[Abgebrochen] Final Cut – Veit Etzold

Klappentext:
Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken.

Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis.

Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.


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Titel: Final Cut
Autor: Veit Etzold
Verlag: cbj
Seiten: 449
ASIN: B007PW1KPU
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Claras Schwester wurde vor Jahren entführt, vergewaltigt und ermordet. Damals hatten die Kommissare keinen Ermittlungserfolg, nun ist Clara selbst Hauptkommissarin und will alles besser machen. Ein paar Serienmörder hat sie schon erwischt, nun geht es mit „Der Namenlose“ weiter …

Schreibstil:
Mein erstes Buch von Veit Etzold und ich bin enttäuscht! Der Schreibstil ist so gruselig, wie das Buch es sein sollte. Es gibt sehr viele Wortneuschöpfungen (z. B.  AGBs was sagt denn ein Lektorat dazu? Das Wort gibt es nicht!), dann noch viele Klischees, Belehrungen und Lexikaauszüge. Der Ausdruck ist brutal, Menschen verachtend und grob gesagt, einfach unterirdisch.

Charaktere:
Es gibt alles: die traumatisierte Ermittlerin, den – in der Kindheit verstörten – Serienmörder, den „geilen Bock“, den verplanten Polizisten, die überdurchschnittliche SpuSi.

Was es nicht gab: Charaktere, die einem im Gedächtnis bleiben, die einem sympathisch sind, Charaktere die es Wert sind, dieses Buch zu lesen.

Cover:
Das Cover finde ich (beim Taschenbuch) gelungen, die Schnitte sind im Deckblatt eingeritzt und zeigen die Richtung, in die diese Geschichte gehen soll.

Fazit:
Eine Geschichte, welche den Leser nicht weiterbringt. Wer Verdummung möchte und sein Gehirn „ausschalten“ will, der ist mit „Final Cut“ gut bedient, für Leser, welche bei einem Krimi mitfiebern möchten und ausgereifte Charaktere, sowie Handlung erwarten, rate ich vom Lesen ab. Meine Erwartungen hat „Final Cut“ nicht erfüllt, daher nur 1 Stern.

Die drei Leben der Tomomi Ishikawa – Benjamin Constable

Klappentext:
Tomomi Ishikawa ist tot. Sie hat sich umgebracht, so steht es in dem Abschiedsbrief an ihren Freund Ben Constable.
Doch Tomomi weigert sich hartnäckig, in Frieden zu ruhen. Stattdessen hinterlässt sie Ben eine Menge rätselhafte Botschaften, die ihn, ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd, durch Paris, New York und Tomomis Vergangenheit führen.
Ben würde gerne glauben, dass es sich bloß um ein Spiel handelt, dass die Geschichten, die Tomomi ihm hinterlassen hat, nur Ausgeburt ihrer Fantasie sind, doch dann offenbaren sie ihm ein grausames Geheimnis.
War Tomomi Ishikawa in Wahrheit eine Serienmörderin? Und ist sie tatsächlich tot?
Bald weiß Ben nicht mehr, was Fiktion und was Realität ist.


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Titel: Die drei Leben der Tomomi Ishikawa
Autor: Benjamin Constable
Verlag: Script5
Seiten: 383
ISBN: 978-3839001578
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Ben Constable und Tomomi Ishikawa verbindet eine ganz besondere Freundschaft. Sie reden, trinken und lachen viel, bis Tomomi sich verändert. Sie wird depressiv und hinterlässt Ben einen Brief indem sie schreibt, dass sie sich umgebracht hat. Doch einfach aus dem Leben ist sie nicht geschieden, sie hinterlässt Ben weitere Briefe, Rätsel, Hinweise und schickt ihn durch die halbe Welt. Ben begibt sich mit Cat, seinem imaginären Kater, auf die Reise und sucht nach Tomomis Vermächtnis.

Schreibstil:
Ich habe mich immer wieder gefragt: Wer schreibt hier? Eigentlich logisch, der Autor selbst, aber das konnte ich nicht immer glauben. In den Teilen, die Ben über sich selbst schreibt ist die Geschichte spannend, witzig und macht Lust auf mehr. In den Teilen, die die Briefe von Tomomi wiedergeben bin ich vor Langeweile und tiefer Depression fast eingeschlafen. Wer hat Benjamin Constable also geholfen oder sind die Briefe von Tomomi wirklich echt und die Geschichte ist so oder zumindest so ähnlich wirklich passiert?

Charaktere:
Mein absoluter Liebling war Cat. Ein imaginärer Kater, der trotzdem an die Gesetze der Realität gebunden ist – Sprechen konnte er nämlich nicht 😉 hat meinen Nerv getroffen. Ich konnte ihn mir sofort bildlich vorstellen und fand es sehr schade, dass er immer nur so kurze Auftritte hatte.

Ben dagegen reagierte mir zu sehr gesteuert und ich konnte ihn nur selten greifen, dann aber recht gut. Warum er so an Tomomi hing konnte ich mir allerdings nicht erklären. Dies macht wahrscheinlich eine gute Freundschaft aus, nur die betroffenen selbst, verstehen sie 😳

Tomomi konnte ich gar nicht verstehen. Sie berührte mich nicht und zum Ende hin hätte ich sie nur noch Schütteln können. Ihr Verhalten ist furchtbar, gerade gegenüber Ben. Ihre Briefe triefen von depressiven Stimmungen und Schreien förmlich nach Hilfe, daher schreckten sie mich immer wieder ab und entfernten mich noch mehr von Tomomi.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Weiß und Pink sind eh eine tolle Kombination und die Weltkugel mit den Sehenswürdigkeiten, die im Buch so schön beschrieben sind, runden das Cover zur Geschichte ab.

Fazit:
Ein Buch, welches nur für eine eingeschränkte Zielgruppe gut zu lesen sein wird. Leser die gerne etwas über eine depressive Protagonistin lesen und ihrer doch recht skurrilen Schatzsuche folgen möchten, werden allerdings begeistert sein. Ein Buch ohne große Spannungen und Wendungen mit offenen Ende konnte mich nicht überzeugen und daher vergebe ich nur 2 Sterne für „Die drei Leben von Tomomi Ishikawa“.

Ich bedanke mich bei Script5 für das Rezensionsexemplar.

Seelenriss – Hanna Winter

Klappentext:
Der Tod hat seine Meisterin gefunden.

Ein brutaler Killer treibt sein Unwesen in Berlins Straßen. Er genießt es, zu töten. Er muss es wieder tun. WANN? WER? Und WARUM? Nur Profilerin Lena Peters kann sein blutiges Geschäft beenden. Denn sie hat die Hölle am eigenen Leib erlebt und weiß: Wo Gedanken endlos kreisen, findet das Böse keine Ruhe!


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Titel: Seelenriss
Autor: Hanna Winter
Verlag: Ullstein
Seiten: 320
ISBN: 978-3548283678
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Seelenriss ist der Nachfolger von „Opfertod“ und genau dort setzt die Geschichte auch an. Dies bedeutet, dass das Ende von „Opfertod“ hier nochmals erzählt wird und Leser welche diese Geschichte nicht kennen sehr gut in „Seelenriss“ einsteigen können. Nachdem die Vorgeschichte um Lena Peters abgearbeitet ist und der Leser nun über ihren ersten Fall Bescheid weiß geht es im neuen Fall gleich richtig zur Sache: Eine junge Frau, kippt sich Säure ins Gesicht und springt dann aus dem Fenster. Die Polizei glaubt – fast Flächendeckend – an Selbstmord nur Wulf Belling und Lena Peters wollen dies nicht wahrhaben und ermitteln …

Der Schreibstil von Hanna Winter ist flüssig und spannend. Teilweise saß ich auf der Couch und hatte richtig Gänsehaut. Die Kapitel sind so aufgebaut, dass diese kurz, passend und Stimmungsvoll zum weiterlesen animieren. Seelenriss spielt zudem in Berlin, was mich als Berlinerin natürlich sehr freut. Zudem stimmten die Beschreibungen der Schauplätze und Verkehrsmittel überein, was mich noch mehr an das Buch fesselte.

Lena konnte ich erst spät greifen und dann auch nicht richtig, irgendwie fehlte immer etwas. Teilweise hätte ich gerne mehr über Lenas Arbeit als Profilerin erfahren, aber vielleicht wurde dieses Thema bereits bei „Opfertod“ behandelt und dieses Buch habe ich leider nicht gelesen.

Wulf Belling hingegen kam sofort als lieber, netter, älterer Kollege rüber und später als treuer Papa, natürlich hätte ich auch gerne noch mehr über ihn erfahren.

Was mir bei Lena und Wulf zu wenig war, war bei den anderen Charakteren genau richtig. Es reichte um die Personen in die Handlung zu integrieren, aber mehr musste nicht. Trotzdem hatte jede Figur etwas, dass ihn bzw. sie auszeichnete und ihn bzw. sie einzigartig machte.

Das Cover ist richtig gut gestaltet. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nur gedruckt richtig toll aussieht. Die 5 Früchte / Blüten schimmern leicht gelb-grünlich und verwischen dann leicht in einen Schatten, etwas geheimnisvoll und schauerlich – genau wie die Geschichte 😉

Fazit:
Seelenriss ist ein interessanter Thriller mit einer sehr bedeutungsvollen Botschaft – denn der Mörder tötet nicht, er will seinen Opfern etwas verständlich machen … Ich vergebe 4 Sterne für diesen Thriller, da er wirklich schauerlich war, für 5 Sterne hätte ich gerne tiefgründigere Hauptcharaktere gehabt.

Meine Empfehlung geht natürlich zum Kauf, denn die Botschaft und die Art des Thrillers ist auf jeden Fall lesenswert. Besonders natürlich für Thrillerfans 😀

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Ullstein Buchverlag für das Rezensionsexemplar.