Slated 02: Zersplittert – Teri Terry

Reiheninfo:
Gelöscht
Zersplittert
Bezwungen

Klappentext:
Hast du eine Zukunft, wenn du deine Vergangenheit nicht kennst?

Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Denkt sie.

Doch als Kyla im Wald von dem aufdringlichen Wayne Best angegriffen wird, setzt plötzlich das Erinnerungsvermögen der 16-Jährigen wieder ein. Trotzdem bleiben viele der rätselhaften Fragen unbeantwortet: Wer ist das Mädchen mit den zertrümmerten Fingern, das in ihren Albträumen auftaucht? Und welche Rolle hat sie bei Free UK, einer terroristischen Gruppe im Untergrund, gespielt? Das plötzliche Auftauchen eines mysteriösen Mannes namens Hatten verspricht zunächst mehr Klarheit über Kylas Vergangenheit und auch über das System der Lorder bringen. Doch als Anführer von Free UK verfolgt Hatten eigene Ziele und Kyla wird immer mehr zum Spielball zwischen Lordern und Terroristen.


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Titel: Zersplittert
Autor: Teri Terry
Verlag: Coppenrath
Seiten: 401
ASIN: B00HFXH3IW
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Lucy, Rain, Kyla – alle sind sie in einem Körper vereint. Und kommen immer mehr an die Oberfläche, das Slaten (auslöschen der Vergangenheit) hat nicht so richtig funktioniert. Gefangen in ihren Erinnerungen und als Spielball der Gegenwart sind die drei Persönlichkeiten verwirrter denn je …

Schreibstil:
Der Schreibstil passt sich dem ersten Band (Gelöscht) an. Viele Dinge passieren rein vom logischen her, es ist zu erwarten und immer wenn man denkt „ah jetzt kommt was ans Licht“, dann ist die Erinnerung nicht mehr greifbar. So können auch künstliche Cliffhanger erzeugt werden. Mal mag das ganz gut funktionieren, aber es ist dann doch zu oft. Ansonsten ist die Welt um Kyla gut beschrieben, es hat sich nicht viel verändert, die Autorin bleibt ihrer Schilderung von der Umgebung sowie der Landschaft treu. Es ist wie ein „kenne ich und fühle mich wohl“.

Charaktere:
Kyla steht die gespaltene Persönlichkeit. Interessant ist, dass sie in ihrem geslateten ich Eigenarten von Rain und Lucy verbindet. Das könnte noch spannend werden und auch, ob sie es schafft die Abspaltungen wieder zu integrieren, denn sie sind ja nur künstlich erzeugt worden.

Kylas Mum war mir im ersten Teil sympathischer als ihr Dad, hier zeigt sich nun auch warum. Fraglich, ob sich nicht noch mal etwas ändert. Ich hoffe auf einen Überraschungsmoment.

Cover:
Das Cover passt zur Reihe und zur Geschichte, das Mädchen ist zersplittert.

Fazit:
Die Geschichte liest sich so weg, sie hat mich weder besonders begeistert noch hat sie mich gelangweilt, daher vergebe ich nur 3 Sterne und setze alles auf Band 3. eine Empfehlung gebe ich nur an Leser, welche Band eins bereits gelesen haben. Auch ein Einstieg in Band 2 ist möglich, weil wirklich alles in den entsprechenden Bereichen beiläufig erklärt wird, aber eine Trilogie in der Mitte zu beginne ist doch Käse.

Histrioniker: Mit Dramatik, Manipulation und Egozentrik zum Erfolg – Rainer Sachse

Klappentext:
Der Histrioniker ist ein enger Verwandter des Narzissten und des Hysterikers. Er strebt nach Aufmerksamkeit, Bestätigung und Lob, ist übertrieben emotional, dabei oberflächlich und leicht zu frustrieren. Gleichzeitig übt er eine große Faszination auf andere aus. Was ein echter Histrioniker ist und wie Sie mit ihm umgehen sollten, das zeigt Ihnen dieses Buch.


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Titel: Histrioniker: Mit Dramatik, Manipulation und Egozentrik zum Erfolg
Autor: Rainer Sachse
Verlag: Klett-Cotta
Seiten: 106
ISBN: 978-3608961713
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Anders als im Klappentext geht es nicht darum einen Histrioniker zu erkennen und mit ihm umzugehen, sondern wie „Frau“ eine Histrionikerin wird. Auf wenigen Seiten ist dann auch noch der Unterschied zwischen der narzisstischen und der histrionischen Persönlichkeitsstörung erklärt.

Meine Meinung:
Vom Klappentext in die Irre geführt, habe ich mich auf ein Sachbuch gefreut, bei dem mir erklärt wird, was ein Histrioniker ist und wie mit dieser Störung umgegangen werden muss. Bekommen habe ich einen Leitfaden, wie ich eine Histrionikerin werde, wie ich meine Umwelt und meinen Partner manipulieren kann, welche positiven und negativen Strategien ich anzuwenden habe, wenn ich mich nicht im Mittelpunkt sehe etc. Und das alles von einem Diplom-Psychologen! Einen Fall schildert Rainer Sachse dann aber doch noch aus seiner Praxis. Kurz und bündig wird erklärt, dass sich die Histrionikerin aus Mangel an Beachtung in Panikattacken stürzt und kurz vor einer Alkoholsucht steht, nur durch gezielte Therapie konnte er helfen. Nach diesem kurzen Exkurs geht es aber gleich weiter mit tollen Alltagstipps. Zum Beispiel könnte Frau sich ja eine Affäre gönnen.

Zitat aus dem Kapitel „Gehen Sie Affären ein!“ […] wenn Sie das bei Ihrem Partner nicht mehr bekommen können, dann muss eben eine Affäre her! Was aber nicht bedeutet, dass Sie die Sicherheit und Geborgenheit Ihres Partners nicht mehr brauchen: Daher stellt der Affären-Partner ja auch keine Alternative zu Ihrem primären Partner dar, sondern eine Ergänzung […]

Cover:
Das Cover gefällt mir nicht. Die Farben beißen sich, es wirkt im allg. sehr unruhig.

Fazit:
Klappentext und Buchinhalt sind leider sehr unterschiedlich. Die Anleitung, um in eine Histrionikerin verwandelt zu werden, muss man daher nicht lesen. Auch die Praxistipps finde ich sehr speziell und kann man ein ganzes Leben schauspielern? Von mir gibt es keine Leseempfehlung und einen Stern.

Ich bedanke mich bei Klett-Cotta für das Rezensionsexemplar.

Ein allzu braves Mädchen – Andrea Sawatzki

Klappentext:
Tagelang bellen die Hunde im Garten des Anwesens, bevor man Winfried Ott findet. Der 71-Jährige liegt nackt im Schlafzimmer seiner Villa, offenbar ermordet mit einer scharfkantigen Waffe. Zur gleichen Zeit entdeckt die Polizei in einem Waldstück eine verstörte junge Frau. Ihre roten Haare leuchten zwischen dem Grün der Bäume. Sie kann sich nicht erinnern, wie sie an diesen Ort gelangt ist. Was sie der Psychiaterin zu erzählen hat, lässt niemanden kalt. Aber entspricht das, was sie erlebt zu haben glaubt, auch der Wahrheit?


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Titel: Ein allzu braves Mädchen
Autor: Andrea Sawatzki
Sprecher: Andrea Sawatzki
Verlag: OSTERWOLD
Länge: 3 Std. 07 Min.
ISBN: 978-3869522005
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Eine junge Frau, verwirrt und verwahrlost, wird in einem Waldstück aufgefunden und zur Sicherheit in eine Klinik gebracht. Sie redet nicht und fasst nur langsam vertrauen in ihre Therapeutin. Was die Therapeutin zu hören bekommt ist schockierend und grausam …

Stil:
Dies ist mein erstes Buch, welches ich von Andrea Sawatzki gehört habe. Ich finde ihre Stimmfarbe genial – wer kennt sie nicht ?! – aber ohne visuelle Reize wirkt ihre Stimme noch imposanter. Sie spricht atmosphärisch und hat mich die ganze Zeit gefesselt. Ich musste das Hörbuch förmlich in einem Rutsch beenden, weil ich diese Spannung einfach nicht unterbrechen wollte. Wobei das mit der Spannung schon so eine Sache ist: der Plot selbst ist einfach gehalten und schnell wird klar, auf welches Ende die Geschichte zugeht.

Charaktere:
Die junge Frau hat es in mein Herz geschafft. Durch die Integration der Person in die Geschichte – wir wissen nichts, die Psychologin weiß nichts und wir entdecken ihre Persönlichkeit zusammen – muss sie einfach im Gedächtnis bleiben und auch wie sich ihre Geschichte entwickelt und aufbaut ist Wahnsinn.

Cover:
Da Cover ist interessant aber eine wirkliche Verbindung zur Geschichte kann ich nicht erkennen.

Fazit:
Als Hörbuch definitiv ein must hear – spannend und atmosphärisch! Als Buch würde ich es nur Lesern empfehlen, die schnell in Geschichten eintauchen und fühlen können was die Autorin meint. Mir hat „Ein allzu braves Mädchen“ sehr gut gefallen, die Stimme und der Duktus von Andrea Sawatzki taten ihr übriges. Daher gibt es von mir volle 5 Sterne.

Braun & Hammer: Narzissmus brutal – Heinz-Gerhard Witte & Holger Schmidt

Klappentext:
Die Psychologen Braun und Hammer sind vertraute Freunde und tauschen sich auch fachlich aus. Besonderer Redebedarf besteht, weil Patient Theodor Konrad Wolf, der an einer schweren und brutalen Form von Narzissmus leidet, Braun selbst in den Wahnsinn treibt. Die Therapeuten geraten an die Grenzen ihres psychologischen Auftrages, als klar wird, dass sich ein Verbrechen anbahnt und der Narzisst dabei einen teuflischen Plan ausheckt. Ein Buch voller Spannung und Charakter! Für Leser, die es lieben, tief in die Absurditäten der menschlichen Psyche einzutauchen…


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Titel: Braun & Hammer: Narzissmus brutal
Autor: Heinz-Gerhard Witte & Holger Schmidt
Verlag: Provoke Media
Seiten: 320
ISBN: 978-3981640939
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen 🙁 Der Klappentext hat sich vielversprechend angehört und ich dachte es geht um einen Narzissten. Irgendwie war dies auch so, aber nur zum Teil. Ich fange mal vorne an:

In diesem Buch geht es um 2 Psychologen (T. Braun und P. Hammer) und einen Patienten (T. K. Wolf). Die beiden Psychologen sind gut befreundet, treffen sich oft und tauschen sich aus. Der Leser erfährt also viel über das Privatleben der Therapeuten und auch über Behandlungen. Besonderes Augenmerk liegt, bei den Gesprächen der beiden Therapeuten, auf dem Patienten Wolf, der wegen seines ausgeprägten Narzissmus in Behandlung ist.

So weit so gut, allerdings verstehen die Autoren wohl etwas anderes unter Narzissmus als ich. Herr Witte, Dipl. Psychologe aus Osnabrück, hat sicherlich viel Erfahrung, aber wie sieht es mit dem Rest der Leserschaft aus? Ein Narzisst ist für mich ein Mensch, der sich selbst am meisten liebt, er kommt als arrogant und egoistisch rüber, bewundert sich selbst und hält alle anderen für minderwertig. Und genau so erschien mir Wolf zu Beginn des Buches, allerdings taten sich dann noch andere Krankheitssymptome auf, welche ich nicht mit dieser Störung in Verbindung bringen konnte. Wahrscheinlich kommt die Selbstliebe nie allein, aber das störte mich irgendwie. Ich habe keinen Bezug mehr zum Narzissten Wolf gefunden und auch die Gespräche der Psychologen waren mir irgendwie am Thema vorbei. Der Schreibstil ist gut, allerdings etwas trocken und teilweise zu fachlich, was ich auf den Beruf von Witte zurück führe. Auch hatte ich Schwierigkeiten mit der Berufsbezeichnung der Therapeuten, sind sie nun Psychologen, Psychotherapeuten oder psychologische Psychotherapeuten? Alles unterschiedliche Berufsbezeichnungen, welche allerdings unterschiedliche Arbeitsfelder aufzeigt – Schade!

Die Charaktere sind leider auch klischeebehaftet und wenig originell. Einzig der Einblick in eine Therapie und wie der Therapeut über seine Patienten denkt, bringen etwas Leben ins Geschehen.

Das Cover gefällt mir gut. Ein Therapeut und sein Klient, der nur sich selbst sieht und wahrnimmt. Leider passt es nicht zwingend zur Geschichte.

Fazit:
Ein Buch, welches Einblicke in die Welt der Therapie bringt. Ich habe mir etwas ganz anders unter Titel, Cover und Klappentext vorgestellt und wurde durch meine Erwartungshaltung enttäuscht. Trockener Stil, viele Klischees und teilweise vorhersehbar, von daher gebe ich nur 2 Sterne für „Narzissmus brutal“ – es hat mir einfach nicht gefallen.

Ich bedanke mich bei Provoke Media für das Rezensionsexemplar.

Der Ursprung des Bösen – Jean-Christophe Grangé

Klappentext:
Mathias Freire leidet unter einer rätselhaften Krankheit: Sobald er in Stress gerät, verliert er das Gedächtnis. Und wenn er das Bewusstsein wiedererlangt, ist er ein anderer: Ein neues Ich hat sich formiert, mit einer neuen Vergangenheit, einem neuen Lebensschicksal. Währenddessen sucht die Polizei nach dem Täter einer Serie von Ritualmorden, die allesamt in der Nähe Freires verübt wurden, ohne dass man diesem etwas nachweisen kann. Und wenn nun doch er der Mörder ist? Freire gerät zunehmend in Panik. Auf sein Gedächtnis ist kein Verlass. Also muss er einen anderen Weg finden, um seine Vergangenheit zu rekonstruieren. Doch die Suche nach seiner wahren Identität wird schon bald zu einem entsetzlichen Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Ein Albtraum, der in einem dunklen Geheimnis um Freires Herkunft begründet liegt …


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Titel: Der Ursprung des Bösen
Autor: Jean-Christophe Grangé
Sprecher: Dietmar Wunder
Verlag: Lübbe Audio
ASIN: B008YIV2W0
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Der Stil von Jean-Christophe Grangé war mir nur aus dem Film „Die purpurnen Flüsse“ bekannt. Nun, da ich gerade auf dem Hörbuchtrip bin und mir die Hörprobe so gut gefallen hat – der Lausch-Auschnitt ging um ein Gespräch über eine gespaltene Persönlichkeit – konnte ich nicht widerstehen, mir das ungekürzte Hörbuch (über 21 Stunden) zu laden und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte beinhaltet alles, was ein guter Thriller benötigt: bestialische Morde, Intrigen und ganz viel Psychologie.

Meine Meinung:
Dietmar Wunder hat hervorragend gelesen und machte das Hörbuch zu einem tollen Erlebnis. Spannende Stellen las er schneller und auch verstellte er die Stimmen bei den einzelnen Personen – so macht das hören wirklich Spaß und die Zeit vergeht wie im Flug 😀

Teilweise hatte ich allerdings Probleme mit den ganzen französischen Namen und Plätzen der Geschichte, beim Lesen hätte ich das Buch wahrscheinlich aufgrund der Namen und teilweise doch sehr langwierigen Wiederholungen öfters beiseite gelegt, aber wie oben bereits erwähnt, war das Hören sehr angenehm.

Die Charaktere waren alle verständlich und passend dargestellt und einige konnte man sogar ins Herz schließen, andere natürlich nicht und einige Personen hätte die Geschichte, meiner Meinung nach, nicht wirklich gebraucht.

Fazit:
Der Ursprung des Bösen ist ein gelungener Psychothriller der sich ausgiebig mit dissoziativer Identitätsstörung (multipler Persönlichkeitsstörung) befasst. Leser oder Hörer sollten also wissen, auf was sie sich einlassen. Ich vergebe 4 Sterne für eine in sich schlüssige Geschichte die toll vorgetragen wurde.