Sonea 2: Die Heilerin – Trudi Canavan

Klappentext:
Lorkin, der Sohn der Schwarzen Magierin Sonea, wird in Sachaka von einer Rebellengruppe gefangen gehalten. Seine Häscher hoffen, von ihm die Kunst der Heilung durch Magie zu erlernen, die in Sachaka unbekannt ist. Lorkin ist fest entschlossen, das Geheimnis zu wahren. Doch dann verliebt er sich in eine der Rebellinen …

Inhalt:
Nachdem Lorkin schon in „Sonea 1“ in das Hauptquartier der Rebellinen gebracht wurde, wird nun sein Leben dort mehr beleuchtet. Auch spielt in diesem Band die Liebe wieder eine große Rolle – nicht nur zwischen Lorkin und der Verräterin Tyvara spielt sich viel zwischenmenschliches ab, sondern auch Sonea und eine junge Novizin dürfen das Gefühl von Schmetterlingen wieder erleben, doch werden alle glücklich?

Charaktere:
Diese haben mich in diesem Band etwas verwundert. Nicht nur, dass sich viele starke Persönlichkeiten als schwach und zu verweichlicht gegeben haben, nein, auch liebenswerte Personen waren so gleichgültig dargestellt. Schade, warum?!

Cover:
Muss ich zum Cover noch etwas sagen?! Frau in Roben bereit zum Kampf und auch über jedem Kapitel 😉

Fazit:
Ein tolles Buch, was sich schnell lesen lässt, aber leider fehlte mir die Spannung. Ich wusste zum größten Teil was passiert und das machte das Lesen doch etwas langweilig. Auch haben mich die Charaktere nicht mehr überzeugt und daher gebe ich nur 3 Sterne. Trotzdem spreche ich liebend gern eine Leseempfehlung aus 😀


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Titel: Sonea 2: Die Heilerin
Autor: Trudi Canavan
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 576
ISBN: 978-3764530426
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Berlin blutrot

Berlin blutrot ist eine Sammlung von 16 Kurzkrimis und alle Krimis spielen, na klar, in Berlin. Am Ende erhält der Leser auch nochmals eine kleine Autorenliste, so dass man auch weiß wer der Autor einer Geschichte war, sollte man diesen noch nicht kennen.

Die Geschichten sind bunt gemischt, von brutal bis seicht, von spannend bis naja ;)Für jeden Leser lässt sich also etwas finden. Auch kann man das eBook nicht so schnell weglesen, die Geschichten wirken, zumindest bei mir, etwas nach. So musste ich zwischendurch immer eine kleine Lesepause einlegen.

Fazit:
Von den Geschichten her ergibt sich ein Bewertungsdurchschnitt von 3,3. Da ich die Idee eine Krimisammlung zu veröffentlichen und die Autoren nochmals vorzustellen gut finde, habe ich auf 4 Sterne aufgerundet.

Vincent Kliesch – Der Fremde
Vincent Kliesch, bekannt durch seine „Todestrilogie“ – „Die Reinheit des Todes“, „Der Todeszauberer“, „Der Prophet des Todes“ – beschreibt in seiner Kurzgeschichte eine sehr makabere Wette. Diese spielt sich in einem Mietshaus im Wedding direkt an der Müllerstraße ab. Mit viel Raffinesse und Thrill wird ein kurzer Einblick in die Welt eines Mannes gewährt, der es nun durch den Fremden gar nicht mehr leicht hat…

Der Schreibstil von Vincent Kliesch ist flüssig und Ausdrucksstark, trotzdem schafft er es nicht mich in seinen Bann zu ziehen. Die Charaktere blieben für mich sehr fad und es war mir schon fast egal wie die Geschichte nun ausgeht – positiv sowie negativ.

Fazit:
Eine spannende, wahnsinnige Geschichte, die ich teilweise gut und weniger gut nachvollziehen konnte. Da die Idee aber viel Potential hat, gebe ich 4 Sterne.

