MacTiger – Ein Highlander auf Samtpfoten – Andrea Schacht

Klappentext:
Schottland im Jahr 1744: Eine Clan-Fehde nimmt auf Drumnadruid Castle ein blutiges Ende. Dabei wird auch der Schlosskater Mac Tiger hinterrücks gemeuchelt. Seither geht sein Geist ruhelos im Schloss um …

Jahrhunderte später: Drumnadruid Castle zieht als idyllisches Schlosshotel in den Highlands unzählige Gäste an. Doch nur die junge Margita spürt MacTigers Anwesenheit. Die beiden verbindet ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: MacTiger – Ein Highlander auf Samtpfoten
Autor: Andrea Schacht
Verlag: blanvalet
Seiten: 352
ISBN: 978-3442368105
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Zum zweiten Mal habe ich MacTiger nun schon gelesen und es gefällt mir immer noch. Das erste Mal durfte ich den Highlander 2009 auf seinen geisterhaften Streifzügen begleiten und in 2013 war es wieder eine schöne Zeit dem Kater mit den roten Augen zu folgen.

MacTiger wurde 1744 gemeuchelt. Vor Schreck und Fassungslosigkeit konnte er nicht ins Licht gehen und weilt nun immer noch im alten Schloss. Bis sich endlich Margita mit ihrer Tante Henrietta als Urlaubsgäste im Schloss einquartieren spukt MacTiger einsam und gelangweilt in Drumnadruid Castle. Doch als er Margita erschrecken will, weicht diese nicht zurück, auch scheint sie sich nicht zu fürchten, aber warum?

Stil:
Der Schreibstil von Andrea Schacht ist sehr bildlich und verträumt. Der Leser wird sofort in den Bann der Geschichte gezogen und findet sich schnell in den schottischen Highland wieder.

Charaktere:
MacTiger ist ein wundervoller Kater. Liebreizend und einfühlsam berichtet er von seinen Erlebnissen und der Leser muss ihn einfach liebhaben und mit ihm mitfühlen.

Margita ist eine sehr zurückhaltende und schüchterne Person. Teilweise etwas zu unterwürfig und dann wieder sehr stark, teilweise haben mich diese Charaktersprünge etwas überrascht.

Cover:
Das Cover gefällt natürlich. Es zeigt eine Katze – aber MacTiger ist getigert und nicht schwarz – und ein altes Schloss, so kann sich der Leser gleich richtig einstimmen.

Fazit:
MacTiger ist ein schönes Buch für zwischendurch, da es nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Die Kapitel sind zum größten Teil immer abwechselnd geschrieben (Margita / MacTiger). Dies steigert auf jeden Fall die Sympathien für beide Charaktere. Ich vergebe 4 Sterne für ein schönes Buch, welches teilweise vorhersehbar ist und zum Ende zu viel Happy End besitzt.

Berlin blutrot

Berlin blutrot ist eine Sammlung von 16 Kurzkrimis und alle Krimis spielen, na klar, in Berlin. Am Ende erhält der Leser auch nochmals eine kleine Autorenliste, so dass man auch weiß wer der Autor einer Geschichte war, sollte man diesen noch nicht kennen.

Die Geschichten sind bunt gemischt, von brutal bis seicht, von spannend bis naja ;)Für jeden Leser lässt sich also etwas finden. Auch kann man das eBook nicht so schnell weglesen, die Geschichten wirken, zumindest bei mir, etwas nach. So musste ich zwischendurch immer eine kleine Lesepause einlegen.

Fazit:
Von den Geschichten her ergibt sich ein Bewertungsdurchschnitt von 3,3. Da ich die Idee eine Krimisammlung zu veröffentlichen und die Autoren nochmals vorzustellen gut finde, habe ich auf 4 Sterne aufgerundet.

Vincent Kliesch – Der Fremde
Vincent Kliesch, bekannt durch seine „Todestrilogie“ – „Die Reinheit des Todes“, „Der Todeszauberer“, „Der Prophet des Todes“ – beschreibt in seiner Kurzgeschichte eine sehr makabere Wette. Diese spielt sich in einem Mietshaus im Wedding direkt an der Müllerstraße ab. Mit viel Raffinesse und Thrill wird ein kurzer Einblick in die Welt eines Mannes gewährt, der es nun durch den Fremden gar nicht mehr leicht hat…

Der Schreibstil von Vincent Kliesch ist flüssig und Ausdrucksstark, trotzdem schafft er es nicht mich in seinen Bann zu ziehen. Die Charaktere blieben für mich sehr fad und es war mir schon fast egal wie die Geschichte nun ausgeht – positiv sowie negativ.

Fazit:
Eine spannende, wahnsinnige Geschichte, die ich teilweise gut und weniger gut nachvollziehen konnte. Da die Idee aber viel Potential hat, gebe ich 4 Sterne.

Oliver Bottini – Eingetaucht
Oliver Bottini, der bereits 2005 und 2007 mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, schreibt hier über einen harten Fall von Persönlichkeitsspaltung. Ein schönes Thema, denn laut einer Studie sucht jeder dritte Berliner einen Therapeuten auf. Aber was wird der Patient in seiner Therapie erleben?

Der Schreibstil von Oliver Bottini lag mir nicht so und ich fand die Geschichte auch nicht so toll, sie war zu verwirrend und teilweise konnte ich der Handlung nicht folgen. Auch der Protagonist war zu unscheinbar auch wenn es die meiste Zeit um ihn ging – ich schiebe dies einfach mal auf die kurze Geschichte.

Fazit:
Eine kleine Reise durch Kreuzberg und ein Besuch bei einem Psychologen machen die Geschichte lesenswert, aber der Inhalt war sehr flach und abgehackt, daher gibt es von mir 2 Sterne.

Michel Birbæk – Surfen
Michel Birbæk, geboren und aufgewachsen in Kopenhagen, arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre als freier Autor. Mittlerweile hat er 5 Romane veröffentlicht und nebenbei schreibt er an Drehbüchern und Kolumnen.

„Surfen“ war eine ziemlich brutale Geschichte. Ein Typ der sich prügelt und den Hype den er dabei verspürt … Natürlich muss dieser Hype immer neu erfahren werden. Auch ist diese Story sehr aktuell, denn nicht nur in Neukölln, wo die Handlung der Geschichte spielt, wird wahllos auf eine Person eingeschlagen. Doch was passiert mit dem Protagonisten wenn die Welle zum surfen zu groß wird?

Der Schreibstil von Michel Birbæk ist gewöhnungsbedürftig. Gleiches gilt für den Ausdruck. Es wird von Schlampen, Typen und platt machen geredet und das lag mir nicht so. Der Protagonist ist mir immer noch fremd. Ich sehe – wahrscheinlich wie der Protagonist selbst – keinen Sinn jemanden zu schlagen bis der andere am Boden liegt.

Fazit:
Eine Geschichte über sinnlose Gewalt, die muss ich persönlich nicht als eBook lesen, da reicht mir die Tageszeitung. 1 Stern.

Stephan Hähnel – Eine Prise Ewigkeit
Stephan Hähnel schreibt seit seinem 14. Lebensjahr Geschichten und Gedichte. Diese wurden in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.

In „Einer Prise Ewigkeit“ geht es um eine gute nachbarschaftliche Beziehung. Kommissar Senftleben glaubt, dass sein neuer Nachbar seine eigene Frau umgebracht hat und ermittelt eigenständig. Was wird er herausbekommen?

Der Schreibstil ist gut und flüssig, teilweise etwas langatmig. Ich dachte zwischendurch, dass ich das Ende schon erraten habe, aber es kam alles etwas anders, das fand ich gut. Und somit hat auch die Spannungskurve gestimmt.

Den Charakteren hat nichts gefehlt, es passte alles zur Geschichte. Natürlich hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber für den Plot hat alles gepasst.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Kurzkrimi mit einem überraschenden Ende. Dafür 4 Sterne.

Zoë Beck – Ein zufriedener Mann
Meine Blog-Leser wissen, ich bin Zoë Beck Fan 😉 daher freue ich mich natürlich ganz besonders, dass auch in diesem eBook eine Geschichte von ihr dabei ist.

Henrike Heiland schreibt seit 2008 unter ihrem Pseudonym Zoë Beck Kriminalromane. 2010 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Bester Kurzkrimi“ und weitere Nominierungen folgten.

„Ein zufriedener Mann“ ist ein typischer Krimi für Zoë Beck. Der Protagonist hat alles was er braucht – er ist zufrieden; Bis eines Tages etwas passiert… Er ist Kritiker und entdeckt eine junge Tänzerin die ihm so sehr beeindruckt, dass er seine Zufriedenheit überdenken muss. Wird er unzufrieden oder kennt er die Tücken des Glücks?

Der Schreibstil ist fesseln und spannend. Die Charaktere sind lebhaft und zu greifen. Sofort sah ich sie vor mir und habe mit ihnen gefiebert.

Fazit:
So muss ein Kurzkrimi sein: packend, spannend, unerwartet! 5 Sterne.

Christoph Spielberg – Happy Birthday
Christoph Spielberg ist Facharzt für Innere Medizin und Herzspezialist. Lange Jahre war er Oberarzt in einem Krankenhaus, dann niedergelassener Kardiologe. Heute ist er freiberuflich tätig und lebt in Berlin. Sein Roman „Die russische Spende“ wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis, für das beste Debüt ausgezeichnet.

Der Schreibstil von Christoph Spielberg ist packend und sehr gut zu lesen. Die Geschichte selbst ist leider nicht so stark von Spannung geprägt, aber dafür vom ersten Satz an sehr fesselnd. Bernd und sein bester Freund fahren mit dem Auto zum Ferienhaus von Bernd. Die Fahrt ist ruhig und entspannt, bis Bernd seinen Freund fragt ob dieser schon mal jemanden ermordet hat. Was hat es mit dieser Frage auf sich?

Fazit:
Sehr gelungen! Ich habe mich echt geärgert, dass die Geschichte so schnell zu Ende war. Gerne hätte ich noch mehr von Christoph Spielberg gelesen und daher bekommt diese Geschichte 4 Sterne für die Charaktere und den Stil des Autors.

Marcel Feige – Treptower Tropfen
Marcel Feige ist seit 2002 als Schriftsteller tätig und schreibt auch unter seinen Pseudonymen Christoph Brandhurst und Martin Krist.

„Treptower Tropfen“ hat mich von ersten Buchstaben an überzeugt! Sehr spannend, fesselnd und mit viel Thrill wird die Geschichte um einen tropfenden Wasserhahn voll ausgekostet. Aber was kann an einem Wassertropfen so schlimm sein? – Selber lesen, ihr werdet es erfahren!

Marcel Feige schreibt sehr detailiert und gut die Gefühle und Gedanken des Protagonisten auf und der Leser kann nicht anders als mitfühlen, -erleben. Das ist ein toller Stil und auch der Protagonist, obwohl ich nicht viel über sein Wesen erfahren habe, ist ausreichend gezeichnet.

Fazit:
Eine packende Story die mich nachhaltig noch beeindruckt. Dafür 5 Sterne.

Jochen Senf – Der Kunstpfeifer
Der Bühnen- und Filmschauspieler schreibt nebenbei Drehbücher, Hörspiele, Kinderbücher und Kriminalromane.

Die Geschichte, in der ein Mann der nur wenige Geräusche erträgt und bei einer zu großen Menge die Kontrolle verliert, ist doch sehr lasch. Doch was passiert, wenn neben dem Protagonisten ein Kunstpfeifer wohnt?

Der Schreibstil von Jochen Seifert hat mich gar nicht berührt. Ich fand diesen eher steif, langatmig und ermüdend. Die Geschichte kam mir daher wesentlich länger vor als sie war. Der Protagonist war auch sehr blass und sein Verhalten wurde mir zu wenig beschrieben. Ich konnte seine Krankheit, dass das Gehirn zu viele Geräusche nicht aufnehmen kann, nicht nachvollziehen, da mir ein Satz über das Krankheitsbild einfach unzureichend ist.

Fazit:
Diesen Kurzkrimi hätte ich mir schenken können, denn nicht nur, dass ich die Story ziemlich konfus fand, so hat mich das Ende auch sehr kalt gelassen. 1 Stern für eine Geschichte, die die Welt nicht braucht.

Lena Blaudez – Verbrechen lohnt sich
Lena Blaudez, die viele Jahre lang in Afrika unterwegs war, und dort bei Hilfsprojekten mitwirkte schreibt in ihrem Krimi ein paar Erfahrungen nieder.

Ada erhält in der Nacht einen Anruf und wird von einer ihr unbekannten Frau gebeten sie zu beschützen. Ada erfährt nicht viel, nur dass es sich um eine Übergabe von Schmuggelware handelt. Kann Ada der Frau helfen und was ist wirklich in dem geheimen Koffer?

Der Schreibstil von Lena Blaudez ist flüssig und lebhaft. Die Charaktere lebendig und ausdrucksstark, so dass kaum Wünsche offen bleiben.

Fazit:
Leider sind einige Teile der Geschichte zu sehr ausgeschmückt und andere nur angerissen. Ich persönlich hätte mir die Story ausgewogener gewünscht, daher gibt es 3 Sterne.

Kai Hensel – Frühling des Herzens
Der als Theaterautor bekannte Kai Hensel schreibt in seinem Kurzkrimi über Barbara. Barbara befindet sich in einer Lebenskriese – ihr Mann hat sie für eine andere verlassen und auch ihr Manuskript an eine Zeitung wurde abgewiesen. Kann Barbara ihre Kriese überstehen?

Der Stil von Kai Hensel ist sehr gut, es macht viel Freude seiner Geschichte zu folgen, die aus der Sicht einer Frau geschrieben ist. Toll! Barbara benötigt nicht viel um sie interessant zu finden und genau das ist es, was das Geschehen um sie herum so interessant macht.

Fazit:
Eine schöne, spannende und böse Geschichte, die mir viel zu kurz war, daher nur 4 Sterne.

Viktor Iro – Wartensteiners letzte Überweisung
Der Autor und Kulturwissenschafter Dirk Hohnsträter schreibt hier unter seinem Pseudonym Viktor Iro.
Die Geschichte dreht sich um die Insolvenz einer Bank – packendes und fesselndes Thema. Herr Wartenstein ist ein hohes Tier in einer Bank, bis ihm ein Fehler unterläuft, doch kann er diesen wieder wett machen?

Der Schreibstil von Viktor Iro ist gut aber teilweise verwirrend. Wer sich mit der Bankenthematik nicht auskennt, wird hier wahrscheinlich Schwierigkeiten haben der Geschichte zu folgen. Der Protagonist ist kalt, unsympathisch und sehr berechnend dargestellt, ich könnte mir daher einen Herrn Wartenstein sehr gut auch im realen Leben vorstellen.

Fazit:
Ein interessante Geschichte, die für mich kein Ende hat. Schwupps und Schluß, auch bleiben mir zu viele Fragen offen. Ein Thema wird angerissen und dann nicht mehr bearbeitet. Ich mag sowas gar nicht und gebe daher 2 Sterne.

Lothar Berg – Fischbrötchen
Lothar Berg ist seit 2001 freier Autor und schreibt in seinem Kurzkrimi eine sehr makabere Geschichte um einen Fischkutter am Tempelhofer Hafen.

Der Stil von Lothar Berg hat doch starke Ähnlichkeit mit dem von Roald Dahl – viel Thrill mit einer packenden Story.

Der Protagonist Perle will eine Bank überfallen und spioniert diese täglich über den im Hafen liegenden Imbusskutter aus. Wird ihm der Bankraub gelingen?

Fazit:
Wahnsinn! Da ich mich sehr oft im Einkaufscenter Tempelhofer Hafen aufhalte und auch in dieser Gegend groß geworden bin freut mich diese Geschichte ganz besonders, denn sie weckt alte Erinnerungen. Ich habe diesen Kurzkrimi regelrecht verschlungen und gebe daher 5 Sterne.

Ulrike Bliefert – Nikes letzter Sieg
Die Schauspielerin und Autorin Ulrike Bliefert schreibt in ihrem Kurzkrimi über eine Lehrerin auf Abi-Reise. Die Schüler werden auch immer frecher und die Abi-Scherze immer derber. Kann sich Nike durchsetzen?

Ulrike Bliefert schreibt wunderbare Kurzgeschichten, da ich schon einige von ihr kenne, habe ich mich auf „Nikes letzter Sieg“ sehr gefreut. Der Stil und Ausdruck ist, wie gewohnt, direkt und flüssig. Auch die Charaktere sind alle auf ihre Art komplett und nachvollziehbar.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die mir viel zu kurz war – sind ja nur Kurzkrimis 😉 daher keinen Abzug – ich gebe für diese Geschichte 4 Sterne, da ein bisschen mehr Spannung nicht schlecht gewesen wäre.

Andrea Vanoni – Hot Shot
Die selbstständige Agentin für Drebuchautorin, Kameraleute und Regisseure schreibt hier eine mörderische Story über eine Frau, die in ihrer Ehe nicht ausgelastet ist und sich gerne Frischfleisch mit ins Schlafzimmer nimmt. Aber ob dies immer so clever ist?

Der Schreibstil ist gut und flüssig. Die Charaktere leider etwas flach und unreif. Die Idee der Geschichte gut, aber leider etwas zu seicht umgesetzt.

Fazit:
Eine nette Kurzgeschichte, die das Ende erwarten lässt. Daher nur 3 Sterne.

-ky – Zeitbomben
Horst Bosetzky, schreibt hier unter seinen Pseudonym -ky. Ein schöner Kurzkrimi mit vielen Handlungssträngen die später alle zusammenlaufen.

Fazit:
Der Schreibstil und die Charaktere sind gut, die Story hat etwas. Ich vergebe 4 Sterne für diesen Kurzkrimi.

Sebastian Fitzek – Falscher Ort, falsche Zeit …
„Die Therapie“, der erste Psychothriller von Sebastian Fitzek, wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert, dies zeigt schon das Potential des Autors.
In diesem Kurzkrimi schreibt Itzek über einen brutalen Überfall mit Todesfolge und die Flucht in einem Taxi. Schafft es der Täter unbemerkt zu entkommen?

Fazit:
Ich habe so gut wie alle Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und habe nach dieser Geschichte erneut das Verlangen in seine Bücher einzutauchen. Auch hier sind die Charaktere sehr lebhaft beschrieben und der Leser kann nichts anderes als mitfiebern. Auch ist der Ausdruck nicht ganz so hart wie in seinen Büchern, daher 5 Sterne.

 

Ich bedanke mich bei der chichili agency für das Rezensionsexemplar.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Berlin blutrot
Verlag: chichili
Seiten: 174
ASIN: B006L6TNVY
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Mittsommersehnsucht – Elfie Ligensa

Klappentext:
Eine Sommerreise mit den Hurtigruten – und nichts ist wie zuvor

Alles hat die junge Ärztin Andrea für ihre große Liebe Jonas aufgegeben: ihren Job, ihre Heimat, ihre Freunde. Doch als sie im norwegischen Bergen ankommt, erwischt sie den Geliebten mit einer anderen. Verwirrt und enttäuscht bucht Andrea kurzerhand eine Passage mit den Hurtigruten und fährt mit dem Postschiff in Richtung Norden. Zwischen überwältigenden Fjorden und der Weite des Meeres findet sie Ruhe und neue Freunde. Auch ihr können als Ärztin wird gefragt, und schon bald gerät sie in einen Strudel aus kriminellen Machenschaften und Gefühlen für einen geheimnisvollen jungen Mann …

Der Roman beginnt seicht und als typischer Frauenroman. Andrea reist nach Norwegen um dort als Ärztin zu praktizieren, zu Leben und ihren Freund zu heiraten. Doch als sie in Bergen ankommt, erwischt Andrea ihren Jonas mit einer anderen im Bett. Andrea, die zutiefst getroffen und verstört ist, will sofort wieder nach Deutschland. Durch eine Begegnung mit dem lieben Taxifahrer Bengt entscheidet sich dann doch für eine Fahrt auf der Midnatsol – einem Postschiff -, welches sie in den hohen Norden zu den Lofoten bringt.
Was erwartet Andrea bei den kleinen Inseln und den Einheimischen die nur wenig Touristen kennen?

Der Schreibstil von Elfie Ligensa ist sehr einfach, flüssig und gut zu lesen. Teilweise etwas verträumt. In meinen Augen gelingt ihr das einfache Schreiben gut, mit der eingebundenen Spannungskurve hingegen hapert es leider etwas.

Die Charaktere sind mir fast alle negativ aufgefallen. Am Anfang hatte ich Mitleid mit Andrea, da sie extra für Jonas alles aufgibt und ihn dann in flagranti erwischt. Das gönne ich keinem. Aber später entwickelte sich Andrea zu einer Alleskönnerin, das machte sie wahnsinnig unsympathisch und es wurde leider im ganzen Buch nicht besser.
Jonas ist ein Waschlappen vom Feinsten! Ein Typ der nur ein Weibchen ansieht und ihr verfällt – wer mag denn sowas?! Ich kann mit solchen Typen nicht umgehen und hätte mir etwas Charaktertiefe gewünscht.

Aber es gab auch Personen die ich toll fand und über die ich gerne mehr gelesen und erfahren hätte. Das waren die Samen, ein Volk hoch oben im Norden (auch in Schweden und Finnland vertreten). Die Geschichte um die Tradition der Samen und deren Schamanin fand ich interessant, leider im Buch zu sehr geschönt.

Das Cover ist toll, passt allerdings gar nicht zur Geschichte. Es sieht einladend aus – so wurden die Norweger auch die ganze Zeit beschrieben – aber ein Bild der Landschaft hätte mich mehr gereizt. Die herrlichen Fjorde wurden so eindrucksvoll beschrieben, dass ein Bild dazu noch einladender wäre.

Fazit:
Ein Buch für zwischendurch und nur für Norwegenfans. Ich für meinen Teil kann sagen, dass mir das Buch nur von der Landschaftsbeschreibung und von den Einblicken in das Leben der Samen gefallen hat. Die Geschichte um Andrea war zu sehr gesponnen. Zu nichtssagend und zu langweilig. Ärzte werden in Norwegen gesucht, dass ist wahr, aber der Roman zeigt deutlich was es ist: eine Geschichte und keine Erfahrung. In diesem Sinne 3 Sterne.

Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Ullstein Verlag.

Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Mittsommersehnsucht
Autor: Elfie Ligensa
Verlag: Ullstein
Seiten: 416
ISBN: 978-3548284361
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen