Das Glücksprojekt – Alexandra Reinwarth [Gastrezension]

Klappentext:
Alexandra Reinwarth ist eigentlich ganz zufrieden. Sie hat einen guten Job. Einen netten Mann. Gute Freunde. Aber manchmal, wenn sie einschläft, fragt sie sich: Bin ich wirklich glücklich? Also wagt sie ein ungewöhnliches Experiment. Sie macht ein Jahr lang alles, um wirklich glücklich zu werden. Sie besucht einen Glückscoach, unternimmt eine Wallfahrt, fängt mit Sport an, singt in der Dusche, kümmert sich um ihre Freunde, kauft sich ein Haustier, entrümpelt ihre Wohnung, probiert allerlei Glücksdrogen und fahndet ausgiebig nach dem Sinn des Lebens. Alles, was es über Glück zu wissen gibt, steht in diesem Buch. Der ultimative Glücksratgeber!


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Titel: Das Glücksprojekt
Autor: Alexandra Reinwarth
Verlag: mvg Verlag
Seiten: 250
ASIN: B006PEXP2K
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Dieses Buch habe ich mir nicht gekauft. Ich habe es über das Kindle 12-Tage-Geschenk geladen. Im Normalfall hätte ich das oben genannte Buch nicht gekauft. Nach dem Lesen muss ich zu geben, es ist sehr interessant. Im Gegensatz zum Titel ist es nicht direkt ein Ratgeber, wie man das Glück findet, sondern eher ein Erfahrungsbericht von Alexandra Reinwarth, wie sie mit Hilfe diverser Glücks-Ratgeber das Glück gesucht hat bzw. dem Geheimnis, wie man glücklicher wird. Auf diesem Weg hat sie sich (wie schon erwähnt) Ratgeber, dem Internet und Ratschlägen von Freunden bedient, diese ausprobiert und entsprechend ihre Eindrücke, Durchführung, ihr Fazit dokumentiert. Alles natürlich mit einer ordentlichen Portion Humor (wie ich finde).

Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen. Es gab viele Stellen wo ich lachen musste (während ich schreibe habe ich übrigens ein fettes Grinsen im Gesicht). An einigen Stellen habe ich mich selbst reflektiert und musste der Autorin auch sehr oft zustimmen. Sie ist mir ab dem ersten Absatz sofort sympathisch geworden. Ich muss sagen, nach dem Lesen bin ich ebenfalls etwas glücklicher als vorher, wobei ich aber noch nie ein unglücklicher Typ war.

Dieses Buch kann ich wirklich jedem empfehlen. Den unglücklichen und den glücklichen Menschen. Zum Teil regt es durch das Nachdenken an, selbst etwas zu ändern. Man kann natürlich auch Stück für Stück diese Metamorphose durchleben um seines eigenen Glückes Schmied zu sein oder sich nur bestimmte Teile raus zu nehmen. Ich für meinen Teil habe fest gestellt, dass ein oder andere mache ich selbst, ohne gewusst zu haben, dass es wichtig ist um glücklich zu sein oder zu werden.

Hier einige zusätzliche Zitate aus dem Buch. Ich muss bei dem ein oder anderem Schmunzeln, weiß aber nicht, ob es immer noch lustig ohne den Zusammenhang ist. Eventuell erlaubt es jedoch dem ein oder anderen einen Blick in die Komik des Buchs zu erhaschen:

  • „Was nützt es schon, wenn irgendwann auf deinem Grabstein steht: Sie hat regelmäßig Sport getrieben und es gehasst.“ – Seite 28
  • In einem Kapitel geht es um die Bereiche einer Wohnung / Haus und den damit zugeordneten Teilen des Lebens. Der Keller z.B. steht für die Vergangenheit und Unterbewusstes, der Dachboden für Ideen und Zukunft und der Abstellraum für persönliche Freiheit: „Was sagt es über meine Vergangenheit, wenn ich einen Gemeinschaftskeller habe? Und wenn ich obendrein den Schlüssel dazu verloren habe? Und wie stelle ich mir meine Dachboden-Zukunft vor, wenn ich unter einem Flachdach wohne? Meine persönliche Freiheit ist ein Abstellraum? Was hat meine persönliche Freiheit mit dem Staubsauger und dem Bügelbrett zu tun, die darin aufbewahrt werden? Und wohin soll ich die beiden räumen, wenn ich meine persönliche Freiheit befreien möchte? In meine Zukunft? Ins Unterbewusste? Und finde ich sie dann noch? Ich bin skeptisch.“ – Seite 206
  • Es geht um das entrümpeln des Kleiderschranks: „Ich packe am Ende alle Kleidungsstücke mitsamt den Erinnerungen wieder säuberlich in den Schrank. Zufrieden, sie zu haben. Und schmeiße Hosen von L. weg.“ (L. ist der Freund / Lebensgefährte der Autorin) – Seite 209
  • „Jede Beziehung, vorausgesetzt, sie hält länger als drei Stunden, manövriert uns unweigerlich an unsere ganz persönliche Sollbruchstelle.“ – Seite 226
  •  Meine Mutter, genervt: „Jetzt komm schon, vertragt euch wieder.“
    Ines resigniert: „Na gut, was soll’s. Die Klügere gibt nach.“
    Alex, bockig: „Ich geb‘ aber nicht nach!“ – Seite 229

