Die Eroberung des Normannen – Lisa McAbbey

Klappentext:
Im Jahr 1092 erobert der normannische König William Rufus das unter schottischer Herrschaft stehende Cumbria. Er vertreibt den einheimischen Fürsten und setzt seinen getreuen Gefolgsmann Tancreid de Grande-Île, einen harten und vom Schicksal gezeichneten Mann, als Sheriff ein. Sein Auftrag ist es, Cumbria als Bollwerk gegen Schottland zu befestigen und die barbarischen Einwohner zu folgsamen Untertanen zu machen.

Doch es gibt Widerstand: Eine Gruppe Rebellen hat sich geschworen, die verhassten Normannen aus dem Land zu vertreiben. Cwenburh mac Dolfinn, die jüngste Tochter des vertriebenen Fürsten, schließt sich den Rebellen an und verdingt sich als Schreiberin des neuen Sheriffs, um auf diese Weise an vertrauliche Informationen zu gelangen. Obwohl sich Tancreid und Cwenburh als Feinde gegenüberstehen, besteht zwischen ihnen eine große Anziehungskraft, die sie bald nicht mehr leugnen können. Doch keiner ist bereit, seine Ideale zu opfern und jeder kämpft für seine Seite …


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Titel: Die Eroberung des Normannen
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: Bastei
Seiten: 391
ASIN: B01EIMLKCC
Meine Bewertung: 5 Sterne

Inhalt:
Cwen lebt bei der weisen Frau Ymma im Wald. Dort soll sie zu einer Heilerin ausgebildet werden. Alles scheint in Ordnung, bis die Normannen in Cumbria einfallen und die Welt der Einheimischen durcheinanderbringen …

Schreibstil:
Bereits in ihrem Debütroman „Reise nach Edinburgh“ hat mich der Stil von Lisa McAbbey gefesselt. Hier zeigt sich ebenfalls, dass die Autorin die (Welt-)Geschichte liebt und sich wirklich hinter ihre Romane klemmt. Selbst die Texte zur Recherche ihrer Bücher (nachzulesen auf ihrer Webseite) sind mit viel Herzblut verfasst.

Besonders spannend finde ich, dass Geschichte – richtig erzählt – etwas ganz wundervolles sein kann. Ich weiß nun, was 1092 in Cumbria passiert ist und werde es so schnell nicht wieder vergessen – ob sich nun Liebesgeschichten zwischen Einheimischen und Normannen entwickelt haben, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, aber so ist Geschichte schön, bleibt haften und träumen ist erlaubt 😉

Charaktere:
Ich bin ja so verliebt <3 Lisa McAbbey schaffte es wieder sehr schnell, dass ich mich in ihren Protagonisten Tancreid verliebte und mit ihm alles durchlebte. Ich weinte mit Cwen, fieberte mit Ymma und feixte mit Urse, auch Richart konnte ich schnell in mein Herz schließen. Probleme hatte ich hingegen mit einigen Einheimischen. Natürlich konnte ich den Hass verstehen, der Entfacht, wenn plötzlich jemand ins eigene Land kommt und einem dieses streitig machen möchte, aber alles neue muss nicht schlecht sein – was sich ja glücklicherweise auch so entpuppt hat 😉

Cover:
Das Cover ist wunderschön und passt zur Geschichte.

Fazit:
Eine wundervolle Reise ins Jahr 1092 / 1093 zu Wilhelm II. und den Kampf um Cumbria und Northumbria. Von mir gibt es verdiente 5 Sterne für diesen historischen Roman und eine Leseempfehlung an Geschichtsliebhaber, England- / Schottlandfans und natürlich an Leser, welche gerne Liebesgeschichten lesen.

Ich bedanke mich bei Lisa McAbbey für das Rezensionsexemplar.

Runa – Vera Buck

Klappentext:
Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …


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Titel: Runa
Autor: Vera Buck
Verlag: Limes
Seiten: 609
ASIN: B00XSQDT38
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Bei „Runa“ handelt es sich um einen Tatsachenroman, der auf dem Gelände des französischen Hôpital de la Salpêtrière spielt. Dort arbeitete und behandelte Jean-Martin Charcot (Pathologe / Neurologe) Frauen, welche an Hysterie (heute: somatischen Störungen) litten, mit eher fragwürdigen Methoden. Der (teils) erfundene Kriminalroman hinter den Experimenten um die Salpêtrière ist aber genauso düster und gruselig wie die Untersuchungen in der Vergangenheit der Klinik.

Inhalt:
Jori möchte unbedingt unter Dr. Charcot promovieren und verlässt daher seinen Heimatort in der Schweiz um in Paris an der Salpêtrière zu studieren. Nach drei Jahren hat er allerdings immer noch keine Ahnung worüber er seine Doktorarbeit schreiben möchte und dann taucht eine neue Patientin auf: Runa. Sie ist jung, hat weiße Haut und Haare, spricht nicht, hat unterschiedliche Pupillen und leidet unter seltsamen Anfällen. Jori ergreift seine Chance und möchte Charcot beweisen, dass er, Jori, ein begnadeter Chirurg ist. Er möchte Rune den „Wahnsinn“ aus dem Knopf schneiden …

Schreibstil:
Ich wusste zu Beginn des Buches nicht, dass es sich bei „Runa“ um einen Tatsachenroman handelt und war einfach nur schockiert was sich Vera Buck für Folterinstrumente (für die Behandlung der Hysterikerinnen in der Salpêtrière) ausdachte. Bis ich dann googelte und einige Charaktere sowie die Schauplätze tatsächlich fand und danach stark überlegte ob ich das Buch wirklich weiterlesen wollte. Denn das Grauen, welches die Autorin wahrlich gut schildern konnte, fand genauso statt! Berichte inkl. Fotografieren finden sich zur Genüge! Ich las dann doch weiter, denn nicht umsonst in „Runa“ ein Nr. 1 Bestseller im Bereich der medizinischen Thriller und es wurde dann auch wirklich wieder menschlich. Die Phasen zwischen den Experimenten, das menschliche um den Protagonisten Jori und das grausige um Runa wechselten sich dann so gut ab, dass ich die Geschichte gut lesen und verarbeiten konnte und dabei wirklich einiges zu den damaligen Behandlungsmethoden gelernt habe. Für zart besaitete ist dieses Buch allerdings nicht zu empfehlen, daher lieber erstmal „Charcot“ googeln und dann entscheiden ob dieses Buch für das eigene Gemüt günstig gewählt ist 😉 Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und auch die kleinen Längen, die einige Passagen aufwiesen waren zur Erholung sehr angenehm.

Charaktere:
Runa (Bedeutung: kommt aus dem altnordischen und könnte mit „die Geheimnisvolle“ übersetzt werden) ist eine wundervolle Person, die ich trotz ihrer Anfälle sofort in mein Herz geschlossen habe. Ich hätte sie ebenfalls gerne adoptiert um ihr alles zu ermöglichen oder zu geben was sie benötigt. Ihre Geschichte ist furchtbar und ich muss ehrlich zugeben, dass ich ein paar Tränen verdrückte.

Jori, der junge Student, war mir zu Beginn sehr unsympathisch. Wie kann ein Mensch bei den Experimenten von Charcot zusehen und das auch noch toll finden? Als er später erkannte, wie brutal die Experimente wirklich waren und sich von seinem Mentor abwandte wurde er mir sympathisch. Wer aus seinen Fehlern lernt, kann kein schlechter Mensch sein!

Was soll ich zu Personen sagen, welche wirklich lebten? Charcot, Babinski, Luys, Bleuler – alle waren auf eine Art unsympathisch (wobei ich Babinski noch sehr interessant fand), aber ggf. wussten sie es nicht besser? Ich kann nicht urteilen oder bewerten, wenn ich die Hintergründe nicht kenne. Waren es wirklich die, die über Leichen gingen um die Medizin voranzutreiben oder machte es ihnen Freude Menschen, im Namen der Wissenschaft, zu quälen? Was veranlasst Menschen sich über andere zu stellen und so zu handeln? Anders gesehen: hätten sie dies damals nicht gemacht, wo stünden wir dann mit unseren Behandlungen in der heutigen Zeit?

Cover:
Ich war mal wieder „Cover-Käufer“ und daher muss es wohl gut sein. Die großen Buchstaben die Perlen, was auch immer mir dieses Cover sagen möchte, die Aufmerksamkeit hat es definitiv bekommen.

Fazit:
Ein ganz krasses Buch über die Zeit an der französischen Salpêtrière, welches mich teils schockiert und wieder fasziniert (je nach Thema) zurückließ. Eine Geschichte über die Medizingeschichte mit einem spannenden Krimi verflochten.

Flötenzeit – Nikola Hotel

Klappentext:
Kann man sich in einen Mann verlieben, der seit neunzig Jahren tot ist?

Julia erbt überraschend die Villa ihres Großvaters. Im Keller des Hauses hört sie seltsame Flötentöne und stolpert über einen kleinen Jungen, der einfach nicht aus dieser Zeit zu stammen scheint. Kurz darauf entdeckt sie auf ihrem Handy das Foto eines unbekannten Mannes und ist verwirrt: Der Fremde sieht Clemens, dem Bruder ihrer Urgroßmutter, zum Verwechseln ähnlich. Doch der ist kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu einer Expedition nach Marokko und den Kanarischen Inseln aufgebrochen und bald darauf verstorben.
Bei ihren Nachforschungen muss Julia erkennen, dass die Vergangenheit stärker mit ihrem Leben verwoben ist, als sie zunächst geahnt hat. Denn sie findet einen Liebesbrief, der hundert Jahre darauf gewartet hat, nur von ihr gelesen zu werden …


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Titel: Flötenzeit
Autor: Nikola Hotel
Seiten: 424
ASIN: B00U7AKPQ2
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Julia erbt eine alte Villa und möchte diese am liebsten wieder verkaufen, bis sie auf einmal in Kontakt mit der Vergangenheit des Hauses kommt und sie Clemens kennen lernt …

Schreibstil:
Ich liebe den Stil von Nikola Hotel, bereits bei „Rabenblut“ und „Fernsehköche küsst man nicht“ hat mich die Autorin verzaubert. Allerdings konnte sie mich mit „Flötenzeit“ nicht überzeugen. Die Geschichte ist romantisch, wissenschaftlich, historisch und war für mich zu viel des Guten. Der Beginn war zauberhaft, verspielt und weckte Lust auf mehr, leider wurde dann die Handlung zu sehr auf Nebensächlichkeiten (Botanik, Zoologie, Marokko) gelenkt und hatte – für mich – zu wenig mit der eigentlichen Liebesgeschichte zu tun. Das Ende war dann zwar wieder stimmig, war dann aber irgendwie auch zu glatt. Alles in allem wirkte die Geschichte unfertig (an einigen Stellen wurde zu viel geschrieben, an anderen zu wenig).

Charaktere:
Julia hat mir gut gefallen, aber irgendwie fehlte etwas. Sie nahm zu viel einfach so hin. Ich habe mich als Leserin in einigen Szenen mehr gewundert oder aufgeregt als die Protagonistin und konnte das Verhalten von ihr leider nicht immer nachvollziehen.

Clemens ist ein angenehmer Zeitgenosse, aber ich hatte immer das Gefühl, dass er der Botanik mehr zugetan war als den Menschen. Durch seine Vergangenheit ist dies durchaus nachvollziehbar, aber die erfährt der Leser leider erst zum Ende des Buches. Auch konnte ich nicht verstehen, warum er sich zu Julia hingezogen fühlte.

Cover:
Das Cover ist eine Wucht und passt hervorragend zu dieser Geschichte.

Fazit:
Eine Geschichte, die zum Teil Liebesroman, zum Teil historischer Roman ist und sehr viel mit Botanik, Zoologie und Krieg zu tun hat – für meinen Geschmack war das zu viel. Dennoch hat sich „Flötenzeit“ sehr gut lesen lassen und war trotz einiger Längen ein schöner Liebesroman, dem ich 3 Sterne gebe. Eine Leseempfehlung gibt es von mir für Leser, welche gerne einen ungewöhnlichen Roman über die Liebe lesen möchten.

Ich bedanke mich bei Nikola Hotel für das Rezensionsexemplar.

Ein letzter Tanz – Judith Lennox

Klappentext:
Zu ihrem 75. Geburtstag lädt Esme die ganze Familie in das einstige Herrenhaus „Rosindell“ ein. Trotz der traumhaften Kulisse kommt keine feierliche Stimmung auf, zu viele traurige Erinnerungen stecken in den Wänden des alten Gemäuers. Alles begann mit einem Tanz, für Esme der schönste Tanz ihres Lebens: Ausgerechnet Devlin, für den sie schon seit Kindertagen schwärmte, forderte sie auf der Verlobungsfeier ihrer Schwester Camilla auf. Wie glücklich sie damals war! Doch mit dem Tanz nahm eine unheilvolle Liebesgeschichte ihren Lauf, die noch immer in ihrer Familie nachklingt. Bis Esme sich entschließt, dem Fluch ein Ende zu setzen.


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Titel: Ein letzter Tanz
Autor: Judith Lennox
Sprecher: Cathlen Gawlich
Verlag: OSTERWOLD
Länge: 9 Std. 27 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3869522197
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir
nicht

Inhalt:
Eine Familiengeschichte über drei Generationen und das sagenumwobene England. Esme muss erst 75 Jahre alt werden um alles zu verstehen und dann kann sie sowie ihre Familie endlich Frieden schließen …

Stil:
Ich habe ein Buch von Judith Lennox im Schrank und kann mich erinnern, dass ich es damals ganz gut gefunden habe – sonst hätte ich es nicht aufgehoben – also freute ich mich über neuen Stoff dieser Autorin. Leider bin ich mit „Ein letzter Tanz“ nicht warm geworden. Ich weiß nicht ob es an den gefühlten 300 Personen lag oder daran, dass dieses Hörbuch gekürzt war und ich immer dachte: „oh mist, nun habe ich was verpasst! / bin ich eingeschlafen oder haben die den Teil einfach nicht erwähnt? / was ist da gerade passiert?“ Ich konnte der Geschichte zwar irgendwie folgen, aber es war immer so ein fader Beigeschmack und mehr ein zusammen reimen als ein gemütliches zuhören und das fand ich schade. Cathlen Gawlich hat, wie immer, richtig gut gelesen und die Betonung war wieder einmalig!

Charaktere:
Oh man, das waren echt so viele und das hat mir den Einstieg und das gemütliche folgen echt erschwert. Kurz vor Ende des Hörbuches hatte ich die Namen dann aber alle intus 😉 Nur schade, dass mir dann auf den letzten Minuten nicht mehr viel blieb um meine Sympathie an die Figuren zu geben 🙁

Cover:
Das Cover ist so wunderschön und es passt so schön zur Geschichte – die kleine Esme, die vor dem Herrenhaus steht.

Fazit:
Als Buch mag sich „Ein letzter Tanz“ sehr gut lesen, aber als gekürztes Hörbuch ist es einfach nicht zu empfehle. Es gibt zu viele Charaktere und die Handlung scheint zu hüpfen, ein folgen während einer langen Autofahrt oder nur so nebenbei erscheint fast unmöglich, daher gibt es von mir auch nur 2 Sterne. Eine Leseempfehlung bekommt aber das Buch, denn die Geschichte war schon recht interessant, gerade wer auf Intrigen, Missgunst und Neid innerhalb von Familien steht – bzw. sowas gerne liest – kommt hier voll auf seine Kosten.

Die Abtei von Northanger – Jane Austen

Klappentext:
Jane Austens Romane begeistern bis heute Millionen von Lesern. »Kloster Northanger«, ein Jahr nach Austens Tod erstmals erschienen, erzählt die Geschichte der 17-jährigen Catherine Morland. Das Leben und die Liebe kennt sie nur aus der Literatur – bis sie eines Tages dem jungen und lebensfrohen Geistlichen Henry Tilney begegnet. Mit seinen pointiert geschliffenen Dialogen ist Austens Roman zugleich die bezaubernde Geschichte eines Reifeprozesses und eine glänzende Satire auf die Liebes- und Schauerromane der damaligen Zeit.


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Titel: Die Abtei von Northanger
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 336
ISBN: 978-3866473713
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
sehr

Inhalt:
Catherine Morland reist mit Bekannten in den Kurort Bath. Die Trinkhallen, mit ihren wohltuenden Quellen, laden zum verweilen ein. Das herum sitzen scheint eintönig, bis Mr. Tilney gefallen an Catherine findet, aber er ist nicht der Einzige, denn auch eine befreundete Familie – die Thorpes – hat sich in Bath eingemietet und Mr. Thorpe versucht bei Catherine zu landen …

Schreibstil:
Eine so tolle Übersetzung habe ich lange nicht erlebt und ich bin begeistert. Christiane Agricola hat es, für meinen Geschmack, richtig „alt“ übersetzt. Ihre Wortwahl passt perfekt zum alter der Geschichte – so stelle ich mir das zumindest vor. Dennoch ist der Text flüssig zu lesen, wahnsinnig spannend und liebevoll – was sich natürlich auch auf den schönen Schreibstil von Austen zurückzuführen lässt. Das Buch ist mit viel Sarkasmus, Wortwitz und Liebe ein wundervoll mitreißender Roman, der sich trotz der vielen Gefühle auch zu einem kleinen Schauermärchen entwickelte.

Charaktere:
Catherine ist eine tolle Frau. Irgendwie naiv, aber dennoch stark. Sie lebt in ihrer Welt voller Bücher, hat kaum Augen für das reale Leben und dennoch lernt sie immer mehr die Welt kennen. Eine schöne Figur und eine gute Metapher zur heutigen Jugend – wobei ich da das Buch durch digitale Medien tauschen würde.

Henry Tilney ist ein wundervoller Mann 😳 mit seinen Reden verzauberte er nicht nur Catherine sondern auch mich. Die Diskussionen über Bücher, Sprache und Auslegung waren so realistisch, so – ich kann es gar nicht beschreiben – aber es machte einfach Spaß seine Dialoge zu lesen.

Die Familie Thorpe war ein interessanter Haufen von Menschen, die jeder kennt. Gruselig schön 😀

Cover:
Das Cover wirkt alt, mit einem Buch in den Händen hätte mir die Frau besser gefallen.

Fazit:
Ein ganz toller Liebesroman, der einen großen Bezug zur Literatur hat. Ich konnte „Die Abtei von Northanger“ kaum aus den Händen legen und hatte bei jedem Satz das Gefühl die Charaktere sowie ihre Umgebung vor meinem geistigen Auge zu sehen. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für jeden! Denn das Buch beinhaltet alles: Geheimnisse,. Liebe, Bildung, Gefühl, Aktion.