Die Intelligenz der Pferde: Ein kluger Kopf unter jedem Schopf – Marlitt Wendt

Klappentext:
Aktuelle Studien der Kognitionsforschung belegen eindrucksvoll, dass die Intelligenz der Pferde bisher weitgehend unterschätzt wurde. Pferde bewegen sich geistig ebenso leichtfüßig in den Bereichen des abstrakten Denkvermögens wie in der komplexen Welt ihres sozialen Gefüges. Die Verhaltensbiologin Marlitt Wendt erläutert in diesem Buch anschaulich und für den interessierten Laien bestens verständlich die aktuellen Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die Mechanismen des Lernverhaltens und die verborgenen mentalen Fähigkeiten der Pferde.


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Titel: Die Intelligenz der Pferde: Ein kluger Kopf unter jedem Schopf
Autor: Marlitt Wendt
Verlag: Cadmos
Seiten: 144
ASIN: B00M49BEPU
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Vorwort: Einstein in Pferdegestalt?

Die unterschätzte Pferdelogik – Einführung in die Kognition der Pferde
– Warum Hauspferde und keine Wildpferde?
– Aber braucht man dazu Studien?
– Verschiedene Arten von Verhaltenstests
– Pferde im Intelligenztest
– Was verstehen Pferde
– Wir Wahrnehmung funktioniert
– Wahrnehmung: kontextabhängig und veränderbar

Pferde denken anders – Wie intelligent sind Pferde?
– Pferdeintelligenz im Visier
– Positive Einflüsse
– Ich denke, also bin ich ein Pferd
– Lernen als Konstrukt
– Lernst du noch oder verstehst du schon?
– Klassische Konditionierung oder Reiz-Reaktions-Lernen
– Operante Konditionierung oder Lernen am Erfolg
1. positive Verstärkung
2. negative Verstärkung
3. negative Strafe
4. positive Strafe
– Fazit
– Pferdeforschung: Behaviorismus contra Kognitivismus
– Vegetarische Wunderkinder

Wenn Pferde ihren eigenen Kopf benutzen – Kognitive Fähigkeiten
– Was die kleinen Blindenpferde alles leisten
– Pferde in einer abstrakten Welt
– Geruchsunterscheidung
– Objekterkennung
– Objektpermanenz
– Pferde lieben es knifflig
– Nur Pferde lösen Pferdeprobleme
– Neues aus der Pferdeforschung
– Verhalten als Belohnung

Ein großer Pferdekopf voller Ideen – Pferdelogik im Alltag
– Auf der Weide
– Strafe muss sein?
– Erfolgreich belohnen
– Die Pferdelogik sagt: Eins und eins bleibt zwei
– Profibotaniker
– Funktionskreise auf der Weide
– Die innere Uhr
– Konditionierungsprozesse auf beiden Seiten
– Bedeutung kleinster Erinnerungssplitter

Im Zickzackkurs durchs Pferdegehirn – Was steckt unter dem Pferdeschopf?
– Im pferdischen Oberstübchen
– Empfindung aus Sicht des Pferdes
– Denkslalom
– Wie kategorisieren Pferde ihr Weltbild?
– Sinn für Schönheit?
– Das Pferdegehirn in seiner Umwelt
– Vollblüter schlauer als Kaltblüter?
– Ein weiterer geistiger Horizont
– Bewegung macht schlau

Kein Pferd ist eine Insel – Soziale Intelligenz
– DIe Pferdeherde unter sich
– Komplexe Herdenkonstellationen
– Das Beziehungsgepflecht
– Feine Antennen
– Soziale Lebewesen auf Augenhöhe

Dem Pferdeverstand au die Schliche kommen – Jedes Pferd ist anders
– Wo geht es hin?
– Um die Ecke gedacht
– Verhaltenskreativität
– Konzentrationsfähigkeit testen
– Ein Besuch im Morgengrauen
– Vertrauen gegenüber ungewohnten Untergründen
– Der Schneemann
– Spaziergang mit Überraschungsmoment
– Geschicklichkeit

Nachwort: Pferd und Mensch – Eine Seelenverwandschaft
– Pferdekosmos der Gefühle
– Wir spiegeln uns in ihren Augen

Meine Meinung:
Wie immer viele Themen für ein dünnes Buch. Daher war es zu erwarten, dass es unter vielen Teilüberschriften auch nur ein paar Sätze zum Thema zu lesen gab und dann gleich der nächste Teil abgearbeitet wurde. Ich mag so etwas einfach nicht. Dann knallt doch das Inhaltsverzeichnis nicht so voll, nutzt andere Überschriften und schreibt längere Texte – so schwer ist das nicht und es weckt keine überladene Erwartung!

