Gebrauchsanweisung für Ihren Arzt: Was Patienten wissen müssen – Dr. med. Gunter Frank

Klappentext:
Behandeln Sie Ihren Arzt schon richtig? Dieses Buch macht Patienten stark.
Jeden Tag werden unzählige falsche Diagnosen gestellt, werden Patienten übertherapiert oder ohne erwiesenen Nutzen behandelt. Das erschüttert das Vertrauen in die Medizin insgesamt. Aber was kann der Einzelne tun?
Der Heidelberger Arzt und Bestsellerautor Gunter Frank stellt das erste wirkungsvolle Konzept zur Stärkung der Patienten vor. Mit Checklisten und Praxis-Teil:

  • Weiß ich genug über meine Behandlung?
  • Wie werde ich ein selbstbewusster Patient?
  • Welche Therapie ist gut für mich?
  • Wie kann ich mich vor gefährlichen Übertherapien schützen?

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Titel: Gebrauchsanweisung für Ihren Arzt: Was Patienten wissen müssen
Autor: Dr. med. Gunter Frank
Verlag: Knaus Verlag
Länge: 304 Seiten
ISBN: 978-3813505788
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Das Buch richtet sich an Patienten, die das Gesundheitssystem besser verstehen und selbstbewusster mit Ärzten umgehen möchten. Frank erklärt verständlich, wie Diagnosen zustande kommen, welche Rolle medizinische Leitlinien spielen und warum nicht jede Untersuchung oder Behandlung automatisch sinnvoll ist. Dabei beleuchtet er kritisch wirtschaftliche Interessen im Gesundheitswesen und zeigt auf, wie Patienten informierte Entscheidungen treffen können. Der Autor zeigt zudem deutlich mit dem Finger auf politische Akteure und die Rolle von Medikamenten, wodurch Leser angeregt werden, das System insgesamt zu hinterfragen. Praktische Tipps, konkrete Beispiele aus dem Alltag und Hinweise zur Kommunikation mit Ärzten machen das Buch besonders zugänglich und alltagsnah.

Meinung:
Das Buch überzeugt vor allem durch seine klare, verständliche Sprache und den Mut, auch unbequeme Themen anzusprechen. Gunther Frank schafft es, komplexe medizinische Zusammenhänge so darzustellen, dass auch Laien sie gut nachvollziehen können. Besonders positiv ist, dass er Patienten stärkt und dazu ermutigt, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Gleichzeitig regt das Buch stark zum eigenen Denken an, da es keine einfachen Antworten liefert, sondern bewusst Denkanstöße gibt – jeder Leser muss letztlich selbst entscheiden, welche Schlüsse er daraus zieht. Kritisch anzumerken ist, dass einige Thesen sehr pointiert formuliert sind und dadurch gelegentlich pauschal wirken können.

Fazit:
Gebrauchsanweisung für ihren Arzt: Was Patienten wissen müssen ist ein aufklärendes und wichtiges Buch für alle, die ihre Rolle als Patient aktiver gestalten möchten. Die Wirkung des Buches hängt jedoch stark vom Leser ab: Wer ohnehin kritisch gegenüber dem Gesundheitssystem eingestellt ist, wird sich in vielen Punkten bestätigt fühlen, während Leser mit großem Vertrauen in ärztliche Strukturen manche Aussagen als zu pauschal empfinden könnten. Insgesamt vergebe ich 5 Sterne, weil ich den Inhalt gelungen finde und auch den Mut belohnen möchte, den der Autor mit diesem Buch beweist. Ich empfehle das Buch besonders Menschen, die sich mehr Sicherheit im Umgang mit medizinischen Entscheidungen wünschen und bereit sind, sich auch mit kritischen Perspektiven auseinanderzusetzen und eigene Schlüsse zu ziehen.

Ein weiteres gutes Buch von Dr. med. Gunter Frank ist: Schlechte Medizin: Ein Wutbuch – Dr. med. Gunter Frank

7 Milliarden für nichts: Ein Landarzt rechnet mit dem Gesundheitssystem ab – Dr. Günther Loewit

Klappentext:
Dr. Günther Loewit ist seit 33 Jahren Landarzt. Schonungslos schildert er, wie die Politik das Gesundheitssystem kaputt macht, wie Gesundheit zur Ware und Patienten zu Kunden verkommen und wie dabei auch noch Milliarden an Steuergeldern verschwendet werden. Loewit beschreibt in diesem Buch, was viele Menschen bereits ahnen, in seiner vollen Tragweite aber nicht für möglich halten würden.


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Titel: 7 Milliarden für nichts: Ein Landarzt rechnet mit dem Gesundheitssystem ab
Autor: Dr. Günther Loewit
Sprecher: Peter Matzer
Verlag: edition a audio
Länge: 367 Minuten
ISBN: 9783991099116
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Dr. Günther Loewit ist Landarzt und beschreibt in seinem Buch, wie Politik und Pharma unser System der Gesundheit kaputt machen.

Stil:
Peter Matzer hat einen angenehmen Akzent und liest sehr gut. Durch seine ruhige Art ist das brisante Thema gut zu hören. Auch wenn man sich über so vieles ärgern möchte! Geldverschwendung, Gesundheitsverschwendung, krank machende Medikamente, zwanghafte Maßnahmen einen Menschen irgendwie am Leben zu lassen – aber ist vieles überhaupt noch ein Leben?

Dass vieles im Krankensystem schiefläuft, sollte mittlerweile jedem bewusst sein, dass es allerdings so viel ist, ist schlimm. Über 6 Stunden Fallbeispiele, Statistiken und Vorschläge (wie es besser geht) sind in diesem Werk gebündelt. Besonders gefallen hat mir, dass der Autor wirkliche Fälle in seinem Buch nutzt, um den Irrsinn zu verdeutlichen. Und es ist traurig, dass so viele in diesem System mitmachen und nicht auch den Mut (oder die Kraft) aufbringen und aufstehen.

Cover:
Das Cover gefällt mir gut, ein sympathischer Mann auf dem Weg zum nächsten Patienten.

Fazit:
Ein (Hör-)Buch, welches man unbedingt kennen sollte. Mich hat es in vielen Bereichen bestärkt und aufgeklärt und daher bekommt es volle 5 Sterne. Eine Hör-/Leseempfehlung geht an jeden, der am Gesundheitssystem interessiert ist, krank ist oder krank war, der Angehörige hat, welche auf Medikamente oder Pflege angewiesen ist. Und generell ist es nicht schlecht sich weiterzubilden, daher ist es für jeden geeignet.

Schlechte Medizin: Ein Wutbuch – Dr. med. Gunter Frank

Klappentext:
Es geht nicht um Ihre Gesundheit. Es geht um Profit
Ein Arzt bricht seine Schweigepflicht: Inzwischen werden in Deutschland massenweise Patienten falsch behandelt. Und zwar systematisch. Gunter Frank zeigt, wie an den verschiedenen Stellen des Medizinbetriebs aus Gier und Eigeninteresse Medikamente und Therapien durchgesetzt werden, die nach Maßgabe von Wissenschaft und Vernunft vor allem eines sind: schlechte Medizin.


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Titel: Schlechte Medizin: Ein Wutbuch
Autor: Dr. med. Gunter Frank
Verlag: KNAUS
Seiten: 289
ASIN: B007EGW60K
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Woher kommen die Weisheiten z.B. zur Ernährung, zu unseren Blutwerten, Cholesterinwerten und auf welcher Basis wird generell behandelt?!

Meinung:
Das Buch ist gut aufgebaut, gleich im Vorwort wird klargestellt, um was es in diesem Buch geht und für wen es geschrieben ist. Dann folgenden die 3 Hauptteile:

  • Schlechte Medizin in der täglichen Behandlung
  • Die Ursachen schlechter Medizin
  • Die gesellschaftlichen Auswirkungen schlechter Medizin

Die Quellen von Dr. Gunter Frank sind stellenweise im Text und im Glossar hinterlegt und können eingesehen werden – schade, dass im Text nicht immer auf die Quelle verwiesen wird, so muss man sich immer hin und her bewegen, aber zumindest gibt es Quellen, denn einige Tatsachen sind schwer verdaulich! Wenn der Autor seine Meinung vertritt, dann liefert er gute Argumente und kennzeichnet seine Aussagen auch, so ist es jedem selbst überlassen, was er mit dem erworbenen Inhalt anfängt. Der Schreibstil ist flüssig und auch für Laien leicht verständlich, der Ausdruck ist, trotz ärgerlichen Tatsachen, sachlich.

Gerade in der heutigen Zeit sollte sich jeder mit schlechter Medizin befassen. Auf welcher Grundlage erhalten wir Medikamente, was bringen Vorsorgeuntersuchungen und welchen Webseiten und vor allem Studien kann man noch trauen?

Cover:
Das Cover ist okay, es ist schlicht, könnte aber ein bisschen mehr Praxisbezug aufzeigen.

Fazit:
Sollte unbedingt gelesen werden, vor allem von Menschen, welche Medikamente nehmen und immer wieder von einem Arzt zum nächsten geschickt werden. Von mir gibt es 4 Sterne, einen ziehe ich aufgrund der nicht verlinkten Quellen ab – es gibt zwar Quellenangaben, aber im E-Book immer wieder zu blättern und zu suchen ist mühsamer als in einem richtigen Buch, hier hätte bei der Erstellung darauf geachtet werden müssen.

Die Unsterblichen – Drew Magary

Klappentext:
2019: Mit einer einfachen Spritze kann der Alterungsprozess gestoppt werden. Immer mehr Menschen lassen sich impfen – und ahnen nicht, welche erschreckenden Folgen dies haben wird. 2029: Die Gesellschaft, wie wir sie kennen, löst sich auf. 2039: Der globale Alptraum hat begonnen…


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Titel: Die Unsterblichen
Autor: Drew Magary
Verlag: Knaur
Seiten: 461
ASIN: B008XCFMIC
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
John Farrell, 29 Jahre, möchte sich deaktivieren lassen. Dies bedeutet, dass er sich einer Genmanipulation unterziehen muss und somit der Alterungsprozess gestoppt wird. Doch was passiert mit der Erde, wenn kein Lebewesen mehr altert?!

Schreibstil:
Ich habe mich selten so über einen Schreibstil geärgert, wie über diesen hier. Ob es an der Übersetzung oder an Magary selbst liegt ist schwer zu sagen, da ich das Original nicht kenne, aber wer auf unzählige Längen und Geschwafel steht, wird dieses Buch lieben. Magary zieht die Geschichte um John mit Zeitungsberichten, Interviews und E-Mails grundlos in die Länge. Anstatt die Berichte, wie sich die Welt verändert, kurz und Bündig zu schreiben, verwendet er z. B. in einer E-Mail die wörtliche Rede, Zeitungsberichte wiederholen sich und Interviews sind nichts anderes als Zeitungsberichte in wörtlicher Rede – super, 150 Seiten verschenkt!

Die Spannung ist gleich null, da durch das Lesen von Artikeln, zumindest bei mir, keine Spannung auftauchen kann 🙄 Der Ausdruck ist mittelmäßig und wirkt daher zu verhalten.

Charaktere:
John Farrell – unsympathisch und naiv. Nur weil er Angst vor dem Tod hat, lässt er sich deaktivieren, obwohl er genau weiß, dass es ihn nicht davor schützen wird zu sterben. Warum lässt er es dann überhaupt machen?! Ich konnte zu John keine Verbindung aufbauen, er wirkte zu eigensinnig und handelte unüberlegt.

Auch andere Personen konnte ich nicht verstehen, warum will ein Mensch nicht altern? Warum sollte man ewig (jung) leben wollen?

Cover:
Lauter kleine grüne Männchen 😀

Fazit:
Ein Buch mit Weltuntergangsszenario, bunkern, horten und ums Überleben kämpfen – gepaart mit Sci-Fi für das Leben ohne Alter. Wer das mag, sollte „Die Unsterblichen“ definitiv lesen. Für andere gebe ich keine Leseempfehlung. Mir war die Geschichte zu unsinnig und zu langatmig, daher nur 2 Sterne.

Der frühe Tod – Zoë Beck

Klappentext:
Sie wollte ein neues Leben
Jetzt flieht sie vor dem Tod

In der Idylle der schottischen Highlands will Caitlin ihre Vergangenheit endlich hinter sich lassen. Doch nur wenige Wochen nach ihrer Ankunft wird ein Toter gefunden, den niemand kennt, außer Caitlin: Es ist Thomas, ihr Exmann. Und Caitlin ist die einzige Verdächtige. Denn für den Mord hat sie das stärkste aller Motive – Rache.

Doch schon bald wird Caitlin klar: Die Polizei ist nicht ihr größtes Problem. Es gibt noch jemanden, der über jeden ihrer Schritte genau informiert ist. Und der würde sie lieber tot als lebendig sehen …


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Titel: Der frühe Tod
Autor: Zoë Beck
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 304
ISBN: 978-3404163090
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Was ist denn hier passiert? „Der frühe Tod“ erscheint nach „Wenn es dämmert“ und „Das alte Kind“ spielt aber zwischen den beiden Büchern. Eigentlich gibt es keinen geschichtlichen Zusammenhang zwischen den Büchern, so dass diese auch in unterschiedlicher Reihenfolge gelesen werden können, aber es sind ein Paar Figuren, die sich in den 3 Büchern immer wieder finden und wenn dort das logische fehlt, macht doch das Lesen keinen Spaß mehr.

Inhalt:
Wie immer ist das Buch in 2 Geschichten aufgeteilt, die später zusammengeführt werden. Eine Story dreht sich um Caitlin, die vor ihrem Exmann flieht und bei einer Stiftung für vernachlässigte Jugendliche in der PR Abteilung anfängt.

Die andere Geschichte dreht sich um Ben und Cedric (beide bekannt aus den anderen Büchern). Ben erhält einen anonymen Hinweis, dass es in der „We help“ Stiftung nicht mit rechten Dingen zu gehen soll und es unter den Jugendlichen mysteriöse Todesfälle gab. Was wird er dort finden und wie hängen beide Geschichten zusammen?

Stil:
Der Stil von Zoë Beck ist im Buchaufbau gleich geblieben, allerdings hat der Schreibstil doch sehr nachgelassen. Teilweise sehr sprunghaft und wenig spannend dümpelte die Geschichte so vor sich hin.

Charaktere:
Caitlin, die mir am Anfang zu blass und später total gestört vorkam, konnte ich trotz der extra für sie eingerichteten Kapitel nicht greifen, zu sehr hüpfen die Erlebnisse von einem Punkt zum nächsten und die ganzen Randgeschichten langweilten. Als Caitlin, dann total verletzt im Krankenhaus liegt und erfährt, dass ihr Haus abgebrannt ist, ihr Nachbar und ihre beste Freundin tot sind, reagiert sie gar nicht. Da hätte ich mir aber eine andere Reaktion vorstellen können, oder?

Ben und Cedric bekommen alles irgendwie hin, klären auf und arbeiten fleißig, aber dies hätten sie nie ohne Sanders Hilfe geschafft. Die beiden feiern sich am Ende des Buches und von Sander erfährt der Leser nichts mehr, wieso?

Cover:
Das Cover zeigt einen Kinderschatten auf einem Fahrrad – für mich ein deutliches Zeichen für Vernachlässigung – also ein gut gewähltes Cover.

Fazit:
Das bis jetzt schlechteste Buch von Zoë Beck, das nicht wirklich Lust auf mehr macht. Die Charaktere bleiben blass und lieblos mit vielen charakterlichen Fehlern und der Leser bleibt auf vielen Fragen sitzen. So habe ich mich beispielsweise gefragt, was die kursiv geschriebenen Kapitel zwischen den Geschichten zu bedeuten haben – und was nun mit den Familien geschieht deren Kinder gestorben sind oder was aus den Kindern wird, die noch in den Projekten der Stiftung stecken – ganz klar, mir fehlt ein Epilog.

Was ich gut fand, war die Geschichte um die Armut, verwahrloste Kinder und ärztliche Forschung. Ich vergebe 3 Sterne für „Der frühe Tod“, da mir der Grundgedanke der Geschichte und der Stil mit den 2 Geschichten sehr gefällt.