Willkommen in Hawks – Juliane Käppler

Klappentext:
Charlotte Engel ist mit Leib und Seele Großstadtkind. Allzu unangenehm ist da die Vorstellung, ihr geliebtes München zu verlassen, um ein ganzes Jahr in einem ausgestorbenen Kaff namens Hawks in Michigan zu leben. Da Charlotte aber nun einmal Charlotte ist, stellt sie sich der Herausforderung – nicht ahnend, dass die kommende Zeit alles verändern wird.


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Titel: Willkommen in Hawks
Autor: Juliane Käppler
Verlag: books2read
Seiten: 321
ASIN: B00IZAEXGE
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Charlottes Eltern, beide Geologen, tummeln sich in Tibet und somit bleibt der 17-jährigen kein anderer Ausweg als sich für ein Jahr bei ihrer Großmutter in Hawks einzuquartieren. Aus dem Auslandsjahr wird eine turbulente sowie spannende Reise, die Charlotte und ihre Umwelt so nie vorhergesehen hätten …

Schreibstil:
Ich liebe den Schreibstil der Autorin! 3 Bücher habe ich bisher von der gefühlvollen Thüringerin gelesen und ich wurde 3-mal in eine wundervolle Welt entführt. Auch hier schafft es Juliane Käppler mich in eine bezaubernde Welt zu entführen und mir Hawks, seine Einwohner und die Gegend näher zu bringen. Eine bildliche Sprache und die Liebe zum Detail merkt man dem gesamten Buch an und machen „Willkommen in Hawks“ zu einem besonderen (Lese-)Erlebnis.

Charaktere:
Charlotte ist eine mutige und selbstständige 17-jährige. Ich muss gestehen, dass ich sie nie so gesehen habe, wie im Buch beschrieben, sondern irgendwie anders. In meinem Kopf sah sie anders aus, aber vom Charakter blieb sie so wie sie sein sollte: eigenständig, selbstbewusst und ehrlich. Ich mochte sie von Anfang an.

Lucy, Charlottes Großmutter, ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Zu Beginn konnte ich sie gar nicht einschätzen und auch später viel es mir schwer zu erahnen wie sie tickt. Trotzdem fand ich ihre Herzlichkeit super sympathisch und hätte gerne noch mehr über sie gelesen.

Cameron, der Nachbar von Lucy, ist ein sehr mystischer und tiefgründiger Charakter der mir immer noch nahe geht. Auch er sah in meinen Gedanken anders, als im Buch beschrieben, aus. Hier kam immer wieder der „weiche Kern mit der harten Schale“ heraus, was mich sehr bewegte und auch immer noch zum nachdenken bringt.

Cover:
Das Cover ist passend zur Geschichte, eventuell zur Botschaft – die ich aus dem Roman heraus lese: Auch in stürmischen Situationen solltest du deinem Herz vertrauen 😉

Fazit:
Ein sehr einfühlsamer, bewegender und besonderer Roman mit viel Tiefgang und Gefühl. Ein Buch, welches mit viel Zeit und Achtsamkeit gelesen werden sollte und für Leser geeignet ist, die zwischen den Zeilen lesen. Mich hat „Willkommen in Hawks“ komplett überzeugt und daher vergebe ich 5 Sterne.

Ich bedanke mich bei Juliane Käppler für das Rezensionsexemplar.

Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik – Patrick Rothfuss

Klappentext:
»Vielleicht habt ihr von mir gehört« … von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot – »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.


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Titel: Der Name des Windes
Autor: Patrick Rothfuss
Sprecher: Stefan Kaminski
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 863 Seiten / 28 Std. 08 Min. (ungekürzt)
ISBN: 978-3608938159
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Begonnen wird in einem Wirtshaus, in dem Kvothe als älterer Mann seine Ruhe als Gastwirt sucht. Eines Tages taucht ein Chronist auf und der Leser erfährt zusammen mit dem Chronisten die wahre Geschichte um den sagenumwobenen Mann…

Stil:
Der Schreibstil ist für einen Debütroman in Ordnung, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Die Geschichte hat, für mich, keinen Richtigen Spannungsbogen, sondern ist eher flach bis langatmig. Zwischenzeitlich schafft es Rothfuss eine gewisse Spannung zu kreieren, aber nach wenigen Sätzen ist diese Kreation bereits verblasst oder wirkt zu erzwungen.

Der Erzählstil von Stefan Kaminski ist überhaupt nicht meiner. Er spricht mir zu monoton und wenn er mal die Stimme verstellt, dann ist das ohne Emotionen und dies wirkt einfach nicht.

Charaktere:
Wer Geschichten über Superhelden mag, ist mit Kvothe bestimmt sehr leicht zufrieden zu stellen. Kvothe kann nämlich alles und schafft auch alles. Dies nervte mich total und machte ihn mir unsympathisch.

Dann gibt es noch viele anderen Personen, die alle sehr konstruiert wirken und ein Geheimnis bergen. Dies schafft zu  Beginn natürlich noch Spannung, wirkt aber im Laufe der Geschichte zu abgehakt und zieht das Buch künstlich in die Länge.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Ein geheimnisvoller Mann steht allein in der Welt. Dies passt teilweise zur Geschichte und wirkt mystisch-phnatasievoll.

Fazit:
Als Buch ist „Der Name des Windes“ eventuell noch zu empfehlen, als Hörbuch sehe ich das nicht so. Der Sprecher schaffte es nicht, mich bei Laune zu halten und schläferte mich durch seine Monotonie eher ein. Daher gebe ich dem Hörbuch auch nur 2 von 5 Sternen. Eine Leseempfehlung geht auch nur an eingefleischte Leser von Fantasybüchern raus, die gerne Geschichten mit Superhelden lesen.

Argeneau-Reihe 03: Ein Vampir zum Vernaschen – Lynsay Sands

Klappentext:
Der gut aussehende Vampir Lucern Argeneau schreibt unter Pseudonym historische Liebesromane. Da er die meisten Ereignisse, die er in seinen Romanen beschreibt, selbst erlebt hat, sind seine Bücher sehr erfolgreich. Er besitzt eine große Fangemeinde, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihren Autor einmal persönlich kennenzulernen. Doch Lucern lebt äußerst zurückgezogen und weigert sich, auf Lesereise zu gehen oder Autogramme zu geben, schon allein deshalb, weil für ihn als Vampir das Reisen bei Tag schwierig ist. Doch seine neue Lektorin Kate C. Leever hat es darauf angelegt, den schüchternen Lucern aus der Reserve zu locken – und das um jeden Preis.


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Titel: Ein Vampir zum Vernaschen
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 384
ISBN: 978-3802581724
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der alleinlebende Autor, Lucern Argeneau, versucht alles um seiner nervenden Lektorin zu entgehen, doch Kate lässt nicht locker und bemüht sich sehr, Lucern zu einer Lesereise zu bewegen. Mit Hilfe von Lucerns Mutter gelingt es Kate den mürrischen Autor zu einem Termin zu überreden, doch kann Lucern über seinen Schatten springen und sich seinen Fans und der Liebe hingeben?!

Schreibstil:
Wie immer ist der Stil von Lynsay Sands zum schreien komisch. Ich habe tränen gelacht und konnte mir das komplette Buch bildlich vorstellen. Was die Lacher noch intensiver werden lies.

Charaktere:
Lucern, der schrullige Autor, war von den vorangegangen Bänden bereits bekannt. Daher überraschte seine Art nicht und es machte ihn wahnsinnig sympathisch zu verstehen warum er so verschlossen und zurückgezogen lebt.

Kate ist eine witzige und spritzige Lektorin die ich sofort sympathisch fand. Ihre Art, Lucern aus der Reserve zu locken, war amüsant und lies sie sehr energisch wirken.

Die anderen Familienmitglileder waren ebenfalls bekannt und ich finde es immer wieder erstaunlich das sie immer noch sich selbst treu sind. Jeder zeigt sich wie im ersten Band und durch die Wiederkehr macht es einfach nur Spaß das Buch zu lesen und zu erfahren was aus den anderen Personen geworden ist.

Cover:
Das Cover zeigt ein Getränk mit Herz, was für die geschäftliche Veranstaltung von Kate und Lucern stehen könnte.

Fazit:
Ein witziger dritter Teil, der nach „Eine Vampirin auf Abwegen“ und „Verliebt in einen Vampir“ zum lachen und träumen anregt. Ich habe mich gefreut bekannten Mitgliedern der Familie Argeneau wieder zu begegnen und mit ihnen ein neues Abenteuer zu bestehen. Die beiden ersten Teilen müssen nicht, sollten aber vorher gelesen worden sein um wirklich alles zu verstehen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Ich. Darf. Nicht. Schlafen. – S. J. Watson

Klappentext:
Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?


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Titel: Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
Autor: S. J. Watson
Verlag: Fischer
Seiten: 400
ISBN: 978-3596191468
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Christine wacht jeden morgen ohne ihre Erinnerungen auf. Jeden Tag lernt sie die selben Dinge über sich kennen – wer ihr Mann ist, was sie den Tag über macht – nur um es am nächsten Tag wieder zu hören. Sie fängt an Tagebuch zu schreiben, um wenigsten eine Konstante in ihrem Leben zu haben, doch was ihr das Tagebuch offenbart hätte sie nie erwartet …

Schreibstil:
S. J. Watson hat einen angenehmen Stil und Ausdruck. Das Buch lässt sich dadurch gut und flüssig lesen. Die Spannungskurve ist vorhanden aber kann nicht kontinuierlich gehalten werden.

Charaktere:
Christine ist eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Trotz ihrer schweren Krankheit versucht sie alles, um trotzdem wieder Leben zu können. Der Kämpferwillen von ihr ist beeindruckend und machte sie mir sympathisch.

Ben, der Ehemann von Christine, ist ein Idiot. Ich mochte ihn von der ersten Seite an nicht und auch die Entwicklung zeigte das Ben ein sehr gestörter Mensch ist. Er passte aber wunderbar ins Bild und zeigt auch wie schwer es ist, sich mit einem geliebten Menschen in einer schwierigen Situation zurechtzufinden.

Dr. Nash, Christines Arzt, ist irgendwie eine komische Figur gewesen. Er gab sich zwar Mühe, hat aber seine Schwächen, die nicht sein dürfen. Er hätte nicht alles glauben dürfen was er selbst von Christine erfährt, sondern selbst mehr Interesse an ihrem Fall zeigen sollen. Ich konnte ihn nicht greifen und wollte keine Verbindung zu ihm aufbauen.

Cover:
Das Cover ist mit einem Schmetterling versehen, welches auf den „Schmetterlingseffekt“ hinweisen kann. Dieser besagt, dass eine kleine Abweichung langfristig ein ganzes System verändern kann. Ich finde dieses Spiel zwischen Metapher und Cover gelungen.

Fazit:
Für ein Debüt ist das Buch sehr gut, allerdings sind die Tagebucheinträge teilweise zu lang und zu detailiert. Dadurch verliert der Thriller an Glaubwürdigkeit. Wer darüber hinwegsehen kann, hat mit „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ einen guten Thriller in seinen Händen. Mich hat die Länge und teilweise die verlorenen Spannung gestört, daher vergebe ich nur 3 Sterne. Ich empfehle das Buch aber trotzdem an Thrillerfans und an Leser, die sich mit dem Thema Amnesie beschäftigen möchten.

Seelen – Stephenie Meyer

Klappentext:
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Sogenannte Seelen haben sich in den menschlichen Körpern eingenistet und ihre Kontrolle übernommen. Nur wenige Menschen sind noch frei und leisten Widerstand, so wie Melanie. Als sie gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft gegen die Verdrängung aus ihrem Körper – und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Die Suche nach Jared, Melanies Geliebtem, wird dadurch nicht gerade einfacher, vor allem, weil auch Wanda nach und nach Gefühle für ihn entwickelt.


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Titel: Seelen
Autor: Stephenie Meyer
Verlag: Carlsen
Seiten:912
ISBN: 978-3551310361
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Kleine Außerirdische, sogenannte Seelen, haben sich in den Menschen eingenistet und bewohnen nun deren Körper. Der eigentliche Mensch wird von den Seelen verdrängt, bis auf Melanie. Sie lässt sich von ihrer „Seele“ Wanda nicht beherrschen. Melanie und Wanda schließen Kompromisse und versuchen das unmögliche …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Stephenie Meyer ist, wie gewohnt, flüssig und gut zu lesen. Trotz der vielen Seiten hatte ich das Buch relativ schnell durchgelesen 😉 Der Ausdruck ist klassisch und mit viel Herzschmerz.

Charaktere:
Melanie ist ein zäher und kräftiger Mensch. Sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft für ihre Ziele und Wertvorstellungen. Ich mochte sie und habe teilweise gelitten als sie es nicht schaffte, sich gegen Wanda durchzusetzen.

Wanda, oder auch Wanderer, ist ein interessantes Geschöpf. Die kleine Seele ist sehr altruistisch und daher gewöhnungsbedürftig. Sie verabscheut Gewalt und versucht eher ihre Widersacher zu retten, als sie endlich loszuwerden. Diese Einstellung finde ich gut und wertvoll, aber auch beängstigend. Wanda trägt sooft Wunden (körperlich und seelisch) aus gewissen Szenen hervor, dass ihre Haltung schwer nachvollziehbar ist. Trotzdem fand ich ihre Art sehr sympathisch.

Cover:
Das Cover des Taschenbuches ist witzig. So leuchtet der „Seelenring“ im Auge, wenn das Licht auf diesen fällt. Eine schöne Lösung!

Fazit:
Ein spannendes Buch mit viel Herzschmerz und Aktion. Was würde passieren, wenn sich Wesen in unseren Köper einnisten und uns steuern, gar aus unserem eigenen Körper verdrängen können? Ich finde, dass Stephenie Meyer eine schöne Antwort gefunden hat und auch die Geschichte der Aliens kommt dabei nicht zu kurz. Von mir gibt es volle 5 Sterne. Das einzige Manko war zwar das unhandlich dicke Buch, aber dafür kann ich wohl keinen Stern abziehen. Ich empfehle Seelen an Leser von Si-Fi, Dystopien, Fantasy und Herzschmerz.