Der Einstieg ins Buch ist mir sehr schwer gefallen, es wird über den Versuchsaufbau bei Pferdeexperiemten berichtet und was alles beachtet werden muss – genaue Quellen gibt es aber nicht. Das Thema war so langweilig, dass ich das Buch erstmal über Monate wieder in meinem Schrank verbuddelt habe. Dann viel es mir wieder in die Hände – und man wird lachen – ich hatte damals genau an dem Punkt das Lesen beendet, an dem auch mit dem langweiligen Versuchsparametern aufgehört wurde. Beim erneuten beginnen konnte ich also gleich mit den, aus den Studien gewonnen, Erkenntnissen weiterlesen. Dieser Teil war auch wirklich interessant und teilweise neu für mich.

Fazit:
Der Einstieg ins Buch ist durch die langwierigen Erklärungen zu Studien recht zäh, wenn man das geschafft (oder überblättert hat) ist das Buch ein interessanter Einblick in die Lernpsychologie und Gehirnfunktion des Pferdes. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung an alle Pferdemenschen, besonders an jene, welche gerne sagen ihr Pferd sei faul oder/und dumm.

Argeneau-Reihe 07: Ein Vampir und Gentleman – Lynsay Sands

Reiheninfo:
Eine Vampirin auf Abwegen
Verliebt in einen Vampir
Ein Vampir zum Vernaschen
Immer Ärger mit Vampiren
Vampire haben’s auch nicht leicht
Ein Vampir für gewisse Stunden
Ein Vampir und Gentleman

Klappentext:
Seit sie durch ein Versehen in eine Vampirin verwandelt wurde, schläft Elvi Black in einem Sarg, meidet die Sonne und verzichtet auf Knoblauch. Sonst hat sie allerdings keine Ahnung, was es eigentlich heißt, eine Vampirin zu sein. Als ihre Nachbarn für sie eine Anzeige in die Zeitung setzen, trifft sie den umwerfenden Victor Argeneau. Victor ist reich, mächtig und gut aussehend, und jede Frau würde sich ihm mit Freuden zu Füßen werfen – egal, ob lebendig oder untot. Victor erklärt sich bereit, Elvi in das Dasein als Vampirin einzuführen. Doch da verübt ein Unbekannter ein Attentat auf Elvi, dem sie nur knapp entgeht. Irgendjemand scheint es auf ihr Leben abgesehen zu haben…


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Titel: Ein Vampir und Gentleman
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 384
ISBN: 978-3802583179
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Eine Vampirin soll gegen alle großen Gesetze der Unsterblichen verstoßen haben. Laut dem Rat sollte sie der Tod ereilen, doch bevor die Obrigkeit entscheiden kann, will der Vollstrecker Victor sich Elvi nähern und sie überprüfen …

Schreibstil:
Ich bin immer noch hin und weg von Lynsay Sands Art ihren Geschichten Leben einzuhauchen. Die Charaktere sind alle unterschiedlich, bleiben sich in allen Büchern aber immer treu. Und obwohl die Story „Boy meets Girl“ immer die gleiche ist und es auch immer um das Thema „Lebensgefährte“ geht, ist jede Geschichte einzigartig. Auch hier ist der Ausdruck wieder sehr sinnlich mit einer Prise Humor.

Charaktere:
Victor, der immer als ein verschrobener alter Unsterblicher galt, wird hier durchleuchtet. Seine Geschichte ist tragisch und erklärt seine Eigenheiten genau, was ihn noch sympathischer macht.

Elvi ist eine rüstige Oma im Körper einer 25-jährigen. Diese Darstellung war genial, da es sonst immer nur „mittelalte“ Sterbliche waren, welche gewandelt wurden. Ich mochte sie und ihre Art sehr.

Die Einwohner von Port Henry sind alle sehr herzlich und auch wie sie zu erklären versuchen, warum man nun einen Untoten umbringen sollte und wann nicht. Ich habe selten so gelacht.

Weitere Nebenfiguren (weitere unsterbliche) waren ebenfalls passen ausgewählt und bereiteten mir eine große Lesefreude. Genau wie Alessandro, Harper und DJ hätte ich an Edward gerne ein Exempel statuiert, aber jedes Wesen hat ja eine Berechtigung zu Leben und Edward ist halt so wie er ist – ein schwieriger Engländer aus viktorianischen Zeiten 😉

Cover:
Das Cover ist schön und hat eine tolle Haptik.

Fazit:
Auch der siebte Teil der Argeneau-Reihe hat mich wieder überzeugt. Von mir gibt es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Die Geschichte kann unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden, aber es wäre schade die anderen Mitglieder der Argeneau-Sippe nicht zu kennen.

Die Eroberung des Normannen – Lisa McAbbey

Klappentext:
Im Jahr 1092 erobert der normannische König William Rufus das unter schottischer Herrschaft stehende Cumbria. Er vertreibt den einheimischen Fürsten und setzt seinen getreuen Gefolgsmann Tancreid de Grande-Île, einen harten und vom Schicksal gezeichneten Mann, als Sheriff ein. Sein Auftrag ist es, Cumbria als Bollwerk gegen Schottland zu befestigen und die barbarischen Einwohner zu folgsamen Untertanen zu machen.

Doch es gibt Widerstand: Eine Gruppe Rebellen hat sich geschworen, die verhassten Normannen aus dem Land zu vertreiben. Cwenburh mac Dolfinn, die jüngste Tochter des vertriebenen Fürsten, schließt sich den Rebellen an und verdingt sich als Schreiberin des neuen Sheriffs, um auf diese Weise an vertrauliche Informationen zu gelangen. Obwohl sich Tancreid und Cwenburh als Feinde gegenüberstehen, besteht zwischen ihnen eine große Anziehungskraft, die sie bald nicht mehr leugnen können. Doch keiner ist bereit, seine Ideale zu opfern und jeder kämpft für seine Seite …


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Titel: Die Eroberung des Normannen
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: Bastei
Seiten: 391
ASIN: B01EIMLKCC
Meine Bewertung: 5 Sterne

Inhalt:
Cwen lebt bei der weisen Frau Ymma im Wald. Dort soll sie zu einer Heilerin ausgebildet werden. Alles scheint in Ordnung, bis die Normannen in Cumbria einfallen und die Welt der Einheimischen durcheinanderbringen …

Schreibstil:
Bereits in ihrem Debütroman „Reise nach Edinburgh“ hat mich der Stil von Lisa McAbbey gefesselt. Hier zeigt sich ebenfalls, dass die Autorin die (Welt-)Geschichte liebt und sich wirklich hinter ihre Romane klemmt. Selbst die Texte zur Recherche ihrer Bücher (nachzulesen auf ihrer Webseite) sind mit viel Herzblut verfasst.

Besonders spannend finde ich, dass Geschichte – richtig erzählt – etwas ganz wundervolles sein kann. Ich weiß nun, was 1092 in Cumbria passiert ist und werde es so schnell nicht wieder vergessen – ob sich nun Liebesgeschichten zwischen Einheimischen und Normannen entwickelt haben, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, aber so ist Geschichte schön, bleibt haften und träumen ist erlaubt 😉

Charaktere:
Ich bin ja so verliebt <3 Lisa McAbbey schaffte es wieder sehr schnell, dass ich mich in ihren Protagonisten Tancreid verliebte und mit ihm alles durchlebte. Ich weinte mit Cwen, fieberte mit Ymma und feixte mit Urse, auch Richart konnte ich schnell in mein Herz schließen. Probleme hatte ich hingegen mit einigen Einheimischen. Natürlich konnte ich den Hass verstehen, der Entfacht, wenn plötzlich jemand ins eigene Land kommt und einem dieses streitig machen möchte, aber alles neue muss nicht schlecht sein – was sich ja glücklicherweise auch so entpuppt hat 😉

Cover:
Das Cover ist wunderschön und passt zur Geschichte.

Fazit:
Eine wundervolle Reise ins Jahr 1092 / 1093 zu Wilhelm II. und den Kampf um Cumbria und Northumbria. Von mir gibt es verdiente 5 Sterne für diesen historischen Roman und eine Leseempfehlung an Geschichtsliebhaber, England- / Schottlandfans und natürlich an Leser, welche gerne Liebesgeschichten lesen.

Ich bedanke mich bei Lisa McAbbey für das Rezensionsexemplar.

Sei froh, dass du nicht Joghurt heißt: Vom komischen Kauz zum Rabenvater – Nils Heinrich

Klappentext:
Ein heimlicher Rabenvater packt aus. Eine Frau, ein Mann. Und plötzlich ein Kind. Na und? Haben andere auch schon hingekriegt. Aber die haben sich nie getraut zuzugeben, wie doof das eigentlich sein kann. Der Kabarettist Nils Heinrich nennt das Kind beim Namen. Böse Geschichten und amüsante Stoßseufzer eines leidgeprüften Vaters. Ja, es gibt diese Momente, sagt Nils Heinrich, in denen man sich insgeheim wünscht, ein Rabenvater zu sein: diese langen Momente zwischen den wenigen schönen, in denen man versucht, den Elterngeldantrag zu verstehen. Oder in denen man verschreckt Nachrichten guckt und sich fragt, wer in eine solche Welt Kinder setzt. Und einem einfällt: ‚Ach, ich!‘ Und in denen einem schlagartig bewusst wird, dass das bisherige Leben definitiv vorbei ist. Und erst in circa fünfunddreißig Jahren weitergeht wenn das Kind endgültig aus dem Haus ist.


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Titel: Sei froh, dass du nicht Joghurt heißt: Vom komischen Kauz zum Rabenvater
Autor: Nils Heinrich
Verlag: SATYR
Seiten: 224
ISBN: 978-3944035710
Meine Bewertung: 5 Sterne

Inhalt:
Kurioses aus der elterlichen Welt: Warum es nicht immer schön ist Eltern zu sein, aber doch das größte Glück.

Meine Meinung:
Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht sicher, wie ich den Schreibstil von Nils Heinrich beschreiben soll. Je nach Thematik / Problematik ändert sich auch die Ausdrucksweise, aber es bleibt immer realistisch. Die Handlungen der einzelnen Kurzgeschichten haben zwar immer mit dem Kind zu tun, sind aber dennoch weit gefächert und erreichen das Fernsehen (Sender, Programminhalt, etc), die Politik (Politiker, Beschlüsse, etc) und andere alltägliche Dinge, welche auch Leuten ohne Kind passieren würden. Und genau dies macht das Buch so lesenswert. Es scheint mitten aus dem Leben der Familie Heinrich gegriffen zu sein und es ist eine Freude dort mal Mäuschen zu spielen 😀

Fazit:
Ein absoluter Knüller im Bereich der Kinderbücher – für Eltern 😉 Ggf auch zur Abschreckung gedacht bloß keine Kinder in die Welt zu setzen, einfach weil das Leben ohne Quälgeist wesentlich entspannter ist – aber mit Kind gibt es einiges zu lachen und …. lest einfach selbst! Meine Empfehlung geht an junge Eltern, Paare, Singles, Jugendliche (damit sie merken wie ihre Eltern evtl. auch gelitten haben) und an Großeltern … also an alle und damit auch 5 Sterne für ein ganz tolles Leseerlebnis.

In der Finsternis – Sandrone Dazieri

Klappentext:
Dante Torre kann Menschen lesen. Aber er hat teuer dafür bezahlt. Elf Jahre war er eingesperrt in ein Betonverlies, abhängig von dem Mann, den er Vater nennen musste. Als Jahre später erneut Menschen verschwinden, hat Dante einen üblen Verdacht. Doch er vertraut nur Colomba Caselli. Die suspendierte Elitepolizistin hat wie er nichts zu verlieren bei einer Jagd, die alle Regeln und Gesetze sprengt.


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Titel: In der Finsternis
Autor: Sandrone Dazieri
Verlag: Piper
Seiten: 560
ISBN: 978-3492309134
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Ein Junge verschwindet, die Mutter wurde ermordet und alle Indizien deuten auf den treusorgenden Ehemann. Doch Dottore Rovere glaubt nicht an diesen Sachverhalt und bittet die beurlaubte Dottore Colomba Caselli an dem Fall zu arbeiten. Sie soll sich Hilfe bei Dante Torre holen, diesem ist vor etlichen Jahren gleiches geschehen und daher denkt Rovere, dass der Entführer zurückgekehrt ist …

Schreibstil:
Ich glaube dies war mein erster italienischer Krimi und es war schön auch mal durch Rom und die kleinen Dörfer geführt zu werden. Auch die Bezeichnungen der Dienstgrade war etwas anderes, tat dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Schwierigkeiten hatte ich nur mit einigen Wortkombinationen, so wurde fleißig „als wie“ verwendet 🙁 und das geht gar nicht! Entweder ich will etwas vergleichen (als) oder ich möchte etwas gleichsetzen (wie), aber beides?! Zudem kamen genaue Beschreibungen wie bei einer Explosion die abgetrennten Körperteile durch die Luft fliegen und sich dann in andere Dinge bohren etc., ggf. hat das Buch daher das Genre Thriller abbekommen, aber so thrillermäßig ist die Geschichte gar nicht. Sie hat längen und es wird sich eher nebensächlich mit dem eigentlichen Fall beschäftigt. Hauptgeschehen ist nämlich, die psychische Verfassung von Dante und Colomba sowie detailgetreue Beschreibungen von nebensächlichen Handlungen wie das Anzünden einer Zigarette – welches doch wirklich über eine halbe Seite erörtert werden kann. Auch ist trotz der versuchten detailtreue einiges durcheinander geraten, ob es von Sandrone Daziere so geschrieben wurde oder ob es sich um einen Übersetzungsfehler handelt weiß ich nicht, aber wenn ich etwas Beschreibe muss es schon gleich sein. So wird als Bsp. ein kleiner Raum mit einem Tisch und drei Stühlen beschrieben und kurze Zeit später wird erklärt, dass sich Person xy auf den einzigen Stuhl im Raum niederlässt – na sowas! In einer anderen Szene wird von einem sicherheitsrelevanten Gerät berichtet, welches unmöglich in unter einer Woche umgangen werden kann, die Situation erscheint aussichtslos. Komischerweise wird auf der nächsten Seite das Problem gelöst – es geht auch in 30 Minuten – das ist ja toll …

Charaktere:
Colomba ist eine labile, durch ein traumatisches Erlebnis beurlaubte Polizisten – gabs ja noch nicht – und handelt trotz ihrer psychischen Probleme erstaunlich rational, dies konnte ich ihr nicht immer abkaufen und es machte sie unsympathisch.

Dante ist eine interessante Persönlichkeit, welche ich leider auch als konstruiert empfand.

Die anderen Charaktere wirkten ebenfalls sehr wankelmütig und daher größtenteils unglaubwürdig. Richtig schlimm und irgendwie nervig war aber, dass sie alle kurz bevor sie etwas mitzuteilen hatten bestialisch ermordet wurden – was fürn Zufall.

Cover:
Das Cover wirkt düster und daher passt es zur Geschichte.

Fazit:
Ein netter Krimi für zwischendurch, bis auf ein paar Fehler ist er ganz amüsant zu lesen und das Ende ist interessant. Ich gebe diesem Buch 3 Sterne und empfehle es Lesern, welche gerne mal einen etwas brutaleren Krimi, welcher in Italien spielt, lesen möchten.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.