Im Tal des wilden Eukalyptus – Inez Corbi

Klappentext:
Australien 1801: Das Glück der vor einem Jahr ausgewanderten Irin Moira scheint vollkommen – sie und ihr Geliebter Duncan bekommen ein Kind! Das Leben in einer einfachen Hütte ist hart, aber sie sind glücklich. Bis Duncan fliehen muss, weil britische Soldaten ihn verfolgen. Da nutzt Moiras offizieller Ehemann die Gelegenheit und nimmt ihr den lang ersehnten Sohn. Moira ist am Boden zerstört. Doch sie nimmt den Kampf um ihr Kind auf und schreckt auch vor den lauernden Gefahren im Busch nicht zurück …

Dieser Roman ist der Nachfolger von „Das Lied der roten Erde“ (Erschienen am 07.12.2010) und ich gestehe, dass ich den ersten Teil der Saga nicht gelesen habe. Daher bin ich gleich in eine für mich unbekannte Geschichte gestupst worden, aber alles halb so wild, ich bin gut mitgekommen und habe den Anschluss sofort gefunden.

Inhalt:
Die Geschichte spielt um 1801 in New South Wales – später dann Australien. Moira und ihr Geliebter Duncan bekommen nach einer Fehlgeburt einen gesunden Sohn und kümmern sich aufopferungvoll um ihn. Da Moira noch verheiratet ist und sich ihr Mann einen Erben wünscht entzieht dieser ihr das Kind und Moira und Duncan kämpfen so gut es geht um ihr Baby.

Duncan, der als Ex-Sträfling aufpassen muss wie er sich verhält, bemüht sich um jeden Preis nicht zu sehr aufzufallen und nicht mit den britischen Soldaten in einen Konflikt zu geraten. Allerdings macht sich Duncans Vater, der sich mit den verhassten Eingeborenen, den „Eora“, herumtreibt keine Freunde und somit stehen Moira und Duncan stark unter Beobachtung …

Charaktere:
Moira ist in meinen Augen eine starrköpfige Frau, und ich glaube nicht, dass dies in dieser Zeit so war und sein durfte. Um 1800 gab es glaube ich keine Frau, die sich derart Benehmen durfte oder konnte. Frauen die ihre Meinung sagten oder gar als Verheiratete mit einem Geliebten leben durften, das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Daher wirkt sie auf mich leider unglaubwürdig. Was sie für ihr Kind tut ist reiner Mutterinstinkt und logisch nachvollziehbar.

Duncan ist eine sympathische, natürliche Person mit liebenswerten Zügen. Mit ihm hatte ich mehr Mitgefühl als für Moira, da er wesentlich ehrlicher und realistischer wirkte.

Die anderen Charaktere waren lebhaft beschrieben und hatten einen guten Auftritt in der Geschichte, es fehlte mir nichts.

Schauplätze:
Der Busch und die Kolonie sind für mich bildhaft beschrieben und entführten mich teilweise in die schöne Landschaft, andererseits erschreckten mich auch die nicht so schönen Szenen, wie das Lazarett oder das Gefängnis.

Cover:
Das Cover gefällt mir, allerdings würde ich Bilder vom Busch und den Eora bevorzugen, denn diese spielten auch eine große Rolle und würden noch mehr Träume bei mir wachrufen. Besonders schön finde ich, dass die Schrift auf dem Cover und dem Buchrücken geprägt wurde und nicht nur gedruckt, damit hat das Buch eine ganz besondere Haptik – ich mag das 😉

Fazit:
Ein tolles Buch, Auch ohne den ersten Teil der Saga gelesen zu haben, hatte ich keine Schwierigkeiten. Das wichtigste wurde halt nochmals kurz angerissen und so war ich immer auf dem Laufenden. Vor dem ersten Kapitel ist eine Landkarte eingefügt, so dass ich als Leser sehen kann wo sich die Handlung abspielt und am Ende des Buches erhalte ich dank eines Nachwortes noch Informationen über die Geschichte (nicht alle Personen sind Fiktion).

Das einzige, was ich bereits oben schon bemängelt habe ist, dass ich Moiras Starrköpfigkeit, Leben mit einem Ex-Sträfling obwohl sie verheiratet ist, nicht wirklich glauben kann – dies ist für mich in dieser Zeit unverständlich und daher gebe ich dem Buch nur 4 Sterne.

 

Meinen Dank an den Ullstein Buchverlag für das Rezensionsexemplar.

 


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Titel: Im Tal des wilden Eukalyptus
Autor: Ines Corbi
Verlag: List
Seiten: 320
ISBN: 978-3548611167
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Wie ein einziger Tag – Nicholas Sparks

Klappentext:
„Und so beginne ich wieder, wie jeden Tag, laut aus meinem Tagebuch vorzulesen, damit sie es hören kann, in der Hoffnung, dass das Wunder, das mein Leben beherrscht, noch einmal wahr wird … “

Sie waren siebzehn , und der Sommer schien so unendlich wie ihre Liebe: aber als Allie mit ihrer Familie den verträumten Urlaubsort verlässt, verschwindet sie auch aus Noahs Leben, vierzehn Jahre lang. Dann aber will Allie, die inzwischen verlobt ist und kurz vor der Hochzeit steht, noch einmal den Mann sehen, den sie nie vergessen konnte.

Das Wiedersehen mit Noah wird für Allie zu einer Begegnung mit sich selbst und jener unwiderstehlichen Energie, die nur wahre Liebe birgt. Und dann erfährt diese wundervoll einfühlsame Geschichte eine ungeahnte Wendung …

Die Geschichte beginnt in einem Altenheim, dort liest ein männlicher Bewohner den anderen Heimbewohnern Geschichten vor. Diesmal geht er zu einer Frau und beginnt mit einer Geschichte aus seinem Tagebuch.
Anstatt, wie ich erwartet hatte, in „Ich-Form“ zu erzählen spielt die Tagebuch-Geschichte in einer Art Roman, so dass ich erstmal ein paar Seiten brauchte bis ich verstanden hatte, was nun gerade passiert. Aber als ich dann soweit war, las ich eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich bildlich überhaupt nicht erreichte und auch nicht überragend geschrieben war, aber von der Handlung her sehr rührend wirkte. Danach geht die Handlung wieder im Altenheim weiter und rührte mich dort sehr zu tränen.

Noah wirkt auf mich wie ein Naturtyp, total Bodenständig und locker. Wahnsinnig sympathisch aber auch nervig durch seinen übertriebenen Hang für Gedichte, die er überall einbringen muss.

Allie ist eher darauf bedacht was andere Denken und möchte es allen recht machen und entscheidet sich später erst für ihre Bedürfnisse. Aber sie entscheidet sich, dass ist doch mal was. Ob sie mir sympathisch geworden ist, weiß ich gar nicht so, aber sie war mir nicht egal und ich wollte schon wissen wie sie ihr Leben meistert.

Fazit: der Schreibstil war gar nicht mein Fall. Die Geschichte hatte für mich kein Herz. Die Handlung war wahnsinnig bedrückend und rührte mich, aber eher die Eckpunkte der Geschichte und nicht das, was geschrieben wurde. Der Stil von Nicholas Sparks ist mir einfach zu weich, zu poetisch und unpersönlich. Daher bekommt dieses Buch von mir 3 Sterne, da die Grundidee eine sehr schöne ist.


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Titel: Wie ein einziger Tag
Autor: Nicholas Sparks
Verlag: Heyne
Seiten: 240
ISBN: 978-3453408708
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Traumfänger – Petra Röder

Klappentext:
Seit ihre kleine Schwester Emma im Koma liegt, hört Kylie sie in ihren Träumen um Hilfe rufen. In genau einem solchen Traum trifft sie Matt Connor, der dort seit Monaten festsitzt. Bald wird klar, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen, doch hat ihre aufkeimende Liebe überhaupt eine Chance? Denn nur wenn es Kylie gelingt, Matt und Emma aus diesem Traum zu befreien, werden die beiden auch in der realen Welt überleben. Doch in der Traumwelt wimmelt es von bösartigen Kreaturen und Matt trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, von dem Kylie erst erfährt, als es fast zu spät ist.

Diese Geschichte riss mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann. Wunderbar geschrieben, von witzig bis gruselig war alles dabei.

Die Schauplätze der Geschichte waren sehr realistisch gestaltet und genau dass, fand ich gut. Keine Fantasiegebilde sondern genau so, wie ich selbst Träume war es auch im Buch beschrieben – Wälder, Schluchten, … – Natürlich träume ich nicht von den Merkwürdigen Kreaturen aber in einem Alptraum ist ja alles möglich 😉

Kylie und Matt mochte ich sehr. Sie waren keine Superhelden, sondern einfach auf der Suche nach einem Ausweg. Da überwindet jeder Hürden, die sonst evtl. abschreckend und unüberwindbar wirken. Auch ist die Liebe zwischen den beiden nicht überdreht dargestellt, sondern wirklich tauglich. Es ging mir zwar ein bisschen zu schnell, aber die Zuneigung der beiden war nur ein kleines Anhängsel der Geschichte, deswegen war es okay.

Fazit: Mit viel Witz und Charme hat es Petra Röder geschafft eine freche Geschichte zu schreiben, die ich uneingeschränkt für Jugendliche und fantasieliebende Erwachsene empfehle. Dafür 5 Sterne.

 


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Titel: Traumfänger
Autor: Petra Röder
Verlag: winterwork
Seiten: 292
ASIN: B007OUI5KQ
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Sommer, Sonne & Tod : Ferien-Schocker – Isabell Schmitt-Egner, Xander Morus

Dieses eBook schaffte es doch tatsächlich, dass ich mich im Sommer mit einer Gänsehaut abgeben musste, unglaublich!

Alle lieben Sandy Meier
Niemand kann Sandy Meier in Himmelsbach widerstehen. Jeder buhlt um die Gunst der schönen Bäckerstochter. Aber Sandy hat ein dunkles Geheimnis. Nur der schüchterne Alfred soll es entdecken, als sie ihn überraschenderweise zum Baden einlädt.

Der perfekte Köder
Der zwölfjährige Nick liebt das Angeln. Und die kleine, versteckte Insel ganz in der Nähe bietet die perfekte Bucht für seinen großen Fang. Doch nicht nur Nick fühlt sich auf der Insel wohl.

Die 2 Geschichten von Xander Morus „Alle lieben Sandy Meier“ und „Der perfekte Köder“ bewerte ich mit 3 Sternen.

Die Geschichten fand ich persönlich etwas langatmig und daher hätten diese kürzer sein können. Die Charaktäre waren mir zu blass beschrieben und auch brachten die oberflächlichen Geschichten keine Spannung auf. Das Ende war leider abzusehen.

Inselwesen
Gerd bucht für seine Familie einen Bootsausflug zu einer einsamen Insel. Als die Bootsführer ihn mit seiner Tochter und seiner Frau einfach am Strand zurücklassen, glaubt Gerd zunächst noch an einen Irrtum …

Das Baag
Manchmal ist es besser, zu schweigen … Eine Höhlenmalerei mit einer verstörenden Szene und ein Gegenstand, den man auf der Zeichnung nicht erkennen kann … Bench sucht die Hilfe eines Spezialisten für seine Entdeckung.

Die Stories von Isabell Schmitt-Egner „Inselwesen“ und „Das Baag“ bewerte ich mit 5 Sternen.
Ich konnte das Pad gar nicht aus der Hand legen so sehr haben mich die Geschichten in Beschlag genommen. Die Charaktäre waren sehr lebhaft und glaubwürdig beschrieben und auch die Geschichte drum herum lies mich glauben, dass ich Teil des Geschehens bin und nicht nur lese.

Fazit: 2 beeindruckende Kurzgeschichten und 2 für den Zeitverteib, auf jeden Fall eine Leseempfehlung!


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Titel: Sommer, Sonne & Tod
Autor: Isabell Schmitt-Egner, Xander Morus
Seiten: 79
ASIN: B008WLY7EO
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Rabenblut drängt – Nikola Hotel

Klappentext:
Isa ist 24 und Biologiestudentin. Sie arbeitet als Praktikantin in einem Nationalpark, als sie eines Nachts einen schwer verletzten Mann im Wald findet. Sie ahnt nicht, dass Alexej ein dunkles Geheimnis hütet. Aber sein Verhalten gibt ihr Rätsel auf:
Weshalb kann er den Anblick von totem Wild nicht ertragen? Und warum hat er so schrecklich hohes Fieber? Bei der Suche nach einer Erklärung kann sie jedoch eins nicht verhindern: dass sie sich unsterblich in ihn verliebt.
Doch ein unbekannter Feind lässt ihr kaum Zeit, das Geheimnis zu lüften, und Alexejs Rabenblut drängt …

Nikola Hotel schafft es mit ihrem ersten Roman in mein Herz. „Rabenblut drängt“ ist eine verträumte, spannende und liebevolle Geschichte.

Die Story spielt in Tschechien was das ganze Geschehen in meinem Augen noch schöner macht – alte Schlösser, wundervolle Bauwerke und eine andere Mentalität. Wahrscheinlich hätte Deutschland auch als Schauplatz dienen können, aber da ich mich gerne in Tschechien aufhalte freue ich mich natürlich sehr über den böhmischen-Touch. Da die Tschechen auch bezaubernde Sagen und Märchen haben – die auch etwas in dieses eBook eingebunden sind, genau wie E. A. Poes „Raven“ – finde ich den Schauplatz dort besser gewählt und hervorragend umgesetzt.

Die Protagonisten Isa und Alexej sind hervorragend beschrieben und kommen sehr lebendig rüber. Auch, dass jedem immer ein Kapitel gewidmet ist (sich die Erzählung also abwechselt), lässt die Spannung und die Gefühle der Beiden richtig auf den Leser überfließen.

Ich hoffe sehr, dass „Rabenblut drängt“ fortgesetzt wird und empfehle dieses eBook jedem der gerne träumt und sich in die Welt der Raben entführen lassen möchte. 5 Sterne für ein sehr berührendes eBook.


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Titel: Rabenblut drängt
Autor: Nikola Hotel
Seiten: 359
ASIN: B008CQYYQK
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr