Die Toten von der Falkneralm: Mein erster Fall – Miroslav Nemec

Klappentext:
Miroslav Nemec, den viele als Ivo Batic aus dem Münchner „Tatort“ kennen, soll bei einem „Mörderischen Wochenende“ aus einem Krimi lesen und über „Mord in Fiktion und Wirklichkeit“ diskutieren. Und so fährt er an einem Freitag im August in das Berghotel „Falkneralm“, zu dem nur eine einsame Steilbahn führt. Doch das Wochenende wird alles andere als erfreulich: Nicht nur kommt ein gewaltiger Gewittersturm auf, plötzlich kommen nacheinander auch drei Gäste zu Tode. Unfall oder Mord? Eine Verkettung unglücklicher Umstände, wie die Berchtesgadener Polizei meint. Doch Nemec und ein anderer Gast, die Polizeimeisterin Bergending aus Augsburg, beginnen zu zweifeln, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Und so muss der Kommissardarsteller Nemec selbst zum Ermittler werden und der Gefahr ins Auge blicken, sich so richtig lächerlich zu machen.


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Titel: Die Toten von der Falkneralm: Mein erster Fall
Autor: Miroslav Nemec
Verlag: KNAUS
Seiten: 256
ISBN: 978-3813507027
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Miroslav Nemec, bekannter Schauspieler – seit 1991 auch Tatortkommissar Ivo Batic, berichtet von einem „mörderischen Wochenende“, bei dem er eigentlich nur aus einem Krimi vorlesen und dann darüber diskutieren sollte. Doch es kommt anders als geplant und Miroslav Nemec ermittelt nun nicht nur IM Tatort, sondern auch AN diesem …

Schreibstil:
Ich bin ehrlich, ich habe noch nie in meinem Leben Tatort geschaut und kannte daher weder den fiktiven Kommissar Batic noch war mir Miroslav Nemec vor diesem Buch bekannt. Daher freute ich mich auf diesen eher untypischen Plot. Der Schreibstil war zu beginn des Buches etwas holperig, sodass ich Schwierigkeiten hatte in die Geschichte einzutauchen, nach ein paar Seiten hatte ich mich aber daran gewöhnt und Nemec lieferte interessante Einblicke in Bezug auf sein öffentliches sowie privates Leben und lies dabei seine Kriminalgeschichte einfließen. Die Geschichte an sich ist kurzweilig und ein netter Zeitvertreib. Leider hat sie ein paar Fehler, welche die Geschichte als unlogisch entlarven. Natürlich habe ich einen ausgedachten Krimi erwartet, aber wenn schon ein paar Fakten (der Autor schreibt über sein Leben, seinen Beruf, etc) wahr sind, könnte man sich bei den anderen auch Mühe geben – auch wenn diese nur ausgedacht sind 😉

SPOILER ANFANG
Die Falkneralm befindet sich auf einem Berg, welche nur mit einer Seilbahn oder zu Fuß über einen Kletterpfad erklommen werden kann – komischerweise fährt am nächsten Morgen die Bergwacht via Auto vor …

Ein Toter sollte mit einer Plane abgedeckt werden, diese Lösung erscheint den beteiligten fraglich und sie schaffen die Leiche weg. Kurze Zeit später wird über die (besagte) abgedeckte Leiche berichtet – sorry, aber diese wurde nicht abgedeckt und war auch schon lange nicht mehr da …

Nemec muss sein Jackett bei der Polizei abgeben und erhält es kurze Zeit später vom Polizisten zurück, alles nur Schikane – so wird es geschrieben. Ein paar Seiten später, soll Nemec sein Jackett aus der Forensik abholen. Ähm ?!
SPOILER ENDE

Charakere:
Alle Personen werden nur kurz angerissen, das klingt realistisch, weil der Autor in der Ich-Perpektive berichtet und er die Personen auch nicht näher kennt, dennoch kommen Sympathien beim Lesen auf, was ich sehr schön fand. Was bei mir allerdings auch hängen geblieben ist, ist der ständige Alkoholkonsum von Miroslav Nemec. Es ist, so denke ich zumindest, absolut in Ordnung, wenn man in solch einer Situation ist, zu trinken; aber danach? Vor Autofahrten sollte man nichts trinken und auch eine Polizistin sollte kein Bier anbieten und noch groß rumtönen, dass die Promillegrenze schon nicht erreicht würde und sie könnte ja auch ihr Messgerät vor der Abfahrt noch zur Verfügung stellen. Ja, es ist ein Buch für Erwachsene, aber dennoch sterben immer noch zu viele Menschen im Straßenverkehr. Jeder Mensch verträgt unterschiedlich viel und daher kann auch 0,5 Promille zu viel sein!

Cover:
Das Cover finde ich gelungen und auch die Haptik des Schutzumschlages ist klasse.

Fazit:
Ein schöner Einblick in das Leben des Schauspielers Miroslav Nemec und seine Idee einen Krimi in sein Leben einzubauen. Leider ist die Geschichte nicht immer gelungen, daher nur 3 Sterne. Eine Lesempfehlung gebe ich an alle Fans vom Autor sowie Tatort-gucker.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman – Juliane Käppler

Klappentext:
Max Leif ist ein Überflieger, immer auf der Überholspur, immer ganz vorn. Doch jetzt wird er ausgebremst, vom Tod höchstpersönlich. Der holt sich seinen besten Freund, und Max weiß einfach: Er ist der Nächste. Das plötzliche Fieber kann nur eine HIV-Infektion sein, der schmerzende Magen eine exotische Seuche und der Husten erst … Die Beteuerungen der Ärzte, die Beruhigungsversuche seiner Freunde, ja selbst die energischen Kommandos seiner russischen Putzfrau Jekaterina helfen nicht gegen die Macht von Max‘ Einbildung. In Erwartung seines baldigen Ablebens verkauft er sein Unternehmen und trifft hektisch weitere Vorkehrungen. Denn einfach so sterben ist nicht drin! Zuerst muss er einen Weg finden, die eine Sache zu regeln, die in keinem Testament erscheinen darf …


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Titel: Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman
Autor: Juliane Käppler
Verlag: Knaur
Seiten: 368
ISBN: 978-3426517253
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Max Leif, verlor seinen besten Freund an eine heimtückische Thrombose, und ist seitdem nicht mehr der, der er einmal war. Aus Angst, genau an so etwas „banalem“ zu sterben verrennt sich Max und ist auf einmal dauerkrank. Doch ist er das wirklich?

Schreibstil:
Juliane Käppler zeigt wieder, dass sie schreiben kann. Auch eine tragische-komödie scheint ein Klacks für sie zu sein. Alle Charaktere sind liebevoll gezeichnet und handeln, für sich genommen, rational. Die Orte und Geschehnisse sind bildhaft geschildert und es ist ein leichtes in die Geschichte einzutauchen.

Charaktere:
Max ist ein eigenwilliger Zeitgenosse. Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme zu verstehen warum er so handelt, aber nach ein paar Kapiteln fiel es mir immer leichter ihn zu verstehen. Seine Entwicklung in der Geschichte ist nachvollziehbar und von traurig über schockierend bis witzig ist alles dabei. Ich muss ehrlich sagen, Max ist eine coole Socke!

Jekaterina ist eine geniale Putzfrau und ihr deutsch-russisch ist sehr gut gelungen. Die Dialoge, zwischen Max und ihr, fand ich sehr gut und hätte gerne mehr gelesen.

Hanniball hat mich irgendwie am meisten berührt, seine Art Dinge zu bewerten und sein Missfallen auszudrücken war herrlich!

Die anderen Charaktere passen, wie oben bereits geschrieben, hervorragend in ihre Rollen. Alle wirken natürlich und mussten genau so sein! Perfekt!

Cover:
Das Cover stimmte mich sehr traurig und ich habe lange überlegt ob ich ein Buch über jemanden lesen möchte, der unter einem „regen-Regenschirm“ steht. Im Nachhinein würde ich aber sagen, dass das Cover definitiv zur Geschichte passt.

Fazit:
Dieses Buch ist etwas für stürmische Abende oder verregnete Nachmittage, wer nur mal „zwischendurch“ etwas lesen mag wird mit Max Leif wahrscheinlich nicht so klar kommen, der gute hat ein einnehmendes Wesen 😉 Für Leser, welche gerne etwas über Schicksale, Krankheiten, Liebe und tragische Vorfälle lesen möchten ist „Die sieben Tode des Max Life“ ein must read!

Ich bedanke mich bei Juliane Käppler für das Rezensionsexemplar.

Pferde suchen einen Freund: … denn Pferde brauchen Sicherheit – Mark Rashid

Klappentext:
In seinem neuen Buch erzählt Pferdetrainer Mark Rashid, wie ihn ein Sturz von seinem Pferd aus der Bahn wirft. Was läuft nach Jahren der Arbeit mit Pferden und Menschen plötzlich falsch? Warum fehlen ihm auf einmal die nötige Klarheit und Sicherheit? Mark Rashid besinnt sich der Lehren seines alten Pferdemannes und beginnt mit Aikido, der japanischen Kampfkunst. Er lernt, die Energie des Pferdes aufzunehmen, sie mit der eigenen verschmelzen und findet so zum inneren Gleichgewicht zurück.


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Titel: Pferde suchen einen Freund: … denn Pferde brauchen Sicherheit
Autor: Mark Rashid
Verlag: Kosmos
Seiten: 240
ISBN: 978-3440113257
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
 sehr

Bei diesem Buch musste ich echt schlucken. Mark Rashid berichtet von seinen Stürzen und Verletzungen die er im Laufe der Jahre erlebte. Sein Körper baute dadurch immer mehr ab und er konnte nicht mehr, so wie er wollte. Sein Weg damit umzugehen war: Aikido. Natürlich nicht sofort, aber auf einem Lehrgang kam er mit Menschen in Kontakt, die diese japanische Kampfkunst ausführten. Kampfkunst und Reitkunst sind anscheinend nicht so weit entfernt und von daher wurde beides irgendwie zusammengetan und was dabei herauskam steht in dieser Lektüre.

Ich fand den Ansatz sehr gut, er kann Menschen mit körperlichen und seelischen Einschränkungen helfen wieder Kraft zu schöpfen und Tierhaltern einen neuen Ansatz zum Umgang mit ihrem Tier aufzeigen.

Auch Geschichten mit dem alten Mann sind wieder vorhanden und es zeigt sich wieder deutlich, dass er Mark mit seinen kurzen Anweisungen des Öfteren ratlos zurückließ. Dennoch ist es immer wieder wundervoll zu lesen was genau diese Art mit Mark gemacht hat.

Ein Buch, welches ich nur für Leser empfehle, welche die anderen Werke von Mark Rashid kennen und für Menschen, die körperliche und seelische Probleme haben – es gibt immer einen Weg 😀 Von mir gibt es 5 Sterne, weil ich durch die niedergeschriebenen Geschichten wieder viel über den menschlichen Geist gelernt habe.

Reihenfolge nach (Original) Erscheinungsdatum:

Der auf die Pferde hört
Ein gutes Pferd hat niemals die falsche Farbe
Denn Pferde lügen nicht
Der von den Pferden lernt
Dein Pferd – dein Partner
Pferde suchen einen Freund
Starke Pferde, treue Freunde

 

Schoßgebete – Charlotte Roche

Klappentext:
Am liebsten tagsüber und Fenster zu wegen der Nachbarn. So mag es Elizabeth. Ihr Mann macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann’s losgehen. Sie fährt sofort mit der Hand rein in Georgs XXL-Yogahose. Und ab hier betrügt sie ihre Männer hassende Mutter, die ihr beibringen wollte, dass Sex etwas Schlechtes sei. Hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Aber Sex ist ja nicht alles, es gibt auch noch das Essenkochen für ihre Tochter Liza, und es gibt den Exmann, Lizas Vater. Keine geringe Rolle spielen auch ihre Ängste und ihre schrecklichen Eltern. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören.


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Titel: Schoßgebete
Autor: Charlotte Roche
Sprecher: Charlotte Roche
Verlag: OSTERWORLDaudio
Länge: 284 Seiten / 9 Std. 41 Min. (ungekürzt)
ISBN: 978-3869521435
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Nachdem ich 2010 bereits den ersten Roman von Charlotte Roche, „Feuchtgebiete“, mit einem gewissen Ekel gelesen hatte, musste ich mir nun auch ihr zweites Werk zu Gemüte führen.

Inhalt:
Elizabeth, ist 33 Jahre alt, und lebt in einer Beziehung mit einem älteren Mann. Sie hat einen ausgeprägten Vaterkomplex und noch andere psychische Probleme. Sie schildert in „Schoßgebete“ ihren Alltag mit ihrem Mann, dessen Vorlieben, und den wöchentlichen Gang zu ihrer Psychologin. Mit Frau Dr. Drescher spricht sie über alles …

Stil:
Der Stil von Roche ist unverändert derbe, aber auch tiefgründig und traurig. So schildert sie lange und ausführlich wie ihr Mann „es“ gerne mag, aber auch das sie andere Vorlieben hat, die sie sich nicht auszuleben traut. Sie spricht über Eifersucht, Verlustängste und Depressionen. Die Thematik ist bedrückend und dann auch wieder humoristisch dargestellt, dass ich teilweise nicht wusste wo ich das Hörbuch einordnen sollte.

Charaktere:
Elizabeth ist eine sehr kranke Persönlichkeit. Mit ihrem Vaterkomplex und der großen Eifersucht gehört sie in Therapie. dort ist sie bereits, aber ob es wirklich etwas bringt? Sie macht alles für Georg, aber ich hatte das Gefühl, dass sie nicht glücklich ist.

Georg wäre kein Mann für mich, irgendwie Sexbesessen und egoistisch konnte ich ihn nicht leiden.

Cover:
Was das Cover mit dem eigentlichen Hörbuch zu tun hat frage ich mich noch immer …

Fazit:
Ein Buch mit vielen Facetten über Sexualität, Eifersucht, Depression und alltäglichem Familienstress. Mir war „Schoßgebete“ zu depressiv und teilweise Frauen verachtend, daher nur 2 Sterne.

Ich. Darf. Nicht. Schlafen. – S. J. Watson

Klappentext:
Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?


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Titel: Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
Autor: S. J. Watson
Verlag: Fischer
Seiten: 400
ISBN: 978-3596191468
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Christine wacht jeden morgen ohne ihre Erinnerungen auf. Jeden Tag lernt sie die selben Dinge über sich kennen – wer ihr Mann ist, was sie den Tag über macht – nur um es am nächsten Tag wieder zu hören. Sie fängt an Tagebuch zu schreiben, um wenigsten eine Konstante in ihrem Leben zu haben, doch was ihr das Tagebuch offenbart hätte sie nie erwartet …

Schreibstil:
S. J. Watson hat einen angenehmen Stil und Ausdruck. Das Buch lässt sich dadurch gut und flüssig lesen. Die Spannungskurve ist vorhanden aber kann nicht kontinuierlich gehalten werden.

Charaktere:
Christine ist eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Trotz ihrer schweren Krankheit versucht sie alles, um trotzdem wieder Leben zu können. Der Kämpferwillen von ihr ist beeindruckend und machte sie mir sympathisch.

Ben, der Ehemann von Christine, ist ein Idiot. Ich mochte ihn von der ersten Seite an nicht und auch die Entwicklung zeigte das Ben ein sehr gestörter Mensch ist. Er passte aber wunderbar ins Bild und zeigt auch wie schwer es ist, sich mit einem geliebten Menschen in einer schwierigen Situation zurechtzufinden.

Dr. Nash, Christines Arzt, ist irgendwie eine komische Figur gewesen. Er gab sich zwar Mühe, hat aber seine Schwächen, die nicht sein dürfen. Er hätte nicht alles glauben dürfen was er selbst von Christine erfährt, sondern selbst mehr Interesse an ihrem Fall zeigen sollen. Ich konnte ihn nicht greifen und wollte keine Verbindung zu ihm aufbauen.

Cover:
Das Cover ist mit einem Schmetterling versehen, welches auf den „Schmetterlingseffekt“ hinweisen kann. Dieser besagt, dass eine kleine Abweichung langfristig ein ganzes System verändern kann. Ich finde dieses Spiel zwischen Metapher und Cover gelungen.

Fazit:
Für ein Debüt ist das Buch sehr gut, allerdings sind die Tagebucheinträge teilweise zu lang und zu detailiert. Dadurch verliert der Thriller an Glaubwürdigkeit. Wer darüber hinwegsehen kann, hat mit „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ einen guten Thriller in seinen Händen. Mich hat die Länge und teilweise die verlorenen Spannung gestört, daher vergebe ich nur 3 Sterne. Ich empfehle das Buch aber trotzdem an Thrillerfans und an Leser, die sich mit dem Thema Amnesie beschäftigen möchten.