[Abgebrochen] Aector-McAvoy 01: Sterbensangst – David Mark

Klappentext:
Aector McAvoy ist Polizist. Ein guter Polizist. Und er muss einen Mörder jagen. Seit Wochen versetzt der die abgelegene nordenglische Küstenstadt Hullin in Angst und Schrecken. Niemand ahnt, wann er wieder zuschlagen wird, welches Opfer er wählen wird. Aber dann beginnt McAvoy zu verstehen. Erfolgt einem Mann, der eine Mission hat: Er will Gerechtigkeit. Um jeden Preis. McAvoy ist ihm auf der Spur – und riskiert dabei alles: seinen Job, seine Familie, sein Leben …


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Titel: Sterbensangst
Autor: David Mark
Verlag: Ullstein
Seiten: 352
ISBN: 978-3548284330
Meine Bewertung:
1 Stern – gefällt mir gar nicht

Ich muss gestehen, dass ich wohl zu früh abgebrochen habe um etwas aussagekräftiges zu diesem Buch zu schreiben. Mein Grund dieses Werk nicht weiter zu lesen, war meine Abneigung gegen den Schreibstil oder die Übersetzung, wer weiß …

Die Geschichte ist im Präsens (Gegenwart) gehalten und wird vom allwissenden Erzähler erzählt. Ich mag Geschichten, die im Präsens geschrieben sind nicht sonderlich gern und wenn doch, dann müssen sie packend sein, mich fesseln und dermaßen Kopfkino verursachen, dass ich es liebe in dieser (geschichtlichen) Gegenwart zu verweilen. Und genau dies ist hier nicht der Fall 🙁

Auch gruselig: „Er öffnet die Tür. Man sieht einen großen Raum mit bunten Fliesen.“ Wer ist denn „man“? „Er“ ist doch allein dort! Diese Distanzierung oder ist es gar das Einbeziehen des Lesers (?) geht gar nicht!

Fazit:
Ein Buch, welches ich nicht empfehlen kann. Ein Schreibstil der an einen Schulaufsatz erinnert und wirr ist sowie ein Autor, der nicht auf den Punkt kommt. Daher 1 Stern.

Miss Peregrine 01: Die Insel der besonderen Kinder – Ransom Riggs

Reiheninfo:
Die Insel der besonderen Kinder
Die Stadt der besonderen Kinder
Die Bibliothek der besonderen Kinder
Der Atlas der besonderen Kinder
Das Vermächtnis der besonderen Kinder
Die Zukunft der besonderen Kinder

Klappentext:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind… Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern – bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt. Jacob findet ihn tödlich verwundet in einem kleinen Wald – und meint für einen kurzen, schrecklichen Moment, ein Monster im Unterholz zu sehen. Seine Eltern und ein Psychiater versichern ihm, dass er sich dies nur eingebildet hat, und schließlich ist Jacob bereit, ihnen zu glauben. Doch dann beginnen sich die Hinweise darauf zu mehren, dass Abrahams Schauergeschichten möglicherweise alles andere als erfunden waren. Gibt es auf einer Insel vor der Küste Englands vielleicht immer noch ein Heim für „besondere“ Kinder? Jacob macht sich auf die Suche danach und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt…


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Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: audible GmbH
Länge: 11 Std. 07 Min. (ungekürzt)
ASIN: B0083JAWZ8
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir
nicht

Ich mag die Stimme von Simon Jäger, ich finde sie klingt immer wieder toll und vermittelt Spannung. Ich wollte bei jedem Hörbuch, welches er liest, nie aufhören zu hören, bis ich dann die Insel der besonderen Kinder hörte …

Jacob hört immer wieder Geschichten von seinem Großvater. Doch es sind nicht nur Jugendgeschichten, sondern außergewöhnliche Schilderungen, die Jacob schnell als Phantasterei abtut. Bis sein Großvater bestialisch von einem Wesen – welches Jacob noch nie gesehen hat und welches auch gar nicht existieren dürfte – getötet wird. Jacob geht den letzten Worten seines Großvaters nach und findet die Insel der besonderen Kinder und somit das Leben, von dem sein Großvater immer berichtet hat …

Klingt spannend, aber ist so langwierig und so lustlos geschildert, dass ich überlegt habe das Hörbuch abzubrechen. Aber irgendwie wollte ich auch wissen wie es weitergeht. Also habe ich meinen iPod auf „schneller abspielen“ gestellt und das Hörbuch zog sich nicht mehr ganz so in die länge. Ich bin immer noch am Überlegen ob es Jäger war, der das Buch so in die Länge gezogen hat oder ob Riggs nicht schreiben kann 🙁 es passierte in den ersten 2 Stunden (von 11) einfach gar nichts. Jacob war so unfertig und auch die anderen Charaktere konnten mich nicht fesseln. Ich dachte immer nur „und was ist jetzt mit der Insel? – Was ist mit den Kindern?“

Auch dies wurde mir dann erklärt (in Stunde 9), eher schlecht als Recht und dann hätte das Buch auch aus sein können. Alle Fragen wurden beantwortet und gut. Doch nicht genug, es wurde noch ein Cliffhanger geschaffen, damit man sich den zweiten Teil der Reihe besorgt. Ganz ehrlich: NEIN! Wer es nicht schafft, dass ich das Buch in normaler Geschwindigkeit höre und mich immer wieder zum Kopfschütteln bringt, der kann mir mit dem zweiten Teil gestohlen bleiben.

Fazit:
Eine teilweise vorhersehbare und dann auch wieder konfus-inszenierte Geschichte, die mich nicht begeistern konnte. Charaktere mit Charakterschwächen und einer Gutgläubigkeit, die ich lange nicht mehr erlebt habe. Von mir gibt es keine Hörempfehlung und ich vergebe nur 2 Sterne.

Das Schlimmste aber war der Judenstern – Helen Waldstein Wilkes

Klappentext:
Prag, 15. März 1939: Deutsche Truppen marschieren in die Tschechoslowakei ein, Hitler steht auf der Prager Burg. Am selben Tag, buchstäblich in letzter Sekunde, bekommen Helens Eltern Edmund und Gretl den entscheidenden Stempel in ihr Ausreisevisum gedrückt: `Genehmigt!´. Beginn einer Odyssee, die die junge jüdische Familie nach Kanada verschlägt. In Europa herrscht Krieg. In den Briefen aus der Heimat erfahren sie vom Schicksal ihrer Verwandten. Die Briefe werden weniger. Bald kommt keiner mehr. Helens Eltern beginnen zu schweigen. Jahre später entdeckt Helen Waldstein Wilkes die Briefe in einer zerschlissenen Pappschachtel. Verzweifelte Briefe. Sie liest, findet Fotos. Sie entdeckt eine verschwundene Welt. Und macht sich schließlich mit vielen Fragen und großer Hoffnung im Gepäck auf den Weg nach Europa.


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Titel: Das Schlimmste aber war der Judenstern
Autor: Helen Waldstein Wilkes
Verlag: Osburg Verlag
Seiten: 280
ISBN: 978-3955100438
Meine Bewertung: 5 Sterne – Leseempfehlung

Eine Rezension zu einer wahren Geschichte zu schreiben ist immer schwer. Noch schwerer ist es, wenn das Buch so gut war, dass einem die Worte fehlen. Und genauso geht es mir. Ich habe den Titel gelesen, habe mir das Cover angeschaut und wurde neugierig, auch der Klappentext versprach eine aufrührende Geschichte, dennoch hatte ich irgendwie Angst dieses Buch zu lesen. Ich bin immer sehr emotional und war mir nicht mehr sicher ob das Buch nicht „zu nah“ ist. Als ich es dann doch in den Händen hielt, war ich ziemlich nervös, was erwartet mich beim Lesen? Wie emotional schreibt die Autorin? was haben die Übersetzer aus der Geschichte gemacht? Und dann tauchte ich ein ….

In die Welt von Helen Waldstein Wilkes, wie sie im Alter von 60 Jahren einen Karton mit Briefen ihrer Familie öffnet und wie sie versucht ihre Familiengeschichte zu rekonstruieren. Sie nahm mich, mit ihren Schilderungen und den Briefauszügen, mit in ihr Leben, sie teilte sehr viel mit mir und ich sah ihre Familie vor meinem geistigen Auge auftauchen. Litt, weinte und fühlte mit ihnen. Durch die originalen Abschriften der Briefe war die Bindung so stark zu spüren, dass ich mich teilweise immer wieder distanzieren wollte, aber ich war so versessen auf Aufklärung, dass ich am Ball blieb. Wie muss es erst Helen Waldstein Wilkes ergangen sein?

Der Schreibstil ist sehr gut und passend. Es werden immer wieder Erfahrungen, Begegnungen und Briefe in chronologischer Reihenfolge niedergeschrieben. So wie die Autorin ihre Aufklärungsarbeit begonnen hat, so wird auch der Leser ins Geschehen integriert. Trotz der vielen Übersetzer, im Buch selbst sind 5 angegeben, bleibt die Geschichte authentisch und emotional – sogar sehr emotional – des Öfteren weinte ich und hatte Angst, aber auch Zuversicht mischte sich in meine Gedanken. Ich kann für mich sagen, dass dies eins der bewegendsten Bücher ist, welches ich je gelesen habe.

Hintergrundinfo:

Es gibt eine Lesereise zum Buch.
Helen Waldstein Wilkes spricht Deutsch und wird bei allen Veranstaltungen vom Verleger Wolf-Rüdiger Osburg begleitet.

Termine der Lesereise:

  • 28.08.2014: 18:00 Uhr: Deutsches Historisches Museum Berlin (öffentlich)
  • 01.09.2014: Lauenburgische Gelehrtenschule Ratzeburg
  • 02.09.2014, 09:30 Uhr: Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe Büchen
  • 02.09.2014, 20 Uhr: Pfarrei St. Answer Ratzeburg (öffentlich)
  • 03.09.2014: Anne-Frank-Schule Barkteheide
  • 03.09.2014: Synagoge Bad Segeberg (öffentlich)
  • 04.09.2014, 19 Uhr: Gesellschaft für Christich-Jüdische Zusammenarbeit Lübeck (öffentlich)
  • 05.09.2014: Waldorfschule in Ostholstein

 

Ich bedanke mich beim Osburg Verlag für das Rezensionsexemplar.