Götter, Helden, Ungeheuer: Die Welt der griechischen Mythen – Bernard Evslin [Gastrezension]

Klappentext:
Im Alltag begegnen sie uns häufig, die Namen der griechischen Götter und ihrer Verwandten unter den Menschen. So manches griechische Restaurant heißt Apollon, Aphrodite oder Zeus. Doch wer kennt den Götterhimmel der Griechen, weiß zu sagen, wer mit wem wieso verwandt ist?

Bernard Evslin lässt in seinen Geschichten die alten mythischen Götterhelden und Heldensagen wieder aufleben. Wir erfahren, wie Hera ihren hässlichen Sohn Hephaistos vom Olymp hinunterwirft, wie Hades Persephone entführt und sie zur Königin der Unterwelt macht, woher es kommt, dass es Winter und Sommer gibt, warum alle Krähen schwarz sind und vieles andere mehr.

In dem Buch beginnt man eine kleine Reise durch einige Mythen der griechischen Götter. Wenn man wie ich ein Neuling in der griechischen Mythenwelt ist, sind es  spannende kleine Geschichten.

Es werden einige der unzähligen Götter und deren Entstehungsgeschichte liebevoll und sehr jugendfrei erzählt.

Die griechischen Namen sind am Anfang noch etwas gewöhnungsbedürftig für mich gewesen. Man liest sich allerdings  auch hier schnell hinein.

Beim Lesen habe ich mich ertappt, wie ein Aha-Erlebnis bei der ein oder anderen Geschichte erfolgte, die wir von z.B. den Gebrüdern Grimm kennen. Da ist z.B. Dornröschen, die in einem Turm eingesperrt ist, ohne Zugang und mit nur einem kleinen Fenster. Diese Geschichte scheint auf dem Mythos von Perseus begründet zu sein, dessen Mutter in eben diesem Turm eingesperrt wurde. Auch bin ich teilweise auf die Abenteuer des „tapferen kleinen Schneiderleins“ und anscheinend die Ideenvorlage für „Die Tribute von Panem“ in der Geschichte von Theseues gestoßen.

Sehr viele Alltagsbegriffe, welche man gelegentlich ohne zu wissen, woher sie stammen benutzt, begegnen einem in den Geschichten. Da ist z.B. Sisyphos, welcher als Strafe einen großen Stein einen Berg hinauf rollen muss, welcher auf halber Strecke wieder zurück rollt und er wieder von vorn beginnen muss. Auch woher die Angewohnheit kommt, den Verstorbenen eine Münze unter die Zunge zu legen, damit sie den Fährmann bezahlen können. Wie der Minotauros entstand oder woher das Echo kommt.

Alle Mythen sind liebevoll nacherzählt. Sie eignen sich sogar als gute Nachtgeschichten für Kinder. Wobei die ein oder andere würde ich nicht unbedingt vor dem Einschlafen vorlesen bzw. sind abhängig vom Alter des Kindes, gerade die vom Tartaros und die Jagdgeschichten von z.B. Atalanta. Dort fließt doch etwas Blut und Eingeweide.

Alles in allem sind die Mythen spannend, liebevoll und manchmal auch traurig. Die Illustrationen dazu lassen einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen und tragen zur Vorstellung der Abenteuer stärker herbei.


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Titel: Götter, Helden, Ungeheuer: Die Welt der griechischen Mythen
Autor: Bernard Evslin
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Seiten: 240
ISBN: 978-3423623773
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir