutet als Viola ihr erstes Mal mit ihm verbringen wollte. Seitdem hat Viola nur einen Wunsch, sie möchte sich wieder vollständig fühlen und diesen Wunsch möchte ihr nun Dschinn erfüllen …

Schreibstil:
Der Still von Jackson Pearce gefällt mir gut, allerdings weiß ich nicht, wie sehr Christine Gaspard (Übersetzerin) ihre Finger im Spiel hatte. Die Geschichte ist in sich zwar schlüssig, aber leider sehr vorhersehbar. So ist bereits zu Beginn des zweiten Kapitels klar wohin die Reise geht und Spannung kommt im ganzen Buch nicht auf. Dennoch lässt sich die Geschichte um Viola, Dschinn und Lawrence sehr gut und flüssig lesen und der Ausdruck ist typisch für einen amerikanischen Teenie-Roman.

Charaktere:
Viola ging mir sofort auf den Keks. Nur, weil ein Jugendfreund nicht zum Freund wird, muss Mädchen sich nicht so gehen lassen. Natürlich ist es nicht schön, wenn man verlassen wird, aber dies geschah ja nicht aus einem schlimmen Grund und die beiden hängen dennoch jeden Tag zusammen rum.

Lawrence gefiel mir viel besser und zeigte Stärke indem er sich outete. Schade, dass darüber nicht mehr geschrieben wurde, es hätte mich interessiert.

Dschinn, mein Liebling. Als er auftauchte wollte ich mehr und ich fand seine Entwicklung sehr schön. Ein toller Charakter, der wahrlich in diese Geschichte gehört.

Cover:
Das Cover ist märchenhaft schön und passt zur Geschichte.

Fazit:
Ein Buch für Mädchen / junge Frauen, welche sich auf eine märchenhafte Reise begeben möchten in der es um die Kraft der Liebe geht. Mich konnte die Geschichte aufgrund der schwachen Protagonistin und der Vorhersagbarkeit nicht überzeugen und daher vergebe ich nur 3 Sterne.