Bel Ami – Guy de Maupassant

Klappentext:
Georges Duroy, der in Tunesien seine Militärzeit abgeleistet hat, flaniert durch Paris, wo er völlig mittellos in einem schäbigen Zimmer wohnt und in den Cafés der Grands Boulevards und des Montmartre verkehrt. Sein einziger Reichtum ist seine blendende äußere Erscheinung und seine Bekanntschaft mit Forestier, einem arrivierten Pariser Journalisten.


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Titel: Bel Ami
Autor: Guy de Maupassant
Seiten: 416
ASIN: B004UBALKY
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

George Duroy, mittellos und erschöpft, möchte es in Paris nochmals versuchen. durch Zufall trifft er seinen alten Armeekameraden der ihm zum Aufstieg verhilft. Duroy lernt dadurch immer mehr pariser Persönlichkeiten kennen und auch Frauen, denen er sich ganz besonders widmet, doch was dann?

Der Aufbau der von amazon überarbeiteten Fassung ist sehr gut. Der Text ist in Blocksatz, ohne Flattersatz, geschrieben und es gibt kaum Rechtschreibfehler die durch das digitalisieren verursacht wurden (so wie bei Jane Eyre, welches fast unlesbar war). Der Schreibstil ist flüssig und macht Spaß zu lesen. So ist es ein leichtes sich in das Paris des 19. Jahrhunderts hineinzuversetzen und mit Bel Ami, wie George liebevoll genannt wird, mitzufiebern.

Die Charaktere sind schnell in meinem Kopfkino vorhanden, da die Beschreibungen der Personen alles liefert was sie benötigen. Schwierig war für mich die Aufteilung meiner Sympathie so konnte ich mit jedem irgendwie fühlen konnte mich aber nicht entscheiden wo ich stehen wollen würde und zu wem ich halte. Das doch recht komplexe Spiel, welches von den Charakteren getrieben wird fand ich daher umso aufregender.

Fazit:
Ein sehr lesenswerter Klassiker den ich jedem Leser empfehlen würde. Von mir erhält Bel Ami 4 Sterne, für 5 hat es leider durch ein paar Durststrecken nicht gereicht.

In seinen Händen – Harlan Coben

Klappentext:
Idylle oder Abgrund, Täter oder Opfer – nichts ist so, wie es scheint …

Die 17-jährige Haley McWaid führt ein idyllisches Vorstadtleben: mustergültige Schülerin, Captain des Lacrosse-Teams und schon mit einem Bein im renommierten Elite-College. Doch dann verschwindet Haley von einem Tag auf den anderen spurlos, und für die McWaids bricht eine Welt zusammen.

Derweil feiert Fernsehreporterin Wendy Tynes mit ihrer Show Quotenerfolge: Vor laufender Kamera stellt sie mutmaßlichen Sexualverbrechern eine Falle. Ihr neues Opfer ist Sozialarbeiter Dan Mercer, den sie mühelos überführt und der bald auch mit Haleys Verschwinden in Verbindung gebracht wird. Doch Dans Geschichte ist nicht so einfach, wie alle glauben, und nach und nach kommen Wendy Zweifel. Sie beginnt neue, unbequeme Fragen zu stellen. Und obwohl ihr dabei jemand gewaltige Steine in den Weg legt, merkt sie bald, dass auch in der Vorstadtidylle oft alles anders ist, als es scheint …


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Titel: In seinen Händen
Autor: Harlan Coben
Verlag: Page & Turner
Seiten: 448
ISBN: 978-3442203710
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Ich glaube „Thriller“ liegen mir im Moment nicht so 🙁 Ich hatte mich so auf mein erstes Buch von Harlan Coben gefreut und am Anfang hat es sich auch flüssig weggelesen aber das wars dann auch schon. Die Handlung um Dan, Wendy und Haley schleift ohne Ende …

So wird sehr lange von den Charakteren und ihren Geschichten berichtet bis endlich etwas passiert: Dan wird wegen Pädophilie festgenommen, doch war er es wirklich, der sich an Kindern vergreift und der kleinen Haley etwas angetan hat? Das Thema selbst ist sehr interessant, denn wer würde nicht gerne Selbstjustiz an einem Kinderschänder verüben wollen, doch was passiert dann?

Der Schreibstil ist, wie oben bereits erwähnt, recht flüssig und lässt sich gut lesen, aber leider gibt es keine Spannungskurve was das Lesen sehr eintönig macht.

Die Charaktere werden zwar ausreichend und meistens sehr ausführlich beschrieben, aber dennoch habe ich keinen Draht gefunden, sie interessierten mich null! Auch wirken alle sehr konstruiert und abwartend, was in einem Fall wie diesem sehr unverständlich ist.

Das Cover wirkt düster und zeigt eine von Nebel durchwirkte Ausweglosigkeit – sorry, die konnte ich nicht herauslesen.

Fazit:
Ein Buch, welches mich nur durch den flüssigen Schreibstil zum Lesen animierte und nicht durch ausgeklügelte Szenen. Ich empfehle „In seinen Händen“ daher an Leser, die noch nicht viele Thriller gelesen haben und sich erstmal an das Genre herantasten wollen. Ich vergebe 2 Sterne für dieses Buch für Schreibstil und Thema.

Das Kind – Sebastian Fitzek

Klappentext:
„Als er diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wußte er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging …“

Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, der ihn auf einem abgelegenen Industriegelände treffen wollte: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Roberts Verblüffung wandelt sich in Entsetzen, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Robert ahnt noch nicht, dass von nun an der Tod sein ständiger Begleiter sein wird …


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Titel: Das Kind
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 416
ISBN: 978-3426512173
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

„Das Kind“ habe ich 2009 bereits zum ersten Mal gelesen und den Inhalt nach 4 Jahren vergessen, also Zeit das Buch wieder aus dem Regal zu holen und nochmals zu lesen. Ich weiß nicht so genau woran es gelegen hat, aber wirklich fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Simon, der an seinem 10. Geburtstag eine Rückführung erhalten hat, beteuert vor 15 Jahren einen Mann ermordet zu haben und verlangt einen Anwalt. Diesen erhält der todkranke Junge auch und die Suche nach der Wahrheit und nach der angeblichen Leiche beginnt…

Der Schreibstil von Sebastian Fitzek ist einfach und flüssig zu lesen. Leider gibt es zwischen den doch spannenden und grausamen Szenen auch wieder Durststrecken, die das Buch nicht braucht.

Die Charaktere wirken alle zu aufgesetzt und konstruiert, so dass ab der Hälfte schon klar ist was passiert. Simon ist mit seinen 10 Jahren einfach zu weit und wirkt teilweise intelligenter als die Erwachsenen im Buch. Star-Anwalt Robert Stern und Carina Freitag begehen ein Vergehen nach dem Nächsten und es passiert nichts, würde man diese Geschichte wirklich auf das Leben übertragen, ich glaube da würde vieles nicht funktionieren.

Fazit:
Ein Buch für lange und kalte Abende mit viel Brutalität und jeder Menge Details über Kindesmissbrauch. Ich muss das jetzt nicht so detailiert lesen und empfehle das Buch daher Lesern, die gerne über dunkle Machenschaften lesen und über 16 Jahre alt sind 🙂 Ich vergebe 3 Sterne für „Das Kind“, da mich die Geschichte eine Weile unterhalten hat und ich das doch recht grausame Thema wichtig aber zu detailiert beschrieben finde.

Keine Gnade – Daniel Annechino

Klappentext:
Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, (?) Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit zu gewinnen. Wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.

Ein brutaler Serienmörder versetzt San Diego in Angst und Schrecken: Die Opfer werden ohne Narkose am Herzen operiert – und sterben. Ein grausamer Tod. Detective Inspector Samantha Rizzo und ihr Kollege Alberto Diaz sind auf der Jagd nach einem Mann, der den hippokratischen Eid bricht. Ohne Reue. Er ist ein Killer ohne Gnade.


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Titel: Keine Gnade
Autor: Daniel Annechino
Verlag: Ullstein
Seiten: 512
ASIN: B007667I60
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Julian ist Arzt und will den Durchbruch. Er muss seine Studie zum Thema Vorhofflimmern nur noch etwas ausbauen, mehr beweisen. Natürlich liegt nichts näher als sich Probanden zu entführen und die OP-Studien am gekidnappten und lebendem Objekt durchzuführen …

Das Ermittlerduo Al Diaz und Samantha Rizzo sind dem Herzmörder allerdings auf den Fersen …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Allerdings mit wenig Spannung. So wird diese zwar teilweise aufgebaut, aber nicht gehalten und es sind Handlungsstränge verbaut, die nicht hätten sein müssen.

Charaktere:
Ja, die gab es wohl, aber leider konnte ich keinen greifen. Alle waren blass und konnten mich nicht überzeugen. Julian, der seiner Studie wegen zu unseriösen Mitteln greift wirkt verwirrt und die beiden Kommissare wirken sowas von aufgesetzt, dass ich mich zeitweise gefragt habt, wie die beiden es überhaupt in den Dienst geschafft haben.

Cover:
Das Cover verspricht viel Blut und Gewalt, was aber im Buch eher untergeht.

Fazit:
Ein sehr langweiliger Roman, der das Wort Thriller nicht verdient. Da „Keine Gnade“ bereits der 2. Teil des Ermittlerduos Rizzo und Diaz ist, erfährt der Leser natürlich einiges von Teil 1 „Leise stirbst du nie“, aber einige Dinge bleiben unklar, so dass ich raten würde, mit dem 1. Teil zu beginnen.

Mir hat Keine Gnade nicht gefallen, da die Handlungen immer vorhersehbar waren – logisch, so kannte ich gleich von der ersten Seite an den Mörder und sein Motiv. Das Ermittlerteam war mir zu stumpf und die Nebenhandlungen, also das Privatleben der Ermittler, hat mich überhaupt nicht interessiert und hatte auch nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun. Es ist immer schön eine sympathie über private Handlungen aufzubauen, aber das war dann doch zu viel des Guten.

Ich hab sie nicht gezählt: Eine unartige Biografie – Dolores Schmidinger

Klappentext:
Liebe, Lust und Leidenschaft: Es bleibt nichts ausgespart

„Wenn die Dolly mit achtzig keine Liebhaber mehr hat, dann wird sie welche erfinden, damit es was zum Erzählen gibt“, meinte einmal Andrea Händler über ihre Freundin Dolores Schmidinger. Doch die Sorge ist verfrüht, es gibt einstweilen noch genug zu erzählen, Erotisches, Frivoles und Unartiges aus dem Leben der Dolly S. „Die Schmidinger“ ist Meisterin darin, Pointen zu setzen, zu erstaunen, zu überraschen – und manchmal auch ein wenig zu schockieren.

Titel: Ich hab sie nicht gezählt: Eine unartige Biografie
Autor: Dolores Schmidinger
Verlag: Kremayr & Scheriau
Seiten: 239
ISBN: 978-3218008457
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Dolores Schmidinger ist Schauspielerin, Kabarettistin und Regisseurin. In ihrer Biografie schreibt sie über ihr Leben von der Kindheit bis ins Jahr 2011.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Dolores Schmidinger ist flüssig und gut zu lesen. Schön ist auch, dass mit Austriazismen geschrieben wurde somit kann noch mehr Nähe vermittelt werden.

Cover:
Das Cover lässt eine Biografie vermuten in der es ausschließlich um Erotik geht und nur Bettgeschichten vorgetragen werden, dem ist dann aber nicht so. Ich muss ehrlich getsehen, dass ich, für meinen Geschmack, keine erotische Szene im Buch fand. Eine Frau auf einer Bühne hätte eventuell besser gepasst.

Meine Meinung:
Wirklich fesseln konnte mich diese Biografie nicht. Ich muss zugeben, dass ich Dolores Schmidinger vor diesem Buch nicht kannte und nach diesem Buch kein Interesse habe dies zu ändern. Dolores bleibt das ganze Buch über sehr kindlich und naiv. wie kann eine erwachsene Frau über Alkohol- und Tablettenmissbrauch sowie Bulimie schreiben, als wäre es das normalste auf der Welt? Zwischenzeitlich habe ich es auf die „witzige Ader“, die sie als Kabarettistin sicherlich hat, geschoben, aber es wurde mir trotzdem als zu normal hingestellt. Auch das Dolores sich an den Männern ihrer Freundinnen vergreift und vor nichts zurückzuschrecken scheint, spricht nicht gerade für ihren Charakter. Trotzdem fühlte ich, gerade bei der Schilderung ihrer Kindheit sehr mit ihr, da diese doch recht hart gewesen sein muss.

Auch die anderen Personen im Buch bleiben sehr farblos, von den Eltern konnte ich mir dagegen gut ein Bild machen. Aber egal über welche Beziehung geschrieben wird, ich begreife nicht warum Dolores sich mit diesen Männern abgibt und warum sie so handelt wie sie es schreibt.

Fazit:
Ein Buch was nur für Fans von Dolores Schmidinger und für Leser, die den Österreichischen Dialekt mögen, eine wirkliche Empfehlung sein kann. Mir war die Biografie zu flach oder ich habe den Humor der Autorin nicht verstanden. Ich gebe 2 Sterne für ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte.

Ich bedanke mich beim Kremayr & Scheriau Verlag und Blog dein Buch für das Rezensionsexemplar.