Grimms Manga Sonderband

Inhalt:
Anike Hage: Der alte Sultan
Anna Hollmann: Rumpelstilzchen
Misaho Kujiradou: Dornröschen
Mikiko Ponczeck: König Drosselbart
Inga Steinmetz: Brüderchen und Schwesterchen
Luisa Velontrova: Frau Holle
Nina Werner: Aschenputtel
Reyhan Yildirim: Die Bremer Stadtmusikanten


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Titel: Grimms Märchen Sammelband
Seiten: 208
Verlag: Tokyopop
ASIN: B00TXM8IDW
Meine Bewertung: 3 Sterne 

Meine Meinung:
Für diejenigen, welche noch nie einen Manga in der Hand gehalten haben: Es ist ein japanisches Comic, welches von hinten nach vorne und von oben nach unten gelesen wird. Soweit so gut, allerdings bin ich der Meinung, dass es bei einem E-Book absolut schwachsinnig ist. Ich öffne das Buch und muss erstmal über 200 Seiten blättern um dann später alles wieder zurück zu blättern – das hätte man definitiv bei der Erstellung anders lösen können. Schade ist auch, dass viele Zeichnungen in Farbe abgedruckt sind – was mein Reader leider nicht darstellen kann (auf dem PC waren die Bilder gut erkennbar). Die schwachen Schraffuren bei einigen Zeichnungen waren ebenfalls schwer erkennbar, dafür gab es auch Seiten, welche zu 3/4 schwarz waren. Daher empfehle ich den Manga eher auf dem PC oder einem guten Reader – welcher Farbe anzeigen kann – zu lesen. Der Inhalt selbst ist gut. So werden 8 bekannte Märchen der Gebrüder Grimm umgesetzt und auf ihre eigene Art zu neuem Leben erweckt.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, es sieht nach einem alten Buch aus, welches durch die gezeichneten Figuren zum Leben erwacht.

Fazit:
Eine schöne Idee, alte Märchen neu einzukleiden und so auch eine andere Zielgruppe anzusprechen. Mir persönlich hat das Lesen aufgrund oben genannter Punkte nicht so recht Freude bereitet. Daher vergebe ich nur 3 Sterne und empfehle eher die Printversion.

Der Tod der Märchenmacher – Thomas Weber

Klappentext:
Freddy, von seiner Freundin Melissa frisch abserviert, bleibt wenig Zeit, seine Tränen zu trocknen. Ausgerechnet das unattraktivste Mädchen der Schule, Cindy Crow, bittet um seine Hilfe. In ihrer Hand hält sie ein unvollendetes Märchen der Gebrüder Grimm, in dem sie die Prinzessin sei, und er der große Held mit blondem Haar, dazu auserkoren, das Märchen so enden zu lassen, wie sie alle enden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Freddy hält Cindy für verrückt, doch als ihn kurz darauf ein sprechender Wolf anlacht, glaubt er sich in einem Traum wiederzufinden. Doch Taro, Wolfis Frauchen, hat ein größeres Problem: Die schwarze Kutsche ist unterwegs und gruselige Gestalten haben Taros Großmutter entführt. Die Märchenwelt ist in Gefahr und droht unterzugehen! Besitzt Freddy doch das besondere Etwas, das Helden zu Helden macht? Ein märchenhaft witziges Abenteuer!


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Titel: Der Tod der Märchenmacher
Autor: Thomas Weber
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 380
ISBN: 978-3931989651
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Freddy, der typisch flapsige 15-jährige Junge von nebenan ahnt nichts böses, als ihn die unansehnliche Cindy anspricht und ihn um Hilfe bittet. Freddy, der gerade von seiner Freundin Melissa abserviert wurde, möchte sich zumindest anhören was Cindy wünscht, doch als diese ihm erzählt sie sei eine verwunschene Prinzessin und aus einem Märchen entsprungen kann Freddy dies nicht glauben und beginnt zu recherchieren …

Schreibstil:
Der Debütroman von Thomas Weber ist flott, imposant und sehr umfangreich. So erinnerten mich viele Szenen an altbekannte Märchen wie Hänsel und Gretel, Schneewittchen, Hans im Glück gefolgt von neumodischen Geschichten wie Fluch der Karibik und Herr der Ringe bis hin zu Sagen und Geschichten von Romulus und Remus, König Arthur, Camelot, Cäsar und so weiter. Dies dann alles auf knappe 400 Seiten zu packen ist stolz und wirkt teilweise sehr hektisch. Dazu kommt ja dann noch die eigentliche Geschichte von Freddy, die sich zwar wie ein roter Faden durch die Epochen zieht aber dennoch nicht ausgereift erscheint. Viel mehr liegt das Augenmerk in der Aktion, dem Kampf zwischen Gut und Böse und nicht im Fokus der Figuren, was ich sehr schade finde. Zu Beginn fand ich die Reise von Freddy und seiner märchenhaften Begleitung spannend, aber mit der Zeit ging diese durch die vielen Begegnungen mit dem Bösen unter, es wurde zur Gewohnheit, dass alles gegen Freddy war und es war dann auch normal, dass er einen Weg heraus fand.

Sehr gelungen sind die Bilder, sie sehen handgezeichnet aus, die jedes Kapitel einläuten und einen kleinen Vorgeschmack auf das Geschehen liefern.

Charaktere:
Freddy war mir zu flapsig. Natürlich ist ein 15-jähriger Junge aus der heutigen Zeit sehr aufgedreht und plappert komisches Zeug, aber auch er sollte wissen, dass in einer anderen Zeit andere Regeln herrschen.

Taro sowie Wolfi – die beiden Märchengestalten, welche Freddy auf seiner Reise begleiteten – gefielen mir besser aber auch hier war es mir zu viel. Taro, die mich stark an ein Schwert schwingendes Rotkäppchen erinnerte und Wolfi der viel zu schelmisch war, gingen mir irgendwann auch auf den Keks.

Cindy, von der ich mir viel erhofft hatte, trat leider nur in einer kleinen Nebenrolle auf. Aber auch hier fehlte mir das gewisse etwas.

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und absolut passend zur Geschichte!

Fazit:
Eine sehr rasante Geschichte, welche mich oft zum schmunzeln brachte und mir Märchen, Sagen und Geschichten wieder ins Gedächtnis rief. Allerdings alles zu schnell, zu viel und zu flapsig, daher vergebe ich nur 3 Sterne. Eine Leseempfehlung gibt es von mir dennoch, denn dieser Mix ist lesenswert und besonders interessant für Leser, welche gerne Geschichten über epische Schlachten / Gut gegen Böse / Freundschaft / Mut / Zusammenhalt lesen möchten.

Ich bedanke mich beim Drachenmond Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ewiglich … Dornröschen? Kiss my ass! – Olga A. Krouk

Klappentext:
Wann hat dieser bescheuerte Prinz es nur geschafft, aus Was für ein aufgeblasener Vollidiot ein Der hat was … zu machen? Möge der Kelch an mir vorübergehen. Ich bin doch überhaupt kein Typ für diesen Der hat was … -Unsinn! Ly chaotisch, fast 16 und ungeküsst ist stolze Gründerin einer Heavy-Metal-Band und so ganz und gar nicht zur Prinzessin geeignet. Bis sie sich im Körper einer Königstochter wiederfindet. Mit den schönsten Mädchen der Märchenwelt soll sie nun um das Herz des hiesigen Prinzen kämpfen. Damit hat Ly allerdings wenig am Hut. Von ihrer rockigen und rosarot-untauglichen Art bekommt nicht nur der Zeremonienmeister einen Blutsturz, damit haut sie auch den glorreichen Prinzen glatt von seinem edlen Gaul weg. Intrigen, Flüche (uralte und What the f*** ) sowie zerronnene Wimperntusche stehen prompt an der Tagesordnung. Wird Ly den Weg zurück in ihren Körper finden, der allem Anschein nach in einen hundertjährigen Schlaf gefallen ist?


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Titel: Ewiglich … Dornröschen? Kiss my ass!
Autor: Olga A. Krouk
Verlag: U-Line
Seiten: 176
ISBN: 978-3944154305
Meine Bewertung:
5 Sterne – gefällt mir
sehr

Inhalt:
Ly findet sich in einem Leben wieder, welches sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht kannte. Gerade saß sie noch am Frühstückstisch und nun, keinen Augenblick später, wird sie von einer wütenden Dornenhecke angegriffen und eine eigenartige, alte Frau schreit ihr entgegen, dass sie doch tot umfallen soll. Doch Ly wäre nicht Ly, wenn sie nicht für alles einen Ausweg hätte und so kämpft sich die 16-jährige Rockerin durch und erlebt eine aufschlussreiche Zeit im Märchenland.

Schreibstil:
Hier zeigt Olga A. Krouk ein ganz neues Bild. Diese Art ihrer Schreibe kannte ich bisher nicht und ich muss wirklich sagen, dass mir der Duktus sehr gefällt 🙂 der recht jugendliche Sprachgebrauch mit rockigen Ausdrücken passt super zum Buch und die Themen, die angeschnitten werden, sind super! Hier werden wirklich Teens sowie junge Erwachsene abgeholt und in eine märchenhafte Realität entführt.

Charaktere:
Ly ist toll. Von der ersten Seite an konnte ich mit ihr fiebern und mich sofort mit ihr identifizieren. Ich mochte ihre flotte Art und wie sie mit den Dingen umgeht.

Der Prinz – ein so toller Prinz *schwärm* ich konnte ihn bildlich vor mir sehen und fand die Art, wie er mit Ly umgegangen ist so ritterlich, ein so toller Typ *schmelz dahin*

Besonders gefallen hat mit der Papa von Ly. Eine ganz tolle und rührselige Person. Aber das waren sie irgendwie alle 😳

Cover:
Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Das Buch gibt es in schwarz und in weiß zu kaufen und, wenn man auf der Verlagswebseite bestellt, auch mit passendem T-Shirt.

Fazit:
Eine wundervolle Geschichte für jung und alt mit Bezug zu aktuellen Themen der Jugend sowie Medien – verstaubt sollte man also für dieses Buch nicht sein 😉 mir hat das Buch sehr gut gefallen, tolle Charaktere, schöner Plot, herzhafte Lacher, dafür gibt es volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Märchen einmal anders erleben wollen.

Ich bedanke mich bei Olga A. Krouk für das Rezensionsexemplar.

Zwischen Schnee und Ebenholz – Ann-Kathrin Wolf

Klappentext:
Mit dem Auftauchen des ungewöhnlich jungen und viel zu attraktiven Referendars William Grimm an ihrer Schule scheint das Leben der 17-jährigen Alexandra White auf einen Schlag ein anderes zu werden. Nicht genug, dass ihre Großmutter als Märchenerzählerin arbeitet und Alexandra dank ihrer blassen Haut »Schneewittchen« genannt wird, auf einmal verfolgen sie die Erzählungen bis in den Unterrichtsstoff hinein – und darüber hinaus. Denn wer sind die Zwillinge Lukas und Gabrielle, die auch neu an ihrer Schule sind? Und warum riecht es plötzlich überall nach Wolf? Ehe sich Alexandra versieht, befindet sie sich in ihrem eigenen Märchen, nur ist das Happy End noch lange nicht in Sicht…


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Titel: Zwischen Schnee und Ebenholz
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Verlag: Impress
Seiten: 280
ASIN: B00O8NIGS8
Meine Bewertung:
2 Sterne – gefällt mir nicht

Ich liebe Märchen! Ich habe sämtliche Märchenbücher in sämtlichen Ausführungen und natürlich durfte dort ein Buch in dem es irgendwie um Märchen geht nicht fehlen und dann hat es mir leider nicht gefallen 🙁

Inhalt:
Alex White und Lilly Hunt – Schneewittchen und der Jäger (schönes Wortspiel) – gehen in die selbe Klasse. Alex wird gemobbt und Lilly hilft ihr. Auch als Alex immer wieder unter Alpträumen leidet und sich ihr Leben dramatisch verändert ist sie nie allein, aber warum passiert dies alles ?!

Schreibstil:
Ann-Kathrin Wolf ist mit ihren 25 Jahren noch recht jung und hat mit ihrem ersten Roman ein schönes Debüt geschaffen. Leider erinnerte mich der Schreibstil eher an einen Schulaufsatz. Es gibt viele Wortwiederholungen und es wirkt alles irgendwie gekünstelt (die Figuren sind zu blass, es gibt viele Klischees). Der Ausdruck ist einfach und für ein Jugendbuch passend, allerdings wirkt alles zu gewählt. Die Formulierungen sind zu steif und für mich ein absolutes No-Go: Die Geschichte wird vom allumfassenden Erzähler erzählt und dies auch noch im Präsenz 😕

Charaktere:
Alex und Lilly kommen praktischerweise aus einem englischsprachigen Land, sonst wäre es einfach unpassend mit den Nachnamen geworden, denn die Geschichte spielt in Deutschland. Andere Charaktere haben wiederum deutsche Nachnamen – die Idee dahinter finde ich gut, aber irgendwie unpassend umgesetzt. Dann gibt es noch den Supersportler und die Obertussi – ähm, sagen wir es so: Alle Charaktere hatten viel Klischee, aber wenig was wirklich in meinem Kopf geblieben ist und auch nichts was sie mir sympathisch machte. Das ist immer schade 🙁

Cover:
Das Cover ist Top und machte mich neugierig auf den Inhalt.

Fazit:
Ein Debüt, welches mit viel Detailtreue erstellt wurde. Ein passendes Cover und vor jedem Kapitel wurde ein passendes Zitat aus einem Märchen vorangestellt. Die Idee der Geschichte ist toll, aber an der Umsetzung mangelte es aufgrund der Schreibweise und der Charaktere. Die Geschichte ist der Beginn einer Duo- oder Trilogie.

Ich bedanke mich bei Impress für das Rezensionsexemplar.

Der geheime Name – Daniela Winterfeld

Klappentext:
Rumpelstilzchen wollte das Kind der Königin. Er bekam es nicht. Jahrhunderte später schließt ein anderes Wesen seiner Art einen neuen Pakt – und wird ebenfalls betrogen. Seitdem sucht es unablässig nach dem Kind …

Seit sie denken kann, ist Fina mit ihrer Mutter auf der Flucht. Doch jetzt, mit 19, will sie endlich ein richtiges Zuhause finden und zieht zu ihrer Großmutter, die am Rand eines düsteren Moores lebt. Das Moor fasziniert Fina vom ersten Moment an – genau wie der geheimnisvolle Junge, der dort lebt. Weder Fina noch der Junge ahnen, dass sie beide nur Figuren in einem Spiel sind, das dem betrogenen Wesen endlich seinen Lohn bringen soll …


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Titel:  Der geheime Name
Autor: Daniela Winterfeld
Verlag: Knaur
Seiten: 528
ISBN: 978-3426511275
Meine Bewertung:
 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Die Müllerstochter wollte mehr aus ihrem Leben machen und gab dem geheimen Wesen ein Versprechen: Wenn sie von ihm Gold bekäme, würde er ihre erstgeborene Tochter als Gegenleistung erhalten …

Schreibstil:
Ich liebe Märchen! Ich liebe Geschichten, die eine Seele haben und mich sofort in ihren Bann ziehen! Ich liebe es, wenn ich mit den Figuren fühlen kann! Kurz: Ich liebe den Scheibstil von Daniela Wantierfeld! Denn genau dies setzte sie um. Sie entführte mich in eines meiner Lieblingsmärchen (Rumpelstilzchen) und versetzte dies in unsere Zeit. Sie hauchte den Figuren sehr viel Sympathie ein und lies sie vor mir auferstehen. Der Ausdruck war immer passend und bei einigen Szenen grausam bis einfühlsam. Auch ihr Psychologiestudium lies sie wunderbar in die Geschichte einfließen – so regten einige Szenen sehr zum Nachdenken und Verstehen an.

Charaktere:
Fina ist ein starkes Mädchen, welches endlich Klarheit und Verständnis möchte. Ihre Art hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich habe die gesamte Geschichte mit ihr gelitten / geträumt / gelebt.

Der junge aus dem Moor ist einfach nur heiß! Wer hätte sich nicht zu einem unsichtbaren / geheimnisvollen Jungen hingezogen gefühlt? Was ist seine Geschichte und wie wird er sich entwickelt? Dies habe ich mich die ganze Zeit gefragt und eine wundervolle Zeit mit ihm gehabt. Ich werde ihn wohl noch lange in meinem Herzen tragen :o)

„Der Geheime“ ist eine sehr interessante Figur. Er ist nicht nur das Scheusal, sondern auch nur eine Kreatur, geschaffen durch seine Umwelt. Auch wenn er sehr bösartig dargestellt wurde, zeigte er auch angenehme Facetten – zwar nur leicht, aber er hätte sympathisch sein können …

Speziell fand ich Finas Familie und dies ist auch mein einziger Kritikpunkt am gesamten Buch. Es wurde zu wenig geredet, zu wenig gefragt und einfach akzeptiert. Diese Gleichgültigkeit war mir etwas fremd, allerdings wüsste ich auch nicht, wie man die Handlungen anders schreiben sollte um beim Hauptthema des Romans zu bleiben.

Cover:
Das Cover passt so gut zur Geschichte! Ein Blatt, was in der Spiegelung des Wassers leicht verzerrt ist und einen anderen Blickwinkel auf das geschehene zeigt – so deute ich es zumindest 😉

Fazit:
Ein wundervoller Märchen-Thriller, den ich allen Lesern ab 16 Jahren empfehlen würde. Die Geschichte des Rmpelstilzchens, mit brisanten Themen, neu erzählt. Von mir gibt es volle 5 Sterne und ist bis jetzt mein Lesehighlight 2014!