Ein letzter Tanz – Judith Lennox

Klappentext:
Zu ihrem 75. Geburtstag lädt Esme die ganze Familie in das einstige Herrenhaus „Rosindell“ ein. Trotz der traumhaften Kulisse kommt keine feierliche Stimmung auf, zu viele traurige Erinnerungen stecken in den Wänden des alten Gemäuers. Alles begann mit einem Tanz, für Esme der schönste Tanz ihres Lebens: Ausgerechnet Devlin, für den sie schon seit Kindertagen schwärmte, forderte sie auf der Verlobungsfeier ihrer Schwester Camilla auf. Wie glücklich sie damals war! Doch mit dem Tanz nahm eine unheilvolle Liebesgeschichte ihren Lauf, die noch immer in ihrer Familie nachklingt. Bis Esme sich entschließt, dem Fluch ein Ende zu setzen.


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Titel: Ein letzter Tanz
Autor: Judith Lennox
Sprecher: Cathlen Gawlich
Verlag: OSTERWOLD
Länge: 9 Std. 27 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3869522197
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir
nicht

Inhalt:
Eine Familiengeschichte über drei Generationen und das sagenumwobene England. Esme muss erst 75 Jahre alt werden um alles zu verstehen und dann kann sie sowie ihre Familie endlich Frieden schließen …

Stil:
Ich habe ein Buch von Judith Lennox im Schrank und kann mich erinnern, dass ich es damals ganz gut gefunden habe – sonst hätte ich es nicht aufgehoben – also freute ich mich über neuen Stoff dieser Autorin. Leider bin ich mit „Ein letzter Tanz“ nicht warm geworden. Ich weiß nicht ob es an den gefühlten 300 Personen lag oder daran, dass dieses Hörbuch gekürzt war und ich immer dachte: „oh mist, nun habe ich was verpasst! / bin ich eingeschlafen oder haben die den Teil einfach nicht erwähnt? / was ist da gerade passiert?“ Ich konnte der Geschichte zwar irgendwie folgen, aber es war immer so ein fader Beigeschmack und mehr ein zusammen reimen als ein gemütliches zuhören und das fand ich schade. Cathlen Gawlich hat, wie immer, richtig gut gelesen und die Betonung war wieder einmalig!

Charaktere:
Oh man, das waren echt so viele und das hat mir den Einstieg und das gemütliche folgen echt erschwert. Kurz vor Ende des Hörbuches hatte ich die Namen dann aber alle intus 😉 Nur schade, dass mir dann auf den letzten Minuten nicht mehr viel blieb um meine Sympathie an die Figuren zu geben 🙁

Cover:
Das Cover ist so wunderschön und es passt so schön zur Geschichte – die kleine Esme, die vor dem Herrenhaus steht.

Fazit:
Als Buch mag sich „Ein letzter Tanz“ sehr gut lesen, aber als gekürztes Hörbuch ist es einfach nicht zu empfehle. Es gibt zu viele Charaktere und die Handlung scheint zu hüpfen, ein folgen während einer langen Autofahrt oder nur so nebenbei erscheint fast unmöglich, daher gibt es von mir auch nur 2 Sterne. Eine Leseempfehlung bekommt aber das Buch, denn die Geschichte war schon recht interessant, gerade wer auf Intrigen, Missgunst und Neid innerhalb von Familien steht – bzw. sowas gerne liest – kommt hier voll auf seine Kosten.

Die Abtei von Northanger – Jane Austen

Klappentext:
Jane Austens Romane begeistern bis heute Millionen von Lesern. »Kloster Northanger«, ein Jahr nach Austens Tod erstmals erschienen, erzählt die Geschichte der 17-jährigen Catherine Morland. Das Leben und die Liebe kennt sie nur aus der Literatur – bis sie eines Tages dem jungen und lebensfrohen Geistlichen Henry Tilney begegnet. Mit seinen pointiert geschliffenen Dialogen ist Austens Roman zugleich die bezaubernde Geschichte eines Reifeprozesses und eine glänzende Satire auf die Liebes- und Schauerromane der damaligen Zeit.


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Titel: Die Abtei von Northanger
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 336
ISBN: 978-3866473713
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
sehr

Inhalt:
Catherine Morland reist mit Bekannten in den Kurort Bath. Die Trinkhallen, mit ihren wohltuenden Quellen, laden zum verweilen ein. Das herum sitzen scheint eintönig, bis Mr. Tilney gefallen an Catherine findet, aber er ist nicht der Einzige, denn auch eine befreundete Familie – die Thorpes – hat sich in Bath eingemietet und Mr. Thorpe versucht bei Catherine zu landen …

Schreibstil:
Eine so tolle Übersetzung habe ich lange nicht erlebt und ich bin begeistert. Christiane Agricola hat es, für meinen Geschmack, richtig „alt“ übersetzt. Ihre Wortwahl passt perfekt zum alter der Geschichte – so stelle ich mir das zumindest vor. Dennoch ist der Text flüssig zu lesen, wahnsinnig spannend und liebevoll – was sich natürlich auch auf den schönen Schreibstil von Austen zurückzuführen lässt. Das Buch ist mit viel Sarkasmus, Wortwitz und Liebe ein wundervoll mitreißender Roman, der sich trotz der vielen Gefühle auch zu einem kleinen Schauermärchen entwickelte.

Charaktere:
Catherine ist eine tolle Frau. Irgendwie naiv, aber dennoch stark. Sie lebt in ihrer Welt voller Bücher, hat kaum Augen für das reale Leben und dennoch lernt sie immer mehr die Welt kennen. Eine schöne Figur und eine gute Metapher zur heutigen Jugend – wobei ich da das Buch durch digitale Medien tauschen würde.

Henry Tilney ist ein wundervoller Mann 😳 mit seinen Reden verzauberte er nicht nur Catherine sondern auch mich. Die Diskussionen über Bücher, Sprache und Auslegung waren so realistisch, so – ich kann es gar nicht beschreiben – aber es machte einfach Spaß seine Dialoge zu lesen.

Die Familie Thorpe war ein interessanter Haufen von Menschen, die jeder kennt. Gruselig schön 😀

Cover:
Das Cover wirkt alt, mit einem Buch in den Händen hätte mir die Frau besser gefallen.

Fazit:
Ein ganz toller Liebesroman, der einen großen Bezug zur Literatur hat. Ich konnte „Die Abtei von Northanger“ kaum aus den Händen legen und hatte bei jedem Satz das Gefühl die Charaktere sowie ihre Umgebung vor meinem geistigen Auge zu sehen. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für jeden! Denn das Buch beinhaltet alles: Geheimnisse,. Liebe, Bildung, Gefühl, Aktion.

[Abgebrochen] Der geheimnisvolle Garten – Annette Dutton

Klappentext:
Eine Liebe, die nicht sein darf.
Ein Kind, das seiner Mutter entrissen wird.
Eine Frau, die ihre Wurzeln entdecken muss …

Nach dem Tod ihrer Mutter stößt Natascha in deren Nachlass auf ein verwirrendes Dokument. Ihre Familie soll Aborigine-Vorfahren haben? Neugierig geworden, macht sie sich in Australien auf die Suche nach ihren Wurzeln. Sie ahnt noch nichts von jenem dunklen Geheimnis, das dem Leben der deutschen Auswanderin Helene Junker zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen Stempel aufdrückte – und das auch Nataschas Leben eine entscheidende Wende geben wird.


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Titel: Der geheimnisvolle Garten
Autor: Annette Dutton
Verlag: Knaur
Seiten: 560
ISBN: 978-3426511428
Meine Bewertung:
1 Stern – gefällt mir
gar nicht

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ein wahnsinnig tolles Cover und auch die Kapitel und Seitenränder sind wundervoll gestaltet. Überall findet man kleine Blumen und Ranken 😀

Ich liebe Geschichten mit Familiengeheimnissen und hatte mich damals in Kate Mortons „Der verborgene Garten“ verguckt. Das Cover und die Aufmachung erinnern sehr stark an dieses Buch und leider, leider waren meine Erwartungen wahrscheinlich zu groß 🙁 Annette Dutton schrieb einen wirren Prolog, eine wirre Handlung (von1910-2010 und alles immer kreuz und quer) und irgendwie lieblos. Ich fand einfach nicht in die Geschichte hinein. Auch mit den Charakteren konnte ich mich nicht anfreunden, sie blieben mir fremd und auch das, was sie taten, konnte ich nicht nachvollziehen. So stirbt die Mutter der Protagonistin und hinterlässt Briefe. Natascha findet diese und entschließt sich mal schnell für 4 Wochen Urlaub zu nehmen und nach Australien zu reisen um auf den Spuren ihrer Großmutter zu reisen – argh, ne das geht nicht!

Fazit:
Wer noch nicht viele Bücher über Familiengeheimnisse gelesen hat, ist mit diesem Buch gut dabei und kann sich nach Australien entführen lassen. Im Jahre 1910 beginnt die Geschichte mit historischem Hintergrund – auch über die Aborigine wird viel erzählt. Wer allerdings viel liest und die Bücher von Kate Morton kennt, sollte von diesem Buch Abstand nehmen. Mir waren die Charaktere zu langweilig und die Geschichte zu plump, daher habe ich das Buch abgebrochen und bewerte es mit einem Stern.

Emma – Jane Austen

Klappentext:
Emma Woodhouse, eigenwillig, selbstsicher, jung und sehr schön, gehört zu den großen Frauengestalten der Weltliteratur. Scheinbar nur um die andern bemüht, beschließt sie, etwas mehr Schwung in das Liebesleben ihrer Freunde zu bringen. Doch ihre Bemühungen schlagen fehl und führen zu den seltsamsten Verwicklungen. Erst am Ende gelingt die Wendung zum Guten und auch Emma findet ihr Glück in der Liebe.


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Titel: Emma
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 553
ISBN: 978-3866470415
Meine Bewertung:
3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Hauptsächlich geht es um Emma, der so langweilig ist, dass sie ihre Mitmenschen verkuppeln will. Natürlich nicht zu deren besten oder doch ?!

Schreibstil:
Die Übersetzung fand ich gut, zumindest lies sie sich gut lesen. Allerdings hat mir der „Witz“ von Austen gefehlt. Ob es nun an der Übersetzung oder an dem Roman lag, kann ich schlecht beurteilen. Fakt ist: Emma war bis jetzt der schwächste Roman den ich von Austen gelesen habe. Es passiert so gut wie gar nichts. Es werden keine Häuser, Grundstücke oder ähnliches beschrieben, nein es geht einfach nur um Emma und ihre hirnlosen Ideen.

Charaktere:
Emma, gleich in den ersten Sätzen wird sie als intelligent, schön und selbstsicher angepriesen. Nun ja, ich finde sie eher egoistisch und durch ihre langweile, die sie zu haben scheint, handelt sie unüberlegt – was für mich nicht unbedingt etwas mit Intelligenz zu tun hat, sie hatte ja Zeit zum Denken … Ich mochte sie nicht und konnte mich nicht in sie hineinversetzen.
Austen schrieb irgendwo, dass sie mit Emma eine Protagonisten ins Leben gerufen hat, die wohl keiner Leiden mag, außer Austen selbst – nun, dies ist ihr wohl gelungen.

Die anderen Charaktere waren teilweise zu überspitzt gezeichnet, auch hier hatte ich keinen, der mich wirklich überzeugen konnte.

Cover:
Das Cover gefällt mir gut, mich würde interessieren warum es gewählt wurde und ob es nicht zu freizügig erscheint.

Fazit:
Ein Roman, der nur in meinem Regal bleibt damit meine Sammlung vollständig ist. Gefallen hat er mir nicht sonderlich, da ich mit den Figuren nicht zurechtgekommen bin und die Handlung eher langweilig war. Von mir gibt es daher nur 3 Sterne und eine Leseempfehlung ausschließlich für Leser, welche an Klassikern interessiert sind.

Reise nach Edinburgh – Lisa McAbbey

Klappentext:
London 1754: Die junge Samantha Fairfax begibt sich als Mann verkleidet auf eine folgenschwere Reise nach Edinburgh. Wird man ihr auf die Schliche kommen und sie als Frau entlarven? Doch auch die anderen Passagiere der Kutsche scheinen nicht die zu sein, die sie zu sein vorgeben. Befindet sich tatsächlich ein Mörder an Bord? Und warum schaut ihr der elegante Comte so intensiv in die Augen? Eine spannende und gefährliche Reise in ein neues Leben beginnt für Samantha.


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Titel: Reise nach Edinburgh
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: Forever
Seiten: 397
ASIN: B00N2XSP68
Meine Bewertung:
5 Sterne – gefällt mir sehr

Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn nicht wirklich mit der Geschichte klargekommen bin. Das erste Kapitel zieht sich dermaßen, dass ich immer wieder andere Dinge gefunden hatte, mit denen ich mich beschäftigen konnte. Die Vorstellung der ganzen Personen und die wirklichen Geschichten dahinter gingen mir teilweise zu tief und waren mir zu lang. Aber dann dachte ich mir: Es ist ein historischer Roman, wenn ich „alte“ Bücher lesen (Austen, Bronte), dann ist das genauso! Und dann, nach dem ersten Kapitel wurde das Buch flüssiger und lies sich so wundervoll Lesen, dass ich gar nicht mehr aufhören wolle und konnte …

Inhalt:
10 Tage soll die Reise von London nach Edinburgh dauern. 10 Tage, in denen Samuel Hard alias Samantha Fairfax mit 6 anderen Herrschaften in einer Kutsche eingepfercht ist. Erst in Edinburgh kann Sam wieder die sein, die sie ist – aber sind die anderen Reisenden alle ehrlich oder haben auch sie ein Geheimnis?! Eine spannende und kuriose Reise beginnt …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Lisa McAbbey ist detailgetreu, verliebt, mitfühlend und plastisch. Es macht Spaß ihrer Geschichte zu folgen und die Entwicklung der Charaktere mitzuerleben. Zu Beginn der Reise lernte ich die Charaktere kennen und konnte mir, genau wie Sam, eine Meinung bilden, schön war, dass die Reisegesellschaft und der Leser mit der Zeit zusammenwachsen. Alle lernen sich besser kennen und man weiß wie diese oder jene Person reagieren wird. Ich mag sowas, vor allem weil ich dann immer mit raten kann wer was macht und wie sich die ganze Situation verändert 😳 Der Ausdruck ist passend und gehoben.

Charaktere:
Sam ist zu beginn sehr naiv. Sie hat zwar einen starken Willen, kennt aber die Gefahren noch nicht. Dank „Mr. Rüpel“ wächst sie mit ihren Aufgaben und das hat mir sehr gefallen.

Mr. Rüpel ist genial! Obwohl er Henry James heißt, wird er aufgrund seines Benehmens so bezeichnet und es hat hervorragend zu ihm gepasst. Ich mochte ihn irgendwie sofort und dieses Gefühl blieb die ganze Geschichte lang bestehen. Ein ganz toller und einzigartiger Charakter.

Der Comte war die einzige Person, die ich nicht greifen konnte. Seine Geschichte wollte ich nicht glauben, aber ich konnte mir auch keine andere Vorstellen, als sein Hintergrund aufgeklärt wurde war ich überrascht und freute mich, dass ich meinem Gefühl glauben konnte.

Die anderen Charaktere waren interessant und es machte auch hier Freude zu raten, zu erleben und mit ihnen zu lachen.

Cover:
Das Cover ist traumhaft schön! Dieses „künstliche“ alte ist super umgesetzt und lädt zum Träumen ein.

Fazit:
Ein wundervoller historischer Roman, der zu Beginn Längen aufweist aber dann durch seinen Zauber besticht. Romantisch, historisch und spannend bis zur letzten Seite! Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich bei Lisa McAbbey für das Rezensionsexemplar.