Der geheime Name – Daniela Winterfeld

Klappentext:
Rumpelstilzchen wollte das Kind der Königin. Er bekam es nicht. Jahrhunderte später schließt ein anderes Wesen seiner Art einen neuen Pakt – und wird ebenfalls betrogen. Seitdem sucht es unablässig nach dem Kind …

Seit sie denken kann, ist Fina mit ihrer Mutter auf der Flucht. Doch jetzt, mit 19, will sie endlich ein richtiges Zuhause finden und zieht zu ihrer Großmutter, die am Rand eines düsteren Moores lebt. Das Moor fasziniert Fina vom ersten Moment an – genau wie der geheimnisvolle Junge, der dort lebt. Weder Fina noch der Junge ahnen, dass sie beide nur Figuren in einem Spiel sind, das dem betrogenen Wesen endlich seinen Lohn bringen soll …


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Titel:  Der geheime Name
Autor: Daniela Winterfeld
Verlag: Knaur
Seiten: 528
ISBN: 978-3426511275
Meine Bewertung:
 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Die Müllerstochter wollte mehr aus ihrem Leben machen und gab dem geheimen Wesen ein Versprechen: Wenn sie von ihm Gold bekäme, würde er ihre erstgeborene Tochter als Gegenleistung erhalten …

Schreibstil:
Ich liebe Märchen! Ich liebe Geschichten, die eine Seele haben und mich sofort in ihren Bann ziehen! Ich liebe es, wenn ich mit den Figuren fühlen kann! Kurz: Ich liebe den Scheibstil von Daniela Wantierfeld! Denn genau dies setzte sie um. Sie entführte mich in eines meiner Lieblingsmärchen (Rumpelstilzchen) und versetzte dies in unsere Zeit. Sie hauchte den Figuren sehr viel Sympathie ein und lies sie vor mir auferstehen. Der Ausdruck war immer passend und bei einigen Szenen grausam bis einfühlsam. Auch ihr Psychologiestudium lies sie wunderbar in die Geschichte einfließen – so regten einige Szenen sehr zum Nachdenken und Verstehen an.

Charaktere:
Fina ist ein starkes Mädchen, welches endlich Klarheit und Verständnis möchte. Ihre Art hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich habe die gesamte Geschichte mit ihr gelitten / geträumt / gelebt.

Der junge aus dem Moor ist einfach nur heiß! Wer hätte sich nicht zu einem unsichtbaren / geheimnisvollen Jungen hingezogen gefühlt? Was ist seine Geschichte und wie wird er sich entwickelt? Dies habe ich mich die ganze Zeit gefragt und eine wundervolle Zeit mit ihm gehabt. Ich werde ihn wohl noch lange in meinem Herzen tragen :o)

„Der Geheime“ ist eine sehr interessante Figur. Er ist nicht nur das Scheusal, sondern auch nur eine Kreatur, geschaffen durch seine Umwelt. Auch wenn er sehr bösartig dargestellt wurde, zeigte er auch angenehme Facetten – zwar nur leicht, aber er hätte sympathisch sein können …

Speziell fand ich Finas Familie und dies ist auch mein einziger Kritikpunkt am gesamten Buch. Es wurde zu wenig geredet, zu wenig gefragt und einfach akzeptiert. Diese Gleichgültigkeit war mir etwas fremd, allerdings wüsste ich auch nicht, wie man die Handlungen anders schreiben sollte um beim Hauptthema des Romans zu bleiben.

Cover:
Das Cover passt so gut zur Geschichte! Ein Blatt, was in der Spiegelung des Wassers leicht verzerrt ist und einen anderen Blickwinkel auf das geschehene zeigt – so deute ich es zumindest 😉

Fazit:
Ein wundervoller Märchen-Thriller, den ich allen Lesern ab 16 Jahren empfehlen würde. Die Geschichte des Rmpelstilzchens, mit brisanten Themen, neu erzählt. Von mir gibt es volle 5 Sterne und ist bis jetzt mein Lesehighlight 2014!

Das Schlimmste aber war der Judenstern – Helen Waldstein Wilkes

Klappentext:
Prag, 15. März 1939: Deutsche Truppen marschieren in die Tschechoslowakei ein, Hitler steht auf der Prager Burg. Am selben Tag, buchstäblich in letzter Sekunde, bekommen Helens Eltern Edmund und Gretl den entscheidenden Stempel in ihr Ausreisevisum gedrückt: `Genehmigt!´. Beginn einer Odyssee, die die junge jüdische Familie nach Kanada verschlägt. In Europa herrscht Krieg. In den Briefen aus der Heimat erfahren sie vom Schicksal ihrer Verwandten. Die Briefe werden weniger. Bald kommt keiner mehr. Helens Eltern beginnen zu schweigen. Jahre später entdeckt Helen Waldstein Wilkes die Briefe in einer zerschlissenen Pappschachtel. Verzweifelte Briefe. Sie liest, findet Fotos. Sie entdeckt eine verschwundene Welt. Und macht sich schließlich mit vielen Fragen und großer Hoffnung im Gepäck auf den Weg nach Europa.


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Titel: Das Schlimmste aber war der Judenstern
Autor: Helen Waldstein Wilkes
Verlag: Osburg Verlag
Seiten: 280
ISBN: 978-3955100438
Meine Bewertung: 5 Sterne – Leseempfehlung

Eine Rezension zu einer wahren Geschichte zu schreiben ist immer schwer. Noch schwerer ist es, wenn das Buch so gut war, dass einem die Worte fehlen. Und genauso geht es mir. Ich habe den Titel gelesen, habe mir das Cover angeschaut und wurde neugierig, auch der Klappentext versprach eine aufrührende Geschichte, dennoch hatte ich irgendwie Angst dieses Buch zu lesen. Ich bin immer sehr emotional und war mir nicht mehr sicher ob das Buch nicht „zu nah“ ist. Als ich es dann doch in den Händen hielt, war ich ziemlich nervös, was erwartet mich beim Lesen? Wie emotional schreibt die Autorin? was haben die Übersetzer aus der Geschichte gemacht? Und dann tauchte ich ein ….

In die Welt von Helen Waldstein Wilkes, wie sie im Alter von 60 Jahren einen Karton mit Briefen ihrer Familie öffnet und wie sie versucht ihre Familiengeschichte zu rekonstruieren. Sie nahm mich, mit ihren Schilderungen und den Briefauszügen, mit in ihr Leben, sie teilte sehr viel mit mir und ich sah ihre Familie vor meinem geistigen Auge auftauchen. Litt, weinte und fühlte mit ihnen. Durch die originalen Abschriften der Briefe war die Bindung so stark zu spüren, dass ich mich teilweise immer wieder distanzieren wollte, aber ich war so versessen auf Aufklärung, dass ich am Ball blieb. Wie muss es erst Helen Waldstein Wilkes ergangen sein?

Der Schreibstil ist sehr gut und passend. Es werden immer wieder Erfahrungen, Begegnungen und Briefe in chronologischer Reihenfolge niedergeschrieben. So wie die Autorin ihre Aufklärungsarbeit begonnen hat, so wird auch der Leser ins Geschehen integriert. Trotz der vielen Übersetzer, im Buch selbst sind 5 angegeben, bleibt die Geschichte authentisch und emotional – sogar sehr emotional – des Öfteren weinte ich und hatte Angst, aber auch Zuversicht mischte sich in meine Gedanken. Ich kann für mich sagen, dass dies eins der bewegendsten Bücher ist, welches ich je gelesen habe.

Hintergrundinfo:

Es gibt eine Lesereise zum Buch.
Helen Waldstein Wilkes spricht Deutsch und wird bei allen Veranstaltungen vom Verleger Wolf-Rüdiger Osburg begleitet.

Termine der Lesereise:

  • 28.08.2014: 18:00 Uhr: Deutsches Historisches Museum Berlin (öffentlich)
  • 01.09.2014: Lauenburgische Gelehrtenschule Ratzeburg
  • 02.09.2014, 09:30 Uhr: Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe Büchen
  • 02.09.2014, 20 Uhr: Pfarrei St. Answer Ratzeburg (öffentlich)
  • 03.09.2014: Anne-Frank-Schule Barkteheide
  • 03.09.2014: Synagoge Bad Segeberg (öffentlich)
  • 04.09.2014, 19 Uhr: Gesellschaft für Christich-Jüdische Zusammenarbeit Lübeck (öffentlich)
  • 05.09.2014: Waldorfschule in Ostholstein

 

Ich bedanke mich beim Osburg Verlag für das Rezensionsexemplar.

Elionore Brevent 02: Engel lieben gefährlich … – Kristina Günak

Klappentext:
… Hexen aber auch.
Nach einem Jahr mit dem Werjaguar Vincent glaubt Hexe Elionore Brevent ihr Leben im Lot. Einzig Vampir Nicolas Deauville, der bei Eli im Garten beharrlich seine neu entdeckten Hexenkünste übt, stört die traute Zweisamkeit der Verliebten und sorgt nach einem schief gegangenen Zauber für erhebliche Aufregung.
Als Vincent dann noch plötzlich eine unerwartete Seite seiner Persönlichkeit enthüllt, ist es mit der Ruhe in Elis Leben wieder einmal vorbei. Ohne den Mann ihres Herzens muss sich die Hexe auf die Suche nach dem spurlos verschwundenen Nicolas machen, an ihrer Seite nur den beherzten Ex-Engel Florentine und den mysteriösen Pax …


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Titel: Engel lieben gefährlich …
Autor: Kristina Günak
Verlag: UBooks
Seiten: 298
ISBN: 978-3939239253
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Ein neues, spannendes Abenteuer wartet auf Eli. Ihr Vampir-Freund Nicolas verliebt sich in eine mysteriöse Frau. Aber nichts ist einfach wenn man halb Vampir, halb Hexer ist und in einer Welt mit magischen Wesen lebt …

Schreibstil:
Wie bei „Eine Hexe zum verlieben“ ist der Schreibstil von Kristina Günak göttlich. Die direkte und ehrliche Art der Charaktere ist erfrischend witzig und bringt Unmengen an Lesespaß. Auch ist dieser Band besser Lektoriert.

Charaktere:
Ich bin absoluter Eli-Fan! Die kleine Erdhexe ist mir immer noch sehr sympathisch und ihre lockere, direkte Art hat es mir echt angetan. Eli reagiert so, dass es nachvollziehbar und ehrlich ist, das ist so wichtig und schön.

Vincent hat es mir auch angetan. Auch wenn er in diesem Band nur eine Nebenrolle hat, ist mir der Gestaltwandler sehr ans Herz gewachsen und ich hoffe, im dritten Teil mehr von ihm lesen zu können.

Nicolas ist so ein kleiner Tollpatsch! Auch ihn fand ich wieder amüsant. Und seine neue Liebe – ganz toll!

Auch die anderen Charaktere sind liebenswürdig und glaubwürdig. Gerade das finde ich immer wieder toll und erwähnenswert.

Cover:
Das Cover passt perfekt zur Geschichte 😀 ich mag es sehr.

Fazit:
Ein gelungener zweiter Teil, der mich total überzeugt hat! Der erste Teil muss nicht gelesen werden um diesen Band zu verstehen, es wäre aber dennoch sinnvoll. „Engel lieben gefährlich“ ist ein witziger, spannender und einfühlsamer Paranormal-Chick-Lit-Roman den ich absolut empfehlen kann. (Eine Neuauflage der Reihe ist in Arbeit).

Hintergrundinfo:
Teil 1 (Eine Hexe zum verlieben) befindet sich derzeit im Korrektorat und wird voraussichtlich im Dezember, im neuen Gewandt, erscheinen.

Ich bedanke mich bei Kristina Günak für das Rezensionsexemplar.

Stigmata: Nichts bleibt verborgen – Beatrix Gurian

Klappentext:
Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …


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Titel: Stigmata: Nichts bleibt verborgen
Autor: Beatrix Gurian
Verlag: Arena
Seiten: 384
ISBN: 978-3401069999
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Emma verliert durch einen Autounfall ihre Mutter. Sie leidet unter diesem Verlust und gibt sich auch noch die Schuld an dem Tod. Emma gibt sich auf, bis sie ein Päckchen erreicht, in dem ihr mitgeteilt wird, dass sie die Mörder ihrer Mutter finden soll …

Schreibstil:
Spannend, beklemmend, nervenaufreibend. Anders kann ich dieses Werk nicht beschreiben! Mir wurde so oft warm, ich bekam Atemnot und zitterte – so sehr fieberte ich mit den Charakteren mit. Mein Kopfkino schaltete sich sofort ein und später fühlte ich auch noch – Wahnsinn! So muss es sein 😀 Der Ausdruck ist passend und für jugendliche und Erwachsene Leser zu empfehlen.

Charaktere:
Die junge Emma gefiel mir sehr gut, ich fühlte mit ihr und bewunderte ihren Mut. Leider entwickelte sie auf den letzten Seiten eine Art, die ich nicht mochte, sie wirkte übermächtig und allwissend.

Die anderen Charaktere blieben geheimnisvoll, nie wusste ich was ich von wem halten sollte. Ich wurde beim Lesen immer wieder in die irre geführt und stand, genau wie Emma, immer im Regen.

Cover:
Der Schutzumschlag ist ein echter Hingucker mit toller Haptik. Der Einband ist dunkelgrün und am Buchrücken findet sich auch eine silberne Einpressung.

Fazit:
Ein tolles Buch mit gruseligen Fotos untermalt. Ich habe sehr lange keinen so spannenden und fesselnden Schocker mehr gelesen und empfehle dieses Buch wirklich allen!

Hintergrundinfo:
Dieses Buch ist ein gemeinsames Werk von Beatrix Mannel und ihrem Mann Erol Gurian. Sie schrieb und er lieferte die zur Geschichte gehörenden Bilder, die in dem Buch abgedruckt wurden.

Ich bedanke mich beim Arena Verlag für das Rezensionsexemplar.

Verdammt gute Nächte – Kathrin Schrocke

Klappentext:
Seit wann muss Liebe einen Sinn ergeben?

Jojo ist 15 und zählt zu den einsamsten Geschöpfen auf diesem Planeten. Sein Freund Michael steht auf schlechte Pornos, sein Freund Sushi ist ein adoptierter Japaner und Musterschüler, und seine erste große Liebe Lilli ist – seit einem Monat mit Michael zusammen. Dann taucht plötzlich Puma auf. Sie ist hübsch, cool, witzig und fährt einen roten Alfa Romeo Spider. Aber das Wichtigste ist: Sie nimmt ihn ernst. Die Sache hat nur einen Haken: Puma ist doppelt so alt wie er …


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Titel: Verdammt gute Nächte
Autor: Kathrin Schrocke
Verlag: Sauerländer
Seiten: 208
ISBN: 978-3737367134
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
 sehr

Es gibt Bücher, die muss jeder gelesen haben und dieses gehört definitiv dazu!

Aber ich fange mal von vorne an:
Kathrin Schrocke war mir bereits von Freak City bekannt. Auch in diesem Buch befasste sich die Autorin mit einem ungewöhnlichen Buchthema – eine Liebe zwischen einem tauben Mädchen und einem hörenden Jungen. Die Thematik bei „Verdammt gute Nächte“ ist wieder nicht alltäglich und hervorragend umgesetzt.

Der 15-jährige Jojo weiß nicht wirklich wo er steht. Sein von Pornos faszinierter Kumpel Michael ist so anders als er, muss er sich das Zeug nun auch ansehen um eine Freundin zu finden? Seine kurzzeitige Liebe Lilli ist ja schließlich mit Michael zusammen … Auch mit seinen Eltern kann Jojo kaum reden. Sein leiblicher Vater hat kaum Zeit für ihn und seine Mutter inkl. dem neuen Lebensgefährten behandeln ihn nicht seinem Alter entsprechend. Jojo ist allein und verzweifelt, bis die 30-jährige Puma auftaucht und ihn so akzeptiert wie er ist …

Der Schreibstil ist göttlich! So einfühlsam und doch direkt, beschreibt Kathrin Schrocke ein Tabuthema, welches zum Nachdenken anregt. Die Geschichte ist ausgefüllt mit Metaphern, Gedanken und Provokation. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass nichts dem Zufall überlassen wurde, die Charaktere mit ihren besonderen Namen (Jojo = auf und an; Puma = wild, gefährlich, sinnlich; usw.), die Schauplätze und deren Gestaltung (Garten = verwildert, gesittet). Dennoch wirkte der Schreibstil flüssig, es gab keine Konstruktion, sondern eher ein harmonisches miteinander der Figuren, der Schauplätze und dem Geschehen. Ein Buch mit sehr viel Tiefgang. Natürlich ist die Geschichte auch zum wachrütteln gedacht und es gibt Szenen, die für Jugendliche unter 14 Jahren nicht geeignet sind, dennoch sind diese Szenen mit einer Ästhetik geschrieben die ich bewundernswert finde. Der Ausdruck ist passend und wirkt authentisch, egal in welcher Situation.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und harmonieren perfekt. Besonders interessant finde ich die Namenswahl. Beim Lesen kann darauf geachtet werden, es muss aber nicht. Ich fand das Hinterfragen der Namen in Bezug auf den Charakter spannend und habe das Buch vielleicht gerade dadurch noch intensiver gelesen.

Jojo und das ständige auf und ab seiner Gefühle zu sich und zu anderen. Die Charakterzeichnung hat mir sehr gut gefallen und spiegelt einen typischen Jugendlichen wieder.

Puma hat mir besonders gut gefallen. Sie wird im Buch kaum beleuchtet und bleibt ziemlich farblos. Dennoch ist gerade diese Sichtweise etwas ganz tolles. Sie ist einfach da, sie benimmt sie zu jedem Menschen gleich, achtet nicht auf Konfession, Aussehen oder Alter.

ACHTUNG SPOILER (zum Lesen markieren):
In einer Szene wird Jojo mit ihr intim, sie weiß, dass dies verboten ist und bleibt am Rand des legalen. Die Szene geht nicht von ihr aus, sondern vom Jojo. Es zeigt deutlich, dass Jojo sich aufgrund von Pumas verhalten und nicht wegen ihres Alters in Puma verliebt hat. Er will sie erkunden und sie lässt es zu. Dennoch animiert sie Jojo nicht und hält ihn auf Abstand.
SPOILER ENDE

Michael, der sich viele Pornos im Netz ansieht und sehr informiert scheint, ist mir sehr unsympathisch erschienen. Er will alles kennen, weiß, dass alles nur gestellt ist und flüchtet vor der langweiligen Realität. Dass aber ein gestörtes Sexualleben oder die Sicht darauf entstehen kann, scheint ihm egal zu sein.

Das Cover finde ich sehr sinnlich, es könnte aber auch abschrecken. Ich möchte nochmals betonen, dass „Verdammt gute Nächte“ ein Buch über ein Tabuthema (junger Mann – reife Frau) ist und sich nicht um das Treiben der beiden dreht!

Fazit:
Ein bemerkenswertes Buch, welches sehr zum Nachdenken anregt und tiefgründig ist. Mir haben die Charaktere sowie deren Handlungen gefallen und glaubhaft vermittelt. Daher vergebe ich volle 5 Sterne für einen Roman, der sich mit einem schwierigen Thema befasst. Eine Leseempfehlung, wie oben bereits geschrieben, geht ab alle über 14 Jahre !

Ich bedanke mich bei Kathrin Schrocke für das Rezensionsexemplar.