Oliver Bottini – Eingetaucht
Oliver Bottini, der bereits 2005 und 2007 mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, schreibt hier über einen harten Fall von Persönlichkeitsspaltung. Ein schönes Thema, denn laut einer Studie sucht jeder dritte Berliner einen Therapeuten auf. Aber was wird der Patient in seiner Therapie erleben?

Der Schreibstil von Oliver Bottini lag mir nicht so und ich fand die Geschichte auch nicht so toll, sie war zu verwirrend und teilweise konnte ich der Handlung nicht folgen. Auch der Protagonist war zu unscheinbar auch wenn es die meiste Zeit um ihn ging – ich schiebe dies einfach mal auf die kurze Geschichte.

Fazit:
Eine kleine Reise durch Kreuzberg und ein Besuch bei einem Psychologen machen die Geschichte lesenswert, aber der Inhalt war sehr flach und abgehackt, daher gibt es von mir 2 Sterne.

Michel Birbæk – Surfen
Michel Birbæk, geboren und aufgewachsen in Kopenhagen, arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre als freier Autor. Mittlerweile hat er 5 Romane veröffentlicht und nebenbei schreibt er an Drehbüchern und Kolumnen.

„Surfen“ war eine ziemlich brutale Geschichte. Ein Typ der sich prügelt und den Hype den er dabei verspürt … Natürlich muss dieser Hype immer neu erfahren werden. Auch ist diese Story sehr aktuell, denn nicht nur in Neukölln, wo die Handlung der Geschichte spielt, wird wahllos auf eine Person eingeschlagen. Doch was passiert mit dem Protagonisten wenn die Welle zum surfen zu groß wird?

Der Schreibstil von Michel Birbæk ist gewöhnungsbedürftig. Gleiches gilt für den Ausdruck. Es wird von Schlampen, Typen und platt machen geredet und das lag mir nicht so. Der Protagonist ist mir immer noch fremd. Ich sehe – wahrscheinlich wie der Protagonist selbst – keinen Sinn jemanden zu schlagen bis der andere am Boden liegt.

Fazit:
Eine Geschichte über sinnlose Gewalt, die muss ich persönlich nicht als eBook lesen, da reicht mir die Tageszeitung. 1 Stern.

Stephan Hähnel – Eine Prise Ewigkeit
Stephan Hähnel schreibt seit seinem 14. Lebensjahr Geschichten und Gedichte. Diese wurden in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.

In „Einer Prise Ewigkeit“ geht es um eine gute nachbarschaftliche Beziehung. Kommissar Senftleben glaubt, dass sein neuer Nachbar seine eigene Frau umgebracht hat und ermittelt eigenständig. Was wird er herausbekommen?

Der Schreibstil ist gut und flüssig, teilweise etwas langatmig. Ich dachte zwischendurch, dass ich das Ende schon erraten habe, aber es kam alles etwas anders, das fand ich gut. Und somit hat auch die Spannungskurve gestimmt.

Den Charakteren hat nichts gefehlt, es passte alles zur Geschichte. Natürlich hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber für den Plot hat alles gepasst.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Kurzkrimi mit einem überraschenden Ende. Dafür 4 Sterne.

Zoë Beck – Ein zufriedener Mann
Meine Blog-Leser wissen, ich bin Zoë Beck Fan 😉 daher freue ich mich natürlich ganz besonders, dass auch in diesem eBook eine Geschichte von ihr dabei ist.

Henrike Heiland schreibt seit 2008 unter ihrem Pseudonym Zoë Beck Kriminalromane. 2010 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Bester Kurzkrimi“ und weitere Nominierungen folgten.

„Ein zufriedener Mann“ ist ein typischer Krimi für Zoë Beck. Der Protagonist hat alles was er braucht – er ist zufrieden; Bis eines Tages etwas passiert… Er ist Kritiker und entdeckt eine junge Tänzerin die ihm so sehr beeindruckt, dass er seine Zufriedenheit überdenken muss. Wird er unzufrieden oder kennt er die Tücken des Glücks?

Der Schreibstil ist fesseln und spannend. Die Charaktere sind lebhaft und zu greifen. Sofort sah ich sie vor mir und habe mit ihnen gefiebert.

Fazit:
So muss ein Kurzkrimi sein: packend, spannend, unerwartet! 5 Sterne.

Christoph Spielberg – Happy Birthday
Christoph Spielberg ist Facharzt für Innere Medizin und Herzspezialist. Lange Jahre war er Oberarzt in einem Krankenhaus, dann niedergelassener Kardiologe. Heute ist er freiberuflich tätig und lebt in Berlin. Sein Roman „Die russische Spende“ wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis, für das beste Debüt ausgezeichnet.

Der Schreibstil von Christoph Spielberg ist packend und sehr gut zu lesen. Die Geschichte selbst ist leider nicht so stark von Spannung geprägt, aber dafür vom ersten Satz an sehr fesselnd. Bernd und sein bester Freund fahren mit dem Auto zum Ferienhaus von Bernd. Die Fahrt ist ruhig und entspannt, bis Bernd seinen Freund fragt ob dieser schon mal jemanden ermordet hat. Was hat es mit dieser Frage auf sich?

Fazit:
Sehr gelungen! Ich habe mich echt geärgert, dass die Geschichte so schnell zu Ende war. Gerne hätte ich noch mehr von Christoph Spielberg gelesen und daher bekommt diese Geschichte 4 Sterne für die Charaktere und den Stil des Autors.

Marcel Feige – Treptower Tropfen
Marcel Feige ist seit 2002 als Schriftsteller tätig und schreibt auch unter seinen Pseudonymen Christoph Brandhurst und Martin Krist.

„Treptower Tropfen“ hat mich von ersten Buchstaben an überzeugt! Sehr spannend, fesselnd und mit viel Thrill wird die Geschichte um einen tropfenden Wasserhahn voll ausgekostet. Aber was kann an einem Wassertropfen so schlimm sein? – Selber lesen, ihr werdet es erfahren!

Marcel Feige schreibt sehr detailiert und gut die Gefühle und Gedanken des Protagonisten auf und der Leser kann nicht anders als mitfühlen, -erleben. Das ist ein toller Stil und auch der Protagonist, obwohl ich nicht viel über sein Wesen erfahren habe, ist ausreichend gezeichnet.

Fazit:
Eine packende Story die mich nachhaltig noch beeindruckt. Dafür 5 Sterne.

Jochen Senf – Der Kunstpfeifer
Der Bühnen- und Filmschauspieler schreibt nebenbei Drehbücher, Hörspiele, Kinderbücher und Kriminalromane.

Die Geschichte, in der ein Mann der nur wenige Geräusche erträgt und bei einer zu großen Menge die Kontrolle verliert, ist doch sehr lasch. Doch was passiert, wenn neben dem Protagonisten ein Kunstpfeifer wohnt?

Der Schreibstil von Jochen Seifert hat mich gar nicht berührt. Ich fand diesen eher steif, langatmig und ermüdend. Die Geschichte kam mir daher wesentlich länger vor als sie war. Der Protagonist war auch sehr blass und sein Verhalten wurde mir zu wenig beschrieben. Ich konnte seine Krankheit, dass das Gehirn zu viele Geräusche nicht aufnehmen kann, nicht nachvollziehen, da mir ein Satz über das Krankheitsbild einfach unzureichend ist.

Fazit:
Diesen Kurzkrimi hätte ich mir schenken können, denn nicht nur, dass ich die Story ziemlich konfus fand, so hat mich das Ende auch sehr kalt gelassen. 1 Stern für eine Geschichte, die die Welt nicht braucht.

Lena Blaudez – Verbrechen lohnt sich
Lena Blaudez, die viele Jahre lang in Afrika unterwegs war, und dort bei Hilfsprojekten mitwirkte schreibt in ihrem Krimi ein paar Erfahrungen nieder.

Ada erhält in der Nacht einen Anruf und wird von einer ihr unbekannten Frau gebeten sie zu beschützen. Ada erfährt nicht viel, nur dass es sich um eine Übergabe von Schmuggelware handelt. Kann Ada der Frau helfen und was ist wirklich in dem geheimen Koffer?

Der Schreibstil von Lena Blaudez ist flüssig und lebhaft. Die Charaktere lebendig und ausdrucksstark, so dass kaum Wünsche offen bleiben.

Fazit:
Leider sind einige Teile der Geschichte zu sehr ausgeschmückt und andere nur angerissen. Ich persönlich hätte mir die Story ausgewogener gewünscht, daher gibt es 3 Sterne.

Kai Hensel – Frühling des Herzens
Der als Theaterautor bekannte Kai Hensel schreibt in seinem Kurzkrimi über Barbara. Barbara befindet sich in einer Lebenskriese – ihr Mann hat sie für eine andere verlassen und auch ihr Manuskript an eine Zeitung wurde abgewiesen. Kann Barbara ihre Kriese überstehen?

Der Stil von Kai Hensel ist sehr gut, es macht viel Freude seiner Geschichte zu folgen, die aus der Sicht einer Frau geschrieben ist. Toll! Barbara benötigt nicht viel um sie interessant zu finden und genau das ist es, was das Geschehen um sie herum so interessant macht.

Fazit:
Eine schöne, spannende und böse Geschichte, die mir viel zu kurz war, daher nur 4 Sterne.

Viktor Iro – Wartensteiners letzte Überweisung
Der Autor und Kulturwissenschafter Dirk Hohnsträter schreibt hier unter seinem Pseudonym Viktor Iro.
Die Geschichte dreht sich um die Insolvenz einer Bank – packendes und fesselndes Thema. Herr Wartenstein ist ein hohes Tier in einer Bank, bis ihm ein Fehler unterläuft, doch kann er diesen wieder wett machen?

Der Schreibstil von Viktor Iro ist gut aber teilweise verwirrend. Wer sich mit der Bankenthematik nicht auskennt, wird hier wahrscheinlich Schwierigkeiten haben der Geschichte zu folgen. Der Protagonist ist kalt, unsympathisch und sehr berechnend dargestellt, ich könnte mir daher einen Herrn Wartenstein sehr gut auch im realen Leben vorstellen.

Fazit:
Ein interessante Geschichte, die für mich kein Ende hat. Schwupps und Schluß, auch bleiben mir zu viele Fragen offen. Ein Thema wird angerissen und dann nicht mehr bearbeitet. Ich mag sowas gar nicht und gebe daher 2 Sterne.

Lothar Berg – Fischbrötchen
Lothar Berg ist seit 2001 freier Autor und schreibt in seinem Kurzkrimi eine sehr makabere Geschichte um einen Fischkutter am Tempelhofer Hafen.

Der Stil von Lothar Berg hat doch starke Ähnlichkeit mit dem von Roald Dahl – viel Thrill mit einer packenden Story.

Der Protagonist Perle will eine Bank überfallen und spioniert diese täglich über den im Hafen liegenden Imbusskutter aus. Wird ihm der Bankraub gelingen?

Fazit:
Wahnsinn! Da ich mich sehr oft im Einkaufscenter Tempelhofer Hafen aufhalte und auch in dieser Gegend groß geworden bin freut mich diese Geschichte ganz besonders, denn sie weckt alte Erinnerungen. Ich habe diesen Kurzkrimi regelrecht verschlungen und gebe daher 5 Sterne.

Ulrike Bliefert – Nikes letzter Sieg
Die Schauspielerin und Autorin Ulrike Bliefert schreibt in ihrem Kurzkrimi über eine Lehrerin auf Abi-Reise. Die Schüler werden auch immer frecher und die Abi-Scherze immer derber. Kann sich Nike durchsetzen?

Ulrike Bliefert schreibt wunderbare Kurzgeschichten, da ich schon einige von ihr kenne, habe ich mich auf „Nikes letzter Sieg“ sehr gefreut. Der Stil und Ausdruck ist, wie gewohnt, direkt und flüssig. Auch die Charaktere sind alle auf ihre Art komplett und nachvollziehbar.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die mir viel zu kurz war – sind ja nur Kurzkrimis 😉 daher keinen Abzug – ich gebe für diese Geschichte 4 Sterne, da ein bisschen mehr Spannung nicht schlecht gewesen wäre.

Andrea Vanoni – Hot Shot
Die selbstständige Agentin für Drebuchautorin, Kameraleute und Regisseure schreibt hier eine mörderische Story über eine Frau, die in ihrer Ehe nicht ausgelastet ist und sich gerne Frischfleisch mit ins Schlafzimmer nimmt. Aber ob dies immer so clever ist?

Der Schreibstil ist gut und flüssig. Die Charaktere leider etwas flach und unreif. Die Idee der Geschichte gut, aber leider etwas zu seicht umgesetzt.

Fazit:
Eine nette Kurzgeschichte, die das Ende erwarten lässt. Daher nur 3 Sterne.

-ky – Zeitbomben
Horst Bosetzky, schreibt hier unter seinen Pseudonym -ky. Ein schöner Kurzkrimi mit vielen Handlungssträngen die später alle zusammenlaufen.

Fazit:
Der Schreibstil und die Charaktere sind gut, die Story hat etwas. Ich vergebe 4 Sterne für diesen Kurzkrimi.

Sebastian Fitzek – Falscher Ort, falsche Zeit …
„Die Therapie“, der erste Psychothriller von Sebastian Fitzek, wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert, dies zeigt schon das Potential des Autors.
In diesem Kurzkrimi schreibt Itzek über einen brutalen Überfall mit Todesfolge und die Flucht in einem Taxi. Schafft es der Täter unbemerkt zu entkommen?

Fazit:
Ich habe so gut wie alle Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und habe nach dieser Geschichte erneut das Verlangen in seine Bücher einzutauchen. Auch hier sind die Charaktere sehr lebhaft beschrieben und der Leser kann nichts anderes als mitfiebern. Auch ist der Ausdruck nicht ganz so hart wie in seinen Büchern, daher 5 Sterne.

 

Ich bedanke mich bei der chichili agency für das Rezensionsexemplar.


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Titel: Berlin blutrot
Verlag: chichili
Seiten: 174
ASIN: B006L6TNVY
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Mittsommersehnsucht – Elfie Ligensa

Klappentext:
Eine Sommerreise mit den Hurtigruten – und nichts ist wie zuvor

Alles hat die junge Ärztin Andrea für ihre große Liebe Jonas aufgegeben: ihren Job, ihre Heimat, ihre Freunde. Doch als sie im norwegischen Bergen ankommt, erwischt sie den Geliebten mit einer anderen. Verwirrt und enttäuscht bucht Andrea kurzerhand eine Passage mit den Hurtigruten und fährt mit dem Postschiff in Richtung Norden. Zwischen überwältigenden Fjorden und der Weite des Meeres findet sie Ruhe und neue Freunde. Auch ihr können als Ärztin wird gefragt, und schon bald gerät sie in einen Strudel aus kriminellen Machenschaften und Gefühlen für einen geheimnisvollen jungen Mann …

Der Roman beginnt seicht und als typischer Frauenroman. Andrea reist nach Norwegen um dort als Ärztin zu praktizieren, zu Leben und ihren Freund zu heiraten. Doch als sie in Bergen ankommt, erwischt Andrea ihren Jonas mit einer anderen im Bett. Andrea, die zutiefst getroffen und verstört ist, will sofort wieder nach Deutschland. Durch eine Begegnung mit dem lieben Taxifahrer Bengt entscheidet sich dann doch für eine Fahrt auf der Midnatsol – einem Postschiff -, welches sie in den hohen Norden zu den Lofoten bringt.
Was erwartet Andrea bei den kleinen Inseln und den Einheimischen die nur wenig Touristen kennen?

Der Schreibstil von Elfie Ligensa ist sehr einfach, flüssig und gut zu lesen. Teilweise etwas verträumt. In meinen Augen gelingt ihr das einfache Schreiben gut, mit der eingebundenen Spannungskurve hingegen hapert es leider etwas.

Die Charaktere sind mir fast alle negativ aufgefallen. Am Anfang hatte ich Mitleid mit Andrea, da sie extra für Jonas alles aufgibt und ihn dann in flagranti erwischt. Das gönne ich keinem. Aber später entwickelte sich Andrea zu einer Alleskönnerin, das machte sie wahnsinnig unsympathisch und es wurde leider im ganzen Buch nicht besser.
Jonas ist ein Waschlappen vom Feinsten! Ein Typ der nur ein Weibchen ansieht und ihr verfällt – wer mag denn sowas?! Ich kann mit solchen Typen nicht umgehen und hätte mir etwas Charaktertiefe gewünscht.

Aber es gab auch Personen die ich toll fand und über die ich gerne mehr gelesen und erfahren hätte. Das waren die Samen, ein Volk hoch oben im Norden (auch in Schweden und Finnland vertreten). Die Geschichte um die Tradition der Samen und deren Schamanin fand ich interessant, leider im Buch zu sehr geschönt.

Das Cover ist toll, passt allerdings gar nicht zur Geschichte. Es sieht einladend aus – so wurden die Norweger auch die ganze Zeit beschrieben – aber ein Bild der Landschaft hätte mich mehr gereizt. Die herrlichen Fjorde wurden so eindrucksvoll beschrieben, dass ein Bild dazu noch einladender wäre.

Fazit:
Ein Buch für zwischendurch und nur für Norwegenfans. Ich für meinen Teil kann sagen, dass mir das Buch nur von der Landschaftsbeschreibung und von den Einblicken in das Leben der Samen gefallen hat. Die Geschichte um Andrea war zu sehr gesponnen. Zu nichtssagend und zu langweilig. Ärzte werden in Norwegen gesucht, dass ist wahr, aber der Roman zeigt deutlich was es ist: eine Geschichte und keine Erfahrung. In diesem Sinne 3 Sterne.

Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Ullstein Verlag.

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Titel: Mittsommersehnsucht
Autor: Elfie Ligensa
Verlag: Ullstein
Seiten: 416
ISBN: 978-3548284361
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Die Meisterin – Trudi Canavan

Klappentext:
Sonea hat viel gelernt, seit sie von der Magiergilde aufgenommen wurde. Doch einiges hätte sie lieber nie erfahren – Dinge, die sie im Gewölbe des Gildemeisters Akkarin erblickt hat. Sonea fürchtet, dass seine Zuneigung nur ein böses Spiel sein könnte, mit dem er ihre magischen Kräfte für finstere Ziele gewinnen will. Doch sie wagt nicht, ihm zu trotzen, denn sie ahnt, dass ihre Zukunft in seiner Hand liegt …

Auch der dritte Band der Gilde der Schwarzen Magier ist spannend und flüssig zu lesen. Eine Inhaltsangabe fällt mir ehrlich gesagt sehr schwer, da ich nichts von den beiden vorangegangen Romanen ausplaudern möchte. Ich würde empfehlen alle 3 Teile der Magiergilde zu lesen, aber es ist kein muss, denn auch in „Die Meisterin“ werden die relevanten Dinge nochmals geschildert und der Leser erfährt was er wissen muss.

Ich bin immer noch total berauscht von den Charakteren, ich habe sie nun 6 Tage (3 Bücher) lang begleitet und habe mit ihnen gelitten, gelacht und mitgefiebert und es ist doch recht viel passiert. Personen, die ich ins Herz geschlossen habe, haben sich verändert; viele Fragen blieben offen, die mich wahrscheinlich noch quälen werden bis ich auch die anderen Bücher um Sonea gelesen habe und auch die Schauplätze der Geschichte haben sich in meinem Kopf eingebrannt. Daher kann ich neben der Geschichte auch wirklich den Schreibstil von Trudi Canavan nur immer wieder loben!

Fazit:
Ich gebe für dieses Buch ganz liebe 4 Sterne. Leider waren mir einige Szenen im Buch etwas zu lang und ich musste mich dann doch quälen diese zu lesen – ein bisschen kürzen und ich wäre rund um zufrieden gewesen. Gefallen hat mir das Buch natürlich trotzdem!


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Titel: Die Meisterin
Autor: Trudi Canavan
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 700
ISBN: 978-3442243969
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Das alte Kind – Zoë Beck

Klappentext:
Wer hilft dir, wenn alle glauben, dass dein größter Feind du selbst bist?

Es sind nur wenige Tage, die Carla von ihrem Kind getrennt im Krankenhaus verbringt – Tage, die alles verändern. Als die Schwester ihr das Baby in die Arme legt, stellt Carla fest: Das ist gar nicht ihr Kind! Doch niemand glaubt ihr …

Fiona wacht in ihrer Badewanne auf. Kerzen stehen am Wannenrand, Blütenblätter schwimmen auf dem Wasser, das sich allmählich rot färbt – von ihrem Blut! Mit letzter Kraft schleppt sie sich zum Telefon. Im Krankenhaus behauptet sie, jemand hätte versucht, sie zu töten. Doch niemand glaubt ihr …

Wie bereits beim Klappentext ersichtlich handelt es sich um 2 Geschichten. Eine handelt von Carla, die andere von Fiona. Dass beide Geschichten zusammenhängen ist natürlich klar. Wie, das erfährt der geübte Leser relativ schnell. Danach beginnt eine spannende Reise der Protagonisten in deren Vergangenheit.

Stil:
Den Stil von Zoë Beck durfte ich schon bei „Wenn es dämmert“ bewundern und ich bin immer noch angetan. Sie schreibt sehr spannend, flüssig und einfach aber nicht plump. Was auch das Lesen in der Nacht, bei starker Müdigkeit, wenn man das Buch also einfach zu Ende lesen möchte, ganz einfach macht.

Charaktere:
Alle Charaktere waren auf ihre Art genau so wie es das Buch erforderte. Sie waren alle richtig konstruiert und es blieben keine Fragen offen. Anders hätte es nicht sein dürfen.

Cover:
Okay, das Buch heißt „Das alte Kind“ und ein Schaukelpferd war abgebildet, also wird alles schon seine Richtigkeit haben. Nach dem Lesen kann ich aber wirklich sagen, dass ich es schaurig finde. Dadurch, dass der Boden des Zimmers – also der Standpunkt des Schaukelpferdes fast weg zu brechen scheint. Toll gemacht!

Fazit:
Ein super interessantes Buch. Da es sich allerdings um eine Geschichte über ein Krankenhaus, Kinder und der Leidensgeschichte einer Mutter handelt würde ich dieses Buch nur Lesern empfehlen die gesunde Kinder haben oder bei werdenden Müttern gar ganz vom Lesen abraten.
Mir persönlich hat das alte Kind gut gefallen, auch wenn ich den Plot schnell herausgefunden hatte war es trotzdem sehr spannend zu erfahren wie es denn nun zu diesem und jenem gekommen ist. Ich gebe gute 4 Sterne für das Buch und freue mich auf weitere Geschichten von Zoë Beck.


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Titel: Das alte Kind
Autor: Zoë Beck
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 304
ISBN: 978-3404164431
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir